CH650370A5 - Vorrichtung zum auslesen eines scheibenfoermigen aufzeichnungstraegers. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Auslesen eines scheibenförmigen Aufzeichnungsträgers, insbesondere eines optisch auslesbaren Aufzeichnungsträgers, auf welchen scheibenförmigen Aufzeichnungsträger in einer Anzahl nahezu konzentrischer Spuren ein Farbfernsehsignal aufgezeichnet ist, wobei ein Spurumfang stets ein Bild dieses Farbfernsehsignals enthält, und wobei diese Vorrichtung versehen ist mit einer Abtastvorrichtung zum Abtasten des Aufzeichnungsträgers, Steuermitteln zur Steuerung der radialen Abtastlage auf dem Aufzeichnungsträger, einer Dekodiervorrichtung zur Umwandlung des ausgelesenen Signals in ein Standard-PAL-Farbfernsehsignal, einer Kommandovorrichtung, mit deren Hilfe bewirkt werden kann, dass, indem Kommandosignale den Steuermitteln zugeführt werden, die radiale Abtastlage auf dem Aufzeichnungsträger abrupt geändert wird, um eine geänderte Abtastreihenfolge der auf den Aufzeichnungsträger aufgezeichneten Fernsehbilder zu erhalten, und einer von der Kommandovorrichtung gesteuerten Korrekturvorrichtung, die versehen ist mit einer Eingangsklemme, die mit der Dekodiervorrichtung gekoppelt ist und über die das Farbartsignal empfangen wird, einer Ausgangsklemme zur Lieferung eines korrigierten Farbartsignals und einem zwischen diesen beiden Klemmen angeordneten Korrekturkreis, der derart eingerichtet ist, dass, ungeachtet der gewählten Abtastreihenfolge der aufgezeichneten Fernsehbilder, an der Ausgangsklemme ein Farbartsignal aufrechterhalten wird, das die für ein PAL-Farbfernsehsignal kennzeichnende zeilensequentielle Phasenumschaltung aufweist.
Eine derartige Vorrichtung ist in der US-PS 4 057 827 beschrieben. Wie darin angegeben ist, eignet sich ein scheibenförmiger Aufzeichnungsträger besonders gut zur Verwirklichung abweichender Abtastmoden, wie verzögerter, beschleunigter oder stehender Bilder. Vor allem beim Gebrauch eines optisch auslesbaren Aufzeichnungsträgers in Verbindung mit einem optischen Auslesesystem ist es ja möglich, auf einfache Weise die Abtastreihenfolge der aufgezeichneten Fernsehbilder dadurch zu ändern, dass nämlich zu vorprogrammierten Zeitpunkten die Abtastlage auf dem Aufzeichnungsträger abrupt über einen oder mehrere Spurabstände in radialer Richtung geändert wird. Ausgehend von einer spiralförmigen Spur, kann z.B. ein Standbild erhalten werden, indem nach jeder Umdrehung des Aufzeichnungsträgers die Abtastlage über einen Spurabstand in radialer Richtung rückwärts verschoben wird, wodurch nacheinander stets ein gleiches aufgezeichnetes Fernsehbild ausgelesen wird. Ausgehend von einem Aufzeichnungsträger mit konzentrischen Spuren wird ein derartiges Standbild gerade dadurch erhalten, dass die radiale Abtastlage konstant gehalten wird, während gerade zum Erhalten einer «normalen» Wiedergabe die Abtastlage nach jeder Umdrehung über einen Spurabstand in radialer Richtung nach vorne verschoben werden soll.
Dadurch, dass bei einer spiralförmigen Spur einmal pro Umdrehung die Abtastlage über einen Spurabstand nach vorne verschoben wird, wird die doppelte Abtastgeschwindigkeit erreicht; dadurch, dass mehrere Male pro Umdrehung eine derartige Verschiebung bewirkt wird, wird eine entsprechende noch höhere Abtastgeschwindigkeit erzielt. Auf entsprechende Weise kann, indem der Abtastfleck mehrere Male pro Umdrehung über einen Spurabstand rückwärts verscho-
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ben wird, die Abtastreihenfolge der aufgezeichneten Bilder umgekehrt werden, wobei die Anzahl von Verschiebungen pro Umdrehung wieder die Abtastgeschwindigkeit bestimmt. Statt einer Verschiebung der Abtastlage über einen Spurabstand kann vorkommendenfalls auch eine Verschiebung über mehrere Spurabstände bewirkt werden.
Der gewünschte Abtastmodus, d.h. die gewünschte Abtastreihenfolge der auf den Aufzeichnungsträger aufgezeichneten Fernsehbilder wird in der Kommandovorrichtung festgelegt, die dann zu ausgewählten Zeitpunkten Kommandosignale an die Steuermittel liefert, um die radiale Abtastlage zu ändern. Vorzugsweise fallen diese Zeitpunkte innerhalb der Teilbildrücklaufperioden des ausgelesenen Fernsehsignals, wodurch die durch die Verschiebung der Abtastlage herbeigeführte Störung im ausgelesenen Signal ausserhalb des wiedergegebenen Bildes liegt.
In der genannten US-PS wird auf die Probleme eingegangen, die sich ergeben, wenn das auf den Aufzeichnungsträger aufgezeichnete Farbfernsehsignal vom Standard-PAL-Typ ist, wenigstens die wesentlichen Merkmale eines Standard-PAL-Farbfernsehsignals aufweist und mit Hilfe der Dekodiervorrichtung in ein derartiges Standard-PAL-Farbfernsehsignal umgewandelt wird. Dies ist z.B. der Fall, wenn bei der Aufzeichnung das zusammengesetzte Standard-PAL-Farbfern-sehsignal als Frequenzmodulation einer Trägerwelle aufmoduliert wird. Durch Frequenzdemodulation bei der Wiedergabe wird dann automatisch wieder ein Standard-PAL-Farb-fernsehsignal erhalten.
Bekanntlich ist das wesentliche Merkmal eines Standard-PAL-Farbfernsehsignals der zeilensequentielle Wechsel der Phase des Farbartsignals, der sogenannten PAL-Phase, der durch die zeilensequentielle Umpolung der Trägerwelle eines der beiden Farbartsignale erhalten ist. Da ein Fernsehbild eine ungerade Anzahl von Bildzeilen enthält, würde z.B. bei der Erzeugung eines Standbildes, wobei auf die letzte Bildzeile eines bestimmten Fernsehbildes die erste Bildzeile desselben Fernsehbildes folgt, am Übergang der zeilensequentielle Wechsel der PAL-Phase gestört werden. In der mit einem derartigen Farbfernsehsignal gespeisten PAL-Wiedergabevorrichtung würde dies zu einer Störung in der Farbwiedergabe führen.
Um dies zu vermeiden, enthält die Vorrichtung nach der genannten Patentschrift eine Korrekturvorrichtung, die mit einer Verzögerungsleitung mit einer Verzögerungszeit entsprechend einem Bildzeilenintervall des Fernsehsignals versehen ist. Mit Hilfe einer von der Kommandovorrichtung gesteuerten Schaltvorrichtung wird für das Farbartsignal ausgewählter ausgelesener Fernsehbilder, wobei diese Auswahl durch den gewählten Abtastmodus bestimmt und von der Kommandovorrichtung vorgeschrieben wird, mit Hilfe der Verzögerungsleitung eine Verzögerung gleich einem Bildzeilenintervall eingeführt. Durch diese Massnahme wird dafür gesorgt, dass, ungeachtet des gewählten Abtastmodus, der zeilensequentielle Wechsel der PAL-Phase erhalten bleibt.
Obgleich mit dieser bekannten Vorrichtung auf einfache Weise der angestrebte Zweck, und zwar die Aufrechterhaltung des zeilensequentiellen Wechsels der PAL-Phase,
erreicht wird, kann unter gewissen Bedingungen abhängig von dem Bildinhalt dennoch eine Qualitätsverschlechterung festgestellt werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Zeitkorrelation zwischen dem wiedergegebenen Leuchtdichtesignal und dem Farbartsignal nicht mehr eindeutig ist. Für die ausgewählten Fernsehbilder ist ja das Farbartsignal über ein Bildzeilenintervall in bezug auf das Leuchtdichtesignal verzögert, während dies für die nicht ausgewählten Fernsehbilder nicht der Fall ist. Dies kann vor allem bei einem vertikalen Farbübergang zu einem sogenannten «Farbzittern» führen.
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Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Vorrichtung der obengenannten Art zu schaffen, bei der ebenfalls mit einfachen Mitteln der obenerwähnte Zweck erreicht, aber der vorgenannte Nachteil vermieden wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Vorrichtung nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturvorrichtung versehen ist mit einer Oszillatorschaltung zum Erzeugen eines Bezugssignals mit einer Frequenz gleich dem Zweifachen der PAL-Farbhilfsträgerfrequenz, einer in den Korrekturkreis aufgenommenen Mischschaltung, mit deren Hilfe bewirkt wird, dass während der von der Kommandovorrichtung vorgeschriebenen ausgewählten Bildzeitintervalle das von der Eingangsklemme herrührende Farbartsignal mit dem Bezugssignal gemischt wird, einem Filter, mit dessen Hilfe ein Frequenzband um die PAL-Farbhilfsträgerfrequenz von dem erhaltenen Mischsignal abgetrennt und diese Komponente der Ausgangsklemme zugeführt wird, und Phasen-korrekturmitteln, mit deren Hilfe bewirkt wird, dass gemäss einem von der Kommandovorrichtung vorgeschriebenen Muster eine relative Phasenverschiebung von 0°, 90°, 180°
oder 270° zwischen den Farbartsignalen an der Eingangsund der Ausgangsklemme eingeführt wird.
Mit Hilfe der Korrekturvorrichtung wird für ausgewählte Fernsehbilder das Farbartsignal für die Ausgangsklemme dem Ausgang der Mischschaltung entnommen. Da das ursprüngliche der Eingangsklemme zugeführte Farbartsignal in dieser Mischschaltung eine Mischung mit dem Bezugssignal erfahren hat, welches Bezugssign'al eine Frequenz gleich dem Zweifachen der PAL-Farbhilfsträgerfrequenz aufweist, ist das Muster aufeinanderfolgender PÀL-Phasen im erhaltenen Mischsignal am Ausgang der Mischschaltung in bezug auf das des Farbartsignals an der Eingangsklemme über ein Bildzeilenintervall verschoben. Dadurch, dass gemäss einer gleichfalls von der Kommandovorrichtung vorgeschriebenen Schaltreihenfolge das wiederzugebende Farbartsignal entweder der Eingangsklemme oder der Ausgangsklemme entnommen wird, kann auf diese Weise ein Farbartsignal erhalten werden, das, ungeachtet des eingestellten Abtastmodus, kontinuierlich den gewünschten PAL-Phasenwechsel aufweist.
Es sei bemerkt, dass eine Änderung der PAL-Phase mit Hilfe einer Mischung des Farbartsignals mit einem Bezugssignal mit einer Frequenz gleich dem Zweifachen der Farbhilfs-trägerfrequenz als solche bekannt ist (siehe z.B. die niederländische Patentanmeldung 7 000 865 und die deutsche Offenlegungsschrift 2 549 364). In keiner dieser beiden Literaturstellen wird aber eine Vorrichtung beschrieben, bei der die Korrekturvorrichtung von der Kommandovorrichtung gesteuert wird, die den Abtastmodus festlegt. Die niederländische Patentanmeldung bezieht sich auf einen Signalaussetzer-(Drop-out)-Kompensator, wobei stets beim Einschalten einer Verzögerungsleitung mit einer Verzögerungszeit gleich einem Bildzeilenintervall eine Mischung des Farbartsignals mit dem genannten Bezugssignal stattfindet. Die deutsche Offenlegungsschrift bezieht sich zwar u.a. auf die Erzeugung eines Standbildes bei einem Magnetband, aber zur Steuerung der Korrekturvorrichtung wird eine gesonderte Detektionsschal-tung verwendet, die die PAL-Phasenreihenfolge der ausgelesenen Bildzeilen detektiert. Die Anwendung einer derartigen Detektionsschaltung ist einerseits verhältnismässig kostspielig und kann andererseits zu unerwünschten Komplikationen führen.
Ausser der genannten Korrektur der PAL-Phase führt die Vorrichtung nach der Erfindung auch eine Korrektur der Phase des Farbhilfsträgersignals aus. Bei einem Standard-PAL-Farbfernsehsignal beträgt die Frequenz des Farbhilfsträgersignals 4 443 618,75 Hz, d.h. (284-!^) fH + 25 Hz, wobei fH die Bildzeilenfrequenz ist. Dies bedeutet, dass ein Bildintervall keine gerade Anzahl Perioden dieser Farbhilfsträgerwelle
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enthält. Bei Ändern der Abtastreihenfolge der aufgezeichneten Bilder würde dies bedeuten, dass jeweils nach einer Verschiebung der Abtastlage ein Phasensprung in dieser Farb-hilfsträgerwelle auftritt. Dies wird nach der Erfindung dadurch vermieden, dass Phasenkorrekturmittel in der Korrekturvorrichtung angebracht werden. Da auf den Aufzeichnungsträger ein Bild pro Spurumfang aufgezeichnet ist, ist die von diesen Phasenkorrekturmitteln einzuführende Phasenverschiebung stets ein ganzes Vielfaches von 90°, wodurch es möglich ist, mit Hilfe einer verhältnismässig einfachen Steuerschaltung nach einem von der Kommandovorrichtung in Abhängigkeit von dem gewählten Abtastmodus vorgeschriebenen Muster die benötigte Phasenverschiebung in diese Phasenkorrekturmittel einzuführen.
Um die Korrekturvorrichtung möglichst einfach halten zu können, ist eine bevorzugte Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Kommandovorrichtung derart eingerichtet ist, dass sie Kommandosignale an die Steuermittel zur Änderung der radialen Abtastlage über einen einzigen Spurabstand liefert und dass die Phasenkorrekturmittel versehen sind mit einem in den Korrekturkreis aufgenommenen Phasenverschiebungsnetzwerk, mit dessen Hilfe gemäss einem von der Kommandovorrichtung vorgeschriebenen Muster eine relative Phasenverschiebung von 0° oder 180 ° herbeigeführt wird, und mit einer Phasensteuerschaltung für den Oszillatorkreis zum Aufrechterhalten eines Bezugssignals mit einer derartigen Phase, dass der Anfang jedes Zweiperiodenintervalls dieses Bezugssignals in bezug auf den Anfang jedes Periodenintervalls des Farbartsignals über eine Viertelperiode dieses zuerst genannten Periodenintervalls verschoben ist.
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform ist die Kommandovorrichtung absichtlich derart eingerichtet, dass sie nur Kommandosignale liefert, die einen Sprung der radialen Abtastlage über einen Spurabstand herbeiführen. Es stellt sich nämlich heraus, dass mit dieser Beschränkung der Grösse des Sprunges in radialer Richtung eine einfache Korrelation zwischen der benötigten Korrektur der PAL-Phase und der Korrektur der Phase der Farbhilfsträgerwelle besteht. Insbesondere stellt sich heraus, das die Korrektur der PAL-Phase durch die Mischung mit dem Bezugssignal stets mit einer Korrektur der Phase der Farbhilfsträgerwelle gleich einem ungeraden Vielfachen von 90° zusammenfällt. Die Erfindung benutzt diese Korrelation dadurch, dass in den Korrekturkreis ein Phasenverschiebungsnetzwerk aufgenommen wird, das entweder eine Phasenverschiebung von 0° oder von 180° herbeiführt und dass über den Oszillatorkreis eine Phasenverschiebung von 90° eingeführt wird. Auf diese Weise können mit einer verhältnismässig einfachen Steuerschaltung alle benötigten Kombinationen von PAL-Phasen-korrektur und Korrektur der Farbhilfsträgerwellenphase erhalten werden.
Einige Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 zur Illustrierung die zugehörigen Signalformen, Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 4 die zugehörigen Signalformen, und Fig. 5 eine Doppelgegentaktmodulatorschaltung zur Anwendung in der Vorrichtung nach der Erfindung.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung, bei der der Einfachheit halber die Abtastvorrichtung nur sehr schematisch durch den Block 1 dargestellt ist, weil die Ausführung dieser Abtastvorrichtung als solche für die vorliegende Erfindung nicht von wesentlicher Bedeutung ist. Beispiele von Abtastvorrichtungen und der zugehörigen Steuermittel, insbesondere optische Abtast-vorrichtungen, sind aus der Literatur allgemein bekannt. Beispielsweise sei auf die US-PS 3 854 015 verwiesen, die als Referenz aufgenommen ist.
Obgleich die vorliegende Erfindung keineswegs auf die Anwendung einer bestimmten Signalkodierung beschränkt ist, wird angenommen, dass das auf den Aufzeichnungsträger aufgezeichnete Signal ein Trägersignal enthält, das von einem zusammengesetzten Standard-PAL-Farbfernsehsignal in der Frequenz moduliert ist. Dieses modulierte Trägersignal wird nach Auslesung durch die Abtastvorrichtung 1 einem FM-Demodulator 2 zugeführt, wodurch ein zusammengesetztes Standard-PAL-Farbfernsehsignal Y + F (Y = Leuchtdichtesi-gnal, F = Farbartsignal) am Ausgang dieses FM-Demodula-tors 2 erhalten wird. Dieses Signal Y+ F wird einer ersten Eingangsklemme 3 a eines Zweilagenschalters 3 zugeführt, dessen Hauptkontakt 3c mit einer Ausgangsklemme 4 verbunden ist. Während des «normalen» Abtastmodus, d.h. wenn die aufgezeichneten Fernsehbilder in der gleichen Reihenfolge ausgelesen werden, in der sie aufgezeichnet wurden, nimmt der Schalter 3 die dargestellte Lage ein, und es wird demzufolge das vom FM-Demodulator 2 gelieferte Standard-PAL-Farbfernsehsignal unmittelbar der Ausgangsklemme 4 zugeführt.
Während eines abweichenden Abtastmodus nimmt der Schalter 3 die nicht dargestellte Lage ein, und es wird demzufolge die Eingangsklemme 3b mit der Ausgangsklemme 4 verbunden. Diese Eingangsklemme 3b ist mit dem Ausgang einer Addierschaltung 6 verbunden, die einen Eingang 6a aufweist, dem das Leuchtdichtesignal Y zugeführt wird, das mit Hilfe eines Tiefpasses 5 von dem zusammengesetzten Farbfernsehsignal Y + F abgetrennt ist. Der Eingang 6b dieser Addierschaltung 6 ist mit der Ausgangsklemme 10 eines Korrekturkreises 8 verbunden, der eine Eingangsklemme 9 aufweist, der das mit Hilfe eines Hochpasses 7 von dem zusammengesetzten Farbfernsehsignal Y+ F abgetrennte Farbartsignal F zugeführt wird. Dieses Farbartsignal F wird in dem Korrekturkreis 8 einer derartigen Korrektur unterworfen, dass auch bei den abweichenden Abtastmoden das Farbartsignal F' an der Ausgangsklemme 10 des Korrekturkreises der PAL-Norm entspricht, so dass auch bei diesen Abtastmoden an der Ausgangsklemme 4 ein Standard-PAL-Farbfernsehsignal zur Verfügung steht.
Der Korrekturkreis 8 enthält zunächst ein mit der Eingangsklemme 9 verbundenes Phasenverschiebungsnetzwerk 11. Dieses Phasenverschiebungsnetzwerk dient dazu, eine Phasenverschiebung von 0°, 90°, 180° oder 270° zu verwirklichen, wobei die Wahl der gewünschten Phasenverschiebung in Abhängigkeit von dem gewählten Abtastmodus getroffen wird. Um dies schematisch anzugeben, enthält das Phasenverschiebungsnetzwerk 11 ein Netzwerk 12, das zwischen seinem Eingang und vier Ausgängen die respektiven Phasenverschiebungen verwirklicht, und einen Schalter 13, der einen dieser vier Ausgänge mit dem Ausgang des Phasenverschiebungsnetzwerks 11 verbindet. Dieser Schalter 13 wird von einer Kommando Vorrichtung 21 (Steuersignal D) gesteuert, die zugleich den gewünschten Äbtastmodus dadurch herbeiführt, dass das Steuersignal A der Abtastvorrichtung 1 zugeführt wird, wobei diese Kommandovorrichtung auch den Schalter 3 steuert (Steuersignal B).
Der Korrekturkreis 8 enthält weiter eine mit dem Ausgang des Phasenverschiebungsnetzwerks 11 verbundene Mischschaltung 14, die zugleich ein Bezugssignal 2fc empfängt, wobei fc die Farbhilfsträgerfrequenz ist. Der Ausgang dieser Mischschaltung 14 ist über ein Bandpassfilter 15 mit einem Durchlassband um die Farbhilfsträgerfrequenz fc mit einem Eingang 16b eines Zweilagenschalters 16 verbunden. Ein Ein4
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gang 16a dieses Schalters 16 ist mit dem Ausgang des Phasenverschiebungsnetzwerks 11 verbunden, während sein Ausgang 16c mit der Ausgangsklemme 10 des Korrekturkreises verbunden ist. Abhängig von der Lage des Schalters 16 hat das Farbartsignal F' an der Ausgangsklemme 10 gegebenenfalls eine Mischung mit dem Bezugssignal erfahren. Der Schalter 16 wird ebenfalls in Abhängigkeit von dem gewählten Abtastmodus von der Kommando Vorrichtung 21 gesteuert (Steuersignal C).
Zum Erzeugen des Bezugssignals enthält die Vorrichtung einen spannungsgesteuerten Oszillator 20. Das erzeugte Bezugssignal wird mit Hilfe einer Teilerstufe 19 in der Frequenz durch zwei geteilt und dann einem Phasendetektor 18 zugeführt. Dieser Phasendetektor 18 empfängt an einem zweiten Eingang die von einer Gatterschaltung 17 getasteten Farbsynchronsignale des Farbartsignals am Ausgang des Phasenverschiebungsnetzwerks 11 und liefert ein Steuersignal für den Oszillator 10. Ausserdem empfängt dieser Phasendetektor noch ein Steuersignal von einem Detektor 22, der ein rechteckförmiges Steuersignal mit einer Frequenz fH/2 liefert, wobei fH die Bildzeilenfrequenz ist. Die Funktion dieses Steuersignals wird nachstehend noch auseinandergesetzt. Durch die angegebene Ansteuerung des Oszillators 20 über den Phasendetektor 18 ist das von dem Oszillator 20 gelieferte Bezugssignal mit der Frequenz und der Phase des im Farbartsignal vorhandenen Farbsynchronsignals gekoppelt.
Um die Wirkung der Vorrichtung nach der Erfindung näher zu erläutern, sei auf Fig. 2 verwiesen. Beim Abtasten gemäss einem normalen Abtastmodus einer spiralförmigen Informationsspur werden nacheinander die Fernsehbilder Pi, P2, P3, P4 usw. ausgelesen. Diese Situation ist in Fig. 2a dargestellt, wobei gleichsam die spiralförmige Spur ausgerollt ist. Jedes Fernsehbild enthält 625 Bildzeilen, wobei von Bildzeile zu Bildzeile die PAL-Phase geändert wird, was durch die abwechselnd schraffierten und nichtschraffierten Bildzeilenintervalle 1,2 ... 625 angegeben wird. Da beim Aufzeichnen der PAL-Phasenwechsel ein kontinuierliches Muster aufweist, ist dies auch bei der Wiedergabe gemäss dem normalen Abtastmodus der Fall. Ähnliches gilt für die Farbhilfsträgerwelle, die ohne Phasensprünge von Bild zu Bild weiterläuft. Da die Frequenz dieser Farbhilfsträgerwelle nicht gleich einem ganzen Vielfachen der Bildzeilenfrequenz fH ist, sondern um lA fH von dieser Frequenz verschieden ist, sind die Anfangsphasen der Farbhilfsträgerwelle für aufeinanderfolgende Bilder verschieden, welche Anfangsphasen bei den Übergängen aufeinanderfolgender Bilder angegeben sind.
Wenn ein mit einer derartigen spiralförmigen Informationsspur versehener Aufzeichnungsträger gemäss einem Standbildmodus abgetastet wird, wird nach jeder Umdrehung die Abtastlage über einen Spurabstand rückwärts verschoben, wodurch jeweils derselbe Spurumfang abgetastet wird, was zur Folge hat, dass reihenmässig stets dasselbe Bild wiedergegeben wird. Bei der Wiedergabe des Bildes Pi gemäss diesem Modus tritt dann ein Muster des PAL-Phasenwechsels und der Phase des Farbhilfsträgersignals auf, wie in Fig. 2b dargestellt ist. Daraus lässt sich einfach erkennen, dass jeweils beim Übergang von dem Ende eines wiedergegebenen Bildes zu dem Anfang desselben wiedergegebenen Bildes eine Störung des PAL-Phasenwechsels auftritt, weil die erste (1) und die letzte (625) Bildzeile eines Bildes stets dieselbe PÄL-Phase aufweisen. Ausserdem lässt sich einfach erkennen, dass ein Phasensprung im Farbhilfsträgersignal stattfindet, weil dieses Farbhilfsträgersignal am Ende des Bildes Pi eine Phase von 270° und am Anfang eine Phase von 0° aufweist, wobei diese zwei Phasen beim Übergang zwischen den aufeinanderfolgenden Bildern angegeben sind.
Mit Hilfe der Vorrichtung nach der Erfindung werden sowohl diese Störung der PAL-Phase als auch die Störung im
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Farbhilfsträgersignal korrigiert. Dabei werden zur Steuerung der Korrekturmittel Steuersignale benutzt, die von der Kommandovorrichtung 21 geliefert werden, die zugleich die Steuerung der radialen Abtastlage zur Verwirklichung des gewünschten Abtastmodus besorgt. Für die Weise, in der diese radiale Lagenregelung und sprungartige Verschiebung z.B. bei einem optischen Abtastsystem erhalten werden können, sei auf die genannte US-PS 3 854 015 verwiesen. Wie darin angegeben ist, wird die sprungartige Verschiebung der radialen Abtastlage dadurch erhalten, dass ein geeignetes impulsförmiges Steuersignal dem betreffenden Ablenkelement zugeführt wird. Wie auch angegeben ist, finden bei einem Standbildmodus diese sprungartigen Verschiebungen vorzugsweise während der Bildrücklaufperioden statt, wozu eine Synchronisation zwischen den von der Kommandovor-richtung den Steuermitteln gelieferten Kommandosignalen und diesen Bildrücklaufperioden erforderlich ist, was auf einfache Weise durch Detektion der Bildrücklaufimpulse im ausgelesenen Signal erzielbar ist, wobei diese Bildrücklaufimpulse in Fig. 2c dargestellt sind. Zum.Erhalten eines Standbildes muss während jeder Bildrücklaufperiode eine sprungartige Verschiebung der radialen Abtastlage über einen Spurabstand in der Rückwärtsrichtung stattfinden. Die Steuerimpulse A für die Abtastvorrichtung 1 können also als mit den Bildrücklaufimpulsen nach Fig. 2c zusammenfallend betrachtet werden, wobei die Form der Steuerimpulse naturgemäss dem verwendeten Ablenkelement angepasst sein soll.
Beim Einschalten des Standbildmodus in der Kommandovorrichtung 21 wird von dem nächstfolgenden darin detek-tierten Bildrücklaufimpuls (Zeitpunkt to) ein Flipflop getrig-gert. Der Ausgang dieses Flipflops liefert das Steuersignal B für den Schalter 3, wodurch dieser Schalter 3 nach diesem Zeitpunkt to seine Ausgangsklemme 3c mit seiner Eingangsklemme 3b verbindet und demzufolge das Farbartsignal für die Ausgangsklemme 4 der Korrekturvorrichtung 8 entnommen wird.
Von der Kommandovorrichtung 21 wird ein drittes Steuersignal C erzeugt, das dem Schalter 16 zugeführt wird. Nach dem Einschalten des Standbildmodus ändert sich der logische Pegel dieses Steuersignals C bei jeder sprungartigen Verschiebung der Abtastlage, also bei jedem Impuls des Steuersignals A. Dadurch nimmt der Schalter 16 während aufeinanderfolgender Abtastperioden des Bildes Pi abwechselnd die beiden möglichen Schaltlagen ein. Dies bedeutet, dass während aufeinanderfolgender Abtastperioden dieses Bildes Pi das von dem Korrekturkreis 8 gelieferte Farbartsignal wohl (zweite und vierte Abtastung von Pi) oder nicht (erste und dritte Abtastung) eine Mischung mit dem Bezugssignal 2fc erfahren hat. Da durch diese Mischung des Farbartsignals mit dem Bezugssignal 2fc mit einer Frequenz gleich dem Zweifachen der Farbhilfsträgerfrequenz ein Wechsel der PAL-Phase stattfindet, ist das Ergebnis dieser geschalteten Bearbeitung des Farbartsignals, dass das Farbartsignal an der Ausgangsklemme 10 wieder den gewünschten ungestörten PAL-Phasenwechsel aufweist, wie in Fig. 2g dargestellt ist.
Um auch die Phasensprünge in der Farbhilfsträgerwelle zu beseitigen, wird von der Kommandovorrichtung ein viertes Steuersignal D für den Schalter 12 erzeugt. Dieses Steuersignal D steuert den Schalter 12 derart, dass die von dem Phasenverschiebungsnetzwerk 11 verwirklichte Phasenverschiebung gemäss dem in Fig. 2f dargestellten Muster zwischen den möglichen Werten 0°, 90°, 180° und 270° geschaltet wird. Ausgehend von dem in Fig. 2b dargestellten Phasenverlauf lässt sich einfach erkennen, dass der Zusatz dieser geschalteten Phasenverschiebungen einen Phasenverlauf nach Fig. 2g ergibt, woraus ersichtlich ist, dass die Phasensprünge zwischen aufeinanderfolgenden Bildperioden völlig beseitigt sind.
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Durch diese von der Kommandovorrichtung 21 geregelte Umschaltung der PAL-Phase und Einführung der Phasenverschiebungen gemäss einem ebenfalls von der Kommandovorrichtung festgelegten Muster wird demzufolge mit verhältnismässig einfachen Mitteln erreicht, dass das bei diesem Standbildmodus gelieferte Farbartsignal der PAL-Norm entspricht. Wenn ein anderer Abtastmodus gewählt wird, sollen die Steuersignale diesem Abtastmodus angepasst sein, was wieder völlig mit Hilfe in der Kommandovorrichtung 21 enthaltener logischer Schaltungen zum Erzeugen dieser Steuersignale erreicht werden kann. Zur Illustrierung ist in Fig. 2h das ausgelesene Farbartsignal dargestellt, für den Fall, dass nacheinander die aufgezeichneten Bilder Pi, Pj, Ps, P7 usw. abgetastet werden, somit ein beschleunigter Abtastmodus, was dadurch erreicht wird, dass die radiale Abtastlage nach jeder Umdrehung des Aufzeichnungsträgers über einen Spurabstand nach vorn verschoben wird. Auf gleiche Weise wie für den Standbildmodus abgeleitet ist, lässt sich einfach erkennen, dass für diesen Abtastmodus die Steuersignale B und C den in Figuren 2d und 2e dargestellten Verlauf aufweisen sollen, während nur das Steuersignal D für den Schalter 12 einen abweichenden Verlauf aufweisen soll, und zwar derart, dass der in Fig. 2i dargestellte Verlauf für die Phasenverschiebung erhalten wird. Auf gleiche Weise können für jeden gewünschten Abtastmodus die benötigten Steuersignale mit Hilfe in der Kommandovorrichtung enthaltener und für den betreffenden Abtastmodus wirksamer logischer Netzwerke abgeleitet werden. Zur Illustrierung ist in Fig. 2j noch die Situation dargestellt, die sich ergibt, wenn nacheinander die Bilder P4, P3, P2, Pi usw. abgetastet werden, wozu nach jeder Umdrehung eine Verschiebung der radialen Abtastlage über-zwei Spurenabstände stattfinden muss, wobei diese Abtastung als «Rückwärtsmodus» bezeichnet wird. Aus Fig. 2j lässt sich erkennen, dass in bezug auf die PAL-Phase gar keine Korrektur erforderlich ist, so dass der Schalter 16 kontinuierlich in der dargestellten Lage stehen bleiben kann. Um die Phasensprünge im Farbhilfsträgersignal zu beseitigen, ist es genügend, eine Phasenkorrektur gemäss dem in Fig. 2k dargestellten Muster mit Hilfe des Phasenverschiebungsnetzwerks 11 durchzuführen.
Wie bereits erwähnt wurde, wird mit Hilfe der Gatterschaltung 17 das Farbsynchronsignal aus dem Farbartsignal am Ausgang des Phasenverschiebungsnetzwerks 11 abgetrennt, was bedeutet, dass auch dieses Farbsynchronsignal der gewünschten Phasenkorrektur unterworfen worden ist. Da jedoch bei einem PAL-Farbfernsehsignal die Phase des Farbsynchronsignals von Bildzeile zu Bildzeile wechselt, ist noch eine Korrektur erforderlich, um ein stabiles Bezugssignal am Ausgang des Oszillators 20 zu erhalten. Dazu wird dem Phasendetektor 18 ein Steuersignal des Detektors 22 zugeführt, wobei der letztere Detektor die Zeilensynchron-sierimpulse im ausgelesenen Fernsehsignal detektiert und daraus ein rechteckförmiges symmetrisches Steuersignal mit einer Frequenz fH/2 ableitet. Der Phasendetektor 18 enthält Mittel, mit deren Hilfe bei dem Phasenvergleich der angebotenen Signale der Gatterschaltung 17 und des Teilers 19 durch eine zeilensequentielle Phasenverschiebung eines dieser Signale die durch die zeilensequentiell wechselnde Phase des Farbsynchronsignals herbeigeführte Unregelmässigkeit beseitigt wird. Im wesentlichen entspricht dies der Identifikationsschaltung der in einem PAL-Fernsehgerät verwendeten Demodulatorschaltung. Für die Gatterschaltung 17, den Phasendetektor 18, den Teiler 19 und den Oszillator 20 kann denn auch ein Teil der vorgenannten Schaltung, z.B. vom Phi-lips-Typ TDA 2520, verwendet werden. Als Alternative kann der Philips-IC-Typ TDA 2720 Anwendung finden.
Da das Farbartsignal am Ausgang des Phasenverschiebungsnetzwerks 11 noch nicht in bezug auf die PAL-Phase korrigiert worden ist, tritt bei einem Bildübergang in einem NichtStandard-Abtastmodus noch ein nichtkorrigierter Phasensprung bei der Ansteuerung des Oszillators durch das Farbsynchronsignal auf. Dadurch, dass die Zeitkonstante der 5 Identifikationsschaltung (Detektor 22) genügend klein gewählt wird, ist das Bezugssignal wieder auf seinen stabilen Wert vor dem Ende der Bildrücklaufperiode nachgeregelt, wodurch keine Störung im wiedergegebenen Bild auftritt. Als Alternative ist es möglich, jeweils bei einer sprungartigen Ver-10 Schiebung der Abtastlage das vom Detektor 22 gelieferte Steuersignal über eine halbe Periode zu verschieben, wozu z.B. das Steuersignal C der Kommandovorrichtung 21 dem Detektor 22 zugeführt werden kann.
Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform der Korrektur-15 Vorrichtung, wobei entsprechende Elemente mit den gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1 bezeichnet sind. Der Korrekturkreis 8 enthält statt des Phasenverschiebungsnetzwerks 11 nun ein Phasenverschiebungsnetzwerk 31, das abhängig von dem Steuersignal E eine Phasenverschiebung von 0° oder 20 180° einführt. In dem Ansteuerkreis für den Oszillator 20 ist nun ein Phasenverschiebungsnetzwerk 33 angeordnet, das eine Phasenverschiebung von 45° in das endgültig dem Phasendetektor 18 angebotene Farbsynchronsignal einführt.
Diese Phasenverschiebung hat in dem von dem Oszillator 20 25 gelieferten Bezugssignal eine Phasenverschiebung von 90° zur Folge.
Diese Ausführungsform gründet sich auf die Erkenntnis, dass, falls stets eine sprungartige Verschiebung der Abtastlage über einen Spurabstand ausgeführt wird, eine einzuführende 30 Phasenverschiebung in dem Farbartsignal von 90° oder 270° stets mit einer Mischung dieses Farbartsignals mit dem Bezugssignal gepaart ist, während bei einer benötigten Phasenverschiebung von 0° oder 180° keine Mischung stattfindet. Dies bedeutet, dass es für diese Abtastmoden möglich ist, 35 sowohl die gewünschten Phasenverschiebungen als auch die gewünschten PAL-Phasenwechsel dadurch zu erhalten, dass in den Korrekturkreis nur ein Phasenverschiebungsnetzwerk 31 aufgenommen wird, das zwischen 0° und 180° umschaltbar ist, und dass eine kontinuierliche Phasenverschiebung 40 von 90° in das Bezugssignal eingeführt wird. Um ausserdem sicherzustellen, dass bei der Ansteuerung des Oszillators 20 keine Phasensprünge auftreten, wodurch dieser phasengesteuerte Oszillator immer wieder nachgeregelt werden müsste, ist in den Ansteuerkreis ein schaltbares Phasenverschiebungs-45 netzwerk aufgenommen, das in Abhängigkeit von einem Steuersignal G eine Phasenverschiebung von 0° oder 90° einführt.
Zur Illustrierung ist in Figuren 4b und 4c das Muster der Steuersignale E und G für den in Fig. 4a schematisch gezeigten Standbildmodus dargestellt, wobei eine logische « 1 » der 50 Steuersignale stets bedeutet, dass von dem betreffenden Phasenverschiebungsnetzwerk die grössere der zwei möglichen Phasenverschiebungen verwirklicht wird. Für den in Fig. 4d schematisch gezeigten beschleunigten Abtastmodus können die in Fig. 4b dargestellten Steuersignale C und G unverän-55 dert benutzt werden, während für das Steuersignal E das in Fig. 4e dargestellte Muster erforderlich ist.
Im Gegensatz zu der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform enthält die Korrekturvorrichtung nach Fig. 3 keinen gesonderten Schalter 16, sondern ist die Mischschaltung 35 60 umschaltbar ausgeführt, d.h., dass diese Mischschaltung 35 abhängig von dem Steuersignal C als Verstärker oder als Mischschaltung wirkt. Eine Ausführungsform einer derartigen umschaltbaren Mischschaltung ist in Fig. 5 dargestellt.
Die in dieser Figur dargestellte Mischschaltung enthält 65 eine erste Differenzstufe mit den Transistoren Ti und T2,
deren Emitter über einen Widerstand Ri miteinander und ausserdem mit je einer Stromquelle Ii bzw. I2 verbunden sind. Das Farbartsignal F wird der Basis-Elektrode des Transistors
7
650 370
Ti zugeführt, während die Basis-Elektrode des Transistors T2 an einem Bezugspotential liegt. Die Kollektor-Elektrode des Transistors Ti ist mit den gemeinsamen Emittern der Transistoren T3 und Tt verbunden, die zusammen eine zweite Differenzstufe bilden, während der Kollektor des Transistors T2 mit den gemeinsamen Emittern der Transistoren Ts und Tó verbunden ist, die zusammen eine dritte Differenzstufe bilden. Die Basis-Elektroden der Transistoren Tt und Ts, gleich wie die der Transistoren Ts und Tó, sind miteinander verbunden. Die Kollektoren der Transistoren Tt und Te sind mit einem Kollektorwiderstand R2 verbunden und bilden die Ausgangsklemme 0 der Schaltung, während die Kollektoren der Transistoren T3 und Ts mit der positiven Klemme der Speisequelle verbunden sind. Das Bezugssignal 2fc wird über einen Trennkondensator Cs den Basis-Elektroden der Transistoren T3 und Te zugeführt. Diese Schaltung bildet einen sogenannten Doppelgegentaktmodulator.
Die Wirkung der gezeigten Schaltung ist von dem gegenseitigen Gleichspannungspegel zwischen den Basis-Elektroden der Transistoren Tt und Ts und den Basis-Elektroden der Transistoren T3 und Te abhängig, denen das Steuersignal C zugeführt wird. Wenn der Gleichspannungspegel an den Basis-Elektroden der Transistoren Tt und Ts höher als der an den Basis-Elektroden der Transistoren T3 und Ts ist, sind die Transistoren T4 und Ts leitend und wird das von der ersten Differenzstufe (Transistoren Ti und T2) gelieferte Farbartsignal unmittelbar, d.h. ohne Mischung, an die Ausgangsklemme 0 weitergeleitet. Wenn dagegen der Gleichspannungspegel an den Basis-Elektroden der Transistoren Tt und Ts gleich dem der Basis-Elektroden der Transistoren T3 und Te ist, sind abwechselnd die Transistoren T3, T6 und T», Ts leitend, in Abhängigkeit von 2fc, und findet eine Mischung des Farbartsignals F mit dem Bezugssignal 2fc statt.
Da für die beiden möglichen Funktionen dieser schaltbaren Mischschaltung der Verstärkungsfaktor verschieden sein kann, ist in der Vorrichtung nach Fig. 3 ein umschaltbarer Verstärker 32 angeordnet, der ebenfalls vom Steuersignal C gesteuert wird und der den wechselnden Verstärkungsfaktor der Mischschaltung wieder ausgleicht. Der Vorteil der
Anwendung dieser als Mischschaltung oder als Verstärker wirksamen Schaltung liegt darin, dass das Farbartsignal stets denselben Kreis durchläuft und dann automatisch stets denselben Gang aufweist.
5 In der Ausführungsform nach Fig. 1 ist dies nicht der Fall. Um auch bei dieser Ausführungsform stets den gleichen Gang zu erhalten, wird daher in dem direkten Weg von dem Phasenverschiebungsnetzwerk 11 zu dem Eingang 16A des Schalters 16 einerseits ein Verzögerungselement, das eine 10 Laufzeit einführt, die gleich der der Mischschaltung 14 ist, und andererseits ein Bandpassfilter aufgenommen, das mit dem Filter 15 identisch ist.
Aus demselben Grunde werden auch meistens in die Kreise zwischen dem Filter 15 und dem Schalter 16 und zwi-15 sehen dem FM-Demodulator 2 und dem Eingang 3a des Schalters 3 Verzögerungselemente aufgenommen, um dafür zu sorgen, dass die unterschiedlichen Signalkomponenten an der Ausgangsklemme in der Zeit synchron sind.
Es ist einleuchtend, dass die Erfindung keineswegs auf die 20 in den Figuren gezeigten Ausführungsformen beschränkt ist. Das Erzeugen der benötigten Steuersignale kann auf eine für den Fachmann auf der Hand liegende Weise mit Hilfe logischer Schaltungen oder erwünschtenfalls mit einem programmierbaren Prozessor bewirkt werden. Weiter können gegebe-25 nenfalls Verfeinerungen in der Wirkung der Vorrichtung angebracht werden. So ist es z.B. wünschenswert, einen Nichtstandard-Abtastmodus zu einem Zeitpunkt zu beenden, zu dem keine Mischung des Farbartsignals stattfindet und weiter die in den Korrekturkreis eingeführte Phasenverschie-30 bung 0° beträgt. Dadurch wird erreicht, dass zu dem Zeitpunkt, zu dem durch Umschaltung des Schalters 3 wieder auf den Standard-Abtastmodus umgeschaltet wird, keine Störung im Farbartsignal auftritt. Um dies zu erreichen, ist es nur erforderlich, in der Kommandoeinheit das für die Umschal-35 tung des Schalters 3 benötigte Steuersignal B mit den Steuersignalen C und D zu koppeln, d.h., dass über ein UND-Gatter das Steuersignal B erst an den Schalter weitergeleitet wird, sobald die Steuersignale C und D beide die richtigen Werte aufweisen.
G
3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Auslesen eines scheibenförmigen Aufzeichnungsträgers, auf welchem in einer Anzahl nahezu konzentrischer Spuren ein Farbfernsehsignal aufgezeichnet ist, wobei ein Spurumfang stets ein Bild dieses Farbfernsehsi-gnals enthält, und wobei diese Vorrichtung versehen ist mit einer Abtastvorrichtung (1) zum Abtasten des Aufzeichnungsträgers, Steuermitteln zur Steuerung der radialen Abtastlage auf dem Aufzeichnungsträger, einer Dekodiervorrichtung (2) zur Umwandlung des ausgelesenen Signals in ein Standard-PAL-Farbfernsehsignal, einer Kommandovorrichtung (21), mit deren Hilfe, indem Kommandosignale (A) den Steuermitteln zugeführt werden, abrupt die radiale Abtastlage auf dem Aufzeichnungsträger geändert werden kann, um eine geänderte Abtastreihenfolge der auf den Aufzeichnungsträger aufgezeichneten Fernsehbilder zu bewirken, und einer von der Kommandovorrichtung (21) gesteuerten Korrekturvorrichtung (8,17 bis 20,22), die versehen ist mit einer Eingangsklemme (9), die mit der Dekodiervorrichtung (2) zum Empfangen des Farbartsignals (F) gekoppelt ist, einer Ausgangsklemme (10) zur Lieferung eines korrigierten Farbartsignals (F') und einem zwischen diesen beiden Klemmen (9,10) angeordneten Korrekturkreis (8), der derart eingerichtet ist, dass, ungeachtet der gewählten Abtastreihenfolge der aufgezeichneten Fernsehbilder, an der Ausgangsklemme (10) ein Farbartsignal (F') aufrechterhalten wird, das die für ein PAL-Farbfernsehsignal kennzeichnende zeilensequentielle Phasen-umschaltung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Korrekturvorrichtung versehen ist mit einem Oszillatorkreis (17, 18,19,20) zum Erzeugen eines Bezugssignals (2f0) mit einer Frequenz gleich dem Zweifachen der PAL-Farbhilfsträgerfre-quenz, einer in den Korrekturkreis (8) aufgenommenen Mischschaltung (14,35), mit deren Hilfe während von der Kommandovorrichtung (21) vorgeschriebener ausgewählter Zeitperioden das von der Eingangsklemme (9) stammende Farbartsignal (F) mit dem Bezugssignal (2fc) gemischt wird, einem Filter (15), mit dessen Hilfe von dem erhaltenen Mischsignal ein Frequenzband um die PAL-Farbhilfsträger-frequenz abgetrennt und diese Komponente der Ausgangsklemme (10) zugeführt wird, und Phasenkorrekturmitteln, mit deren Hilfe gemäss einem von der Kommandovorrichtung (21) vorgeschriebenen Muster eine relative Phasenverschiebung von 0°, 90°, 180° oder 270° zwischen den Farbartsignalen an der Eingangs- und der. Ausgangsklemme eingeführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommandovorrichtung (21) derart eingerichtet ist, dass sie Kommandosignale an die Steuermittel zur Änderung der radialen Abtastlage über einen einzigen Spurabstand liefert, und dass die Phasenkorrekturmittel versehen sind mit einem in den Korrekturkreis (8) aufgenommenen Phasenverschiebungsnetzwerk (31), mit dessen Hilfe gemäss einem von der Kommandovorrichtung (21) vorgeschriebenen Muster eine relative Phasenverschiebung von 0° oder 180 ° herbeigeführt wird, und einer Phasensteuerschaltung (33,34) für den Oszillatorkreis (17, 18,19,20) zum Aufrechterhalten eines Bezugssignals mit einer derartigen Phase, dass der Anfang jedes Zweiperiodenintervalls dieses Bezugssignals in bezug auf den Anfang jedes Periodenintervalls des Farbartsignals über eine Viertelperiode des Periodenintervalls des Bezugssignals verschoben ist (Fig. 3).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischschaltung (14,35) eine Doppelgegen-taktmodulatorschaltung (Ti bis Té) enthält mit einem ersten Eingang (Ti), dem das Farbartsignal (F) zugeführt wird, und mit einem zweiten Eingang (T3, Tö), dem das Bezugssignal (2fc) zugeführt wird, während dieser zweite Eingang (T3, Te) zugleich ein Steuersignal (C) empfängt, das einen ersten und einen zweiten Wert aufweisen kann, wobei beim Anlegen des ersten Wertes dieses Steuersignals (C) die Modulatorschaltung als Verstärker für das Farbartsignal und beim Anlegen des zweiten Wertes des Steuersignals als Mischschaltung wirkt (Fig. 5).
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| PL | Patent ceased | ||
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