CH651813A5 - Steuerbare druckluftspleissvorrichtung. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine steuerbare Druckluftspleissvorrichtung für Textilfäden mit einem steuerbaren Druckluftdosierventil, das aus einer Druckluftversorgurigseinrich-tung mit Druckluft versorgt wird. Derartige Druckluftspleiss-vorrichtungen sind zum Beispiel durch die DE-OS 28 15 999 bekannt. Die Druckluftspleissvorrichtung ist durch eine Druckluftleitung mit der Druckluftversorgungseinrichtung verbunden.
Nachteilig ist es, dass bei den bekannten Druckluftspleiss-vorrichtungen die Qualität der Spieissverbindungen nicht gesichert ist. Es kommen zum Beispiel unabhängig von der Höhe des Luftdruckes Spieissverbindungen zustande, deren Qualität jedoch hinsichtlich Festigkeit, Aussehen, Länge, Durchmesser, Querschnitt, Faserigkeit oder dergleichen je nach der Höhe des Luftdruckes und je nach der Art der gespleissten Textilfäden unterschiedlich ausfällt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, sicherzustellen, dass eine bestimmte festgelegte Qualität der Spieissverbindung eingehalten wird.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Druckluftspleissvorrichtung mit einer selbsttätigen Qualitätssicherungsyorrichtung zur Qualitätssicherung der Spleissverbindungen versehen ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Qualitätssicherungsvorrichtung einen mit einer Einstellyorrich-tung für einea Mindestdruck und/oder Toleranzgrenzen"
eines Druckbereichs versehenen Druckwächter auf, der mit der Druckluftversorgungsemrichtung in Verbindung ist und eine Wirkverbindung zu einer Verriegelungsvorrichtung der Druckluftspleissvorrichtung und/oder zu einer Alarmvorrichtung besitzt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die Pruckluftspleissvorrichtung die Toleranzgrenzen der Qualität der Spleissverbindungen selbsttätig einhält. Sobald die Voraussetzungen für die Einhaltung der Qualität der Spleissverbindungen nicht mehr gegeben sind, tritt die Druckluftspleissvorrichtung entweder selbsttätig ausser Funktion und/oder es wird Alarm gegeben. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Druckluftversorgungseinrichtung ausser Funktion zu setzen. Das steuerbare Ventil kann ausgeschaltet werden, der Schalter für den Antriebsmotor der Druckluftspleissvorrichtung kann ausgeschaltet werden, oder ein Umschalter kann betätigt werden, der die Stromversorgung der Druckluftspleissvorrichtung ausschaltet und eine Alarmvorrichturig einschaltet. Ist die Druckluftspleissvorrichtung längs einer Textilmaschine, zum Beispiel längs einer Spulmaschine verfahrbar, kann sie auch dadurch ausser Funktion gesetzt werden, dass der Fahrwerksmotor ausgeschaltet wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Anhand dieses Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher beschrieben und erläutert.
In der Zeichnung erkennt man eine insgesamt mit 1 bezeichnete Druckluftspleissvorrichtung, bestehend aus einem Wagen 2, der auf einem Tragrohr 3 und längs einer Schiene 4 an Arbeitsstellen einer Textilmaschine (Spinnstellen, Spulstellen oder dergleichen) vorbei verfahrbar angeordnet ist Das Tragrohr 3 und die Schiene 4 sind an Maschinen-endgestellen 5, 6 befestigt.
Die Druckluftspleissvorrichtung 1 besitzt einen Spleiss-kopf 7, der eine nach vorn geöffnete Nut 8 aufweist, in die zwei Textilfäden 9, 10 eingelegt sind, die bereits durch eine Spieissverbindung 11 miteinander verspleisst sind. Durch einen Antriebsmotor 12 steuerbare und bewegbare Sauggreifer 13, 14 dienen dem Ergreifen, Festhalten und Einlegen der Fäden.
Am Wagen 2 erkennt man ein Fahrgestell 15 mit Fahrrollen 16, 17. Die Fahrrolle 17 wird durch einen Fahrwerksmotor 18 angetrieben. Am unteren Ende des Wagens 2 befindet sich eine Abstützrolle 19, die gegen die Schiene 4 anliegt
Von einer Anschlussstelle 20 aus führt eine Rohrleitung 21 über einen Druckluftspeicher 22 zu einem steuerbaren Druckluftdosierventil 23. Von dort aus führt ein Druckluftkanal 24 zum Spieisskopf 7. Das Druckluftdosierventil 23 wird mittels eines Steuerschalters 25 betätigt. Der Steuerschalter 25 besitzt einen Einstellknopf 26 für die Einschaltzeit des Druckluftdosierventils 23 und ein Anzeigefeld 27 zum Anzeigen der eingestellten Einschaltzeit.
Auf einer Traverse 28 des Maschinenendgestells 6 erkennt man eine Druckluftversorgungseinrichtung 29, von der aus eine Rohrleitung 30 zu einer Anschlüssstelle 31 führt. Ausserdem erkennt man auf der Traverse 28 eine insgesamt mit 32 bezeichnete Qualitätssicherungsvorrichtung, und eine Alarmvorrichtung 33.
Auf der Schiene 4 liegt eine Schleppkette 34, die eine flexible Druckluftleitung 35 und eine flexible elektrische Leitung 36 trägt. Die beiden flexiblen Leitungen führen jeweils von der Anschlussstelle 31 zu der Anschlussstelle 20.
Die Druckluftspleissvorrichtung 1 wird von einer Spannungsquelle 37 aus über eine Verriegelungsvorrichtung 38, eine elektrische Leitung 39, die flexible elektrische Leitung 36 und eine elektrische Leitung 40 mit Strom versorgt. Die elektrische Leitung 40 endet in einem Schaltkasten 41, der auch den Steuerschalter 25 trägt. Vom Schaltkasten 41. aus führt jeweils eine elektrische Leitung 42, 43, 44 zum Druckluftdosierventil 23, zum Antriebsmotor 12 und zum Fahrwerksmotor 18.
Die Qualitätssicherungsvorrichtung 32 besitzt einen Druckwächter 45, dessen Druckanschluss 46 mit der Rohrleitung 30 verbunden ist Im Inneren des Druckwächters 45 befindet sich eine Membran 47, von der eine Wirkverbindung 48 in Form einer Schaltstange zu der Verriegelungsvorrichtung 38 führt, die als Umschalter ausgebildet ist. Ausserdem erkennt man am Druckwächter 45 eine Einstell-vorrichtung 49, bestehend aus einer Druckfeder 50, einem mit Aussengewinde versehenen Rohr 51 und einer das Rohr und die Druckfeder übergreifenden, einstellbaren Hutmutter 52.
Die Druckluftspleissvorrichtung 1 ist auf dem Trag-ìohr 2 und längs der Schiene 4 zu der jeweils gestörten Arbeitsstelle fahrbar. Dort wird die Druckluftspleissvorrichtung tätig und beseitigt den Fadenbruch in bekannter Weise durch Spleissen. Die Zeichnung zeigt die Druckluftspleissvorrichtung im arbeitsbereiten Zustand. Es ist gerade eine
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Spieissverbindung 11 hergestellt worden. Die Verriegelungsvorrichtung 38 ist eingeschaltet. Durch die Einstellvorrich-tung 49 sind die Toleranzgrenzen der Qualität der Spieissverbindung 11 insofern eingestellt, als der Druckwächter 45 auf einen bestimmten Druckbereich eingestellt ist. Weicht der eingestellte Druck nach unten ab, drückt die Druckfeder 50 die Membran 47 nach unten und die Verriegelungsvorrichtung 38 schaltet vom Kontakt 54 auf den Kontakt 55. Dadurch wird die gesamte Stromversorgung der Druckluftspleissvorrichtung 1 unterbrochen und zugleich die Alarmvorrichtung 33 eingeschaltet.
Die Druckluftspleissvorrichtung 1 wäre daraufhin nicht mehr in der Lage, auf dem Tragrohr 3 weiterzufahren, die Sauggreifer 13 und 14 zu betätigen oder das Druckluftdosierventil 23 einzuschalten.
Weicht der Druck im Druckwächter 45 nach oben aus, so wird die Membran 47 gegen die Kraft der Druckfeder 50 nach oben gedrückt, wobei über die Wirk Verbindung 48 die Verriegelungsvorrichtung 38 vom Kontakt 54 auf den Kontakt 53 umschaltet. Auch hierdurch wird die gesamte Stromzufuhr zu der Druckluftspleissvorrichtung 1 unterbrochen und zugleich die Alarmvorrichtung 33 eingeschaltet.
Sofern der erforderliche und wünschenswerte Luftdruck von vornherein nicht vorhanden ist, steht die Verriegelungsvorrichtung 38 nicht auf dem Kontakt 54 und die ganze Druckluftspleissvorrichtung 1 ist von Anfang an verriegelt.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die Verriegelung sofort wieder selbsttätig aufgehoben, sobald in der Rohrleitung 30 der gewünschte Druck wieder vorhanden ist.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf das beschriebene und dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
Es kann zum Beispiel vorteilhaft sein, beim Wiederkehren des Normaldruckes nur ein Signal zu geben und das 5 Wiedereinschalten von Hand vorzunehmen, nachdem die Ursache der Druckabweichung ermittelt und gegebenenfalls behoben ist. Ein pendelndes Ein- und Ausschalten infolge einer grösseren Undichtigkeit könnte so vermieden werden.
Alternativ kann die Verriegelung auch so erfolgen, dass io ein gegebenenfalls schon begonnener Spieissvorgang erst beendet und dann erst die eigentliche Verriegelung durchgeführt wird. Das hätte den Vorteil, dass die Spleissvorrich-tung beim Wiederanfahren immer in der Nullstellung der Arbeitsbereitschaft steht.
15 Statt der Verriegelung der Energieversorgung der Spieissvorrichtung könnte auch eine Verriegelung einer Steuerleitung gewählt werden. Dadurch könnte der Geräteaufwand vermindert werden, weil keine Leistungsschalter, sondern nur Steuerschalter erforderlich wären.
20 Ausserdem könnte es im Einzelfall vorteilhaft sein, diejenige Arbeitsstelle, an der die Spieissvorrichtung tätig ist, in die Verriegelung mit einzubeziehen.
Im Einzelfall kann auch eine stationäre Spleissvorrich-tung ohne Fahrwerk vorteilhaft sein. In diesem Fall besitzt 25 entweder jede Arbeitsstelle, zum Beispiel Spulstelle einer Textilmaschine, eine Spieissvorrichtung, oder die Arbeitsstellen werden an der Spieissvorrichtung vorbeigeführt. Die Qualitätssicherungsvorrichtung könnte auch mehreren Spieissvorrichtungen gemeinsam zugeordnet sein, falls meh-30 rere Spieissvorrichtungen eine gemeinsame Druckluftversorgungseinrichtung besitzen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Steuerbare Druckluftspleissvorrichtung für Textilfä-den mit einem steuerbaren Druckluftdosierventil, das aus einer Druckluftversorgungseinrichtung mit Druckluft versorgt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluftspleissvorrichtung (1) mit einer selbsttätigen Qualitätssicherungsvorrichtung (32) zur Qualitätssicherung der Spieissverbindungen (11) versehen ist.
2. Druckluftspleissvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Qualitätssicherungsvorrichtung (32) einen mit einer Einsteilvorrichtung (49) für einen Mindestdruck und/oder Toleranzgrenzen eines Drückbereiches versehenen Druckwächter (45) aufweist, der mit der Druckluftversorgungseinrichtung (29) in Vèrbindung ist und eine Wirkverbindung (48) zu einer Verriegelungsvorrich-tung (38) der Druckluftspleissvorrichtung (1) und/oder zu einer Alarmvorrichtung (33) besitzt.
Applications Claiming Priority (1)
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