PATENTANSPRUCH Schlüsselanordnung für ein Magnetschloss, insbesondere ein Bankschloss, das durch mindestens zwei kodierte Magnetschlüssel betätigbar ist, wobei ein kodierter Magnetschlüssel mit der Schlüsselreide fest verbunden ist und der bzw. die anderen Magnetschlüssel in eine bzw. mehrere Halterungen in der Schlüsselreide einsetzbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sperre in Form eines Schlosses (6) zur Fixierung des oder der einsetzbaren Schlüssel (3) in der oder den Halterung(en) (4) der Schlüsselreide (1) vorgesehen ist.
Die Erfindung betrifft eine Schlüsselanordnung für ein Magnetschloss, insbesondere ein Bankschloss, das durch mindestens zwei kodierte Magnetschlüssel betätigbar ist, wobei ein kodierter Magnetschlüssel mit der Schlüsselreide fest verbunden ist und der bzw. die anderen Magnetschlüssel in eine bzw. mehrere Halterungen in der Schlüsselreide einsetzbar sind.
Bankschlösser in Safeanlagen sind zumeist durch zwei Schlüssel sperrbar, von denen der eine die Bank in Verwahrung hat, während der andere im Besitz des Kunden ist. Magnetschlösser, insbesondere Magnet-Schiebeschlösser sind im Begriff, sich bei Banken durchzusetzen, da der bzw. die als Plättchen ausgebildeten magnetisch kodierten Schlüssel von aussen keine erkennbaren Sperrprofllierungen aufweisen und daher nicht ohne weiteres kopiert werden können. Bei Schlüsseln mit einem Schlüsselbart besteht die Gefahr, dass ein Unbefugter einen Wachsabdruck oder dergleichen anfertigt und danach einen Nachschlüssel feilt. Dies ist bei Magnetschlüsseln ausgeschlossen.
Wenn ein Bankkunde seinen Safe öffnen möchte, musste er bisher von einem Beamten begleitet werden, der den Bankschlüssel in das Safeschloss einschob und nach dem Anstekken des Kundenschlüssels den Sperrvorgang durchführte. Der Vorgang ist der gleiche, unabhängig davon, ob es sich um ein Tosisches Safeschloss oder ein modernes abtastsicheres Magnetschloss handelt. Bei einem derartigen Bankschloss mit Bankschlüssel und Kundenschlüssel, welches beispielsweise der CH-PS 564 176 entspricht, kann eine Vereinfachung des Aufsperrvorganges durch einen Schlüssel erzielt werden, der als Bankschlüssel ausgebildet ist und jeweils durch den ein-bzw. aufsteckbaren Kundenschlüssel zu einer Schlüsseleinheit ergänzt wird. Das Zusammenstecken von Bankschlüssel und Kundenschlüssel erfolgt durch den Bankbeamten nach erfolgter Kontrolle der Sperrberechtigung.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Manipulation durch Austausch des Kundenschlüssels zu verhindern. Dies wird dadurch erreicht, dass eine Sperre in Form eines Schlosses zur Fixierung des oder der Schlüssel in der oder den Halte-5 rungen der Schlüsselreide vorgesehen ist. Der Kunde kann daher seinen Schlüssel nicht mehr aus der Schlüsselreide entnehmen, wenn er einmal vom Bankbeamten in der Reide fixiert ist. Es ist nicht mehr möglich, dass im Saferaum der Kundenschlüssel gegen einen anderen Schlüssel ausgetauscht io wird und damit ein Schliessfach eines Dritten geöffnet wird. Es ist zweckmässig, wenn das Schloss ein Schnappschloss ist, wodurch der Kundenschlüssel in der Reide beim Einschieben einschnappt und lediglich bei der Entnahme ein Schlüssel erforderlich ist.
15 Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Schlüsselreide mit einem Bankschlüssel und einen separaten Kundenschlüssel beim Einsetzen in die Schlüsselreide, teilweise im Schnitt, und Fig. 2 die Schlüsselreide mit eingesetztem und fixiertem 2o Kundenschlüssel.
In einer Schlüsselreide 1 ist ein Magnetschlüssel 2 (Bankschlüssel) fest eingegossen. Für einen Kundenschlüssel 3 ist eine Halterung 4 in Form einer Aufnahmetasche in der Schlüsselreide 1 vorgesehen. In diese Aufnahmetasche ragt 25 der verdrehbare Zylinderkern 5 eines mit der Schlüsselreide fest verbundenen Zylinderschloss 6 hinein, wenn das Schloss 6 versperrt ist. In der Offenstellung gibt eine Abflachung 7 des Zylinderkernes 5 den gesamten Querschnitt der Aufnahmetasche frei. Die Schlüsselreide 8 des Kundenschlüssels 3 30 weist eine Vertiefung 9 zur Aufnahme des Zylinderkernes 5 in der Sperrstellung auf. Der Schlüssel kann in der Sperrstellung, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist, nicht aus der Schlüsselreide 1 herausgezogen werden.
Es ist ferner auch möglich, die Verriegelung mit Hilfe 35 einer in eine Schlüsselausnehmung einrastenden gefederten Falle vorzunehmen, die durch ein Schloss, insbesondere Zylinderschloss, zurückgezogen werden kann.
Mit dem Zylinderkern kann auch ein radial über die Mantelfläche vorragender Stift starr verbunden sein, der in eine 40 Ausnehmung in der Schlüsselreide des Kundenschlüssels hineindrehbar ist, wenn der Kundenschlüssel mit dem Bankschlüssel unlösbar verbunden werden soll. Wenn der Zylinderkern in Umfangsrichtung durch Federkraft vorgespannt ist, dann schnappt ein eingeschobener Kundenschlüssel in 45 der Schlüsselreide des Bankschlüssels ein. Zum Lösen der Verbindung muss der Stift aus der Ausnehmung des Kundenschlüssels herausgedreht werden. Dazu wird der Zylinderkern mit Hilfe eines Schlüssels betätigt.
1 Blatt Zeichnungen