CH657837A5 - Einrichtung zum spleissen von gesponnenem garn. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung Weil die Druckfluidströmung in der Spieissbohrung gegenüber zum Spleissen von gesponnenem Garn nach dem Oberbegriff des dem Stand der Technik durch Verwendung der Steuerglieder
Patentanspruchs 1. 65 stabilisiertwerdenkann,lassensichSchädenwieGarnbrüche
Als bekannte Verfahren zum Verbinden von Enden gespon- wirksam unterdrücken. Weil darüber hinaus die Steuergüeder nener Garne gelten Fischer- und Weberknoten, die sich auch für zweckmässig so angeordnet werden, dass der Abdecküngsbe-
die Massenproduktion eignen. Nachteilig ist indessen, dass die reich der Spleissbohrungsöffnung dem Bedarf entspricht, kön-
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nen die Spleissungen in Abhängigkeit vom verwendeten Garn optimal gestaltet werden.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise beschrieben. In der Zeichnung zeigt bzw. zeigen: Fig. 1 eine schematische Seitenrissdarstellung einer Ausführungsform einer automatischen Haspel, die mit einer erfindungs-gemäss gestalteten Spieissvorrichtung versehen ist,
Fig. 2 bis 6 Seiten- und Grundrissdarstellungen des gesamten Aufbaues des Spieisswerkes der genannten Spieisseinrichtung, Fig. 7,8 und 9 Grundriss-, Seitenriss- und Schnittdarstellungen des Spieisswerkes,
Fig. lOa-c Stufen des Spieissvorganges,
Fig. Ila, b Seiten- und Grundrissschnitte eines konventionellen Spieisswerkes,
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Der Aufbau des Garnspleisswerkes 12 ist im einzelnen in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Während des normalen Umspulvor-ganges verläuft das Garn Y wie beschrieben von der Spule B über den Detektor 8, weiter durch eine am einen Ende des Detektors 8 vorgesehene feststehende Führung 16 sowie durch vor und nach dem Detektor 8 angeordnete drehbare Führungen 17 und 18, und läuft schliesslich auf einem vom Spieisswerk 12 wegführenden Weg zum Wickel P.
Das Spieisswerk 12 enthält als Basisteile ein Spleissglied 101, eine Garn-Klemmvorrichtung 102, Steuerdüsen 103,104, einen Garnfanghebel 105, Garnschneidvorrichtungen 106,107 und Garnklemmvorrichtungen 108 und 109. Die Saugöffnungen an den äussern Enden der vorgenannten ersten und zweiten Saugarme 10,11 müssen sich dabei so über das Spieisswerk 12 drehen,
Fig. 12a, b Seiten- und Grundrissschnitte eines konventionel- 15 dass sie einander dabei kreuzen und die angesaugten Garnenden len Spieisswerkes, bei dem erfindungsgemäss Steuerglieder ver wendet werden,
Fig. 13 eine Grundrissdarstellung eines abgewandelten Spieisswerkes,
Fig. 14a-c schematische Darstellungen zur Erläuterung des Spieissvorganges,
Fig. 15 und 16 Seitenansichten einer andern Ausführungsform des Spieisswerkes,
Fig. 17 und 18 Grund- und Seitenrissdarstellungen von Details der Garnklemmvorrichtung, und
Fig. 19 eine teilweise geschnittene Darstellung zur Erläuterung der Steuerdüsen.
Fig. 1 zeigt schematisch eine automatische Haspel, an der eine erfindungsgemäss gestaltete Spieisseinrichtung verwendet wird. Die nachstehend beschriebenen Bauteile der Haspel sind so gestaltet und bewegungsgesteuert, dass unterbrochenes Garn der erfindungsgemässen Spieisseinrichtung im wesentlichen automatisch zugeführt wird.
Eine Welle 2 und eine Saugleitung 3 der Haspel verlaufen jeweils zwischen zwei Rahmenträgern 1. Eine Haspeleinheit 4 ist auf der Welle 2 abgestützt. Während des Betriebes der automatischen Haspel liegt die Haspeleinheit 4 auf der Saugleitung 3 und ist an dieser befestigt. Die Saugleitung 3 ist mit einem in der Zeichnung nicht dargestellten Gebläse verbunden, welches in dieser Leitung eine dauernd wirksame Saugströmung erzeugt.
In der Haspeleinheit 4 erfolgt das Umspulen des Garnes von einer SpuleB auf einen WickelPauf folgende Weise. Ein Garn Y1 wird von einer Spule B auf einem Zapfen 5 abgezogen und über eine Führung 6 einer Garnbremse 7 zugeführt, durch welche
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YB und YP auf den Seiten der Spule B und dem Wickel P zur Aussenseite des Spieisswerkes 12 hingeführt und dort gestoppt werden,
Die Betätigung der ersten und zweiten Saugarme 10,11 20 erfolgt nicht gleichzeitig, sondern zeitlich verschoben. Genauer gesagt wird zunächst das Garnende YP auf der Seite des Wickels P zur Aussenseite des Spieisswerkes 12 durch den Saugarm 11 gedreht, und der Saugarm 11 wird gestoppt. Im wesentlichen gleichzeitig dreht sich ein Drehhebel 20 der Garnklemmvorrichtung 109 auf der Seite des Wickels P bis er in die Stellung 20-1, wie durch eine strichpunktierte Linie in Figur 4 gezeigt ist, im Gegenuhrzeigersinn eingeschwenkt, und zwar mittels eines (nicht gezeigten) Steuernockens. Der Drehhebel 20 wird gestoppt, wenn er an einem in einer vorbestimmten Lage befe-30 stigten Halteblock 21 anliegt. Das Garn Y wird, während es an einem Hakenabschnitt 20a des Drehhebels 20 hängt, verschoben und zwischen dem Halteblock 21 und dem Drehhebel 20 eingeklemmt.
Während der Drehhebel 20 betätigt wird, befindet sich das 35 auf der feststehenden Führung 16 und den Drehführungen 17 und 18 liegende Garn in einer Führungsnut 19 entlang geneigter Flächen 16a, 17a und 18a der Führungen 16,17 und 18. Überprüfung von An- oder Abwesenheit des Garnes Y oder die Feststellung, ob irrtümlicherweise zwei oder mehr Garnenden in den 40 Saugarm 11 eingesogen wurden, erfolgt durch den Detektor 8, der sich in der gleichen Stellung wie die Führungsnut 19 befindet. Nach dieser Überprüfung werden die Drehführungen 17 und 18 um einen Drehzapfen 22 durch einen nicht gezeigten Steuernokken im Gegenuhrzeigersinn analog der Fig. 5 verdreht. Das dem Garn eine angemessene Spannung verliehen wird. Das Garn 43 Garnende YP wird von der Detektorvorrichtung 8 entfernt und passiert dann einen Detektor 8 zur Feststellung von Unregelmässigkeiten wie Knoten, Garnbruch und ganz allgemein zur Garndurchlaufüberwachung, und wird schliesslich auf den Wickel P aufgewunden, der durch eine Wickeltrommel 9 angetrieben wird.
Wenn beispielsweise eine Garnungleichförmigkeit vom Detektor 8 festgestellt wird, kann die Betätigung einer sich in der Nähe des Detektors 8 befindlichen Schneideinrichtung erfolgen, welche das laufende Garn Y1 aufschneidet und den Wickelvor-
in Fangnuten 17b und 18b der Drehführungen 17 und 18 eingelegt.
Gleichzeitig mit der Bewegung der Drehführungen 17 und 18 wird das Garnende YB auf der Seite der Spule B durch den 50 Saugarm 10 angesaugt. Der Saugarm 10 wird hierauf in einer der Drehrichtung des Saugarms 11 entgegengesetzten Richtung verdreht und an der Aussenseite des Spieisswerkes 12 angehalten. Praktisch gleichzeitig mit dem Anhalten der Drehbewegung des Saugarms 10 wird eine Tragplatte 23a der Garnklemmvorrich-
gang anhält. Gleichzeitig kann ein erster Garnführungs-Saugarm 55 tung 108 in derselben Richtung wie der Drehhebel 20 entlang
10 betätigt werden, um ein Garn YB von der Spulenseite zu einem Garnspleisswerk 12, das ausserhalb des üblichen Garnpfades XI liegt, zu führen. Ein zweiter Garnführungs-Saugarm 11 kann betätigt werden, um ein Garn YP von der Packungsseite her zum Garnspleisswerk 12 zu bringen. Wenn der Spieissvorgang vom Garnspleisswerk 12 ausgeführt ist, kann das Umspulen des Garnes wieder aufgenommen werden. Der erste und der zweite Garnführungs-Saugarm 10,11 sind zweckmässig mit der Saugleitung 3 verbunden, in welcher eine Saugströmung unterhalten einer Führungsplatte 24 mittels einem nicht gezeigten Steuernokken bewegt, und in Anschlagberührung mit einem Haltebock 23b gebracht, der sich in einer Lage befindet, in der das Garn Y zwischen der Tragplatte 23a und dem Halteblock 23b einge-60 klemmt wird. Zu diesem Zeitpunkt ist das Garn YP wie aus Fig. 5 ersichtlich, an Hakenabschnitten 17c und 18c eingehängt, die sich in der Nähe der äussern Enden der Drehführungen 17 und 18 befinden. Nach Beendigung des Spieissvorganges erfolgt die Rückführung des Garnes in den Detektor 8.
wird. Wenn ein Strömungsmittel wie Druckluft im Spieisswerk 12 65 Das Spleissglied 101 ist im wesentlichen im Zentrum des verwendet wird, ist dieses über einen Zufuhrkanal 14 mit einer weitern, Druckfluid führenden Leitung 13 verbunden. Das Druckfluid kann einem Spieisskasten 15 zugeführt werden.
Spieisswerkes 12 angeordnet. An beiden Seiten des Spleissglie-des 101 sind der Reihe nach Garnführungszapfen 25 und 26, die Klemmvorrichtung 102, die Steuerdüsen 103 und 104, Garnfüh-
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rangen 27 und 28, die Garnschneidevorrichtungen 106 und 107 Fasern an beiden Garnenden unter der Wirbelströmung des sowie Gabelführungen 29 und 30 angeordnet. Ferner ist am Fluids stramm miteinander verwickelt, und der zwischen den
Seitenabschnitt des Spieissgliedes 101 der Garnfanghebel 105 Einwicklungspartien fl und f2 hegende Bereich f3 wird gedreht,
vorgesehen, zu dem ein Drehzapfen 31 und Hebel 32 und 33 Die Wirkungsweise der Führungsplatten 41,42 wird nun gehören, dieumdenDrehzapfen31alsSchwenkachsebewegbar 5 anhand der Fig. IIa, IIb beschrieben.
sind. Wenn sich gemäss dem Stand der Technik keine Führungs-
Nachdem der Detektor 8 der Haspel eine Knotenbildung oder platten 41,42 am Spleissglied befinden, prallt das über die eine andere Unregelmässigkeit im Garn Y festgestellt hat, wird Düsenbohrung 45 in die Spieissbohrung 43 einströmende Druck-
das Garn Y von der hier nicht gezeigten Schneidvorrichtung fluid V an die der Düsenmündung gegenüberhegende Wandpar-
abgeschnitten und beide Garnenden YB und YP werden durch 10 tie 43c der Düsenbohrung 43. Die Strömung verteilt sich dort und die Saugarme 10 und 11 zur Aussenseite des Spieisswerkes 12 fliesst in Richtung V2, d. h. gegen die Bohrungsöffnungen 43b geführt. Der Garnfanghebel 105 führt die Garnenden YP und YB hin ab. Wenn dagegen wie in Fig. 12b Führungsplatten 41,42
in das Spieisswerk 12. Der Drehbereich des Garnfanghebels 105 verwendet werden, fliesst das Druckfluid V längs einer langen ist durch einen Anschlag34begrenzt, der einen im wesentlichen Spiralkurve V2 zu den Bohrungsöffnungen. Wenn der Druck-
V-förmigen Querschnitt besitzt und zwischen der Gabelführang 15 fluidstrom von der Düsenöffnung 43b aus betrachtet wird, prallt
29 und dem Garnhalteglied 108 angeordnet ist. sie zunächst gegen die Wandpartie 43c gegenüber der Düsenboh-
Das Spieisswerk wird nun im Detail beschrieben. Das in den rang, wirbelt längs der Düsenbohrungswand 43c abwärts,
Fig. 7 und 9 gezeigte Spleissglied 101 befindet sich etwa zentral im erreicht dann die Vorderkanten 41b, 42b der Führungsplatten 41,
Spieisswerk 12. Ein Spieissblock 36 mit einem V-förmigen Aus- 42 und strömt schliesslich nach aussen ab. Auf diesemBewe-
schnitt 35 ist mittels einer Schraube 37 auf einer Grundplatte 38 20 gungspfad wird die initial eingespeiste Fluidmenge V aufgehal-
längsmittig des Spleissgliedes 101 befestigt. Beidseits des Spleiss- ten. Der Hauptteil des Fluids wird verwirbelt und gedreht, wobei blockes 36 befinden sich, durch Distanzstücke 39 und 40 beab- die Garnenden YB1 und YPl stark eingezogen werden. Die standet, Führungsplatten 41 und 42. Der Spleissblock 36 enthält Schrägflächen 41c und 42c an den Vorderkanten 41b und 42b der am untern Ende des V-förmigen Ausschnittes eine zylindrische Führungsplatten 41 und 42 dienen dabei der Strahllenkung beim
Spieissbohrung 43, die den Spleissblock durchquert und durch 25 Abfliessen nach aussen.
einen tangential oben in die B ohrung eintretenden durchlaufen- Die Funktion der Distanzstücke 39,40 soll nun anhand des den Schlitz 44 mit der Basis des V-förmigen Ausschnittes 35 Distanzstückes 40 beschrieben werden. Wenn das Druckfluid verbunden ist. Eine Düsenbohrang45 mündet ebenfalls oben nach aussen abströmt, so fliesst ein Teil des Fluids unter Vermei-
tangential in die Spieissbohrung 43 ein. dungvon Wirbeln infolge Aufpralls auf die Führungsplatten 41,
Beide Führungsplatten 41,42 sind mittels einer Schraube 47 30 42 über den Spalt S2 zwischen dem Distanzstück 40 und dem so mit dem Spleissblock 36 verbunden, dass sie bezüglich der Spleissblock 36 ab. Anstelle eines solchen Distanzstückes kann Querschnittsfläche der Spieissbohrung 43 dank einem Längs- eine Modifikation nach Fig. 13 treten, bei welcher die Führungsschlitz 46 vorgeschoben oder zurückgezogen werden können und platten 41,42 je eine Abströmbohrung 48 aufweisen, durch die diese jeweils mindestens teilweise durch die Platten 41,42 ein Teil des Druckfluids abströmen kann. Die genannten überdeckt werden kann. Die obenliegenden Kanten 41a, 41b und 35 Distanzstücke 39,40 sind sehr wirksam zur Steigerung der Menge die Vorderkanten 41b und 42b der Führungsplatten 41,42 liegen der gegen die Führungsplatten 41,42 prallenden und gegen den vertikal über der Grundplatte 38, und erstere verlaufen parallel Schlitz 44 fliessenden Druckströmung und zur Verhinderung des zur Begrenzungsfläche des V-förmigen Abschnittes 35 im Herausfliegens des Garnes Y.
Spleissblock 36. Wenn die Vorderkanten 41b, 42b von oben Je nach Art des Garnes, der Garnnummer und der Drehun-betrachtet werden, sind daran einwärts gegen den Spleissblock 36 40 gen pro Längeneinheit treten an einer Verbindungsstelle untergerichtete Schrägflächen 41c und 42c feststellbar. Die Führangs- schiedliche Mängel auf. Die oben erwähnten Führungsplatten 41 platten 41,42 als Ganzes sind gegenüber dem V-Ausschnitt 35 und 42 bewirken, dass diese Mängel vermeidbar sind. Wenn das zurückversetzt, damit sich die Garnenden YB1 und YPl beim Druckfluid an den Garnenden YPl und YB1 angreift, bildet sich Spieissvorgang nicht an ihnen verhängen. ein Ballon M nach Fig. 14aaus. Wenn die Anzahl Drehungen des Die Garnführungen 27 und 28 stehen vertikal ausserhalb der 43 Ballons gesteigert wird, separieren sich die Fasern im Bereich der Führungsplatten 41,42 um das Garn YB und YP am Eintreten in Ballonknotenpunkte N, und es besteht die Gefahr eines Garn-den Spalt S1 zu hindern, welcher sich zwischen den Führangsplat- braches an einer solchen Stelle. Oft tritt auch, wie in Fig. 14b ten 41,42 und der Grundplatte bilden kann. Die Garnführungen gezeigt, der Fall auf, dass Fasern des Verbindungsbereichs 27, 28 unterstützen die Wirkung der Führungsplatten 41, 42. nahezu rechtwinklig zur Garnachse eingewickelt sind, so dass das Es versteht sich, dass die Düsenbohrung 45 durch den obener- 50 Aussehen der Verbindungen leidet. Weiter kann gemäss Fig. 14c wähnten Zufuhrkanal 14 mit Druckfluid gespeist wird. ein Garnende Yl' durch den Ballon aufgedreht werden. Durch Der Ablauf der Verbindungsbildung durch Spleissen ist nach- die Anordnung der im Rahmen der Erfindung vorgeschlagenen stehend anhand der Fig. lOa-c und 12a, b erläutert. Das spulen- Führangsplatten 41 und 42 entsteht eine stabile schraubenlinien-seitige Garnende YB und das wickelseitige Garnende YP, welche förmig verlaufende Strömung in der oben beschriebenen Spleiss-Enden zu spleissen sind, werden über den seitlich in die Spleiss- 55 bohrang, so dass ein unerwünschtes Flattern der Garnenden YP bohrung 43 einmündenden Schlitz 44 eingeführt und darin so und YB verhindert und das Auftreten der oben erwähnten plaziert, dass die im wesentlichen dem Schlitz 44 gegenüberlie- Nachteile vermeidbar ist. Die Befestigungsstelle der Führungs-gend mit der Wand 43a der Spieissbohrung 43 in Berührung platten ist so wählbar, dass der durch die Führangsplatten 41 und stehen. Wenn nun Druckfluid V in die Spleissbohrang 43 einge- 42 bedeckte Bereich jeweils optimal ist. Die Anzahl Ballondre-lassen wird, strömt es längs der Wand 43 und fliesst seitwärts über 60 hungen kann dem verarbeiteten Garn entsprechend eingestellt die offenen Enden 43b der Spleissbohrang 43 ab. werden, so dass eine Verbindung mit der gewünschten Festigkeit
Wie in Fig. 10a gezeigt, sind die zu spleissenden Garnenden und dem gewünschten Aussehen erzielt werden kann. Aus den YB 1 und YPl durch die noch zu beschreibenden Steuerdüsen 103 Resultaten der bei uns ausgeführten Versuche lässt sich nachwei-und 104 aufgedreht, bevor sie in die Spleissbohrang 43 eingeführt sen, dass bei beidseitiger Anordnung der Führungsplatten 41 und werden. Ihre Fasern sind dabei im wesentlichen parallel gerich- 65 42 gemäss Fig. 12 gegenüber der Mündung der Düsenbohrung 45 tet. Diese Fasern werden längs des Strömungspfades Q des Fluids unter teilweiser Bedeckung der Spleissbohrang 43, die Bindungsbewegt und werden dabei, wie aus Fig. 10b hervorgeht, ineinan- festigkeit der Verbindung gesteigert werden kann. Bei zu starker der verflochten. Dann werden gemäss Fig. 10c die bezüglichen Abdeckung leidetdas Aussehen der Verbindung. Werden dage-
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gen wie aus Fig. 15 hervorgeht, die Führungsplatten 41 und 42 auf der Mündungsseite der Düsenbohrung 45 angeordnet, so wird zwar das Aussehen der Verbindung besser, aber die Bindefestigkeit ist relativ niedrig. Es kann daher eine Ausführungsform nach Fig. 16 gewählt werden, bei welcher die Führungsplatten 41 und 5 42 etwa U-förmige Gestalt besitzen, und ihre Stellung mittels durch Langlochschlitze 46 greifende Schrauben 47 wählbar ist. Die Öffnungsbereiche 43b der Spieissbohrung 43 sind dann wahlweise von links und rechts durch die Kanten 41b und 42d an den Führungsplatten 41,42abdeckbar. Weiterhin kann eine 10 Variante benützt werden, bei welcher die Führungsplatten 41 und 42 vom Spleissblock 36 demontierbar sind und eine Form und Grösse besitzen, die jeweils der gewünschten Verbindung angepasst ist. Die Form, Grösse und Befestigungsart der oben beschriebenen Führungsplatten 41,42 ist an sich nicht kritisch 15 und daher nicht auf die gezeigten Ausführungsformen beschränkt.
Wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt, arbeitet die Klemmvorrichtung 102, die an beiden Seiten des Spieissgliedes 101 angeordnet ist, mit der Drehbewegung des Garnfanghebels 105, der nächste- 20 hend im einzelnen beschrieben wird, im Zeitpunkt der Spleissung zusammen, um die Garnenden YPl und YB 1, die durch die Steuerdüsen 103 und 104 aufgedreht worden sind, herauszunehmen und in die Spieissbohrung 43 des Spleissgliedes 101 einzusetzen. Gleichzeitig steuert die Klemmvorrichtung 102 das Positionieren der Garne YP und YB. In der Klemmvorrichtung 102 ist eine Klemmplatte 51 auf einen Drehhebel 50 aufgeschraubt.
Dieser Drehhebel ist auf einem Drehzapfen 49 drehbar. Wenn eine Steuerstange 52 durch einen nicht gezeigten Steuernocken betätigt wird, wird die Klemmplatte 51 gemäss Fig. 5 gedreht. 30
Die Klemmplatte 51 ist in den Fig. 17 und 18 detailiert dargestellt. Sie ist mit gabelförmigen Abschnitten 51a und 5lb versehen, deren äussere Enden etwas voneinander abweichende Formgebung aufweisen. Wenn die Klemmplatte 51 gedreht und der eine gabelförmige Abschnitt 51a an der Oberfläche der Grundplatte 38 anliegt, um das Garn Y über die Oberfläche der Grundplatte 38, den Garnführungszapfen 25 und den gabelförmigen Abschnitt 51a zu klemmen, wird ein gewisser Abstand S3, der den Garndurchtritt gestattet, am andern gabelförmigen Abschnitt 51b, der Oberfläche der Grundplatte 38 um den Garnführungszapfen 26 gebildet. Die Lage des Garnes Y wird somit lediglich hinsichtlich der Querrichtung gesteuert.
Der Garnklemmvorgang am gabelförmigen Abschnitt 51a der Klemmplatte 51 bezweckt die Vermeidung von Rückdrehungen
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bei Ballonbildung an den Garnenden YB1 und YPl unter Einfhiss des Druckfluids, wie oben beschrieben.
Entsprechend wird die Klemmkraft bis zu einem Grad gesteuert, dass der Drall des Garnes Y durch die Ballonbildung nicht aufgehoben wird. Wenn die Klemmkraft zu gross ist, bilden sich leicht Flusen aus, und es lassen sich keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Da das andere Garn Y in seiner Drehrichtung bei der Ballonbildung weitergedreht wird, braucht dieses Garn nicht speziell eingeklemmt zu werden, und es reicht eine Klemmkraft zur Festlegung der Lage des Garnes Y aus.
In Fig. 19 ist eine Düsenbohrung 53 zum Aufdrehen der Garnenden YB1 und YPl an den Steuerdüsen 103 und 104 gezeigt, die sich beidseits der Klemmvorrichtung 102 befinden. Das spulenseitige Garnende YB1 und das wickelseitige Garnende YPl, welche miteinander zu verbinden sind, werden über die Spieissbohrung 43 in diese Düsenbohrung 53 eingeführt. Das Einführen der Garnenden YB1 und YPl erfolgt durch Saugwirkung in einer an die Saugleitung 3 angeschlossenen flexiblen Leitung 54. Wenn sich das Garnende YPl in der Düsenbohrung 53 befindet, wird eine Druckströmung aus einer Düse 55 angelegt, die schräg in die Düsenbohrung 53 einmündet, um das Garnende YPl aufzudrehen und die bezüglichen Fasern parallel zu strecken.
Gemäss den Fig. 2 und 3 haben die Garnschneidvorrichtungen 106 und 107 eine scherenartige Form. In jeder Schneidvorrichtung wird eine bewegliche Klinge 58 um einen feststehenden Zapfen 56 als Drehpunkt herumgedreht, so dass sie beim Schneiden des Garns Y eine feststehende Klinge 57 kreuzt. Wenn eine Steuerstange 59 durch einen nicht gezeigten Steuernocken betätigt wird, dreht sich ein gegabelter Hebel 60 im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn um einen Zapfen 61 als Drehpunkt. Durch die Verlagerung eines Führungszapfens 62 am andern Ende der beweglichen Klinge 58, mittels eines Gabelabschnittes 60a des Hebels 60, wird die bewegliche Klinge 57 betätigt.
Die Gabelführungen 29 und 30 sind ausserhalb der Garnschneidvorrichtungen 106 und 107 liegend angeordnet und mit Führungsnuten 63 und 64 versehen.
Der am Seitenabschnitt des Spieisswerks 12 angeordnete Garnfanghebel 105 wird im Uhrzeigersinn um den Drehzapfen 31 als Drehpunkt gedreht, wenn eine Steuerstange 61 durch einen nicht gezeigten Steuernocken betätigt wird. Dadurch werden die Garne YP_ und YB in die Führungsnuten 63 und 64 gelegt.
M
5 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Einrichtung zum Spleissen von gesponnenem Garn, mit einzelnen Garnes aufweist und derart grosse Knoten Störungen einem Spleissglied (101), einer im Spieissglied (101) angeordne- wie Garnbrüche bei der nachfolgenden Verarbeitung verursa-ten Spieissbohrung (43) zur Aufnahme eines wickelseitigen chen. Es ist deshalb ein Spieissverfahren und eine zu dessen Garnendes (YP) und eines spulenseitigen Garnendes (YB) in 5 Durchführung geeignete Vorrichtung entwickelt worden, mit einander überlappendem Zustand, wobei die sich überlappenden dem eine vom Prinzip des Weber- und Fischerknotens abwei-Garnenden (YP, YB) einem die Spleissung bewirkenden Druck- chende Garnverbindung ausfuhrbar ist. Bei diesem Verfahren fluidstrahl ausgesetzt werden, gekennzeichnet durch zwei beid- wird eine Druckfluidströmung gegen sich überlappende Partien seits des Spieissgliedes (101) in ihrer Stellung rechtwinklig zur zweier zu spleissender Garnenden gerichtet, wobei sich beide Längsachse der Spieissbohrung (43) so justierbare Steuerglieder 10 Garnenden miteinander verflechten und die ineinanderlaufen-(41,42), dass der Überlappungsbereich der beiden Garnenden den Fasern aus beiden Garnenden miteinander verdreht werden, zwischen die Steuerglieder zu hegen kommt und ein Teil der um die Spleissung herzustellen.
beidseitigen Öffnungsflächen der Spieissbohrung (43) jeweils Die Verbindung gemäss dieser Spieisstechnik besitzt eine im von einem der Steuerglieder bedeckt ist. wesentlichen einheitliche Struktur, in der die beiden Garnenden
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, 15 ineinander greifen und die Aussenenden der bezüglichen Fasern dass die Steuerglieder die Form von Führungsplatten (41,42) aufgefächert und um die Verbindung herumgeschlungen sind, besitzen, die einen Langloch-Befestigungsschlitz (46) aufweisen welche ihrerseits mehrere Garadrehungen aufweist.
und mittels einer diesen Schlitz durchgreifenden Schraube so am Auf diese Weise ist eine Verbindung herstellbar, die gegen-Spleissglied (101) befestigt sind, dass sie bezüglich der Öffnungen über der etwa 3-fach dicken Weber- und Fischerknotenverbinder Spieissbohrung (43) vor- und rückwärts verschiebbar sind, 20 dung noch eine weniger als 1,5-fache Verdickung gegenüber der um einen bestimmten Teil der Öffnungsfläche der Spleissboh- einfachen Garnstärke aufweist. Eine solche Verbindung kann als rung (43) abzudecken. grosser Fortschritt bezeichnet werden. Nachteilig ist indessen,
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugfestigkeit einer solchen Verbindung geringer ist als dass zwischen der Seitenfläche des Spieissgliedes (101) und jeder diejenige bei einem Fischer- oder Weberknoten. Bei letzteren ist Führungsplatte (41,42) je ein ausserhalb des Öffnungsbereiches bei gewissen Garnen, z. B. Polyester-Baumwollmischgarnen der Spieissbohrung hegendes Distanzstück (39,40) angeordnet oder Acrylgarnen die Zugfestigkeit im Prinzip etwa gleich oder ist. etwas höher als die Zugfestigkeit des einfachen Garnes. Beim
4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, Spleissen mit Druckfluid dagegen ist die Zugfestigkeit unabhän-dass die Führungsplatten (41,42) mit einer Abströmbohrung (48) gig von der Garn-Nummer oder der Faserlänge bei den einzelnen versehen sind, über die ein Teil des aus der Spieissbohrung (43) 30 Garnen unvermeidbar geringer als die bei einem einzelnen Garn, ausströmenden Druckfluides abzufliessen bestimmt ist. Insbesondere hängt die Bindungsfestigkeit mit der Garn-Num-
5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, mer zusammen. Bei kleinen Garnnummern ist beispielsweise die dass das Spleissglied (101) einen V-förmig gestalteten obern Knotenbeansprachbarkeit mit 70 bis 85 % der Einzelgarnbean-Abschnitt (35) aufweist, dessen unteres Ende über einen am spruchbarkeit relativ hoch. Mit zunehmendem Garndurchmesser Spleissglied (101) durchlaufenden Schlitz (44) mit einer zylindri- reduziert sich jedoch die Garnbeanspruchbarkeit und liegt viel-schen Spieissbohrung (43) verbunden ist, welcher tangential in fach unter 50% eines einfachen Garnes. Auch bei gleicher die Spieissbohrung (43) einmündet, dass eine ebenfalls tangential Garnnummer variiert die Verbindungsbeanspruchbarkeit je und oben in die Spieissbohrung (43) einmündende Strahldüsen- nach Zustand der Verbindung, wobei in der Nähe beider Enden bohrung (45) vorhanden ist und dass die Führungsplatten (41,42) der Verbindimg Faserenden stoppelartig abstehen. Damit ist so geformt sind, dass ihre Oberkanten parallel zur Oberfläche 40 eine bisher mit Druckfluid hergestellte Spieissverbindung in des V-förmigen Ausschnittes verlaufen und ihre Vorderkanten verschiedener Hinsicht ungenügend und mit vielen Mängeln vertikal zu einer Grundplatte (38) stehen, wobei diese Vorder- versehen.
kanten auf ihrer der Spieissbohrung (43) zugewandten Seite Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit in der abgeschrägt und dazu bestimmt sind, den aus der Spieissbohrung Schaffung einer Einrichtung zum Spleissen von gesponnenem abfliessenden Druckfluidstrom zu lenken. 43 Garn, durch welche die vorgenannten Mängel ausräumbar sind
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, und eine Verbindungherstellbar ist, deren Zugbeanspruchbar-dass die Führungsplatten (41,42) auf jener Seite der Spleissboh- keit höher oder mindestens gleich ist wie diejenige eines her-rung (43) angeordnet sind, welche der Einmündung der Strahldü- kömmlichen Fischer- oder Weberknotens, deren Form ferner senbohrung (45) gegenüberliegt. stabil ist und bei der an den Enden keine der unerwünschten
7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, 50 abstehenden Faserenden auftreten.
dass die Führungsplatten (41,42) auf jener Seite der Spleissboh- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer nach den rung (43) angeordnet sind, wo die Strahldüsenbohrung (45) kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 gestalteten einmündet. Einrichtung zum Spleissen gesponnener Garne gelöst. Ausfüh-
8. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, rungsformen davon sind durch die abhängigen Ansprüche defi-dass die Führungsplatten (41,42) einen im Bereich der Spleiss- 55 niert.
bohrungsöffnungen liegenden u-förmigen Ausschnitt mit zwei Die Vorteile der erfindungsgemässen Einrichtung sind fol-
seitlichen und so angeordneten Begrenzungspartien aufweisen, gende:
dass diese Begrenzungspartien sowohl von links als auch von Weil ein grosser Teil des aus der Strahldüse austretenden rechts über die Spleissbohrungsöffnungen ragend einstellbar Druckfluids durch Reduktion der Grösse der Öffnung der sind. 60 Spieissbohrung durch die Steuerglieder verwirbelt werden kann,
ist es möglich, die Garnenden stark einzuwickeln und an diesen
Stellen der Spleissung eine hohe Verbindungsgüte zu erzielen.
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