CH658001A5 - Liposom. - Google Patents

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CH658001A5
CH658001A5 CH1532/83A CH153283A CH658001A5 CH 658001 A5 CH658001 A5 CH 658001A5 CH 1532/83 A CH1532/83 A CH 1532/83A CH 153283 A CH153283 A CH 153283A CH 658001 A5 CH658001 A5 CH 658001A5
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CH
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liposome
liposome according
glucoside
beta
lipid
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CH1532/83A
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Masanobu Kawamata
Koichi Ushimaru
Shuji Yamane
Original Assignee
Nippon Shinyaku Co Ltd
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Description

20 Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Liposom aus Sterylglucosid und/oder Sterylglucosidmonopalmitat sowie auf ein Verfahren zur Herstellung dieses Liposoms. Ebenfalls bezieht sich die Erfindung auf ein ein Liposom als Wirkstoffkomponente enthaltendes Arzneimittel. 25 Sterylglucoside und Sterylglucosidmonopalmitate sind in Pflanzen enthalten und sie können aus diesen extrahiert und abgetrennt werden. Sie liegen meistens in Form einer Mischung aus beta-Sitosteryl-beta-D-glucosid, Stigmasteryl-beta-D-glucosid und Campesteryl-glucosid sowie als Fett-30 säureester dieser Verbindungen vor, und sie stammen von den verschiedensten, natürlichen Materialien ab, z.B. Sojabohnen, Baumwollsamen, Hülsenfrüchte, Kichererbsen, Grapefruit-Pressrückstände und ähnliche und sie können z.B. nach dem Verfahren von T. Kiribuchi et al, beschrieben 35 in Agricultural Biological Chemistry, Band 30, Nummer 8, Seite 770 bis 778 (1966), erhalten werden. Um Sterylglucoside aus Pflanzenmaterialien zu erhalten, kann man eine Mischung, die nach der weiter oben beschriebenen Methode erhalten wurden, mit Alkali hydrolisieren. Um Sterylglucosid-40 monopalmitate herzustellen, können die Sterylglucoside, die nach der weiter oben genannten Hydrolysemethode erhalten wurden, einer chemischen, synthetischen Reaktion unterworfen werden.
Die Mengen an Konstituenten von Sterylglucosiden, die 45 aus Pflanzen extrahiert und abgetrennt wurde, sind in der nachfolgenden Tabelle I zusammengestellt.
belle 1
beta-Sitosteryl- Stigmasteryl- Campesteryl-
beta-D-Glucosid beta-D-glucosid beta-D-glucosid
Sojabohnen 56% 23% 21%
Baumwollsamen 96% 4% 0%
Hülsenfrüchte 87% 0% 3%
oder Kichererbsen
Grapefruit-Trester 84% 9% 7%
Sterylglucoside kann man aus Pflanzen-Sterinen, die in Form von beta-Sitosterin, Stigmasterin, Campesterin oder Mischungen davon erhalten wurden, nach einem bekannten Verfahren synthetisieren, wie es z.B. in Chemische Berichte, Band 105, Seite 1097 bis 1121 beschrieben ist. Ausgehend von den erhaltenen Sterylglucosiden kann man ihre entsprechenden Monopalmitate herstellen.
Sterylglucoside sind in Pyridin löslich, etwas löslich in Dioxan, schwach löslich in Alkoholen und Ketonen und fast unlöslich in den üblichen organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Kohlenwasserstoffe und halogenhaltige Lösungsmittel; 60 ebenfalls sind die Verbindungen in Wasser fast unlöslich.
In bezug auf die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Sterylglucoside besteht kein wesentlicher Unterschied, sogar dann, wenn die Sterin-Ringsysteme verschieden sind oder wenn aus Pflanzen Mischungen der genannten 65 Verbindungen extrahiert werden. Andererseits sind Sterylglucosidmonopalmitate in nicht polaren Lösungsmitteln löslich, etwas löslich in Alkoholen und fast unlöslich in Wasser. In bezug auf die physikalischen und chemischen Eigenschaf
ten der Sterylglucosidmonopalmitate besteht kein Unterschied, sogar dann, wenn sie verschiedene Sterin-Ringsyste-me enthalten oder wenn man Mischungen der angeführten Verbindungen aus Pflanzen extrahiert.
Sterylglucoside und Sterylglucosidmonopalmitate weisen eine hämostatische Wirkung auf, eine die kleinen Gefässen verstärkende Aktivität, eine Antischockwirkung und ähnliche Wirkungen, wie es in der japanischen vorgeprüften Patentveröffentlichung Sho-54-11369 sowie in der nicht vorgeprüften Patentveröffentlichung Sho-53-109954 beschrieben ist; die genannten Verbindungen sind nützliche Pharmazeuti-ka.
Es ist wünschenswert, dass die genannten Verbindungen als Injektionslösungen wegen ihrer pharmakologischen Wirkungen verwendet werden sollen, aber wegen ihrer Unlöslichkeit in Wasser war es bis jetzt unmöglich, sie in wässrigen Lösungsmitteln aufzulösen, um injizierbare Lösungen bereitzustellen. Es wurden daher Versuche durchgeführt, diese Verbindungen in injizierbare Lösungen zu überführen, sie in nicht-wässrigen Lösungsmitteln aufzulösen oder aus ihnen Suspensionen herzustellen. Die genannten Verbindungen sind jedoch in Propylenglycol, «Macrogol» sowie pflanzlichen Ölen, die häufig als Lösungsmittel für Injektionslösungen dienen, sehr wenig löslich und es war nicht möglich, die gewünschten Konzentrationen zu erzielen. Bei den zuletzt durchgeführten Versuchen war es möglich, Injektionslösun-gegi herzustellen, aber wenn sie in vivo injiziert wurden, so fand in demjenigen Teil des Körpers, wo die Injektion stattfand, eine so langsame Auflösung statt, dass man die gewünschte pharmazeutische Wirkung nicht erreichen konnte. Auf jeden Fall kann festgestellt werden, dass alle Versuche zur Herstellung injizierbarer Injektionslösungen keinen Erfolg hatten.
Durch Anwendung üblicher bekannter Methoden zur Herstellung injizierbarer Lösungen aus fast unlöslichen Verbindungen war es nicht möglich, injizierbare Lösungen von Sterylglucosiden und Sterylglucosidmonopalmitaten bereitzustellen und aus diesem Grund ist es notwendig, spezielle Methoden zu verwenden. Bisher gelang es bereits, durch Verwendung von hydrophilen Lösungsmitteln und löslich machenden Substanzen, wie sie z.B. in den japanischen vorgeprüften Patentveröffentlichungen Sho-53-31210 und Sho-53-20567 offenbart sind, eine wässrige Lösung der genannten Verbindungen zu erhalten. Diese Methoden weisen jedoch immer noch einige Mängel auf, die verbessert werden müssen.
Diese Mängel sind nachstehend beschrieben:
1) Da die Affinität von Sterylglucosiden und Sterylglucosidmonopalmitaten zu Wasser sehr gering ist, ist es notwendig, verhältnismässig grosse Mengen an Lösungsmitteln oder oberflächenaktiven Mitteln zur Löslichmachung bestimmter Mengen derartiger Verbindungen in Wasser bereitzustellen.
2) Beim Sterilisieren durch Anwendung von Wärme trennen sich die oberflächenaktiven Mittel ab und setzen sich an den Wänden der Ampulle fest.
3) Bei intravenöser Injektion wird die pharmakologische Wirkung der genannten Verbindung durch das verwendete löslich machende Mittel beeinflusst. Es ist nicht möglich, unter Verwendung von löslich machenden Mitteln, ausser einigen, wie z.B. «HCO-60» (Handelsname) (Polyoxyethylen
60 Mol und gehärtetes Castoröl), die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Es wurden ausführliche Studien unternommen, um eine Injektionslösung zu finden, die man leicht unter Anwendung von Wärme sterilisieren kann, die hohe Konzentrationen des aktiven Bestandteiles enthält, welcher sich zur Stärkung von Blutgefässen eignet, sowie als Antischockmittel, wo hohe
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Dosen notwendig sind, eingesetzt werden kann und wobei die genannten injizierbaren Lösungen, sogar bei intravenöser Verabreichung, eine sichere pharmazeutische Wirkung erzielen. Als Resultat dieser Untersuchungen wurde festgestellt, s dass die gewünschten Ziele erreicht werden können, wenn man die genannten aktiven Verbindungen in Liposom ein-schliesst. Die vorliegende Erfindung bezieht sich also auf ein Liposom, das eine neue Zusammensetzung aus Sterylgluco- . siden und/oder Sterylglucosidmonopalmitaten darstellt, io Ebenfalls bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zu Herstellung des Liposoms sowie auf Arzneimittel, die das erfindungsgemässe Liposom enthalten.
Beispiele für die Verwendung von Liposom als Träger für Pharmazeutika wurden kürzlich in der Literatur gefun-i5 den und ebenfalls konnte man verschiedene Herstellungsverfahren dafür in verschiedenen Veröffentlichungen feststellen. Zum Beispiel in Tyrell, D.H., et al: Biochimica et Biophysica Acta MR 457, Seiten 259 bis 302 (1976); Flender, J.H., et al: Life Science, 20(7), Seiten 1109 -1020 (1977). 20 Im allgemeinen werden Liposome in den nachfolgenden Formen erhalten:
Man gibt eine Lösung des Lipids in Chloroform in ein oval geformtes Gefäss, das Chloroform wird von der Lösung abgedampft, so dass sich eine dünne Membran des Lipids an 25 den Wänden des Gefässes bildet, dann gibt man einen Puffer und eine wässrige Lösung des Pharmazeutikums hinzu und die Lipidmembran wird von den Wänden durch Rühren entfernt. Auf diese Weise wird eine wässrige Lösung des pharmazeutischen Mittels in die entstandenen kleinen Kugeln 30 oder Träger eingeschlossen. Es war daher notwendig, die pharmazeutischen Mittel, die nicht in dem Liposom eingeschlossen waren, durch Gelfiltration oder durch Ultrazentri-fugation zu entfernen. Ausserdem, für den Fall, dass das Liposom in der weiter oben beschriebenen Form vorliegt, de-35 fundiert die wässrige Lösung des pharmazeutischen Mittels innerhalb kurzer Zeit aus dem Liposom in die wässrige Schicht hinein, sogar dann, wenn man das Liposom von freien pharmazeutischen Mitteln befreite. Es besteht der Nachteil, dass das Liposom kaum als praktisches pharmazeuti-40 sches Präparat Verwendung finden kann. Nach Durchführung intensiver Untersuchungen konnte jedoch unerwarteterweise festgestellt werden, dass Sterylglucoside bzw. Sterylglucosidmonopalmitate eine starke Affinität zu dem Lipid, aus welchem das Liposom gebildet ist, aufweisen und unter 45 Anwendung dieser Eigenschaften können die genannten Verbindungen in ein Liposom-Lipid eingeschlossen werden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich also auf ein Liposom, das dadurch gekennzeichnet ist, dass es als aktiven Bestandteil ein oder mehrere Sterylglucoside und/oder Steryl-50 glucosidmonopalmitate enthält.
Das erfindungsgemässe Liposom wird erhalten, indem man ein oder mehrere Sterylglucoside und/oder Sterylglucosidmonopalmitate in einer Lösung eines Lipids in Chloroform auflöst, dann das Chloroform abdampft, um die Lipid-55 Membran an die Wand des Behälters zu binden und schliesslich, nach Zugabe eines Mediums, rührt oder einer Ultraschallwellen-Bestrahlung unterwirft.
In der Chloroformlösung des Lipids und des Sterylgluco-sides und/oder Sterylglucosidmonopalmitates ist vorzugs-60 weise ebenfalls ein Sterin zur Stabilisierung der Membran enthalten und es kann ebenfalls in der Lösung ein Aufla-dungsmittel enthalten sein.
Im erfindungsgemässen Liposom sind also die Sterylglucoside und/oder Sterylglucosidpalmitate in ein Lipid einge-65 schlössen.
Als Sterin kann Cholesterin verwendet werden. Nach Abdampfung des Chloroforms gibt man als Medium bevorzugt physiologische Kochsalzlösung und eine Pufferlösung
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hinzu und rührt und/oder unterwirft einer Ultraschallwellenbehandlung. Beispiele für Lipide, die für hier verwendet werden können, sind natürlich vorkommende Lipide, wie z.B. Lecithin, Sphingolipid-phosphoglyceride, Ganglioside usw. oder synthetische Lipide, wie z.B. Dimyristoyl-, Dipalmit-oyl-, Distearyl- und Dioleylphosphatidylcholin usw. Natürliches oder synthetisch hergestelltes Lecithin ist bevorzugt. Beispiele für Stabilisatoren für die Liposom-Membran sind Cholesterin, beta-Sitosterin, Stigmasterin und Campesterin oder gemischte Sterine, die aus pflanzlichem Material extrahiert wurden. Beispiele für Aufladungsmittel sind Stearyl-amin, welches eine positive elektrische Ladung verleiht und Phosphatidsäure sowie Dicetylphosphorsäure, die eine negative elektrische Ladung verleihen.
Beispiel für Sterylglucoside für die vorliegende Erfindung sind beta-Sitosteryl-beta-D-glucosid, Stigmasteryl-beta-D-glucosid, Campesteryl-beta-D-glucosid, ChoIesteryl-beta-D-glucosid und Sterylglucosidmischungen sowie Mischungen, die sich aus den weiter oben erwähnten Sterylglucosiden zusammensetzen und aus pflanzlichen Materialien extrahiert wurden. Beispiele für Sterylglucosidmonopalmitate, die gemäss der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können, sind 6-Monopalmitate der weiter oben genannten Sterylglucoside.
Das bevorzugte Verhältnis des Hauptbestandteils und der Lipidkomponente ist folgendermassen: bis ein Gewichtsprozent des Hauptbestandteils, ein bis zehn Teile, vorzugsweise drei bis fünf Teile des Lipids, 0,5 bis 5 Teile, vorzugsweise 0,3 bis 2 Teile des Sterins und 0,05 bis 0,5 Teile des Aufladungsmittels. Abhängig von der Stärke und der Dauer des Rührens sowie der Bestrahlung mit Ultraschallwellen erhält man ein Liposom, das eine einzige oder mehrere Lamellen aufweist.
Die erfindungsgemässen Liposome, die Sterylglucoside und/oder Sterylglucosidmonopalmitate enthalten, können parenteral verabreicht werden und sie weisen die folgenden Vorteile auf:
1) Da die Menge des eingesetzten Lipids gewöhnlich drei bis fünf Gewichtsteile pro ein Gewichtsteil des Hauptbestandteils ausmacht, ist es möglich, Injektionslösungen herzustellen, die sich für intravenöse Injektionen eignen.
2) Es besteht die Möglichkeit, eine Injektionslösung herzustellen, die sogar fünf oder etwa fünf Prozent des Hauptbestandteils enthält, und daher ist es möglich, Injektionslösungen bereitzustellen, die nicht nur für hämostatische Zwecke dienen, aber auch zur Verstärkung von Blutgefässen sowie als Antischockmittel verwendet werden können, wo man höhere Dosen verabreichen muss.
3) Die vorliegende erfindungsgemässe pharmazeutische Zusammensetzung ermöglicht, bestimmte pharmakologische Wirkungen zu erzielen, sogar dann, wenn sie durch intravenöse Injektion verabreicht wird.
4) Die Sterilisation kann durch Erhitzen leicht durchgeführt werden.
Neben den weiter oben genannten Vorteilen weist das erfindungsgemässe Liposom markierende Eigenschaften auf, und zwar dann, wenn es in einer Ampulle zusammen mit Stickstoff gehalten wird und man sie im Dunkeln aufbewahrt. Die auf diese Weise vorbereitete Zusammensetzung ist mindestens zwei Jahre lang bei Zimmertemperatur stabil und man kann weder im Aussehen noch bei den Konzentrationen Veränderungen beobachten.
In den nachfolgenden Beispielen werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung beschrieben.
Beispiel 1
Man gab 20 mg Wollschweiss-Lecithin in ein ovales Ge-fass von 50 ml Inhalt. Man löste in 2 ml Chloroform auf und
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gab dann 5 mgbeta-Sitosteryl-beta-D-glucosid und 2 mg Cholesterin hinzu und löste auf. Das Chloroform wurde auf einem Dampfbad bei einer Temperatur von 30 °C unter Verwendung eines Drehverdampfers abgedampft. Dann blies s man zehn Minuten lang Stickstoff auf den Rest, trocknete sechs Stunden lang in einem Vakuum-Trockengefass, gab 5 ml einer physiologischen Natriumchloridlösung hinzu und homogenisierte drei Minuten lang unter Stickstoff unter Verwendung eines Ultraschallwellen-Homogenisators io (Choompa Kogyo Co.; 25KHz, 150 W). Man erhielt eine fast durchsichtige, hellgelbe Flüssigkeit. Diese Flüssigkeit wurde steril filtriert unter Verwendung eines GS-Filters mit kleinen Poren und man erhielt ein Filtrat, in welchem 99,6% beta-Sitosteryl-beta-D-glucosid, verglichen mit der Menge 15 bevor der Filtration, identifiziert werden konnten. Man füllt das Filtrat zusammen mit Stickstoff in eine Ampulle von 5 ml Inhalt und unterwirft diese Ampulle einer Sterilisation im Autoklaven während zwanzig Minuten bei einer Temperatur von 120 °C. Während der Sterilisation konnte man we-20 der eine Abtrennung des Hauptbestandteils noch des Lipids beobachten. Wenn die Injektionslösung im Dunkeln aufbewahrt wird, findet weder die Abtrennung von Fremdstoffen noch eine Herabsetzung der Konzentration des Hauptbestandteils statt, und zwar in einem Zeitraum von mehr als 25 zwei Jahren bei Zimmertemperatur. Einer Gruppe von zehn Mäusen wurde diese Injektionslösung sowie eine Blindprobe intravenös injiziert. Man stellte die Blindprobe her, indem man den Hauptbestandteil aus der Injektionslösung entfernte. Die Schwänze der Mäuse wurden ein Zentimeter entfernt 30 von dem Ende mit einem chirurgischen Messer abgeschnitten, in Wasser eingeweicht und man mass die Zeit, bei welcher die Blutung aufhörte (siehe Motohashi, et al.: Tokyo Ji-keikai Medicai Journal, 75(5), 1008, 1959), um die pharmakologische Aktivität der vorliegenden erfindungsgemässen 35 Injektionslösungen bei intravenöser Injektion zu bestimmen. Die erhaltenen Resultate sind in der nachfolgenden Tabelle II zusammengestellt, aus welcher hervorgeht, dass der Mittelwert der hämostatischen Zeit in der Blindgruppe 14,7 ± 0,082 Minuten beträgt, während diejenige Gruppe, 40 welcher man 0,2 mg pro Kilogramm der Injektionslösung verabreichte, eine hämostatische Zeit von 12,3 + 0,27 Minuten besass. Es besteht ein bedeutender Unterschied in bezug auf das Niveau des P < 0,01, und die Wirksamkeit der erfindungsgemässen Injektionslösung bei der intravenösen Ver-45 abreichung wurde mit Sicherheit nachgewiesen.
Beispiel 2
20 mg Dipalmitoyl-Lecithin, 10 mg beta-Sitosteryl-beta-D-glucosidmonopalmitat und 5 mg Cholesterin wurden in so 3 ml Chloroform aufgelöst. Man verdampfte die Mischung bei einer Temperatur von 30 °C im Vakuum auf einem Wasserbad unter Verwendung eines Dreh-Verdampfers. In den erhaltenen Rest wurde zehn Minuten lang Stickstoffgas geblasen und man trocknete noch weitere sechs Stunden lang 55 in einem Vakuum-Trockengefass. Dann gab man 5 ml eines Phosphatpuffers mit einem pH-Wert von 6,2 hinzu (hergestellt, indem man 1,8 Gramm Trinatriumphosphat, 6,4 Na-triumdihydrogenphosphat und 5,1 Gramm Natriumchlorid in destilliertem Wasser für Injektionszwecke bis zu einem Li-60 ter auflöste). Man homogenisierte die Mischung drei Minuten lang unter Verwendung eines Ultraschallwellen-Homogenisators, wobei man eine leicht trübe Liposomlösung erhielt. Diese wurde auf einem HA-Filter mit sehr kleinen Poren filtriert und man erhielt ein Filtrat, in welchem 99,2% 65 beta-Sitosteryl-beta-D-glucosidmonopalmitat enthalten sind. Das Filtrat wird zusammen mit Stickstoffgas in Ampullen gefüllt und mit Dampf bei hoher Temperatur und einer Temperatur von 120 °C zwanzig Minuten lang in einem
5
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Autoklaven sterilisiert. Die pharmakologische Wirkung der erhaltenen Injektionslösung, wobei diese intravenös verabreicht wurde, ist in Tabelle II, Nr. 2, dargestellt.
Beispiel 3
In ein ovales Gefäss von 50 ml Inhalt gab man 4 mg Dioleylphosphatidylcholin und 4 mg Dipalmitoylphosphatidyl-cholin. Man löste die Mischung in 2 ml Chloroform auf und löste Cholesteryl-beta-D-glucoside und 1 mg Cholesterin darin auf. Das Chloroform wurde auf einem Wasserbad bei einer Temperatur von 30 °C unter Verwendung eines Dreh-Verdampfers abgedampft. Die Weiterverarbeitung fand auf solche Weise statt, wie es in Beispiel 1 beschrieben ist, und man erhielt 5 ml der Liposomlösung, die 3 mg Cholesteryl-beta-D-glucosid enthielt. Die pharmakologische Aktivität dieser Lösung ist in Tabelle II, Nr. 3, beschrieben.
Beispiel 4
In ein ovales Gefäss von 50 ml Inhalt gab man 15 mg Di-palmitoyllecithin, aufgelöst in 2 ml Chloroform. Dann wurden 5 mg Stigmasteryl-beta-D-glucosid, 5 mg Stigmasterin und 1 mg Stearylamin darin aufgelöst und man dampfte das Chloroform auf einem Wasserbad bei einer Temperatur von 30 °C unter Verwendung eines Verdampfers ab. Der erhaltene Rückstand wurde auf die gleiche Weise, wie es in Beispiel 2 beschrieben, behandelt und man erhielt 5 ml einer Liposomlösung, die eine positive Ladung aufwies und 5 mg Stig-masteryl-beta-D-glucosid enthielt. Die pharmakologische Aktivität der erhaltenen Injektionslösung ist in Tabelle II, Nr. 4, beschrieben.
Beispiel 5
Anstelle von 1 mg Stearylamin, wie es in Beispiel 4 eingesetzt wurde, fügte man 1 mg Dicetylphosphorsäure hinzu und behandelte anschliessend auf die gleiche Weise wie in Beispiel 4. Man erhielt 5 ml einer Liposomlösung mit einer negativen Ladung, die 5 mg Stigmasteryl-beta-D-glucosid enthielt. Die pharmakologische Aktivität dieser Injektionslösung ist in Tabelle II, Nr. 5, dargestellt.
Beispiel 6
Wollschweiss-Lecithin (200 mg) wird in ein ovales Gefäss von 100 ml Inhalt gegeben und in 5 ml Chloroform aufgelöst. Dann gab man 50 mg Sterylglucosid und 25 mg Chole-5 Sterin, das aus Sojabohnen extrahiert wurde, hinzu. Das Chloroform wurde aus der Lösung im Vakuum auf einem Wasserbad bei einer Temperatur von 30 °C unter Verwendung eines Dreh-Verdampfers abgedampft. Man blies Stickstoffgas zehn Minuten lang auf den Rest und trocknete sechs 10 Stunden lang in einem Vakuum-Trocknungsgefäss. Zu dem erhaltenen Produkt gab man 5 ml eines Phosphatpuffers, der in Beispiel 2 verwendet wurde, man homogenisierte fünf Minuten lang in einem Stickstoffstrom und wendete einen Ul-traschallwellen-Homogenisator an, wobei man eine leicht 15 trübe Liposomlösung erhielt. Diese wurde durch einen HA-Filter mit sehr kleinen Poren filtriert und das Filtrat enthielt 98,2% Sterylglucosid. Dann behandelte man auf die gleiche Weise, wie es in Beispiel 1 beschrieben wurde, und man erhielt 5 ml der Liposomlösung, die 50 mg Sterylglucosid ent-20 hielt. Die pharmakologische Aktivität dieser Injektionslösung ist in Tabelle II, Nr. 6, dargestellt.
25 Beispiel 7
In ein ovales Gefäss von 100 ml Inhalt gab man 200 mg Wollschweiss-Lecithin und löste durch die Zugabe von 5 ml Chloroform auf. Dann wurden 50 mg Cholesterin und 50 mg 30 Sterylglucosidmonopalmitate hinzugefügt, die man aus Baumwollsamen extrahierte. Es fand eine Lösung statt und dann behandelte man, wie es in Beispiel 6 beschrieben ist, und erhielt 5 ml der Liposomlösung, die 50 mg Sterylglucosidmonopalmitate enthielt, welche aus Baumwollsamen ex-35 trahiert waren. Die pharmakologische Aktivität dieser Injektionslösung ist in Tabelle II, Nr. 7, dargestellt.
Aus der Tabelle II geht ganz klar hervor, dass die erfindungsgemässen Zusammensetzungen eine pharmakologische Aktivität aufweisen, wenn sie intravenös verabreicht werden.
40
Tabelle 2
Pharmakologische Aktivitäten von Liposom-Injektionslösungen
Nr.
Zusammen
Verabrei benötigte Zeit zur
Stillung der Blutung (Minuten)
setzung gemäss chungsweg
0,4 mg/kg3'
0,2 mg/kg*'
01 mg/kg3'
Blindprobe
1
Beispiel 1
intravenös
11,1 + 1,55**
11,7 + 0,87**
14,0+1,13
14,7 + 0,82
2
Beispiel 2
intravenös
9,5 + 0,91**
11,1 + 1,12**
13,8 + 1,02
14,7 + 0,82
3
Beispiel 3
intravenös
11,3 + 1,20**
11,4 + 0,78**
12,0 + 0,96
14,7 + 0,82
4
Beispiel 4
intravenös
10,8 + 0,91**
11,6 + 0,80**
13,3 + 1,12
14,7 + 0,82
5
Beispiel 5
intravenös
11,2 + 0,81**
12,2+0,75*
12,8+1,00
14,7+0,82
6
Beispiel 6
intravenös
9,7+0,88**
10,9 + 1,15**
12,1 + 0,80
14,2 + 0,95
7
Beispiel 7
intravenös
11,6+0,73**
11,2+0,82**
12,5 + 0,96
14,2 + 0,95
a) verabreichte Dose *p < 0,05 **p<0,01
60
65

Claims (17)

  1. 658 001
    PATENTANSPRÜCHE
    1. Liposom, dadurch gekennzeichnet, dass es als aktiven Bestandteil ein oder mehrere Sterylglucoside und/oder Ste-rylglucosidmonopalmitate enthält..
  2. 2. Liposom nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es in Form einer einfachen Lamelle vorliegt.
  3. 3. Liposom nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es in Form einer mehrschichtigen Lamelle vorliegt.
  4. 4. Liposom nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der aktive Bestandteil im Lipid enthalten ist.
  5. 5. Liposom nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Lipid natürliches oder synthetisches Phosphatidylcholin ist.
  6. 6. Liposom nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das natürliche Phosphatidylcholin Wollschweiss-Leci- • thin ist.
  7. 7. Liposom nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das synthetische Phosphatidylcholin mindestens eines der Gruppe Dimyristoylphosphatidylcholin, Dipalmitoyl-phosphatidylcholin, Distearylphosphatidylcholin und Di-oleylphosphatidylcholin ist.
  8. 8. Liposom nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Stabilisator für das Liposom ein Sterin enthalten ist.
  9. 9. Liposom nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Sterin mindestens eines der Gruppe Cholesterin, be-ta-Sitosterin, Stigmasterin und Campes|erin ist.
  10. 10. Liposom nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Liposom eine Substanz enthält, die eine positive Ladung verleiht.
  11. 11. Liposom nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz, welche die positive Ladung verleiht, Stearylamin ist.
  12. 12. Liposom nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Liposom eine Substanz enthält, die eine negative Ladung verleiht.
  13. 13. Liposom nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Substanz, welche die negative Ladung verleiht, Phosphatidsäure oder Dicetylphosphorsäure ist.
  14. 14. Liposom nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sterylglucosid beta-Sitoste-ryl-beta-D-glucosid, Stigmasteryl-beta-D-glucosid, Campe-steryl-beta-D-glucosid oder Cholesteryl-beta-D-glucosid ist und das Sterylglucosidmonopalmitat ein Monopalmitat der weiter oben genannten Sterylglucoside ist.
  15. 15. Verfahren zur Herstellung eines Liposoms gemäss einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass man ein oder mehrere Sterylglucoside und/oder Sterylgluco-sidmonopalmitate in einer Lösung eines Lipids in Chloro-
    s form auflöst, dann das Chloroform abdampft, um die Lipid-Membran an die Wand des Behälters zu binden und schliesslich, nach Zugabe eines Mediums, rührt oder einer Ultra-schallwellen-Bestrahlung unterwirft.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich-lo net, dass in der Chloroformlösung des Lipids ein Sterin und/
    oder ein Aufladungsmittel enthalten ist.
  17. 17. Pharmazeutische Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Wirkstoffkomponente das Liposom gemäss einem der Ansprüche 1 bis 14 enthält.
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