CH658263A5 - Mit riemen arbeitende falschdralleinheit. - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine mit Riemen arbei- 40 zeigt, gelangen. Das heisst, je geringer die Länge des einge-
tende Falschdralleinheit. klemmten Garns umso geringer ist die Anzahl der Drehun-
Es ist eine mit Riemen arbeitende Falschdralleinheit mit gen. Indem ferner die Zufuhrkraft des Garns in Laufrichtung zwei Riemen bekannt, die quer zueinander liegen und an ih- herabgesetzt wird, erfolgt eine Zunahme der Garnspannung ren Überschneidungsbereichen gegeneinander wirken. Die auf der aufdrehenden Seite.
Riemen können in einander entgegengesetzten Richtungen 45 Die Längenschwankungen des in der Falschdralleinheit angetrieben werden, um im Überschneidungsbereich einem während ihres Betriebs eingeklemmten Garns üben einen
Garn einen Falschdrall zu verleihen. weitreichenden Einfluss auf die Anzahl der Drehungen und
Wie genauer in Fig. 8 gezeigt, verlaufen zwei Riemen B1, die Garnspannung speziell auf der aufdrehenden Seite aus,
B2 kreuzweise zueinander, und zwar unter gleich grossen mit der Folge, dass ungleichförmige Falschdrallgarne erzeugt
Winkel (0), bezogen auf eine Bewegungsbahn eines Garns Y, so und die Garnqualität herabgesetzt wird.
um das Garn im Überschneidungsbereich einzuklemmen und Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, die vorgenann-
ihm dadurch einen Falschdrall zu erteilen. Wenn die Riemen ten Schwierigkeiten dadurch auszuschliessen, dass die Länge
B1, B2 mit gleicher Geschwindigkeit und die Riemen und das des eingeklemmten Garns unverändert bleibt, selbst wenn das
Garn mit einer Relativgeschwindigkeit V laufen, lässt sich die Garn mehr oder weniger versetzt und die Riemen verlagert
Geschwindigkeit V1 der Riemenbewegung in Richtung des 55 werden.
Garnlaufs durch die Gleichung ausdrücken: VI = V cos 0, Die Erfindung schafft eine mit Riemen arbeitende Falsch-
und das Garn wird mit einer zur Geschwindigkeit propor- dralleinheit mit zwei kreuzweise zueinander liegenden Rie-
tionalen Kraft transportiert. Die Geschwindigkeit V2 der Be- men, um einen Überschneidungsbereich auszubilden, der die wegung des Riemens in einer senkrecht zur Zufuhrrichtung Form eines Parallelogramms besitzt. Die erfindungsgemässe des Garns liegenden Richtung ergibt sich als V2 = sin 0, und eo Falschdralleinheit wird im Anspruch 1 definiert.
die Anzahl der Drehungen des Dralls ist proportional zur Ge- Im folgenden wird die Erfindung ausführlich beschrieben, schwindigkeit V2. Wenn das Garn gedreht werden soll, sollte Erfindungsgemäss erstrecken sich die beiden Riemen in eider das Garn im Aufdrehsinne beanspruchenden Kraft eine ner mit Riemen arbeitenden Falschdralleinheit derart kreuzandere Kraft entgegenwirken,welche von dem über die Rie- weise zueinander, dass sie einen parallelogrammförmigen Be-men ausgeübten Klemmdruck und dem Reibkoeffizienten 65 reich an ihrer Kreuzung bilden, um Garne in diesem Bereich zwischen den Riemen und dem Garn bestimmt wird. einzuklemmen. Die Länge des eingeklemmten Garns bleibt
Die senkrecht auf das Garn einwirkende Kraft, d.h. die konstant, solange das Garn innerhalb der Umgrenzungen des
Drehungskraft, die Anzahl der Drehungen sowie die in Lauf- parallelogrammförmigen Bereichs verlagert wird. Somit un-
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terliegen die Anzahl der Drehungen und die Garnspannungen auf der drallerteilenden und der aufdrehenden Seite keinen Schwankungen, welche ansonsten durch Längenschwankungen des eingeklemmten Garns bewirkt würden. Da dem Garn unter gleichbleibenden Bedingungen ein Falschdrall verliehen wird, bleibt die Anzahl der Drehungen, die auf das Garn pro Längeneinheit aufgebracht wird, konstant, und es entsteht eine gleichmässige Bauschigkeit über die gesamte Länge. Entsprechend kann die Falschdralleinheit der Erfindung Falschdrallgarne guter Qualität erzeugen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Falschdralleinrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht einer mit Riemen arbeitenden Falschdralleinheit nach den Merkmalen der Erfindung,
Fig. 3 eine vergrösserte Aufsicht auf einen Überschneidungsbereich der Riemen,
Fig. 4 eine schematische Darstellung des Ausmasses der Versetzung des Garnlaufs,
Fig. 5 ein Diagramm zur Verdeutlichung der Beziehung zwischen dem Ausmass der Versetzung eines Garnlaufs und Schwankungen in der Anzahl der Drehungen,
Fig. 6 ein Diagramm zur Verdeutlichung der Beziehung zwischen dem Ausmass der Versetzung und den Garnspannungen,
Fig. 7 eine vergrösserte Aufsicht auf einen Überschneidungsbereich von Riemen einer mit Riemen arbeitenden Falschdralleinheit gemäss einer anderen Ausführungsform,
Fig. 8 eine Aufsicht auf einen Überschneidungsbereich bei herkömmlichen Riemen,
Fig. 9 eine vergrösserte Aufsicht auf einen Überschneidungsbereich von Riemen einer weiteren Ausführungsform,
Fig. 10 eine Seitenansicht einer Einsteilvorrichtung zur Positionierung einer Garnführung,
Fig. 11 eine Aufsicht auf die Einstellvorrichtung in Fig.
10,
Fig. 12 eine schematische Ansicht zur Verdeutlichung eines Teils der Vorrichtung in Fig. 11 und
Fig. 13 eine vergrösserte Ansicht eines Nockenhebels und eines Bolzens der Vorrichtung nach Fig. 12.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Falschdrallvorrichtung mit einem Spulengestell 1, das mehrere Garnzufuhrspulen 2 trägt. Ein von den Garnzufuhrspulen 2 abgezogenes Garn Y wird einer Zufuhrrolle 3 zugeführt, läuft durch eine an einem Ständer 4 befestigte und sich an diesem entlang erstreckende Heizvorrichtung 5 hindurch, verläuft weiter über oberhalb der ersten Heizvorrichtung 5 montierte Wenderollen 6,7 und wird in eine geneigt vorgesehene Ballonplatte 8 eingeführt, welche zur Unterdrückung der Schleierbildung des Garns infolge der Drehung dient. Das die Ballonplatte 8 verlassende Garn Y läuft durch eine Kühlbox 9, in der das Garn Y durch Wasser auf eine vorbestimmte Temperatur abgekühlt und dann in eine Falschdralleinheit 10 eingeführt wird.
Ein mittels der Falschdralleinheit 10 erteilter Falschdrall pflanzt sich fort zu dem in der ersten Heizvorrichtung 5 befindlichen Garn, wo der Drall fixiert wird. Das Garn Y wird nach seinem Durchlauf durch die Falschdralleinheit 10 in eine eine drallrücknehmende zweite Heizvorrichtung 11 eingeführt, um ein Falschdrahtgarn mit einer gewünschten Kräuselung zu erzeugen, welches dann auf Garnkörper 12 aufgewik-kelt wird.
Fig. 2 zeigt eine mit Riemen arbeitende Falschdralleinheit gemäss einer Ausführungsform der Erfindung. Die mit Riemen arbeitende Falschdralleinheit umfasst einen ersten Endlosriemen 16, der um Riemenrollen 14,15, die auf einer Halterung 13 montiert sind, herumgelegt ist, sowie einen zweiten Endlosriemen 20, der um Riemenrollen 18,19, die auf einer
Halterung 17 montiert sind, herumgezogen ist; die beiden, der erste und der zweite Endlosriemen 16,20, liegen kreuzweise zueinander unter einem Winkel 0, bezogen auf ein Garn Y. Die Endlosriemen 16,20, werden so angetrieben, dass sie in s ihrem Kreuzungsbereich in einander entgegengesetzten Richtungen laufen, um das Garn Y bei konstantem Druck einzuklemmen und auf dieses Drehungs- und Zuführungskräfte aufzubringen. Die Halterung 13 ist an einem ersten Rahmen 21 befestigt, der um eine Welle 23 drehbar an einer Basis 22 io angebracht ist. Ebenso ist die Halterung 17 an einem zweiten Rahmen 24 befestigt, der auf einer ebenfalls um eine Welle 23 drehbaren Basis 25 angebracht ist. Der Überschneidungswinkel 0 der Riemen 16,20 kann somit durch eine winkelartige Bewegung der Basen 22,25 eingestellt werden.
15 Der erste und der zweite Endlosriemen 16,20 besitzen eine unterschiedliche Breite LI bzw. L2, wie in Fig. 3 gezeigt, wobei die Breite LI grösser ist als die Breite L2. Die Riemen 16, 20 liegen schräg zueinander, um sich unter dem Winkel 0 bezüglich einer geraden Linie parallel zum Bewegungsweg des 20 Garns Y zu schneiden. Eine Fläche, welche durch die Seitenränder 16a, 16b des Riemens 16 und die Seitenränder 20a, 20b des Riemens 20 abgegrenzt wird, besitzt die Form eines Parallelogramms, und eine Fläche, welche begrenzt ist von Geraden, die durch Punkte P, Q der einander kreuzenden Seiten-25 ränder der Riemen 16,20 parallel zum Bewegungsweg des Garns Y verlaufen, sowie die Seitenränder 20a, 20b des Riemens 20 eine Breite S der Parallelogrammzone Z. Die Länge / 1 des in eine Breite S der Parallelogrammzone Z eingeklemmten Garns Y bleibt konstant und ändert sich nicht innerhalb 30 der Breite S der Parallelogrammzone Z. Wenn im einzelnen der erste und der zweite Endlosriemen 16,20 jeweils eine entsprechende Breite LI, L2 besitzen und unter dem Winkel 0 bezüglich des Bewegungsweges des Garns zueinander verlaufen, lässt sich die Breite S der Parallelogrammzone Z und die 35 Länge /I des eingeklemmten Garns innerhalb der Breite S fol-gendermassen darstellen:
S =
/I =
L1-L2 2cos0 L2 sin 0
45
Wenn LI = 12 mm, L2 = 8 mm und 0 = 55°, dann beträgt S = 3,5 mm und II = 9,8 mm. Unter diesen Bedingungen bleibt die Länge II des eingeklemmten Garns unverändert, selbst wenn der Bewegungsweg des Garns Y um 3,5/2 mm nach seitwärts vom Zentrum der Parallelogrammzone Z so versetzt ist. Somit bleibt, solange das relative Lagenverhältnis zwischen dem Garn Y und der Überkreuzung der Riemen innerhalb der Grenzen der Parallelogrammzone Z verbleibt, die Länge /I des eingeklemmten Garns konstant, und die Anzahl der Drehungen und die Garnspannung werden nicht wesent-55 lieh beeinträchtigt. In Fig. 3 sind Garnführungen Gl, G2 dargestellt, welche Garndurchtrittsöffnungen besitzen mit einer Breite t, die kleiner ist als die Breite S und die auf die Parallelogrammzone Z zur Führung des Garns fluchtend ausgerichtet sind.
60 Versuche mit Änderungen der Anzahl der Drehungen und der Garnspannung für gleich breite und unterschiedlich breite Riemen werden nachstehend beschrieben.
In Fig. 4 gilt die Annahme, dass das Garn in die negative Richtung (—) verlagert ist, wenn es links vom Zentrum C der 65 Einklemmung liegt und in der positiven Richtung (+), wenn es sich rechts von diesem Zentrum befindet; das Ausmass der Versetzung ist mit À S bezeichnet.
In den Fig. 5 und 6 sind Ergebnisse dargestellt, die mit
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Versuchen bei der Klemmkraft 250 g, der Garngeschwindig- menspiels mit der mit einer konstanten Geschwindigkeit um-
keit von 600 m/min, der Riemengeschwindigkeit von 800 m/ laufenden Zufuhrrolle eine weitere Spannung ausgeübt, was min, dem Winkel 0 = 55% einem Polyestergarn von 225 de- zu einer erhöhten Garnspannung auf der aufdrehenden Seite nier, der Breite LI = 12 mm, der Breite L2 = 8 mm, erzielt führt.
wurden. s Bei den Riemen nach der Erfindung tritt im wesentlichen Fig. 5 zeigt die Beziehung zwischen dem Ausmass A S der keine Veränderung der Garnspannung T2 an der aufdrehen-Versetzung des Garns und der Anzahl der Drehungen (TPM). den Seite innerhalb der Parallelogrammzone (S = 3,5 mm) Die Kurve zeigt in ihrem strichpunktierten Kurvenverlauf 28 auf, selbst wenn der Garnweg seitlich vom Zentrum der Über-die Relation zwischen Riemen mit gleicher Breite (8 mm, 8 schneidung der Riemen versetzt ist, wie durch die vollausge-mm) und der vollausgezogene Kurvenverlauf 29 gibt die Re- io zogene Linie 33 in Fig. 6 dargestellt. Die Garnspannung neigt lation bei den Riemen nach den Merkmalen der Erfindung nur dann zu einem Anstieg, wenn das Garn aus der Zone Z an. Bei Riemen gleicher Breite wird die Anzahl der Drehun- heraus verlagert wird, und nimmt stark zu, wenn die Garnvergen verringert, wenn das Garn etwas seitlich vom Zentrum lagerung ± 2 mm übersteigt. Der Wert von À S der Versetzung (O-Position) des Kreuzungsbereichs der Riemen versetzt ist. kann ohne weiteres durch die Garnführung, die oberhalb und Die Anzahl der Drehungen wird in einer um 4 mm vom Zen- 15 unterhalb der Einklemmzone vorgesehen ist, innerhalb von 4 trum versetzten Position tatsächlich um 100 TPM herabge- mm gehalten werden. Somit lässt sich das Garn, selbst wenn setzt. Bei Riemen unterschiedlicher Breite bleibt hingegen die es versetzt ist, in der Parallelogrammzone eingegrenzt halten Anzahl der Drehungen im wesentlichen konstant, bis der Ver- und kann einer im wesentlichen konstanten Spannung ausge-setzungsgrad des Garns den Wert von S = 3,5 erreicht, d.h. A S setzt werden.
= ± 3,5/2, und die Anzahl der Drehungen beginnt sich zu 20 Wie aus den vorgenannten Versuchen ersichtlich ist, stellt verringern, wenn das Ausmass der Garnversetzung ± 3,5/2 die Parallelogrammzone Z an der Überschneidung der Rie-
übersteigt. Daher beeinträchtigt eine Versetzung des Garnwe- men einen Bereich zur Verfügung, in dem die eingeklemmte ges innerhalb der Parallelogrammzone Z am Überkreuzungs- Garnlänge konstant gehalten wird. Innerhalb eines solchen bereich der Riemen die Anzahl der Drehungen des Garns Bereichs oder einer solchen Spanne bleiben die Anzahl der nicht wesentlich. 25 Drehungen und die Garnspannungen auf der drallgebenden
Fig. 6 zeigt das Verhältnis zwischen dem Wert A S der Ver- und der aufdrehenden Seite unverändert, selbst wenn der setzung des Garnwegs und der Garnspannungen TI, T2. Die Garnweg versetzt ist, so dass dem Garn ein Falschdrall in sta-
in strichpunktierten Linien dargestellten Kurven zeigen Span- bilisierter Weise verliehen werden kann.
nungsschwankungen an, die sich ergeben bei Riemen gleicher Wenn zwei Riemen 34,35 sehr unterschiedliche Breiten
Breite, und die Kurven in vollausgezogenen Linien geben 30 L3, L4, wie in Fig. 7 gezeigt, besitzen, ist eine Parallelo-
Spannungsschwankungen an, die sich ergeben bei Riemen grammzone ZI, die begrenzt ist durch die Geraden 36, 37 par-
unterschiedlicher Breite. Die beiden oberen Kurven 30,31 in allei zur Bewegungsbahn des Garns und die Seitenränder 35a,
der strichpunktierten bzw. vollausgezogenen Darstellung zei- 35b des Riemens 35, im Überschneidungsbereich der Riemen gen in Fig. 6 die Garnspannung T2 auf der aufdrehenden 34,35 schmaler ausgebildet; dies ist eine Anordnung, welche
Seite, und die beiden unteren Kurven 32,33 zeigen die Garn- 35 in der Lage ist, mehrere Garne Y1 bis Y5 in der Zone Z1 ein-
spannung auf der drallgebenden Seite an. zuklemmen. Entsprechend kann einer Vielzahl von Garnen
Unter Garnspannung auf der aufdrehenden Seite wird mittels eine Riemenpaars gleichzeitig in wirkungsvoller Weise eine Spannung verstanden, die auf das in Fig. 3 nach unten ein Falschdrall verliehen werden. Die gleichzeitig mittels eines laufende Garn unterhalb des Garneinklemmbereichs aufge- Riemenpaars falschgedrehten Garne besitzen gleichförmige bracht wird und unter der Garnspannung auf der drallgeben- 40 und bessere Qualität, da die Länge 12 des eingeklemmten den Seite wird eine Spannung verstanden, die oberhalb des Garns unverändert bleiben kann.
Garneinklemmbereiches bei Abwärtsbewegung des Garns In den obigen Ausführungsformen wurden mit Riemen aufgebracht wird. Die Garnspannung T1 auf der drallgeben- arbeitende Falschdralleinheiten beschrieben, in denen die den Seite ist keinen starken Schwankungen unterworfen, Riemen eine unterschiedliche Breite besitzen. Erfindungsge-
wenn das Garn vom Zentrum des Garneinklemmbereichs ver- 45 mässe Aufgabe lässt sich jedoch auch dann realisieren, wenn setzt wird und beträgt unter den vorgenannten Bedingungen gleich breite Riemen auf der Falschdralleinrichtung verwen-
etwa 50 g. Bei Riemen gleicher Breite schwankt die Span- det werden. Wie in Fig. 9 gezeigt, besitzen die Riemen B1, B2
nung, sobald das Garn etwas seitlich vom Zentrum des Garn- die gleiche Breite und sind so geneigt, dass sie sich unter dem einklemmbereichs versetzt wird, selbst wenn derartige Span- Winkel 0 bezüglich einer fiktiven Linie F und einer Linie, die nungsschwankungen gering sind. Bei der Erfindung tritt im 50 durch die Zentren der Garnführungen G1, G2, hindurchläuft,
wesentlichen keine Spannungsschwankung auf, wenn das schneiden, d.h. der Garndurchlauf Y wird so eingestellt, dass
Garn innerhalb der Parallelogrammzone Z im Überschnei- er unter einem Winkel 01 die fiktive Linie F schneidet. Der dungsbereich der Riemen, d.h. : S = 3,5 mm verlagert wird. Winkel 01 wird aus einem Bereich von 01 < 0 ausgewählt.
Der vorgenannte Zustand manifestiert sich besonders an- Eine Fläche, die begrenzt ist durch Geraden, die durch die hand der Spannungsschwankungen auf der aufdrehenden 55 Punkte P, Q an der Kreuzung zwischen den Seitenrändern der
Seite. Bei gleich breiten Riemen steigt, wie in Fig. 6 gezeigt, Riemen B1, B2 parallel zu der durch die Zentren der Garn-
die Spannung T2 auf der aufdrehenden Seite an, wenn das führungen G1, G2 hindurchgehenden Linie verlaufen, und
Garn etwas vom Zentrum des Überschneidungsbereichs der welche im Überschneidungsbereich W der Riemen B1, B2
Riemen versetzt wird, d.h., dass die Spannung auf der aufdre- liegt, grenzt eine Parallelogrammzone Z2 ab. Bei dieser Aus-
henden Garnseite, wenn das Garn ein wenig vibriert, Schwan- eo führungsform bleibt die Länge / des in der Parallelogramm-
kungen unterworfen ist, mit dem Ergebnis, dass das herge- zone Z2 eingeklemmten Garns Y ebenfalls konstant und än-
stellte Falschdrallgarn eine ungleichförmige Qualität erhält. dert sich nicht, wenn der Garndurchlauf Y parallel zu der die
Anders ausgedrückt, rutschen infolge von Längenschwan- Zentren der Garnführungen G1, G2 durchlaufenden Linie kungen des eingeklemmten Garns das Garn und die Riemen versetzt wird.
aufeinander und infolgedessen wird die Kraft zum Heraus- 65 In den Fig. 10 bis 13 ist eine Einstellvorrichtung zur Posi-
führen des Garns verringert und dadurch die Zufuhrge- tionierung der Garnführungen Gl, G2 gezeigt, die im folgen-
schwindigkeit des Garns von der Falschdralleinheit gesenkt. den erläutert wird. Die an einer Seite des Einklemmbereiches
Aus diesem Grunde wird auf das Garn infolge des Zusam- der Riemen angeordnete Führung ist um einen feststehenden
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Zapfen 40 drehbar gelagert. Ein Hebel 41, der an seinem vorderen Ende die Führung Gl trägt, ist um den Zapfen 40 schwenkbar, und eine Feder 43 ist zwischen einer feststehenden Halterung 42 und einem an dem Hebel 41 befestigten Stift 55 gespannt, um den Hebel 41 im Uhrzeigersinn um den Zapfen 40 in die in Fig. 10 gezeigte Position vorzubelasten. Der Hebel 41 ist positioniert, indem er mit einem Zapfen 44, der am hinteren Ende des Hebels 41 befestigt ist, an einem in die Halterung 42, wie in Fig. 12 gezeigt, eingeschraubten Bolzen 45 anstösst. Somit kann die Position des Hebels 41 durch Einstellen der Länge des aus der Halterung 42 herausragenden Teils des Bolzens 45 geändert werden. Das heisst, dass der Garnlaufweg Y am Klemmbereich der Riemen durch Veränderung der Position der auf dem Hebe.141 vorgesehenen Führung Gl versetzt werden kann. Ein Hebel 46 dient zur Verlagerung der Führung Gl in die Halbdreher-Position. Um ein Garnbrechen zu Anfang des Falschdrehens zu vermeiden, wird das Garn in die vom Zentrum der Überschneidung der Riemen versetzte Halbdreher-Position eingebracht; dann wird das Garn, wenn die Garnlaufgeschwindigkeit auf die normale Geschwindigkeit erhöht ist, durch Bewegen der Führung Gl in die Volldrall-Position eingeführt.
Wenn sich der Hebel 46 in der mit strichpunktierten Linien in Fig. 12 dargestellten Position 46a befindet, liegt eine Steuerfläche 48 eines Nockenhebels 47, der mit dem Hebel 46 über einen Stift 56 verbunden ist, an dem Bolzen 49 an. Der Hebel 41 befindet sich in der Position 41a, die durch strichpunktierte Linien in Fig. 10 eingezeichnet ist, da der Nockenhebel 47 um einen sich auf dem Hebel 41 befindenden Stift 50 verschwenkt ist. In dieser Position besteht ein Spiel zwischen dem Zapfen 44 und dem Bolzen 45. Wenn die Garnlaufgeschwindigkeit auf die normale Arbeitsgeschwindigkeit angestiegen ist, wird der Hebel 46 aus der Position 46a in die durch voll ausgezogene Linien dargestellte Position verlagert und die Steuerfläche 48 des Nockenhebels 47 verlässt den Bolzen 49, um den Hebel 41 im Uhrzeigersinn um den Schaft 40 mit 5 Hilfe der Vorspannkraft der Feder 43 herumzudrehen. Nun befinden sich der Hebel 41 in der durch voll ausgezogene Linien in Fig. 10 dargestellten Position. Der Stift 44 des Hebels 41 stösst am Bolzen 45 an, und der Hebel 41 ist entsprechend eingestellt, um die Führung Gl auf dem Einklemmbereich der io Riemen auszurichten.
Ein Abstand L zwischen der Steuerfläche 48 und dem Zapfen 50 sowie ein Abstand / zwischen einer Steuerfläche 51 und dem besagten Schaft ist definiert als L > / (Fig. 13).
Wenn die Steuerfläche 48 an dem Bolzen 49 anliegt, wird der 15 Stift 44 vom Bolzen 45 entfernt. Wenn hingegen die Steuerfläche 48 vom Bolzen 49 getrennt wird und die Steuerfläche 51 in die Nähe des Bolzens 49 gelangt, stösst der Stift 44 am Bolzen 45 an.
20 Dementsprechend kann die Position der Führung G1 im Normalbetrieb der Falschdrallerteilung frei gewählt und durch Einstellen der Länge des vorstehenden Teils des Bolzens 45 verändert werden. Somit lässt sich die Parallelogrammzone Z2, in der die Klemmlänge des Garns unabhän-25 gig von der Verlagerung des Garndurchlaufs konstant gehalten wird, im Überschneidungsbereich W der beiden Riemen Bl, B2 gleicher Breite ausbilden.
Die Einstellung der Führung G2 sollte, bezogen auf die Position der Führung Gl, vorgenommen werden. Die Paral-30 lelogrammzone Z2 kann gebildet werden, indem die Führung Gl auf geeignete Weise bewegt wird, selbst wenn die Führung G2 in der in Fig. 9 gezeigten Position festgelegt ist.
C
4 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
- 658 263 2PATENTANSPRÜCHE richtung des Garns wirkenden Kräfte, d.h. die Zufuhrkraft1. Mit Riemen arbeitende Falschdralleinheit, umfassend und die Spannung, sind naturgemäss Änderungen unterwor-zwei endlose Riemen, die kreuzweise so zueinander liegen, fen, wenn die vorgenannten Faktoren schwanken. Die Ge-dass deren obere Trümer zuerst zum Überschneidungsbereich schwindigkeit V der Bewegung der Riemen und der Kreu-hin aufeinander zulaufen, um dann, nach diesem Bereich, der 5 zungswinkel 0 der Riemen werden üblicherweise während des einen Garneinklemmbereich einschliesst, durch welchen ein Betriebs als feste Werte eingestellt, und der gewählte Klemm-Garn zum Zwecke einer Falschdrallerteilung hindurchführ- druck über die Riemen sowie der Reibkoeffizient zwischen bar ist, wieder auseinanderzulaufen, dadurch gekennzeichnet, den Riemen und dem Garn unterliegen innerhalb einer kur-dass der Garneinklemmbereich eine Parallelogrammzone (Z) zen Zeitspanne keinen grossen Schwankungen, obwohl ge-umfasst, welche begrenzt wird durch zwei Geraden, die durch io wisse Veränderungen über einen längeren Zeitraum auftreten. Kreuzungspunkte (P, Q) der Seitenränder (16a, 16b; 20a, 20b) Daraus folgt, dass die Anzahl der Drehungen pro Garnländer Riemen ( 16,20) hindurch und parallel zu einer Linie ver- geneinheit oder die Spannungen auf der drahterteilenden und laufen, welche durch Öffnungszentren von zu beiden Seiten der aufdrehenden Seite im wesentlichen konstant bleiben des Überschneidungsbereichs im Garnlaufweg angeordnete sollte.Garnführungen (Gl, G2) hindurchgeführt ist. 15 Das Garn ist jedoch Schwankungen bezüglich der Anzahl
- 2. Falschdralleinheit nach Anspruch 1, dadurch gekenn- der Drehungen oder der Spannungen unterworfen. Von sol-zeichnet, dass die Garndurchtrittsöffnung der Garnführun- chen Spannungen der Anzahl der Drehungen oder der Spangen (Gl, G2) eine geringere Breite (t) besitzt als die Breite (S) nungen wird vermutet, dass sie auf Verlagerungen oder der Parallelogrammzone (Z) im Überschneidungsbereich der Schwingungen des Garns in seitlicher Richtung während desRiemen (16,20). 20 Garnlaufs beruhen, ferner auf Veränderungen der Garnein-
- 3. Falschdralleinheit nach Anspruch 1, dadurch gekenn- klemmposition infolge einer Bewegung der Riemen in Axialzeichnet, dass der erste und zweite Endlosriemen (16,20) un- richtung zu den Wellen der Riemenumlenkrollen, d.h. dass sie terschiedliche Breiten (LI, L2) besitzen und derart zueinander auf Längenveränderungen des eingeklemmten Garns zurückabgewinkelt sind, dass sie sich unter einem bestimmten Win- zuführen seien. Im einzelnen ist die Länge 1 des in Fig. 8 einge-kel (0), bezogen auf eine parallel zum Garnlaufweg liegende 2s klemmten Garns Y bestimmt durch die Breite L des Riemens Gerade schneiden. B1, B2 und den Winkel 0, und kann angegeben werden mit /
- 4. Falschdralleinheit nach Anspruch 3, dadurch gekenn- = L/sin 0. Wenn das Garn Y seitlich nach links oder rechts zeichnet, dass der erste Endlosriemen (16) um Riemenrollen versetzt oder einer der Riemen B1 oder B2 in axialer Richtung (14,15) herumgeführt ist, die auf einer an einer ersten Basis einer Riemenrolle P1 oder P2 verlagert ist, wird die Länge des (22) befestigten Halterung (21) gelagert sind, dass der zweite 30 eingeklemmten Garns kleiner als seine maximale Länge. Da-Endlosriemen (20) um Riemenrollen (18,19) herumgeführt bei wird der Druck, unter dem das Garn zwischen den Rie-ist, die auf einer an einer zweiten Basis (25) befestigten Halte- men eingeklemmt ist, vermindert, und die Riemen und das rung (24) gelagert sind und dass die ersten und zweiten Basen Garn können leicht aufeinander rutschen, was eine Verringe-(22,25) jeweils um eine Welle (23) drehbar sind, derart, dass rung der Drehungskraft und Garnzufuhrkraft zur Folge hat. der Überschneidungswinkel (0) der Riemen durch eine Win- 35 Um den vorgenannten Problemen zu begegnen war es üb-kelverlagerung der Basen einstellbar ist. lieh, das Garn in halbgedrehtem Zustand in eine bezüglich des Kreuzungszentrums der Riemen versetzte Position einzu-bringen; das Garn konnte dann in die vollgedrehte Position oder die Position maximaler Einklemmlänge, wie in Fig. 8 ge-
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| JP2626571B2 (ja) * | 1994-07-15 | 1997-07-02 | 村田機械株式会社 | 紡績装置 |
Family Cites Families (6)
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| US3842582A (en) * | 1972-12-18 | 1974-10-22 | Leesona Corp | Apparatus and process for imparting twist to filamentary material |
| US4047373A (en) * | 1975-06-24 | 1977-09-13 | Oda Gosen Kogyo Kabushiki Kaisha | False-twisting method and apparatus for producing crimped filament yarns |
| US4144700A (en) * | 1976-12-14 | 1979-03-20 | Murata Kikai Kabushiki Kaisha | False twisting apparatus |
| JPS5922125Y2 (ja) * | 1976-12-14 | 1984-07-02 | 村田機械株式会社 | 仮撚装置におけるベルトのニツプ圧設定装置 |
| DE3223553C2 (de) * | 1981-07-28 | 1984-10-04 | Barmag Barmer Maschinenfabrik Ag, 5630 Remscheid | Verfahren zum Falschdralltexturieren von Chemiefasern |
-
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Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |