CH660717A5 - Vorrichtung zum verbreitern und verlangsamen eines stroms aufrechtstehender behaelter. - Google Patents

Vorrichtung zum verbreitern und verlangsamen eines stroms aufrechtstehender behaelter. Download PDF

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CH660717A5
CH660717A5 CH4124/83A CH412483A CH660717A5 CH 660717 A5 CH660717 A5 CH 660717A5 CH 4124/83 A CH4124/83 A CH 4124/83A CH 412483 A CH412483 A CH 412483A CH 660717 A5 CH660717 A5 CH 660717A5
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Hermann Kronseder
Egon Schneider
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Kronseder Maschf Krones
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbreitern und Verlangsamen eines Stroms aufrechtstehender Behälter gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Als Behälter werden insbesondere Flaschen verstanden.
Es ist bereits eine derartige Vorrichtung bekannt, bei der schräg über dem Zuförderer und dem Zwischenförderer eine Leitfläche angeordnet ist, gegen die alle mit dem Zuförderer zugeführten Flaschen anlaufen (KRONES Handbuch der Etikettiertechnik, Seite 50, Ausgabe 1975). Dabei werden die Flaschen unter zunehmender Verlangsamung ihrer Geschwindigkeit abgelenkt und im Endbereich der schrägen Leitfläche auf mehrere Reihen verdrängelt. Alle diese Bewegungen laufen unter relativ grossem Staudruck weitgehend unkontrolliert ab und verursachen infolge des andauernden Aneinanderschlagens der Flaschen eine hohe Lärmemission.
Weiter ist bereits eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bekannt, bei welcher der Endbereich der relativ steil angeordneten Leitfläche nach Art einer Sprungschanze auf den Abförderer vorspringt und der Zwischenförderer eine mit erhöhter Geschwindigkeit umlaufende Beschleunigungsstrecke aufweist (DE-OS 2 727 278). Die Beschleunigungsstrecke soll einen ausreichenden Staudruck erzeugen, so dass sich die Flaschen erst nach dem Verlassen der Leitfläche auf dem Abförderer verdrängeln und in mehrere Reihen formieren. Ungünstig hierbei ist die grosse Baulänge und der hohe Aufwand für den Antrieb und die Steuerung der verschiedenen Scharnierbandketten sowie der grosse Staudruck innerhalb der Beschleunigungsstrecke, der häufig zu einem seitlichen Herausdrängen einer Flasche und zu entsprechend hohen Spitzenwerten in der Lärmemission beim Aufschliessen der Flaschen führt.
Schliesslich ist auch eine Vorrichtung zum Zusammenführen von Flaschen von mehreren Reihen auf eine einzige Reihe bekannt, bei welcher ein langsamlaufender Zuförderer, ein mit stufenweise höherer Geschwindigkeit umlaufender Zwischenförderer und ein schneilaufender Abförderer leicht quer zu ihrer Laufrichtung geneigt sind (DE-OS 30 04259). Die Überführung der Flaschen vom Zu- auf den Abförderer erfolgt hier allein durch eine schräge Leitfläche, gegen die alle Flaschen anlaufen. Die Neigung der Förderer hat lediglich die Aufgabe, ein Ausscheiden umgefallener Flaschen durch Abrollen zu unterstützen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Vorrichtung zum Verbreitern und Verlangsamen eines Stroms aufrechtstehender Behälter der eingangs genannten Art unter Beibehaltung der platzsparenden, einfachen Bauweise eine spürbare Absenkung der Lärmemission herbeizuführen und insbesondere Lärmspitzen zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Bei einer erfindungsgemässen Vorrichtung bilden der Zuförderer, Zwischenförderer und Abförderer eine gemeinsame schräge Ebene mit stufenweise verringerter Fördergeschwindigkeit, auf der die einreihig zugeführten flaschen-förmi-gen Behälter durch Einwirkung des Hangabtriebs auf die langsameren Scharnierbandketten abdriften und sich dabei ohne Staudruck zu mehreren Reihen verdrängeln. Dieser Vorgang des staudrucklosen Verdrängeins spielt sich auf einer relativ kurzen Transportstrecke ab, so dass die Vorrichtung entsprechend kompakt und auch einfach aufgebaut sein kann, nachdem keine spezielle Beschleunigungsstrecke mit exakter Geschwindigkeitsabstimmung erforderlich ist. Der Neigungswinkel aller Förderer ist gemäss einer Weiterbildung der Erfindung gleich gross, so dass störende Stolperkanten für die Flaschen vermieden werden. Gemäss einer anderen Weiterbildung der Erfindung beträgt der Neigungswinkel der Förderer 8 bis 11 Grad. Dieser Winkel ist bei normalen Glasflaschen und Scharnierbandketten aus Stahl ausreichend gross um ein mehr oder weniger starkes Abdriften der Flaschen auf die langsameren Scharnierbandketten zu bewirken, ohne dabei die Kippgefahr nennenswert zu erhöhen. Der Neigungswinkel ist vorzugsweise derart gewählt, dass er an derjenigen Grenze liegt, bei der Flaschen mit einem relativ glatten Boden sofort abdriften, während Flaschen mit einem relativ rauhen Boden für den Übergang auf den Abförderer eine längere Strecke benötigen. Es findet somit während des Abdriftens der Flaschen vom Zuförderer auf den Abförderer bereits eine gewisse Streuung und damit Verteilung auf mehrere Reihen statt, die vollkommen ohne Staudruck arbeitet. Dabei kann es allerdings passieren, dass gewisse Flaschen mit extrem unfünstigen Reibungskoeffizienten nicht-rechtzeitig zum Abförderer abdriften. In diesem Falle ist eine Ausbildung gemäss dem Anspruch 4 zu empfehlen. Die Leitfläche stellt dann eine gewisse Sicherheitseinrichtung dar, die ein Abfallen bestimmter Einzelfla-schen von den Förderern verhindert. Diese Leitfläche kommt'also nur mit einem Teil der Flaschen in Berührung.
Ist der Neigungswinkel etwas steiler, so kann auch die im Anspruch 5 beschriebene Ausbildung gewählt werden. Hier5
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bei findet im Normalbetrieb, d.h. ohne Stauungen oder Verklemmungen von Flaschen auf dem Abförderer usw., kein Kontakt zwischen dem Geländer und den Flaschen statt.
Auch an der Unterseite des Flaschenstroms kann ein Sicherheitsgeländer vorgesehen sein, wie im Anspruch 6 angegeben ist.
Bei allen Ausführungsformen der Erfindung werden somit die Flaschen ganz oder teilweise durch den Hangabtrieb auf verschiedenen Bewegungsbahnen vom schnellaufenden Zuförderer auf den langsamlaufenden Abförderer überführt und dabei stufenweise abgebremst, bis sie auf dem Abförderer zur Bildung eines mehrreihigen Flaschenstroms mit geringen Geschwindigkeitsdifferenzen aufeinander aufschlies-sen.
Im nachstehenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 die schematische Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Auseinanderführen und Abbremsen von Flaschen,
Fig. 2 den Schnitt A B nach Fig. 1.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 weist einen Zuförderer 1, einen Zwischenförderer 2 und einen Abförderer 3 auf, die alle in herkömmlicher Weise aus mit Gleitmittel beaufschlagten Scharnierbandketten 4 mit einem Rahmen 5 aufgebaut sind. Der Zuförderer 1 besitzt eine einzige, mit der Geschwindigkeit vzu angetriebene Scharnierbandkette zum einreihigen Transport der Flaschen mit einem gewissen gegenseitigen Abstand, während der Abförderer 3 aus drei mit einer wesentlich geringeren Geschwindigkeit Vab angetriebenen Scharnierbandketten zum dreireihigen Transport der Flaschen ohne gegenseitigen Abstand besteht. Der Zwischenförderer 2 weist wiederum eine einzige Scharnierbandkette auf, die mit einer zwischen den Geschwindigkeiten vzu und vab liegenden Geschwindigkeit vzw angetrieben wird. Der Zuförderer 1 und der Abförderer 3 schliessen sich mit ihren End- bzw. Anfangbereichen jeweils seitlich an die beiden Längsseiten des Zwischenförderers 2 an und verlaufen parallel zu diesem.
Wie die Fig. 2 zeigt, ist die ebene Oberfläche oder Förderfläche des Zwischenförderers 2 gegenüber der Horizontalen um ca. 10 Grad geneigt und zwar quer zur Förderrichtung zum Abförderer 3 hin abfallend. Die gleiche Neigung gilt für den Endbereich des Zuförderers 1 und den Anfangsbereich des Abförderers 3, deren Förderflächen zusammen mit derjenigen des Zwischenförderers eine weitgehend geschlossene ebene Förderfläche ohne Stolperkanten bilden. Die auf dem Endbereich des Zuförderers 1 ankommenden Flaschen haben somit infolge des auf sie einwirkenden Hangabtriebs die Tendenz, über den Zwischenförderer 2 hinweg zur tieferliegenden Seite des Abförderers 3 hin zu rutschen, wobei sich unter Berücksichtigung der jeweiligen Geschwindigkeit der Scharnierbandketten 4 eine kurvenförmige Bewegungsbahn schräg über den Zwischenförderer 2 hinweg einstellt. Diese Bewegungsbahn der Flaschen wird je nach den Reibungsverhältnissen zwischen Scharnierbandketten 4 und Flaschenboden etwas variieren, so dass sich der in Fig. 1 schraffiert angegebene Bewegungsbereich einstellt.
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Zur Führung der Flaschen ist der Zuförderer 1 in herkömmlicher Weise mit seitlichen Geländern 6, 7 versehen. An der Oberseite des Flaschenstroms bzw. der Förderer ist zwischen dem Geländer 6 des Zuförderers 1 und dem Geländer 8 des Abförderers 3 eine kurvenförmige, schräg über den Zuförderer 1 und den Zwischenförderer 2 hinweg verlaufende Leitfläche 10 ausgebildet. Diese kommt normalerweise, d.h. bei einem störungsfreien Abtransport der Flaschen, mit dem Flaschenstrom nicht in Berührung bzw. liegt der schraffiert eingezeichneten Bewegungsbahn der Flaschen mit Abstand gegenüber. Die Leitfläche 10 wirkt somit als Sicherheitsgeländer, das nach Störungen, Stauungen usw. ein einwandfreies Anlaufen der Vorrichtung ermöglicht. Ausserdem verhindert die Leitfläche 10 ein Abfallen von «Ausreis-sern» vom Zu- bzw. Abförderer. Wird der Neigungswinkel der Förderer 1 bis 3 etwas verringert, so kann es vorkommen, dass die Leitfläche 10 auch im Normalbetrieb mit einem Teil der Flaschen in Kontakt kommt und deren Abdriften zum Abförderer 3 unterstützt. Es sind diejenigen Flaschen, die infolge ihres rauhen Bodens sich an der oberen Grenze der Bewegungsbahn der Flaschen bewegen und daher nur langsam abdriften.
An der Unterseite des Flaschenstroms bzw. der Förderer
I bis 3 ist zwischen dem Geländer 7 des Zuförderers 1 und dem Geländer 9 des Abförderers 3 wiederum eine Leitfläche
II eingefügt. Diese kommt im Normalfalle nicht mit dem Flaschenstrom in Berührung und wirkt nur im Falle eines Rückstaus auf dem Abförderer 3, wobei sie ein Abfallen von Flaschen verhindert. Die untere Leitfläche 11 kann jedoch auch derart gelegt werden, dass sie mit einem Teil der Flaschen, nämlich den schnell abdriftenden Flaschen mit glattem Boden, in Kontakt kommt und diese auf der gewünschten Bewegungsbahn abwärts führt.
Im Betrieb werden die Flaschen durch den Zuförderer 1 mit hoher Geschwindigkeit und evtl. einem gewissen gegenseitigen Abstand z. B. von einer nicht gezeigten Eikettierma-schine her zugeführt und dabei durch eine Verwindung des Rahmens 5 allmählich aus der senkrechten Stellung in die gewünschte leichte Schräglage übergeleitet. Am Ende des Geländers 7 können die Flaschen daher unter Einwirkung des Hangabtriebs und evtl. unter zusätzlicher Unterstützung durch die obere Leitfläche 10 vom Ende des Zuförderers 1 auf den Zwischenförderer 2 abgleiten. Dabei findet ein erster Geschwindigkeitsabbau sowie infolge der unterschiedlichen Reibungsverhältnisse zwischen den einzelnen Flaschen und den Scharnierbandketten 4 ein seitliches Versetzen der Flaschen statt. Dieses seitliche Verdrängeln setzt sich beim weiteren Abdriften auf den mehrbahnigen Abförderer 3 fort, wobei wiederum ein Geschwindigkeitsabbau stattfindet. Gleichzeitig verdrängeln sich die Flaschen auf dem Abförderer, so dass sie diesen über die gesamte Breite ausfüllen.
Der Zwischenförderer muss nicht unbedingt als separate Baueinheit ausgebildet sein. Er kann auch durch einen mit entsprechender Geschwindigkeit angetriebenen Teil des Abförderers gebildet werden.
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1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

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1. Vorrichtung zum Verbreitern und Verlangsamen eines Stroms aufrechtstehender Behälter, mit einem Zuförderer, einem sich seitlich daran anschliessenden Zwischenförderer mit verringerter Geschwindigkeit sowie mit einem sich seitlich daran anschliessenden Abförderer mit verringerter Geschwindigkeit, der breiter ist als der Zuförderer, wobei alle Förderer durch parallele Scharnierbandketten gebildet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Zuför-derers (1) zumindest in seinem Endbereich, des Zwischenförderers (2) und des Abförderers (3) zumindest in deren Anfangsbereich quer zur Laufrichtung vom Zuförderer (1) zum Abförderer (3) hin derart geneigt ist, dass die Behälter unter Mitwirkung des Hangabtriebs vom Zuförderer (1) auf den Abförderer (3) übergehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel aller Förderer (1,2, 3) gleich gross ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel 8 bis 11 Grad beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit einer sich schräg über den Zuförderer und den Zwischenförderer hin erstreckenden Leitfläche für die Behälter, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitfläche (10) derart an der höherliegenden Seite der Förderer (1 bis 3) angeordnet ist, dass sie nur auf diejenigen Behälter einwirkt, die nicht allein durch den Hangabtrieb auf den Abförderer (3) driften.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel derart gewählt ist, dass alle Behälter allein durch den Hangabtrieb vom Zuförderer (1) auf den Abförderer (3) übergehen, und dass an der höherliegenden Seite der Förderer (1 bis 3) eine vom Zuförderer zum Abförderer laufende Leitfläche (10) für die Behälter angeordnet ist, die im Normalbetrieb einen gewissen Abstand vom Behälterstrom aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an der tieferliegenden Seite der Förderer (1 bis 3) ein vom Zuförderer zum Abförderer laufendes Geländer (11) für die Behälter angeordnet ist, das im Normalbetrieb einen gewissen Abstand vom Behälterstrom aufweist.
CH4124/83A 1982-07-30 1983-07-27 Vorrichtung zum verbreitern und verlangsamen eines stroms aufrechtstehender behaelter. CH660717A5 (de)

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