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PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zum Herstellen von Stapeln aus biegsamen, flächigen Erzeugnissen, insbesondere Druckprodukten, bei dem die Er zeugnisse nacheinander auf den Stapel aufgeschoben werden, dadurch gekennzeichnet, dass auf das jeweils hinterste Erzeugnis (9') des Stapels (4) an einer Stelle, die in Aufschieberichtung (C) des nächstfolgenden Erzeugnisses (9") immer vor dessen vorlaufenden Kante (9a) liegt, ein Druck ausgeübt wird und die Einwirkungsstelle dieses Druckes während des Aufschiebens eines Erzeugnisses (9") mit diesem in dessen Aufschieberichtung (C) mitverschoben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugnisse (9) zu einem liegenden Stapel (4), der vorzugsweise gegenüber der Horizontalen geneigt ist, aufgeschoben werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zu stapelnden Erzeugnisse (9) in im wesentlichen horizontaler Richtung und vorzugsweise in Schuppenformation (S) zugeführt und für das Aufschieben vorzugsweise nach oben umgelenkt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelstelle (10), an der die Erzeugnisse (9") auf den Stapel (4) aufgeschoben werden, der jeweiligen Stapelgrösse entsprechend verschoben wird.
5. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Bildung von der Zwischenspeicherung der Erzeugnisse (9) dienenden Pufferstapeln (4) zur Speisung von Verarbeitungsmaschinen (1).
6. Vorrichtung zum Herstellen von Stapeln aus biegsamen, flä- chigen Erzeugnissen, insbesondere Druckprodukten, mit einer Zuführeinrichtung zum Zuführen und Aufschieben der Erzeugnisse eines nach dem andern auf den Stapel, gekennzeichnet durch eine Andrückeinrichtung (37, 38, 39), die auf das jeweils hinterste Erzeugnis (9') des Stapels (4) an einer Stelle, die in Aufschieberichtung (C) des nächstfolgenden Erzeugnisses (9") immer vor dessen vorlaufenden Kante (9a) liegt und die während des Aufschiebens eines Erzeugnisses (9') mit diesem in dessen Aufschieberichtung (C) mitverschoben wird, einen Druck ausübt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stapel (4) liegend angeordnet ist und vorzugsweise gegenüber der Horizontalen geneigt ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (8) die Erzeugnisse (9) in im wesentlichen horizontaler Richtung und vorzugsweise in einer Schuppenformation (S) zuführt und die Erzeugnisse (9) für das Aufschieben vorzugsweise nach oben umlenkt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückeinrichtung mehrere, vorzugsweise entlang einer kreisförmigen Bahn umlaufend angetriebene Andrückelemente (39), vorzugsweise frei drehbar gelagerte Rollen aufweist, die während eines Abschnittes ihrer vorzugsweise kreisförmigen Umlaufbahn am jeweils hintersten Erzeugnis (9') des Stapels (4) zur Anlage kommen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (8) einen die Erzeugnisse (9) an einer Stapelstelle (10) auf den Stapel (4) aufschiebenden För derer (12) mit wenigstens einem synchron mit der Andrückeinrich tung (37, 38, 39) umlaufend angetriebenen Förderorgan (13) aufweist, das mit an diesem in gegenseitigen Abständen angebrachten Mitnehmorganen (17) versehen ist, die an den nachlaufenden Kanten (9b) der Erzeugnisse (9) angreifen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderer (12) zumindest im Bereich der Stapelstelle (10) eine quer, vorzugsweise etwa rechtwinklig zur Ebene des jeweils hintersten Erzeugnisses (9') des Stapels (4) verlaufende Förderrichtung (B') aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerorgane (17) kippbar gelagert sind und beim Anstossen am Stapel (4) aus der Mitnahmestellung wegkippbar sind und dass eine Rückstelleinrichtung (27) zum Rückstellen der Mitnehmerorgane (17) in die Mitnahmestellung vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 8 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Förderer (12) festgelegte Förderbahn vor der Stapelstelle (10) einen gegen den Stapel (4) ansteigenden Abschnitt (27a) aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-13, dadurch gekennzeichnet, dass die Andrückeinrichtung (37, 38, 39) zusammen mit der Stapelstelle (10) der jeweiligen Stapelgrösse entsprechend verschiebbar ist.
15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderorgan (13) ortsfest angeordnet ist und zumindest dessen förderwirksamer Trum (13a) in einem den ansteigenden Förderbahnabschnitt (27a) festlegenden Führungsteil (27) verläuft, der synchron mit der Andrückeinrichtung (37, 38, 39) in Längsrichtung (4a) des Stapels (4) verschiebbar ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsteil (27) und die Andrückeinrichtung (37, 38, 39) auf einem Schlitten (28) angeordnet sind, der entlang einer vorzugsweise geneigten und gegen den Stapel (4) abfallenden Führung (31) geführt ist, wobei die Andrückeinrichtung (37, 38, 39) vorzugsweise unter Schwerkraftwirkung gegen den am gegenüberliegenden Ende abgestützten Stapel (4) gedrückt ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-16, gekennzeichnet durch eine Anschlageinrichtung (50) zur Begrenzung der Bewegung der Erzeugnisse (9) in deren Aufschieberichtung (C).
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6-17, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (53) zum Einblasen eines gasförmigen Mediums, vorzugsweise Luft, zwischen das jeweils hinterste Erzeugnis (9') des Stapels (4) und das auf diesen aufgeschobene nächstfolgende Erzeugnis (9").
19. Verwendung der Vorrichtung nach Anspruch 6 zur Bildung von der Zwischenspeicherung der Erzeugnisse (9) dienenden Pufferstapeln (4) zur Speisung von Verarbeitungsmaschinen (1).
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Herstellen von Stapeln aus biegsamen, flächigen Erzeugnissen, insbesondere Druckprodukten, gemäss Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. des Anspruches 6, das bzw. die sich zur Bildung von der Zwischenspeicherung der Erzeugnisse dienenden Pufferstapeln zur Speisung von Verarbeitungsmaschinen, insbesondere von Anlegern, eignet.
Ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung dieser Art ist z.B. aus der US-PS 3,700,232 bekannt, bei dem bzw. bei der die in Schuppenformation anfallenden Blätter durch nebeneinander angeordnete Förderbänder mit horizontaler Förderrichtung übernommen und gegen Anschlagfinger gefördert werden, die von der Förderbahn nach oben abstehen. Das erste Produkt der Schuppenformation läuft mit der Vorderkante auf die etwas gekrümmten Anschlagfinger auf und wird nach oben umgelenkt. Die nachfolgenden Produkte werden dann auf das jeweils hinterste Produkt des Stapels aufgeschoben.
Auf diese Weise wird ein liegender Stapel gebildet, der von den ortsfesten Anschlagfingern nach rückwärts wächst und in dem die Blätter eine aufrechte Stellung einnehmen.
Der gebildete Stapel liegt auf den dauernd umlaufenden Förderbändern auf. Durch die zwischen letzteren und den Unterkanten der gestapelten Blätter herrschende Berührung werden die Blätter mitgenommen, was zur Folge hat, dass der Stapel auf seiner Unterseite zusammengepresst wird. Das kann nun zum Auffächern der Blätter auf der Oberseite des Stapels führen. Um die Reibungskräfte zwischen den Förderbändern und den Blättern zu verringern, sind nun in der Stapelauflage über einen Teil deren Länge Vertiefungen vorgesehen, in denen die Förderbänder verlaufen. Diese Massnahme ist mit einem gewissen konstruktiven Aufwand verbunden und vermag die Gefahr des Auffächerns des Stapels nicht vollständig zu beseitigen. Durch dieses dauernde Vorbeischleifen der Förderbänder an der Unterkante der gestapelten Blätter können letztere zudem beschädigt werden.
Dazu ist zu bemerken, dass eine gewisse Reibungsmitnahme der gestapelten Blätter durch die Förderbänder an sich erwünscht ist, da sonst bei wachsendem Stapel die Blätter immer mehr in Schräglage geraten und nach rückwärts vom Stapel abrutschen würden.
Bei der aus der DE-OS 2 421 271 bekannten Lösung werden die zu stapelnden Druckbogen durch einen horizontalen Bandförderer in Schuppenformation einer feststehenden Stapelstelle zugeführt, an der zwei Umlenkfinger ein Umlenken der Druckbogen an ihrer vorlaufenden Kante nach oben bewirken. Zur Abstützung der umgelenkten Druckbogen dient eine entsprechend der Längenzunahme des Stapels verschiebbare Stützeinrichtung, die eine um 45 zur Horizontalen geneigte Stützfläche aufweist. Der erste Druckbogen wird auf diese Stützfläche aufgeschoben, während die nachfolgenden Druckbogen auf den jeweils hintersten Druckbogen des Stapels aufgestossen werden.
Wegen der ausgeprägten Schräglage der gestapelten Druckbogen besteht zwar die Gefahr eines Auffächerns des Stapels nicht, doch neigen die Druckbogen dazu, nach rückwärts wegzurutschen. Um dies zu vermeiden, müssen Anschläge vorgesehen werden, die jedoch Anlass zu Verletzungen der Druckbogen geben können. Zudem ist in gewissen Fällen eine Schrägstellung der Druckprodukte im Stapel um 45 nicht erwünscht.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, das bzw. die ohne die Gefahr einer Beschädigung der Erzeugnisse ein Bilden von kompakten Stapeln, insbesondere liegenden Stapeln, erlaubt, in denen die Erzeugnisse etwa rechtwinklig zur Stapellängsachse stehen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 bzw. des Anspruches 6 gelöst.
Da auf den Stapel immer ein Druck ausgeübt wird, auf das jeweils aufgeschobene Erzeugnis jedoch nicht, wird erreicht, dass der Stapel zusammengehalten wird, das Aufschieben der Erzeugnisse jedoch druckfrei erfolgen kann. Dadurch wird eine Beschädigung der Erzeugnisse beim Aufschieben und die Gefahr einer Reibungsmitnahme des hintersten Erzeugnisses des Stapels durch das aufgeschobene Erzeugnis vermieden.
Bevorzugte Weiterausbildungen des Erfindungsgegenstandes sind in den Ansprüchen 2-4 und 7-18 umschrieben.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
Fig. 1 in Seitenansicht einen Anleger mit einer eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Bilden eines Pufferstapels aufweisenden Beschickungsvorrichtung,
Fig. 2 in gegenüber Fig. 1 vergrössertem Massstab und in Seitenansicht den Hauptteil der Vorrichtung zum Bilden des Pufferstapels,
Fig. 3 u. 4 in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellung und in gegenüber dieser Fig. 2 vergrössertem Massstab den Bereich der Stapelstelle der Vorrichtung gemäss Fig. 2 in aufeinanderfolgenden Zeitpunkten des Aufschiebevorganges,
Fig. 5 in gegenüber der Fig. 2 vergrössertem Massstab eine Draufsicht auf die Stapelbildevorrichtung in Richtung des Pfeiles A in Fig. 2, und
Fig. 6 bzw. 7 in gegenüber den Fig.
2-5 vergrössertem Massstab einen Abschnitt einer Förderkette mit einem Mitnehmernocken in Seitenansicht bzw. in Draufsicht.
In der Fig. 1 ist rein schematisch ein Anleger 1 dargestellt, der von bekannter Bauart ist. Diesem Anleger 1 ist eine Beschickungsvorrichtung 2 zugeordnet, die eine Stapelbildevorrichtung 3 aufweist, die in dieser Fig. nur schematisch dargestellt ist und anhand der Fig. 2-7 noch ausführlicher beschrieben werden wird. Mittels der Stapelbildevorrichtung 3 wird auf noch zu erläuternde Weise ein liegender Stapel 4 gebildet, dessen Längsachse 4a gegenüber der Horizontalen etwas geneigt ist. Dieser Stapel 4 stützt sich an seinem vordern Ende an einem Anschlag 5 ab und liegt auf einer Auflage 6 auf. In Fig. list weiter die Sammelkette 7 eines Sammelhefters oder einer Zusammentragmaschine gezeigt, welche auf bekannte Weise mehrere hintereinander angeordnete Anleger miteinander verbindet.
Der Anleger 1 weist nicht dargestellte Einrichtungen zum Abziehen der Erzeugnisse vom Stapel 4 und Auflegen auf die Sammelkette 7 auf. Im folgenden wird nun anhand der Fig. 2-7 der Aufbau der Stapelbildevorrichtung 3 näher erläutert.
Diese Vorrichtung 3 weist eine Zuführeinrichtung 8 auf, die die Druckprodukte 9, die im vorliegenden Fall gefalzte Bogen sind und in Schuppenformation S anfallen, einer Stapelstelle 10 zuführt. In der zugeführten Schuppenformation S liegt jeweils jedes Druckprodukt 9 auf dem vorauslaufenden Druckprodukt auf. Dieses bedeutet, dass in der im wesentlichen in horizontaler Richtung zugeführ- ten Schuppenformation Sjeweils die vorlaufende Kante 9a der Druckprodukte 9 freiliegt. Die nachlaufenden Kanten 9b werden durch die Falzkante gebildet. Die Zuführeinrichtung 8 weist einen Bandförderer 11 auf. an den ein weiterer Förderer 12 anschliesst, der die Druckprodukte 9 auf noch zu beschreibende Weise auf den Stapel 4 aufschiebt.
Dieser Förderer 12 weist zwei parallel zueinander und in einem Abstand verlaufende, als Ketten ausgebildete Förderorgane 13 auf.
von denen in den Fig. nur das eine Förderorgan erkennbar ist. Jedes Förderorgan 13 läuft über ortsfeste Kettenräder 14, 15 und 16. von denen das eine Kettenrad, z.B. das Kettenrad 14. angetrieben ist.
Die Förderorgane 13 weisen eine Förderrichtung B. B' auf. die im wesentlichen parallel zur Längsachse 4a des Stapels 4 verläuft und demzufolge ebenfalls gegenüber der Horizontalen etwas geneigt ist.
An jedem Förderorgan 13 sind in regelmässigen Abständen Mitnehmernocken 17 angeordnet. Wie die Fig. 6 und 7 zeigen. ist jeder Mitnehmernocken 17 schwenkbar auf einem nach der Seite hin verlängerten Kettenbolzen 18 gelagert. Die Mitnehmernocken 17 sind zwischen dem Förderorgan 13 und einem plättenförmigen Halteelement 19 angeordnet, dessen Abstand vom Förderorgan 13 durch einen Distanzhalter 20 (Fig. 7) festgelegt ist. Letzterer ist auf einen ebenfalls seitlich vorstehenden Kettenbolzen 21 aufgeschoben. Das Halteelement 19 ist mittels einer Sicherungsklammer 22 in seiner Lage auf den Kettenbolzen 18 und 21 gesichert. Sowohl am Mitnehmernocken 17 wie auch am Halteelement 19 ist ein Stift 23 bzw. 24 befestigt.
Zwischen diesen beiden Stiften 23. 24 ist eine Zugfeder 25 angeordnet, die den Mitnehmernocken 17 in seiner Mitnahmestellung hält, in der er an einem nicht ersichtlichen Anschlag ansteht und nach oben vorsteht. Wird auf die Nocken 17 in Richtung des Pfeiles K (Fig. 6) eine genügend grosse Kraft ausgeübt, so kippt der Mitnahmenocken 17 nach Überwindung eines Kippunktes unter Wirkung der Zugfeder 25 in eine in Fig. 6 gestrichelt dargestellte Lage zurück. Zum Zurückstellen der Mitnehmernocken 17 ist ein Rückstellanschlag 26 (Fig. 2) vorhanden, mit dem die Mitnehmernocken 17 mit einem Vorsprung 17a zusammenwirken.
Im Bereich ihres förderwirksamen Trumes 13a sind die Förderorgane 13 in einer Führung 27 geführt, die wie aus Fig. 2 ersichtlich.
S-förmig ausgebildet ist und einen gegen die Stapelstelle 10 hin ansteigenden Abschnitt 27a aufweist. Diese Führung 27 bildet Teil eines Schlittens 28, der mittels Rollenlager 29, 30 längs zweier Füh- rungsschienen 31 verschiebbar geführt ist, von denen in den Figuren nur die eine Führungsschiene sichtbar ist. Der Schlitten 28 weist ferner zwei Seitenwände 32 und 33 auf, die in einem der Breite der Druckprodukte 9 entsprechenden Abstand angeordnet sind. Zur Anpassung an verschiedene Produktebreiten sind die beiden Seitenwände 32, 33 auf nicht dargestellte Weise in ihrem Abstand einstellbar. An ihrem einlaufseitigen Ende 32a sind die Seitenwände 32, 33 etwas nach aussen abgewinkelt.
An der einen Seitenwand 32 ist ein sich nach oben erstreckender Arm 34 befestigt, der einen Ausleger 35 trägt. der sich in Richtung gegen die gegenüberliegende Seitenwand 33 erstreckt (Fig. 5). In diesem Ausleger 35 ist eine Welle 36 gelagert, an deren einem Ende eine Trägerscheibe 37 befestigt ist. An dieser Trägerscheibe 37 sind acht sich in radialer Richtung erstreckende Arme 38 befestigt, die in gleichen Winkelabständen angeordnet sind und über die Träger scheibe 37 vorstehen. Diese Arme 38 tragen an ihren vorstehenden Enden frei drehbar gelagert Andrückrollen 39. Am der Trägerscheibe 37 gegenüberliegenden Ende der Welle 36 ist auf dieser ein Kettenrad 40 befestigt, über das eine Antriebskette 41 läuft, die mit einem Kettenrad 42 in Eingriff steht. Letzteres sitzt auf einer Welle 43, welche ein zweites Kettenrad 44 trägt.
Dieses steht in Eingriff mit einer Antriebskette 45, die über Kettenräder 46 und 47 geführt ist und mit weitern Kettenrädern 48 und 49 in Eingriff steht. Die beiden Kettenräder 46 und 47 sind auf derselben Welle angeordnet wie die Kettenräder 14 und 16, über die die Förderorgane 13 laufen. Die Antriebskette 45 ist vom Kettenrad 46 her umlaufend angetrieben.
Über die Kettenräder 44, 42, die Kette 41 und das Kettenrad 40 treibt die Antriebskette 45 die Trägerscheibe 37 in Richtung des Pfeiles D an. Die Andrückrollen 39 werden somit entlang einer kreisbogenförmigen Umlaufbahn ebenfalls in Richtung des Pfeiles D bewegt.
Am Ausleger 35 ist weiter ein Anschlagblech 50 befestigt, das in einem Abstand von der Stapelauflage 6 verläuft, der etwa der Höhe des Stapels entspricht.
In den Figuren ist weiter rein schematisch eine sich in den Anleger 1 hinein erstreckende Antriebskette 51 dargestellt, die über ein Kettenrad 52 geführt ist, das auf derselben Welle sitzt wie das Kettenrad 15 für das Förderorgan 13. Über diese Antriebskette 51 werden vom Förderer 12 her Bauteile des Anlegers 1 angetrieben.
Ferner ist in den Fig. 2-4 noch eine Luftausblasdüse 53 gezeigt, die unterhalb der Stapelauflage 6 im Bereich der Stapelstelle 10 angeordnet ist. Die aus dieser Düse 53 austretende Luft gelangt in den Zwischenraum zwischen dem letzten Produkt 9' des Stapels und dem nächsten aufgeschobenen Produkt 9". Die Luftauslassdüse 53 ist am Schlitten 28 befestigt und mit diesem verschiebbar. Statt einer einzigen Düse 53 können auch mehrere über die Breite des Stapels 4 verteilte Düsen vorgesehen werden.
Im folgenden wird nun insbesondere unter Bezugnahme auf die Fig. 2-4 die Wirkungsweise der Stapelbildevorrichtung näher erläutert.
Aus Gründen, auf die noch zurückzukommen sein wird, kommt immer wieder eine Andrückrolle 39 am letzten Produkt 9' des Stapels 4 zur Anlage. Die Stelle, an der diese Andrückrolle 39 an diesem letzten Druckprodukt 9' anliegt, wandert infolge der Drehung der Trägerscheibe 37 nach aufwärts. Wegen der Schräglage des in Richtung des Pfeiles E verschiebbaren Schlittens 28 ist letzterer bestrebt, sich entlang seiner Führung 31 nach abwärts, d.h. in den Fig. nach links, zu bewegen. Die jeweils in der Mitte des Stapels 4 an diesem anliegende Andrückrolle 38 übt nun auf den Stapel 4 eine Andrückkraft aus, die bewirkt, dass zumindest die hintersten Druckprodukte 9 des Stapels 4 eine leichte V-Form erhalten, wie das aus Fig. 5 ersichtlich ist. Diese V-Form hat u.a. eine Versteifung der Druckprodukte 9 zur Folge.
Wegen dieser Versteifung besteht bei diesen Druckprodukten 9 weniger die Gefahr, dass sie bei einem allfälligen Anstossen am Anschlagblech 50 nach hinten umgebogen werden.
Die durch den Bandförderer 11 etwa in horizontaler Richtung zugeführten Druckprodukte 9 werden vom Förderer 12 übernommen, der die Druckprodukte 9 zur Stapelstelle 10 fördert. An dieser Stapelstelle 10 werden die Druckprodukte 9 auf das jeweils hinterste Produkt 9' des Stapels 4 in Richtung des Pfeiles C aufgeschoben. Im Zuge dieses Aufschiebens müssen die Produkte gegenüber ihrer Zuführrichtung, d.h. der Förderrichtung des Bandförderers 11, um etwa 90 umgelenkt werden. Dieses Umlenken erfolgt nun nicht auf einmal, sondern in zwei Schritten. Eine erste Umlenkung findet beim Übergang in den ansteigenden Abschnitt 27a der Führung 27 statt.
Eine zweite Umlenkung erfolgt beim Auflaufen auf das hinterste Druckprodukt 9' des Stapels 4. Auf diese Weise wird vermieden, dass an der Stapelstelle 10 die gesamte 90"-Umlenkung erfolgen muss.
Der Transport der vom Förderer 12 übernommenen Druckprodukte 9 erfolgt durch die Mitnehmernocken 17, die im Verlauf des Förderweges zum Angreifen an den nachlaufenden Kanten 9b der Druckprodukte 9 kommen. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass der Bandförderer 11 die Druckprodukte 9 in bezüglich der Mitnehmernocken 17 phasenrichtigen Lage zuführt. Diejenigen Druckprodukte 9, die bei der Übernahme durch den Förderer 12 nicht von einem Mitnehmernocken 17 erfasst werden können, rutschen bis zum Anschlag an einem Mitnehmernocken zurück, sobald sie in eine aufrechte Lage umgebogen werden. Es ist somit sichergestellt, dass das Aufschieben der Druckprodukte 9 auf den Stapel 4 in festgelegten, durch die Mitnehmernocken 17 bestimmten Abständen erfolgt.
Dieses Aufschieben der Druckprodukte 9 in gegebenen Abständen, die auf letztere abgestimmten Abstände zwischen den Andrückrollen 39 sowie das synchrone Antreiben der Förderorgane 13 und der Trägerscheibe 37 mit den Andrückrollen 39 bietet nun die Gewähr dafür, dass während des Aufschiebens eines Druckproduktes 9" sich die auf das hinterste Druckprodukt 9' des Stapels 4 drükkende Rolle 39' knapp vor der vorlaufenden Kante 9a des aufgeschobenen Druckproduktes 9" befindet und sich mit letzterem in dessen Aufschieberichtung C nach oben bewegt, wie das aus den
Fig. 2, 3 und 4 hervorgeht, in denen der Aufschiebevorgang in drei aufeinanderfolgenden Zeitpunkten dargestellt ist.
Während des Auf schiebens wird somit auf das hinterste Druckprodukt 9' durch eine Andrückrolle 39 dauernd ein Druck ausgeübt, während das nächste
Druckprodukt 9", ohne unter Druckeinwirkung zu stehen, aufge schoben werden kann.
Hat nun das aufgeschobene Druckprodukt 9" seine Endlage erreicht (Fig. 4), so kommt die nächste Andrückrolle 39" auf diesem soeben aufgeschobenen Druckprodukt 9" zur Anlage. Diese Andrückrolle 39" wandert nun, wie bereits erläutert, mit dem nächsten aufgeschobenen Druckprodukt 9"' nach oben.
Der Stapel 4, der wie bereits früher erwähnt, an seinem vordern
Ende an einem ortsfesten Anschlag 5 (Fig. 1) ansteht, steht somit dauernd unter einem Pressdruck. Ein Auffächern der gestapelten
Druckprodukte 9 wird somit vermieden. Da die Druckprodukte 9 während des Aufschiebens nicht gegen den Stapel gedrückt werden, werden auch dünne Produkte während des Aufschiebens nicht verletzt. Im weitern wird verhindert, dass das aufgeschobene Druckprodukt 9" das hinterste Druckprodukt 9' infolge Reibung zwischen den beiden Druckprodukten nach oben mitnimmt. Sollte dies in gewissen Fällen doch noch der Fall sein, so verhindert der Anschlag 50 eine weitere Reibungsmitnahme dieses hintersten Druckproduktes 9'.
Durch Einblasen von Luft mittels der Luftauslassdüse 53 in den Zwischenraum zwischen dem hintersten Druckprodukt 9' und dem aufgeschobenen Druckprodukt 9" kann weitgehend verhindert werden, dass die beiden Produkte während des Aufschiebevorganges miteinander in eine derart enge Berührung kommen, dass eine Reibungsmitnahme erfolgt. Je nach der Art der zu stapelnden Druckprodukte 9 und deren Oberflächenbeschaffenheit kann das Anschlagblech 50 und/oder die Luftauslassdüse 53 wegfallen.
Es ist offensichtlich, dass sich mit wachsendem Stapel 4, d.h. bei jedem neu aufgeschobenen Druckprodukt 9, die Stapelstelle 10 nach rückwärts bewegt. Das bedeutet auch, dass sich der Schlitten 28 in
Richtung des Pfeiles E nach hinten bewegen muss. Diese Bewegung erfolgt nun selbsttätig, indem bei jedem Auflaufen einer Andrück rolle 39 auf das zuletzt aufgeschobene Druckprodukt 9" der Schlitten 28 zurückgedrängt wird. Mit dem Schlitten 28 bewegt sich auch die Führung 27 für die Förderorgane 13 nach rückwärts, so dass der ansteigende Abschnitt 27a der Führung 27 bezüglich des Endes des
Stapels 4 immer dieselbe Lage einnimmt.
Wie aus den Fig. 2 und 4 hervorgeht, wirken die Mitnehmernok ken 17 so lange auf den nachlaufenden Rand 9b der Druckprodukte
9 ein, bis diese vollständig auf den Stapel 4 aufgeschoben sind. Da die Mitnehmernocken 17 jedoch noch in einer Richtung B', die im wesentlichen rechtwinklig zur Ebene des hintersten Druckproduk tes 9" des Stapels 4 steht, weiterbewegt werden, wird vom Stapel 4 auf diese Mitnehmernocken 17 eine in Richtung des Pfeiles K (Fig. 6) wirkende Kraft ausgeübt, die, wie bereits erwähnt, nach Überwindung einer Totpunktlage ein Zurückkippen der Mitnehmer nocken 17 bewirkt. In dieser zurückgekippten Stellung können die Mitnehmernocken 17 während ihrer Weiterbewegung unterhalb des Stapels 4 nicht auf die Unterkante der gestapelten Druckprodukte 9 einwirken.
Somit wird ein Andrücken der Unterkante 9b der gestapelten Druckprodukte 9 an den Stapel 4 bewirkt, eine Verletzung dieser Unterkanten durch die Mitnehmernocken 17 jedoch vermieden. Während ihres Rücklaufes werden die Mitnehmernocken 17 durch den Rückstellanschlag 26 (Fig. 2) wieder in ihre Mitnahmestellung hochgekippt.
Während der beschriebenen Bildung eines Stapels 4, der, wie bereits früher erwähnt, als Pufferstapel zur Speisung des Anlegers 1 dient, erfolgt am vordern Ende des Stapels 4 ein Abziehen von Druckprodukten 9. Das bedeutet, dass je nach dem Verhältnis zwischen der Abzugsgeschwindigkeit und der Stapelgeschwindigtkeit der Stapel grösser oder kleiner wird. Durch diesen Pufferstapel ist es möglich, den Anleger 1 während einer gewissen Zeit auch dann im Betrieb zu halten, wenn die Zufuhr von Druckprodukte 9 über den Bandförderer 11 unterbrochen wird.
Das Aufstossen der Druckprodukte 9 mittels der Mitnehmernocken 17 und das Andrücken durch die Andruckrollen 39, die synchron zur Bewegungsgeschwindigkeit der Mitnehmernocken 17 umlaufend angetrieben sind, ermöglicht nicht nur dann ein störungsfreies Stapeln, wenn die Druckprodukte 9 innerhalb der Schuppenformation S ungleiche Abstände haben, sondern auch dann, wenn in diesem Schuppenstrom Lücken vorhanden sind. Aus demselben Grund ist es auch möglich, nicht in Schuppenformation anfallende, flächige Erzeugnisse, die nicht zwingend Druckprodukte sein müssen, störungsfrei zu stapeln.
Die Stapelbildevorrichtung 3 kann in verschiedenen Teilen auch anders als wie gezeigt ausgebildet werden. Von den möglichen Vari- anten werden im folgenden nur einige wenige erwähnt.
Die Kraft, mit der die Andrückrollen 39 gegen den Stapel 4 drücken. kann dadurch vergrössert werden. dass am Schlitten 28 ein Zusatzgewicht befestigt wird, das beispielsweise mit der Schlittenbewegung gehoben oder gesenkt wird. Selbstverständlich sind noch andere geeignete Mittel zur Erzeugung der gewünschten Andrückkraft möglich.
Die beschriebene selbsttätige Verschiebung des Schlittens 28 hat den Vorteil, dass für die Schlittenverschiebung keine zusätzlichen Einrichtungen erforderlich sind. Es ist jedoch auch denkbar. Steuervorrichtungen vorzusehen. durch die die Schlittenbewegung gesteuert wird. Bei einer möglichen Ausführungsform dieser Art wird die Trägerscheibe 37 nicht fest mit dem Schlitten 28 verbunden, sondern an einem schwenkbar gelagerten Hebel befestigt. Bei sich ändernder Grösse des Stapels 4 ändert sich auch die Stellung der Trägerscheibe 37 und somit auch die Schwenklage des Hebels. Diese Schwenklage kann nun dazu benützt werden. die Schlittenverschiebung zu steuern.
Mit der beschriebenen Stapelbildevorrichtung 3 lassen sich selbstverständlich nicht nur Pufferstapel bilden, die zur Speisung von Anlegern und andern Verarbeitungsmaschinen dienen. Mit derselben Stapelbildevorrichtung und auf die beschriebene Weise lassen sich auch Stapel herstellen. die nicht gleichzeitig mit dem Aufschieben von Druckprodukten am andern Ende wieder abgebaut werden, sondern die entweder als Stapel weiterverarbeitet werden oder nach einer allfälligen Zwischenlagerung an einer andern Stelle für die Weiterverarbeitung der einzelnen Produkte wieder abgebaut werden
Es versteht sich, dass die Stapelstelle 10 auch ortsfest angeordnet werden kann, was dann bedingt. dass die sich am andern Ende des Stapels befindliche Abstützung in ihrer Lage veränderbar sein muss.
Bei einer solchen Lösung ist es dann nicht erforderlich, einen verschiebbaren Schlitten 28 vorzusehen.