CH663532A5 - Ligaturinstrument. - Google Patents

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CH663532A5
CH663532A5 CH3785/83A CH378583A CH663532A5 CH 663532 A5 CH663532 A5 CH 663532A5 CH 3785/83 A CH3785/83 A CH 3785/83A CH 378583 A CH378583 A CH 378583A CH 663532 A5 CH663532 A5 CH 663532A5
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CH
Switzerland
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slide
handle part
clamp
jaw
handle
Prior art date
Application number
CH3785/83A
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English (en)
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Robert G Rothfuss
David K Kuhl
Federico Bilotti
Hugh Melling
Earl J Mills
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Senco Products
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/12Surgical instruments, devices or methods for ligaturing or otherwise compressing tubular parts of the body, e.g. blood vessels or umbilical cord
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
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    • A61B17/128Surgical instruments, devices or methods for ligaturing or otherwise compressing tubular parts of the body, e.g. blood vessels or umbilical cord for applying or removing clamps or clips

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Instrument gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1.
In letzter Zeit werden von immer mehr Chirurgen Klemmen anstelle herkömmlicher Fadenabbindungen eingesetzt, um Blutgefässe u.dgl. zu verschliessen. Bei einem typischen chirurgischen Eingriff müssen viele Venen, Arterien und Blutgefässe vor ihrem Abtrennen abgebunden werden, um die Operationsstelle zu erreichen. Dies ist eine oft schwierige und zeitaufwendige Prozedur, da viele Gefässe in Bereichen liegen, wo nur wenig Raum zur Ausführung dieser Arbeit zur Verfügung steht. Es ist wichtig, dass die Abbindung zuverlässig hält, um Blutungen so gering wie möglich zu halten, und deshalb, weil blutführende Gefässe, wenn sie einmal abgetrennt sind, dazu neigen, sich in das umgebende Gewebe zurückzuziehen und schwierig wieder aufzufinden sind.
Zum Stand der Technik gehören unterschiedliche Typen chirurgischer Ligaturinstrumente, die zum Abklemmen von Blutgefässen konzipiert wurden. Der in dieser Beschreibung verwendete Ausdruck «Blutgefäss» oder «Blutgefässe» sollte in seiner weitgefassten Bedeutung verstanden werden und insofern Venen, Arterien u.dgl., wo Ligaturklemmen üblicherweise angewendet werden, umfassen. Ligaturinstrumente nach dem Stand der Technik lassen sich in mehrere allgemeine Gruppen oder Kategorien aufteilen.
In erster Linie wurden wiederverwendbare Ligaturinstrumente entwickelt, welche einem Hämostat ähneln. Solche Ligaturinstrumente sind mit Backen versehen, die entsprechend geformt sind, um eine einzige V-förmige oder U-förmige Klemme von einer völlig getrennten Spenderkartusche aufzunehmen, zu entfernen und festzuhalten. Die US-Patente 3 631 707 und 4 187 712 offenbaren beispielhaft hä-mostatische Klemmenapplikatoren, welche unter diese allgemeine Kategorie fallen. Derartige Instrumente zeichnen sich durch bestimmte Nachteile aus. Beispielsweise erfordern sie eine ständige Wartung und müssen nach jeder Behandlung gereinigt und vor einer jeden Behandlung sterilisiert werden. Derartige Instrumente sind üblicherweise teuer und empfindlich. Wenn solche Instrumente zum Einsatz kommen, werden üblicherweise zwei oder mehrere von ihnen gebraucht, so dass die OP-Schwester ein Instrument laden kann, während der Operateur das andere benutzt. Der Operateur muss bei jedem Instrumentwechsel sich wieder erneut auf das Gefäss an der Ligaturstelle konzentrieren. Ferner kann eine Klemme leicht aus den Instrumentenbacken herausfallen, wenn die OP-Schwester oder der Operateur den Griffteil etwas zusammendrückt und ihn vor dem Anklemmen wieder lockert. Bei vielen derartigen Instrumenten ist es häufig möglich, die Klemmen zu fest zusammenzudrücken.
Eine zweite Kategorie von Ligaturinstrumenten besteht aus dauerhaften, wiederverwendbaren Instrumenten ähnlich einer Pistole. Solche Instrumente nehmen vorsterilisierte Kartuschen auf, welche eine Vielzahl von Klemmen enthalten. Die Klemmen werden nacheinander zugeführt, sobald die vorderste Klemme zum Abbinden eines Gefässes verformt ist. Dieser Typ von Instrumenten vermeidet einige Nachteile der vorstehend beschriebenen Einzelklemmen-Vorrichtung, schafft jedoch einige neue Probleme. Beispielsweise sind derartige Ligaturinstrumente äusserst teuer sowie kompliziert, schwer und sperrig in ihrem Aufbau. Das Instrument muss nach jedem Gebrauch zerlegt und gereinigt und vor jedem Einsatz sterilisiert werden und benötigt aus diesem Grund eine ständige Wartung. Auch ist es mit diesem Instrument möglich, die Klemmen zu stramm zu verformen. In den US-Patenten 2 968 041 und 4 246 903 sind unter diese zweite Kategorie fallende Ligaturinstrumente exemplarisch offenbart.
Die dritte allgemeine Kategorie bezieht sich auf Ligaturinstrumente, welche als für den einmaligen Gebrauch und danach wegwerfbare, eine Vielzahl von Klemmen zuführende Instrumente konzipiert sind. Beispielsweise wurden solche nach Gebrauch wegwerfbaren Instrumente nach den US-Patenten 4 299 224 und der veröffentlichten europäischen Patentanmeldung 0 000 875 hergestellt. Derartigen Vorrichtungen sind auch bestimmte Probleme inhärent. Die Be-stückbarkeit mit Klemmen ist begrenzt und der Klemmeiizu-führungsmechanismus ist kompliziert und etwas umständlich in der Handhabung. In einigen Fällen müssen die Griffteile des Ligaturinstruments auseinandergespreizt werden, um eine Klemme in die Instrumentenbacken einzubringen,
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und danach müssen die Griffe zusammengedrückt werden, um die vorderste Klemme einzuklemmen. In anderen Fällen erfordert der Klemmen-Zuführungsmechanismus eine manuelle externe Manipulation zwischen jedem Klemmen-Klemmschritt. Infolgedessen müssen solche Instrumente häufig von gewissen eng begrenzten Operationsstellen entfernt werden, um die notwendigen Klemmen-Vorschub-Handgriffe zu bewerkstelligen, und in manchen Fällen ist es möglich, dass die Klemmen zu locker zusammengebogen werden.
Das Instrument nach der Erfindung überwindet sämtliche vorgenannten Nachteile. Das Instrument kann vorsterilisiert werden und kann nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden. Es ist mit einem äusserst einfachen und zuverlässigen, im wesentlichen verklemmungsfreien automatischen Klemmen-Zufuhrsystem versehen, welches seitens des Chirurgen keinen besonderen Kraftaufwand oder zusätzliche Manipulation erforderlich macht. Das Instrument klemmt eine Klemme und liefert die für den Gebrauch nächste Klemme mit einer einzigen Handbewegung.
Das Ligaturinstrument nach der Erfindung hat ein geringes Gewicht, gestattet ein Maximum an Einsehbarkeit während des Gebrauchs der Klemme und besitzt einen integralen Anschlagzapfen, der verhindert, dass das Gewebe und die Klemme hinter die Klemmbackenspitzen des Instruments gleiten können, wodurch das Erfassen eines Gewebes in einem maximalen Umfang möglich ist. Eine adäquat gleich-mässige und wiederholbare Kraft wird auf jede Klemme während der Anlegeprozedur ausgeübt, so dass die zusammengedrückte Klemme eine maximale Sicherheit ohne eine durch überstarken Druck bewirkte Schädigung des Gelasses gewährleistet. Das gebrauchsfertige Ligaturinstrument besitzt eine grosse Klemmenkapazität und kann in verschiedenen Grössen hergestellt werden. Es besitzt eine gleichbleibende Handlichkeit sowohl bei links- als auch bei rechtshändiger Betätigung durch den Operateur. Eine Klemme kann teilweise verformt werden, ohne dass dadurch die Zufuhrfolge der nächsten Klemme unterbrochen würde. Schliesslich kann eine automatische Verriegelung vorgesehen werden, um das Instrument ausser Betrieb zu setzen, wenn es leer ist.
Die Zuverlässigkeit des Klemmen-Zuführungssystems ist von äusserster Wichtigkeit. Bei Instrumenten des Typs, die eine austauschbare Klemmenkartusche verwenden, muss diese Kartusche, wenn ein Klemmenstau auftritt, mit den in ihr verbleibenden Klemmen entfernt und durch eine neue Kartusche ersetzt werden. Bei den für einen einmaligen Gebrauch konzipierten Instrumenten, bei denen das Klemmen-magazin einen festen, nicht herausnehmbaren Teil des Instruments darstellt, muss das gesamte Instrument ausrangiert und ersetzt werden, wenn ein Stau auftritt.
Zum Stand der Technik gehören eine Reihe Typen von Ligaturklemmen-Zuführungssystemen. Die US-Patente 4 166 466 und 4 316 468 offenbaren Ligaturinstrumente, welche Klemmenmagazine oder -kartuschen verwenden, die Stapel von Klemmen enthalten. Die unterste Klemme des Stapels wird von dem Stapel mittels eines Schieberelements während des Klemmenanbringvorgangs abgestreift. Magazine dieser Art sind hinsichtlich ihrer Klemmenaufnahmeka-pazität begrenzt und, da sie seitlich vom Instrument abstehen, schränken sie die Einsehbarkeit ein und machen das Instrument sperriger.
Das US-Patent 4 316 468 zeigt ein Magazin, bei welchem die Klemmen in einer gemeinsamen Ebene liegen und hintereinander angeordnet sind. Die Klemmen werden mechanisch im Magazin vorgeschoben, und zwar durch das Zusammenwirken einer Reihe von Blattfedern, die nach innen vom Gehäuse des Magazins abstehen, und eine Reihe von Blattfedern, die mit einer Klemmen-Zufuhrklinge verbunden sind.
Die Klemmen-Zufuhrklinge wird durch ein Totganggelenk betätigt. Die vorgenannte veröffentlichte europäische Patentanmeldung 875 zeigt ein Magazin, bei dem ebenfalls die Klemmen hintereinanderliegend in einer gemeinsamen Ebene aufgereiht sind. In diesem Fall werden die Klemmen mechanisch durch ein Zusammenwirken zwischen einer Zuführungsklinge und einer Zahnklinge vorgeschoben. Das US-Patent 4 296 751 offenbart ein Klemmenvorschubsystem, bei dem die Klemmen in einem Magazin hintereinander, in einer gemeinsamen Ebene liegend, ständig mittels eines federvorbelasteten Nachführelements vorgeschoben werden. Wenn die vorderste Klemme der Reihe zwischen den formenden Backen des Instruments liegt, werden die verbleibenden Klemmen der Reihe gegen die Vorbelastung des Nachführelements zurückgehalten, um einen Abstand für die Instrumentbacken zu lassen, damit diese sich schliessen und die vorderste Klemme zusammendrücken können. All diese beispielhaft angeführten Systeme sind relativ komplex, viele von ihnen erfordern das Zusammenwirken einer Vielzahl von Elementen.
Wie vorstehend erwähnt, besitzt das Ligaturinstrument nach der Erfindung ein äusserst einfaches Klemmen-Zuführungssystem, welches im wesentlichen stausicher und äusserst zuverlässig ist. Die Klemmen, welche hintereinander in einer gemeinsamen Ebene liegen, befinden sich in einer Klemmenhülse und werden ständig mittels eines federvorbelasteten Zuführungsschuhs nach vorne gedrängt. Die vorderste Klemme der Reihe wird in eine parallelliegende Schieberbahn durch eine einfache Zuführungsrampe übertragen, welche keine bewegenden Teile benötigt. Der gleitfähig in der Schieberbahn geführte Schieber plaziert die Klemmen, eine nach der anderen, in ihre genaue Position zwischen den Instrumentenbacken für das Zusammenklemmen. Der Eintritt einer jeden Klemme aus der Klemmenhülse in die Schieberbahn ist genau zeitlich abgestimmt, da dieser Vorgang durch den Schieber selbst gesteuert wird, wie nachstehend beschrieben.
Nach der Erfindung ist ein für den einmaligen Gebrauch vorgesehenes Ligaturinstrument zum Anbringen von Klemmen an Venen, Arterien, Blutgefässen und anderem geeigneten Gewebe vorgesehen. Das Ligaturinstrument umfasst einen ersten Griffteil, der an seinem vorderen Ende eine erste Klemmbacke trägt. Eine zweite Klemmbacke ist schwenkbar am ersten Griffteil montiert, derart, dass er mit der ersten Klemmbacke zusammenwirkt. Ein zweiter Griffteil ist mit seinem vorderen Ende an den ersten Griffteil angelenkt und mit einem Ansatz zur Betätigung der zweiten Klemmbacke versehen.
Die Griffteile sind zwischen geöffneten und geschlossenen Stellungen verlagerbar und verschwenken die ersten und zweiten Klemmbacken zwischen offenen und geschlossenen Klemmen-Klemmstellungen.
Im ersten Griffteil ist eine Klemmenhülse montiert, in der mehrere Klemmen in einer gemeinsamen Ebene hintereinanderliegend enthalten sind. In der Klemmenhülse ist ein Zuführungsschuh geführt, der die Klemmenreihe ständig mit Hilfe einer Spiralfeder konstanter Kraft nach vorwärts belastet. Neben und entlang der Klemmenhülse ist ein Schieber im ersten Griffteil in einer Schieberbahn geführt, welcher sich zu den vorderen Enden der Backen hin fortsetzt. Der Schieber ist mittels des ersten und zweiten Griffteils zwischen einer zurückgezogenen Stellung, wenn die Griffteile geschlossen werden und einer vorgeschobenen Stellung, wenn die Griffteile geöffnet werden, verschiebbar, um in der vorgeschobenen Stellung eine Klemme in der Schieberbahn zwischen den vorderen Backenenden zu plazieren. Der erste Griffteil weist eine Führungsrampe auf, die zur Schieberbahn am vorderen Ende der Klemmenhülse führt. Die Füh5
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rungsrampe ist vom Schieber abgedeckt, wenn sich dieser in seiner vorgeschobenen Stellung befindet. Die Rampe wird vom Schieber freigegeben, wenn sich dieser in seiner zurückgezogenen Stellung befindet, wodurch die vorderste Klemme der Reihe aus der Klemmenhülse über die Rampe in die Schieberbahn vor dem Schieber übertragen werden kann, und zwar aufgrund der Vorwärtsbelastung der Klemmen mittels des Zuführungsschuhs.
Wenn die ersten und zweiten Griffteile aus ihren geschlossenen in ihre geöffneten Stellungen verlagert werden, findet auch eine Verlagerung der ersten und zweiten Klemmbacken von ihren geschlossenen in ihre geöffneten Stellungen statt, und der Schieber plaziert eine Klemme in die Schieberbahn in einer Position zwischen den vorderen Enden der Backen, so dass diese für ein Zusammenklemmen bereitstehen. Wenn die ersten und zweiten Griffteile gegeneinan-dergedrückt werden, verlagert sich der Schieber in seine zurückgezogene Stellung und ermöglicht, dass die nächstfolgende Klemme in der Reihe über die Rampe in die Schieberbahn gehoben werden kann. Unmittelbar danach schliessen sich die ersten und zweiten Klemmbacken und klemmen die zwischen ihnen liegende Klemme um das abzubindende Ge-fäss. Diese Funktionsfolge wird mit jedem Öffnen und Schliessen der Griffteile wiederholt, und das Klemmen-Zuführungssystem erfordert seitens des Operateurs keinen Kraftaufwand, um den Zuführungsvorgang auszuführen. Die erste Klemmbacke kann mit einem integralen Anschlagzapfen versehen sein, welcher verhindert, dass eine zwischen den Backenspitzen befindliche Klemme sowie ein Gefass hinter diese Klemmbackenspitzen gedrängt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Ligaturinstruments nach den Merkmalen der Erfindung, bei der die Griffteile und die Klemmbacken in ihrer Ausgangs-Offenstellung gezeigt sind,
Fig. 2 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht des Ligaturinstruments gemäss Fig. 1 zur Veranschaulichung aller seiner Einzelteile,
Fig. 3 eine Aufsicht auf den ersten Griffteil ohne dessen Abdeckung,
Fig. 4 eine Aufsicht auf das Instrument zum Teil im Querschnitt, zur Veranschaulichung einer Klemmenhülse eines Zuführungsschuhs und einer Spiralfeder konstanter Kraft,
Fig. 5 eine perspektivische auseinandergezogene Teildarstellung der Klemmenhülse des Zuführungsschuhs, der Spiralfeder konstanter Kraft und einiger Klemmen,
Fig. 6 eine Aufsicht auf einen Teilquerschnitt zur Veranschaulichung einer Klemmen-Führungsrampe am ersten Griffteil,
Fig. 7 eine Teilquerschnittansicht der Führungsrampe gemäss Fig. 6,
Fig. 8 eine teilperspektivische Ansicht der Führungsrampe gemäss den Fig. 6 und 7,
Fig. 9 eine vereinfachte halbschematische Ansicht des Ligaturinstruments nach den Merkmalen der Erfindung, wobei sich die Griffteile und Klemmbacken in ihren Ausgangs-Offenstellungen befinden,
Fig. 10 eine vereinfachte halbschematische Ansicht des Instruments nach Fig. 9, bei dem sich die Griffteile in einer Stellung befinden, die sie nach einem Viertel ihres Verlagerungswegs in ihre Schliessstellung einnehmen,
Fig. 11 eine vereinfachte, halbschematische Ansicht des Instruments nach Fig. 9, wobei die Griffteile und Klemmbacken sich in ihren vollständig geschlossenen Stellungen befinden und
Fig. 12 bis 14 ausschnitthafte perspektivische Darstellungen zur Verdeutlichung des Anlegens und Zusammenklem-mens einer Klemme an einem Gefäss.
In Fig. 1 ist das Ligaturinstrument nach der Erfindung mit seinen Griffteilen und Klemmbacken abgebildet, die sich in Ausgangsoffenstellungen befinden. Das Ligaturinstrument 1 besitzt einen ersten Griffteil 2, der an seinem vorderen Ende in eine erste Klemmbacke 3 ausläuft. Das Ligaturinstrument besitzt einen zweiten Griffteil 4 und eine zweite Klemmbacke 5. Wie nachstehend beschrieben, sind die Klemmbacke 5 und das vordere Ende des zweiten Griffteils 4 schwenkbar am ersten Griffteil 2 derart angebracht, dass die zweite Klemmbacke 5 mittels des zweiten Griffteils 4 betätigt wird. Der Griffteil 2 ist mit einem Fingerbügel 2a versehen und entsprechend der Griffteil 4 mit einem Fingerbügel 4a. Die Kantenfläche des Griffteils 2 neben dem Fingerbügel 2a ist mit einer gerillten Grifffläche 2b versehen, welche sich teilweise auf den Fingerbügel 2a erstreckt. In entsprechender Weise ist der Griffteil 4 mit einer Grifffläche 4b entlang seiner Kantenfläche neben dem Fingerbügel 4a versehen, welche teilweise bis auf den Fingerbügel 4a hinaus verlängert ist.
In Fig. 2 ist eine auseinandergezogene Ansicht des Ligaturinstruments gemäss Fig. 1 in allen seinen Teilen dargestellt. Der erste Griffteil 2 endet an der ersten Klemmbacke; der zweite Griffteil 2 mit der zweiten Klemmbacke 5 ist ebenfalls dargestellt.
Zum ersten Griffteil 2 gehört eine Abdeckung 6, und entsprechend gehört zum zweiten Griffteil 4 eine Abdeckung 7. Das Ligaturinstrument ist mit einem Magazin oder einer Klemmen-Führungshülse 8, einem Klemmen-Zuführungs-schuh 9, mehreren Klemmen 10, von denen vier gezeigt sind, einer eine konstante Kraft aufbringenden Spiralfeder und mit einer Abdeckung 12 für diese Spiralfeder versehen. Ferner umfasst das Ligaturinstrument einen Schieber 13, eine Schieberspiralfeder 14 und ein Drahtverbindungsglied 15. Zur Vervollständigung des Aufbaus sind eine Vorspannfeder 16, eine Klemmbackenvorspannfeder 17 und eine Abdek-kungsschraube 18 vorgesehen. All diese Elemente werden nachstehend im einzelnen beschrieben.
Obwohl das Ligaturinstrument nach der Erfindung als dauerhaftes wiederverwendbares chirurgisches Instrument hergestellt werden könnte, eignet es sich auch gut zur Herstellung als einmal zu benutzendes und danach wegwerfbares Instrument. Dazu können sämtliche Teile des Instrumentes einfach aus Kunststoff geformt werden, mit Ausnahme der Abdeckung 6, der Klemmenhülse 8, der Federn 11,14,16 und 17, des Drahtverbindungsglieds 15 und der Schraube 18. Diese letztgenannten Elemente werden vorzugsweise aus einem verstärkten Kunststoff zur zusätzlichen Festigkeitserhöhung gefertigt. Die Kunststoff- und Metall-Werkstoffe, aus denen die Elemente hergestellt werden, sind aus jenen bekannten Materialarten auszuwählen, welche unter chirurgischen Bedingungen eingesetzt werden können und in der Lage sind, mittels Autoklaven, Äthylenoxid, Strahlung oder anderer herkömmlicher Sterilisierverfahren sterilisiert zu werden.
In Fig. 3 ist in Form einer Aufsicht die Innenfläche des ersten Griffteils 2 gezeigt. Der Griffteil 2 besteht aus einem langgestreckten, integralen, aus einem Stück gegossenen Glied. An seinem hinteren Ende läuft der Griffteil in den Fingerbügel 2a aus. An seinem vorderen Ende befindet sich die erste Klemmbacke 3. Der Griffteil 2 wird weitgehend von Umfangs-Wandabschnitten 19,20 und 21 umgeben. Die Wand 21 erstreckt sich zur ersten Klemmbacke 3 hin und läuft in einem abgerundeten Ende 21a aus, das eine Bohrung 22 enthält und zur Aufnahme der Abdeckschraube 18 des ersten Griffteils (vgl. Fig. 2) ausgebildet ist, wie nachstehend beschrieben.
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Eine innere Längswand 23 verläuft in einem Parallelabstand zum Hauptabschnitt der Wand 21, und diese Wände begrenzen einen Längskanal 24. Der Kanal 24 erstreckt sich vom vorderen Ende des Griffteils 2 und endet bei 24a. In der Nähe seines vorderen Endes enthält der Kanal 24 ein Paar Lagersockel 25 und 26.
Der Griffteil 2 ist mit einer zweiten, in Längsrichtung sich erstreckenden Innenwand 27 versehen, welche mit der Wand 23 zusammenwirkt, um die Schieber-Spiralfeder 14 (vgl. Fig. 2) zu begrenzen, wie nachstehend beschrieben. Ein angegossener Zapfen 28 dient als Befestigung für ein Ende der Schieber-Spiralfeder 14. Die etwas nach innen abgesetzte Verlängerung 27a der Wand 27 wirkt mit einer benachbarten Innenwand 29 zusammen, um die Lage des Drahtverbindungsglieds 15 zu umgrenzen, was ebenfalls nachstehend beschrieben wird. Zwischen der Umfangswand 21 und der Innenwand 29 ist der Griffteil 2 mit einer länglichen Öffnung oder einem Schlitz 30 versehen, dessen Zweck nachstehend verdeutlicht wird.
Das vordere Ende des Griffteils 2 ist mit einer Aussparung 31 sowie einer Führungsrampe 32 im Kanal 24 versehen. Die Aussparung 31 und der Aufbau der Rampe 32 werden nachstehend umfassend beschrieben. Zur Vervollständigung des Griffteils 2 ist eine Schwenkbohrung 33 vorgesehen, um Schwenkmittel aufzunehmen, welche die zweite Klemmbacke 5 und den zweiten Griffteil 4 gelenkig am Griffteil 2 anbringen. Ein länglicher Kanal oder Schlitz 34 ist ebenfalls im Griffteil 2 ausgebildet, um den Stützabschnitt 16a der Griffteil-Vorspannfeder 16 (vgl. Fig. 2) aufzunehmen; mittels dieser Feder 16 werden die Griffteile in ihre Offenstellung vorbelastet, wie nachstehend beschrieben.
Aus den Fig. 2 und 5 ist ersichtlich, dass die Klemmen-Führungshülse 8 ein Metallglied C-förmigen Querschnitts umfasst, wobei die Längskanten der Klemmenhülse 8 einen sich in Längsrichtung erstreckenden Schütz 35 begrenzen, der über die Länge der Klemmenhülse verläuft.
Obwohl die Ligaturklemmen jede bekannte Form besitzen können, umfassen die dargestellten Klemmen jeweils einen V-förmigen Rücken 10a, der in nach vorne abstehenden Schenkeln 10b und 10c endet. Das vordere Ende der Klemmenhülse 8 ist mit einer Aussparung 36 versehen, damit das Ende mit der Form des Rückens 10a der Ligaturklemmen übereinstimmt.
Der Zuführungsschuh 9 umfasst ein längliches Kunststoffglied, das so bemessen ist, dass es innerhalb der Klemmenhülse 8 mit einem Gleitsitz aufgenommen wird. An seinem vorderen Ende ist der Zuführungsschuh 9 mit Gabelzinken 9a und 9b versehen, die dazu dienen, an beiden Seiten des Rückenabschnitts 10a der hintersten Ligaturklemme in der Reihe anzugreifen. An seinem rückwärtigen Ende besitzt der Zuführungsschuh eine hochstehende Lasche 9c, die so bemessen ist, dass sie sich mit Gleitsitz durch den Klemmenhülsen-Längsschlitz 35 erstreckt.
Die Feder 11 (vgl. Fig. 2), die eine gleichbleibende Kraft erzeugt, wird von einer bandförmigen Feder gebildet, die zu einem U geformt ist und einen Basisabschnitt IIa sowie Schenkelabschnitte besitzt, die in Spiralen 1 lb und 1 lc enden. Die Feder 11 ist von bekannter Bauart und übt eine im wesentlichen konstante Kraft unabhängig von ihrem Auszug aus. Derartige Federn sind unter der Markenbezeichnung «Neg-A-Tor» im Handel. Wie in Fig. 5 angedeutet, ist die Basis 1 la der Feder 11 entsprechend ausgebildet, um an der hochstehenden Lasche 9c des Zuführungsschuhs 9 an und um diesen herumzugreifen.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass der Griffteil 2 mit einer Leiste oder einem fachartigen Gebilde 37 versehen ist, das sich entlang der inneren hochstehenden Wand 23 innerhalb des Kanals 24 erstreckt. Die Leiste 37 umschliesst auch die
Sockel 25 und 26. An der anderen Seite des länglichen Kanals 24 ist der Umfangswandabschnitt 21 mit mehreren nach innen abstehenden Laschen 38 versehen. Die Oberseite dieser Laschen 38 und die Oberseite der Leiste 37 (gemäss der Ansicht nach Fig. 3) sind koplanar und ragen vom Boden des Kanals 24 nach oben. Die Laschen 38 und die Leiste 37 sind entsprechend ausgebildet, um die Klemmenhülse 8 abzustützen und aufzunehmen, wobei der Schlitz 35 der Klemmenhülse 8 zum Boden des Kanals 24 des Griffteils 2 hin gerichtet ist. Wenn die Klemmenhülse 8 im Griffteil 2 montiert ist, liegt ihr vorderes Ende (das die Nut 36 enthält) neben der Führungsrampe 32 (vgl. Fig. 3).
Fig. 4 zeigt eine Aufsicht auf das Ligaturinstrument nach Fig. 1, um die zur Darstellung nach Fig. 3 gegenüberliegende Seite des Griffteils 2 sichtbar zu machen. Der erste Griffteil 2, der zweite Griffteil 4 und die zweite Klemmbacke 5 sind zum Teil weggebrochen dargestellt, um die in ihrer Lage im Griffteil 2 montierte Klemmenhülse 8 sichtbar zu machen. Der einschlägige Fachmann erkennt, dass die Klemmenhülse
8 eine Reihe Ligaturklemmen 10 und den Zuführungsschuh
9 enthält. Wenn der Zuführungsschuh 9 sich in der Klemmenhülse 8 befindet und die Klemmenhülse 8 im ersten Griffteil 2 montiert ist, erstreckt sich die hochstehende Lasche 9c des Zuführungsschuhs 9 in den länglichen Kanal 24 des Griffteils 2. Die Spiralfeder 11 konstanter Kraft wird innerhalb des länglichen Kanals 24 in der Weise befestigt, dass ihr Basisabschnitt 1 la um die Zuführungsschuhlasche 9c herum — und ihre Spiralabschnitte 1 lb und 1 lc in die jeweiligen Sockel 25 und 26 eingelegt werden, wie in Fig. 4 angedeutet. Die Spiralabschnitte IIb und 1 lc werden in den Sok-keln 25 und 26 mittels der Abdeckung 12 (Fig. 2) gehalten. Infolge dieses Aufbaus dient die Klemmenhülse 8 als Magazin für die Ligaturklemmen 10, und die Ligaturklemmen 10 werden innerhalb der Klemmenhülse 8 konstant nach vorwärts belastet (d.h. in Richtung auf die Instrumentbacken), und zwar aufgrund der Einwirkung der Feder 11 mit konstanter Kraft auf den Zuführungsschuh 9.
Gemäss Fig. 2 umfasst der Schieber 13 ein längliches flexibles Kunststoffglied mit einer Nut 13a an seinem vorderen Ende. Die Nut 13a entspricht dem V-förmigen Rücken 10a einer jeden Ligaturklemme 10. An seinem hinteren Ende ist der Schieber 13 mit einem angegossenen querverlaufenden zylindrischen Zapfen 13b versehen. An einem Ende besitzt dieser Zapfen 13b einen schmalen Schlitz 13d, dessen Zweck nachstehend deutlich wird.
Der Schieber 13 ist entsprechend ausgebildet, um die Klemmenhülse 8 innerhalb des Kanals 24 des Griffteils 2 zu überlagern. Der zylindrische Zapfen 13b des Schiebers 13 erstreckt sich durch den Längsschlitz 30 des Griffteils 2 (vgl. Fig. 3). Die Wände 21 und 23 des Griffteils 2 wirken mit der Klemmhülse 8 zusammen, um eine Schieberbahn 13c für den Schieber 13 auszubilden.
Wie am deutlichsten aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, sind die erste Klemmbacke 3 und die zweite Klemmbacke 5 leicht gekrümmt ausgeführt, was für viele Ligaturinstrumente typisch ist, um den Gebrauch des Instruments zu erleichtern und die Sicht auf die Klemme während des Klemmenanleg-vorgangs zu verbessern. Wie in Fig. 3 gezeigt, besitzt die erste Klemmbacke 3 eine Nut 39, die sich fast bis zum Ende der Klemmbacke erstreckt. Fig. 2 zeigt eine entsprechende Nut 40 in der zweiten Klemmbacke 5. Die Nuten 39 und 40 bilden eine Verlängerung der Schieberbahn 13c. Infolgedessen wird der Schieber stets innerhalb des Instruments entlang seines Bewegungswegs geführt.
Der Schieber 13 ist innerhalb der Schieberbahn 13c zwischen einer zurückgezogenen und einer ausgefahrenen Stellung verschiebbar. Die zurückgezogene Stellung des Schiebers ist in Fig. 11 gezeigt. Es wird betont, dass das vordere
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Ende 13a des Schiebers 13 dann, wenn sich der Schieber in seiner zurückgezogenen Stellung befindet, unmittelbar hinter dem ausgesparten vorderen Ende 36 der Klemmenhülse 8 liegt. Die am weitesten vorne liegende Stellung des Schiebers 13 ist in Fig. 9 gezeigt. In seiner vordersten Stellung befindet sich das ausgesparte vordere Ende 13a des Schiebers in der Nähe des vorderen Endes der Backennut 39 und 40, so dass der Schieber eine Ligaturklemme 10 zu den vordersten Enden dieser Nuten hinbringen kann. Die Mittel zur Verlagerung des Schiebers 13 zwischen seiner zurückgezogenen und ausgefahrenen Stellung werden nachstehend beschrieben.
Wie in Fig. 2 ersichtlich, ist die Schieberfeder 14, welche eine Spiralfeder darstellt, an ihrem vorderen Ende mit einem Haken 14a und an ihrem hinteren Ende mit einem entsprechenden Haken 14b versehen. Das Drahtverbindungsglied 15 besitzt ein hakenförmiges vorderes Ende 15a und einen kurzen nach vorne abstehenden Abschnitt 15b an seinem hinteren Ende. Wie am deutlichsten aus Fig. 9 ersichtlich, ist das vordere Ende 14a der Feder 14 am Zapfen 28 des Griffteils 2 befestigt, und das hintere Ende 14b der Feder 14 wird von dem hakenförmigen vorderen Ende 15a des Drahtverbindungsglieds 15 erfasst. Das nach vorne abstehende hintere Ende 15b des Drahtverbindungsglieds 15 befindet sich im Schlitz 13d des Zapfens 13b am hinteren Ende des Schiebers 13. Infolgedessen belastet die Spiralfeder 14 den Schieber 13 ständig in Vorwärtsrichtung, und zwar aus nachstehend erläuterten Gründen.
Wie aus den Fig. 2, 3 und 9 ersichtlich, besitzt die Griff-teil-Vorspannfeder 16 die Form einer Blattfeder mit einer Basis 16a. Die Basis 16a befindet sich in dem im Griffteil 2 ausgebildeten Schlitz 34. Der übrige Abschnitt der Vorspannfeder 16 ist entsprechend ausgestaltet, um am zweiten Griffteil 4 und seiner Abdeckung 7 anzuliegen, um so den zweiten Griffteil in seine am weitesten offenstehende Position vorzubelasten, wie in Fig. 9 gezeigt.
Wenn die Feder 11 konstanter Kraft und ihre Abdek-kung 12, die Klemmenhülse 8, ihr Zuführungsschuh 9 und eine Reihe von Ligaturklemmen 10, der Schieber 13, seine Feder 14 und das Drahtverbindungsglied 15 sowie die Vorspannfeder 16 innerhalb des Griffteils 2 montiert sind, kann die erste Griffteilabdeckung 6 auf den Griffteil 2 aufgebracht werden, um seinen Gesamtaufbau zu vervollständigen und alle vorgenannten Elemente in ihrer Lage zu halten. Wie deutlich aus Fig. 2 ersichtlich, besitzt das Abdeckglied 6 für den ersten Griffteil einen Flansch 41 mit einer einwärts gerichteten Kante 42. Der Flansch 41 ist entsprechend ausgebildet, um einen Teil der Umfangswand 21 des Griffteils 2 zu überdecken. Die Umfangswand 21 ist mit einem schmalen Schlitz 43 versehen. Die einwärts gerichtete Kante 42 des Flansches 41 ist für ein einrastendes Eingreifen in den Schlitz 43 ausgestattet.
Das Abdeckglied 6 besitzt einen zweiten Flansch 44 mit einwärts gerichteter Kante 45. Der Flansch 44 ist entsprechend ausgebildet, um einen Teil der Umfangswand 19 des Griffteils 2 zu überdecken. Die Umfangswand 19 ist mit einem Längsschlitz (nicht gezeigt) versehen, der entsprechend aufgebaut ist wie der Schlitz 43 der Umfangswand 21 und der so angebracht ist, dass er von der nach innen gerichteten Kante 45 des Flansches 44 einrastend erfasst wird. Die Abdeckung 6 besitzt einen dritten Flansch 46, welcher denjenigen Abschnitt des Griffteils 2 übergreift, welcher den Schlitz 34, in dem die Basis 16a der Vorspannfeder 16 montiert ist, enthält. Infolgedessen ist die Basis 16a der Vorspannfeder 16 unverlierbar innerhalb des ersten Griffteils 2 montiert gehalten. Schliesslich ist die Abdeckung 6 mit einem vierten Flansch 47 versehen, der zum Umschliessen des vordersten Teils des Griffteils 2 und des oberen Teils der ersten Backe 3 ausgebildet ist. Ersichtlicherweise sind das vordere Ende der
Abdeckung 6 und der Flansch 47 entsprechend gekrümmt, um mit der Krümmung der ersten Backe 3 zusammenzupassen. Um zu gewährleisten, dass die Abdeckung passgenau am ersten Griffteil 2, und zwar an dessen Backenbereich, angreift, ist die Abdeckung mit einer Bohrung 48 versehen, durch welche die Schraube 18 hindurchgeht und in die Bohrung 22 des ersten Griffteils 2 (vgl. Fig. 3) eingeschraubt ist. Schliesslich ist die Abdeckung 6 mit einer Ausnehmung 49 versehen, um die Schwenkbohrung 33 im ersten Griffteil 2 freizugeben.
Wie am deutlichsten aus Fig. 2 ersichtlich, umfasst die gegossene Kunststoffbacke 5 einen stabilen vorderen Bak-kenabschnitt, der die Nut 40 enthält. Der hintere Abschnitt der Backe ist hohl, umfassend eine Seitenwand 5a, eine Seitenwand 5b, eine Bodenwandung 5c und eine untere Stirnwand 5d. Diese Wände begrenzen eine Kammer, die zur Aufnahme der Klemmbacken-Vorspannfeder 17 ausgebildet ist (vgl. auch Fig. 9).
Die zweite Backe 5 ist am ersten Griffteil 2 derart angebracht, dass der vordere Abschnitt des ersten Griffteils 2 zwischen den beiden Klemmbackenwänden 5a und 5b und dem vorderen Abschnitt der zweiten Klemmbacke 5 neben der ersten Klemmbacke 3 aufgenommen wird. Die Wand 5b der zweiten Klemmbacke 5 ist mit einer Öffnung 50 versehen, die so ausgebildet ist, dass sie koaxial zur Schwenkbohrung 33 des ersten Griffteils 2 liegt. Aus Fig. 9 ist ersichtlich, dass dann, wenn sich die zweite Backe 5 in ihrer Stellung am ersten Griffteil 2 befindet, der ausgesparte Bereich 31 des ersten Griffteils die Kammer, welche von den Wänden 5a bis 5d der zweiten Backe 5 gebildet wird, abschliesst. Die Klemmbacken-Vorspannfeder 17 wirkt auf die Fläche der Nut 31 des ersten Griffteils 2 und die Wand 5c der zweiten Klemmbacke 5 ein, um die zweite Klemmbacke 5 in ihre in Fig. 9 gezeigte Offenstellung zu drängen.
Wie in Fig. 2 gezeigt, ist in der Wand 5b der zweiten Klemmbacke 5 eine Nut 51 ausgebildet. Diese Nut wirkt mit einer materialeinheitlichen Lasche (nicht gezeigt) am ersten Griffteil 2 entsprechend zusammen, um die weiteste Offenstellung der zweiten Klemmbacke 5 festzulegen. Die Wand 5b der zweiten Backe 5 trägt auch eine Steuerfläche 52, deren Zweck nachstehend deutlich wird.
Mit der zweiten Klemmbacke 5 und ihrer zugehörigen am ersten Griffteil 2 befestigten Klemmbacken-Vorspannfe-der 17 kann das Ligaturinstrument 1 nun durch das Aufsetzen des zweiten Griffteils 4 und seiner Abdeckung 7 vervollständigt werden. Der zweite Griffteil 4 besitzt einen quergerichteten Flansch 53, der einen Teil des Fingergriffs 4b trägt und sich um das vordere Ende des Fingerbügels 4a, wie in Fig. 2 gezeigt, herum erstreckt. Die Abdeckung 7 des zweiten Griffteils besitzt einen komplementären, quer abstehenden Flansch 54, der ebenfalls einen Teil der Fingergrifffläche 4b trägt. An seinem vorderen Ende trägt der zweite Griffteil 4 einen zweiten quer abstehenden Flansch 55. Die Abdeckung 7 des zweiten Griffteils besitzt einen entsprechenden Abdeckflansch 56. Die zusammenpassenden Ränder des Flansches 53 des zweiten Griffteils und des Abdeckflansches 54 des zweiten Griffteils sind entsprechend vorbereitet, durch geeignete Massnahmen, wie Leimen, Schweissen u.dgl., miteinander verbunden zu werden. Gleiches trifft zu für die zusammenpassenden Ränder des Flansches 55 des zweiten Griffteils und des Abdeckflansches 56. Aufgrund dieser Verbindung sind der zweite Griffteil 4 und seine Abdeckung 7 voneinander um einen Abstand entfernt, der ausreicht, um den ersten Griffteil 2 und seine zugehörigen Teile leichtgängig aufzunehmen.
Der zweite Griffteil 4 besitzt an seinem vorderen Ende einen seitlich abstehenden zylindrischen Zapfen 57, in dem eine Bohrung 58 ausgebildet ist. An einer entsprechenden
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Stelle besitzt die Abdeckung 7 des zweiten Griffteils einen zylindrischen Zapfen 59, der in einem Stift 60 endet. Die Zapfen 57 und 59 sind für eine gegenseitige Verbindung vorgesehen, wobei der Stift 60 in die Bohrung 58 hineinragt. Die zylindrischen Zapfen 57 und 59 erstrecken sich durch die Bohrung 50 in der Wand 5b der ersten Klemmbacke 5 und die Schwenkbohrung 33 des zweiten Griffteils 2 und dienen dadurch als Schwenkzapfen für die Griffteile 2 und 4 sowie die zweite Klemmbacke 5.
Der zweite Griffteil 4 besitzt an seinem vorderen Ende einen Zapfen 61. Dieser Zapfen 61 ist derart positioniert, dass er die Steuerfläche 52 der zweiten Klemmbacke 5 berührt, um die Backe zu schliessen, wenn der erste Griffteil 2 und der zweite Griffteil 4 geschlossen werden.
Der zweite Griffteil 4 ist, wie in Fig. 2 gezeigt, mit einer L-förmigen Nut 62 an seiner Innenfläche in der Nähe seines hinteren Endes versehen. Die L-förmige Nut 62 besitzt einen ersten Schenkel 62a und einen zweiten Schenkel 62b. Wie in Fig. 2 gestrichelt gezeigt ist, besitzt die Abdeckung 7 des zweiten Griffteils eine korrespondierende L-förmige Nut 63 mit Schenkeln 63a und 63b. Die Nuten 62 und 63 sind spiegelbildlich zueinander ausgebildet.
Fig. 9 ist eine etwas vereinfachte Darstellung zur Veranschaulichung des ersten Griffteils 2 ohne seine Abdeckung 6 und des zweiten Griffteils 4 ohne seine Abdeckung 7. Ausserdem ist die zweite Klemmbacke 5 teilweise weggebrochen dargestellt. Es ist ersichtlich, dass der quergerichtete zylindrische Zapfen 13b des Schiebers 13 sich nach unten durch den geradlinig verlaufenden Schlitz 30 des ersten Griffteils 2 hindurch erstreckt und in die Nut 62 des zweiten Griffteils 4 eingreift. Es ist ersichtlich, dass das andere Ende des quergerichteten zylindrischen Zapfens 13b entsprechend in der Nut 63 der Abdeckung 7 des zweiten Griffteils vorgesehen ist und dort die gleiche Relativstellung einnimmt.
In Fig. 9 sind der erste Griffteil 2 und der zweite Griffteil 4 in ihre geöffneten Stellungen gezeigt, welche festgelegt wird durch den querliegenden zylindrischen Zapfen 13b des Schiebers 13, der sich am freiliegenden Ende des Nutschenkels 62a des zweiten Griffteils befindet. Wenn der erste Griffteil 2 und der zweite Griffteil 4 zusammengedrückt werden, wirken der Schütz 30 des ersten Griffteils 2 und der Nutschenkel 62a des zweiten Griffteils 4 zusammen, um den querliegenden Schieberansatz 13b nach hinten zu verschieben, wodurch der Schieber 13 in seine zurückgezogene Stellung verschoben wird. Wenn die Griffteile 2 und 4 aufeinander zu bewegt wurden, und zwar so weit, dass sie etwa ein Viertel geschlossen sind (wie in Fig. 10 gezeigt), hat der querliegende Schieberansatz 13b die Verbindungsstelle zwischen den Nutschenkeln 62a und 62b des zweiten Griffteils nahezu erreicht. Infolge dieser Verlagerung wurde das vordere Ende 13a des Schiebers 13 aus seiner Stellung zwischen den Klemmbacken 3 und 5 herausverlagert, und der Schieber 13 hat nahezu seine vollständig zurückgezogene Stellung erreicht, in welcher das vordere Ende 13a des Schiebers 13 sich direkt hinter dem vorderen oder ausgesparten Ende 36 der Klemmenhülse 8 befindet. An dieser Stelle berührt der Zapfen 61 des zweiten Griffteils 4 die Steuerfläche 52 der zweiten Klemmbacke 5, um das Schliessen dieser Backe zur ersten Backe 3 hin einzuleiten (siehe auch Fig. 2).
Fig. 11 zeigt den ersten Griffteil 2 und den zweiten Griffteil 4 in vollständig geschlossener Stellung. Wenn der querliegende Schieberzapfen 13b einmal in den Nutschenkel 62b des zweiten Griffteils eingetreten ist, bleibt er in seiner zurückgezogenen Position gehalten, er wird jedoch nicht weiter in Richtung der Rückseite des Instruments verschoben. Bei in ihrer Schliessstellung befindlichen Griffteilen 2 und 4 nähert sich der querliegende zylindrische Zapfen 13b dem freien Ende des Nutschenkels 62b des zweiten Griffteils.
Sobald der erste Griffteil 2 und der zweite Griffteil 4 in ihre Offenstellung verschwenkt werden, gleitet der querliegende Schieberzapfen 13b anfänglich entlang des Schenkels 62b der Nut 62 im zweiten Griffteil, wobei der Schieber 13 nicht mitbewegt wird. In der Zwischenzeit wurden jedoch die Backen 3 und 5 geöffnet, wie in Fig. 10 gezeigt. Sobald der erste Griffteil 2 und der zweite Griffteil 4 über den Rest ihres Schwenkweges in ihre Offenstellung verlagert werden, tritt der querliegende Schieberzapfen 13b in den Nutschenkel 62a des zweiten Griffteils ein und wird in diesem geführt; dies bewirkt, dass der Schieber 13 in die Klemmbacken 3 und 5 eintritt und seine vorgeschobene Stellung, wie in Fig. 9 gezeigt, einnimmt. Es ist ersichtlich, dass der zylindrische Zapfen 13b des Schiebers 13 mit der Nut 63 in der Abdeckung des zweiten Griffteils in gleicher Weise zusammenwirkt wie mit der Nut 62 im zweiten Griffteil.
Aus der bisherigen Beschreibung wurde deutlich, dass es zum Befördern einer Ligaturklemme zu den vordersten Enden der Klemmbacken 3 und 5 mittels des Schiebers 13 notwendig ist, jede Klemme in der Klemmenhülse 8 zu verschieben, und zwar von der Klemmenhülse 8 in die Schieberbahn 13c, so dass sie von dem genuteten vorderen Ende 13a des Schiebers 13 erfasst werden kann. Damit jede Klemme 10 aus der Klemmenhülse 8 zur Schieberbahn verlagert werden kann, wird die allgemein mit 32 bezeichnete Führungsrampe (Fig. 3) verwendet. Die Rampe 32 bildet einen integralen Bestandteil des ersten Griffteils 2.
Die Rampe ist am deutlichsten in den Fig. 6 bis 8 gezeigt. Gemäss Fig. 8 befindet sich unmittelbar hinter der Rampe 32 eine Fläche 64. Diese Fläche 64 liegt in einer gemeinsamen Ebene mit der Leiste 37 und den Laschen 38, welche die Klemmenhülse 8 abstützen. Die Fläche 64 ist so gestaltet, dass sie das vorderste Ende der Klemmenhülse 8 abstützt. Am vordersten Ende der Fläche 64 befinden sich Schultern 65 und 66 mit im wesentlichen koplanaren Vertikalschultern 67 und 68. Diese Schultern 65 bis 68 bilden Anschlagflächen für das vordere Ende der Klemmenhülse 8, und diese Anschlagflächen sind so bemessen, dass sie etwas kleiner sind als die Dicke des Metalls, aus welchem die Klemmenhülse 8 gefertigt ist.
Die Rampe 32 umfasst im Parallelabstand zueinander liegende Rampenflächen 69 und 70, welche leicht nach oben und vorne geneigt sind. Die Rampenflächen 69 und 70 enden jeweils in Rampenabschlussflächen 71 und 72, welche sich nach vorne und aufwärts unter einem steileren Winkel erstrecken. Die Flächen 69 und 71 sind von den Flächen 70 und 72 durch eine Wand oder einen Vorsprung 73 getrennt, welcher an seinem hinteren Ende V-förmig ist und in nach oben und nach vorne schräglaufenden Flächen 74 und 75 endet. Die nach oben und nach vorne schräglaufenden Flächen
71 und 72 sowie die nach oben und vorne schräggeneigten Flächen 74 und 75 enden in einer planaren oberen Fläche 76 der Führungsrampe 32, welche ihrerseits im wesentlichen koplanar zur oberen Fläche der Klemmenhülse 8 verläuft und einen Teil der Schieberbahn 13c für den Schieber 13 bildet. Die Flächen 69 und 71 wirken mit einem Schenkel einer am weitesten vorne liegenden Klemme in der Reihe, die der Rampe zugeführt wurde, zusammen, und die Flächen 70 und
72 werden an ihrem anderen Schenkel wirksam. Die Flächen 74 und 75 wirken mit dem Rückenabschnitt 10a der vordersten Klemme zusammen, damit die Klemme aus der Klemmenhülse 8 in die Schieberbahn 13c verlagert wird, und dabei stets in einer Ebene geführt bleibt, die im wesentlichen parallel zu der der Klemmenhülse 8 und der der Schieberbahn 13c liegt. Dies ist in den Fig. 6 und 7 demonstriert.
Es wird in Erinnerung gerufen, dass die Reihe der Klemmen 10 in der Klemmenhülse 8 aufgrund der Wirkung des Zuführungsschuhs 9 und der Feder 11 konstanter Kraft dau5
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erhaft in Vorwärtsrichtung belastet ist. Ferner befindet sich dann, wenn der erste Griffteil 2 und der zweite Griffteil 4 in ihrer Ausgangs-Offenstellung stehen der Schieber 13 in seiner ausgefahrenen Stellung, wobei sein vorderes Ende zwischen den Backen 3 und 5 liegt. Somit liegt der Schieber 13 in seiner ausgefahrenen Stellung über der oberen Fläche 76 der Führungsrampe 32 und schliesst den Durchgang zwischen der Klemmenhülse 8 und der Schieberbahn 13c. Unter diesen Umständen kann die vorderste Klemme in der Klemmenhülse 8 teilweise aus dem vorderen Ende der Klemmenhülse heraustreten und wird etwas hochgehoben, indem sie sich entlang der Flächen 69 und 70 bewegt, um schliesslich am Schieber 13 anzuliegen, welcher eine weitere Vorwärtsbewegung der am weitesten vorne liegenden Klemme verhindert.
Wenn der Schieber 13 sich in seiner zurückgezogenen Lage befindet, liegt sein ausgespartes vorderes Ende 13a unmittelbar hinter dem ausgesparten vorderen Ende 36 der Klemmenhülse 8. Somit überdeckt der Schieber 13 nicht mehr die obere Fläche 76 der Führungsrampe 32. Die in den Fig. 6 und 7 gezeigte vorderste Klemme lOd bewegt sich unter der Einwirkung der nächstfolgenden Klemme 10e entlang der Flächen 69 und 70, bis die vordersten Enden ihrer Schenkel an den Flächen 71 und 72 der Führungsrampe 32 anstos-sen. Gleichzeitig trifft der Rückenabschnitt der vordersten Klemme lOd auf die hinteren Flächen 74 und 75 der Wand 73. Ein weiteres Vorwärtsverlagern der Klemme lOd bewirkt ihr Hineinheben in die Schieberbahn 13c. Die vordersten Enden der zweiten Klemme 10e verlieren schliesslich den Kontakt mit dem Rückenabschnitt der ersten Klemme lOd und beginnen unter die erste Klemme lOd zu rutschen, wodurch deren Verlagerung in die Schieberbahn 13c und ihr Kontakt mit der Abdeckung 6 vervollständigt wird. Wenn der Schieber 13 erneut in seine ausgefahrene Stellung verschoben wird, verlagert er die vorderste Klemme lOd zwischen die Klemmbacken 3 und 5, wobei die vordersten Enden der Schenkel der Klemme lOd an den Enden der Backennuten 39 und 40, welche einen Teil der Schieberbahn 13c bilden, anliegen. In der Zwischenzeit überdeckt der Schieber 13 erneut die obere Fläche 76 der Führungsrampe 32 und verhindert eine weitere Vorwärtsbewegung der zweiten Klemme 10e, die durch die dritte Klemme lOf vorgeschoben wird. Auf diese Weise wird jeweils eine Klemme für sich aus der Klemmenhülse 8 in die Schieberbahn 13c mittels der Führungsrampe 32, die auf einfache und effiziente Weise ohne bewegliche Teile arbeitet, verlagert.
Nachdem das Ligaturinstrument 1 nach der Erfindung im einzelnen beschrieben wurde, wird nun seine Arbeitsweise erläutert. Das Ligaturinstrument wird zusammengesetzt, mit Klemmen bestückt, verpackt und sterilisiert nach irgendeinem vorgenannten Verfahren.
Zum Zeitpunkt des Gebrauchs wird das Ligaturinstrument aus seiner Verpackung entfernt, dem Chirurgen gereicht, wobei der erste Griffteil 2 und der zweite Griffteil 4 in der Ausgangs-Offenstellung stehen. Das Ligaturinstrument kann mit einer ersten Klemme zwischen den Backen 3 und 5 abgepackt sein. Wenn dies nicht der Fall ist, muss der Chirurg das Ligaturinstrument einen ganzen Arbeitszyklus betätigen, um eine erste Klemme in ihre Klemmlage zwischen den Backen 3 und 5 zu bringen. Das Instrument ist in den Fig. 1 und 9 gebrauchsfertig dargestellt.
Der Chirurg legt die vorderste Klemme (zwischen den Klemmbacken 3 und 5) um das abzuklemmende Gefäss und drückt dann die Griffteile 2 und 4 zusammen. Wie vorstehend erläutert, bewirkt, sobald die Griffteile um etwa ein Viertel ihres Weges zur vollständig geschlossenen Stellung hin (vgl. Fig. 10) zusammengedrückt werden, die gemeinsame Funktion der Nuten 62 und 63 des zweiten Griffteils 4
und seiner Abdeckung 7 zusammen mit dem Schlitz 30 des Griffteils 2 und dem querstehenden zylindrischen Zapfen 13b des Schiebers 13, dass der Schieber nach hinten in seine zurückgezogene Stellung verlagert wird, wodurch der Schieber den Bereich zwischen den Klemmbacken 3 und 5 freigibt. Sobald die Griffteile 2 und 4 in ihre vollständig geschlossene Stellung (Fig. 11) verschoben werden, berührt der Zapfen 61 des zweiten Griffteils 4 die Steuerfläche 52 der zweiten Klemmbacke 5 und bewirkt ein Schliessen der Klemmbacken 3 und 5 bei gleichzeitigem Zusammendrücken der Klemme um das Gefäss.
Wenn in der Zwischenzeit der Schieber einmal seine zurückgezogene Position (Fig. 10) einnimmt, gibt er die Führungsrampe 32 frei. Die Reihe Klemmen innerhalb der Klemmenhülse 8 kann dann frei nach vorwärts unter Einwirkung des Zuführungsschuhs 9 und der Feder 11 konstanter Kraft verlagert werden. Mit Unterstützung durch die Führungsrampe 32 kann die nächstfolgende Klemme der Reihe in die Schieberbahn hineingehoben werden. Somit befindet sich die nächste Klemme der Reihe in der Schieberbahn 13c, während der Chirurg das Zusammendrücken der Klemme ausführt. Dieser Verlauf ist automatisch und erfordert vom Chirurgen keine aufzuwendende Kraft und keine zusätzliche Manipulation. Aus einem Vergleich zwischen den Fig. 10 und 11 lässt sich entnehmen, dass während des Zusammendrückvorgangs der Klemme der Schieber 13, sobald er seine zurückgezogene Stellung einmal eingenommen hat, in dieser zurückgezogenen Stellung verbleibt, während die Griffteile vollständig geschlossen werden, wie in Fig. 11 gezeigt, da der zylindrische Zapfen 13b des Schiebers 13 in den Schenkeln 62b und 63b der Nuten 62 und 63 des zweiten Griffteils 4 und seiner Abdeckung 7 entlangläuft.
Nach Beendigung des Zusammendrückens der Klemme gibt der Chirurg lediglich das Zusammendrücken des Ligaturinstruments 1 frei, wodurch der erste Griffteil 2 und der zweite Griffteil 4 in ihre vollständig geöffnete Lage unter Einfluss der Griffteil-Vorspannfeder 16 schwenken können. Wie ebenfalls aus den Fig. 11 und 10 ersichtlich, verbleibt, sobald die Griffteile 2 und 4 aus ihrer vollständig geschlossenen Lage (Fig. 11) in ihre zu Dreiviertel geöffnete Stellung (Fig. 10) verschwenkt werden, der Schieber in seiner zurückgezogenen Lage, da der Zapfen 13b des Schiebers 13 in den Nutenschenkeln 62b und 63b des zweiten Griffteils 4 und seiner Abdeckung 7 geführt ist. Gleichzeitig wirkt der Zapfen 61 des zweiten Griffteils 4 mit der Steuerfläche 52 der zweiten Klemmbacke 5 in der Weise zusammen, dass die Klemm-backen-Vorspannfeder 17 die zweite Klemmbacke 5 in ihre Offenstellung zurück verlagert.
Wenn die Griffteile ihre Stellung erreicht haben, in der sie zu Dreiviertel geöffnet sind, wie in Fig. 10 gezeigt, tritt der querliegende Zapfen 13b des Schiebers 13 in die Nutenschenkel 62a und 63a des zweiten Griffteils 4 und seine Abdeckung 7 ein. Dies führt zu einer Verlagerung des Schiebers 13 in seine vorgeschobene Stellung, sobald die Griffteile 2 und 4 aus ihrer Dreiviertel-offenen Stellung (Fig. 10) in ihre vollständig geöffnete Stellung (Fig. 9) verschwenkt werden. Sobald der Schieber 13 in seine vorgeschobene Stellung bewegt wird, erfasst er die zuvor über die Führungsrampe angehobene, in der Schieberbahn 13c befindliche Klemme und verschiebt sie nach vorne zu den vordersten Enden der Klemmbackennuten 39 und 40 in eine Bereitschaftsstellung für den nächsten Klemmen-Zusammendrückvorgang. An dieser Stelle ist der Betätigungszyklus des Ligaturinstruments 1 beendet. Der Zyklus kann so oft ausgeführt werden, wie sich Klemmen in der Klemmenhülse 8 befinden. Die Klemmenhülse 8 ist in der Lage 35 oder mehr Klemmen zu speichern. Wenn das Ligaturinstrument leer ist, wird es ein5
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fach weggeworfen und ein neues Ligaturinstrument einsatzbereit gemacht.
Obwohl für die Betätigung des Ligaturinstruments 1 nicht erforderlich, ist bevorzugterweise die erste Klemmbak-ke 3 mit einem angegossenen Stift versehen. Ein derartiger Stift ist mit 77 in Fig. 2 gezeigt. Das freie Ende des Stiftes 77 ist entsprechend ausgestaltet, um in eine Bohrung 78 der zweiten Klemmbacke 5 aufgenommen zu werden, selbst wenn die Klemmbacken 3 und 5 sich in ihrer Offenstellung befinden. Wenn die Klemmbacken 3 und 5 in ihre geschlossene Stellung verschwenkt werden, wird der Stift 77 gänzlich von der Bohrung 78 aufgenommen.
Der Stift 77 ist so auf der Klemmbacke 3 positioniert, dass er seitlich und neben dem Scheitelpunkt des Rückenabschnitts der vordersten Klemme liegt, wenn diese sich in ihrer Klemmstellung am vorderen Ende der Backen 3 und 5 befindet. Dies ist in den Fig. 12 und 14 dargestellt.
In Fig. 12 ist eine Klemme 10 um ein Gefäss 79 herumgelegt, das abgeklemmt werden soll. Das Gefäss ist zwischen die Schenkel der Klemme 10 eingeführt und das Ligaturinstrument 1 ist nach vorne geschoben, bis das Gefäss 79 den Stift 77 berührt. Der Stift 77 verhindert ein zu tiefes Eindringen des Gefässes zwischen die Klemmbacken 3 und 5, wodurch die Klemme 10 und der Schieber 13 unbeabsichtigterweise nach hinten verschoben würden. Somit gewährleistet der Stift 77 eine exakte Positionierung des Gefasses 79 und ferner, dass die Klemme 10 in ihrer genauen Lage relativ zu den Klemmbacken 3 und 5 für das Zusammenklemmen gehalten bleibt.
Während des Klemmvorgangs verlagert sich der Schieber 13 nach hinten und die Klemmbacken 3 und 5 beginnen sich zu schliessen. Aufgrund ihrer Formgebung wird die Klemme anfänglich zusammengedrückt und die freien Enden ihrer Schenkel treffen aufeinander, wie in Fig. 13 gezeigt, und stellen sicher, dass die Klemme lO.das Gefäss 79 umschliesst. Ein weiteres Schliessen der Backen flacht die Klemme 10 ab und klemmt dabei das Gefäss 79 vollkommen zusammen. Der Aufbau des Ligaturinstruments und der Nuten 62 und 63 ist derart, dass auf die Klemme kein allzugrosser Klemmdruck aufgebracht werden kann, so dass ein Überklemmen nicht möglich ist.
Wenn die Griffteile in ihre Ausgangs-Offenstellung zurückbewegt werden, wird die Klemme von den Backen 3 und 5 freigegeben und eine neue Klemme 10 für den nächsten Klemmvorgang, wie in Fig. 14 gezeigt, wird in ihre Bereitschaftsstellung gebracht.
Es lassen sich an der Erfindung Modifikationen vornehmen, ohne dass dadurch der erfindungsgemässe Schutzbereich verlassen würde. Beispielsweise kann das Ligaturinstrument mit Anzeigemitteln (nicht dargestellt) oder einem Fenster (ebenfalls nicht dargestellt) versehen sein, um dem Chirurgen eine Sichtanzeige der Anzahl der in dem Instrument verbliebenen Klemmen zu ermöglichen.
Auch liegt es innerhalb des Erfindungsrahmens, das Instrument mit einer Sicherung zu versehen, welche den ersten Griffteil und den zweiten Griffteil (und damit auch die Klemmbacken 3 und 5) in ihrer Offenstellung verriegeln, nachdem die letzte Ligaturklemme zusammengeklemmt wurde. Dies kann auf unterschiedliche Art bewerkstelligt werden. Eine sehr einfache Möglichkeit ist in Fig. 2 dargestellt.
Zur Erzielung der Sicherheitssperrverriegelung ist es lediglich notwendig, die freien Enden des Nutenschenkels 62a des zweiten Griffteils 4 und des Nutenschenkels 63a der Abdeckung 7 des zweiten Griffteils zu verlängern. Solche Verlängerungen sind mit gestrichelten Linien bei 62c und 63c in Fig. 2 gezeigt. Die Verlängerungen 62c und 63c sind so angeordnet, dass sie parallel zum Schlitz 30 des ersten Griffteils 2 liegen, wenn die Griffteile sich in ihrer Offenstellung, wie Fig. 9 gezeigt, befinden. Wenn sich eine Klemme an den Enden der Klemmbackennuten 39 und 40 der Klemmbacken 3 und 5 befindet, legt diese Klemme die vorgeschobene Stellung des Schiebers 13 fest. Unter diesen Umständen kann der querliegende Zylinderzapfen 13b des Schiebers nicht in die Nutverlängerungen 62c und 63c eintreten. Wenn jedoch die letzte Ligaturklemme angeklemmt ist und die Griffteile 2 und 4 in ihre Ausgangslage zurückgeschwenkt sind, befindet sich keine Klemme mehr an den vorderen Enden der Klemmbackenschlitze 39 und 40, so dass der Schieber 13 so weit vorgeschoben wird, bis sein vorderes Ende an den vorderen Enden der Backenschlitze 39 und 40 ansteht. Diese geringfügige zusätzliche Vorwärtsbewegung des Schiebers 13 genügt, um den querliegenden Schieberzapfen 13b in die Nutenverlängerungen 62c und 63c eintreten zu lassen. Da die Nuten Verlängerungen parallel zum langgestreckten Schlitz 30 des Griffteils 2 verlaufen, bewirkt ein Versuch, die Griffteile 2 und 4 zusammenzudrücken keine Bewegung des Schiebers 13 und das Instrument wird im wesentlichen in seiner unbetätigten Ausgangs-Offenstellung verriegelt. Mit einer solchen Art von Sicherheits-Sperrverriegelung ist es notwendig, das Ligaturinstrument mit einer ersten, zwischen den Klemmbacken 3 und 5 liegenden Klemme abzupacken.
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Claims (25)

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1. Instrument zum Anbringen von Klemmen an Blutgefässen durch Zusammendrücken der Klemmen mit einem ersten Griffteil (2), der an seinem vorderen Ende in eine erste Klemmbacke (3) ausläuft, und mit einem zweiten Griffteil (4) und einer zweiten Klemmbacke (5), welche beide am ersten Griffteil in der Nähe seines vorderen Endes schwenkbar montiert sind, wobei der erste und der zweite Griffteil zwischen einer Offen- und einer Schliessstellung manuell verschiebbar sind und die erste Klemmbacke mittels des ersten Griffteils sowie die zweite Klemmbacke mittels des zweiten Griffteils zwischen einer offenen und einer geschlossenen Klemmen-Einklemmstellung verlagerbar sind, gekennzeichnet durch
— ein sich innerhalb des ersten Griffteils (2) in Längsrichtung erstreckendes längliches Magazin (8),
— eine Reihe Klemmen (IG), welche sich in dem Magazin (8) zusammen mit Mitteln (9) befinden, die diese Reihe Klemmen in Richtung auf das vordere Ende des Magazins ständig vorbelasten,
— einen im zweiten Griffteil (4) parallel und neben dem Magazin (8) in einer sich zu den vorderen Enden der ersten und zweiten Backen (3, 5) erstreckenden Schieberbahn (13c) geführten Schieber (13), wobei der Schieber durch den ersten und den zweiten Griffteil (2,4) zwischen einer zurückgezogenen, von den Backen entfernten Stellung, wenn sich die Griffteile in ihrer Schliessstellung befinden und einer ausgefahrenen Klemmen-Positionierstellung zwischen den Backen verlagerbar ist, wenn sich die Griffteile in ihrer Offenstellung befinden,
— einen Durchlass (60, 70,76), welcher das Magazin (8) und die Schieberbahn (13c) miteinander verbindet,
— Leitmittel (32), um jede Klemme (10) aus dem Vorderende des Magazin (8) über den Durchlass zur Schieberbahn (13c) zu überführen,
— Blockiermittel, welche die Leitmittel (32) blockieren, falls der Schieber (13) sich in der ausgefahrenen Stellung befindet, und freigeben, wenn der Schieber (13) sich in der zurückgezogenen Stellung befindet, damit die vorderste Klemme (10) der Reihe unter dem Einfluss der Vorbelastungsmit-tel (9) vom Magazin (8) zur Schieberbahn (13c) befördert wird.
2. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitmittel eine Führungsrampe (32) im ersten Griffteil am vorderen Ende des Magazins (8) aufweisen, welche zur Schieberbahn (13c) hinführt, wobei diese Führungsrampe vom auch als Blockiermittel wirkenden Schieber (13) in ihrer ausgefahrenen Stellung abgedeckt und in seiner zurückgezogenen Stellung freigegeben wird, damit die vorderste Klemme der Reihe vom Magazin in die Schieberbahn hinein unter dem Einfluss der Vorbelastungsmittel (9) übertragen werden kann.
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lung sowie die ersten 75% des Weges aus ihrer Schliess- in ihre Offenstellung bewegt werden.
3. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Magazin (8) ein langgestrecktes hülsenförmiges Glied C-förmigen Querschnitts umfasst, dass die Klemmen (10) innerhalb des hülsenförmigen Glieds gleitfähig geführt sind, wobei jede Klemme (10) einen in Schenkeln (10b, c) auslaufenden Rückenabschnitt (10a) besitzt, und die Klemmen (10) hintereinander mit nach vorne gerichteten Schenkeln im Magazin (8) in einer gemeinsamen Ebene liegen.
4. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (13) im wesentlichen von den Klemmbak-ken (3, 5) entfernt ist, wenn der erste und der zweite Griffteil (2,4) um mindestens ein Viertel des Weges aus dem Offen- in die Schliessstellung bewegt wurden.
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5. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlass freigegeben ist, bevor der erste und der zweite Griffteil (2,4) vollständig in die Schliessstellung bewegt wurden.
6. Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungsanordnung eine Führungsrampe (32) aufweist, die mindestens eine unter einem vorgegebenen Winkel nach vorne zur Klemmen-Zuführungsbahn (13c) geneigte Fläche (69, 70, 71, 72, 74, 75) besitzt.
7. Instrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmen (10) einen Rückenabschnitt (10a) besitzen, der in Schenkeln (10b, 10c) endet, dass die Klemmen (10), eine hinter der anderen mit den Schenkeln nach vorne weisend in einer gemeinsamen Ebene innerhalb des Magazins (8) liegen, dass die Führungsrampe (32) erste und zweite Rampenflächen (69, 70, 71, 72) für jeden Klemmenschenkel (10b, 10c) besitzen, um die Schenkel eine jeden Klemme (10) in die Schieberbahn (13c) hineinzuheben, dass die ersten Rampenflächen (69, 70) nach vorne und in Richtung auf die Schieberbahn (13c) unter einem flachen Winkel geneigt sind und an den zweiten Rampenflächen (71,72) enden, die ihrerseits nach vorne und in Richtung auf die Schieberbahn (13c) unter einem steileren Winkel geneigt sind und an der Schieberbahn (13c) enden, dass die ersten und zweiten Rampenflächen (69, 71) für einen Klemmenschenkel (10b) von den ersten und zweiten Rampenflächen (70, 72) für den anderen Klemmenschenkel (10c) durch einen Wandabschnitt (73) getrennt sind, dass der Wandabschnitt (73) ein neben dem vorderen Ende des Magazins (8) liegendes hinteres Ende besitzt und dass dieses hintere Ende des Wandabschnitts mit mindestens einer Rampenschrägfläche (74, 75) abschliesst, die sich nach vorne und in Richtung auf die Schieberbahn (13c) erstreckt, um den Rückenabschnitt (10a) einer jeden Klemme (10) in die Schieberbahn (13c) hineinzuheben.
8. Instrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Griffteil (2) hinter der Schieberbahn (13c) ein sich zu dieser parallel erstreckender geradliniger Schlitz (30) vorgesehen ist, dass der erste Griffteil (2) eine Abdeckung (6) aufweist, die die Schieberbahn (13c) abschliesst und den Schlitz (30) freilässt, dass an dem zweiten Griffteil (4) eine Abdeckung (7) im Parallelabstand zum Griffteil (4) angebracht ist, wobei der Abstand zwischen Abdeckung (7) und zweitem Griffteil (4) derart vorgesehen ist, dass zwischen diesen Teilen ein Abschnitt des ersten Griffteils (2) leichtgängig geführt aufnehmbar ist, dass in dem zweiten Griffteil (4) und dessen Abdeckung (7) einander gegenüberliegende entsprechende spiegelbildliche Nuten (62, 63) ausgebildet sind, dass diese Nuten (62, 63) L-förmig sind und einander entsprechende erste und zweite Schenkel (62a, 62b; 63a, 63b) besitzen, dass der Schieber (13) ein hinteres Ende besitzt, das von einem zylindrischen Zapfen (13b) gebildet wird, der sich quer zum Schieber (13) durch den Schlitz (30) im ersten Griffteil (2) hindurch erstreckt und mit seinen Enden in den Nuten (62, 63) im zweiten Griffteil (4) bzw. der Abdeckung (7) des zweiten Griffteils geführt ist, dass die ersten Nutschenkel (62a, 63a) entsprechend geformt sind, um mit dem Schlitz (30) und den Enden des Zapfens (13b) entsprechend zusammenzuwirken, um den Schieber (13) in seine zurückgezogene Stellung zu verlagern, wenn die Griffteile (2,4) etwa um die ersten 25% des Weges aus ihrer Offenstellung in ihre Schliessstellung verlagert werden, und um den Schieber (13) in seine vorgeschobene Stellung zu verlagern, wenn die Griffteile (2,4) etwa um die letzten 25% des Weges aus ihrer Schliess- in ihre Offenstellung bewegt werden, und dass die zweiten Nutschenkel (62b, 63b) entsprechend geformt sind, um mit dem Schlitz (30) und dem Zapfen (13b) zusammenzuwirken, damit der Schieber in seiner zurückgezogenen Stellung gehalten wird, wenn die Griffteile (2,4) etwa um die letzten 75% des Weges aus ihrer Offen- in ihre Schliessstel-
9. Instrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Griffteil (4) in der Nähe seines vorderen Endes einen Ansatz (61) trägt und die zweite Klemmbacke (5) eine Steuerfläche (52) besitzt, dass beide Teile, der Ansatz (61) und die Steuerfläche (52) derart angeordnet und geformt sind, dass, sobald der erste und zweite Griffteil (2,4) aus der Offen- in die Schliessstellung verschwenkt wird, der Ansatz (61) am zweiten Griffteil mit der besagten Steuerfläche (52) an der zweiten Klemmbacke (5) in Berührung gelangt, um die zweite Klemmbacke (5) in ihre geschlossene Stellung zu verlagern, nachdem der Schieber (13) in seine zurückgezogene Stellung verschoben wurde und, wenn der erste und zweite Griffteil (2,4) aus der Schliess- in die Offenstellung verlagert werden, der Ansatz (61) die Steuerfläche (52) freigibt, damit sich die zweite Klemmbacke (5) in ihre geöffnete Stellung verlagern kann, bevor der Schieber in seine vorgeschobene Stellung verlagert wird.
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10. Instrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten Klemmbacke (3) ein Stift (77) vorgesehen ist, der sich in Richtung auf die zweite Klemmbacke (5) erstreckt, dass die zweite Klemmbacke (5) eine Bohrung (78) aufweist, dass dieser Stift (77) mit seinem freien Ende in die Bohrung (78) der zweiten Klemmbacke eingreift, wenn sich die Klemmbacken (3, 5) in ihrer geöffneten Stellung befinden, dass der Stift (77) in der Bohrung (78) in der zweiten Klemmbacke (3, 5) aufgenommen wird, wenn sich die Klemmbacken in ihrer geschlossenen Stellung befinden, dass jede Klemme (10) einen in Schenkeln (10b, c) endenden Rük-kenabschnitt (10a) aufweist, dass der Stift (77) an der ersten Klemmbacke (3) derart angeordnet ist, dass er neben dem Rückenabschnitt (10a) einer sich in ihrer Klemmposition zwischen den Klemmbacken (3, 5) befindenden Klemme (10) liegt, um eine Rückwärtsbewegung dieser Klemme (10), sowie sie an ein abzuklemmendes Blutgefäss angelegt ist, zu verhindern.
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11. Instrument nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel (13b, 62c, 63c) zur Verriegelung der Griffteile (2,4) in ihrer Offenstellung nachdem die letzte Klemme (10) zusammengeklemmt wurde.
12. Instrument nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Federelement (17), das die zweite Klemmbacke (5) in ihre geöffnete Stellung vorbelastet.
13. Instrument nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Federelement (16), welches die Griffteile (2,4) in ihre Offenstellung vorbelastet.
14. Instrument nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrampe (32) ferner für jeden Klemmschenkel mindestens eine erste Rampenfläche (69, 70) besitzt, die nach vorne und in Richtung auf die Schieberbahn (13c) unter einem flachen Winkel geneigt ist und in mindestens einer zweiten Rampenfläche (71, 72) endet, die für jeden Klemmschenkel nach vorne und in Richtung der Schie-berbahn (13c) unter einem steileren Winkel geneigt ist und an der Schieberbahn (13c) endet und dass die auf einen Klemmschenkel (10b) bezogenen ersten und zweiten Ram-penflächen (69,71) durch einen Wandabschnitt (73) vom auf den anderen Klemmenschenkel (10c) bezogenen ersten und zweiten Rampenflächen (70,72) getrennt sind.
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15. Instrument nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrampe (32) ein integraler materialeinheitlicher Bestandteil des ersten Griffteils (2) ist.
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16. Instrument nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch ein Federelement (16), welches die Griffteile (2,4) in ihre Offenstellung vorbelastet.
17. Instrument nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an den freien Enden der ersten Nutschenkel (62a,
63a) Nutverlängerungen (62c, 63c) vorgesehen sind, welche parallel zum Schlitz (30) im ersten Griffteil (2) liegen, wenn sich der erste und zweite Griffteil (2, 4) in der Offenstellung befinden, und dass die Zapfenenden (13b) des Schiebers (13) in diese Nutverlängerungen (62c, 63c) eintreten, und zwar beim Verlagern der Griffteile (2,4) aus ihrer Schliess- in ihre Offenstellung nach dem Anklemmen der letzten Klemmen (10), um die Griffteile (2,4) in ihrer Offenstellung zu verriegeln.
18. Instrument nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandabschnitt (73) ein hinteres Ende neben dem vorderen Ende des Magazins (8) besitzt und dass das hintere Ende dieses Wandabschnitts in mindestens einer nach vorne und zur Schieberbahn (13c) weisenden Rampenfläche (74, 75) ausläuft, um den Rückenabschnitt (10a) einer jeden Klemme (10) in die Schieberbahn (13c) hineinzuheben.
19. Instrument nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Federelement (17), das die zweite Klemmbacke (5) in ihre Offenstellung vorbelastet.
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und der zweite Griffteil (2,4) aus der Schliess- in die Offenstellung verlagert werden, der Ansatz (61) die Steuerfläche freigibt, damit sich die zweite Klemmbacke (5) in ihre geöffnete Stellung verlagern kann, bevor der Schieber (13) in seine vorgeschobene Stellung verlagert wird.
20. Instrument nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Griffteil hinter der Schieberbahn (13c) ein sich zu dieser parallel erstreckender geradliniger Schlitz (30) vorgesehen ist, dass der erste Griffteil (2) eine Abdeckung (6) aufweist, die die Schieberbahn (13c) abschliesst und den Schlitz (30) freilässt, dass an dem zweiten Griffteil (4) eine Abdeckung (7) im Parallelabstand zum Griffteil (4) angebracht ist, wobei der Abstand zwischen Abdeckung (7) und zweitem Griffteil (4) derart vorgesehen ist, dass zwischen diesen Teilen ein Abschnitt des ersten Griffteils (2) leichtgängig geführt aufnehmbar ist, dass in dem zweiten Griffteil (4) und dessen Abdeckung (7) einander gegenüberliegende entsprechende spiegelbildliche Nuten (62, 63) ausgebildet sind, dass diese Nuten (62, 63) L-förmig sind und einander entsprechende erste und zweite Schenkel (62a, 62b; 63a, 63b) besitzen, dass der Schieber (13) ein hinteres Ende besitzt, das von einem zylindrischen Zapfen (13b) gebildet wird, der sich quer zum Schieber (13) durch den Schlitz (30) im ersten Griffteil hindurch erstreckt und mit seinen Enden in den Nuten (62, 63) im zweiten Griffteil (4) bzw. der Abdeckung (7) des zweiten Griffteils geführt ist, dass die ersten Nutschenkel (62a, 63a) entsprechend geformt sind, um mit dem Schlitz (30) und den Enden des Schieberzapfens (13b) entsprechend zusammenzuwirken, um den Schieber (13) in seine zurückgezogene Stellung zu verlagern, wenn die Griffteile (2, 4) etwa in das erste Viertel des Weges aus ihrer Offen- in ihre Schliessstellung verlagert werden, und um den Schieber (13) in seine vorgeschobene Stellung zu verlagern, wenn die Griffteile (2,4) etwa um das letzte Viertel des Weges aus ihrer Schliess- in ihre Offenstellung bewegt werden, und dass die zweiten Nutschenkel (62b, 63b) entsprechend geformt sind, um mit dem Schlitz (30) und dem Schieberzapfen (13b) zusammenzuwirken, damit der Schieber (13) in seiner zurückgezogenen Stellung gehalten wird, wenn die Griffteile (2, 4) etwa um die letzten drei Viertel des Weges aus ihrer Offen-in ihre Schliessstellung sowie die ersten drei Viertel des Weges aus ihrer Schliess- in ihre Offenstellung bewegt werden.
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21. Instrument nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Griffteil (4) in der Nähe seines vorderen Endes einen Ansatz (61) trägt und die zweite Klemmbacke (5) eine Steuerfläche (52) besitzt, dass beide Teile, der Ansatz (61) und die Steuerfläche (52), derart angeordnet und geformt sind, dass, sobald der erste und zweite Griffteil (2, 4) aus der Offen- in die Schliessstellung verschwenkt werden, der Ansatz (61) am zweiten Griffteil mit der besagten Steuerfläche (52) an der zweiten Klemmbacke (5) in Berührung gelangt, um die zweite Klemmbacke (5) in ihre geschlossene Stellung zu verlagern, nachdem der Schieber ( 13) in seine zurückgezogene Stellung verschoben wurde und wenn der erste
22. Instrument nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Magazin (8) ein langgestrecktes hülsenförmiges Glied C-förmigen Querschnitts umfasst, dass die Klemmen (10) innerhalb des hülsenförmigen Glieds (8) gleitfähig geführt sind, wobei jede Klemme (10) einen in Schenkeln (10b, c) auslaufenden Rückenabschnitt (10a) besitzt, und die Klemmen hintereinander mit nach vorne gerichteten Schenkeln in dem hülsenförmigen Glied (8) in einer gemeinsamen Ebene liegen.
23. Instrument nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur ständigen Vorbelastung der Reihe Klemmen (10) in Richtung auf das vordere Ende des Magazins (8) einen Zuführungsschuh (9) aufweist, welcher gleitend in dem Hülsenglied (8) hinter der in diesem befindlichen Klemmenreihe geführt ist und dass eine Feder (11) konstanter Kraft an diesem Schuh (9) angreift und den Schuh (9) sowie die Klemmen (10) ständig in Richtung auf das vordere Ende des Hülsenglieds (8) vorbelastet.
24. Instrument nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten Klemmbacke (3) ein Stift (77) vorgesehen ist, der sich in Richtung auf die zweite Klemmbacke (5) erstreckt, dass die zweite Klemmbacke eine Bohrung (78) aufweist, dass dieser Stift mit seinem freien Ende in die Bohrung (78) der zweiten Klemmbacke eingreift, wenn sich die Klemmbacken (3, 5) in ihrer geöffneten Stellung befinden, dass der Stift (77) in der Bohrung (78) in der zweiten Klemmbacke aufgenommen wird, wenn sich die Klemmbak-ken (3, 5) in ihrer geschlossenen Stellung befinden, dass jede Klemme (10) einen in Schenkeln (10b, c) endenden Rückenabschnitt (10a) aufweist, dass der Stift (77) an der ersten Klemmbacke (3) derart angeordnet ist, dass er neben dem Rückenabschnitt (10a) einer sich in ihrer Klemmposition zwischen den Klemmbacken (3, 5) befindenden Klemme (10) liegt, um eine Rückwärtsbewegung dieser Klemme (10), sowie sie an ein abzuklemmendes Blutgefäss angelegt ist, zu verhindern.
25. Instrument nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass an den freien Enden der ersten Nutschenkel (62a, 63a) Nutverlängerungen (62c, 63c) vorgesehen sind, welche parallel zum Schlitz (30) im ersten Griffteil (2) liegen, wenn sich der erste und zweite Griffteil (2,4) in der Offenstellung befinden, und dass die Zapfenenden (13b) des Schiebers (13) in diese Nutverlängerungen (62c, 63c) eintreten, und zwar beim Verlagern der Griffteile (2,4) aus ihrer Schliess- in ihre Offenstellung nach dem Anklemmen der letzten Klemme (10), um die Griffteile (2,4) in ihrer Offenstellung zu verriegeln.
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