CH666010A5 - Verpackung fuer ein tafelfoermiges produkt, insbesondere eine schokoladetafel. - Google Patents

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CH666010A5 CH1091/85A CH109185A CH666010A5 CH 666010 A5 CH666010 A5 CH 666010A5 CH 1091/85 A CH1091/85 A CH 1091/85A CH 109185 A CH109185 A CH 109185A CH 666010 A5 CH666010 A5 CH 666010A5
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Franz-Joseph Widmann
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Description

BESCHREIBUNG
Eine Verpackung gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1 für Schokoladetafeln ist durch Vorbenutzung bekannt. Bei dieser bekannten Verpackung besteht die Einschlagmaterialfolie aus Aluminium, und sie weist auf der Innenseite eine thermoplastische Siegelschicht auf. Die Längsflossensiegelnaht dient einerseits der hermetischen Abdichtung, andererseits hat sie die Funktion eines Garantieverschlusses. Die beiden, die Längsflossensiegelnaht bildenden Lappen sind gleich breit und flach auf die Unterseite der Verpackung gefaltet. Die beiden Stirnseitenverschlüsse sind über die beiden Lappen ebenfalls auf die Unterseite gefaltet. Damit unterbrechen sie die eine der beiden grossen Werbeflächen, so dass es üblich ist, die Verpackung durch einen zweiten Einschlag aus Papier zu ergänzen. Dies erfordert nebst zusätzlichem Verpackungsmaterial einen zusätzlichen Aufwand bei der Verpackungsmaschine.
Aus der DE-AS 1 030 247 ist eine Aussenhülle aus Papier für eine derartige Verpackung bekannt, bei welcher auf die Rückseite der Schokoladetafel zunächst die Stirnseitenverschlüsse, hierauf die beiden verbleibenden Längslappen gefaltet werden. Diese überlappende Verpackungsart eignet sich nicht zur Bildung von Siegelnähten, weil diese Flossennähte voraussetzen. Eine hermetische Abdichtung des Produktes ist daher nicht möglich.
Aus der US-A-3 124 298 ist eine Verpackung, allerdings nicht für tafelförmige Produkte, bekannt, die ebenfalls eine Längsflossensiegelnaht aufweist. Diese Naht steht senkrecht von einer Packungsfläche äb und unterbricht daher ebenfalls diese für Werbezwecke attraktive Fläche.
Aus der DE-OS 3 214 240 ist ein Beutel für Schnittabak bekannt, bei welchem die beiden, die Längsflossensiegelnaht bildenden Lappen ungleich lang sind. Zur Fertigung des Beutels wird zunächst eine rechteckige, mehrlagige Kunststoffolie längs gefaltet und an den beiden Seitenrändern verschweisst. Nach dem Füllen des Beutels wird dieser durch einen über die ganze Länge der Lappen verlaufenden Verschlussstreifen versiegelt. Die Lappen werden seitlich eingefaltet und schliesslich über eine Biegung auf die eine Flachseite des Beutels gelegt. Diese Verpackungsart eignet sich nicht für tafelförmige Produkte, weil bei ihr die beiden Stirnseitenverschlüsse vor dem Einfüllen des Produktes hergestellt werden müssen und die Einschlagmaterialfolie im Bereich der Biegung nicht durch Falten flachgelegt werden kann, so dass die Stirnseiten der Verpackung unansehnlich wären.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Verpackung gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1 so weiterzubilden, dass sie auf beiden Seiten eine grosse, ununterbrochene Werbefläche aufweist, wobei eine dichte Packung mit gutem Schutz gegen unbefugte Entnahme gewährleistet ist. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der Verpackung ist im Anspruch 8 definiert.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Darin zeigen, je in perspektivischer Darstellung:
Fig. 1-4 vier aufeinanderfolgende Stadien bei der Herstellung der Verpackung,
Fig. 5 die fertige Verpackung, und
Fig. 6 die geöffnete Verpackung.
Die dargestellte Verpackung umschliesst eine Schokoladetafel 2 und besteht aus einer innenseitig mit einer Siegelschicht kaschierten Aluminiumfolie 1. Die Folie 1 wird aus einem rechteckigen Zuschnitt gebildet. Im ersten Verpackungsschritt (Fig. 1) wird die Tafel 2 mit ihrer Oberseite auf die Folie 1 gelegt. Im zweiten Verpackungsschritt (Fig. 2) wird die Tafel 2 durch die Folie 1 umschlungen. Benachbart zum einen Längsrand 13 werden die Enden der Folie 1 zu Lappen 3,4 gegeneinander hochgefaltet. Die Lappen 3,4 werden durch eine Siegelnaht 5 versiegelt und bilden somit eine Flossennaht. Der erste Lappen 4 wird dabei durch den zweiten Lappen 3 überragt.
Im dritten Verpackungsschritt (Fig. 3) werden Stirnseitenverschlüsse 7 gebildet und hochgefaltet, indem der seitlich über die Unterseite vorstehende Teil der Folie 1 um eine Faltkante 25 und der über die Oberseite 11 vorstehende Teil längs der Produktstirnseite hochgefaltet und seitlich je ein Rand 8 sowie von den Lappen 3,4
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ein Faltlappen 30 eingefaltet werden. Bei dieser Faltung bildet sich an den Stirnseiten verschlussen 7 je eine von den Ecken 28, 29 ausgehende Faltkante 26. Dabei ragt der Lappen 3 schräg zur Unterseite 10 hoch. In dieser Stellung werden die beiden Stirnseitenverschlüsse 7 durch je eine Siegelnaht 9 versiegelt.
Im nächsten Verpackungsschritt (Fig. 4) werden die beiden Stirnseiten Verschlüsse 7 flach auf die Unterseite 10 der Packung gefaltet, der Lappen 3 mit Hotmelt- oder Kaltleim-Auftragungen 20, 21 versehen und auf die Unterseite 10 gepresst. Er überdeckt dabei die Stirnseitenverschlüsse 7. Die Klebpunkte 21 verbinden den Lappen 3 mit den Stirnseitenverschlüssen 7.
In Fig. 5 ist die fertige Verpackung dargestellt. Dadurch, dass der Lappen 3 auf der Unterseite 10 bis nahezu an die Längskante 14 reicht und seine Länge nur wenig geringer als die Tafellänge ist, weist die Verpackung sowohl auf der Oberseite 11 als auch auf der Unterseite 10 eine grosse, ununterbrochene Werbefläche auf. Durch die Siegelnähte 5, 9 ist sie dicht und sicher verschlossen. Damit können hohe Ansprüche an die Verpackung mit einer einzigen Einschlagfolie befriedigt werden. Die Verpackungsmaschine bedarf keiner zweiten Einschlagmaterialzuführung.
Zum Öffnen der Verpackung ist ein quer zu den Längskanten 12, 5 13, 14 über die ganze Breite der Folie 1 verlaufendes Aufreissband 16 vorgesehen. Benachbart zum Band 16 weist der Rand der Lappen 3 und 4 je zwei Einschnitte 15, 15a auf. Das Band 16 schneidet die Kanten 13,14 unter einem Winkel, der etwas weniger als 90°
beträgt. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, kommen dadurch die Ab-io schnitte des Bandes 16 in den Lappen 3,4 nicht aufeinander zu liegen, was einerseits eine dichte Versiegelung und andererseits ein problemloses Aufreissen gewährleistet. Fig. 6 stellt eine durch Ziehen am Aufreissband 16 geöffnete Verpackung dar. Durch Entfernen des kürzeren, abgetrennten Teils, der Verpackung wird ein j5 Teil der Schokoladetafel 2 freigegeben, der abgebrochen werden kann. Durch den verbleibenden Teil der Verpackung ist ein guter Schutz der Tafel 2 und der Hände gewährleistet.
1 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

666 010 PATENTANSPRÜCHE
1. Verpackung für ein tafelförmiges Produkt (2), insbesondere eine Schokoladetafel, mit einer Einschlagmaterialfolie (1), die auf der Innenseite eine Siegelschicht aufweist und unter Bildung einer Längsflossensiegelnaht (5) und zweier Stirnseitenverschlüsse (7) um das Produkt (2) gefaltet ist, wobei die Längsflossensiegelnaht (5) benachbart zu einer ersten Packungslängskante (13) angeordnet ist und die beiden Stirnseitenverschlüsse (7) sowie die die Längsflossensiegelnaht (5) bildenden Lappen (3, 4) flach auf die eine Grossfläche (10) der Verpackung gefaltet sind, dadurch gekennzeichnet, dass von den beiden, die Längsflossensiegelnaht (5) bildenden Lappen (3, 4) der zweite Lappen (3) über den Rand des ersten Lappens (4) vorsteht, die Stirnseitenverschlüsse (7) auf der Grossfläche (10) überdeckt und mit Befestigungsmitteln (20) auf der Grossfläche (10) befestigt ist.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand des zweiten Lappens (3) angenähert mit einer zweiten Pak-kungslängskante (14) zusammenfallt.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseitenverschlüsse (7, 9) je eine weitere Siegelnaht (9) aufweisen.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschlagmaterialfolie (1) mindestens am zweiten Lappen (3) zwei Randeinschnitte (15) und dazwischen ein quer zu den Packungslängskanten (13, 14) verlaufendes Aufreissband (16) aufweist.
5. Verpackung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufreissband (16) mit den Packungslängskanten (13, 14) einen Winkel bildet, der von 90° abweicht.
6. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel Klebstellen (20) sind und dass der zweite Lappen (3) durch zusätzliche Klebstellen (21) mit den Stirnseitenverschlüssen (7) verbunden ist.
7. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Lappen (3) über die ganze Länge über den ersten Lappen (4) vorsteht, dass der erste Lappen (4) eine Längsfaltkante (24) aufweist, die unmittelbar längs der ersten Pak-kungslängskante ( 13) verläuft, dass die beiden Stirnseitenverschlüsse (7) je eine Breitfaltkante (25) längs einer Packungsbreitkante (17, 18) und je mindestens eine Schlussfaltkante (26) aufweisen, und dass die Lappen (3, 4) beidseits je eine Lappenfaltkante (27) aufweisen, wobei die Längsfaltkante (24) und jeweils die Breitfaltkante (25), die Schlussfaltkante (26) und die Lappenfaltkante (27) je von einer Pak-kungsecke (28, 29) ausgehen.
8. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass aus der flachen Einschlagmaterialfolie (1) ein Schlauch mit einem vorstehenden Lappen (3) gebildet und durch die Längsflossensiegelnaht (5) versiegelt wird, dass der Lappen (3) mit der Naht (5) in Schräglage zur Grossfläche (10) gefaltet wird, die beiden Stirnseiten Verschlüsse (7) teilweise eingefaltet und versiegelt werden, dass der Lappen (3) mit Leim beschichtet wird, und dass anschliessend die Stirnseitenverschlüsse (7) und der Lappen (3) auf die Grossfläche (10) gefaltet und angepresst werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Schlauchbildung auf die Einschlagmaterialfolie (1) ein Aufreissband (16) unter einem Winkel zu den beiden Längsrändern der Folie (1) aufgebracht wird, der von 90° verschieden ist, und dass der eine Längsrand beidseitig neben dem Aufreissband (16) eingeschnitten wird.
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