CH668183A5 - Therapeutisches mittel zur behandlung von leberversagen. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein therapeutisches Mittel zur Behandlung von Leberversagen und insbesondere auf ein solches Mittel, welches aus Dibenzocyclooc-tadien-Verbindungen, welche aus Schisandrae Fructus extrahierbar sind, besteht.
Das Versagen der Leberfunktion, welches durch verbreitete Nekrose der Leberzellen hervorgerufen wird, ist eine Erkrankung, welche Symptome wie Leberatrophie, progressive Gelbsucht, Speiseröhrenblutungen, Blutungen im Verdau-5 ungssystem usw. aufweist. Früher wurden Patienten mit Leberversagen nur helfenden Behandlungen unterworfen, wie z.B. die versuchte Aufrechterhaltung und Kompensation der Leberfunktion. Diese konventionellen Behandlungen sind jedoch nicht mehr als symptomatische Behandlungen, und es 10 standen keine therapeutischen Mittel zur Verfügung, welche für die Heilung von Leberversagen wirksam waren. Die Entwicklung eines für die Heilung von Leberversagen wirksamen Mittels war daher schon lange erwünscht. Eines der Ziele der vorliegenden Erfindung ist daher die Beschaffung ei-15 nes therapeutischen Mittels zur Behandlung von Leberversagen.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Beschaffung eines therapeutischen Mittels zur Behandlung von Leberversagen, welches aus Schisandrae Fructus extrahierte 20 Dibenzocyclooctadien-Verbindungen enthält.
Diese und andere Ziele sowie deren Vorteile gegenüber dem Stand der Technik werden aus der folgenden Beschreibung und den Ansprüchen ersichtüch. Das Mittel ist in Patentanspruch 1 definiert.
25 Ein therapeutisches Mittel zur Behandlung von Leberversagen gemäss der vorliegenden Erfindung ist durch die folgende allgemeine Strukturformel dargestellt:
50 in welcher sowohl Ri wie R2 — OCH3 bedeuten oder Ri zusammen mit R2 — OCH2— darstellen,
sowohl R3 wie R4 — OCH3 bedeuten oder R3 zusammen mit R} — OCH2O— darstellen.
R5 H,... CH3 oder -4 OH ist, wobei, wie üblich, 55 punktierte Linien eine Bindung nach unten von der Ebene des Papieres, dreieckige Bindungen nach oben von dieser Ebene und Wellenlinien beide derartige Stellungen bedeuten, und
Re, R7 und Rg -^H oder ... CH3 sind.
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Deoxyschizandrin Das zur Gewinnung eines therapeutischen Mittels zur Behandlung von Leberversagen gemäss der vorliegenden Erfindung verwendete koreanische Gomisi (Schizandra chinen-65 sis Baili.) ist ein Laubbaum, welcher zur Familie der Magno-liaceae gehört, die in Japan, Korea und China beheimatet ist. Die getrockneten reifen Früchte von Schizandra chinen-sis Baili, bilden eine Droge, welche Gomisi (Schisandrae
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dem Entwickeln wurde die Zone mit Rfö.44, welche eine UV-Absorption von 254 nm aufwies, mit Chloroform-Methanol (4:1) extrahiert. Der Extrakt wurde durch Entfernen des Lösungsmittels konzentriert, um einen Rückstand s zu ergeben. Der Rückstand wurde umkristallisiert aus dem Gemisch n-Hexan und Äther, um farblose Kristalle zu ergeben. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften dieser Kristalle waren identisch mit jenen von Deoxyschizan-drin, wie es in der Literatur beschrieben ist (Chem. Pharm, io Bull., 27(11)2695 - 2709 (1979)).
Gomisin N
Eine Verbindung, in welcher Ri zusammen mit R2 -OCH2O-, R3 und R4 -OCH3, R5 • • • CH3, Rs <*H, 15 R7... CH3 und Rg in der obigen allgemeinen Formel <H bedeutet, wird Gomisin N genannt. Gomisin N kann erhalten werden durch Extraktion von Schisandrae Fructus mit niederen Kohlenwasserstoffen, um einen Extrakt zu ergeben, Entfernung des Lösungsmittels und der flüchtigen Kompo-20 nenten aus dem Extrakt, um einen Rückstand zu bilden, und Chromatographieren des Rückstandes.
Pulverisiertes Pulver von Schisandrae Fructus wird mit niederen Kohlenwasserstoffen, wie Petroläther, n-Hexan, Benzol und dgl., bei einer Temperatur im Bereich zwischen 25 30 °C und dem Siedepunkt, vorzugsweise unter Rückfluss, extrahiert. Die Extrakte, welche durch mehrmaliges Extrahieren erhalten werden, werden vereint und durch Entfernung des niederen Kohlenwasserstoffs konzentriert, um einen getrockneten Extrakt zu ergeben. Dieser Extrakt wird 30 der Dampfdestillation unterworfen, um flüchtige Komponenten, wie essenzielle Öle, zu entfernen.
Der Rückstand (der in niederen Kohlenwasserstoffen lösliche, von essentiellen Ölen freie Anteil) wird der Säulenchromatographie unterworfen, unter Verwendung eines 35 Adsorbens wie Silicagel, Aluminiumoxid, Florisil, Polyamid, Celit und dgl. Die mit einem organischen Lösungsmittel, wie n-Hexan, Benzol, Chloroform, Azeton, Äther, Äthylacetat, Äthanol, Methanol und dgl. oder Gemischen dieser Lösungsmittel eluierten Fraktionen werden durch Entfernen 40 der Lösungsmittel konzentriert, um Gomisin N zu ergeben.
Gomisin N kann auch erhalten werden durch Extrahieren aus Schisandrae Fructus mit einem niederen Alkohol, wie Methanol, Äthanol und dgl. In diesem Fall wird der Extrakt mit niederem Alkohol konzentriert, um einen Extrakt 45 zu ergeben. Dieser Extrakt wird in Wasser gelöst, auf einem Adsorptionsmittel, wie Celit, Cellulosepulver und dgl., adsorbiert und eluiert mit n-Hexan, Petroläther, Benzol, Chloroform, Äther und dgl. Das Eluat wird konzentriert und der obigen Chromatographie unterworfen, um Gomisin N zu er-50 geben. Eine ausführliche Erklärung bezüglich der Herstellung von Gomisin N wird in der folgenden Präparation 2 ge-'geben.
Fructus) oder Kita-Gomisi genannt wird. Das Gomisi oder Kita-Gomisi ist im Handel erhältlich.
Eine Verbindung der Formel I, in welcher Ri, R2, R3 und R4 — OCH3 bedeuten, R5 -^H ist, R6... CH3 ist, R7 -^H ist und Rg... CH3 ist, wird Deoxyschizandrin genannt. Deoxy-schizandrin kann nach den folgenden Verfahren erhalten werden.
Schisandrae Fructus wird mit einem organischen Lösungsmittel, wie Petroläther, Äther, Äthanol, Methanol und dgl., extrahiert. Dieser Extrakt wird entweder wie er ist oder in Form eines durch Entfernung des organischen Lösungsmittels durch Verdampfen erhaltenen Konzentrats der Chromatographie an einer Silicagelsäule unterworfen und die Säule mit einem oder mehreren Lösungsmitteln, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Benzol, n-Hexan, Azeton, Äthyl-Azetat, Methanol und Äthanol, eluiert, um ein Eluat zu erhalten. Das Lösungsmittel wird aus dem Eluat entfernt, um eine rohe Fraktion zu erhalten, welche Deoxyschizandrin enthält. Die rohe Fraktion wird der präparativen Dünnschichtchromatographie (PTLC), unterworfen und mit einem oder mehreren Lösungsmitteln, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Benzoläther, n-Hexan, Azeton, Äthylazetat, Methanol und Äthanol, entwickelt. Die Zone, welche Deoxyschizandrin enthält, dessen Gegenwart durch UV-Bestrahlung identifiziert werden kann, wird gesammelt und mit einem einzigen oder einem Gemisch von Lösungsmitteln hoher Polarität, wie Chloroform, Methanol und dgl., extrahiert. Der Extrakt ergibt Deoxyschizandrin durch Entfernung der Lösungsmittel. Die wiederholte PTLC des auf die obige Weise erhaltenen Deoxyschizandrins ergibt reines Deoxyschizandrin. Reines Deoxyschizandrin kann erhalten werden durch Umkristallisieren aus einem oder mehreren Lösungsmitteln, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Äther, Chloroform, n-Hexan, Azeton, Methanol, Äthanol.
Eine ausführlichere Erklärung bezüglich der Herstellung von Deoxyschizandrin wird in der folgenden Präparation 1 gegeben. Die Prozentangaben und Verhältniszahlen, die in der vorliegenden Beschreibung angegeben sind, beziehen sich, sofern nichts anderes ausdrücklich vermerkt ist, auf Volumen/Volumen.
Präparation 1
Die getrockneten Pulver (9,34 kg) Schisandra Chinensis Baili, wurden mit Petroläther (24 Liter) unter Rückfluss bei 36 °C während 6 Stunden extrahiert. Der Extrakt wurde filtriert, um einen Rückstand zu entfernen. Der Rückstand wurde weiter zweimal auf dieselbe Weise extrahiert. Die drei Extrakte wurden vereint und durch Entfernung des Petrol-äthers unter vermindertem Druck konzentriert, um einen trockenen Extrakt (1,15 kg) zu erhalten.
Der getrocknete Extrakt (1,15 kg) wurde der Chromatographie an einer Silicagelsäule (Kieselgel 60, 70—230mesh Merck) unterworfen, wobei mit Benzol, welches steigende Mengen an Azeton enthielt, entwickelt wurde. Die Fraktion (5 Liter), welche mit Benzol-Azeton (92:8) eluiert worden 55 war, wurde durch Entfernung des Lösungsmittels konzentriert, um die rohe Fraktion von Deoxyschizandrin (129,8 g) zu ergeben.
Die obige rohe Fraktion des getrockneten Extraktes (25,4 g) wurde der PTLC (Dünnschichtplatte : Kieselgel 60 PF254 (Merck); Entwicklerlösungsmittel: Äther (5:1)) unterworfen. Nach dem Entwickeln wurde die Zone von Rfö.71, welche eine UV Absorption von 254 nm aufwies, mit Chloroform-Methanol (4:1) extrahiert. Der Extrakt wurde durch Entfernung des Lösungsmittels konzentriert, um einen 65 Rückstand zu ergeben. Dieser Rückstand wurde weiter gereinigt durch PTLC (Dünnschichtplatte:Kieselgel PF254 Merck); Entwicklerlösungsmittel: Hexan-Äthyl (4:1)). Nach
Präparation 2
Pulverisierte Schisandrae Fructus (4,67 kg) wurde in Petroläther (12 Liter, Siedepunkt: 37—39 °C) eingerührt und unter Rückfluss während 8 Stunden extrahiert. Diese Extraktionsstufe wurde dreimal wiederholt. Diese drei Extrakte wurden vereint und konzentriert durch Entfernung des Äthers unter vermindertem Druck, um einen Extrakt (546 g) zu ergeben. Dieser Extrakt wurde im Wasser (1200 ml) suspendiert, und essentielles Öl entfernt durch Dampfdestillation während 3 Stunden, um einen Rückstand zu ergeben. Der nicht destillierte Teil wurde sechsmal aus dem Rückstand mit Äther extrahiert, und die ätherischen Extrakte wurden vereint und konzentriert durch Entfernen des Äthers, um eine an essentiellen Ölen freie Portion (491 g) zu erhalten, welche in Petroläther löslich ist. Die obige an essentiellen
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Ölen freie Portion (491 g) wurde in n-Hexan (1 Liter) gelöst, in eine Säule eingeführt, in welche mit n-Hexan aufgequollenes Silicagel (5 kg) zuvor in ein Glasrohr (Durchmesser: 12 cm; Länge: 110 cm) eingefüllt worden war, und zuerst mit n-Hexan, dann mit Benzol und schliesslich mit einem Benzol-Aceton-Gemisch entwickelt. Die beiden Teile, welche mit Benzol-Aceton (47:3) bzw. mit Benzol-Aceton (46:4) eluiert worden waren, wurden vereint und durch Entfernung des Lösungsmittels unter vermindertem Druck konzentriert, um einen Rückstand zu ergeben. Der Rückstand wurde in einem Gemisch von n-Hexan und Äther bei erhöhter Temperatur aufgelöst, bei Zimmertemperatur stehen gelassen um zu kristallisieren, und filtriert, um Kristalle von Gomisin N (14 g, 0,3%) zu erhalten.
Schizandrin • Gomisin A
Unter den Verbindungen, welche durch die obige allgemeine Formel dargestellt sind, wird eine Verbindung, in welcher Ri, R2, R3 und R4 —OCH3, R5 -^H, Re ... CH3, R7 -^H und Rg... CH3 bedeutet, Schizandrin genannt. Ände-rerseits wird eine Verbindung, in welcher Ri zusammen mit R2 -OCH2O-, R3 und R, -OCH3, Rs ^OH, Re ... CH3, R7 -^H und Rg... CH3 bedeutet, Gomisin A genannt.
Schizandrin kann nach der in der Literatur beschriebenen Methode (N.K. Kochetkov, usw.: Zh. Obshch. Khim., Band 31, Seite 3454,1961) erhalten werden. So kann Schizandrin nach dem folgenden Verfahren erhalten werden. Ein Extrakt, erhalten durch Extrahieren aus Schisandrae Fructus mit Ligroin, wird mit Methanol behandelt. Nachdem der in Methanol lösliche Teil mit NaOH (IN, 85% methanolische Lösung) hydrolisiert wurde, wird der neutrale Teil der Chromatographie mit Aluminiumoxyd unterworfen, worauf mit Ligroin, Benzol und Chloroform entwickelt wird, und das Eluat mit Chloroform Schizandrin (0,14%) ergibt.
Gomisin A kann nach der in der Literatur beschriebenen Methode (Taguchi, et al.: Chem. Pharm. Bull. (Tokyo),
Band 23, Seite 3296, 1975; Taguchi, et al.: Chem. Pharm. Bull. (Tokyo), Band 25, Seite 364,1977) erhalten werden. So kann Gomisin A nach dem folgenden Verfahren erhalten werden. Der Extrakt von Schisandrae Fructus mit heissen niederen Kohlenwasserstoffen (wie Petroläther, n-Hexan, Benzol und dgl.) wird konzentriert durch Entfernen des Lösungsmittels, um einen Rückstand zu ergeben. Der Rückstand wird in Wasser gelöst und der Dampfdestillation unterworfen, um die essentiellen Öle zu entfernen. Der nicht destillierte Teil wird der Chromatographie mit Silicagel unterworfen und mit n-Hexan, Benzol oder Aceton oder deren Gemische entwickelt, um Gomisin A abzutrennen. Dieses Verfahren kann auch Schizandrin ergeben. Eine ausführliche Erklärung in bezug auf die Herstellung von Schizandrin und Gomisin A ist in der folgenden Präparation 3 gegeben.
Präparation 3
Pulverisiertes Schisandrae Fructus (1,38 kg) wurde mit Petroläther (3 Liter) unter Rückfluss viermal je 8 Stunden extrahiert. Die erhaltenen Extrakte wurden vereint und unter vermindertem Druck konzentriert, um den Petrolätherex-trakt (188 g) zu erhalten. Dieser Extrakt wurde in Wasser (450 ml) suspendiert und während 3 Stunden mit Dampf destilliert, um die essentiellen Öle zu entfernen. Der nicht destillierte Teil wurde mit Äther viermal extrahiert, und die ätherischen Extrakte wurden vereint und durch Entfernen des Äthers konzentriert, um einen an essentiellen Ölen freien Teil (179 g, Fraktion A) zu ergeben, welcher in Petroläther löslich ist.
Das Schisandrae Fructus wurde nach der Extraktion mit Petroläther weiter mit heissem Methanol dreimal während je 8 Stunden extrahiert, worauf die methanolischen Extrakte vereint und konzentriert wurden, um einen trockenen methanolischen Extrakt (383 g) zu ergeben. Der methanolische Extrakt wurde in Wasser (580 ml) gelöst und mit Aethylace-tat (850 ml) dreimal extrahiert. Die drei Eluate mit Äthylace-tat wurden vereint und bei vermindertem Druck konzentriert, um einen Extrakt (78 g) zu ergeben. Dieser Extrakt wurde in Methanol gelöst und mit Celit (No 535, Johns-Manville, 300 g) vermischt. Das Gemisch wurde chromato-graphiert, mit n-Hexan (2 Liter) entwickelt, und das Eluat wurde bei vermindertem Druck konzentriert, um einen Extrakt (20,8 g, Fraktion B) zu erhalten.
Die Fraktion A (179 g) und die Fraktion B (20,8 g) wurden vereint, der Chromatographie mit Silicagel (1200 g) unterworfen und anschüessend zuerst mit n-Hexan, dann mit Benzol und schliesslich mit Benzol-Aceton-Lösungsmittelsy-stemen entwickelt. Das Eluat mit Benzol-Aceton (4:1) und das Eluat mit Benzol-Aceton (3:1) wurden vereint und konzentriert, um einen Rückstand zu ergeben. Dieser Rückstand wurde wieder auf Silicagel (480 g) chromatographiert und mit Benzol-Äther-Lösungsmittelsystemen entwickelt. Das Eluat mit Benzol-Äther (4:1) wurde aus Methanol kristallisiert, um Gomisin A (3,04 g, 0,22%) zu erhalten.
Das mit Benzol-Aceton (7:3) nach der obigen Chromatographie erhaltene Eluat und das mit Benzol-Aceton (3:2) erhaltene Eluat wurden vereint und konzentriert, um einen Rückstand (8,3 g) zu ergeben. Dieser Rückstand wurde wieder an Silicagel (180 g) chromatographiert und mit n-Hexan-Aceton-Lösungsmittelsystemen entwickelt. Das Eluat mit n-Hexan-Aceton (22:3) wurde aus n-Hexan-Äther kristallisiert, um Schizandrin (3,5 g, 0,25%) zu ergeben.
y-Schizandrin
Unter den Verbindungen, welche durch die obige allgemeine Formel dargestellt werden, wird eine Verbindung, in welcher Ri zusammen mit R2 — 0CH20 —, R3 und R4 -OCH3, R5 <«H, Re... CH3, R7 ^H und Rg... CH3 bedeutet, y-Schizandrin genannt. Das y-Schizandrin kann nach dem folgenden Verfahren erhalten werden. Schisandrae Fructus, d.h. die getrockneten Früchte von Schizandra chi-nensis Baili., wird mit einem organischen Lösungsmittel, wie Petroläther, Äther, n-Hexan, Äthanol, Methanol und dgl. extrahiert. Der Extrakt wird wie er ist oder in Form seines Konzentrates nach Entfernung des organischen Lösungsmittels der Säulenchromatographie mit Silicagel unterworfen, mit einem oder mehreren Lösungsmittlen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Petroläther, n-Hexan, Benzol, Aceton, Äthylacetat, Methanol und Äthanol, eluiert, um ein Eluat zu ergeben. Das Eluat wird konzentriert durch Entfernen der Lösungsmittel, um die rohe Fraktion von y-Schizan-drin zu ergeben. Diese rohe Fraktion wird aus dem Gemisch von n-Hexan und Äther umkristallisiert und weiter mehrmals aus dem Gemisch von n-Hexan und Äther oder Methanol umkristallisiert, um y-Schizandrin zu erhalten. Eine ausführlichere Erklärung bezüglich der Herstellung von y-Schi-zandrin wird in der folgenden Präparation 4 gegeben.
Präparation 4
Getrocknetes Pulver (9,34 g) Schizandra chinensis Baili, wurde mit Petroläther (24 Liter) unter Rückfluss bei 36 °C während 6 Stunden extrahiert. Der Extrakt wurde nach dem Kühlen filtriert, um einen Rückstand zu ergeben. Der Rückstand wurde weiter zweimal auf dieselbe Weise extrahiert. Die gesamten drei Extrakte wurden vereint und durch Entfernung des Petroläthers unter vermindertem Druck konzentriert, um einen getrockneten Extrakt (1,15 kg) zu erhalten.
Diese getrockneten Extrakte (1,15 kg) wurden der Silica-gel-Säulenchromatographie (Kieselgel 60,70—230 mesh, Merck, 10 kg) unterworfen und mit Benzol, welches ansteis
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gende Mengen Aceton enthielt, eluiert. Das Eluat mit Benzol-Aceton (92:8, 5 Liter) wurde konzentriert durch Entfernung des Lösungsmittels, um einen getrockneten Extrakt (129,8 g) zu ergeben. Dieser getrocknete Extrakt (129,8 g) wurde aus dem Gemisch von n-Hexan und Äther umkristal-.lisiert, um farblose Kristalle (15,44 g) zu ergeben. Diese farblosen Kristalle (15,44 g) wurden weiter dreimal aus Methanol umkristallisiert, tun schliesslich farblose prismatische Kristalle (1,102 g, 0,012%) zu erhalten. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Kristalle waren identisch mit jenen von y-Schizandrin, wie sie in der Literatur (Ch. Pharm. Bull., 30(1), 132—139 (1982)) beschrieben sind.
Wuweizisu C
Unter den Verbindungen, welche durch die obige allgemeine Formel dargestellt sind, wird eine Verbindung, in welcher R4 zusammen mit R2 — 0CH20—, R3 zusammen mit Rt -0CH20-, Rs ... CH3, Rs «*H, R7... CH3undR8 -^H darstellt, Wuweizisu C genannt. Wuweizisu C kann nach dem folgenden Verfahren erhalten werden. Schisandrae Fructus, d.h. die Früchte von Schizandra chinensis Baili., wird mit einem organischen Lösungsmittel, wie Petroläther, Äther, n-Hexan, Äthanol, Methanol und dgl. extrahiert. Der Extrakt wird, wie er ist, oder in Form seines durch Entfernung des organischen Lösungsmittels erhaltenen Konzentrats der Silicagel-Säulenchromatographie unterworfen und mit einem oder mehreren Lösungsmitteln, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Petroläther, n-Hexan, Benzon, Aceton, Äthylacetat, Methanol und Äthanol eluiert, um ein Eluat zu ergeben. Das Eluat wird konzentriert durch Entfernung des Lösungsmittels, um die rohe Fraktion von Wuweizisu C zu ergeben. Diese rohe Fraktion wird der Silicagel-Säulenchromatographie unterworfen, mit einem oder mehreren Lösungsmitteln, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus n-Hexan, Petroläther, Benzol, Äther, Aceton, Äthylacetat, Methanol und Aethanol, eluiert und durch Entfernen des Lösungsmittels konzentriert, um die endgültige rohe Fraktion von Wuweizisu C zu ergeben. Die endgültige rohe Fraktion von Wuweizisu C wird aus dem Gemisch von n-Hexan und Äther, oder Methanol umkristallisiert, um Wuweizisu C zu erhalten. Eine ausführliche Erklärung in bezug auf die Herstellung von Wuweizisu C wird durch die folgende Präparation 5 gegeben.
Präparation 5
Getrocknetes Pulver (4,67 kg) Schizandra chinensis Baili, wurde mit Petroläther unter Rückfluss bei 36 °C während 6 Stunden extrahiert. Der Extrakt wurde nach dem Abkühlen filtriert, um einen Rückstand zu ergeben. Der Rückstand wurde weiter zweimal auf dieselbe Weise extrahiert. Die gesamten drei Extrakte wurden vereint und durch Entfernen des Petroläthers unter vermindertem Druck konzentriert, um einen getrockneten Extrakt (546 g) zu erhalten.
Dieser getrocknete Extrakt (546 g) wurde der Silicagel-Säulenchromatographie (Kieselgel 60, 70—230 mesh,
Merck, 10 kg) unterworfen und zuerst mit n-Hexan-Benzol (1:1,4 Liter), dann mit n-Hexan-Benzol (9:1,3 Liter), dann mit Benzol (6,5 Liter) und schliesslich mit Benzol, welches steigende Mengen Aceton enthielt, eluiert. Das Eluat (6,5 Liter) mit Benzol, das Eluat (5 Liter) mit Benzol-Aceton (98:2) und das Eluat (5 Liter) mit Benzol-Aceton (96:4) wurden . vereint und durch Entfernen des Lösungsmittels konzentriert, um einen getrockneten Extrakt (114,0 g) zu ergeben. Dieser Extrakt (114 g) wird der Silicagelchromatographie (Kieselgel 60, 70—230 mesh, Merck, 2 kg) unterworfen und mit n-Hexan, welches steigende Mengen Äthylacetat enthielt, eluiert. Das Eluat (2 Liter) mit n-Hexan-Äthylacetat (92:2) wurde durch Entfernen des Lösungsmittels konzentriert, um einen Rückstand (6,73 g) zu ergeben. Dieser Rückstand (6,73 g) wurde aus Methanol umkristallisiert, um farblose Kristalle (3,346 g, 0,072%) zu erhalten. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften dieser Kristalle waren 5 identisch mit jenen von Wuweizisu C, wie sie in der Literatur (Chem. Pharm. Bull., 30(9), 3207-3211 (1982)) beschrieben sind.
Pharmakologische Bewertung Die Wirksamkeit dieser therapeutischen Mittel für die 10 Behandlung von Leberversagen wird durch die folgenden Versuche demonstriert.
Versuch 1
(Wirkung auf das Überlebensverhältnis von Mäusen 15 mit akutem Leberversagen).
7 Gruppen von männlichen Mäusen aus dem Stamm Balb/c (6 Wochen alt) wurden verwendet. Jede Gruppe um-fasste 40 Mäuse. Akutes Leberversagen wurde durch Injektion von 1 ng pro Maus LPS (Lipopolysaccharid, Difco Labo-20 ratories) an Mäusen, welchen 1 mg/Maus hitzeabgetöteter P. acnes (Propionibacterium acnes, First Department of Bio-chemistry in Osaka City Univ. Medicai School) sieben Tage zuvor injiziert worden war, induziert. Die oben erhaltenen Verbindungen (Deoxyschizandrin, Gomisin N, Schizandrin, 25 Gomisin A, y-Schizandrin und Wuweizisu C), welche in 0,5% CMC (Carboxymethyl Cellulose, Wako Junyaku Ko-gyo, Co. Ltd.) suspendiert worden waren, wurden p.o. an jede Gruppe 8 Stunden nach der Injektion von LPS verabreicht. Nur der Träger (CMC) wurde p.o. an eine verblei-3o bende Gruppe als Kontrollgruppe verabreicht.
Dias Überlebensverhältnis der Mäuse wurde periodisch 24 Stunden nach Induktion des akuten Leberversagens geprüft. Jede Dosis der obigen Verbindungen und entsprechende Überlebensverhältnisse 24 Stunden nach der Injektion 35 von LPS sind in Tabelle 1 dargestellt.
Tabelle 1 Wirkung auf akutes Leberversagen
40 Verbindung
Dosis (mg/kg)
Überlebensverhältnis (%)
Kontrolle Deoxyschizandrin 45 Gomisin N Schizandrin Gomisin A y-Schizandrin Wuweizisu C
50 20 50 10 50 20
7.5 55 80 50 80 60 70
Versuch 2 (Wirkung auf Serum-GOT Glutaminsäure-Oxaloessigsäure-Transaminase) 55 von Mäusen mit akutem Leberversagen.
Drei Gruppen männlicher Wistar Ratten wurden verwendet. Jede Gruppe umfasste 45 Ratten. Jeder Ratte in allen Gruppen wurden 10 mg/Ratte P. acnes injiziert. 4 Tage später wurde Gomisin A (100 mg/kg, 50 mg/kg) erhalten 60 nach Präparation 3, in 2% «Tween» 80/Kochsalzlösung suspendiert und i.p. an zwei von drei Gruppen verabreicht. Nur der Träger (2% «Tween» 80/Kochsalzlösung) wurde i.p. der verbleibenden Gruppe als Kontrollgruppe verabreicht. Allen Ratten wurde 50 (ig/Ratte LPS sieben Tage nach der Injekti-65 on von P. acnes injiziert. 24 Stunden nach der Injektion von LPS wurden Blutproben von den überlebenden Ratten mittels Herzpunktur entnommen und die Serum-GOT-Aktivitäten gemessen. GOT ist eine Aminosäuretransferase, welche
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in den Leberzellen enthalten ist. Hohe Serum-GOT-Aktivi-tät deutet auf eine grosse Anzahl zerstörter Leberzellen.
Als Resultat ergab sich, dass während das Überlebensverhältnis der Kontrollgruppe 8% betrug, die Überlebensverhältnisse der beiden mit Gomisin A (100 mg/kg bzw. 50 mg/kg) behandelten Gruppen 100% bzw. 83,3% betrugen.
Während die durchschnittlichen Serum-GOT-Aktivitä-ten der überlebenden Ratten in der Kontrollgruppe 7000IU betrugen, waren die durchschnittlichen Serum-GOT-Aktivitäten der mit Gomisin A (100 mg/kg) behandelten Gruppe auf 140 IU herabgesetzt.
Diese Resultate zeigen die Wirksamkeit dieser therapeutischen Mittel zur Behandlung von Leberversagen.
Die LD50 der in den Präparationen 1—5 erhaltenen Verbindungen für ddY-Mäuse ist in Tabelle 2 zusammengestellt. Ebenso sind in Tabelle 2 die geschätzten klinischen täglichen Dosen der vorliegenden therapeutischen Mittel für Patienten mit Leberversagen angegeben.
Tabelle 2
LD50 der vorliegenden Verbindungen, p.o. an Mäuse verabreicht, und deren geschätzte klinischen Tagesdosen für Patienten
Verbindung LD50 (mg/kg) Klinische Tagesdosis
(mg/kg) p.o.
i.v.
Deoxyschizandrin
2000
45-100
7.5-10
Gomisin N
2000
30- 60
3-6
Schizandrin
1448
45-100
15 -30
Gomisin A
777
15- 30
5 -10
y-Schizandrin
2000
45-100
2.5- 5
Wuweizisu
2000
30- 60
2.5- 5
Obwohl nur sieben Beispiele von Dibenzocyclooctadien Verbindungen der allgemeinen Formel durch die obigen Beispiele erklärt wurden, wird angenommen, dass alle unter die allgemeine Formel, wie sie in den Ansprüchen definiert ist, fallenden Verbindungen ähnliche Wirkungen aufweisen, vorausgesetzt, dass die substitutionellen Bedingungen erfüllt werden.
Arzneimittel
Arzneimittel in den verschiedensten Formen, wie Flüssigkeiten, Pulver, granulierte Pulver, Pillen, Tabletten, keratini-sierte Tabletten und Kapseln, können auf übliche Weise unter Verwendung der Verbindungen gemäss der vorliegenden Erfindung zusammen mit geeigneten Lösungsmitteln, Exci-pienten, Adjuvantien und dgl. hergestellt werden. Die obigen Arzneimittel können mit anderen medizinisch wirksamen Bestandteilen vermischt werden, falls vorgeschrieben. Für die orale Verabreichung können die Arzneimittel in Form von Flüssigkeiten, Pulvern, granulierten Pulvern, Pillen, Tabletten, keratinisierten Tabletten und Kapseln verschrieben werden, unter Verwendung Yon mindestens einem Exci-pienten, wie Stärke, Lactose, Sacharose, Mannit und Carb-oxymethylcellulose.
Die obigen Arzneimittel können auch unter Verwendung von Aufhellungsmitteln wie Magnesiumstearat, laurinsau-rem Natrium und Talk; Bindemitteln, wie Dextrin, cristalline Cellulose, Polyvinyl-Pyrrolidon, Gummi Arabicum, Maisstärke und Gelatine; sowie Streckmitteln wie Kartoffelstärke und Carboxymethylcellulose, hergestellt werden.
Die Drogenverbindungen gemäss der vorhegenden Erfindung können als Suspension, Emulsion, Sirup und Elixir verabreicht werden, welche ein oder mehrere geschmacksund geruchskorrigierende Mittel sowie Färbemittel enthalten können.
Im Fall der Herstellung von Injektionspräparaten können Verdünnungsmittel, wie destilliertes Wasser für Injektionen, physiologische Kochsalzlösung, Dextroselösung, ein pflanzliches Öl für Injektionen, Propylenglycol und Poly-äthylenglycol verwendet wird. Ferner können isotonische Mittel, Stabilisatoren, Antiseptika und Anodyne falls notwendig oder erwünscht zugesetzt werden. Es wird bevorzugt, die Injektionspräparate in einem sterilisierten Injektionsmedium aufzulösen.
Ausführlichere Erklärungen in bezug auf die Herstellung von Arzneimitteln unter Verwendung der Verbindungen gemäss der vorliegenden Erfindung werden in den folgenden Beispielen gegeben, welche nicht als Begrenzung der vorliegenden Erfindung zu betrachten sind.
Beispiel 1
Deoxyschizandrin (0,5 g), erhalten nach Präparation 1, wurde fein pulverisiert und mit Lactose (90,5 g) und Magnesiumstearat (9 g) vermischt. Das Gemisch wurde in einer Tablettiermaschine tablettiert, um Tabletten (Durchmesser 20 mm; Gewicht 2,3 g) zu erhalten. Die Tabletten wurden in einem Oszillator pulverisiert, sortiert und gesiebt, um ein granuliertes Pulverarzneimittel (20—50 mesh) zu erhalten. Das granulierte Pulverarzneimittel (lg) enthält 5 mg Deoxyschizandrin. Drei Dosen werden pro Tag verabreicht, wobei jede Dosis 3—6 g des obigen Arzneimittels je nach Bedingung enthält.
Beispiel 2
Gomisin N (1 g) erhalten gemäss Präparation 2, wurde fein pulverisiert und mit Lactose (90 g) und Magnesiumstearat (9 g) vermischt. Das Gemisch wurde in einer Tablettiermaschine tablettiert, um Tabletten (Durchmesser 20 mm; Gewicht 2,3 g) zu erhalten. Die Tabletten wurden in einem Oszillator pulverisiert, sortiert und gesiebt, um ein Arzneimittel als granuliertes Pulver (20 — 50 mesh) zu erhalten. Dieses Arzneimittel in Form von granuliertem Pulver (1 g) enthält 10 mg Gomisin N. Drei Dosen müssen täglich verabreicht werden, wobei jede Dosis 1 — 2 g des obigen Arzneimittels je nach Bedingung enthält.
Beispiel 3
Gomisin A (0,5 g), erhalten gemäss Präparation 3, wurde fein pulverisiert und mit Lactose (90,5 g) und Magnesiumstearat (9 g) vermischt. Das Gemisch wurde in einer Tablettiermaschine tablettiert, um Tabletten (Durchmesser 20 mm, Gewicht 2,3 g) zu erhalten. Die Tabletten wurden in einem Oszillator pulverisiert, sortiert und gesiebt, um ein Arzneimittel in Form von granuliertem Pulver (20—50 mesh) zu erhalten. Dieses Arzneimittel in Form von granuliertem Pulver (1 g) enthält 5 mg Gomisin A. Drei Dosen müssen pro Tag verabreicht werden, wobei jede Dosis 1 —2 g des obigen Arzneimittels je nach Bedingung enthält.
Beispiel 4
Schizandrin (2,5 g), erhalten gemäss Präparation 3, wurde mit mikrokristalliner Cellulose (90 g) und Magnesiumstearat (7,5 g) vermischt. Das Gemisch wurde auf einer Tablettiermaschine tablettiert, um Tabletten (Durchmesser 9 mm; Gewicht 200 mg) zu erhalten. Diese Tablette enthält 5 mg Schizandrin. Drei Dosen (je 3—6 Tabletten) müssen täglich verabreicht werden.
Beispiel 5
Y-Schizandrin (2,5 g), erhalten gemäss Präparation 4, wurde mit mikrokristalliner Cellulose (90 g) und Magnesi-
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umstearat (7,5 g) vermischt. Das Gemisch wurde auf einer Einzelstanzmaschine tablettiert, um Tabletten (Durchmesser 9 mm; Gewicht 200 mg) zu erhalten.
Diese Tablette enthält 5 mg y-Schizandrin. Drei Dosen (je 3 — 6 Tabletten) sind täglich zu verabreichen.
Beispiel 6
Wuweizisu C (2,5 g), erhalten gemäss Präparation 5, wurde mit mikrokristalliner Cellulose (90 g) und Magnesi-umstearat (7,5 g) vermischt. Das Gemisch wurde auf einer Einzelstanzmaschine tablettiert, um Tabletten (Durchmesser 9 mm; Gewicht 200 mg) zu erhalten. Diese Tablette enthält 5 mg Wuweizisu C. Drei Dosen (je 3—6 Tabletten) sind täglich zu verabreichen.
Beispiel 7
Gomisin N (10 g), erhalten gemäss Präparation 2, wurde fein pulverisiert und mit Lactose (90 g) vermischt. Jede 100 mg des Gemisches wurden in eine harte Kapsel abgefüllt, um ein Arzneimittel in Form von Kapseln zu erhalten.
Diese Kapsel enthält 5 mg Gomisin N. Drei Dosen (je 1—2 Kapseln) sind täglich zu verabreichen.
Beispiel 8
Schizandrin (5 g), erhalten gemäss Präparation 3, wurde fein pulverisiert und mit Lactose (95 g) vermischt. Jede 100 mg des Gemisches wurden in eine harte Kapsel verpackt, um ein Arzneimittel in Form von Kapseln zu erhalten.
Diese Kapsel enthält 5 mg Schizandrin. Drei Dosen (je 3 — 6 Kapseln) sind täglich zu verabreichen.
Beispiel 9
y-Schizandrin (5 g), erhalten gemäss Präparation 4, wurde fein pulverisiert und mit Lactose (90 g) vermischt. Jede 100 mg des Gemisches wurden in eine harte Kapsel verpackt, s um ein Arzneimittel in Form von Kapseln zu erhalten.
Diese Kapsel enthält 5 mg y-Schizandrin. Drei Dosen (je 3 — 6 Kapseln) sind täglich zu verabreichen.
Beispiel 10
io Deoxyschizandrin (10 mg), erhalten gemäss Präparation 1, wurden in eine Ampulle eingefüllt und versiegelt. Für praktischen Gebrauch wird dieses versiegelte Mittel in 5% Glucoselösung oder physiologischer Kochsalzlösung gelöst und mittels intravenöser Infusion (500 ml/2—4 Stunden) in-i5 jiziert.
Beispiel 11
Gomisin A (10 mg), erhalten gemäss Präparation 1, wurde in eine Ampulle gefüllt und versiegelt. Für praktischen 20 Gebrauch wird dieses versiegelte Arzneimittel in 5% Glucoselösung oder physiologischer Kochsalzlösung gelöst und durch intravenöse Infusion (500 ml/2—4 Stunden) injiziert.
Beispiel 12
25 Wuweizisu C (5 mg), erhalten gemäss Präparation 5, wurde in eine Ampulle eingefüllt und versiegelt. Für praktischen Gebrauch wird dieses versiegelte Arzneimittel in 5% Glucoselösung oder physiologischer Kochsalzlösung gelöst und durch intravenöse Infusion (500 ml/2—4 Stunden) inji-30 ziert.
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Claims (8)
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- 2. Mittel nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ri, R2, R3 und R4 — OCH3 sind, R5 -<H ist,Re ... CH3 ist, R7 ist und Rs... CH3 ist.2PATENTANSPRÜCHE 1. Therapeutisches Mittel für die Behandlung von Leberversagen, dadurch gekennzeichnet, dass es Verbindungen der folgenden allgemeinen Strukturformel enthält:R.in welcherRi und R2 — OCH3 sind oder Ri zusammen mit R2 —OCH2O— darstellt,R3 und R» — OCH3 sind oder R3 zusammen mit R4 —OCH2O— darstellen,R5 -^H,... CH3 oder ^OH ist undRe, R7 und R8 oder ... CH3 darstellen.
- 3. Mittel nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ri zusammen mit R2 — OCH2O— ist, R3 und R4 —OCH3 sind, R5... CH3 ist, Rô H ist, R7... CH3 ist, Rs M H ist.
- 4. Mittel nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ri, R2, R3 und R4 — OCH3 sind, R5 ^OH ist, Rö . -. CH3 ist, R7 -^H ist und Rg... CH3 ist.
- 5. Mittel nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ri zusammen mit R2 —0CH20— ist, R3 und R4 —OCH3 sind, R5 -^OH ist, Rê ... CH3 ist, R7 -^H ist,Rg CH3 ist.
- 6. Mittel nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ri zusammen mit R2 — OCH2O— ist, R3 und R4 —OCH3 sind, R5 -*H ist, R6... CH3 ist, R7 -^H ist und Rg... CH3 ist.
- 7. Mittel nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Ri zusammen mit R2 — OCH2O— ist, R3 zusammen mit R» — OCH2O— ist, R5... CH3 ist, Re H ist, R7 ... CH3 ist und Rs -4 H ist.
- 8. Mittel nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Schisandrae Fructus extrahierte Verbindungen der Formel I enthält.
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