BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft einen Verschlusshaken für Ketten, insbesondere für Seitenteile von Reifengleitschutzketten, nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Aus der CH-PS 647462 ist ein Verschlusshaken dieser Art bekannt, bei dem die Halterung durch ein Langloch in einem etwa halbkreisförmigen Umriss aufweisenden und in die Aufnahmeöffnung ragenden Profilabschnitt des Steges gebildet ist.
Der in die Aufnahmeöffnung eingehängte Seitenhaken des Laufteiles der Reifenkette ragt durch die Einführöffnung des Verschlusshakens nach aussen. Nachteilig ist bei diesem bekannten Verschlusshaken, dass er infolge seines Profilabschnittes relativ kompliziert ausgebildet und damit teuer in der Herstellung ist. Ausserdem ist die Sicherung des eingehängten Kettengliedes in dem Verschluss umständlich, da hierzu der eine Schenkel des Verschlusshakens so gebogen werden muss, dass er am Profilabschnitt anliegt. Auch das Aushängen des anderen Kettengliedes ist kompliziert und aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschlusshaken dieser Art konstruktiv einfach auszubilden, wobei trotzdem das eine eingehängte Kettenglied sicher gehalten wird und das andere eingehängte Kettenglied einfach ausgehängt werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Verschlusshaken der gattungsbildenden Art erfindungsgemäss mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst, wobei bezüglich der Kennzeichenmerkmale der im Verschlusshaken eingehängten Kette auf die deutsche DIN-Norm 5687 verwiesen wird.
Infolge der erfindungsgemässen Ausbildung der Halterung als randoffene Ausnehmung des Steges des Verschlussgliedes ist ein gesonderter Profilabschnitt nicht erforderlich, so dass der Verschlusshaken eine einfache, etwa C-förmige Konfiguration hat. Da der Seitenhaken über die Ausnehmung hinaus in die Aufnahmeöffnung ragt, kann das eine eingehängte Kettenglied nicht ungewollt aus dem Verschlusshaken ausgehängt werden. Das andere Kettenglied lässt sich jedoch relativ einfach aushängen, weil es in der Aufnahmeöffnung lediglich bis in die Höhe der Einhängeöffnung bewegt und dann zum Herausführen durch die Einhängeöffnung hindurch nur schräggestellt werden muss. Da zum Aushängen dieses Kettengliedes der in den Seitenhaken eingehängte Kettenstrang nicht zuvor gelöst werden muss, ist das Öffnen der den Verschlusshaken aufweisenden Seitenteile besonders einfach.
Auch ist ein unbeabsichtigtes Aushängen des an den Seitenhaken anschliessenden Kettenstranges nicht möglich, weil dieser Kettenstrang nicht mit einem offenen Hakenglied an den Seitenhaken angehängt werden muss.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand zweier in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Schneekette, deren Enden über erfindungsgemässe Verbindungshaken geschlossen sind und in die Kettenglieder eines Aussen- bzw.
Innenteiles und Seitenhaken eines Laufteiles der Kette einge hängt sind,
Fig. 2 einen der Verbindungshaken nach Fig. 1 in annähernd massstabgerechter Darstellung und in Seitenansicht,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verbindungshakens in einer Darstellung entsprechend Fig. 2.
Fig. 1 zeigt einen Teil einer Schneekette 1 mitjeweils als Kette ausgebildeten Aussen- und Innenteil 2 und 3 und einem Laufteil 4 mit quer zur Laufrichtung 5 der Kette 1 verlaufenden Laufteilabschnitten 6. Diese Abschnitte 6 sind mit Seitenhaken 7 in das Innen- und das Aussenteil 2 und 3 eingehängt. Die Kette list an einer Stossstelle 8 über ihre ganze Breite zu öffnen, so dass sie einfach und schnell auf einen Reifen aufgezogen und wieder von diesem abgenommen werden kann. Als Verschlussteil ist an einem Ende des Innenund des Aussenteiles 2 und 3 jeweils ein Verschlusshaken 9, 9 mit einem benachbarten Kettenglied 10, 10' des Innenbzw. des Aussenteiles verbunden.
Zum Schliessen der Kette 1 wird in den Verschlusshaken 9, 9 ein Endglied 10", 10"' des Innen- bzw. des Aussenteiles 2, 3 eingehängt. Um die Stossstelle 8 der Kette 1 möglichst klein zu halten, sind die benachbart zu ihr liegenden Seitenhaken 7', 7" der benachbarten Laufteilabschnitte 6', 6" mit den Verschlusshaken 9, 9' verbunden.
Wie Fig. 2 zeigt, hat der Verbindungshaken 9 etwa C-Form. Er weist zwei unterschiedlich lange Schenkel 11, 12 auf. die über einen Steg 13 miteinander verbunden sind. Die Schenkel 11, 12 verlaufen parallel und mit einem etwa der Dicke d des eingehängten Kettengliedes 10 entsprechenden Abstand zum Steg 13.
Der längere Schenkel 11 ist etwa doppelt so lang wie der kürzere Schenkel 12 und hat über seine ganze Länge gleiche Dicke. Seine Stirnseite 14 verläuft derart schräg, dass sie in Richtung auf den Steg 13 von der Aussenseite 19 des Schenkels aus zunehmenden Abstand vom Schenkel 12 hat. Der kürzere Schenkel 12 ist an seinem freien Ende 15 hakenartig verbreitert, indem seine dem Steg 13 zugewandte Innenseite 16 in Richtung auf die Stirnseite 17 des Schenkels schräg zum Steg verläuft.
Die Stirnseite 17 des Schenkels 12 verläuft etwa senkrecht zur Längsrichtung des Schlusshakens 9 und liegt der Stirnseite 14 des längeren Schenkels 11 mit Abstand gegenüber.
Der kleinste, in der Ebene der Aussenseiten 19, 20 der Schenkel 11, 12 gemessene Abstand zwischen den Schenkelstirnseiten 14, 17 ist geringfügig grösser als die Querschnittsdicke der eingehängten Kettenglieder, die daher, zum Schliessen und Öffnen der Kette 1 leicht in eine von den Schenkeln 11 und 12 begrenzte Einführöffnung 21 eingeführt bzw. aus ihr herausbewegt werden können. Die Einführöffnung 21 mündet in eine Aufnahmeöffnung 22, die durch die Innenseiten 16, 23, 24 der Schenkel 11, 12 und des Steges 13 sowie teilkreisförmig gekrümmter Innenseiten 25, 26 der die Schenkel mit dem Steg verbindenden Quersteg 27, 28 begrenzt ist. Die Aussenseiten 29, 30 der Querstege 27, 28 gehen teilkreisförmig abgerundet in die Aussenseite 19, 20 der Schenkel 11, 12 und in die Aussenseite 31 des Steges 13 über.
Die Querstege 27, 28 konvergieren vom Steg 13 aus und schliessen mit einer die Aussenseite 31 des Steges 13 enthaltenden Ebene jeweils einen spitzen Winkel ein. Die teilkreisförmige Innenseite 25 des Quersteges 27 bildet einen Boden eines Öffnungsabschnittes 33, der Aufnahmeöffnung 22, der vom Schenkel 11, vom Quersteg 27 und dem anschliessenden Bereich des Steges 13 begrenzt ist und in dem bei montierter Reifenkette das Endglied 10" des Aussenteiles 2 liegt. Der Boden 25 erstreckt sich über mehr als 180 und schliesst an die parallel zur Aussenseite 31 des Schenkels 13 verlaufende Innenseite 24 an. Unmittelbar an die Innenseite 24 des Steges 13 anschliessend, wird auf diese Weise eine Vertiefung gebildet, in der das eingehängte Endglied 10" gesichert ist.
Die Innenseite 24 erstreckt sich bis in Höhe der Stirnfläche
14 des Schenkels 11 und geht in einen zur Längsrichtung des Verschlusshakens 9 quer verlaufenden Randabschnitt 37 einer U-förmigen Ausnehmung 38 über, in der der zugehörige Seitenhaken 7' mit zwei Hakenteilen 39 eingehängt ist.
Der Boden 40 der Ausnehmung 38 verläuft parallel zur Aussenseite 31 des Steges 13 und hat kleineren Abstand von der Aussenseite 31 als der Boden 25 des Öffnungsabschnittes 33 im Bereich des Steges. Vorzugsweise ist die Tiefe der Ausnehmung 38 etwa gleich dem Krümmungsradius r des Bodens 25. Andererseits ist die Ausnehmung 38 aber nur so tief, dass die Hakenteile 39 des Seitenhakens 7' in die Aufnahmeöffnung 22 ragen. Die Aufnahmeöffnung 22 erstreckt sich in Längsrichtung des Verschlusshakens über eine abgerundete Kante 42 der Stirnseite 17 des Schenkels 12 des Verschlusshakens 9 bis zu einem die Ausnehmung 38 begrenzenden Randabschnitt 43, der quer zur Längsrichtung des Verschlusshakens liegt.
Der Boden 40 der Ausnehmung geht jeweils stetig gekrümmt in die Randabschnitte 37, 43 über, die ihrerseits stetig gekrümmt in die Innenseite 24 und einen zur Innenseite 16 des Schenkels 12 etwa parallelen Randabschnitt 44 der Aufnahmeöffnung 22 übergehen. Dieser Randabschnitt 44 ist über die etwa halbkreisförmig gekrümmte Innenseite 26 des Quersteges 28 mit der Innenseite 16 des Schenkels 12 verbunden. Die Innenseiten 16,26 und der Randabschnitt 44 begrenzen einen Öffnungsabschnitt 41 der Aufnahmeöffnung 22. Alle Kanten und Ecken des Verschlusshakens 9 sind abgerundet, um eine Beschädigung der eingehängten Kettenglieder 10, 10" und des eingehängten Seitenhakens 7', anderer Kettenglieder des Innen- und Aussenteiles 2, 3 sowie des Laufteiles 4 zu vermeiden. Der Verschlusshaken kann einfach und mit geringen Kosten als Stanzteil hergestellt werden.
Der längere Schenkel 11 ist mindestens etwa doppelt so lang wie der Schenkel 12, jedoch ist seine Länge stets grösser als die Differenz zwischen der Teilung t der Kette 1 und der Dicke d der eingehängten Kettenglieder 10, 10". Über den Schenkel 11 wird das Endglied 10" zum Öffnen bzw.
Schliessen des Aussenteiles 2 geschoben, bis es in den Öffnungsabschnitt 33 der Aufnahmeöffnung 22 gelangt. Durch diese Länge des Schenkels 11 ist sichergestellt, dass das Endglied 10" nicht unbeabsichtigt aus dem Verschlusshaken 9 ausgehängt werden kann, da sich das Endglied im Gliederverband nur so bewegen kann, dass es sich in Längsrichtung des Verbindungshakens 9 gegenüber diesem verschiebt. Zum Aushängen muss das Endglied 10" gegenüber dem Verschlusshaken 9 schräg gestellt werden, was nur möglich ist, wenn das Endglied von Hand schräg gestellt wird.
Da die Schenkel 11, 12 parallel zum Steg 13 verlaufen und mit Abstand voneinander enden, also keiner der Schenkel über den anderen hinausragt, kann der Verschlusshaken 9 mit geringem Materialaufwand und damit preisgünstig hergestellt werden. Da der Verschlusshaken 9 nicht zusammen mit den Kettengliedern des Aussenteiles 2, sondern als gesondertes Teil hergestellt wird, kann er auch unabhängig von ihnen aus einem anderen Werkstoff hergestellt und einer anderen Wärmebehandlung unterworfen werden. Die Hakenteile 39 des Seitenhakens 7' ragen aus der Ausnehmung 38 in die Aufnahmeöffnung 22.
Da sich der Schenkel 12 in Richtung auf den Steg 13 verbreitert, ist der Abstand zwischen den benachbarten Hakenteilen 39 und der abgerundeten Kante 42 des Schenkels 12 kleiner als die Querschnittsdicke des im Öffnungsabschnitt 41 eingehängten Kettengliedes 10, das dadurch ohne zusätzliche Sicherungsteile am Verschlusshaken gesichert ist. Sollte im Betrieb der Reifenkette das Kettenglied 10 in Richtung auf den Schenkel f2 verschoben werden, schlägt es an den über die Ausnehmung 38 ragenden Hakenteilen 39 des Seitenhakens 7' an, so dass das Kettenglied zusätzlich gegen unbeabsichtigtes Aushängen gesichert ist.
Der Verschlusshaken 9a nach Fig. 3 unterscheidet sich dadurch vom Haken 9 nach Fig. 2, dass der Steg 1 3a aus zwei V-förmig zueinander verlaufenden, etwa gleich langen Stegabschnitten 45 und 45 besteht, deren Aussenseiten 46 und 47 gegenüber der Längsmittelebene M, die durch die Böden der Öffnungsabschnitte 33a und 41 a, der Einhängeöffnung 22a geht. unterschiedliche Neigung haben. Die Aussenseite 46 des dem längeren Schenkel 1 la gegenüberliegenden Stegabschnittes 45 liegt im Ausführungsbeispiel unter einem Winkel von etwa 15 und die andere Aussenseite 47 unter einem Winkel P von etwa 30 zur Ebene M.
Die Schenkel I I a. 1 2a, die Aufnahmeöffnung 22a mit den Öffnungsabschnitten 33a, 41 a und der Innenseite 24a des Steges 13a sind gleich ausgebildet wie beim Verschlusshaken 9 nach Fig. 2.
Die Ausnehmung 38a ist im Stegabschnitt 45'vorgesehen und verläuft schräg zur Aufnahmeöffnung 22a. Der Boden 40a der Ausnehmung 38a liegt parallel zur Aussenseite 47 des Stegabschnittes 45'. Der an die Innenseite 24a der Aufnahmeöffnung 22a anschliessende Randabschnitt 37a der Ausnehmung 38a liegt schräg zur Längsmittelebene M und ist um ein Mehrfaches länger als der gegenüberliegende Randabschnitt 43a, der in einen teilkreisförmigen Innenseitenteil 44a des Offnungsabschnittes 41 a übergeht. Durch den schrägen Boden 40a der Ausnehmung 38a liegt ein eingehängter Seiten haken schräg zum Verschlusshaken 9a.
Der Verschlusshaken 9a gemäss Fig. 3 eignet sich daher vor allem für Ketten mit Laufteilabschnitten 6 (Fig. 1), die schräg zur Laufrichtung des Laufteiles 4 angeordnet sind. Diese Laufteil- abschnitte können über einen Seitenhaken in den Verschlusshaken 9a eingehängt werden, ohne dass sich der Seitenhaken gegenüber dem Verschlusshaken verkantet.