CH674524A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausscheidung von Verunreinigungen, wie Trash, Schalenteile u. dgl. für eine Karde oder Krempel, die oberhalb des Vorreissers angeordnet ist und eine Messerklinge aufweist, die in geringem Abstand gegen die Drehrichtung der Trommel weisend von dieser und mit einem Umfangsabstand von einer vor der Messerklinge liegenden, in geringem radialen Abstand von der Trommel verlaufenden Platte angeordnet ist, sowie eine den Spalt zwischen der Platte und der Messerklinge überdek-kende Absaugkammer aufweist.
Bei einer bekannten Vorrichtung ist die Messerklinge etwa in der Mitte zwischen dem Vorreisser und der vorderen Deckelumlenkrolle angeordnet. An dieser Stelle weist die
Abdeckung der Trommel eine Öffnung auf. Der durch die Drehung der Trommel aufgebaute Luftdruck führt dazu, dass bei der Öffnung der Abdeckung an dieser Stelle ein starker Luftstrom nach aussen durch die Öffnung entsteht. 5 Durch diese besonders starke Entspannungsluftströmung werden Gutfasern in zu grosser Menge unerwünscht mitausgetragen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art zu schaffen, die io die genannten Nachteile vermeidet, bei der insbesondere der Grad der Ausscheidung von Verunreinigungen wie Trash, Schalenteile u.dgl. ohne Gutfaserverlust verbessert ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
15 Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung wird erreicht, dass der Grad der Ausscheidung von Verunreinigungen wie Trash, Schalenteile u.dgl. ohne oder mit stark vermindertem Gutfaserverlust verbessert ist. Vorteilhaft ist insbesondere, dass bei kleinem Spalt viele Fremdkörper ausgeschieden wer-20 den. Wenn also erfindungsgemäss mindestens eine Messerklinge ausserhalb des mittleren Bereichs, in dem die Festdek-keleinrichtung vorhanden ist und zweckmässig schmalem Spalt zu der Platte angeordnet wird, dann enthält der austretende Luftstrom einen hohen Anteil an Verunreinigungen 25 und an geringen oder sogar keinen Anteil an Gutfasern. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass an den angegebenen Stellen grosse, durch die Deckel der Karde noch nicht verkleinerte Abfallteile, Verunreinigungen o.dgl. ausgeschieden werden. Wichtig ist, dass sog. Schalennissen (Schalenreste 30 mit antastenden Fasern) bereits vor Einlauf in die Deckel der Karde entfernt werden, da diese durch die Einwirkung der Deckel und der Trommelgarnitur weiter verkleinert werden und dann schwerer zu entfernen sind. Vor Einlauf in die Deckelzone sind die Schalennissen noch unzukleinert und re-35 lativ gross, so dass sie durch die Einwirkung der Messerklinge vorteilhaft abgeschert und ausgetragen werden können.
Eine Messerklinge mit Absaugkammer kam nur zwischen der Festdeckeleinrichtung und der vorderen Deckelumlenkrolle oder eine Messerklinge mit Absaugkammer nur 40 zwischen der Festdeckeleinrichtung und dem Vorreisser oder jeweils eine Messerklinge mit Absaugkammer sowohl zwischen der Festdeckeleinrichtung und der vorderen Deckelumlenkrolle und Festdeckeleinrichtung und dem Vorreisser angeordnet sein.
45 Vorzugsweise sind die Messerklinge und die Absaugkammer unmittelbar vor der vorderen Deckelumlenkrolle angeordnet. An dieser Stelle ist der durch den Spalt austretende Luftstrom geringer als in der Mitte zwischen Vorreisser und vorderer Deckelumlenkrolle, so dass weniger Gutfasern aus-50 getragen werden. Das Fasermaterial wird durch die Festdek-keleinrichtung noch glatt gestrichen. Bevorzugt weist die Absaugkammer eine weitere Spaltöffnung auf, die in Richtung auf die vordere Deckelumlenkrolle angeordnet ist. Auf diese Weise kann die Absaugkammer ausser den durch die Mes-55 serklinge abgeschiedenen Verunreinigungen von der Trommel zugleich auch den von den Deckelstäben abgelösten Abfall aufnehmen und absaugen. Zweckmässig weist die Messerklinge eine Führungsfläche auf, die sich im Bereich zwischen der vorderen Deckelumlenkrolle und dem weiteren 60 Spalt erstreckt. Dadurch wird der von den Deckelstäben abgelöste Abfall in die Abfallkammer gelenkt. Vorzugsweise sind die Messerklinge und die Absaugkammer unmittelbar oberhalb des Vorreissers angeordnet. Diese Zone ist besonders stark von Luftturbulenzen gekennzeichnet, wodurch 65 Staub und insbesondere grober Abfall eher freigesetzt (abgeschleudert) und abgeführt werden können. Auf die Fasern wirkt sich die Fliehkraft wesentlich geringer aus. Insbesondere bei erhöhter Drehzahl der Trommel werden die Lufttur
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bulenzen stärker, so dass auch bei schmalem Spalt an dieser Stelle vorteilhaft ein hoher Anteil an Verunreinigungen ohne Gutfaserverlust abgeschieden werden kann. Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Messerklingen mit den Absaugkammern jeweils unmittelbar oberhalb des 5 Vorreissers und unmittelbar vor der vorderen Deckelumlenkrolle angeordnet.
Eine weitere Vorrichtung zur Ausscheidung von Verunreinigungen, wie Trash, Schalenteile u. dgl., für eine Karde oder Krempel kann oberhalb des Vorreissers angeordnet sein10 und eine Messerklinge aufweisen, die in geringem Abstand gegen die Drehrichtung der Trommel weisend von dieser und mit einem Umfangsabstand von einer vor der Messerklinge liegenden, in geringem radialem Abstand von der Trommel verlaufenden Platte angeordnet ist, sowie eine den Spalt zwi- 15 sehen der Platte und der Messerklinge überdeckende Absaugkammer aufweist, bei der die Messerklinge und die Absaugkammer unmittelbar vor der vorderen Deckelumlenkrolle angeordnet sind und bei der die Absaugkammer eine weitere Spaltöffnung aufweist, die in Richtung auf die vorde- 2o ren Deckelumlenkrolle angeordnet ist. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung sind eine Messerklinge mit Absaugkammer unmittelbar oberhalb des Vorreissers allein oder in Kombination mit der unterhalb der Deckelumlenkrolle angeordneten Messerklinge vorgesehen. 25
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch eine Karde in Seitenansicht mit der er-findungsgemässen Vorrichtung zwischen Festdeckeleinrich- 30 tung und vorderer Deckelumlenkrolle,
Fig. 2 jeweils eine Messerklinge mit Absaugkammer zwischen der Festdeckeleinrichtung und der vorderen Deckelumlenkrolle und dem Vorreisser,
Fig. 3 Messerklinge und Absaugeinrichtung mit weiterem 35 Spalt zwischen Festdeckeleinrichtung und vorderer Deckelumlenkrolle,
Fig. 4 Messerklinge mit Absaugeinrichtung unterhalb der vorderen Deckelumlenkrolle ohne Festdeckeleinrichtung und 40
Fig. 5 Messerklinge mit Absaugeinrichtung unmittelbar oberhalb des Vorreissers ohne Festdeckeleinrichtung.
Fig. 1 zeigt eine Karde, z.B. Trützschler-EXACTA-CARD DK 715, mit Speisewalze 1, Speisetisch la, Vorreisser 2, Trommel 3, Wanderdeckel 4, Abnehmer 5, Abstreich- 45 walze 6, Quetschwalzen 7, 8, Vliesleitelement 9, Flortrichter 10 und Abzugswalzen 11, 12. Die Drehrichtung (Pfeil D) der vorderen und hinteren Deckelumlenkrolle 4a, 4b ist entgegengesetzt zur Drehrichtung (Pfeil C) der Trommel 3. Oberhalb des Vorreissers ist eine Messerklinge 13 angeordnet, die 50 in geringem Abstand gegen die Drehrichtung der Trommel 3 weisend von dieser und mit einem Umfangsabstand von einer vor der Messerklinge 13 liegenden, in geringem radialen Abstand von der Trommel 3 verlaufenden Platte 14 angeordnet ist, sowie eine den Spalt 15 zwischen der Platte 14 und der Messerklinge 13 überdeckende Absaugkammer 16 aufweist. Die Messerklinge 13 und die Absaugkammer 16 sind zwischen einer der Garnitur 3a der Trommel 3 zugeordneten Festdeckeleinrichtung aus zwei garnierten Festdeckeln 17a, 17b, d.h. zwischen dem Festdeckel 17a und der vorderen Deckelumlenkrolle 4a des Wanderdeckels 4 angeordnet sind. Die Schneide der Messerklinge 13 ist gegen die Drehrichtung (C) der Trommel 3 gerichtet.
Nach Fig. 2 ist die Messerklinge 13 mit der Absaugkammer 6 unmittelbar vor bzw. unter der vorderen Deckelumlenkrolle 4a angeordnet. Die Absaugkammer 16 weist eine weitere Spaltöffnung 16a auf, die in Richtung auf die vordere Deckelumlenkrolle 4a angeordnet bzw. ausgerichtet ist. Auf diese Weise können Verunreinigungen, die von den Deckelstäben 4c herabfallen, durch die Spaltöffnung 16a und Verunreinigungen, die von dem Fasermaterial auf der Trommel 3 entfernt werden, durch den Spalt 15 (Ausdehnung A, z.B. 5 mm) in die Absaugkammer 16 eintreten und abgesaugt werden. Etwa in der Mitte zwischen der vorderen Deckelumlenkrolle 4a und Vorreisser 2 ist eine Festdeckeleinrichtung aus vier Festdeckeln 17a bis 17d vorgesehen. Zwischen der der Trommel 3 zugeordneten Festdeckeleinrichtung, d.h. zwischen dem Festdeckel 17d und dem Vorreisser 2 ist eine weitere Messerklinge 18 mit Absaugkammer 19 angeordnet. Den Spalt 20 (Ausdehnung B, z.B. 5 mm) zwischen der Messerklinge 18 und der Platte 21 überdeckt die Absaugkammer 19. Die Schneiden der Messerklingen 13 und 18 sind gegen die Drehrichtung (Pfeil C) der Trommel 3 gerichtet.
Nach Fig. 3 weist die Messerklinge 13 eine Führungsfläche 13a auf ihrem Rücken auf, die sich im Bereich der vorderen Deckelumlenkrolle 4a und dem weiteren Spalt 16a erstreckt. Dadurch werden die von den Deckelstäben 4c herabfallenden Verunreinigungen durch den Spalt 16a in die Absaugkammer 16 gelenkt. Die Schneide der Messerklinge 13 ist gegen die Drehrichtung (Pfeil C) der Trommel 3 gerichtet.
Nach den Fig. 4 und 5 ist keine Festdeckeleinrichtung zwischen vorderer Deckelumlenkrolle 4a und Vorreisser 2 vorgesehen. Nach Fig. 4 sind die Messerklinge 13 mit Absaugeinrichtung 16 unmittelbar vor bzw. unter der vorderen Deckelumlenkrolle 4a angeordnet. Nach Fig. 5 sind die Messerklinge 18 mit Absaugeinrichtung 19 unmittelbar oberhalb des Vorreissers 2 angeordnet.
In den Fig. 2 bis 5 sind die Drehrichtungen (Pfeil E) der vorderen Deckelumlenkrolle 4a und der (nicht dargestellten) hinteren Deckelumlenkrolle 4d in gleiche Richtung wie die Drehrichtung (Pfeil C) der Trommel ausgerichtet. Beide Laufrichtungen für die Deckel 4c sind die möglich. Mit F ist die Drehrichtung des Vorreissers 2 bezeichnet.
5 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Vorrichtung zur Ausscheidung von Verunreinigungen, wie Trash, Schalenteile u. dgl., für eine Karde oder Krempel, die oberhalb des Vorreissers angeordnet ist und eine Messerklinge aufweist, die in einem Abstand gegen die Drehrichtung der Trommel weisend von dieser und mit einem Um-fangsabstand von einer vor der Messerklinge liegenden, in einem radialen Abstand von der Trommel verlaufenden Platte angeordnet ist, sowie eine den Spalt zwischen der Platte und der Messerklinge überdeckende Absaugkammer aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine erste Messerklinge (13) mit einer ersten Absaugkammer (16) zwischen einer der Trommel (3) zugeordneten Festdeckeleinrichtung (17a bis 17d) und einer vorderen Deckelumlenkrolle (4a) eines Wanderdeckels (4) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Messerklinge (18) mit einer zweiten Absaugkammer (19) zwischen der der Trommel (3) zugeordneten Festdeckeleinrichtung (17a bis 17d) und dem Vorreisser (2) angeordnet ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Messerklinge (13) und die erste Absaugkammer (16) unmittelbar vor der vorderen Deckelumlenkrolle (4a) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Absaugkammer (16) eine weitere Spaltöffnung (16a) aufweist, die in Richtung auf die vordere Deckelumlenkrolle (4a) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Messerklinge (13) eine Führungsfläche (13a) aufweist, die sich im Bereich zwischen der vorderen Deckelumlenkrolle (4a) und dem weiteren Spalt (16a) erstreckt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Messerklinge (18) mit der zweiten Absaugkammer (19) unmittelbar oberhalb des Vorreissers (2) angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerklingen (13; 18) mit den Absaugkammern (16; 19) jeweils unmittelbar vor der vorderen Deckelumlenkrolle (4a) bzw. unmittelbar oberhalb des Vorreissers (2) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Messerklinge (13) mit der ersten Absaugkammer (16) unmittelbar vor der vorderen Deckelumlenkrolle (4a) angeordnet sind und dass die Absaugkammer (16) eine weitere Spaltöffnung (16a) aufweist, die in Richtung auf die vordere Deckelumlenkrolle (4a) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Messerklinge (18) mit der zweiten Absaugkammer (19) unmittelbar oberhalb des Vorreissers (2) angeordnet ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |