CH678710A5 - - Google Patents
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Description
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CH 678 710 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Farbwerk für eine Druckmaschine der im Oberbegriff von Patentanspruch 1 angegebenen Gattung.
Eine Anordnung dieser Art ist aus der DE-OS 3 225 982 bekannt. Die Farbe wird hierbei von einem Farbkasten, der einerseits durch eine Farbrückhaltewand, andererseits durch ein Dosierglied begrenzt ist, auf die mit einer elastischen Oberfläche versehenen Farbauftragswalze übertragen. Das Dosierglied, das praktisch tangential an die Auftragswalze angestellt , ist, schafft auf der Auftragswalze einen für die Übertragung auf den Formzylinder geeigneten, dünnen Farbfilm, hält also die im Farbkasten sich befindende Farbe, bis auf die durch den Spalt zwischen Dosierglied und Auftragswalze abgeführte Menge, zurück. Durch die sehr geringe Farbmenge, die so abgeführt wird, bleibt ein bestehender Farbvorrat sehr lange im Farbkasten,
Infolge der relativ grossen Auflage- oder Ab-stützfläche des Dosiergliedes entsteht im Farbspalt ein grosser hydrodynamischer Druck. Damit nun ein genügend dünner, konstanter Farbfilm erreicht werden tonn, muss das Dosierglied mit grosser Kraft gegen die elastische Oberfläche der Farbauftragswalze gedrückt werden. Durch diese hohe Anstellkraft entsteht eine hohe Beanspruchung der am Dosiervorgang beteiligten Elemente, was zu vermehrtem Verschleiss dieser Elemente führt. Mit wachsender Beanspruchung dieser Elemente entsteht aber gleichzeitig eine übermässige Erwärmung, insbesondere auch der Farbe. Die Farbe erwärmt sich sehr stark gerade im Bereich der Dosiergliedkante, da der Farbvorrat nur sehr langsam durch den Dosierspalt abgeführt wird. Diese Temperaturerhöhung kann dazu führen, dass sich die Eigenschaft der Farbe verändert, was sofort ihre Auswirkungen auf die Druckqualität hat. Mit entsprechend gross dimensionierten Vorrichtungen zum Kühlen wird versucht, die Erwärmung unter Kontrolle zu halten.
Infolge des durch den hydrodynamischen Drucks der Farbe im Dosierspalt erforderlichen grossen Anpressdrucks auf das Dosierglied und der praktisch tangentiellen Anstellung des Dosierglieds an die Auftragswalze, besteht zudem die Gefahr, dass die Vorderkante des Dosiergliedes durch die elastische Beschaffenheit der Oberfläche der Auftragswalze in die Auftragswalze hineingerissen wird. Dies kann insbesondere bei herrschendem Farbmangel geschehen, und kann dann zu grossen Schäden der ganzen Druckeinheit führen.
Die im Farbkästen auftretende Turbulenz der Farbe, die einerseits angestrebt wird, um die Kante des Dosiergliedes von Schmutzteiichen freizuhalten, führt andererseits sicherlich auch zu Störungen des eine hohe Gleichmässigkeit zu erbringenden dünnen Farbfilms. Diese Turbulenz schliesst aber ein Verschmutzen der Kante des Dosiergliedes nicht mit Sicherheit aus. Die an der Kante des Dosiergliedes haftenden Schmutzteilchen bewirken aber, dass der Farbfilm auf der Auftragswalze Streifen aufweist, die dann trotz der Farbvorrats-
Schwingwalzen auf den Plattenzylinder übertragen werden, und somit auch auf dem Druckexemplar sichtbar werden. Ohne Einfluss von aussen bleiben diese Schmutzteilchen an der Kante des Dosiergliedes haften und beeinflussen die Druckqualität in negativer Weise, bis das Dosierglied gereinigt wird.
Auch andere Versuche, einem Farbfilm mit Hilfe eines einzigen Dosierelementes auf der mit einer elastischen Oberfläche versehenen _ Farbauftragswalze zu schaffen, der die für die Ober-Übertragung auf den Formzylinder erforderlichen Voraussetzungen erfüllt, schlugen insbesondere wegen der auftretenden Verschmutzungsprobleme fehl, weshalb sich bis jetzt keine der vorgeschlagenen Lösungen erfolgreich durchsetzen konnte.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Farbwerk mit der geringst möglichen Anzahl von Walzen zu schaffen, das einen direkt auf der mit einer elastischen Oberfläche versehenen Farbauftragswalze geschaffenen Farbfilm auf die von einem Formzylinder getragenen Druckform überträgt, dessen Gleichmässigkeit während des Druckvorgangs gewährleistet ist, ohne dass das Dosierelement und die eine elastische Oberfläche aufweisende Farbauftragswalze zu hohen Beanspruchungen ausgesetzt sind, wodurch der Verschleiss und die Temperaturerhöhung sehr gering gehalten werden können. Gleichzeitig soll das Dosierelement störende Schmutzteilchen an der Dosierkante eliminieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmaie gelöst.
Zweckmässige Ausgestaltung werden durch die Merkmale der Unteransprüche definiert. Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen darauf, dass die oszillierende Bewegen mindestens eines Teils der Dosierleiste um ein geringes Mass verhindert ein Ansammeln und Festkleben von Verschmutzungsteilchen an der Dosierleistenkante in wirkungsvoller Weise, da der im Eingriff stehende Bereich der Dosierleiste ständig ändert. So werden die Verschmutzungsteilchen ständig weggeschwemmt, einerseits durch die überschüssige, von der Dosierleiste abgeleiteten Farbe, andererseits durch den dosierten Farbfilm selbst, so dass Streifenbildung durch Verschmutzungsteilchen auf der Farbauftragswalze ausgeschlossen werden kann.
Turbulenzen, die den fertig dosierten Farbfilm störend beeinflussen könnten, werden weitgehend vermieden, da nur ein auf der Farbauftragswalze vordosierter Farbfilm auf die Dosierleiste stösst und die überschüssige Farbe ungehindert wegflies-sen kann. Diese überschüssige Farbe wird in vorteilhafter Weise durch einen Sammelbehälter aufgefangen und entweder einer Farbaufbereitungsanlage, von wo sie wieder in die Farbauftragsvorrichtung zurückgefördert wird, oder direkt wieder der Farbauftragsvorrichtung zugeführt. Durch geeignete Dimensionierung der vordosierten Farbmenge durch die Farbauftragsvorrichtung und durch die kurze Verweilzeit der Farbe in der Farbauftragsvorrichtung wird verhindert, dass weder die Farbe, noch der an der Schaffung und Dosierung des endgültigen Farbfilms beteiligten Elemente übermässig
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erwärmt werden, so dass sogar auf eine zusätzliche Kühlung verzichtet werden kann.
Ebenfalls vermieden werden mit diesem Farbwerk sogenannte «Geisterbilder» auf dem Druckprodukt. Die Farbauftragsvorrichtung schafft auf der Farbauftragswalze ständig einen vollständig neuen Farbfilm, der durch die Dosierleiste auf das fertige Mass reduziert und auf die Druckform übertragen wird. Somit kann die Farbauftragswalze einen anderen, vorzugsweise kleineren Durchmesser aufweisen, als der Formzylinder.
In vorteilhafter Weiterbildung der übergeordneten Massnahmen lässt sich das oszillierende Bewegen der Dosierleiste in Umfangsrichtung der Farbauftragswalze dadurch erreichen, dass die Dosierleiste mit einer zylinderförmigen Dosierkante versehen ist, und dass die Dosierleiste um die Achse des durch die zylinderförmig abgerundeten Kante definierten Zylinders schwenkbar ist. Die Lagerung der Dosierleiste erfolgt zweckmässigerweise durch an den Stirnseiten der Dosierleiste angeordneten Lagerzapfen deren Drehachse mit der Achse des durch die zylinderförmig angerundeten Kante definierten Zylinders zusammenfällt. Dadurch ist gewährleistet, dass Dosierspaltdicke und Dosierspaltform beim Schwenken der Dosierleiste exakt gleich bleiben.
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der übergeordneten Massnahmen kann die Dosierleiste auf einem mit Lagerelementen versehenen Lagerbalken aufliegen. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass die Dosierleiste über die gesamte Breite der Farbauftragswalze massiv abgestützt ist. Durch Verstellelemente am Lagerbalken lässt sich auch der Dosierspalt zwischen Farbauftragswalze und Dosierleiste sehr einfach einstellen.
Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der übergeordneten Massnahmen kann dadurch erfolgen, dass die Dosierleiste mit zwei zueinander parallelen Lenkern gelenkig verbunden ist. Diese beiden Lenker sind an zwei zur Dosierleiste parallelen Schwenkhebel angelenkt. Die Schwenkhebel sind an ihrem einen Ende in ortsfesten Lagern gehalten, wobei die Drehpunkte der ortsfesten Lager und der Drehpunkt der Drehachse der Dosierleiste auf einer Geraden liegen. Dadurch wird erreicht, dass in unmittelbarer Nähe der Oberfläche der Farbauftragswalze keine Lagerungen angebracht werden müssen. Damit lässt sich auch erreichen, dass mehrere Dosierleisten über die Breite der Farbauftragswalze angeordnet werden können. Die Einstellung des Dosierspaltes zwischen Farbauftragswalze und Dosierleiste erfolgt in einfacher Weise dadurch, dass eines der ortsfesten Lager eines Schwenkhebels um das andere ortsfeste Lager des anderen Schwenkhebels sich durch entsprechende Mittel verstellen lässt.
Um die sehr genau bearbeitete Dosierkante der Dosierleiste zu schützen, kann in vorteilhafter Weise diese Dosierkante mit einer biegsamen, folienartigen Platte überspannt werden, die derart befestigt ist, dass sie leicht und einfach ausgewechselt werden kann.
Die Bewegung des den Dosierspalt bildenden Bereichs der Dosierleiste kann auch dadurch erfolgen, dass die über die Dosierleiste gespannte Folie in Umfangsrichtung der Farbauftragswalze oszillierend hin- und herbewegt wird. Dies ergibt den Vorteil, dass die Dosierleiste ortsfest gelagert werden kann.
Bei all diesen beschriebenen Ausführungsformen ist es ohne weiteres möglich, für mehrseiten-breite Druckmaschinen mehrere seitenbreite Dosierleisten und Farbauftragsvorrichtungen nebeneinander in bekannter Weise anzuordnen. Durch dieses Nebeneinander anordnen ist eine seitenbreite Farbtrennung problemlos möglich.
Weitere zweckmässige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der übergeordneten Massnahmen sind aus den restlichen Unteransprüchen ersichtlich.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in Ausführungsbeispielen dargestellt und nachfolgend beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein schematisch dargestelltes Druckwerk einer Offsetrotationsdruckmaschine mit Färb- und Feuchtwerk
Fig. 2 eine schematische Darstellung der schwenkbaren Dosierleiste
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Lagerung der Dosierleiste
Fig. 4 ein Schnitt durch eine Lagerung der Dosierleiste auf einem Lagerbalken
Fig. 5 eine Lagerung der Dosierleiste mittels Schwenkhebeln und Lenkern
Fig. 6 ein Schnitt durch eine mit einem Schutzüberzug versehenen Dosierleiste
Fig. 7 ein Schnitt durch eine Dosierleiste, die mit einer oszillierenden hin- und herbewegbaren biegsamen, folienartigen Platte ausgerüstet ist
Fig. 8 ein Schnitt durch ein um die Farbauftragswalzenachse schwenkbares Tragelement mit einer biegsamen, folienartigen Platte
Fig. 9 ein Schnitt durch eine Dosierleiste, bestehend aus einem Tragbalken und einem drehbaren Stab.
Das in Fig. 1 schematisch dargestellte Druckwerk einer Offsetrotationsmaschine besteht aus einem Gummituchzylinder 1, an welchen ein Gegendruckzylinder 2 angestellt ist, der aber auch als weiterer Gummituchzylinder ausgebildet sein kann. Die zu bedruckende Papierbahn 3 wird zwischen Gummituchzylinder 1 und Gegendruckzylinder 2 hindurchgeführt und bedruckt. An den Gummituchzylinder 1 ist ein Druckformen tragender Formzylinder 4 angestellt. Diesem Formzylinder 4 ist ein schematisch dargestelltes bekanntes Feuchtwerk 5 zugeordnet, welches das Feuchtmittel auf die Druckformen überträgt. In Kontakt mit dem Plattenzylinder 4 steht auch eine Farbauftragswalze 6, die eine elastische Oberfläche aufweist.
Auf dieser Farbauftragswalze 6 wird mit einer Farbauftragsvorrichtung 7 ein über die ganze Breite der Farbauftragswalze 6 ein konstantes Mass aulweisender vordosierter Farbfilm 8 geschaffen, dessen Dicke um ein Vielfaches grösser ist, als diejenige des auf den Formzylinder 4 übertragbaren
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Farbfilms 9. Die Farbauftragsvorrichtung 7 besteht in der vorliegenden Ausführungsform aus einem Farbkasten 10, der mit einem die Dosierung bestimmenden, in bekannter Weise einstellbaren Farbmesser 11 versehen ist. Es sind auch andere Farbauftragsvorrichtungen denkbar, die bekannt sind, und die einen vordosierten Farbfilm 8 auf einer Farbauftragswalze 6 erzeugen können. Der vordosierte Farbfilm 8, der von der Farbauftragswalze 6 aufgenommen wird, wird mit einer der Farbauftragsvorrichtung 7 nachgeordneten Dosierleiste 12 abgestreift. Es entsteht somit der auf den Formzylinder 4 übertragbare Farbfilm 9. Die von der Dosierleiste 12 abgestreifte überschüssige Farbe 13 läuft frei in einen Sammelbehälter 14, von welchem die aufgefangene Farbe direkt in die Farbauftragsvorrichtung 7 oder in eine nicht dargestellte Farbaufbereitungsanlage geleitet und von dort in die Farbauftragsvorrichtung 7 zurück gepumpt wird.
Der auf den Formzylinder 4 übertragbare Farbfilm 9 weist über die ganze Breite der Farbauftragswalze 6 eine konstante Dicke auf. Diese Dicke kann durch mehr oder weniger starkes Anstellen der Dosierleiste 12 an die Farbauftragswalze 6 eingestellt werden, was mit nicht dargestellten, bekannten Verstellmechanismen erfolgen kann.
Die Farbauftragsvorrichtung 7 schafft auf der Farbauftragswalze 6 stets einen vollständig neuen vordosierten Farbfilm 8, so dass die mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit wie der Formzylinder 4 rotierende Farbauftragswalze 6 einen anderen, vorzugsweise kleineren Durchmesser aufweisen kann als der Formzylinder 4, ohne dass die Gefahr der Entstehung von sogenannten «Geisterbildern» besteht.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt der Farbauftragswalze 6, welcher mit der Dosierleiste 12a in Kontakt steht Die Farbauftragswalze 6 ist mit einem elastischen Überzug 15 versehen und rotiert in Richtung des Pfeils 16. Die Dosierleiste 12a weist an der der Farbauftragswalze 6 zugewandten Kante 17 eine zylinderförmige Oberfläche auf. Die Achse 18 dieser zylinderförmigen Oberfläche ist auch die Drehachse 19, um welche die Dosierleiste 12a um den Winkel a schwenkbar ist.
Wie das Dosierelement 12a in einer Druckmaschine gelagert werden kann, zeigt Fig. 3. Die Farbauftragswalze 6 ist zwischen zwei Seitenwänden 20 und 21 der Druckmaschine angeordnet. Die Achse 22 der Farbauftragswalze ist in zwei Lagern 23 und 24, die in den Seitenwänden 20 und 21 befestigt sind, drehbar gelagert. Die Dosierleiste 12a weist an seinen stirnseitigen Enden je eine Lasche 25 bzw. 26 auf, in welchen Lagerzapfen 27 und 28 drehstarr befestigt sind. Die Lagerzapfen 27 und 28 sind in Exzentern 29 und 30 drehbar gelagert. Die Exzenter 29 und 30 sind ihrerseits in den Seitenwänden 20 bzw. 21 derart gelagert, dass sie mit nicht dargestellten Mitteln verdreht und in der neuen Lage fixiert werden können. So kann der Dosierspalt 31, gebildet durch die Farbauftragswalze 6 und die Dosierleiste 12a, verstellt werden.
Lagerzapfen 27 reicht in seiner Längsrichtung über die Seitenwand 20 hinaus. Auf dieser Verlängerung ist ein Hebel 32 verdrehfest angebracht, der mittels Lagerzapfen 33 mit einem Lenker 34 gelenkig verbunden ist. Lenker 34 ist mit seinem andern Ende auf einen Bolzen 35 drehbar aufgesteckt, der in einer Scheibe 36 fixiert ist, die von einem Motor 37 in Drehung versetzt wird. Bolzen 35 weist einen wählbaren Abstand von Drehzentrum der Scheibe 36 auf, womit der Winkel, um welchen die Dosierleiste 12a schwenkbar ist, festlegbar ist. Die Drehzahl des Motors 37 bestimmt die Frequenz, mit welcher die Dosierleiste 12a sich bewegt.
Eine weitere Möglichkeit, wie die Dosierleiste 12 gelagert werden kann, zeigt Fig. 4. Die Dosierleiste 12b, die wiederum an der mit einer elastischen Oberfläche ausgerüsteten Farbauftragswalze 6 zugewandten Kante 38 eine zylinderförmige Oberfläche aufweist, ist an der der Farbauftragswalze 6 abgewandten Seite 39 ebenfalls zylinderförmig gestaltet, deren Abstand R von der Drehachse 40 konstant ist. Die Dosierleiste 12b liegt mit ihrer zylinderförmig gestalteten Seite 39 auf einem entsprechend geformten Lagerelement 41 auf, welches auf einem Lagerbalken 42 befestigt ist. Das Lagerelement 41 kann z.B. ein Gleitlager sein. Die Dosierleiste 12b kann nun auf dem Lagerelement 41 durch nicht gezeigte Mittel hin- und herbewegt werden. Dabei führt sie durch die zylinderförmig gestaltete Seite 39 eine Schwenkbewegung aus, deren Drehzentrum in der Drehachse 40 liegt. Um zu vermeiden, dass das Lagerelement 41 verschmutzt wird, ist die Dosierleiste 12b mit einem Schutzblech 43 versehen, welches die von der Dosierleiste 12b abgestreifte Farbe um das Lagerelement 41 herum ableitet. In der Fig. 4 sind die beiden Extremstellungen der schwenkbaren Dosierleiste 12b dargestellt (links: ausgezogene Linie, rechts: gestrichelte Linie). Um hier den Dosierspalt verändern zu können, ist der Lagerbalken 43 mit nicht dargestellten Mitteln versehen, die ein Anheben und Absenken des Lagerbalkens 42 ermöglichen, wie es mit Pfeil 101 angedeutet ist.
Eine weitere Möglichkeit, die Dosierleiste 12 zu lagern, zeigt Fig. 5. An die Dosierleiste 12c, die sich über mindestens einen Bereich entlang einer Mantellinie der Farbauftragswalze 6 erstreckt, sind an beiden Stirnseiten je zwei Lenker 44 und 45 mittels Gelenkzapfen 46 und 47 angelenkt. Lenker 44 und Lenker 45 sind je mit zwei Schwenkhebeln 48 und 49 gelenkig verbunden, so dass Lenker 44 mit Schwenkhebel 48 das Gelenk 50, mit Schwenkhebel 49 das Gelenk 51, Lenker 45 mit Schwenkhebel 48 das Gelenk 52 und mit Schwenkhebel 49 das Gelenk 53 bildet. Lenker 44 ist parallel zu Lenker 45. Schwenkhebel 48 und Schwenkhebel 49 sind parallel zur Dosierleiste 12c. Die Dosierleiste 12c weist wiederum eine der Farbauftragswalze 6 zugewandte Kante 54 mit zylinderförmiger Oberfläche auf, mit einer dadurch festgelegten Zylinderachse 55. Zylinderachse 55 weist vom Gelenk 46 einen Abstand a auf. Schwenkhebel 48 und Schwenkhebel 49 sind in der Fig. 5 nach oben verlängert. An diesen Verlängerungen sind Lager angebracht, die auf ortsfesten Achsen 56 und 57 drehbar aufgesteckt sind. Achse 56 hat von Gelenk 50 ebenfalls den Abstand a, ebenso Achse 57 von Gelenk 51. An Gelenk 53
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ist noch ein pneumatischer Zylinder derart befestigt, dass er Schwenkhebel 49 in eine um Achse 57 schwenkende Bewegung versetzen kann, wie mit Pfeil 59 dargestellt ist. Diese Bewegung wird über die Lenker 44 und 45 auf den Schwenkhebel 48 und die Dosierleiste 12c übertragen. Dabei dreht die Dosierleiste um die mit der Zylinderachse 55 zusammenfallende Drehachse 60. Die Befestigung der Achse 57 kann so ausgeführt sein, dass deren Lage um die Achse 56 verschiebbar ist, wie mit Pfeil 61 angedeutet ist, und in der neuen Lage wieder fixiert werden kann. Durch dieses Verschieben der Achse 57 um die Achse 56 lässt sich die Breite des Dosierspaltes 62 zwischen Dosierleiste 12c und der Farbauftragswalze 6 einstellen.
Um zu vermeiden, dass die der Farbauftragswalze 6 zugewandte Kante 63 der Dosierleiste 12d, die sehr fein bearbeitet sein muss, durch Verschieiss zerstört wird, kann die Dosierleiste 12d mit einem Schutzüberzug 64 versehen werden, wie Fig. 6 zeigt. Der Schutzüberzug 64, der aus einer biegsamen, folienartigen Platte besteht, wird auf der einen Seite der Dosierleiste 12d in eine Anzahl, über die Breite der Dosierleiste 12d verteilt angebrachte Nocken 65 eingehängt, über die den Dosierspalt 66 bildende Kante 63 gespannt und auf der anderen Seite der Dosierleiste 12d mit einer Spannleiste 67 mittels Schrauben 68, die ebenfalls über die ganze Breite der Dosierleiste 12d angeordnet sind festgespannt. Bei zu starkem Verschieiss muss nur der Schutzüberzug 64 ausgewechselt werden, die Dosierleiste 12d wird weiterverwendet. Hiermit können Kosten gespart werden.
Eine andere Möglichkeit, den Dosierspalt bildenden Bereich der Dosierleiste 12e zu bewegen, ist in Fig. 7 dargestellt- Die Dosierleiste 12e setzt sich aus einem Tragelement 70, das auf einer stabilen Unterlage 71 befestigt ist, und einer über das Tragelement 70 gespannten biegsamen, folienartigen Platte 72 zusammen. Die der Farbauftragswalze 6 zugewandte Kante 73 des Tragelementes 70 weist eine gewölbte Form auf. Im Tragelement 70 sind über dessen Breite verteilt Nuten 74 eingearbeitet. Auf einer in den zwischen den Nuten 74 verbleibenden Stegen gelagerten durchgehenden Welle 75 sind Wippkörper 76 drehfest angebracht. Die biegsame, folienartige Platte 72 ist beidseitig mit Laschen 77 versehen, welche an den Wippkörpern 76 mittels Schrauben 78 befestigt sind. Ein Hebel 79 ist ebenfalls mit der Welle 75 drehfest verbunden. An seiner der Welle 75 abgewandten Seite 80 ist er an einem pneumatischen Zylinder 81 angelenkt, der über den Hebel 79 eine oszillierende Schwingbewegung, dargestellt mit Pfeil 82, auf die Wippkörper 76 überträgt. Dadurch wird die biegsame, folienartige Platte oszillierend über die der Farbauftragswalze 6 zugewandten Kante 73 hin- und herbewegt.
Im Unterschied zur in Fig. 7 dargestellten Ausführung zeigt Fig. 8 eine Dosierleiste 12f, die eine biegsame, folienartige Platte 83 aufweist, welche an ihrem einen Ende 84 ortsfest gelagert ist, während das andere Ende 85 mittels elastischen Spannmitteln 86 gehalten ist. Ein Tragelement 87, über dessen der Farbauftragswalze 6 zugewandten Kante 88 die biegsame, folienartige Platte 83 gespannt ist,
ist auf den Stirnseiten der Farbauftragswalze 6 je an einem Schwenkhebel 89 befestigt, die ihrerseits auf der Drehachse 90 der Farbauftragswalze 6 gelenkig gelagert sind. Der durch die Schwenkhebel 89 und das Tragelement 87 gebildete Bügel wird durch nicht dargestellte Mittel oszillierend um den Winkel b um die Drehachse 90 der Farbauftragswalze 6 geschwenkt. Auch hiermit wird erreicht, dass der den Dosierspalt bildende Bereich der biegsamen, folienartigen Platte ständig geändert wird. In der Fig. 8 sind die zwei Endlagen der Schwenkbewegung dargestellt: die Lage links ist gestrichelt, die Lage rechts mit ausgezogenen Linien gezeichnet.
In Fig. 9 setzt sich die Dosierleiste 12g aus einem Tragbalken 91, der mit einer eine Lagerschale bildenden Ausnehmung 92 versehen ist, welche auf der der Farbauftragswalze 6 zugewandten Kante 93 angebracht ist. In dieser Ausnehmung 92 ist ein zylinderförmiger Stab 94 drehbar gelagert. Durch nicht dargestellte Mittel kann der zylinderförmige Stab 94 in rotierende oder oszillierende Bewegungen versetzt werden, wie durch Pfeil 95 angedeutet ist. Auch hiermit wird erreicht, dass immer ein anderer Bereich des zylinderförmigen Stabes 94 zusammen mit der Farbauftragswalze 6 den Dosierspalt 96 bildet.
Wie Versuche gezeigt haben, werden gute Druckresultate erreicht, wenn die zylinderförmig gestaltete, den Dosierspalt bildende Oberfläche der Dosierleiste 12 einen Radius aufweist, der sich in der Grössenordnung von 0,3 bis 1,5 mm bewegt. Es wurde auch festgestellt, dass sich bei Veränderung des Anpressdruckes der Dosierleiste 12 an die Farbauftragswalze 6 die Dicke des Farbfilms nur langsam ändert, womit durch Verändern des Anpressdruckes eine sehr feine Abstufung in der Farbfilmdicke erreicht werden kann. Einen wesentlich grösseren Einfluss auf die Farbfilmdicke hat bei gleichbleibendem Anpressdruck der Dosierleiste 12 an die Farbauftragswalze 6 die Veränderung des Radius der den Dosierspalt bildenden zylinderförmigen Oberfläche der Dosierleiste 12. Somit kann der optimale Radius in Abhängigkeit der Oberflächenhärte des elastischen Aufzugs auf der Farbauftragswalze 6 und der Viskosität der Farbe verwendet werden. Das Bewegen der Dosierleiste 12 in den beschriebenen Formen beeinflusst den geschaffenen Farbfilm nicht, da die geometrischen Verhältnisse im Dosierspalt immer gleich bleiben.
Des weiteren haben die Versuche auch gezeigt, dass die Dosierleiste 12 vorzugsweise in annähernd radialer Richtung zur Farbauftragswalze 6 steht.
Mit derartigen Farbwerken können neben der beschriebenen Ausführungsform für Offsetdruckmaschinen auch Druckmaschinen ausgerüstet werden, die eine andere Drucktechnik verwenden, wobei insbesondere derartige Drucktechniken angesprochen werden, die mit einer harten Druckform arbeiten.
Claims (17)
1. Farbwerk für eine Druckmaschine mit mindestens einem eine Druckform tragenden Formzylinder, einer an den Formzylinder anstellbaren Farb5
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auftragswalze mit einer elastischen Oberfläche, einer Farbauftragsvorrichtung, zum Einfärben der Farbauftragswalze und einer an die Farbaufträgswalze anstellbaren Dosiervorrichtung, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
— die Farbauftragsvorrichtung (7) Ist derart ausgebildet, dass sie einen vordosierten Farbfilm (8) auf der Farbauftragswalze (6), erzeugen kann
— die Dosiervorrichtung besteht aus mindestens einer Dosierleiste (12), zum Abstreifen des vordosierten Farbfilmes (8) auf der Farbauftragswalze auf das für die Übertragung auf den Formzylinder (4) erforderliche Mass, so dass
— die von der Dosierleiste (12) abgestreifte überschüssige Farbe (13) ablaufen kann
— die Dosierieiste (12) ist derart befestigt, dass mindestens ein den Dosierspalt bildender Teil der Dosierleiste (12) zwecks ständiger Selbstreinigung derart in eine oszillierende Bewegung versetzbar ist, dass ständig ein anderer Bereich der Dosierleiste (12) mit der Farbauftragswalze (6) den Dosierspalt bildet.
2. Farbwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Farbauftragswalze (6) zugewandte und den Dosierspalt bildende Kante der Dosierleiste (12) eine gewölbte Form aufweist.
3. Farbwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierleiste (12) praktisch radial zur Farbauftragswalze (6) steht.
4. Farbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Spaltbreite, zwischen Dosierleiste (12) und Farbauftragswalze (6), an der Dosierleiste (12) beispielsweise angebrachte Lagerelemente dienen.
5. Farbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierleiste (12a) um einen Winkel (a) um eine der Achse der Farbauftragswalze (6) parallelen Drehachse oszillierend schwenkbar ist.
6. Farbwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (a) um den die Dosierleiste (12a) schwenkbar ist, sich im Bereich von 5°-30® bewegt.
7. Farbwerk nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (17) der Dosierleiste (12a) zylinderförmig abgerundet ist, und dass die Drehachse (19) der Dosierleiste (12a) mit der Achse (18) des durch die zylinderförmig abgerundete Kante (17) definierten Zylinders zusammenfällt.
8. Farbwerk nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Stirnseiten der Dosierleiste (12a) Lagerzapfen (27, 28) angeordnet sind, deren zentrale Achsen mit der Drehachse (19) der Dosierleiste (12a) zusammenfällt, und die in am Maschinengestell (20, 21) befestigten Lagern (29,30) gelagert sind.
9. Farbwerk nach einem Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierleiste (12b) auf der Farbauftragswalze (6) abgewandten Seite (39) eine zylinderförmige Fläche aufweist, die von der Drehachse (40) der Dosierleiste (12b) einen konstanten Abstand (R) hat, und die auf einer korrespondierenden Fläche eines Lagerbalkens (42) unter Einbezug von Lagerelementen (41) um die
Drehachse unter Einbezug der Lagerelemente (41) um die Drehachse (40) der Dosierieiste (12b) schwenkbar gelagert ist.
10. Farbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierieiste (12c) mit mindestens zwei zueinander parallelen Lenkern (44, 45) gelenkig verbunden ist, die ihrerseits an mindestens zwei zur Dosierleiste (12c) parallelen Schwenkhebeln (48, 49) angelenkt sind, welche an ihrem einen Ende in ortsfesten Lagern (56, 57) gehalten sind, wobei die Drehpunkte der ortsfesten Lager (56, 57) der Schwenkhebel (48, 49) und der Drehpunkt der Drehachse (60) der Dosierleiste (12c) auf einer Geraden liegen.
11. Farbwerk nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eines der ortsfesten Lager (56 oder 57) der Schwenkhebel (48, 49) um das andere ortsfeste Lager (57 oder 56) verstellbar ausgebildet ist.
12. Farbwerk nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbewegung durch ein Stellglied (58) erfolgt.
13. Farbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierleiste (12) insbesondere im den Dosierspalt (66) bildenden Bereich mit einem leicht auswechselbaren Schutzüberzug (64) versehen ist.
14. Farbwerk nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzüberzug (64) aus einer biegsamen, folienartigen Platte besteht, welche durch an der Dosierleiste (12d) angebrachten Befe-stigungs- und Spannmittel (65,67,68) gehalten ist.
15. Farbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierleiste (12e) aus einem ortsfesten Tragelement (70) besteht, über dessen der Farbauftragswalze (6) zugewandten Kante (73) eine biegsame, folienartige Platte (72) gespannt ist, welche über einen Mechanismus oszillierend in Umfangsrichtung der Farbauftragswalze (6) hin- und herbewegbar ist.
16. Farbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierleiste (12f) aus einem Tragelement (87) besteht, welches um die Drehachse (90) der Farbauftragswalze (6) um einen Winkel (ß) schwenkbar ist, und über dessen der Farbauftragswalze (6) zugewandten Kante (88) eine biegsame, folienartige Platte (83) gespannt ist, die an ihrem einen Ende (84) ortsfest und an ihrem anderen Ende (85) mit elastischen Spannmitteln (86) gehalten ist.
17. Farbwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosierleiste (12g) aus einem Tragbalken (91) besteht, an dessen der Farbauftragswalze (6) zugewandten Kante (93) ein zylinderförmiger Stab (94) drehbar gelagert und abgestützt ist, der über ein Stellglied rotierend oder oszillierend antreibbar ist.
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