CH690619A5 - Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von Kurzketten. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen von Kurzketten, insbesondere für Gewebemuster in der Buntweberei nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 6. Bei einer derartigen Muster- und Kurzkettenschärmaschine werden Fäden unterschiedlicher oder gleicher Farbe hintereinanderfolgend und einschichtig nebeneinanderliegend aufgewickelt, wobei ein Fadenleger um die Umfangskontur der Aufwickelvorrichtung bewegbar ist. Die als endloses Fadenschärband erhaltene Fadenschar ist nach Fertigstellung der Kurzkette in Querrichtung auftrennbar. Muster- bzw. Kurzkettenschärmaschinen dieser Art sind bereits bekannt (DE-AS 1 227 398, DE 2 207 370 B2). Mit deren Hilfe können Kurzketten mit nur einer Spule je Farbe geschärt werden. Auch lassen sich damit Fadenscharen mit über vorbestimmten Breiten der Gesamtschar wechselnden Farben der Fäden zur Fertigung von Gewebemustern herstellen. Dabei geht man in der Weise vor, dass die Wickelfläche der an einem Träger angeordneten Aufwickeleinrichtung quer zur Wickelebene des Fadenlegers verschiebbar ist und der Fadenleger um die Umfangskontur der Aufwickeleinrichtung orthogonal zur Bewegungsrichtung der Wickelfläche bewegbar ist, während der Träger der Aufwickeleinrichtung feststeht. Die Aufwickeleinrichtung kann dort als Trommel mit in radialer Richtung verstellbaren Umfangsteilen ausgebildet sein, bzw. aus mindestens zwei im Abstand voneinander angeordneten Umlenkwalzen bestehen, die in ihrem Abstand zueinander verstellbar sind. Die Vorschubelemente bestehen hierbei aus an einer Umfangsfläche der Walzen bzw. der Trommel in der Wickelfläche angeordneten, in Richtung der Achse der Aufwickeleinrichtung umlaufenden Vorschubbändern. Bei den bekannten Verfahren zum Herstellen von Kurzketten wird der zu schärende Einzelfaden auf den Vorschubelementen unkontrolliert abgelegt und entsprechend dem Mass der eingestellten Fadendichte weitertransportiert. Bei einer grösseren Anzahl von Umläufen, z.B. ab ca. 6 bis 8 Umläufen, einer grossen Fadendichte pro cm und bei bestimmten Materialeigenschaften der Fäden werden die Fäden bei der Ablage häufig ineinandergelegt. Dadurch können sich beim Abbäumen Spannfäden bilden, die zur völligen Zerstörung der geschärten Kette führen können. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bzw. ein Verfahren zum Herstellen von Kurzketten zu schaffen, bei denen die Gefahr der Spannfadenbildung beim Abbäumen erheblich verringert ist und eine längere maximale Kettlänge herstellbar ist. Zur Lösung dieser Aufgabe dienen erfindungsgemäss die Merkmale der Ansprüche 1 bzw. 6. Die Erfindung sieht in vorteilhafter Weise vor, dass die Wickelfläche zumindest auf einem Teil ihrer sich orthogonal zur Wickelebene erstreckenden Länge eine von der Wickelfläche abstehende Stützfläche zum Aufwickeln von Fadenscharen aufweist. Auf diese Weise ist es möglich, den hintereinanderfolgend und einschichtig nebeneinander aufgeschärten Einzelfaden auf diese Stützfläche zu wickeln, wodurch eine kontrollierte und definierte Ablage der Einzelfäden erfolgt. Auf die erste einschichtig auf die Stützfläche gewickelte Fadenschar werden alle nachfolgenden Fadenscharen aufgewickelt, wobei jeder neue Faden um mindestens eine Fadenstärke in Richtung auf die Wickelebene zurückversetzt geschärt wird. Die Stützfläche ist in der von der Wickelebene wegweisenden Richtung ansteigend und geht in Richtung auf die Wickelebene in die Wickelfläche der Vorschubeinrichtung über. Die Stützfläche wird während des Schärens in Richtung auf das stirnseitige Ende der Aufwickeleinrichtung bewegt, bis die erforderliche Kettlänge aufgewickelt ist. Zum Schären des nächsten Fadens wird die Stützfläche wieder zurückpositioniert, sodass die Vorschubeinrichtung für jede Fadenschar in der Art eines Reversierbetriebes vor- und zurückbewegt wird. Die Erfindung ermöglicht es, dass Ketten mit 20- bis 30-fachem Umlauf pro Einzelfaden herstellbar sind, sodass Kurzketten mit einer Kettlänge bis zu 200 m und bisher nicht gekannter Qualität herstellbar sind. Die auf diese Weise hergestellte Kette kann problemlos gebäumt werden und weist eine aussergewöhnliche Qualität auf. Der Abbäumvorgang wird durch das fast vollständig reduzierte Problem der Spannfäden nicht mehr behindert. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht auch darin, dass das Abbäumen mit erheblich höherer Geschwindigkeit durchgeführt werden kann. Vorzugsweise wird eine konische Stützfläche verwendet, die sich in Richtung auf die Wickelebene verjüngt. Es ist vorgesehen, dass zu Beginn von einer Maschinengrundposition aus zunächst der erste Faden der Kette geschärt wird, wobei die Vorschubeinrichtung bei jedem Umlauf des Fadenlegers die Wickelfläche mit der aufgewickelten Fadenschar um eine Fadenstärke orthogonal zu der Wickelebene des Fadenlegers weitertransportiert. Ist der erste Faden entsprechend der gewünschten Kettlänge vollständig aufgeschärt, wird die Vorschubeinrichtung über die Grundstellung hinaus um den Betrag mindestens einer Fadenstärke weiter zurückpositioniert und anschliessend der zweite Faden auf die erste beispielsweise konische Fadenschar aufgeschärt. Die kontrollierte Ablage des Einzelfadens ermöglicht, die Ketten mit der 20- bis 30-fachen Umlauflänge der Wickelfläche herzustellen. Die Vorschubeinrichtung besteht vorzugsweise aus mehreren parallel nebeneinanderliegenden, synchron bewegten Vorschubelementen, die in Querrichtung zu der Wickelebene jeweils ein konisch ansteigendes Wickelelement aufweisen. Die Vorschubelemente können aus parallel zur Achse der Aufwickeleinrichtung verlaufenden Vorschubbändern bestehen, auf deren Aussenseite ein konisch ansteigendes Wickelelement befestigt ist, das sich in Richtung auf die Wickelebene verjüngt. Zwischen den Wickelelementen einander benachbarter Vorschubelemente können entsprechend dem Konus der Wickelelemente konisch angeordnete Stützbleche angeordnet sein, die mit den Wickelelementen synchron bewegt werden. Die konischen Stützbleche können sich dabei bogenförmig oder geradlinig zwischen den Wickelelementen erstrecken. Eine Fadenleiteinrichtung in Form eines oder mehrerer Leitbleche kann über der Wickelfläche derart angeordnet sein, dass der Fadenleger den Faden exakt in der von der Vorderkante der Fadeneinrichtung definierten Wickelebene auf die Wickelfläche ablegt. Die Fadenleiteinrichtung ermöglicht in vorteilhafter Weise in Verbindung mit einer entsprechenden Steuerung der Vorschubelemente eine exakt definierte Ablage des Einzelfadens auf der Wickelfläche. Die Fadenleiteinrichtung kann um die Umfangsfläche der Wickelfläche umlaufen oder in mehrere Leitbleche unterteilt sein, die nur im Bereich der Vorschubelemente angeordnet sind. Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 die Position der Vorschubbänder in der Maschinengrundstellung, Fig. 4 die Position der Vorschubbänder nach mehreren Umläufen eines Einzelfadens, Fig. 5 die Position der Vorschubbänder in der Grundstellung für den zweiten Einzelfaden, Fig. 6 die Zwischenposition der Vorschubbänder während des Aufwickelns des zweiten Fadens, und Fig. 7 die Position der Vorschubbänder nach dem Aufwickeln einer Vielzahl von Einzelfäden. Die Aufwickeleinrichtung 2 zur Herstellung von Kurzketten, vorzugsweise für Gewebemuster in der Buntweberei, weist ein Gestell 3 auf, in dem eine Trommel 6 beliebiger Länge auf einer Trommelachse 7 angeordnet ist, die in der Seitenwange 5 des Gestells 3 gelagert ist. Die auf der Trommelachse 7 gelagerte Trommel 6 ist drehbar und kann mittels geeigneter Arretierungsmittel festgestellt werden. Auf der Trommelachse 7 ist ein Fadenleger 4 gelagert. Der Fadenleger 4 trägt einen Mitnehmer 22, mit dessen Hilfe jeweils ein Einzelfaden 1 auf die von der Trommel 6 mit Vorschubeinrichtung 16 gebildeten Wickelfläche 9 der Aufwickeleinrichtung 2 aufgewickelt werden kann. Der Fadenleger 4 ist an einem stirnseitigen Ende 8 der Trommel 6 angeordnet und rotiert mit dem Mitnehmer 22 um die Umfangskontur der Trommel 6. Der Einzelfaden 1 wird über den Mitnehmer 22 auf der auf dem Umfang der Trommel 6 angeordneten Vorschubeinrichtung 16 abgelegt, wobei die Vorschubeinrichtung 16 die aufgewickelte Fadenschar quer zu der von der Vorderkante einer Fadenleiteinrichtung 20 definierten Wickelebene 10 entsprechend dem Wickelfortschritt transportiert. Dies bedeutet, dass die aufgewickelte Faden schar eines Einzelfadens 1 parallel zur Trommelachse 7 kontinuierlich zu dem Fadenleger 4 hin transportiert wird. Der Antrieb für die Verschiebebewegung der Vorschubeinrichtung 16 ist von der Drehbewegung des Fadenlegers 4 exakt abgeleitet, wobei die Vorschubgeschwindigkeit so auf die Fadenstärke abgestimmt ist, dass jede Windung des Einzelfadens bei jedem Umlauf exakt anliegend nebeneinander auf der Wickelfläche 9, 11 abgelegt werden kann. Die Vorschubeinrichtung 16 besteht aus parallel zu der Trommelachse 7 verlaufenden Vorschubbändern 17, die endlos um zwei auf dem Trommelumfang der Trommel 6 gelagerten Umlenkwalzen 15 umlaufen. Die Vorschubbänder 17 rücken bei jedem Fadenumlauf um einen vorbestimmten Vorschubweg weiter, der der Fadenstärke entspricht. Der mit einem Mitnehmer 22 versehene Fadenleger 4 kann einen Einzelfaden von einer Spule aufwickeln. Der Vorschub der Vorschubeinrichtung 16 ist so eingestellt, dass jeder Einzelfaden hintereinanderfolgend einschichtig nebeneinander auf eine in der Wickelfläche 9 angeordnete vorzugsweise konische Stützfläche 11 aufgewickelt werden kann. Wenn auf diese Weise eine dem Muster entsprechende Fadenzahl geschärt ist, kann die so als endloses Fadenscharband erhaltene Fadenschar in Querrichtung aufgetrennt werden, um die gewünschte Musterkette zu erhalten. Die Trommel 6 weist auf ihrem Umfang jeweils sieben Vorschubbänder 17 auf ihrer oberen und unteren Hälfte auf. Seitlich ist die Trommel 6 abgeflacht und weist zu beiden Seiten einen vertikalen Abschnitt auf, in dem eine Teilstabeinrichtung 30, beispielsweise mit drei Teilstäben einseitig oder beidseitig angeordnet sein kann. Fig. 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1. Die Vorschubbänder 17 der Vorschubeinrichtung 16 sind auf den jeweiligen Hälften des Trommelumfangs gleichmässig verteilt. Auf jedem Vorschubband 17 ist ein konisches Wickelelement 25 fest angeordnet, das mit dem Vorschubband 17 relativ zur Wickelebene 10 vor- und zurückbewegt werden kann. Zwischen den Wickelelementen 25 auf den Vorschubbändern 17 sind Stützbleche 26 angeordnet, die entsprechend dem Konuswinkel von z.B. ca. 15 DEG der Wickelelemente 25 relativ zur Wickelfläche 9 schräg gestellt sind und die gemeinsam mit den Wickelelementen 25 die konische Stützfläche 11 bilden. Die Stützbleche 26 werden gemeinsam und synchron mit den Wickelelementen 25 bewegt und sind an diesen in geeigneter Weise befestigt. Die Breite der Stützbleche 26 entspricht der Länge der konischen Flanke der Wickelelemente 25. Die Stützbleche 26 können zwischen den Wickelelementen 25 geradlinig oder entsprechend dem Krümmungsradius der Trommel 6 gekrümmt verlaufen. Desgleichen können die konischen Flächen der Wickelelemente entsprechend dem Kurvenradius der Trommel gekrümmt sein, um einen im Querschnitt kreisbogenförmigen Wickelkonus 24 zu bilden. An den vertikalen Seiten der Trommel 6 können ebenfalls Stützbleche 26 verlaufen, die jedoch in Fig. 2 nicht dargestellt sind. Fig. 4 zeigt die Maschinengrundstellung beim Schären des ersten Einzelfadens. Die Wickelelemente 25 auf den Vorschubbändern 17 werden so positioniert, dass sie relativ zu der von der Vorderkante 21 der Fadenleiteinrichtung 20 definierten Wickelebene 10 einen Abstand einer Fadenbreite einhalten. Somit wird der Faden beim ersten Umlauf auf die Wickelfläche 9 abgelegt und erst ab dem zweiten Umlauf auf die konische Stützfläche 11. Die Anzahl der Umläufe richtet sich nach der gewünschten Kettlänge, wobei der Einzelfaden 1 - wie aus Fig. 4 ersichtlich - beim Schären fortschreitend auf die auf steigende konische Fläche des Wickelkonus 24 aufgewickelt wird. Der Fadenleger 4 lässt den Faden mit Hilfe des Mitnehmers 22 in der Wickelebene 10 umlaufen, wobei die Vorderkante 21 der Fadenleiteinrichtung 20 eine exakte Positionierung des Einzelfadens kurz vor der Ablage auf den Wickelkonus 24 ermöglicht. Die Vorschubbänder 17 werden entsprechend dem Wickelfortschritt bei jedem Umlauf um den Betrag der Fadenstärke in Richtung auf das stirnseitige Ende 8 der Trommel 6 bewegt. Ist das Schären des ersten Einzelfadens abgeschlossen, werden die Vorschubbänder 17 zurückgefahren, bis sie die Grundposition für den ersten Faden um mindestens eine Fadenstärke überschritten haben, sodass der erste Umlauf des nächsten Einzelfadens zunächst wieder auf die Wickelfläche 9 gewickelt wird und ab dem zweiten Umlauf auf die bereits existierende Fadenschar 18 des vorherigen Einzelfadens 1. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, ist die zweite Fadenschar um zwei Fadenstärken relativ zu der ersten Fadenschar in Richtung zu dem stirnseitigen Ende 8 der Aufwickeleinrichtung 2 versetzt. Fig. 7 zeigt die Position der Vorschubbänder 17 bei mehreren konisch aufgewickelten Fadenscharen 18. Jede Fadenschar wird einschichtig aufgewickelt, wobei letztlich mehrere Fadenscharen jeweils um den Betrag einer Fadenstärke versetzt aufeinandergewickelt sind. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Kurzkettenschärmaschine können erheblich längere Kettlängen hergestellt werden, wobei die Baulänge reduziert werden kann. Die exakte Abla ge der Einzelfäden auf den konischen Flächen reduziert darüber hinaus die Gefahr der Spannfadenbildung, sodass zugleich Ketten erhöhter Qualität hergestellt werden können, die in einem erheblich beschleunigten Abbäumvorgang von der Trommel 6 abgewickelt werden können. Eine elektronische Steuerung synchronisiert die Bewegung des Fadenführers 4 mit der Vorschubbewegung der Vorschubeinrichtung 16 während des Schärens eines Einzelfadens 1. Hierzu ist der Fadenleger 4 mit einem Leitantrieb, z.B. einem AC-Servoantrieb und einem Drehgeber versehen. Die Vorschubbänder 17 werden von einem Folgeantrieb, z.B. einem AC-Servoantrieb angetrieben, der mit einem Tacho bzw. einem Resolver und einem Drehgeber versehen ist. Mit Hilfe der in die Steuerung eingegebenen Schärdaten, z.B. Fadenstärke, gewünschte Kettlänge, Schärgeschwindigkeit berechnet die Steuerung die Sollwerte für den Leitantrieb und den Folgeantrieb und überwacht deren Einhaltung mit Hilfe der genannten Messeinrichtungen.
Claims (11)
1. Verfahren zum Herstellen von Kurzketten, insbesondere für Gewebemuster, bei der einzelne Fäden (1) unterschiedlicher oder gleicher Farbe hintereinanderfolgend und einschichtig nebeneinanderliegend entsprechend der gewünschten Kettlänge auf eine Wickelfläche (9) einer Aufwickeleinrichtung (2) aufgewickelt werden, indem eine an einem stirnseitigen Ende (8) der Aufwickeleinrichtung (2) angeordnete Fadenführung (4) um die Umfangskontur der Aufwickeleinrichtung (2) in einer Wickelebene (10) bewegbar ist und indem eine Vorschubeinrichtung (16), die nebeneinander gewickelte Fadenschar bei jedem Umlauf der Fadenführung (4) um den Betrag der Fadenstärke weitertransportiert, wobei nach Fertigstellung der Kurzkette, die als endloses Fadenschärband erhaltene Fadenschar (18) in Querrichtung der nebeneinanderliegenden Fäden (1) auftrennbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste einzelne Faden (1) auf eine orthogonal zur Wickelebene (10) verschiebbare, von der Wickelfläche (9) abstehende Stützfläche (11) gewickelt wird, indem die Stützfläche (11) beim Schären in Richtung auf das stirnseitige Ende (8) bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder weitere einzelne Faden (1) auf die zuvor auf die Stützfläche (11) aufgewickelte Fadenschar (18) um den Betrag mindestens einer Fadenstärke entgegen der Schärrichtung zurückversetzt aufgewickelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine konische Stützfläche (11) verwendet wird, die sich in Richtung auf das stirnseitige Ende (8) verjüngt.
4.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenschar des ersten Fadens (1) aus einer Grundstellung für den ersten Faden (1) in Richtung auf die Wickelebene (10) bewegt wird, wodurch der einzelne Faden (1) entsprechend der gewünschten Kettlänge zur Bildung einer ersten Fadenschar (18) die Stützfläche (11) einschichtig hochgewickelt wird, dass die Fadenschar (18) nach Abschluss des Wickelvorgangs für den ersten Faden (1) von der Wickelebene (10) weg in Richtung auf die Grundstellung zurückgefahren wird und diese um den Betrag mindestens einer Fadenstärke überschreitet, sodass die nächste Fadenschar (18) um mindestens eine Fadenstärke in Richtung auf die Wickelebene (10) versetzt auf die zuvor gewickelte Fadenschar (18) gewickelt werden kann, und dass jeder weitere Faden (1) in gleicher Weise auf die bereits bestehende Fadenschar (18)
aufgewickelt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Fadenführung (4) abgegebene Faden (1) unmittelbar vor Ablage auf der Wickelfläche (9, 11) von einer die Wickelebene (10) exakt definierenden Fadenleiteinrichtung (20, 21) positioniert wird.
6.
Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 zum Herstellen von Kurzketten, insbesondere für Gewebemuster, bei der ein Fadenleger (4) einzelne Fäden (1) unterschiedlicher oder gleicher Farbe hintereinanderfolgend und einschichtig nebeneinander liegend entsprechend der gewünschten Kettlänge auf eine Wickelfläche (9) einer Aufwickeleinrichtung (2) wickelt, an derem einen stirnseitigen Ende (8) der Fadenleger (4) um die Umfangskontur der Aufwickeleinrichtung (2) rotiert und einen einzelnen Faden (1) auf eine auf dem Umfang der Aufwickeleinrichtung (2) angeordnete, Vorschubeinrichtung (16) in einer Wickelebene (10) ablegt, die die aufgewickelte Fadenschar (18) quer zur Wickelebene (10) entsprechend dem Wickelfortschritt transportiert und wobei die als endloses Fadenschärband erhaltene Fadenschar (18) in Querrichtung der nebeneinanderliegenden Fäden (1)
nach Fertigstellung der Kurzkette auftrennbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelfläche (9) auf der Vorschubeinrichtung (16) orthogonal zur Wickelebene (10) auf einem Teil ihrer Länge eine von der Wickelfläche (9) abstehende, sich in Richtung auf das stirnseitige Ende (8) verjüngende Stützfläche (11) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (11) während des Schärvorgangs in Richtung auf das stirnseitige Ende (8) bewegbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinrichtung (16) aus mehreren parallel nebeneinanderliegenden Vorschubelementen (17) besteht, die synchron bewegbar sind, und dass jede Vorschubeinrichtung (16) jeweils ein konisches Wickelelement (25) aufweist.
9.
Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Vorschubelementen (17) konische Stützbleche (26) angeordnet sind, die zwischen den Wickelelementen (25) verlaufen, mit diesen gemeinsam synchron bewegbar sind und mit den Wickelelementen (25) zumindest auf einem Teil der Umfangskontur der Aufwickeleinrichtung (2) einen Wickelkonus (24) bilden.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fadenleiteinrichtung (20) über der Wickelfläche (9, 11) derart angeordnet ist, dass der Fadenleger (4) den Faden (1) exakt in der von der Vorderkante (21) der Fadenleiteinrichtung (20) definierten Wickelebene (10) auf die Wickelfläche (9, 11) ablegt.
11.
Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenleiteinrichtung (20) aus mehreren Leitblechen (23) besteht, die nur im Bereich der Vorschubelemente (17) angeordnet sind.
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