Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Formen und Kühlen von kunststoffgeformten Gegenständen, wie Vorformlinge aus einem oder mehreren Werkstoffen, wie Kunststoffharzen. Im Besonderen zeigt die Erfindung ein schnelles Spritzgiessverfahren, in dem die geformten Gegenstände, wie PET-Vorformlinge, aus der Form ausgeworfen werden, bevor der Kühlschritt vervollständigt ist. Dies ist als ein Ergebnis der Verwendung eines neuen Nach-Form-Kühlverfahrens und einer Vorrichtung möglich, in welcher die Vorformlinge durch konvektive Wärmeübertragung innerlich gekühlt werden, nachdem sie aus der Form entfernt und ausserhalb des Formbereiches zurückgehalten werden.
Die vorliegende Erfindung zeigt des Weiteren ein zusätzliches äusserliches Kühlen, entweder durch konvektive oder konduktive (leitend) Wärmeübertragung ausgeführt, welches wenigstens teilweise gleichzeitig mit dem inneren Kühlen stattfinden kann.
Das geeignete Kühlen der geformten Gegenstände stellt einen sehr kritischen Aspekt des Spritzgiessverfahrens dar, da es die Qualität des Gegenstandes beeinflusst und die gesamte Zeit des Einspritzzyklus festlegt. Dies wird sogar kritischer bei Anwendungen, in denen halbkristalline Harze verwendet werden, wie das Spritzgiessen von PET-Vorformlingen. Nach dem Einspritzen bleibt das PET-Harz für eine ausreichende Zeitdauer zum Kühlen in dem Formhohlraum, um das Bilden kristalliner Bereiche zu verhindern und es dem Vorformling zu ermöglichen, fest zu werden, bevor er ausgeworfen wird.
Zwei Dinge passieren üblicherweise, wenn ein Vorformling schnell aus einer Form ausgeworfen wird, um die Zykluszeit des Spritzverfahrens zu reduzieren. Das erste ist, dass der Vorformling nicht gleichmässig gekühlt wird. In den meisten Fällen kristallisiert der Bodenbereich gegenüber der Einspritzöffnung. Die Menge der in den Wänden der Vorformlinge während dem Einspritzverfahren angesammelten Wärme wird immer noch ausreichend hoch sein, um Nach-Form-Kristallisierung speziell in dem Einspritzbereich des Vorformlings zu induzieren. Der Einspritzbereich ist ein sehr kritischer Bereich, da das Kühlen der Form in diesem Bereich nicht wirksam genug ist, und auch, weil das Harz in dem Formhohlraum immer noch in Kontakt mit dem heissen Teil der Heisskanaleinspritzdüse steht.
Falls dieser Bereich eines Vorformlings bis über eine bestimmte Grösse und Tiefe kristallin bleibt, wird dies die Qualität eines geblasenen Gegenstandes verhindern. Das Zweite ist, dass der Vorformling auch zu weich sein wird und somit während den nächsten Handhabungsschritten verformt werden kann. Ein anderer kritischer Bereich eines Vorformlings ist der Hals bildende Bereich, welcher in vielen Fällen eine dickere Wand aufweist und somit mehr Wärme als die anderen Bereiche zurückbehält. Dieser Halsbereich benötigt ein aggressives Nach-Form-Kühlen, um ihn vor einer Kristallisation zu bewahren. Auch hilft ein aggressives Kühlen mit, den Hals ausreichend fest zu machen, um weiteren Verarbeitungen standzuhalten.
In der Vergangenheit wurden viele Versuche unternommen, um die Kühlwirksamkeit des PET-Spritzgiesssystems zu verbessern, aber sie ergaben keine wesentliche Verbesserung der Qualität der geformten Vorformlinge oder eine wesentliche Verminderung der Zykluszeit. Bezug wird in der Hinsicht auf die US-A-4 382 905 genommen, die ein Spritzgiessverfahren offenbart, in dem der geformte Vorformling zu einer ersten Abkühlungsform für einen ersten Kühlschritt und anschliessend zu einer zweiten Abkühlungsform für einen schlussendlichen Kühlschritt überführt wird. Beide Abkühlungsformen sind den Einspritzformen ähnlich und weisen innere Elemente zum Kühlen ihrer Wände auf, welche während dem Kühlverfahren in Kontakt mit dem Vorformling stehen.
Dieses Patent zeigt nicht die Bereitstellung von Kühlvorrichtungen, welche auf den Elementen zum Überführen der Vorformlinge von dem Formbereich platziert sind, oder zusätzliche Kühlvorrichtungen, welche ein Kühlmittel innerhalb des geformten Vorformlings zirkulieren lassen.
Die US-A-4 592 719 offenbart ein Spritzgiessverfahren zum Herstellen von PET-Vorformlingen, in welchem geformte Vorformlinge von Einspritzkernen mittels einer ersten beweglichen Vorrichtung entfernt werden, welche durch Vakuum ansaugende Einrichtungen zum Halten der Vorformlinge und auch ein Luft absorbierendes (Konvektion) Kühlen der Aussenfläche des Vorformlings umfasst. Eine zweite Kühlvorrichtung wird bei diesem Patent in Verbindung mit einer zweiten beweglichen Vorrichtung verwendet, um das Innere der Vorformlinge auch durch Luftabsorption weiter zu kühlen. Siehe dazu Fig. 22.
Das Patent zeigt nicht das Strömen von kalter Luft in einen Vorformling, welches einen entscheidend höheren Kühleffekt in Bezug auf das Ansaugen oder das Absorbieren von umgebender Luft aufweist, und zeigt auch keine Kühlelemente zur konduktiven Wärmeübertragung, welche in intensivem Kontakt mit der Wand des Vorformlings stehen, und Luftströmelemente, welche auf den Wölbungsbereich der Vorformlinge gerichtet sind. Das Patent leidet unter einer Anzahl von Mängeln, einschliesslich geringer Kühlwirksamkeit, weniger Gleichmässigkeit, längerer Kühlzeit und hohem Potenzial für Vorformlingsverformungen.
Die US A-5 176 871 und 5 232 715 zeigen ein Vorformlingskühlverfahren und eine -vorrichtung. Der geformte Vorformling wird mittels des Spritzgiesskerns ausserhalb des Formbereiches zurückgehalten. Der Formkern wird mittels eines Kühlmittels gekühlt, welches nicht in Kontakt mit dem geformten Vorformling steht. Eine Kühlröhre, grösser als der Vorformling, wird um den Vorformling angeordnet, um Kühlluft um den Vorformling strömen zu lassen. Das Hauptproblem mit der Vorrichtung und dem Verfahren, welche in diesen Patenten gezeigt werden, ist, dass der Vorformling auf dem Formkern zurückgehalten wird und dies die Zykluszeit erheblich steigert. Auch wird inneres Kühlen nicht mittels direktem Kontakt zwischen dem Kühlmittel und dem Vorformling erreicht.
Des Weiteren wird Bezug genommen auf die US-A-5 114 327, 5 232 641, 5 338 172 und 5 514 309, welche ein Verfahren zum inneren Kühlen eines Vorformlings unter der Verwendung eines flüssigen Kühlmittels zeigen. Vorformlinge, welche aus einer Form ausgeworfen wurden, werden zu einem Vorformlingsträger übertragen, welcher Vakuumelemente aufweist, um die Vorformlinge an ihrem Platz zu halten, ohne dabei in Kontakt mit der Aussenwand der Vorformlinge zu treten. Der Vorformlingsträger jedoch weist keine Kühleinrichtungen auf. Kühlkerne wurden des Weiteren innerhalb der Vorformlinge, welche mittels des Trägers zurückgehalten werden, eingeführt und ein Kühlmittel strömt in die Vorformlinge, um diese zu kühlen. Das Kühlmittel wird ferner mittels derselben Vakuumelemente entfernt, welche die Vorformlinge von der die Vorformlinge umfangenden Kammer zurückhalten.
Diese Patente zeigen nicht das Einblasen von kalter Luft in einen Vorformling, wobei die Luft nach dem Kühlen den Vorformling frei verlässt. Diese Patente zeigen auch nicht das gleichzeitige Kühlen der Vorformlinge innerhalb und ausserhalb oder einen Vorformlingsträger mit Kühlelementen. Siehe dazu Fig. 21.
Ferner wird Bezug genommen auf das Japanische Patent Discl. 7-171 888, in welchem eine Vorformlingskühlvorrichtung und ein -verfahren gezeigt wird. Ein roboterartiger Träger für geformte Vorformlinge wird verwendet, um die Vorformlinge zu einer Kühlstation zu übertragen. Der Roboter bewirkt ein äusserliches Kühlen der Wände der Vorformlinge mittels konduktiver thermischer Übertragung unter der Verwendung von Wasserkühlmitteln. Die Kühlstationen umfassen einen ersten beweglichen Übertragungsroboter, welcher einen drehbaren Greifbereich einschliesslich Vakuumelementen zum Halten der Vorformlinge und ferner äusserliches Kühlen der Wände der Vorformlinge mittels konduktiver thermischer Übertragung aufweist. Die geformten Vorformlinge werden von dem Roboterträger zu dem Greifbereich übertragen.
Der Greifbereich wird von einer Position A zu einer Position B bewegt, in welcher er um 90 DEG gedreht wird, um die Vorformlinge (soweit nur auf der Aussenseite gekühlt) zu einem Kühlwerkzeug zu übertragen. Das Kühlwerkzeug weist Elemente zum Halten der Vorformlinge auf, Vorrichtungen zum Kühlen des Inneren der Vorformlinge durch Strömen von Luft sowie Vorrichtungen zum Kühlen der Aussenseite der Vorformlinge durch entweder Strömen von Luft oder Wasserkühlung. Das innere Kühlen, welches verwendet wird, ist in den Fig. 19 und 20 gezeigt. Dieses Patent zeigt kein Kühlverfahren, in welchem inneres und äusseres Kühlen sobald wie möglich vollzogen wird, von dem Moment an, in dem die Vorformlinge aus der Form und in eine Trägerplatte ausgeworfen werden.
Es zeigt auch kein gleichzeitiges inneres und äusseres Kühlen der Vorformlinge, während sie mittels des beweglichen Roboterträgers zurückgehalten werden. Somit ist dieses Kühlverfahren nicht schnell genug und verhindert keine kristallische Bildung ausserhalb der Form.
Die Fig. 19 und 20 zeigen bekannte Verfahren des inneren Kühlens von Vorformlingen, bei denen eine Kühlvorrichtung ausserhalb des Vorformlings angeordnet ist und verwendet wird, um kalte Luft in den Vorformling strömen zu lassen. Da die Luftdüse ausserhalb des Vorformlings angeordnet ist, wird die einströmende kalte Luft unausweichlich unterbrochen und mischt sich zumindest teilweise mit dem ausströmenden warmen Strom. Dies wird die Kühlungswirksamkeit wesentlich herabsetzen. Ist die Kühlvorrichtung mit dem Vorformling auf derselben Achse, wird der Versuch gemäss Fig. 19 uneffektiv, da es keine Luftzirkulation in dem Vorformling gibt. Falls die Kühlvorrichtung sich wie in Fig. 20 seitlich verschiebt, wird eine innere Luftzirkulation erreicht, aber diese ist immer noch uneffektiv, da eine Seite des Vorformlings besser und schneller gekühlt wird als die andere.
Das Kühlmittel weist ein quasi divergierendes Flussprofil mit einem nicht symmetrischen Profil auf. Dieses Profil ist sehr uneffektiv und ermöglicht nicht die Konzentration der Kühlflüssigkeit/-gas gegen den Einspritzöffnungs- oder Wölbungsbereich.
Darstellung der Erfindung
Es ist ein Hauptziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Vorformlingen vorzusehen, welche eine verbesserte Kühlwirksamkeit aufweisen.
Es ist des Weiteren ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung wie oben vorzusehen, welche Vorformlinge herstellen, die eine verbesserte Qualität aufweisen.
Es ist weiter ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung wie oben vorzusehen, welche die gesamte Zykluszeit verkürzen.
Die vorstehenden Ziele werden durch die Vorrichtung und das Verfahren der vorliegenden Erfindung erreicht.
In einem Ausführungsbeispiel beinhaltet die innovative Form- und Kühlmethode der vorliegenden Erfindung das Entfernen der Vorformlinge aus der Form, bevor die Vorformlinge vollständig innerhalb der Form abgekühlt sind, d.h., die Vorformlinge behalten eine gewisse Menge an Wärme bei, welche eventuell den Einspritzöffnungsbereich, den Hals bildenden Bereich oder den gesamten Vorformling kristallisieren kann; ein Zurückhalten der Vorformlinge ausserhalb des Formbereiches; und ein inneres Kühlen der Vorformlinge durch konvektive Wärmeübertragung, sodass eine Kristallisation in keiner der Regionen auftritt.
In einem anderen Ausführungsbeispiel umfasst das innovative Form- und Kühlverfahren der vorliegenden Erfindung das Entfernen der Vorformlinge aus der Form, bevor die Vorformlinge innerhalb der Form vollständig abgekühlt sind, d.h., sie behalten immer noch eine gewisse Menge an Wärme bei, welche eventuell den Einspritzöffnungsbereich, den Hals bildenden Bereich oder den gesamten Vorformling kristallisieren kann; ein inneres Kühlen der Vorformlinge durch konvektive Wärmeübertragung, sodass eine Kristallisation in keiner der angesprochenen Regionen auftritt, wobei der Kühlschritt das Aufbringen des Kühlmittels in direkten Kontakt mit dem Vorformling umfasst; und ein äusserliches Kühlen der Vorformlinge durch konvektive Wärmeübertragung, sodass eine Kristallisation in keiner der angesprochenen Regionen auftritt.
Der äussere Kühlschritt kann gleichzeitig oder wenigstens teilweise gleichzeitig oder nachfolgend in Bezug auf den inneren Kühlschritt stattfinden. In einem weiteren Ausführungsbeispiel umfasst das innovative Form- und Kühlverfahren der vorliegenden Erfindung das Entfernen der Vorformlinge aus der Form, bevor die Vorformlinge vollständig innerhalb der Form abgekühlt sind, d.h., sie behalten immer noch eine gewisse Menge an Wärme bei, welche eventuell den Einspritzöffnungsbereich, den Hals bildenden Bereich oder den gesamten Vorformling kristallisieren kann; ein Zurückhalten der Vorformlinge ausserhalb des Formbereiches; ein inneres Kühlen der Vorformlinge durch konvektive Wärmeübertragung, sodass eine Kristallisation in keiner dieser Regionen auftritt, wobei der innere Kühlschritt das Aufbringen des Kühlmittels in direktem Kontakt mit dem Vorformling umfasst;
und ein äusseres Kühlen des Vorformlings durch konduktive Wärmeübertragung, sodass eine Kristallisation in keiner der angesprochenen Regionen auftritt. Der äussere Kühlschritt kann gleichzeitig, zumindest teilweise gleichzeitig oder nachfolgend in Bezug auf das innere Kühlen ausgeführt werden. In jedem dieser Ausführungsbeispiele werden die Vorformlinge aus der Form ausgeworfen und werden ausserhalb der Form mittels Elementen, welche unabhängig von der Form sind, wie zum Beispiel einer beweglichen Entnahmeplatte gehalten. Solche unabhängigen Halteelemente können eine Charge von geformten Vorformlingen oder einige Chargen solcher Vorformlinge gleichzeitig halten. Werden einige Chargen durch die unabhängigen Elemente gehalten, so werden die Chargen eine unterschiedliche Temperatur aufweisen, da sie zu unterschiedlichen Zeiten geformt wurden.
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden die geformten Vorformlinge in unterschiedlichen Sequenzen unter der Verwendung des Kühlverfahrens der vorliegenden Erfindung innerlich und äusserlich gekühlt. In jedem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung findet das innere Kühlen unter der Verwendung von Elementen, wie Kühlstiften, statt, welche zumindest teilweise in den Vorformling eindringen und das Kühlmittel darin umwälzen.
Das Kühlen wird bevorzugt mittels eines quasi symmetrischen Kühlmittelstromes ausgeführt, welcher in den Vorformling eingeführt wird und welcher gegen die Bereiche der Vorformlinge gerichtet werden kann, welche ein stärkeres Kühlen benötigen als andere, wie die Einspritzöffnung und der Hals bildende Bereich. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird das Kühlmittel gegen den Boden- oder Wölbungsbereich des Vorformlings gerichtet, um einen ringförmigen Strom des Kühlmittels zu schaffen.
In bestimmten Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung wird das innovative innere Kühlen der Vorformlinge durch ein äusseres Kühlen ergänzt, welches auf verschiedene Weisen ausgeführt werden kann. So kann das äussere Kühlen beispielsweise auf einer Entnahmeplatte (Einfach- oder Mehrfachlage) ausgeführt werden, welche Kühlelemente aufweist, die unter der Verwendung von entweder konduktiver (gekühltes Wasser) oder konvektiver (Luft/Gas) Wärmeübertragung arbeiten. Es kann auch auf einer Entnahmeplatte (Einfach- oder Mehrfachlage) ausgeführt werden, welche keine Kühlelemente aufweist, wobei die Vorformlinge nur teilweise mit ihren Haltern in Kontakt stehen. Auf diesem Weg kann das kühlende Gas/Luft mittels einer unabhängigen Kühlvorrichtung zugeführt werden, um direkt die Aussenfläche der Vorformlinge zu berühren.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel werden die Vorformlinge in einer Entnahmeplatte zurückgehalten, welche keine Kühlelemente aufweist, und dort mittels der neuen Kühlstifte der vorliegenden Erfindung ausschliesslich innerlich gekühlt werden.
Die innovative Kühlmöglichkeit der vorliegenden Erfindung kann in einem Ausführungsbeispiel durch das Entfernen der Vorformlinge oder geformten Gegenstände aus der Form, das Halten der Vorformlinge oder geformten Gegenstände in einer roboterartigen Entnahmeplatte, welche ein System zum Kühlen der Aussenflächen der Vorformlinge oder geformten Gegenstände aufweist, und danach durch das Eingreifen der Kühlelemente in den Vorformling oder geformten Gegenstand zum gleichzeitigen Kühlen der Aussen- und Innenflächen erreicht werden. Gemäss der vorliegenden Erfindung ist ein zusätzlicher Kühlschritt vorgesehen, wobei die Temperatur des Vorformlings unter der Verwendung der Wärmeübertragung durch Konvektion reduziert wird, wie durch die Zirkulation eines Kühlgases im Inneren des Vorformlings.
Das Verfahren und die Vorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung können, wie zuvor besprochen, vorteilhaft verwendet werden, um eine Kristallisation in den kritischen Bereichen der Vorformlinge zu vermeiden, nämlich dem Bodenteil oder dem Wölbungsbereich, in welchem die Einspritzöffnung liegt, und dem Hals bildenden Bereich. Des Weiteren kann das Kühlverfahren und die -vorrichtung der vorliegenden Erfindung in eine Formmaschine mit Blasspritzung integriert sein, in der die gekühlten Vorformlinge ohne Kristallisation weiter temperaturbehandelt und zu Flaschen geblasen werden.
In Übereinstimmung mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zur Verhinderung von Kristallisation in einem spritzgeformten Vorformling durch verbesserte Kühlung ausserhalb der Form, das Einspritzen von geschmolzenem Werkstoff in eine Form, welche aus zwei Formhälften oder -platten besteht, die in einer Formöffnungslage getrennt voneinander sind, um einen Formbereich zu definieren; ein Kühlen des geschmolzenen Werkstoffes, während er in dem Formhohlraum ist, der durch die Formhälften gebildet wird, bis zu einer Temperatur im Wesentlichen nahe der Kristallglasübergangstemperatur des geschmolzenen Werkstoffes, sodass der geformte Gegenstand ausserhalb der Form mechanisch gehandhabt werden kann, ohne geometrische Deformationen zu erleiden;
ein \ffnen der Formhälften über eine ausreichende Entfernung hinweg, die es einem Träger für geformte Gegenstände ermöglicht, zwischen die beiden Formhälften bewegt zu werden; ein Auswerfen der geformten Gegenstände aus der Form und die Übertragung zu dem beweglichen Träger; ein Kühlen der geformten Gegenstände mittels Wärmeübertragungskonduktion, während sie in dem beweglichen Träger sind, um die Kristallisation zu reduzieren, wobei das Kühlmittel strömende Luft ist; und des Weiteren ein inneres Kühlen der geformten Gegenstände durch konvektive Wärmeübertragung bis jeder geformte Gegenstand im Wesentlichen frei von jedem kristallisierten Bereich ist. Dasselbe Verfahren kann unter der Verwendung eines beweglichen Trägers durchgeführt werden, welcher eine konvektive Wärmeübertragungseinrichtung für ein äusseres Kühlen beinhaltet.
In Übereinstimmung mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst die Vorrichtung zum Kühlen eines nichtkristallisierten, spritzgeformten Gegenstandes eine Form, welche zwei Formhälften aufweist, die zwischen einer Formschliesslage und einer Formöffnungslage bewegt werden können; eine Einrichtung zum Einspritzen von geschmolzenem Werkstoff in die Form, während die Formhälften in einer Formschliesslage sind; eine Einrichtung zum Kühlen des geschmolzenen Werkstoffes in dem Hohlraum, welcher durch die Formhälften gebildet wird, bis zu einer Temperatur im Wesentlichen nahe der Kristallglasübergangstemperatur des geschmolzenen Werkstoffes, sodass der geformte Gegenstand ausserhalb der Form mechanisch gehandhabt werden kann, ohne geometrische Deformationen zu erleiden;
eine Einrichtung zum \ffnen der Form, sodass die Formhälften in einer ausreichenden Entfernung voneinander getrennt sind, um es dem Träger der geformten Gegenstände zu ermöglichen, zwischen die beiden Formhälften zu gelangen; eine Einrichtung zum Auswerfen der geformten Gegenstände aus der Form; eine Einrichtung zum Übertragen der geformten Gegenstände zu dem beweglichen Träger, wobei der Träger eine Einrichtung zum Halten der Vorformlinge und zum Kühlen der geformten Gegenstände durch konduktive Wärmeübertragung aufweist, um die Kristallisation zu reduzieren; und eine Einrichtung zum weiteren inneren Kühlen der geformten Gegenstände durch konvektive Wärmeübertragung bis jeder geformte Gegenstand, bevorzugt der gesamte Gegenstand, im Wesentlichen frei ist von jedem kristallisierten Bereich, speziell in dem Einspritzungsbereich.
Dasselbe Verfahren kann unter der Verwendung eines beweglichen Trägers mit einer konduktiven Wärmeübertragungseinrichtung zum äusseren Kühlen durchgeführt werden.
In Übereinstimmung mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst das Verfahren zum Kühlen eines geformten Gegenstandes, der ein erstes Gebiet mit einer relativ hohen Wärme und ein benachbartes Gebiet mit einer relativ tieferen Wärme umfasst, folgende Schritte: 1. Entfernen eines geformten Gegenstandes aus einer Form, die Formhälften umfasst, wobei der geformte Gegenstand in einen Halter eines Endarmwerkzeugs übernommen wird, während der geformte Gegenstand eine Menge an Wärme behält und wobei das Endarmwerkzeug zwischen einer ersten Position zwischen den Formhälften, in welcher Position der Halter den geformte Gegenstand empfängt, und einer zweiten Position ausserhalb der Form in Betrieb bewegbar ist; 2. Zurückziehen des Endarmwerkzeuges zwischen den Formhälften hervor in die zweite Position; 3.
Einführen einer Spitze eines Kühlstiftes in den geformten Gegenstand zu einem Zeitpunkt nach dem Zurückziehen des Endarmwerkzeuges in die zweite Position, während der geformte Gegenstand im Halter gehalten wird; 4. Bilden eines offenen Systems in Beziehung auf den Kühlstift und den geformten Gegenstand, welches offene System einen Durchgang umfasst, der einem gasförmigen Kühlfluid erlaubt, sich vom Inneren des geformten Gegenstandes zu einer äusseren Umgebung zu entlüften, und welches offene System durch das Positionieren des Kühlstifts relativ zu einem offenen Ende des genannten geformten Gegenstandes gebildet wird, um einen Raum zwischen einem Gebiet einer äusseren Oberfläche des Kühlstifts und dem offenen Ende des genannten geformten Gegenstandes benachbart zum Gebiet der äusseren Oberfläche zu bilden, wobei der Raum den Durchgang definiert; und 5.
Treiben eines gasförmigen Kühlfluids entlang eines internen Kanals des Kühlstifts, welcher interne Kanal in der Spitze oder Auslassdüse des Kühlstifts endet, welche Auslassdüse bei der Einführung in den geformten Gegenstand in einen Abstand zum ersten Gebiet gebracht wird, wobei das gasförmige Kühlfluid von der Auslassdüse im Wesentlichen in eine Richtung des ersten Gebietes zum Beschleunigen des Kühlens in mindestens dem ersten Gebiet ausgestossen wird, und wobei eine Ausbreitung des gasförmigen Kühlfluids vom Inneren des geformten Gegenstandes und über den Durchgang ermöglicht ist, um das gasförmige Kühlfluid in die äussere Umgebung zu entlüften und wobei das Zusammenwirken des inneren Kanals und der Auslassdüse, wenn die Auslassdüse im geformten Gegenstand platziert ist, das Kühlfluid auf das erste Gebiet fokussiert.
In Übereinstimmung mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst die Vorrichtung zum Kühlen eines geformten Gegenstandes, der in einer Spritzform gebildet aus Formhälften gemacht ist, wobei der geformte Gegenstand ein erstes Gebiet mit einer relativ hohen Wärme und ein benachbartes Gebiet mit einer relativ tieferen Wärme besitzt, Folgendes: ein Endarmwerkzeug, welches mindestens einen Halter umfasst, wobei das Endarmwerkzeug in Betrieb zwischen einer ersten Position zwischen den Formhälften, wo das Endarmwerkzeug den geformten Gegenstand in dem entsprechenden der mindestens einen Halter empfängt, und einer zweiten Position ausserhalb der Form betreibbar ist, wobei der geformte Gegenstand in Betrieb in den entsprechenden der mindestes einen Halter zu der Zeit platziert wird, zu welcher der geformte Gegenstand eine Menge Hitze zurückbehält;
einen Kühlstift auf einem Rahmen, der angrenzend an die zweite Position platziert ist, wobei der Kühlstift eine Auslassdüse umfasst und der Rahmen in Betrieb so angeordnet ist, dass er sich relativ zum Endarmwerkzeug bewegt, um das Eindringen der Auslassdüse des Kühlstifts in den geformten Gegenstand zu verursachen, nachdem das Endarmwerkzeug die zweite Position erreicht hat;
wobei der Kühlstift einen internen Kanal umfasst, der bei der Auslassdüse endet, die nach dem Einführen in den geformten Gegenstand durch relative Bewegung des Rahmens und des Endarmwerkzeuges innerhalb des geformten Gegenstandes ist, aber zum ersten Gebiet einen Abstand aufweist, und wobei der Kühlstift in Betrieb verbindbar zu einem Kühlfluidliefersystem ist, das so angeordnet ist, dass das gasförmige Kühlfluid von der Auslassdüse entlang des internen Kanals getrieben wird, um ein Ausströmen des gasförmigen Kühlfluids von der Auslassdüse mehrheitlich in einer Richtung des ersten Gebiets zu verursachen, um das Kühlen in mindestens dem ersten Gebiet zu verstärken, wobei der Rahmen während des Ausströmens des gasförmigen Kühlfluids von der Auslassdüse bezüglich des Endarmwerkzeuges so positioniert ist, dass er in Betrieb ein offenes System definiert,
das einen Durchgang umfasst, der es dem gasförmigem Kühlfluid erlaubt, von einem Inneren des geformten Gegenstandes zu einer äusseren Umgebung zu entlüften, und wobei die Vorrichtung während des Ausströmens des gasförmigen Kühlfluids von der Auslassdüse so betreibbar ist, dass der Rahmen vom Endarmwerkzeug distanziert wird, und dass der Durchgang des offenen Systems durch die Bildung eines Raums zwischen einem Gebiet einer externen Oberfläche des Kühlstifts und einem offenen Ende des geformten Gegenstandes erzeugt wird, wobei beide, das Gebiet einer externen Oberfläche des Kühlstifts und das offene Ende des geformten Gegenstandes, in Betrieb im entsprechenden Halter platziert sind und benachbart zum genannten Gebiet der äusseren Oberfläche des Kühlstifts positioniert sind.
Wie hier verwendet, werden die Bezeichnungen "Abnahmeplatte", "Entnahmeplatte" und "Endarmwerkzeug" austauschbar verwendet und beziehen sich auf dieselbe Struktur(en).
Andere Einzelheiten des Verfahrens und der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung, wie auch andere Ziele und Vorteil hierzu, werden in der folgenden ausführlichen Beschreibung und den begleitenden Zeichnungen weiter ausgeführt, in denen gleiche Bezugszahlen gleiche Elemente bezeichnen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Fig. 1 zeigt eine Grafik der Vorformlingstemperatur über der Zeit während und nach dem Einspritzvorgang;
Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Vorformlings in der Form;
Fig. 3(a) und 3(b) zeigen den Temperaturgradienten durch die Wände eines geformten Vorformlings während dem Kühlen;
Fig. 3(c) zeigt das Temperaturprofil entlang den Vorformlingswänden;
Fig. 4 zeigt eine Schnittansicht einer Einspritzform nach dem Stand der Technik;
Fig. 5 zeigt eine Schnittansicht eines beweglichen Roboters, welcher eine Endarmwerkzeug (EOAT)-Einrichtung aufweist, die in dem Formbereich zwischen den fest stehenden und den beweglichen Formplatten angeordnet ist;
Fig. 6(a) und 6(b) stellen Seitenansichten eines Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung dar, welches eine roboterartige Entnahmeplatte (oder Endarmwerkzeug EOAT) und einen Rahmen zum Halten von Kühlstiften aufweist;
Fig. 6(c) und 6(d) stellen Frontansichten des Ausführungsbeispiels gemäss den Fig. 6(a) und 6(b) dar;
Fig. 7(a) bis 7(d) zeigen den Rahmen und die Kühlstifte gemäss einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Fig. 8(a) bis 8(g) zeigen verschiedene Ausführungen von Kühlstiften gemäss der vorliegenden Erfindung;
Fig. 9(a) und 9(b) illustrieren eine detailliertere Ansicht der Kühlstifte gemäss zwei Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung;
Fig. 10(a) zeigt einen Vorformling, welcher kristallisierte Zonen aufweist, wie sie in den Verfahren nach dem Stand der Technik auftreten;
Fig. 10(b) zeigt einen Vorformling ohne kristallisierte Zonen, wie er nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung vorliegt;
Fig. 11(a) bis 11(l) zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel des Rahmens und der Kühlstifte gemäss der vorliegenden Erfindung;
Fig. 12 zeigt eine Schnittansicht eines Systems, in welchem Luftkühlkanäle in die Formhälften integriert sind;
Fig. 13(a) und 13(b) zeigen Seitenansichten eines anderen Ausführungsbeispiels des Kühlsystems der vorliegenden Erfindung;
Fig. 14 zeigt eine Draufsicht auf ein Spritzgiesssystem, welches ein anderes Ausführungsbeispiel des Kühlsystems der vorliegenden Erfindung aufweist;
Fig. 15 zeigt eine Schnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels des Kühlsystems der vorliegenden Erfindung mit der Anordnung zum Kühlen des Inneren der geformten Gegenstände, welche an der Entnahmeplatte befestigt ist;
Fig. 16 stellt ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dar, in welchem eine Abnahmeplatte ohne Kühlelemente zum Entnehmen der geformten Vorformlinge aus dem Formbereich verwendet wird;
Fig. 17 stellt die Ausgestaltung eines alternativen Kühlstiftes in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung dar;
Fig. 18(a) und 18(b) stellen die Ausgestaltungen eines weiteren alternativen Kühlstiftes in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung dar;
Fig. 19 und 20 stellen Verfahren nach dem Stand der Technik zum Kühlen des Inneren eines Vorformlings dar;
Fig. 21 stellt ein anderes System nach dem Stand der Technik zum Kühlen des Inneren und des Äusseren eines Vorformlings dar;
Fig. 22 stellt ein System nach dem Stand der Technik dar, welches das Ansaugen von umgebender Luft zum Kühlen eines Vorformlings verwendet; und
Fig. 23 stellt eine alternative Rahmenkonstruktion mit Kühlstiften auf mehreren Oberflächen des Rahmens dar.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Bezug nehmend auf die Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine Grafik der Entwicklung der Vorformlingstemperatur über der Zeit während und nach dem Einspritzvorgang. Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Vorformlings, während er in der Form ist. Wie aus dieser Figur ersichtlich, wird das Kühlen des Vorformlings in der Form üblicherweise durch Kühlröhren 12 und 14 bewirkt, welche innerhalb des Formhohlraums 16 bzw. des Formkernbereiches 18 angeordnet sind. Daraus resultierend wird das Kühlen von beiden Seiten des Vorformlings 11 bewirkt. Des Weiteren weist die Formhohlraumplatte 16, wie in Fig. 2 gezeigt, üblicherweise einen Einspritzbereich 20 auf, in welchem der Bodenteil oder der Wölbungsbereich 22 des Vorformlings 11 gebildet ist.
Der Vorformling weist einen Hals bildenden Bereich 13 auf, welcher manchmal eine dickere Wand besitzt, die schwierig zu kühlen ist, um eine Kristallisation zu vermeiden.
Die Figuren 3(a) und 3(b) zeigen den Temperaturgradienten durch die Wände eines geformten Vorformlings während dem Kühlen. Fig. 3(a) zeigt den Temperaturgradienten innerhalb der Form, während Fig. 3(b) den Temperaturgradienten ausserhalb der Form zeigt. Fig. 3(c) zeigt das Temperaturprofil entlang der Vorformlingswände. Die Temperaturspitze repräsentiert die Temperatur in dem Wölbungs- oder Einspritzbereich des Vorformlings.
Bezug nehmend auf Fig. 4 ist nun eine Einspritzform vorgesehen, welche eine fest stehende Formhälfte oder -platte 32 aufweist, die eine Anordnung von Formhohlräumen 34 besitzt, und eine bewegliche Formhälfte oder -platte 36, welche eine Anordnung von Formkernen 38 aufweist. Die Formhohlraumplatte 32 steht in Flüssigkeitsverbindung mit einer Verteilerplatte (nicht gezeigt), welche den geschmolzenen Werkstoff von einer Einspritzeinheit (nicht gezeigt) einer Spritzgiessmaschine aufnimmt. Die Formhohlräume 34 erhalten den geschmolzenen Werkstoff von einer Heisskanaldüse (nicht gezeigt), wie beispielsweise einer Düse mit einem Ventil am Einspritzbereich (nicht gezeigt), durch Formhohlraumöffnungen 40.
Die Formhohlräume werden jede von Kühlelementen 42 zum Kühlen des geschmolzenen Werkstoffes in dem Hohlraum umgeben, welcher durch den Formkern 38 und den Formhohlraum 34 gebildet wird, wenn die Formplatten 32 und 36 in einer Formschliesslage sind. Die Kühlelemente 42 werden vorzugsweise durch Kühlkanäle gebildet, welche innerhalb der Formplatte 32 zum Führen einer Kühlflüssigkeit eingebettet sind. Wie zuvor besprochen, bilden die Formkerne 38 und die Formhohlräume 34 in der Formschliesslage eine Vielzahl an Formhohlräumen (nicht gezeigt), welche durch die Formöffnungen 40 während dem Einspritzvorgang mit geschmolzenem Werkstoff gefüllt werden. Die Formkerne 38 beinhalten auch Elemente 44 zum Kühlen des geschmolzenen Werkstoffes in dem Hohlraum. Die Kühlelemente 44 umfassen bevorzugt ein Kühlrohr innerhalb jedes Formkernes.
Die Formkernplatte 36 weist des Weiteren eine Auswerferplatte 46 auf, welche verwendet wird, um die geformten Vorformlinge 48 von den Formkernen 38 zu entfernen. Die Funktion der Auswerferplatte 46 ist im Stand der Technik bekannt und bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung. Tatsächlich umfasst die Auswerferplatte 46 jede geeignete, im Stand der Technik bekannte Auswerferplatte.
Gemäss der vorliegenden Erfindung kann bei Verwendung des Formsystems gemäss Fig. 4 jeder geschmolzene Kunststoff, Metall- oder Keramikwerkstoff, in den Formhohlraum eingespritzt werden und in einen gewünschten Gegenstand abgekühlt werden. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist der geschmolzene Werkstoff PET und der geformte Gegenstand ein Vorformling. Gemäss der vorliegenden Erfindung kann ein geformter Gegenstand jedoch auch ein Vorformling aus mehr als einem Werkstoff sein, wie beispielsweise frisches PET, recyceltes PET und ein geeigneter Grenzwerkstoff wie zum Beispiel EVOH.
Wie im Stand der Technik bekannt, wird ein Vorformling durch das Schliessen der Form, das Einspritzen des geschmolzenen Werkstoffes in den Formhohlraum, das Füllen des Hohlraumes, das Einleiten des Kühlens des Hohlraumes, das Halten des geformten Gegenstandes unter Druck, das Durchführen des schlussendlichen In-der-Form-Kühlens, das \ffnen der Form, das Auswerfen der erstarrten Gegenstände oder Vorformlinge von den Kernen und das Übertragen der Gegenstände oder Vorformlinge auf eine Entnahmeplatte gebildet.
Gemäss der vorliegenden Erfindung muss, um die gesamte Zykluszeit zu reduzieren, die Verweilzeit des Vorformlings in der Form minimal sein, sodass die Form in der Lage ist, Vorformlingschargen so schnell wie möglich herzustellen. Das Problem bei einer verminderten Verweilzeit in der Form ist, dass die Kühlzeit vermindert werden muss, jedoch in solch einer Weise, dass die geformten Gegenstände oder Vorformlinge verfestigt genug sind, um allen folgenden Bearbeitungsschritten ohne Deformation zu widerstehen. Eine verminderte Kühlzeit ist eine problematische Option, da die Gegenstände oder Vorformlinge nicht ausreichend und einheitlich durch die Kühlelemente 42 und 44 gekühlt sind.
Die Menge der Wärme, die in dem Gegenstand oder Vorformling nach dem Abkühlen innerhalb der Form für eine verminderte Zeit und gleich nach dem \ffnen der Form bleibt, ist sehr bedeutend und hängt von der Dicke des geformten Gegenstandes oder Vorformlings ab. Diese innere Wärme eröffnet die Möglichkeit der Bildung von kristallisierten Bereichen am Einspritzöffnungs- oder Wölbungsbereich des geformten Gegenstandes oder Vorformlings, am Hals bildenden Bereich des geformten Gegenstandes oder Vorformlings oder am gesamten Vorformling. Um die Kristallisation des geformten Gegenstandes oder Vorformlings zu verhindern, muss ein sehr aggressives Kühlverfahren verwendet werden. Während dem Kühlen muss darauf aufgepasst werden, dass das Schrumpfen der geformten Gegenstände kontrolliert wird, was sich ungünstig auf ihre schlussendliche Dimension auswirken kann.
Fig. 5 stellt ein Ausführungsbeispiel einer roboterartigen Entnahmeplatte 60 dar, welche in dem Kühlverfahren der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann. Die Entnahmeplatte 60 beinhaltet eine Vielzahl an hohlen Haltern oder Aufnahmen 62, welche wassergekühlte Röhren sein können. Übliche Entnahmeplatten, welche für die Entnahmeplatte 60 verwendet werden können, sind in der US-A-5 447 426 gezeigt und in dem US Reissue Patent No. RE 33 237, wobei beide unter Bezugnahme auf sie hier integriert sind. Im Betrieb sind die \ffnungen einer Vielzahl von Haltern 62 mit den Formkernen 38 der Formplatte 36 ausgerichtet. Die Übertragung der geformten Gegenstände 48 zu den Haltern 62 wird durch die Tätigkeit der Auswerferplatte 46 bewirkt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung kann die Entnahmeplatte 60 mit einer Anzahl an Haltern 62 gleich der Anzahl der Formkerne 38 oder einer höheren Anzahl an Haltern 62 wie auch einer höheren Anzahl an Formkernen ausgestattet sein, zum Beispiel drei- oder viermal die Anzahl an Formkernen. Durch das Aufweisen von mehr Haltern 62 als Kernen 38 ist es möglich, einige der geformten Gegenstände für eine längere Zeit als einen einzigen Formzyklus zurückzuhalten und dabei die Kühlzeit zu erhöhen, während ein hoher Output an geformten Gegenständen beibehalten wird. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung kann ungeachtet der relativen Anzahl an geformten Gegenständen, welche durch die Halter 62 zurückgehalten werden, ausgeführt werden.
Nichtsdestotrotz weist die roboterartige Entnahmeplatte in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung eine Anzahl an Haltern 62 auf, welche die Anzahl der Kerne 38 dreifach übersteigt. Dies bedeutet, dass die Entnahmeplatte 60 nicht immer eine Anzahl an Vorformlingen oder geformten Gegenständen gleich der Anzahl der Halter 62 trägt. Dies bedeutet auch, dass eine einzige Charge von Vorformlingen mehr als einmal in den Formbereich zwischen den Formkern- und -hohlraumplatten zurückbewegt werden kann, um andere Chargen von geformten Gegenständen aufzunehmen, während sie durch den intensiven Kontakt zwischen den hohlen Röhren 64 innerhalb der Entnahmeplatte, deren Röhren 64 eine Kühlflüssigkeit wie Wasser tragen, und der Aussenwand der Vorformlinge gekühlt werden, wie detaillierter in der vorerwähnten US-A-5 447 426 gezeigt.
Die Wärmeübertragung zwischen den Röhren 64 und den heissen geformten Gegenständen, welche aus der Form kommen, findet durch Übertragung statt. Genauer gesagt, kann jeder feste Werkstoff verwendet werden, der jegliche Kühlmittel in sich beinhaltet, und in direkten Kontakt mit der Aussenwand der geformten Gegenstände gebracht werden, um die geformten Gegenstände zu kühlen. Durch die Verwendung eines Kühlsystems, welches auf der Wärmeübertragung durch Konduktion basiert, die durch einen direkten Kontakt zwischen dem geformten Gegenstand oder Vorformling und den Kühlelementen durchgeführt wird, bleibt die Form des Gegenstandes oder Vorformlings ohne Deformationen oder Kratzer erhalten, welche durch das Handling entstehen.
Falls gewünscht, können die konduktiven Kühlelemente 64, welche in der Entnahmeplatte angeordnet sind, durch eine konvektive Wärmeübertragungseinrichtung ersetzt werden. Jede geeignete konvektive Wärmeübertragungseinrichtung nach dem Stand der Technik kann mit der Entnahmeplatte 60 verwendet werden, um eine Kühlung der Aussenflächen der geformten Gegenstände oder Vorformlinge, welche von der Entnahmeplatte 60 getragen werden, zu bewirken.
Bezug nehmend auf die Fig. 6(a) und 6(b) wird eine zusätzliche Kühlvorrichtung 70 im Zusammenhang mit der roboterartigen Entnahmeplatte 60 verwendet, um die Wirksamkeit des Nach-Form-Kühlens durch das Ermöglichen eines gleichzeitigen Kühlens der Innen- und Aussenflächen der geformten Gegenstände oder Vorformlinge durch konvektive Wärmeübertragung zu steigern und somit die Zykluszeit zu vermindern und die Qualität der Vorformlinge zu verbessern. Die zusätzliche Kühlvorrichtung 70 beinhaltet eine Anordnung von länglichen Kühlstiften 74, deren Aufgabe es ist, eine Kühlflüssigkeit in die geformten Gegenstände abzugeben, welche durch die Entnahmeplatte 60 gehalten werden.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird die Kühlflüssigkeit meist direkt in den Wölbungsbereich (Einspritzöffnung) 22 des geformten Gegenstandes oder Vorformlings gerichtet und abgegeben, bei dem die Chance zu kristallisieren am höchsten ist auf Grund der Verminderung der Kühlzeit in der Form. Die Kühlflüssigkeit wird so eingeführt, dass ein kreisförmiges Fliessmuster entsteht. Gemäss der vorliegenden Erfindung könnte die Kühlflüssigkeit jedes geeignete Kühlmittel sein, wie zum Beispiel eine Flüssigkeit oder ein Gas. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist das Kühlmittel Druckluft, welche durch einen Kanal 90 hingeführt wird, der in dem Kühlstift 74 vorgesehen ist. Dieser Aspekt der vorliegenden Erfindung wird detaillierter in Fig. 9(a) dargestellt.
Fig. 9(a) zeigt einen Kühlstift 74 gemäss der vorliegenden Erfindung, in einem Vorformling oder geformten Gegenstand 48 angeordnet, welcher gekühlt wird. Um einen optimalen Fluss des Kühlmittels herzustellen, wird der Kühlstift 74 tief in den Vorformling 48 eingeführt, sodass das Kühlmittel den Wölbungs- oder Einspritzöffnungsbereich 22 erreichen kann. Darüber hinaus wirkt der Kühlstift 74 als ein zusätzlicher Kühlkern. Der Kühlstift 74 trägt auch zur Herstellung eines kreisförmigen Fliessmusters bei, welches ein höheres Kühlpotenzial als andere Kühlfliessmuster aufweist. Auch werden durch die Verwendung der neuen Kühlstifte 74 die einströmende geblasene kalte Luft und die ausströmende warme Luft vollständig voneinander getrennt, und somit wird das Mischen der beiden vermieden.
Wie in Fig. 9(a) gezeigt, wird der Kühlstift 74 mittig innerhalb des Vorformlings oder geformten Gegenstandes angeordnet, vorzugsweise so, dass die mittige Achse 220 des Kühlstiftes 74 auf die mittige Achse 222 des Vorformlings ausgerichtet ist. Wie aus dieser Figur ersichtlich, ist die Aussenwand 224 des Kühlstiftes 74 in einem oberen Bereich UP von der Innenwand 226 des Vorformlings in einem Abstand D getrennt. Zusätzlich ist die Auslassdüse 92 des Kühlstiftes 74 von der Innenwand 228 des Wölbungsbereiches 22 in einem Abstand d getrennt. Um das gewünschte kreisförmige Fliessmuster des Kühlmittels herzustellen, ist das Verhältnis d:D bevorzugt in der Grössenordnung von 1:1 bis 10:1. Es ist auch äusserst wünschenswert, dass die Auslassdüse 92 des Kühlstiftes durch eine sich öffnende Düsenkonstruktion gebildet ist.
Obwohl die Verwendung einer sich öffnenden Düse für den Auslass 92 bevorzugt wird, ist es möglich, den Auslass 92 aus einer geradwandigen Düsenkonstruktion zu bilden.
Da der Kühlstift 74 tief in den Vorformling eindringt und sich auch wie ein Kühlkern verhält, weist das Muster der ausströmenden warmen Luft, welche frei aus dem Vorformling entweicht, eine ringförmige Form auf.
Während eine bevorzugte Ausgestaltung für den Kühlstift in Fig. 9(a) gezeigt wurde, können die Kühlstifte 74 auch, wie in den Fig. 8(a) bis 8(g), 17 und 18, verschiedene Grössen und Formen aufweisen, um verschiedene Kühleffekte zu erreichen. Zum Beispiel kann der untere Bereich LP des Kühlstiftes, wie in Fig. 8(a) gezeigt, einen Durchmesser D2 aufweisen, der sich von dem Durchmesser D1 eines oberen Bereiches UP des Stiftes unterscheidet. Wie in Fig. 8(a) bis 8(c) gezeigt, kann der obere Bereich UP der Stifte verschiedene Formen aufweisen. Bezug nehmend auf Fig. 8(d) kann der Kühlstift 74 seitliche Auslässe 82 zum Austragen eines Kühlmittels auf Seitenwände des geformten Gegenstandes aufweisen, wo eine Kristallisierungserscheinung auftreten kann.
Wie in Fig. 8(e) gezeigt, könnte der Kühlstift 74 schraubenförmige Rinnen 84 aufweisen, um spezielle Kühleffekte zu erhalten. Gleichermassen wie in Fig. 8(f) und 8(g) könnte der Kühlstift 74 eine Vielzahl von Rippen 86 aufweisen, die getrennt über den Umfang angeordnet sind, oder eine Vielzahl von Kontaktelementen 88.
Die Fig. 18a und 18b zeigen einen Kühlstift 74, welcher eine Vielzahl von radialen Leitungen 230 zum Abgeben des Kühlmittels auf andere als den Wölbungsbereich 22 bildende Bereiche des Vorformlings aufweist, wie den Hals bildenden Bereich oder den Körperbereich. Die radialen Leitungen 230 können räumlich getrennt entlang der Länge des Kühlstiftes angeordnet sein, um das Kühlmittel gegen spezielle Bereiche eines Vorformlings 48 zu richten.
Die Kühlstifte 74 können aus jedem geeigneten, thermisch konduktiven oder thermisch isolierenden Werkstoff hergestellt sein. Falls gewünscht kann der Kühlstift 74, wie in Fig. 17 gezeigt, aus einem porösen Werkstoff 232 hergestellt sein, sodass zusätzliches Kühlmittel in einer sehr einheitlichen Weise auf andere Bereiche als den Wölbungs- oder Einspritzöffnungsbereich 22 eines Vorformlings verteilt wird.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung soll die Ausgestaltung des Kühlstiftes 74 ein Maximum an Kühlmittel in dem Einspritzöffnungs- oder Wölbungsbereich 22 des geformten Gegenstandes 48 konzentrieren und somit das Kühlmittel aggressiv darauf ausrichten, diesen Bereich zu kühlen. Auf diesem Weg können geformte Gegenstände wie Vorformlinge gebildet werden, welche frei vom kristallisierten Bereich im Einspritzöffnungs- oder Wölbungsbereich 22 sind.
Eine alternative Stiftkonstruktion mit einem Blassystem für kalte Luft, welches in der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, ist in der Fig. 9(b) gezeigt. Wie darin gezeigt, weist der Stift 74 einen Blaskanal 90 für kalte Luft auf, welcher einen Auslass 92 zum Richten der kalten Luft gegen die Innenflächen des geformten Gegenstandes 48 aufweist, bevorzugt den Wölbungs- oder Einspritzöffnungsbereich 22 des geformten Gegenstandes. Der Kanal 90 steht über einen Einlass 94 mit einer Kaltluftquelle (nicht gezeigt) in Verbindung. Der Kühlstift 74 ist des Weiteren mit einem Vakuumkanal 96 zum Entfernen der Kühlungsluft aus dem Inneren des geformten Gegenstandes 48 versehen. Der Vakuumkanal 96 kann mit jeder gewünschten Vakuumquelle (nicht gezeigt) verbunden sein.
Wie aus Fig. 9(b) ersichtlich, wird der Kühlstift 74 auf einen Bereich eines Rahmens 98 mittels Gleitsteinen 100, welche zur Selbstausrichtung des Stiftes verwendet werden, und einem Befestigungselement, wie eine Mutter 102, befestigt. Die Mutter 102 kann an dem Element 104 befestigt sein, welches einen Bereich mit Aussengewinde (nicht gezeigt) aufweist.
Bezug nehmend auf die Fig. 6 und 7 wird die Anordnung der Kühlstifte 74 auf einen Kühlrahmen 98 festgelegt, welcher aus einem leichtgewichtigen Werkstoff wie Aluminium hergestellt sein kann. Gemäss der vorliegenden Erfindung kann der Kühlrahmen entweder in vertikaler oder horizontaler Position betätigt werden. In beiden Fällen ist der Rahmen 98 gegen die Entnahmeplatte 60 hin bewegbar, wenn die Entnahmeplatte 60 ihre Endlage ausserhalb der Form erreicht. Alle geeigneten Einrichtungen nach dem Stand der Technik können verwendet werden, um den Rahmen 98 zu bewegen, um ihn zu einer höheren Geschwindigkeit zu bringen, sodass die Kühlstifte 74 sofort in den geformten Gegenstand eingeführt werden können. In einem bevorzugten Auführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird der Rahmen unter der Verwendung eines hydraulischen Zylinders 110 bewegt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung kann die Anzahl der Kühlstifte 74 die gleiche sein oder weniger als die Anzahl der Aufnahmen 62 in der Entnahmeplatte 60. Gemäss der vorliegenden Erfindung ist die Entnahmeplatte 60 mit Elementen zum Halten der geformten Gegenstände oder Vorformlinge 48 innerhalb der Aufnahmen 62, wie Ansaugelemente (nicht gezeigt), versehen sowie mit Elementen zum Auswerfen der Vorformlinge von der Entnahmeplatte. Die Halteelemente und die Auswerferelemente können diejenigen aus dem zuvor genannten US-A-5 447 426 sein, welche unter Bezugnahme auf sie integriert wurde. Wie in den Fig. 6(c) und 6(d) gezeigt, ist der Kühlrahmen 98 mit einer Vielzahl von Zwischenräumen 112 versehen.
Die Zwischenräume 112 ermöglichen es, die fertig gekühlten geformten Gegenstände oder Vorformlinge, die von der Entnahmeplatte 60 ausgeworfen werden, auf ein Förderband 114 zum Transport von dem System wegfallen zu lassen. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung werden vollständig gekühlte Vorformlinge 48 durch die Zwischenräume 112 mittels seitlichem Verschieben der Kühlstifte 74 relative zu den Aufnahmen 62, welche die Vorformlinge halten, die von der Entnahmeplatte 60 ausgeworfen werden müssen, auf das Förderband 114 fallen gelassen. Dies ist der Fall, wenn der Kühlrahmen in einer horizontalen Position ist. Wenn der Kühlrahmen in einer vertikalen Position ist, stört er die von der Entnahmeplatte fallen gelassenen Vorformlinge nicht.
Bezug nehmend auf die Fig. 7(a) und 7(b) wird eine erste Anordnung von Kühlstiften 74 gezeigt. Wie aus Fig. 7(b) ersichtlich, weist jeder der Kühlstifte 74 Durchlässe 90 für Kühlluft auf, welche über den Durchlass 122 mit einer Kühlluftquelle (nicht gezeigt) in Verbindung stehen. In dem Durchlass 122 sind eine Anzahl von Luftventilen 124 vorgesehen, welche verwendet werden können, um den Fluss der Kühlluft zu regulieren. Auf diesem Weg können die Kühlstifte 74 mit unterschiedlichen Mengen an Kühlluft versorgt werden.
Bezug nehmend auf Fig. 7(c) ist es auch möglich, jeden Kühlstift 74 direkt über einen einfachen Durchlass 126 mit Luft aus einer Kühlmittelquelle (nicht gezeigt) zu versorgen. Falls gewünscht könnte der Durchlass 126, wie in Fig. 7(d) gezeigt, des Weiteren über eine flexible Leitung 128 mit der Kühlmittelleitung 120 verbunden sein.
Gemäss einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dringen die Kühlstifte 74 in die Vorformlinge, welche durch die Entnahmeplatte 60 gehalten werden, in einigen Schritten ein, und bei jedem Schritt weisen die Vorformlinge, welche zu unterschiedlichen Zeiten geformt werden, unterschiedliche Temperaturen auf. Um den gesamten Kühlschritt zu optimieren und die Verschwendung von Kühlmittel zu vermeiden, sind die Vorformlinge während dem ersten Schritt des Kühlens sehr heiss und somit wird eine maximale Menge an Kühlluft durch die Stifte abgegeben. In dem zweiten und den folgenden Schritten ist die Menge an Kühlluft, welche durch die Stifte, die in die ersten geformten Vorformlinge eingreifen, wesentlich geringer als die Menge, die gegen die neu geformten und heisseren Vorformlinge gerichtet wird.
Um das Kühlverfahren weiter zu optimieren, können jegliche geeignete Temperatursensoren, wie Thermoelemente, verwendet werden, um die Temperatur der Vorformlinge vor und nach dem Kühlen zu messen, sodass Regulierungen der Kühlrate ohne eine Unterbrechung des Formzyklus durchgeführt werden können. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Thermoelemente (nicht gezeigt), welche mit einer Kühlkontrolleinrichtung (nicht gezeigt) verbunden sind, in der Entnahmeplatte 60 neben jedem Vorformling angeordnet. Durch die Beobachtung der Temperatur jedes Vorformlings können einige Regulierungen in Bezug auf die Menge der Kühlluft, welche an alle Kühlstifte 74 oder zu einigen der Kühlstifte abgegeben wird, durchgeführt werden.
Hierdurch kann auch eine uneffektive oder uneinheitliche Kühlung der konduktiven Kühleinrichtung ausgeglichen werden, welche in der Entnahmeplatte angeordnet ist.
Bezug nehmend auf die Fig. 10(a) und 10(b) zeigt die Fig. 10(a) einen Vorformling 48 in einer Schnittansicht, welcher mit einem System nach dem Stand der Technik geformt wurde. Wie hier gezeigt, kann der Vorformling 48 kristalline Bereiche in vier verschiedenen Zonen einschliesslich dem Wölbungsbereich 22 und dem Hals bildenden Bereich 13 aufweisen. tFig. 10(b) auf der anderen Seite zeigt einen Vorformling 48 in einer Schnittansicht, welcher unter der Verwendung des Systems der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde. Wie hier gezeigt, gibt es keine kristallinen Bereiche.
Ein anderes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird in den Fig. 11(a) bis 11(l) gezeigt, in denen die Entnahmeplatte 60 min während des gesamten Formzyklus immer in einer vertikalen Position bleibt. Dies erspart einen komplizierten Motor und macht es leichter und somit schneller, die Aufnahmeplatte in und aus dem Formraum zu bewegen, welcher zwischen den Formhälften oder-platten 32 und 36 gebildet ist. Der Kühlrahmen 98 min , welcher in diesem System verwendet wird, weist eine zusätzliche Funktion und eine zusätzliche Bewegung auf. Zuallererst verwenden die Stifte 74 min Blasluft, um die geformten Gegenstände oder Vorformlinge zu kühlen, und Saugluft, um die geformten Gegenstände oder Vorformlinge von der Entnahmeplatte 60 min zu ziehen.
Die Vorformlinge werden auf den Stiften 74 min mittels des Vakuums gehalten und während einer Rückbewegung aus den Röhren 62 min innerhalb der Entnahmeplatte 60 min entfernt. Der Kühlrahmen 98 min macht eine Bewegung zum Annähern an und Zurückbewegen von der Entnahmeplatte 60 min und des Weiteren eine Drehbewegung von einer vertikalen zu einer horizontalen Position parallel zu einem Förderband 114 min , damit die Vorformlinge von den Stiften 74 min ausgeworfen werden, indem das Vakuum gestoppt wird. Gemäss der vorliegenden Erfindung können beliebige geeignete Elemente nach dem Stand der Technik verwendet werden, um den Kühlrahmen 98 min mit den Stiften 74 min zu drehen.
Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches in den Fig. 11(a) bis 11(l) gezeigt ist, wird ein fest stehender Nocken 130 als ein sehr einfaches Element zum Umsetzen der Translation des Rahmens in eine Drehung verwendet, sodass die Vorformlinge, welche durch den Kühlrahmen gehalten werden, auf ein Förderband 114 min fallen gelassen werden können. Wie in Fig. 11(h) gezeigt, können die Kühlstifte 74 min in die Vorformlinge durch Vakuum eingreifen und sie von der Entnahmeplatte 60 min entfernen. Danach werden die Vorformlinge von den Stiften 74 min auf ein Förderband fallen gelassen.
Die Funktion der innovativen Kühlvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann aus den Fig. 6(a) bis 6(d) verstanden werden. Nach dem Kühlverfahren in der Form, welches bis zu dem Punkt abgekürzt wird, an dem die Gegenstände oder Vorformlinge einen Erstarrungsstatus erlangen, welcher ihre Deformation verhindert, wird die Form geöffnet und die Entnahmeplatte 60 wird in den Formbereich zwischen der Formkernplatte 36 und der Formhohlraumplatte 32 bewegt. Die relative Bewegung der Formkern- und der Formhohlraumplatten kann in beliebiger Weise nach dem Stand der Technik unter Verwendung beliebiger geeigneter Elemente (nicht gezeigt) nach dem Stand der Technik ausgeführt werden.
Nachdem die Entnahmeplatte 60 die Lage gegenüber der Formposition erreicht hat, werden die Kühlstifte 74 in Eingriff mit den geformten Gegenständen zum Kühlen, speziell in dem Wölbungsbereich 22 jedes Gegenstandes oder Vorformlings, gebracht.
Obwohl die Entnahmeplatte 60 mit wassergekühlten Elementen zum konduktiven Kühlen der Aussenflächen der Vorformlinge innerhalb der Halter 62 beschrieben wurde, gibt es Beispiele, in denen das Kühlen der Aussenflächen nicht angefangen werden soll, wenn die Vorformlinge erst innerhalb der Entnahmeplatte angeordnet sind. Zu diesem Zweck können Elemente zum Kontrollieren des Kühlens innerhalb der Entnahmeplatte vorgesehen sein, sodass solch ein Kühlen nicht beginnt, bevor das innere Kühlen der Vorformlinge begonnen hat und/oder beendet wurde. Zum Beispiel können geeignete Ventilelemente (nicht gezeigt) in die Abnahmeplatte integriert werden, um den Fluss eines Kühlmittels bis zu einem gewünschten Zeitpunkt zu verhindern.
Auf diese Weise können das innere und das äussere Kühlen des Vorformlings gleichzeitig, zumindest teilweise gleichzeitig oder sequenziell ausgeführt werden.
Fig. 16 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, in dem eine Entnahmeplatte 60 min min ohne Kühlelemente verwendet wird, um die geformten Vorformlinge aus dem Formbereich zu entfernen. Die Entnahmeplatte 60 min min kann Vorformlingshalter 62 min min in ausreichender Anzahl aufweisen, um entweder eine einzige Charge oder mehrere Chargen von Vorformlingen aufzunehmen. Die Vorformlinge werden mittels Vakuumelementen (nicht gezeigt) zurückgehalten, welche durch die \ffnungen 240 an dem Einspritzöffnungs- oder Wölbungsbereich 22 der Vorformlinge 48 saugen. Die Vorformlinge werden also durch die Halter 62 min min zurückgehalten, welche jede beliebige Ausgestaltung aufweisen können, die es den Vorformlingen ermöglicht, direkt unter der Verwendung eines kühlenden Gases/Luft gekühlt zu werden.
Die Halter 62 min min sind bevorzugt steif genug, um die Vorformlinge zurückzuhalten und weisen Perforationen oder andere \ffnungen 242 und 244 auf, an denen die Halter keinen direkten Kontakt mit den Vorformlingen aufweisen. Durch diese Art der Halter, welche nur teilweise die Aussenfläche der Vorformlinge bedecken, können die Vorformlinge auf ihren Aussenflächen gekühlt werden, während sie zusätzlich durch die Kühlstifte 74 im Inneren gekühlt werden. In diesem Fall umfasst der Kühlschritt die Überführung der Vorformlinge von der Form zu der Entnahmeplatte 60 min min , die Bewegung der Entnahmeplatte 60 min min aus dem Formbereich zu dem Kühlbereich, welcher neben dem Formbereich liegt. In dem Kühlbereich werden die Vorformlinge bei Verwendung des Rahmens 98 und den Kühlstiften 74 im Innern gekühlt, welche zumindest teilweise in die Vorformlinge eindringen.
Zur selben Zeit werden die Aussenflächen der Vorformlinge, welche durch die Entnahmeplatte zurückgehalten werden, durch eine zusätzliche Kühlstation 250 konvektiv gekühlt, welche ein Kühlmittel gegen die Vorformlingshalter strömen lässt. Wie in Fig. 16 gezeigt, weist die zusätzliche Kühlstation 250 eine Vielzahl an Düsen 252, 254 und 256 zum Blasen des Kühlmittels gegen die Aussenflächen der Vorformlinge auf. Die Düsen 252, 254 und 256 lassen Kühlmittel durch \ffnungen 258 in der Entnahmeplatte 60 min min und durch Fenster oder \ffnungen 242 und 244 in den Vorformlingshaltern auf die Aussenfläche der Vorformlinge strömen. Die Düsen 252, 254 und 256 blasen Kühlmittel durch \ffnungen 242 und 244 in die Vorformlingshalter 62 min min und auf die Aussenfläche der Vorformlinge.
Obwohl die zusätzliche Kühlstation 250 mit Düsen zum Kühlen zweier Vorformlinge gezeigt wurde, sollte erkannt werden, dass die Kühlstation 250 in Wirklichkeit so viele Düsen aufweisen kann, wie benötigt werden, um die Aussenflächen jeder gewünschten Anzahl an Vorformlingen zu kühlen.
Die Verwendung der zusätzlichen Kühlstation 250 ermöglicht es den Vorformlingen 48 gleichzeitig unter der Verwendung der Kühlelemente, welche unabhängig von der Entnahmeplatte 60 min min sind, innen und aussen gekühlt zu werden. Diese Möglichkeit macht die Entnahmeplatte sehr leicht, sehr schnell und leicht zu bedienen. Falls gewünscht, können die Vorformlingshalter 62 min min die Vorformlinge ausschliesslich am Halsbereich umgreifen und somit ein offeneres Fenster für das strömende Kühlmittel lassen, um den Aussenbereich der Vorformlinge zu kühlen.
Gemäss einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung kann die Entnahmeplatte aussen angeordnete Kühlelemente, welche Blasluft verwenden, oder keine Kühlelemente aufweisen. In beiden Fällen wird das innere Kühlen unter der Verwendung des neuen Kühlverfahrens und -vorrichtung der vorliegenden Erfindung erreicht.
Das innovative Kühlverfahren und die -vorrichtung der vorliegenden Erfindung sind zum Kühlen von Vorformlingen in tiefen Kavitätsformen extrem nützlich. Es ist bekannt, dass die Temperatur des geschmolzenen Harzes, welches durch eine Form fliesst, aus verschiedenen Gründen variieren kann, welche sind: (a) uneinheitliche Erhitzung des Heisskanalverteilerrahmens; (b) Bildung der Grenzschichten innerhalb der Schmelzkanäle des Verteilerrahmens; (c) uneinheitliches Kühlen des Formhohlraumes; und (d) ungenügendes Kühlen am Formeinspritzbereich. Eine Folge der Temperaturvariationen durch die Form ist, dass die Kühlzeit auf einem lokalen Level eingestellt werden muss, sodass die heissesten Vorformlinge gekühlt werden, bevor eine Kristallisation in den letzten Vorformlingen auftreten kann.
Um die Bildung von kristallisierten Zonen zu vermeiden, ist das Kühlsystem der vorliegenden Erfindung in der Lage, ein unterschiedliches Kühlmuster zu erstellen, welches auf die Temperatureigenheit jeder Form abgestimmt werden kann. Sensoren in der Entnahmeplatte 60 können vorgesehen sein, um die Menge an Kühlmittel von jedem Kühlstift 74 zu regulieren. Eine andere Folge der uneinheitlichen Temperatur innerhalb der Form ist, dass der Einspritzöffnungsbereich, welcher an dem Wölbungsbereich 22 der Vorformlinge vorgesehen ist, in den meisten Fällen der heisseste Teil des geformten Vorformlings ist. Da dieser Einspritzöffnungsbereich in der Formschliesslage langsamer abkühlt, besteht die Möglichkeit, dass dieser Bereich hoch kristallin wird, falls das In-der-Form-Kühlen zu lange dauert oder falls kein zusätzliches Kühlen ausserhalb der Form vorgesehen ist.
Gemäss der vorliegenden Erfindung sind die Kühlstifte 74, welche kalte Luft in den Vorformling direkt neben dem Einspritzöffnungsbereich strömen lassen, eine neue Arbeitsweise, die in einer sehr wirksamen Weise die Bildung von kristallisierten Bereichen in dem Vorformling verhindert.
Das innovative Kühlverfahren und die -vorrichtung der vorliegenden Erfindung sind auch vorteilhaft, um die ineffektive Kühlung der Entnahmeplatte auszugleichen. Es kann passieren, dass auf Grund des nicht perfekten Kontaktes zwischen dem heissen geformten Gegenstand und dem Kühlrohr die Temperatur des geformten Gegenstandes, welcher durch die Entnahmeplatte gehalten wird, entlang der Platte variieren kann. Gemäss der vorliegenden Erfindung können die Temperatursensoren, welche in der Entnahmeplatte oder dem Kühlrahmen angeordnet sind, verwendet werden, um Information zu einer Kühlkontrolleinheit weiterzuleiten, welche die Menge des Kühlmittels, die zu jedem Vorformling gerichtet wird, variiert.
Die anpassungsfähige Kühlmöglichkeit, welche bis jetzt erwähnt wurde, ist auch vorteilhaft, da sie die Tatsache berücksichtigt, dass der Temperaturverlauf der geformten Vorformlinge während des Tages, die Wirkungsweise des verwendeten speziellen Harzes, die Wirkungsweise der Maschineneinstellung, oder auf Grund von lokalen Änderungen der Dicke der Vorformlinge, welche durch unsaubere Ventilstabbetätigung in der Heisskanaldüse oder auf Grund von ungleichem Kernversatz in den Formhohlräumen verursacht wurde, variieren kann. Diese Situationen sind weder vorhersehbar noch leicht festzustellen; jedoch sieht die vorliegende Erfindung einen Mechanismus vor, den Nach-Form- Kühlschritt für jeden Hohlraum, basierend auf der Temperatur jedes geformten Gegenstandes oder Vorformlings, abzustimmen.
Eine bedeutende Reduktion der Zykluszeit zum vorteilhaften Steigern der Nach-Form-Kühlzeit kann durch eine Vereinfachung der Ausgestaltung und der Bewegungen der Entnahmeplatte und des Kühlrahmens erreicht werden. Dazu müssen das Zusammenbauen, das Bedienen und die Funktionszwänge, wie Reibung, Bewegungsgenauigkeit, Ausrichtung zwischen den Kühlstiften und den geformten Gegenständen oder Vorformlingen auf der Entnahmeplatte und Vibrationen sehr kritisch berücksichtigt werden. Auch muss die Anordnung des Kühlrahmens mit den Stiften in solch einer Weise entschieden werden, dass die "Fussabdrücke" der gesamten Maschine reduziert werden.
Hinsichtlich dessen wird Bezug auf die Fig. 13(a) und 13(b) genommen, welche ein anderes Auführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung zeigen, in dem die Entnahmeplatte 60 während des zusätzlichen Luftkühlschrittes in einer vertikalen Position bleibt, d.h. parallel zu den Formplatten 32, 26. Der Kühlrahmen 98 wird gegen die Entnahmeplatte 60 versetzt und die Kühlstifte 74 dringen in die geformten Gegenstände oder Vorformlinge 48 ein. Nachdem alle Vorformlinge gekühlt sind, wird der Kühlrahmen 98 zurückgezogen, die Entnahmeplatte 60 um 90 DEG und parallel zu einem Förderband 114 gedreht, und die gekühlten Vorformlinge werden anschliessend von der Platte 60 entfernt.
Diese Möglichkeit vereinfacht die Ausgestaltung des Kühlrahmens, welcher keine Drehelemente und keine Elemente benötigt, um seine Überlagerung mit den von der Platte ausgeworfenen Vorformlingen zu vermeiden.
Des Weiteren wird Bezug auf Fig. 14 genommen, welche ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt, in welchem die roboterartige Entnahmeplatte 60 zusätzliche Translationselemente 150 zum Bewegen der Vorformlinge 48 entlang einer Achse parallel zu ihrer Drehungsachse umfasst. Diese zusätzliche Bewegung der Vorformlinge 48 vereinfacht den Kühlrahmen 98, welcher während des Kühlverfahrens im Wesentlichen fest stehend bleibt. Wie in Fig. 14 gezeigt, wird die Entnahmeplatte 60 oder andere Elemente zum Halten der Vorformlinge entlang einer Achse X gegen den fest stehenden Kühlrahmen 98 bewegt. Nach dem Kühlschritt wird die Entnahmeplatte 60 um 90 DEG gedreht, sodass sie gegen das Förderband 114 gerichtet ist und die gekühlten Vorformlinge somit ausgeworfen werden können.
Ferner wird Bezug auf Fig. 15 genommen, welche neue Luftkühlelemente zeigt, die an der Entnahmeplatte 60 befestigt sind. Die in dieser Figur gezeigte Möglichkeit eliminiert die Notwendigkeit eines getrennten Rahmens zum Halten der Kühlstifte und reduziert somit die Grösse des Kühlsystems und somit der Spritzgiessmaschine. Die neuen Kühlstifte 174 weisen eine ungefähre U-Form auf und können alle zusammen parallel zu den Vorformlingen 48 bewegt werden, sodass sie in die Vorformlinge und aus den Vorformlingen mithilfe eines dünnen Streifens 176, welcher durch einen Kolben BB oder jedes andere bekannte Element angetrieben wird, eingeführt werden können. Die Stifte 174 können auch um eine Achse "A" parallel zu dem Vorformling gedreht werden, sodass sie in axiale Ausrichtung mit den Vorformlingen gebracht oder daraus entfernt werden können.
Diese gleichzeitige Drehung aller Stifte 174 kann mithilfe beliebiger geeigneter Elemente nach dem Stand der Technik erreicht werden. Gemäss der Erfindung weisen die u-fömigen Kühlstifte 174 einen ARM "A" auf, welcher in den Vorformling eindringt, einen ARM "C" parallel zu ARM "A" zum Bewegen von ARM "A" und einen ARM "B", welcher ARM "A" mit ARM "C" verbindet. Die Drehung der Stifte um die Achse "A" von ARM "C" kann auf verschiedene Weise ausgeführt werden. Wie in Fig. 15 gezeigt, kann dies mithilfe einer länglichen Zahnstange 178 ausgeführt werden, welche durch den Kolben AA angetrieben ist und die in Eingriff mit Ritzeln 180 steht, welche an dem ARM "C" jedes Kühlstiftes angeordnet sind. Dieselbe Drehung kann mithilfe von Friktionselementen, eines in Translation und das andere in Rotation, ausgeführt werden.
Während der Übertragung der Vorformlinge 48 von den Kernen 38 zu den Kühlröhren 62 der Entnahmeplatte 60 können die u-förmigen Kühlstifte 174 an einem bestimmten Ort neben jeder Kühlröhre 62 "geparkt" werden, sodass sie sich nicht mit den bewegenden Vorformlingen stören und weniger Raum zum \ffnen der Form benötigt wird. Sobald die Vorformlinge 48 in der Entnahmeplatte 60 zurückgehalten werden, werden die Kühlstifte 174, welche an der Platte 60 befestigt sind, durch den Kolben BB und den Streifen 176 nach vorne bewegt, und, wenn sie eine gewisse Lage erreichen, welche es dem ARM "A" ermöglicht, auf der Höhe des Vorformlings zu sein, werden sie in axiale Ausrichtung mit den Vorformlingen gedreht und schliesslich in die Vorformlinge durch den Rückzug des Kolbens BB eingeführt.
Der permanente Kontakt zwischen dem Streifen 176 und jedem ARM "C" wird durch eine Schraubenfeder 182 hergestellt, welche gegen eine Schulter 181 oder ein anderes geeignetes Element arbeitet. Ein flexibles Rohr 184 wird verwendet, um jeden Kühlstift durch ARM "C" mit Blasluft zu versorgen. Diese Ausgestaltung der an der Entnahmeplatte befestigten Kühlstifte bringt folgende Vorteile: Vereinfachung und Verminderung der Grösse des Kühlsystems, Verbesserung der Kühlrate, da das innere Kühlen direkt, nachdem die Vorformlinge in der Entnahmeplatte sind, beginnt, das innere Kühlen kann während der Bewegung der Entnahmeplatte durchgeführt werden und praktisch so lang fortfahren, bis die Vorformlinge auch durch die Entnahmeplatte gekühlt sind.
Während dem Auswerfen der gekühlten Vorformlinge müssen die Kühlstifte wieder in ihre ursprüngliche Lage gedreht werden, sodass sie nicht länger mit den Vorformlingen ausgerichtet sind.
Des Weiteren wird auf die Fig. 12 Bezug genommen, welche Kühlkanäle 210 umfassende Luftkühlelemente zeigt, die in den Formhälften 32, 36 angeordnet sind, welche wiederum das Kühlen der Vorformlinge, die durch die Formkerne gehalten werden, während und direkt nach dem \ffnen der Form und vor dem Eindringen der Abnahmeplatte in den Formbereich, ermöglichen. Dieser zusätzliche Kühlschritt wird ferner den Vorformling verfestigen, bevor die Entnahmeplatte in den Formbereich gebracht wird und bevor sie zu der Entnahmeplatte übertragen werden.
Gemäss einem anderen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, welches leicht aus den anderen Zeichnungen in dieser Anmeldung verstanden werden kann, halten der Roboter und die Entnahmeplatte nur eine einzige Charge an Vorformlingen zurück. Nach dem Einspritzschritt wird die Entnahmeplatte ausserhalb des Formbereiches geparkt und Kühlluft oder tiefgekühlte Luft wird von den Kühlstiften in jeden Vorformling geblasen. Die gekühlten Vorformlinge werden von der Entnahmeplatte ausgeworfen, welche in den Formbereich zurückgebracht wird, ohne Vorformlinge zu tragen.
Fig. 23 zeigt eine alternative Konstruktion des Rahmens 98 zum Halten der Kühlstifte 74. Wie in dieser Figur gezeigt, kann der Rahmen 98 Kühlstifte 74 auf zwei entgegengesetzten Seiten aufweisen. Ferner kann der Rahmen um eine erste Achse 300 und eine zweite Achse 302 drehen, welche senkrecht zu der ersten Achse 300 verläuft. Beliebige geeignete Elemente (nicht gezeigt) nach dem Stand der Technik können verwendet werden, um den Rahmen um die Achsen 300 und 302 zu drehen.
Durch das Vorsehen dieser Art der Konstruktion ist es möglich, einen ersten Satz von Kühlstiften 74 in Eingriff mit den Vorformlingen 48 in der Entnahmeplatte 60 kommen zu lassen und das innere Kühlen der Vorformlinge zu beginnen. Die Vorformlinge 48 können dann von den Haltern 62 in der Entnahmeplatte 60 auf die Stifte 74 übertragen werden. Der Rahmen 98 kann dann um eine oder mehrere der Achsen 300 und 302 drehen, während das innere Kühlen der Vorformlinge 48 durch die Stifte 74 ausgeführt wird. Nachdem der erste Satz von Vorformlingen die in Fig. 23 gezeigte linke Position erreicht hat, kann ein zweiter Satz von Kühlstiften 74 mit einem zweiten Satz von Vorformlingen 48, welche in der Entnahmeplatte 60 gehalten werden, in Eingriff kommen.
Falls gewünscht kann der linke Satz von Vorformlingen 48 ihre Aussenflächen unter der Verwendung einer Kühlstation 304 konvektiv kühlen, welche eine Vielzahl von Düsen (nicht gezeigt) zum Ausblasen von kalter Luft auf die Aussenflächen aufweist. Falls gewünscht kann der Rahmen 98 eine an ihm befestigte Rückhalteplatte 308 für Vorformlinge aufweisen.