Die Erfindung betrifft, gemäss einem ersten Aspekt und dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1, eine Verbindung zwischen einem inneren Rohr und einem, teleskopisch gegenüber dem inneren stufenlos verschiebbaren, äusseren Rohr. Dabei weist das innere Rohr ein Aussengewinde auf und wird vom äusseren Rohr zumindest teilweise umfasst. Die Erfindung betrifft, gemäss einem zweiten Aspekt, einen Hydranten mit einem Hauptventilgehäuse und einem Aufsatzrohr, welcher - zur stufenlosen Einstellung des Fusses des Aufsatzrohres auf eine vorgegebene Grabentiefe - ein stehend über dem Hauptventilgehäuse angeordnetes Mantelrohr sowie ein sich koaxial zum Mantelrohr und gegen dieses höhenverschiebbares Teleskopsteigrohr zur Aufnahme des Aufsatzrohres umfasst.
Gemäss einem dritten Aspekt, als Ausführungsform des vorstehenden, zweiten Aspektes, betrifft die Erfindung einen Hydranten, der einen Innenraum umfasst, welcher durch ein im Bereich eines Einlaufrohres angeordnetes, Hauptabsperrorgan absperrbar ist; der an einem Ende, welches diesem Hauptabsperrorgan gegenüberliegt, im Bereiche eines Gehäuseoberteils durch einen Gehäusedeckel abgeschlossen ist, wobei das einlaufseitige Hauptabsperrorgan eine sich durch den Innenraum und das Gehäuseoberteil erstreckende Betätigungsvorrichtung mit einer Betätigungsstange umfasst.
Zumeist erdverlegte Rohrnetze und mit solchen Rohrnetzen verbundene Hydranten sind schon seit langer Zeit und in sehr vielen unterschiedlichen Ausführungen bekannt. Sie dienen in erster Linie der Wasserentnahme zur Brandbekämpfung aus dem öffentlichen Versorgungsnetz. Auch werden sie für kommunale Zwecke (Bauwasserversorgung, Strassenreinigung etc.) eingesetzt.
Hierbei werden verschiedene Ausführungen von Rohrverbindungen, stumpf verschweisste (z.B. bei Kunststoffrohren) oder auch Flansch- bzw. Muffenverbindungen (z.B. bei Guss- und Kunststoffrohren) eingesetzt. Allen diesen Rohrverbindungen gemeinsam ist der Nachteil, dass ein Rohrstück auf eine vorbestimmte Länge hergestellt oder konfektioniert bzw. zurechtgeschnitten werden muss, damit ein vorbestimmtes Anschlussstück an eine Rohrleitung angesetzt oder auch in einen bestehenden Zwischenraum eingesetzt werden kann. Zudem fällt bei bekannten Rohrverbindungen nachteilig ins Gewicht, dass - insbesondere bei Muffenverbindungen - das Ersetzen eines beispielsweise defekten Rohrstückes schon aus geometrischen Gründen schwierig ist, weil das Rohrstück nicht einfach an seinen Platz gelegt werden kann.
Es ist deshalb - gemäss dem ersten Aspekt - eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Rohrverbindung zu schaffen, die eine auf ein vorbestimmtes Mass anpassbare Rohrlänge ermöglicht, damit die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile eliminiert werden können.
Bei den Hydranten werden im Wesentlichen zwei verschiedene Ausführungen eingesetzt, nämlich der Unterflurhydrant und der Überflurhydrant. Der Unterflurhydrant ist eine unter dem Niveau des Bodens gelegene Wasserentnahmestelle, die durch eine Abdeckung verschlossen ist. Der Überflurhydrant ist - wie z.B. aus CH 675 139 bekannt (vgl. Fig. 1) - als Säule ausgebildet und besteht in der Regel aus einem nicht sichtbaren, unterirdischen Einlaufteil mit Absperrorgan und Steigrohr, sowie einer oberirdischen Säule mit bis zu drei Wasseranschlüssen. Die verschiedenen seitlichen Wasseranschlüsse können mit zusätzlichen Absperrorganen ausgerüstet sein und unterschiedlichen Querschnitt (z.B. 2 x Storz 75, 2 x Storz 55 oder 1 x Storz 75 und 1 x Storz 55) aufweisen. Die Absperrung der einzelnen Anschlüsse können jedoch auch durch Armaturen ausserhalb der Hydranten erfolgen.
Der zentrale Anschluss hat in der Regel Storz 110.
Die Erfindung betrifft in diesem zweiten und dritten Aspekt in erster Linie Überflurhydranten, kann jedoch auch an Un terflurhydranten und ähnlichen Wasser-entnahmevorrichtungen angewandt werden.
Alle Hydranten sind mit einem Hauptabschlussorgan bzw. Hauptabsperrorgan ausgerüstet, das gewöhnlich im Bereich eines bodenseitigen Einlaufrohres angeordnet ist. An das Einlaufrohr schliesst ein hohler Körper an, dessen Innenraum einerseits durch das Hauptabsperrorgan und andrerseits durch einen Gehäusedeckel im Gehäuseoberteil abgeschlossen werden kann. Der Innenraum ist mit einem oder mehreren Wasseranschlüssen bzw. Wasserentnahmeöffnungen verbunden. Weiter ist am Innenraum vorzugsweise ein Entwässerungsventil eingebaut, dem die wichtige Funktion zukommt, den Innenraum nach der Benützung des Hydranten zu entwässern. Um Frostschäden im Winter zu vermeiden, werden - bei geschlossenem Hauptabsperrorgan - Steigrohr und oberirdische Säule meist automatisch entwässert bzw. wird das Entwässerungsorgan beim \ffnen der Absperrung automatisch geschlossen.
Überflurhydranten können wegen ihrer exponierten Lage mit einer Sollbruchstelle ausgerüstet sein. Im Falle einer Beschädigung des Hydranten, z.B. durch ein mit der Überflursäule kollidierendes Fahrzeug, werden Wasserverluste vermieden, wenn der Hyd-rant mit einer Sollbruchstelle (meist zwischen Aufsatzrohr und Steigrohr) ausgerüstet und das Spindellager unterhalb dieser Sollbruchstelle angeordnet ist.
Der Wasserbezug ab den verschiedenen Anschlüssen bzw. Wasserentnahmeöffnungen wird in der Regel durch ein zusätzliches, entnahmeseitiges Absperrorgan bzw. ein Nebenabsperrorgan aktiviert. Dadurch ist es möglich, dass beim Anschluss einer weiteren Bezugsleitung ein bestehender Wassertransport nicht unterbrochen werden muss. Auch können Regel- bzw. Dosierfunktionen mit dem eingangs beschriebenen einlaufseitigen Hauptabsperrorgan - im Folgenden "Hauptabsperrung" genannt - nicht wahrgenommen werden.
Wie bei Rohren besteht häufig auch bei Hydranten der Wunsch, den rohrförmigen Zwischenteil bestehend aus Aufsatzrohr und Steigrohr, an vorbestimmte Gegebenheiten, wie Grabentiefe oder Rohrdeckung (Erdüberdeckung des Rohrsystems) anzupassen, ohne dass beim Aufsatz- und/oder Steigrohr ein Rohrstück auf eine vorbestimmte Länge hergestellt oder konfektioniert bzw. zurechtgeschnitten werden muss.
Aus dem Stand der Technik ist z.B. der von E. Hawle & Co., Flanschen- und Armaturenwerke, Vöcklabruck (\sterreich) produzierte Überflurhydrant teleskopisch 14/1 bekannt (vgl. Fig. 2). Diese Ausführungsform stellt einen an sich bewährten Hydranten dar. Allerdings verlangt die Konstruktion dieses Hyd-ranten, dass speziell qualifizierte Mitarbeiter mit der Montage bzw. dem Service an diesem Hydranten betraut werden müssen, damit das Risiko eines Unfalls - z.B. wegen einem versehentlichen Lösen der Verschraubung und einem darauf folgenden Unterdrucksetzen des Hydranten - verringert werden kann.
Eine andere Ausführungsform ist aus CH 689 169 bekannt, wo der vorstehend genannte, von E. Hawle & Co. produzierte Überflurhydrant zitiert ist: Ein Steigrohrmantel bildet den unteren, an den Hauptventilsitz anschliessenden Teil des Hydranten. In den Steigrohrmantel von oben eingesetzt ist ein Steigrohr, welches auf seinem Aussenumfang in vorbestimmten Abständen radial verlaufende Ringnuten aufweist. Jener Hydrant hat aber den Nachteil, dass auf eine stufenlose Verstellbarkeit - wie dies der zitierte Hydrant aus dem Stand der Technik (von E. Hawle & Co.) noch aufweist - verzichtet werden muss.
Aus CH 478 302 ist ebenfalls ein höhenverstellbarer Hydrant bekannt. Allerdings weist der Zwischenrohrkrümmer ein Aussengewinde auf, auf welches das ein Innengewinde aufweisende Steigrohr aufgeschraubt wird. Die Höhenlage des Steigrohres kann durch Auf- bzw. Zuschrauben verstellt werden. Die endgültige Stellung wird - unter Zwischenlage einer Dichtung - durch eine Gegenmutter gesichert. Das Steigrohr kann, zum Verhindern einer ungewollten Drehung des Steigrohres, eine als Drehsicherung wirkende Seitenrippe aufweisen, welche durch eingefülltes Erdreich das Steigrohr am Drehen hindert. Diese Ausführungsform bedingt, dass beide gegeneinander verschiebbaren Rohre ein Gewinde aufweisen müssen. Dies verteuert die Herstellung der Hyd-ranten erheblich und ist deshalb nicht vorteilhaft.
Es ist deshalb - gemäss dem zweiten und dritten Aspekt - eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Hydranten mit einer Rohrverbindung zu schaffen, welche einen auf eine vorbestimmte Grabentiefe bzw. Rohrdeckung anpassbaren Hydranten schafft, damit die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile eliminiert werden können.
Die genannte Aufgabe wird gemäss einem ersten Aspekt durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst, indem eine Verbindung zwischen einem inneren Rohr und einem, teleskopisch gegenüber dem inneren stufenlos verschiebbaren, äusseren Rohr vorgeschlagen wird, wobei das innere Rohr ein Aussengewinde aufweist und vom äusseren Rohr zumindest teilweise umfasst wird.
Die erfindungsgemässe Rohrverbindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung einen Flansch umfasst, der ein zum Aussengewinde komplementäres Innengewinde aufweist und auf das innere Rohr geschraubt ist; dass die Verbindung einen Gegenflansch umfasst, der am äusseren Rohr angeordnet ist und zum formschlüssigen Zentrieren der beiden Rohre mit dem Flansch zusammenwirkt; und dass eine Gewindedichtung am Umfang des inneren Rohres angeordnet ist, welche beim Festziehen des Flansches auf den Gegenflansch so deformiert wird, dass eine formschlüssige und dichte Verbindung zwischen den beiden Rohren entsteht.
Weiterführende Merkmale und Ausführungsformen - insbesondere auch die Lösung der Aufgabe gemäss dem zweiten und dritten Aspekt - ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Ausführungsbeispiele aus dem Stand der Technik sind in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in den Fig. 3 bis 6 dargestellt; diese Figuren sind lediglich als schematische Darstellungen bevorzugter Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zu verstehen und sollen den Umfang derselben in keiner Weise beschränken. Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen bekannten Überflurhydranten des gleichen Anmelders (Fig. 1 aus CH 675 139);
Fig. 2 einen Teilschnitt durch einen bekannten Überflurhydranten teleskopisch 14/1 von E.
Hawle & Co., Flanschen- und Armaturenwerke, Vöcklabruck (\sterreich);
Fig. 3 einen Teilschnitt durch eine erfindungsgemässe Rohrverbindung, gemäss einer ersten Ausführungsform;
Fig. 4 einen Teilschnitt durch eine erfindungsgemässe Rohrverbindung, gemäss einer zweiten Ausführungsform;
Fig. 5 einen Teilschnitt durch Teleskopsteigrohr und Mantelrohr eines erfindungsgemässen Hydranten mit einer Rohrverbindung gemäss der zweiten Ausführungsform;
Fig. 6 einen Teilschnitt durch Aufsatzrohr und Rohrverbindung eines erfindungsgemässen Hydranten, entsprechend Fig. 5.
Der Begriff "Wasser" soll hier der Einfachheit halber auch für andere Fluide (Gase und/oder Flüssigkeiten) verwendet werden.
Der in Fig. 1 dargestellte, aus dem Stand der Technik bekannte Überflurhydrant setzt sich aus einem Einlaufrohr 1, einem Steigrohr 2 und einer auf dem Steigrohr 2 aufgesetzten Überflursäule 3 zusammen. Das Einlaufrohr 1 ist in Fig. 1 mit einem Einlaufbogen dargestellt. Das Einlaufrohr 1 kann jedoch auch als gerades Rohrstück ausgebildet sein, wie dies gestrichelt in Fig. 1 eingezeichnet ist. Im Oberteil des Einlaufrohrs 1 ist ein Sitz 4 eines Hauptabschlussventils bzw. Hauptabsperrorgans 5 angeordnet, dessen Ventilkörper 6 an einer in das Steigrohr 2 ragenden Ventilstange 7 gelagert ist. An die Ventilstange 7 schliesst eine in einem Spindellager 8 geführte Spindel 9 an, welche mit einer an der Ventilstange 7 befestigten Spindelmutter 10 zusammenwirkt.
Die Spindelmutter 10 weist mindestens einen Finger 11 auf, mit welchem sie in einer auf der Innenseite des Steigrohres 2 angeordneten Führung 12 unverdrehbar geführt ist. Die Sollbruchstelle 13 des Hydranten befindet sich vorzugsweise zwischen dem Steigrohr 2 und der Überflursäule 3 und oberhalb des Spindellagers 8.
Auf der Oberseite der Spindel 9 ist ein hülsenförmiger Spindelaufsatz 15 befestigt, dessen Bohrungs-oberteil als Vierkantbohrung 16 ausgebildet ist. In die Vierkantbohrung 16 ist eine Spindelverlängerung 17 eingeführt, deren Ende ebenfalls als Vierkant ausgebildet ist. Die Spindelverlängerung 17 ragt durch einen, auf das obere Ende des Aufsatzrohrs 3 aufgesetzten Gehäusedeckels 18¾ und hat am Ende einen Betätigungsvierkant 19. Die Betätigungsvorrichtung 7, 9 kann also mit einem geeigneten Werkzeug über die Spindelverlängerung 17 bzw. eine Betätigungsstange von oben bedient werden. Auf dem Gehäuseoberteil 18 ist ein Schutzdeckelunterteil 20 befestigt, an welchem ein Schutzdeckeloberteil 21 drehbar gelagert ist.
Im Gehäusedeckel 18¾ sind zwei als Ventile ausgebildete Nebenabsperrorgane 22, 23 eingebaut, deren Spindeln 24, 25 mit einem Betätigungsvierkant 26, in dem von den Schutzdeckelteilen 20, 21 gebildeten Raum ragen und durch Dichtungen abgedichtet sind.
Die Nebenabsperrorgane 22, 23 weisen je einen Ventilanschluss 28, 28¾ auf, die durch eine Verschlusskappe 29 abgeschlossen sind. Durch eine Bohrung 30 wird die Belüftung des Innenraums 31 bei offenem Nebenabsperrorgan 22, 23 ermöglicht. Im Zentrum des Schutzdeckeloberteils 21 ist ein Verschlusszapfen 32 befestigt, auf welchem zum \ffnen und Schliessen des Schutzdeckeloberteils 21 ein Schlüssel mit einer Vierkantbohrung (nicht dargestellt) eingeführt werden kann. Zweckmässig wird ein Einheitsvierkant für Verschlusszapfen, Spindeln und Schraubdeckel verwendet. Das Entwässerungsventil 33 ist ein Rückschlagventil mit einer Kugel 34, welche sich erst bei Fehlen eines Innendruckes im Innenraum 31 von ihrem Sitz abhebt und den Durchlass nach aussen freigibt.
In Fig. 2 ist ein Teilschnitt durch den von der Firma E. Hawle & Co., Flanschen- und Armaturenwerke, Vöcklabruck (\sterreich) produzierte Überflurhydrant teleskopisch 14/1 abgebildet. Die zur Höhenverstellung des Hydranten dienende Rohrverbindung 41 umfasst ein gerades Standrohr 42 und eine gerade Hydrantsäule 43, welche teleskopisch ineinander schiebbar sind. In einen Spannring 44 werden Schrauben 45 eingesetzt und in die dafür vorgesehenen Löcher 46 im Flansch 47, der am unteren Ende der Hydrantsäule 43 angeordnet ist, eingedreht. Durch Anziehen dieser Schrauben wird ein Klemmring 48 und ein Dichtring 49 gegeneinander und gegen das innen liegende Standrohr 42 gedrückt, wodurch im angezogenen Zustand die Verbindung wasserdicht ist und die beiden Rohre - wegen der grossen Reibung - gegeneinander unverschieblich gehalten sind.
Aus der Fig. 2 kann der Fachmann entnehmen, dass die Rohrverbindung 41 einem inneren Wasserdruck nur sicher standhalten kann, wenn der Spannring 44 den Klemmring 48 und den Dicht-ring 49 mit einer vorbestimmten Kraft gegen das Standrohr 42 drückt.
Fig. 3 zeigt einen Teilschnitt durch eine erfindungsgemässe Rohrverbindung, gemäss einer ersten Ausführungsform. Es handelt sich dabei um eine Verbindung 101 zwischen einem inne ren Rohr 102 und einem, teleskopisch gegenüber dem inneren stufenlos verschiebbaren, äusseren Rohr 103, wobei das innere Rohr 102 ein Aussengewinde 104 aufweist und vom äusseren Rohr 103 zumindest teilweise umfasst wird. Die Verbindung umfasst einen Flansch 105, der ein zum Aussengewinde 104 komplementäres Innengewinde 106 aufweist und auf das innere Rohr 102 geschraubt ist. Die Verbindung 101 umfasst ferner einen Gegenflansch 107, der am äusseren Rohr 103 angeordnet ist und zum formschlüssigen Zentrieren der beiden Rohre 102,103 mit dem Flansch 105 zusammenwirkt. Eine Gewindedichtung 108 ist am Umfang des inneren Rohres 102 angeordnet.
Diese wird beim Festziehen des Flansches 105 auf den Gegenflansch 107 so deformiert, dass eine formschlüssige und dichte Verbindung zwischen den beiden Rohren 102, 103 entsteht.
Entsprechend der ersten Ausführungsform dieser Rohrverbindung ist das Aussengewinde 104 als Rundgewinde ausgebildet. Die Gewindedichtung 108 weist eine zu diesem Rundgewinde komplementäre Oberfläche auf und der Gegenflansch 107 ist endständig am äusseren Rohr 103 angeordnet. Das äussere Rohr 103 weist im Bereich des Gegenflansches 107 - zur Aufnahme zumindest eines Teils der Gewindedichtung 108 - eine umlaufende Vertiefung 109 auf. Die umlaufende Vertiefung 109 nimmt nur einen Teil 108¾ der Gewindedichtung 108 auf, sodass diese mit einem Teil 108¾¾ (in Fig. 3 gestrichelt dargestellt) - vor dem Festziehen des Flansches 105 auf den Gegenflansch 107 - über den Gegenflansch 107 hinaussteht. Beim Festziehen des Flansches 105 auf den Gegenflansch 107 wird der Flansch 105 auf die Gewindedichtung 108 gedrückt und diese zumindest um einen Teil des Überstandes 108¾¾ deformiert.
Fig. 4 zeigt einen Teilschnitt durch eine erfindungsgemässe Rohrverbindung, gemäss einer zweiten Ausführungsform. Abweichend von Fig. 3 und entsprechend der zweiten Ausführungsform dieser Rohrverbindung ist das Aussengewinde 104 als Halbrundgewinde ausgebildet. Die Gewindedichtung 108 weist eine zu diesem Halbrundgewinde komplementäre Oberfläche auf. Das äussere Rohr 103 weist im Bereich des Gegenflansches 107 - zur Aufnahme zumindest eines Teils der Gewindedichtung 108 - eine umlaufende Vertiefung 109 auf. Die umlaufende Vertiefung 109 nimmt hier die ganze Gewindedichtung 108 auf und der Flansch 105 weist einen Vorsprung 110 auf, welcher - beim Festziehen des Flansches 105 auf den Gegenflansch 107 - auf die Gewindedichtung 108 drückt und diese um den in Fig. 4 gestrichelt dargestellten Teil deformiert.
Zusätzlich zu den beiden in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsformen kann am inneren Rohr 102 ein Führungsring 111 angeordnet sein. Dieser verhindert beim Verschieben der Rohre 102, 103, dass diese verkanten und die Oberflächen gegenseitig verletzen. Insbesondere bei beschichteten Innenoberflächen (z.B. Rostschutz) ist der Einsatz von solchen Führungsringen besonders vorteilhaft.
Die Fig. 5 und 6 stellen als Teilschnitte zusammen einen erfindungsgemässen Hydranten gemäss der zweiten Ausführungsform dar. Die folgende Beschreibung richtet sich deshalb auf beide Fig. 5 und 6. Es handelt sich um einen Hydranten mit einem Hauptventilgehäuse 122 und einem Aufsatzrohr 123. Zur stufenlosen Einstellung des Fusses 124 des Aufsatzrohres 123 auf eine vorgegebene Grabentiefe umfasst dieser Hydrant ein stehend über dem Hauptventilgehäuse 122 angeordnetes Mantelrohr 121 sowie ein sich koaxial zum Mantelrohr 121 und gegen dieses höhenverschiebbares Teleskopsteigrohr 120 zur Aufnahme des Aufsatzrohres 123. Das Teleskopsteigrohr 120 ist in das Mantelrohr 121 schiebbar und weist gegenüber dem Mantelrohr 121 eine Verbindung 101 auf, wie sie bereits in der Fig. 3 bzw. Fig. 4 beschrieben wurde.
Alle entsprechenden Teile sind in den Fig. 3 bis 6 mit den gleichen Bezugszeichen versehen, sodass die jeweiligen Kommentare entsprechend gelten.
In einer bevorzugten Ausführung umfasst der Hyd-rant einen Innenraum 131, welcher durch ein im Bereich eines Einlauf rohres angeordnetes Hauptabsperrorgan 135 absperrbar ist. An jenem Ende des Innenraums 131, welches diesem Hauptabsperrorgan 135 gegenüberliegt, ist der Innenraum 131 im Bereiche eines Gehäuseoberteils 136 durch einen Gehäusedeckel 140 abgeschlossen. Das einlaufseitige Hauptabsperrorgan 135 umfasst eine sich durch den Innenraum 131 und das Gehäuseoberteil 136 erstreckende Betätigungsvorrichtung mit einer vorzugsweise rohrförmigen Betätigungsstange 137.
Weil der erfindungsgemässe Hydrant in seiner Höhe stufenlos verstellbar ist, muss auch die Betätigungsvorrichtung bzw. die Betätigungsstange 137 stufenlos höhenverstellbar sein. Zu diesem Zweck umfasst der Gehäusedeckel 140 eine Gewindebüchse 141 und eine darin angeordnete Laufmutter 142 zum stufenlosen Einstellen der Spindelverlängerung 139 für die Betätigung der Hauptabsperrung 135. Alle entsprechenden Teile sind in den Fig. 3 bis 6 mit den gleichen Bezugszeichen versehen, sodass die jeweiligen Kommentare entsprechend gelten.
Anwendungsbeispiele zum erfindungsgemässen Hydranten:
1. \ffnen des Hydranten
Das Hauptventil bzw. die Hauptabsperrung 135 wird durch Drehen der Spindelverlängerung 139 im Gegenuhrzeigersinn so weit geöffnet, bis die Spindelverlängerung am dafür vorgesehenen Anschlag ansteht. Dadurch bewegt sich die Laufmutter 142 in der Gewindebüchse 141 bis zu deren eigenem Anschlag nach unten.
2. Schliessen des Hydranten
Das Hauptventil bzw. die Hauptabsperrung 135 wird durch Drehen der Spindelverlängerung 139 im Uhrzeigersinn so weit geschlossen, bis die Spindelverlängerung am dafür vorgesehenen Anschlag ansteht. Dadurch bewegt sich die Laufmutter 142 in der Gewindebüchse 141 bis zu deren eigenem Anschlag nach oben.
Beim \ffnen und Schliessen des erfindungsgemässen Hydranten gewährleistet ein eingesetztes Sicherungsblech 145, dass sich nur die Laufmutter 142 in der Gewindebüchse 141 auf und ab bewegen kann; die Gewindebüchse 141 selbst wird durch das eingesetzte Sicherungsblech 145 an einer Lageänderung gehindert.
Obwohl das Rohrnetz unter Druck steht, kann der erfindungsgemässe Hydrant, falls er mit einer Doppelabsperrung 143 ausgerüstet ist, wie folgt revidiert bzw. umgebaut oder auch an eine vergrösserte Grabentiefe/Rohrdeckung (z.B. wegen einer nachträglichen Aufschüttung) angepasst werden.
3. Umbau bzw. Revision des Hydranten
1. Hauptabsperrung öffnen bis zum Anschlag;
2. Hutmutter 144 lösen und Sicherungsblech 145 entfernen;
3. Weiterdrehen der Spindelverlängerung 139 im Gegenuhrzeigersinn. Dadurch führt das Hauptabsperrorgan 135 einen Zusatzhub aus, der ausreicht, um das als Kugel ausgebildete Doppelabsperrorgan am Sitz 147 aufschwimmen zu lassen. Dadurch wird die Doppelabsperrung dicht;
4. über das standardmässig eingebaute Entwässerungsventil wird nun der Innenraum 131 des Hydranten entwässert. Der Druck des Rohrnetzes hält die Kugel 143 sicher in ihrem Sitz.
5. Nach dem Lösen der Bride 148 kann das Aufsatzrohr 123 sicher abgehoben werden und die ganze Ventileinheit bzw. jeder einzelne ihrer Teile kann nach Bedarf revidiert werden.
6. Der Zusammenbau und die Inbetriebnahme des Hydranten nach allen ausgeführten Umbau- bzw.
Revisionsarbeiten erfolgt in genau umgekehrter Reihenfolge. Dabei erfolgt die Justierung der Laufmutter 142 automatisch, sodass ein gewohntes und sicheres \ffnen und Schliessen des Hydranten gewährleistet ist.
4. Anpassen des Hydranten an eine vergrösserte Grabentiefe/ Rohrdeckung
1. Freilegen des Hydranten bis zum Flansch 105;
2. Trennen des Hydranten vom Netzdruck durch Schliessen eines Schiebers oder Vorgehen gemäss Punkt 3.1 bis 3.5;
3. Kontrolle, ob der Hydrant wirklich drucklos ist;
4. Aufsatzrohr 123 demontieren;
5. Spindellager 149 aushängen und demontieren;
6. Fundamentring 150 entfernen;
7. Lösen der Verschraubung am Flansch 105 und damit Entspannen bzw. Lockern der Gewindedichtung 108;
8. Hochdrehen oder Senken des Teleskopsteigrohres 120 auf die gewünschte Grabentiefe oder Rohrdeckung;
9. Festziehen der Verschraubung am Flansch 105 und damit Verpressen der Gewindedichtung 108;
10. Fundamentring 150 wieder aufsetzen;
11. Hauptspindel einsetzen und verriegeln;
12. Aufsatzrohr 123 montieren;
13.
Inbetriebnahme nach Punkt 3.5 bis 3.1 (in umgekehrter Reihenfolge in Bezug auf Beispiel 3) und eventuelles \ffnen des Netzschiebers.
Entsprechend kann der Hydrant auch auf eine andere Steigrohrlänge eingestellt werden, wenn die Grabentiefe bzw. die Rohrdeckung (z.B. infolge nachträglichen Terrainabtrags) verringert werden soll.
Vorteile der erfindungsgemässen Rohrverbindung umfassen:
- Zwischen den beiden zu verbindenden Rohren besteht eine konstante formschlüssige Verbindung. Dies ist unabhängig davon, ob die Schrauben 112 der Verbindung 101 für Flansch 105 und Gegenflansch 107 angezogen oder etwas gelockert sind.
Das innere Rohr 102 ist immer mit seiner ein Gewinde aufweisenden, äusseren Oberfläche 104 durch den zu diesem Gewinde eine komplementäre Innenoberfläche 106 aufweisenden Flansch 105, der wiederum gegenüber dem Gegenflansch 107 mit den Schrauben 112 gesichert ist formschlüssig verbunden.
- Die sichere, spielarme bzw. schlagfreie Führung der teleskopartig gegeneinander und ineinander verschiebbaren Rohre ist durch die Gewindedichtung 108 und vorzugsweise auch durch den Führungsring 111 gewährleistet.
- Insbesondere der Ersatz auch eines einzelnen Rohres in einem Netz mit Muffenverbindungen bietet keine Probleme, weil die Länge des Ersatzrohres über die teleskopartige, verschiebbare Rohrverbindung nach dem Einlegen auf das erforderliche Mass verändert bzw.
angepasst werden kann.
- Dieses Anpassen erfordert keine besondere Geschicklichkeit im Ablängen eines Rohres, weil kein solches Ablängen bzw. Abschneiden mehr notwendig ist.
Vorteile des erfindungsgemässen, höhenverstellbaren Hydranten umfassen:
- Die Grabentiefe bzw. die Rohrüberdeckung kann auf die tatsächlichen örtlichen Erfordernisse ausgerichtet sein; auf die genaue Einbautiefe des Hydranten muss keine Rücksicht genommen werden.
- Durch das Vorsehen eines demontierbaren, mit einer Hutmutter 144 gehaltenen Sicherungsblechs 145 wird eine unbewusste Manipulation an der Höhenverstellung ausgeschlossen.
- Dieses Sicherungsblech 145 ist von oben gut zugänglich, stört aber dennoch den routinemässigen Gebrauch des Hydranten in keiner Weise.