CH720419A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Fahrmischern und Betonmischanlagen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von anhaftenden Ablagerungen und Verkrustungen aus ausgehärtetem Beton in Mischtrommeln (54) von Fahrmischern (51) zum Transport von fliessfähigem Beton. Mittels einer Vorrichtung (1) wird eine exotherme chemische Reaktion ausgelöst, welche im Innenraum (54) der Einrichtung (51) eine Druckwelle freisetzt, die zum Abplatzen der Ablagerungen und Verkrustungen aus ausgehärtetem Beton im Innenraum (54) führt.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen von anhaftenden Ablagerungen und Verkrustungen aus ausgehärtetem Beton in Innenräumen von Einrichtungen zur Herstellung, Lagerung und/oder Transport von fliessfähigem Beton.
[0002] Fahrmischer, auch fahrbare Betonmischer sind Lastkraftwagen mit einer drehbaren Trommel, in welcher der fliessfähige Frischbeton zur Baustelle transportiert wird. Dazu wird der Frischbeton über einen oberen Einfülltrichter in die Trommel befördert. Die sich während der Fahrt drehende Trommel verhindert ein vorzeitiges Erstarren des fliessfähigen Frischbetons.
[0003] Im Inneren der drehbaren Trommel ist die Förderschnecke eines Schneckenförderers zum Befördern des fliessfähigen Frischbetons aus der Trommel angeordnet.
[0004] Beim Entladen der Trommel bleiben Betonreste an den Innenwänden der Trommel sowie an der Oberfläche der Förderschnecke haften. Wird die Trommel nach dem Entladen nicht sogleich gründlich gereinigt, so können an den Wänden und der Förderschnecke anhaftende Betonreste mit der Zeit aushärten. Dies führt zu harten Ablagerungen und Verkrustungen aus ausgehärtetem Beton im Inneren der Trommel, welche praktisch nur noch durch den Einsatz von mechanischen Mitteln zu entfernen sind.
[0005] Da diese Ablagerungen kritische Mächtigkeiten erreichen können, welche die Funktionstüchtigkeit des Fahrmischers beeinträchtigen, müssen diese wieder entfernt werden.
[0006] So ist es bekannt, Betonablagerungen mittels Hammer und Meisselwerkzeug von Hand zu entfernen.
[0007] Ferner ist es auch bekannt, das Innere der Trommel unter Einsatz von Wasser mittels eines Hochdruckreinigers zu reinigen.
[0008] Die herkömmlichen Reinigungsverfahren zur Entfernung von Ablagerungen und Verkrustungen aus ausgehärtetem Beton erweisen sich jedoch als umständlich und aufwändig und daher als wenig effizient. Einige Verfahren eignen sich zudem nur, wenn die Betonrückstände noch nicht ausgehärtet sind.
[0009] Die Publikationsschrift US2002036003 A1 beschreibt beispielsweise eine Auswascheinrichtung zum Auswaschen einer Betonmischtrommel eines Fahrmischers mit einem Sprühsystem. Dieses Reinigungssystem eignet sich insbesondere, wenn die Betonrückstände in der Betonmischtrommel noch nicht ausgehärtet sind.
[0010] Die Publikationsschrift EP 3 556 481 Al beschreibt ebenfalls eine Einrichtung zum Auswaschen einer Betonmischtrommel eines Fahrmischers. Die Reinigungsflüssigkeit wird über einen Reinigungsarm in die Betonmischtrommel eingebracht. Das Reinigungssystem eignet sich ebenfalls insbesondere, wenn die Betonrückstände in der Betonmischtrommel noch nicht ausgehärtet sind.
[0011] Die Publikationsschrift WO 2017/042802 beschreibt ein Reinigungsverfahren, bei welchem die Betonmischtrommel teilweise mit Wasser gefüllt wird und ein unter Wasser angeordneter Gasimpulsgenerator Schockwellen erzeugt, welche das Ablösen von Betonrückständen von den Oberflächen bewirkt.
[0012] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung vorzuschlagen, mittels welchem in effizienter Weise und mit möglichst wenig Handarbeit Ablagerungen aus ausgehärtetem Beton abgelöst und aus dem Innenraum von solchen Trommeln entfernt werden können.
[0013] Das Verfahren und die Vorrichtung soll ferner auch zur Entfernung von Ablagerungen aus ausgehärtetem Beton in Innenräumen von Betonmischanlagen im Allgemeinen einsetzbar sein.
[0014] Das Reinigungsverfahren soll überdies einfach und sicher in der Handhabung sein.
[0015] Das Verfahren soll ferner erlauben, die Ablagerungen aus ausgehärtetem Beton von den Flächen in den Innenräumen abzulösen, ohne dass hierzu die Präsenz von Arbeitspersonal in den Innenräumen notwendig wäre.
[0016] Das Verfahren soll zudem möglichst keine Rückstände von Reinigungsmitteln, wie Wasser, erzeugen, welche gesondert entsorgt bzw. wieder aufbereitet werden müssen.
[0017] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 18 gelöst. Weiterbildungen und besondere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
[0018] Die Erfindung zeichnet sich nun dadurch aus, dass mittels der Vorrichtung eine exotherme chemische Reaktion ausgelöst wird, welche im Innenraum der Einrichtung eine Druckwelle freisetzt, die zum Abplatzen der Ablagerungen und Verkrustungen aus ausgehärtetem Beton im Innenraum führt.
[0019] Die Einrichtung zur Herstellung, Lagerung und/oder Transport von fliessfähigem Beton ist insbesondere ein Fahrmischer, bei welchem die drehbare Trommel bzw. Mischtrommel mittels des erfindungsgemässen Verfahrens und der dazugehörigen Vorrichtung gereinigt wird.
[0020] Die Einrichtung zur Herstellung, Lagerung und/oder Transport von fliessfähigem Beton kann auch eine Betonmischanlage sein, bei welcher dessen Misch- und oder Speicherbehälter mittels des erfindungsgemässen Verfahrens und der dazugehörigen Vorrichtung gereinigt werden.
[0021] Die exotherme chemische Reaktion ist insbesondere ein Verbrennungsvorgang. Der Verbrennungsvorgang ist ganz besonders eine Explosion. Ist der Verbrennungsvorgang mit einer Explosion verbunden, so erfolgt die Reinigung des Innenraums der Einrichtung entsprechend mittels Explosionstechnologie.
[0022] Die Explosion kann in Form einer Deflagration auftreten. Die Explosion kann in Form einer Detonation auftreten.
[0023] Die exotherme chemische Reaktion wird insbesondere durch Zünden eines reaktiven, insbesondere brennbaren und ganz besonders explosionsfähigen Stoffes ausgelöst.
[0024] Der reaktive Stoff kann ein Explosivmittel, wie Sprengstoff, sein.
[0025] Der reaktive Stoff wird insbesondere aus wenigstens zwei Ausgangskomponenten hergestellt bzw. gemischt.
[0026] Die Herstellung bzw. das Mischen des reaktiven Stoffes aus den wenigstens zwei Ausgangskomponenten erfolgt insbesondere während eines Reinigungszyklus.
[0027] Der reaktive Stoff ist insbesondere ein brennbares und insbesondere explosionsfähiges, gasförmiges Gemisch. Das brennbare bzw. explosionsfähige gasförmige Gemisch wird insbesondere aus wenigstens zwei Ausgangskomponenten hergestellt bzw. gemischt. Die wenigstens zwei Ausgangskomponenten können gasförmig oder flüssig sein. Die wenigstens zwei Ausgangskomponenten sind während der Herstellung des Gemischs insbesondere gasförmig bzw. gehen in den gasförmigen Zustand über.
[0028] Die Ausgangskomponenten können, insbesondere wenn diese in Druckbehältern unter Druck stehen, flüssig sein. Die flüssigen Ausgangskomponenten können z. B. erst bei der Herstellung des explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs in den gasförmigen Zustand übergehen.
[0029] Eine erste Ausgangskomponente ist insbesondere ein Brennstoff. Der Brennstoff kann insbesondere eine schnell verdampfende Flüssigkeit sein. Der Brennstoff ist insbesondere aus der Gruppe der brennbaren Kohlenwasserstoffe, wie Acetylen, Ethylen, Methan, Aethan oder Propan, Benzin oder Diesel.
[0030] Eine zweite gasförmige Komponente ist insbesondere ein Oxidationsmittel, wie z. B. Sauerstoff oder ein sauerstoffhaltiges Gas.
[0031] Das brennbare bzw. explosionsfähige, gasförmige Gemisch wird insbesondere aus einer ersten Ausgangskomponente, welche ein Brennstoff ist, und einer zweiten Ausgangskomponente, welche ein Oxidationsmittel ist, gebildet.
[0032] Das explosionsfähige, gasförmige Gemisch wird insbesondere während des erfindungsgemässen Verfahrens, d.h. jeweils während eines Reinigungszyklus aus den wenigstens zwei Ausgangskomponenten hergestellt bzw. gemischt.
[0033] Durch Zünden des reaktiven Stoffes, insbesondere des brennbaren bzw. explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs wird eine Explosion ausgelöst, durch welche eine Druckwelle bzw. Explosionsdruckwelle ausgebildet wird, welche im Inneren der Einrichtung zum Abplatzen von Anlagerungen und Verkrustungen aus ausgehärtetem Beton führt.
[0034] Die exotherme chemische Reaktion wird insbesondere im Innenraum der Einrichtung ausgelöst. Gemäss dieser ersten Variante findet auch eine Explosion eines brennbaren bzw. explosionsfähigen, reaktiven Stoffes insbesondere im Inneren der Einrichtung statt. Entsprechend wird auch die dazugehörige Druckwelle vor Ort im Innenraum der Einrichtung erzeugt.
[0035] Ist der reaktive Stoff ein brennbares bzw. explosionsfähiges, gasförmiges Gemisch, so kann dieses in einer Behälterhülle oder einem Behälter einer Reinigungseinrichtung der Vorrichtung bereitgestellt werden.
[0036] „Bereitstellen“ bedeutet insbesondere, dass die Behälterhülle bzw. der Behälter mit explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch befüllt wird. „Bereitstellen“ kann allerdings auch heissen, dass die Behälterhülle bzw. der Behälter mit den wenigstens zwei Ausgangskomponenten befüllt werden, wobei das explosionsfähige Gemisch in der Behälterhülle bzw. im Behälter ausgebildet wird.
[0037] Die wenigstens zwei Ausgangskomponenten können im letzteren Fall zeitlich nacheinander oder gleichzeitig in die Behälterhülle bzw. in den Behälter eingelassen werden.
[0038] Die wenigstens zwei Ausgangskomponenten können über eine gemeinsame Speise- bzw. Zufuhrleitung, z. B. zeitlich nacheinander, oder über separate Speise- bzw. Zufuhrleitung, z. B. gleichzeitig, in die Behälterhülle bzw. in den Behälter eingelassen werden.
[0039] Gemäss einer Ausführungsform umfasst die Reinigungseinrichtung der Vorrichtung einen insbesondere druckbeständigen Behälter mit einer Druckkammer bzw. Explosionskammer, welche eine Druckauslassöffnung aufweist, die über ein Verschlussorgan verschliessbar ist.
[0040] Zur Ausübung des Verfahrens wird in der Druckkammer des Behälters ein explosionsfähiger Stoff, insbesondere ein explosionsfähiges, gasförmiges Gemisch bereitgestellt.
[0041] Der explosionsfähige Stoff steht in der Druckkammer insbesondere unter Druck. Der Druck kann z. B. mehrere Bar bzw. mehrere 100 kPa betragen.
[0042] Zur Erzeugung einer Druckwelle wird der explosionsfähige Stoff in der Druckkammer mittels einer Zündeinrichtung gezündet und zur Explosion gebracht.
[0043] Vor, mit oder nach dem Zünden des explosionsfähigen Stoffes wird durch Betätigen des Verschlussorgans die Auslassöffnung frei gegeben, wobei eine (Explosions-) Druckwelle durch die Auslassöffnung in den Innenraum der Einrichtung entweicht. Die Druckwelle führt zum Abplatzen von harten Betonablagerungen an der Innenwand des Innenraums.
[0044] Eine Freigabe der Auslassöffnung vor bzw. nach dem Zünden des explosionsfähigen Stoffes erfolgt insbesondere Sekundenbruchteile vor bzw. nach dem Zünden des explosionsfähigen Stoffes.
[0045] Die insbesondere gasförmigen Ausgangskomponenten werden insbesondere über eine Speiseleitung aus Dosierbehältern in die Druckkammer geleitet. Die Dosierbehälter werden wiederum insbesondere aus Gasspeichern, wie Gasflaschen, gespiesen.
[0046] Das Verschlussorgan ist insbesondere ein Verschlusskolben. Die Vorrichtung kann so ausgelegt sein, dass das Verschlussorgan bzw. der Verschlusskolben durch die Explosion des explosionsfähigen Stoffes unter Freigabe der Auslassöffnung betätigt wird. Das Verschlussorgan bzw. der Verschlusskolben kann hierzu eine Druckbeaufschlagungsfläche aufweisen, über welche auf das Verschlussorgan bzw. den Verschlusskolben durch den in der Druckkammer explodierenden Stoff ein Öffnungsdruck bzw. eine Öffnungskraft ausgeübt wird.
[0047] Es kann auch vorgesehen sein, dass der Öffnungsdruck bzw. die Öffnungskraft durch eine Sekundärexplosion, welche z. B. in einer Sekundärkammer erfolgt, erzeugt wird.
[0048] Das Verschlussorgan kann allerdings auch durch einen Betätigungsmechanismus betätigt werden. Die Betätigung des Betätigungsmechanismus wird insbesondere über eine Steuerungseinrichtung gesteuert und ist ganz besonders mit der Zündung des explosionsfähigen Stoffes synchronisiert. Der Betätigungsmechanismus kann auch durch die Explosion des explosionsfähigen Stoffes bzw. durch eine Sekundärexplosion selbst betätigt werden.
[0049] Das Verschlussorgan kann mit Rückstellmitteln zusammenwirken, welche das Verschlussorgan nach Entweichen des Explosionsdrucks aus der Druckkammer wieder in die Schliessposition zurückführen.
[0050] Das Rückstellmittel kann z. B. eine mit einem Gas gefüllte Gaskammer sein, in welcher beim Zurückweichen des Verschlussorgans in die Öffnungsposition ein Gas komprimiert wird. Die Rückstellung des Verschlussorgans in die Schliessposition findet durch die Entspannung des Gases nach Entweichen des Explosionsdrucks aus der Druckkammer statt. So kann das Rückstellmittel als Gasdruckfeder ausgelegt sein.
[0051] Das Rückstellmittel kann auch eine (mechanische) Rückstellfeder, wie Druckfeder, umfassen, welche beim Verschieben des Verschlussorgans vorgespannt wird.
[0052] Die Reinigungseinrichtung bzw. deren Behälter kann zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens mit der in den Innenraum weisenden Auslassöffnung an der zu reinigenden Einrichtung montiert sein.
[0053] Die Reinigungseinrichtung bzw. deren Behälter kann auch an einer Einführeinrichtung, wie Lanze, befestigt sein und über diese in den Innenraum einführbar sein bzw. in einer Öffnung zum Innenraum positionierbar sein.
[0054] Der Behälter kann einen an die Auslassöffnung anschliessende Auslasskanal, wie Auslasstrichter enthalten.
[0055] Gemäss einer weiteren Ausführungsform umfasst die Reinigungseinrichtung der Vorrichtung eine Behälterhülle. Die Behälterhülle ist insbesondere dünnwandig ausgebildet. Die Behälterhülle ist insbesondere flexibel und z. B. faltbar. Die Behälterhülle ist insbesondere als Verbrauchsmaterial ausgebildet, welche beim Zünden des explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs zerstört wird. Die Behälterhülle kann ein Fassungsvermögen von 50 bis 300 Liter, insbesondere von 100 bis 250 Liter aufweisen.
[0056] Die Behälterhülle kann z. B. aus Papier oder aus Kunststoff sein. Die Behälterhülle kann auch aus einem Schichtverbund bestehen.
[0057] Zur Ausführung des Verfahrens wird die, insbesondere leere, Behälterhülle in den Innenraum der Einrichtung eingebracht und anschliessend mit einem brennbaren und insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemisch oder deren wenigstens zwei Ausgangskomponenten befüllt.
[0058] Die Behälterhülle kann hierzu an eine Transportleitung angeschlossen sein. Das brennbare bzw. explosionsfähige, gasförmige Gemisch oder deren wenigstens zwei Ausgangskomponenten werden über die Transportleitung zur Behälterhülle transportiert.
[0059] Gemäss einer weiteren Ausführungsform wird mittels der Vorrichtung bzw. der Reinigungseinrichtung im Innenraum der Einrichtung eine Wolke aus brennbarem und insbesondere explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch erzeugt.
[0060] Das brennbare bzw. explosionsfähige, gasförmige Gemisch oder deren wenigstens zwei Ausgangskomponenten kann mittels einer Transportleitung zu einer an die Transportleitung angeschlossenen Auslasseinrichtung transportiert und über wenigstens eine Auslassöffnung der Auslasseinrichtung unter Ausbildung der Wolke in den Innenraum der Einrichtung ausgelassen werden. Die Auslasseinrichtung enthält hierzu insbesondere einen Diffusor. Der Diffusor zeichnet sich durch eine trichterartige Erweiterung der Auslassöffnung aus. Diese bewirkt eine Abnahme der Ausströmgeschwindigkeit des brennbaren bzw. explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs. Dadurch nimmt auch die Verwirbelung des brennbaren bzw. explosionsfähigen, gasförmigen Gemisches beim Austritt aus der Auslasseinrichtung und damit die Durchmischung des brennbaren bzw. explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs mit der Umgebungsatmosphäre ab bzw. wird verhindert.
[0061] Gemäss einer zweiten Variante wird die exotherme, chemische Reaktion ausserhalb des Innenraums der Einrichtung ausgelöst werden bzw. findet ausserhalb statt. Entsprechend findet auch eine Explosion insbesondere ausserhalb des Innenraums der Einrichtung statt. Gemäss dieser Variante wird die daraus hervorgehende Druckwelle in den Innenraum der Einrichtung geleitet. Dies kann beispielsweise über entsprechende Druckwelleneinleitmittel erfolgen. Die Druckwelleneinleitmittel können z. B. ein in den Innenraum der Einrichtung gerichtetes Rohr mit Auslassöffnung umfassen.
[0062] Wie bereits erwähnt, kann das brennbare und insbesondere explosionsfähige, gasförmige Gemisch oder deren Ausgangskomponenten insbesondere über wenigstens eine Zufuhr- bzw. Transportleitung zum Innenraum der Einrichtung gefördert bzw. transportiert bzw. in diesen eingeleitet werden.
[0063] Gemäss einer Variante wird das brennbare und insbesondere explosionsfähige, gasförmige Gemisch insbesondere ausserhalb des Innenraums der Einrichtung aus den wenigstens zwei Ausgangskomponenten hergestellt bzw. gemischt und über die wenigstens eine Transport- bzw. Zufuhrleitung in den Innenraum der Einrichtung gefördert bzw. transportiert.
[0064] Gemäss einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens, welches Merkmale gemäss obigen Ausführungen enthält, umfasst dieses die Schritte: – Bereitstellen eines gasförmigen, explosionsfähigen Gemischs in der wenigstens einen Transportleitung; – Transportieren des gasförmigen, explosionsfähigen Gemischs zu einer reinigungsseitigen Auslassöffnung der Transportleitung; – gesteuertes Zünden des gasförmigen, explosionsfähigen Gemisches mittels einer Zündeinrichtung, wobei das gasförmige, explosionsfähige Gemisch zur Explosion gebracht wird.
[0065] Gemäss einer ersten Variante dieser Ausführungsform umfasst das Verfahren die folgenden Schritte: – Anbringen einer Behälterhülle an der reinigungsseitigen Auslassöffnung der Transportleitung; – Einbringen der Behälterhülle in den Innenraum der Einrichtung; – Befüllen der Behälterhülle mit dem durch die Transportleitung transportierten gasförmigen, explosionsfähigen Gemisch.
[0066] Gemäss einer zweiten Variante dieser Ausführungsform umfasst das Verfahren die folgenden Schritte: – Ausströmen des explosionsfähigen Gemischs durch wenigstens eine reinigungsseitige Auslassöffnung der Transportleitung in den Innenraum der Einrichtung und Ausbilden einer Wolke aus gasförmigem, explosionsfähigem Gemisch.
[0067] Die Erfindung betrifft auch eineVorrichtungzur Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens.
[0068] Die Vorrichtung zeichnet sich aus durch eine Reinigungseinrichtung zur Erzeugung bzw. Auslösung einer exothermen, chemischen Reaktion durch Aktivieren des reaktiven Stoffes und zum Freisetzen einer Druckwelle im Innenraum der Einrichtung.
[0069] Die Vorrichtung kann im Weiteren eine Versorgungseinrichtung zum Bereitstellen des reaktiven Stoffes oder von dessen Ausgangskomponenten enthalten.
[0070] Die Reinigungseinrichtung kann eine Zündeinrichtung zum Zünden des reaktiven Stoffes enthalten.
[0071] Die Zündeinrichtung ist insbesondere in der Mischzone einer Mischeinheit oder stromabwärts von der Mischzone angeordnet. Die Zündeinrichtung ist insbesondere in der Mischeinheit bzw. einer an diese anschliessenden Transportleitung angeordnet.
[0072] Die Vorrichtung enthält insbesondere eine Steuerungseinrichtung zur Steuerung der Zündung des reaktiven Stoffes mittels der Zündeinrichtung.
[0073] Die Steuerungseinrichtung dient insbesondere auch zur Steuerung der dosierten Bereitstellung des reaktiven Stoffes.
[0074] Wird der reaktive Stoff, wie z. B. ein brennbares bzw. explosionsfähiges, gasförmiges Gemisch, aus wenigstens zwei Ausgangskomponenten hergestellt, so enthält die Vorrichtung insbesondere eine Mischeinheit zum Mischen des reaktiven Stoffes aus den wenigstens zwei Ausgangskomponenten.
[0075] Die Reinigungseinrichtung kann Druckeinleitmittel zum Einleiten der durch die exotherme, chemische Reaktion ausgelösten Druckwelle in den Innenraum der Einrichtung enthalten. Dies trifft insbesondere dann zu, wenn die exotherme, chemische Reaktion ausserhalb, z. B. vollständig oder teilweise ausserhalb, des zu reinigenden Innenraums der Einrichtung ausgelöst wird bzw. stattfindet. Die Mittel können eine Druckauslasseinrichtung und/oder eine Druckwellenleitung umfassen.
[0076] Die Reinigungseinrichtung enthält insbesondere wenigstens eine Transportleitung zum Transportieren des reaktiven Stoffs oder von dessen Ausgangskomponenten zum Innenraum der Einrichtung. Die wenigstens eine Transportleitung dient insbesondere zum Einleiten des reaktiven Stoffs oder von dessen Ausgangskomponenten in den Innenraum der Einrichtung.
[0077] Die Transportleitung schliesst insbesondere an eine Mischeinheit an.
[0078] Die Transportleitung bildet wenigstens einen geschlossenen Transportkanal aus, durch welchen ein brennbare bzw. explosionsfähige, gasförmige Gemisch bzw. dessen Ausgangskomponenten transportiert werden können.
[0079] Die Transportleitung kann als, insbesondere starres, Transportrohr ausgebildet sein oder ein solches enthalten. Die Transportleitung kann als Transportschlauch ausgebildet sein oder einen solchen enthalten. Die Transportleitung kann einen oder mehrere, geschlossene Transportkanäle aufweisen.
[0080] Die Transportleitung kann aus Metall wie Stahl oder aus Kunststoff bestehen.
[0081] Der Transportkanal kann einen (grössten) Durchmesser von 60 mm oder weniger, von 50 mm oder weniger, von 40 mm oder weniger, von 30 mm oder weniger, oder sogar von 20 mm oder weniger aufweisen.
[0082] Der (grösste) Durchmesser kann 5 mm oder grösser, 10 mm oder grösser, 20 mm oder grösser, oder sogar von 30 mm oder grösser, sein.
[0083] Ist der reaktive Stoff ein brennbares und insbesondere explosionsfähiges, gasförmiges Gemisch, so enthält die Versorgungseinrichtung insbesondere wenigstens einen Druckbehälter zum Speichern des brennbaren oder explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs bzw. von dessen Ausgangskomponenten.
[0084] Wird das brennbare oder explosionsfähige, gasförmige Gemisch aus wenigstens zwei Ausgangskomponenten hergestellt, so umfasst die Versorgungseinrichtung wenigstens zwei Druckbehälter zum Speichern der jeweiligen Ausgangskomponenten. Das heisst, für jede Ausgangskomponente ist eine Druckbehälter vorgesehen. Die Druckbehälter können Gasflaschen sein, wie sie z. B. handelsüblich sind.
[0085] In einer Weiterbildung enthält die Versorgungseinrichtung zum dosierten Bereitstellen bzw. Herstellen eines brennbaren oder explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs wenigstens einen Dosierbehälter.
[0086] Wird das brennbare oder explosionsfähige, gasförmige Gemisch aus wenigstens zwei Ausgangskomponenten hergestellt, so enthält die Versorgungseinrichtung gemäss der Weiterbildung wenigstens zwei Dosierbehälter für die jeweiligen Ausgangskomponenten. Das heisst, für jede Ausgangskomponente ist eine Dosierbehälter vorgesehen.
[0087] In den Dosierbehältern wird das für einen Reinigungszyklus vorgesehene brennbare bzw. explosionsfähige, gasförmige Gemisch bzw. dessen Ausgangskomponenten unter Druck gespeichert bzw. zwischengespeichert.
[0088] Der wenigstens eine Dosierbehälter wird insbesondere aus dem wenigstens einen Druckbehälter mit brennbarem bzw. explosionsfähigem, gasförmigen Gemischs bzw. mit dessen Ausgangskomponenten gespiesen. Entsprechend ist der wenigstens eine Dosierbehälter insbesondere über wenigstens eine Speiseleitung mit dem wenigstens einen Druckbehälter verbunden.
[0089] Die Vorrichtung enthält wenigstens eine Armatur zum gesteuerten Auslassen von brennbarem oder explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch bzw. von dessen Ausgangskomponenten aus dem wenigsten einen Dosierbehälter oder Druckbehälter.
[0090] So enthält die Vorrichtung insbesondere zu jedem Dosierbehälter bzw. Druckbehälter eine entsprechende Armatur. Über die Armatur kann die Menge an brennbarem bzw. explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch bzw. von dessen Ausgangskomponenten gesteuert werden, welche aus dem zugehörigen Dosierbehälter bzw. Druckbehälter ausgelassen werden soll.
[0091] Die Armaturen werden insbesondere über die Steuerungseinrichtung gesteuert.
[0092] Die Armaturen haben insbesondere auch die Funktion von Einlassarmaturen zum Einlassen des brennbarem bzw. explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch bzw. von dessen Ausgangskomponenten in eine Mischeinheit bzw. eine Transportleitung.
[0093] Die Steuerung der Armaturen durch die Steuerungseinrichtung dient insbesondere der dosierten Bereitstellung bzw. Herstellung eines brennbaren oder explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs. Die Armaturen sind entsprechend Dosierarmaturen.
[0094] Die Dosierung dient dazu, die optimale Menge an brennbarem oder explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch für einen Reinigungszyklus bereitzustellen. Die optimale Menge zeichnet sich dadurch aus, dass eine genügend starke Druckwelle erzeugt wird, so dass die Ablagerungen aus ausgehärtetem Beton von den Oberflächen abplatzen. Dabei soll die Druckwelle aber auch nicht zu stark sein, damit keine Bauteile beschädigt werden.
[0095] So kann beispielsweise für einen Reinigungszyklus eine dosierte Menge an brennbarem bzw. explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch von 100 bis 200 Liter erzeugt werden.
[0096] Wird das brennbare oder explosionsfähige, gasförmige Gemisch aus wenigstens zwei Ausgangskomponenten hergestellt, so dient die Dosierung insbesondere auch dazu, die einzelnen Ausgangskomponenten in einem stöchiometrischen Mengenverhältnis bereitzustellen. Das stöchiometrische Mengenverhältnis wiederspiegelt das durch die dazugehörige Reaktionsgleichung vorgegeben Mengenverhältnis an Ausgangskomponenten.
[0097] Zur Bereitstellung einer bestimmten Menge an brennbarem bzw. explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch, und bei mehreren Ausgangskomponenten insbesondere in einem stöchiometrischen Mengenverhältnisse an Ausgangskomponenten, stehen zwei Methoden zur Verfügung.
[0098] Gemäss einer ersten Methode werden die Ausgangskomponenten im entsprechenden stöchiometrischen Mengenverhältnis in den Dosierbehältern bereitgestellt. Beim vollständigen Entleeren der Dosierbehälter und Mischen der aus den Dosierbehältern bereitgestellten Ausgangskomponenten ergibt sich automatisch ein brennbares bzw. explosionsfähiges, gasförmiges Gemisch in einem stöchiometrischen Mengenverhältnis.
[0099] Gemäss einer zweiten Methode werden die für ein stöchiometrischen Mengenverhältnis benötigten Mengen an Ausgangskomponenten über ein so genanntes Differenzdruckverfahren bereitgestellt. Gemäss diesem Verfahren erfolgt das Auslassen der Ausgangskomponenten aus den Dosierbehältern zwischen einem Maximal-Druck zu Beginn der Einleitung und einem Soll-Restdruck nach Abschluss des Auslassvorganges, wobei der Soll-Restdruck in einem Überdruckbereich liegt.
[0100] Der Soll-Restdruck lässt sich auf Basis des Maximal-Drucks zu Beginn des Auslassvorganges und der einzuleitenden Menge an Ausgangskomponente vorab berechnen.
[0101] So wird auf Basis der auszulassenden Menge an Ausgangskomponenten ausgehend vom Maximal-Druck der Soll-Restdruck festgelegt und der Auslassvorgang bei Erreichen des Soll-Restdrucks gestoppt.
[0102] Hierzu wird während des Auslassvorgangs der wenigstens zwei Ausgangskomponenten der Druck in den wenigstens zwei Dosierbehältern jeweils mittels wenigstens eines Drucksensors gemessen.
[0103] Die wenigstens zwei Dosierarmaturen werden mittels der Steuerungseinrichtung in Abhängigkeit von den mittels der wenigstens zwei Drucksensoren im Dosierbehälter gemessenen Druckmesswerten gesteuert. Das heisst, sobald die Drucksensoren den Soll-Restdruck messen wird der Auslassvorgang durch die Steuerungseinrichtung gestoppt, in dem die Dosierarmaturen durch die Steuerungseinrichtung geschlossen werden.
[0104] Das Differenzdruckverfahren kann grundsätzlich auch direkt an Druckbehältern bzw. Gasflaschen angewendet werden.
[0105] Das Differenzdruckverfahren kann auch Anwendung finden, wenn aus wenigstens einem Dosierbehälter ein bereits ein explosionsfähiges, gasförmiges Gemisch ausgelassen wird.
[0106] Grundsätzlich lassen sich mit den beiden oben genannten Methoden auch eine definierte Menge an brennbarem oder explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch aus einem Druck- bzw. Dosierbehälter auslassen.
[0107] Das brennbare oder explosionsfähige, gasförmige Gemisch bzw. dessen Ausgangskomponenten werden im Dosierbehälter insbesondere unter Druck gespeichert.
[0108] Der wenigstens eine Dosierbehälter wird insbesondere aus dem wenigstens einen Druckbehälter mit brennbarem oder explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch bzw. mit dessen Ausgangskomponenten versorgt.
[0109] So wird der wenigstens eine Dosierbehälter für jeden Reinigungszyklus von Neuem mit brennbarem bzw. explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch bzw. dessen Ausgangskomponenten aus dem wenigstens einen Druckbehälter befüllt.
[0110] Das brennbare bzw. explosionsfähige, gasförmige Gemisch bzw. dessen Ausgangskomponenten werden von der Dosierbehältern bzw. den Druckbehältern insbesondere in die Transportleitung eingeleitet, z. B. über wenigstens eine Speiseleitung.
[0111] Werden von den Dosierbehältern bzw. den Druckbehältern Ausgangskomponenten bereitgestellt, so werden diese über wenigstens eine Speiseleitung stromabwärts insbesondere in eine vor der Transportleitung angeordnete Mischeinheit eingeleitet. Die Mischeinheit kann in die Versorgungseinrichtung integriert sein. Die Mischeinheit kann auch Teil der Reinigungseinrichtung sein. Die Mischeinheit kann auch zwischen dem wenigstens einen Dosierbehälter und der Transportleitung angeordnet sein.
[0112] Gemäss einer besonderen Ausführungsform umfasst die Reinigungseinrichtung eine Reinigungslanze mit einem zufuhrseitigen Endabschnitt, in welchem die wenigstens zwei Ausgangskomponenten oder das brennbare bzw. explosionsfähige, gasförmige Gemisch zuführbar ist und einem reinigungsseitigen Endabschnitt mit einer Auslassöffnung für das brennbare bzw. explosionsfähige, gasförmige Gemisch.
[0113] Die Reinigungslanze umfasst dabei insbesondere eine Transportleitung. Diese ist z. B. als starres Transportrohr ausgebildet.
[0114] Die Reinigungslanze kann als Führungsrohr oder als Reinigungseinrichtung mit integrierter Mischeinheit ausgebildet sein.
[0115] Der reinigungsseitige Endabschnitt der Reinigungslanze ist insbesondere in den Innenraum der zu reinigenden Einrichtung einbringbar.
[0116] Ferner kann im zufuhrseitigen Endabschnitt stromabwärts vor der Transportleitung die Mischeinheit angeordnet sein. Die Mischeinheit kann auch stromaufwärts gesondert von der Reinigungslanze angeordnet sein.
[0117] Der zufuhrseitigen Endabschnitt der Reinigungslanze bildet insbesondere ein Handteil zum Halten der Reinigungslanze aus.
[0118] Das brennbare bzw. explosionsfähige, gasförmige Gemisch bzw. dessen Ausgangskomponenten werden insbesondere über wenigsten eine Speiseleitung vom wenigstens einen Druckbehälter bzw. Dosierbehälter am zufuhrseitigen Endabschnitt in die Reinigungslanze eingelassen. Die wenigstens eine Speiseleitung kann z. B. ein Schlauch sein.
[0119] Der Transport des brennbaren bzw. explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs bzw. von dessen Ausgangskomponenten erfolgt vom zufuhrseitigen Endabschnitt zur reinigungsseitigen Auslassöffnung.
[0120] „Zufuhrseitig“ bedeutet insbesondere der Versorgungseinrichtung zugewandt oder bei der Versorgungseinrichtung angeordnet. „Reinigungsseitig“ bedeutet insbesondere in der Betriebsstellung der zu reinigenden Stelle (Reinigungsstelle) zugewandt oder an der Reinigungsstelle angeordnet.
[0121] Die Transportleitung kann gekühlt sein. Hierzu kann in einem in der Transportleitung ausgebildeten Ringkanal ein Kühlfluid, wie Flüssigkeit oder Gas oder ein Gemisch davon zirkulieren.
[0122] Am reinigungsseitigen Endabschnitt bzw. an dessen Auslassöffnung kann eine Behälterhülle für das brennbare bzw. explosionsfähige, gasförmige Gemisch anbringbar sein.
[0123] Dank dem erfindungsgemässen Verfahren und der dazugehörigen Vorrichtung können in einfacher und effizienter sowie auch kostengünstiger Weise Anhaftungen und Verkrustungen von ausgehärtetem Beton in Mischtrommeln von Fahrmischern abgelöst und aus diesen entfernt werden.
[0124] Das erfindungsgemässe Verfahren hinterlässt zudem keine Reinigungsmittelrückstände, wie z. B. Reinigungsflüssigkeit, welche neben den entfernten Betonrückständen ebenfalls entsorgt bzw. wiederaufbereitet werden müssen.
[0125] Nachfolgend wird der Erfindungsgegenstand anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen, welche in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch: Figur 1: eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung; Figur 2: eine Seitenansicht eines zu reinigenden LKW-Fahrmischers; Figur 3: eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung aus dem zufuhrseitigen Bereich; Figur 4: den reinigungsseitigen Bereich der Vorrichtung nach Figur 3; Figur 5: eine Auslasseinrichtung für eine erfindungsgemässe Vorrichtung zur Ausbildung einer Wolke aus explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch; Figur 6: eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung.
[0126] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Für das Verständnis der Erfindung sind gewisse Merkmale in den Figuren nicht dargestellt. Die beschriebenen Ausführungsbeispiele stehen beispielhaft für den Erfindungsgegenstand und haben keine beschränkende Wirkung.
[0127] DieFigur 1zeigt eine Reinigungsvorrichtung 1 zur Durchführung des erfindungsgemässen Reinigungsverfahrens. Die Reinigungsvorrichtung 1 umfasst ein Reinigungsgerät (Reinigungseinrichtung) in Ausführung einer kühlbaren Reinigungslanze 2. Die Reinigungslanze 2 beinhaltet ein äusseres Ummantelungsrohr 8, und ein innerhalb des äusseren Ummantelungsrohres 8 angeordnetes inneres Gasaufnahmerohr 7, welches unter anderem den Gasaufnahmekanal, bzw. Transportkanal 11 ausbildet. Das äussere Ummantelungsrohr 8 ummantelt das innere Gasaufnahmerohr 7 und bildet dadurch einen ringförmigen Kühlkanal 12 aus. Die Lanzenkühlung und mit dieser das Ummantelungsrohr 8 und der Kühlkanal 12 sind jedoch kein zwingendes Merkmal.
[0128] Die Reinigungslanze 2 weist einen reinigungsseitigen Endabschnitt 4 und einen zufuhrseitigen Endabschnitt 5 auf.
[0129] Am reinigungsseitigen Endabschnitt 4 mündet der Zufuhrkanal 11 in einem Behälteranschlussorgan mit Auslassöffnungen 31 für ein explosionsfähiges, gasförmiges Gemisch auf. Im Weiteren ist am reinigungsseitigen Endabschnitt 4 eine Behälterhülle 29 am Behälteranschlussorgan angebracht. Die Behälterhülle 29 ist über den Zufuhrkanal 11 und die Auslassöffnungen 31 mit dem in der Reinigungslanze 2 bereit gestellten explosionsfähigen, gasförmigen Gemisch befüllbar.
[0130] Die Reinigungslanze 2 enthält am zufuhrseitigen Endabschnitt 5 ein im Gasaufnahmerohr 7 angeordnetes Innenrohr 6. Das Innenrohr 6 bildet einen ersten Einleitkanal 9 aus. Das Innenrohr 6 endet in Richtung reinigungsseitigem Endabschnitt 4 im Gasaufnahmerohr 7 und bildet eine Auslassöffnung für den ersten Einleitkanal 9 aus.
[0131] Zwischen dem äusseren Gasaufnahmerohr 7 und dem Innenrohr 6 wird ein zweiter, ringförmiger Einleitkanal 10 ausgebildet. Die beiden Einleitkanäle 9, 10 gehen am Ende des Innenrohres 6 in Richtung des reinigungsseitigen Endabschnittes 4 in den Zufuhrkanal 11 über, welcher vom äusseren Gasaufnahmerohr 7 ausgebildet wird. In diesem Übergang, treffen die Gasströme einer ersten und zweiten gasförmigen Ausgangskomponente zusammen. Im genannten Übergang wird eine Mischzone 32 ausgebildet. Die Mischzone 32 ist Teil einer Mischeinheit 39 im zufuhrseitigen Endabschnitt 5 der Reinigungslanze 2. In der Mischzone 32 werden die beiden gasförmigen Ausgangskomponenten zum explosionsfähigen, gasförmigen Gemisch vermischt und als Gemisch durch die Transportleitung 11 in Richtung Behälterhülle 29 geleitet.
[0132] Die Reinigungslanze 2 enthält ferner eine Zündeinrichtung 13 mit einer zündwirksamen Komponente, welche im Zufuhrkanal 11 in Richtung reinigungsseitigem Ende betrachtet, nach dem Ende des Innenrohres 6 angeordnet ist. Die Zündeinrichtung 13 ist über eine Steuerleitung 15a mit einer Steuerungseinrichtung 3 verbunden.
[0133] Die Reinigungsvorrichtung 2 enthält im Weiteren eine Versorgungseinrichtung 37 mit einem ersten Druckspeicherbehälter 24 in Form einer ersten Gasflasche zur Einspeisung einer ersten gasförmigen Ausgangskomponente in die Reinigungslanze 2. Die erste Gasflasche 24 ist über eine erste Gasleitung 22 mit einem ersten Dosierbehälter 21 verbunden. Der erste Dosierbehälter 21 wird aus der ersten Gasflasche 24 mit der ersten gasförmigen Komponente gespiesen. Zwischen dem ersten Dosierbehälter 21 und der ersten Gasflasche 24 ist eine Befüllarmatur 23, insbesondere in Form eines Ventils, angeordnet, welche ein gesteuertes Einspeisen der ersten gasförmigen Komponente aus der ersten Gasflasche 24 in den ersten Dosierbehälter 21 erlaubt. Zur Messung des Druckes im ersten Dosierbehälter 21 ist am ersten Dosierbehälter 21 ein erster Drucksensor 17 vorgesehen.
[0134] Vom ersten Dosierbehälter 21 führt eine erste Speiseleitung 20 zum ersten Einleitkanal 9 der Reinigungslanze 2.
[0135] Zwischen dem ersten Dosierbehälter 21 und dem ersten Einleitkanal 9 ist eine erste Dosierarmatur 18, insbesondere in Form eines Ventils, angeordnet, welche ein dosiertes Einleiten der ersten gasförmigen Komponente aus dem ersten Dosierbehälter 21 in den ersten Einleitkanal 9 erlaubt. Die erste Dosierarmatur 18 ist am Auslass des ersten Dosierbehälters 21 angebracht. Die erste Dosierarmatur 18 kann allerdings auch im zufuhrseitigen Endabschnitt 5 der Reinigungslanze 2 angeordnet sein.
[0136] Zwischen der Dosierarmatur 18 und dem ersten Einleitkanal 9 ist ferner ein erstes Rückschlagorgan 19, wie Rückschlagventil, angebracht zur Verhinderung einer durch die Explosion verursachten Rückströmung von explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch in die Speiseleitung 20. Das Rückschlagorgan 19 ist jedoch nicht zwingend vorzusehen.
[0137] Die Versorgungseinrichtung 37 enthält ferner einen zweiten Druckspeicherbehälter 24' in Form einer zweiten Gasflasche zur Einspeisung einer zweiten gasförmigen Komponente in die Reinigungslanze 2. Die zweite Gasflasche 24' ist über eine zweite Gasleitung 22' mit einem zweiten Dosierbehälter 21' verbunden. Der zweite Dosierbehälter 21' wird aus der zweiten Gasflasche 24' mit der zweiten gasförmigen Ausgangskomponente gespiesen. Zwischen dem zweiten Dosierbehälter 21' und der zweiten Gasflasche 24' ist eine zweite Befüllarmatur 23', insbesondere in Form eines Ventils, angeordnet, welche ein dosiertes Einspeisen der zweiten gasförmigen Komponente aus der zweiten Gasflasche 24' in den zweiten Dosierbehälter 21' erlaubt. Zur Messung des Druckes im zweiten Dosierbehälter 21' ist am zweiten Dosierbehälter 21' ein zweiter Drucksensor 17' vorgesehen.
[0138] Vom zweiten Dosierbehälter 21' führt eine zweite Speiseleitung 20' zum zweiten, ringförmigen Einleitkanal 10 der Reinigungslanze 2. Zwischen dem zweiten Dosierbehälter 21' und dem zweiten Einleitkanal 10 ist eine zweite Dosierarmatur 18', insbesondere in Form eines Ventils, angeordnet, welche ein dosiertes Einleiten der zweiten gasförmigen Komponente aus dem zweiten Dosierbehälter 21' in den zweiten Einleitkanal 10 erlaubt. Die zweite Dosierarmatur 18' ist am Auslass des zweiten Dosierbehälter 21' angebracht. Die zweite Dosierarmatur 18' kann allerdings auch im zufuhrseitigen Endabschnitt 5 der Reinigungslanze 2 angeordnet sein. Zwischen der zweiten Dosierarmatur 18' und dem zweiten Einleitkanal 10 ist ferner ein zweites Rückschlagorgan 19', wie Rückschlagventil, angebracht zur Verhinderung einer durch die Explosion verursachten Rückströmung von explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch in die zweite Speiseleitung 20'. Das Rückschlagorgan 19' ist jedoch nicht zwingend vorzusehen.
[0139] Die erste gasförmige Komponente ist ein brennbares Gas, wie beispielsweise Acetylen, Ethylen oder Aethan. Die zweite gasförmige Komponente ist Sauerstoff oder ein sauerstoffhaltiges Gas, welches aufgrund der Stöchiometrie in grösserer Menge durch den grösseren, zweiten Einleitkanal 10 zugeführt wird.
[0140] Die Befüllung der Dosierbehälter 21, 21' geschieht jeweils durch Öffnen der Befüllarmaturen 23, 23', wodurch die gasförmige Komponente aus der Gasflasche 24, 24' in den Druckbehälter 21, 21' strömt. Die gasförmige Komponente kann im Druckbehälter 21, 21' einen Maximal-Druck zwischen 20 und 40 bar aufweisen. Die Druckbehälter 21, 21' dienen dabei der Dosierung der Ausgangskomponenten, wie nachfolgend noch näher beschrieben wird.
[0141] Die Einleitung der gasförmigen Komponenten aus dem Druckbehälter 21, 21' in den dazugehörigen Einleitkanal 9, 10 geschieht jeweils durch Öffnen der Dosierarmaturen 18, 18', wodurch die gasförmige Komponente aus dem Druckbehälter 21, 21' in den dazugehörigen Einleitkanal 9, 10 strömt.
[0142] Die Dosierbehälter 21, 21' mit den dazugehörigen Drucksensoren 17, 17' bilden insbesondere eine Dosiereinheit 38.
[0143] Die Dosierarmaturen 18, 18' werden über Steuerleitungen 15b, 15c durch die Steuerungseinrichtung 3 gesteuert, d.h. geöffnet oder geschlossen.
[0144] Die Steuerungseinrichtung 3 umfasst ein Eingabemodul 14 zur Eingabe von steuerungsrelevanten Parametern, wie bereits weiter oben erläutert.
[0145] Die gasförmigen Ausgangskomponenten werden in definierten Mengen und im stöchiometrischen Verhältnis zueinander aus den Druckbehältern 21, 21' in die Reinigungslanze 2 eingeleitet. Auf diese Weise wird eine definierte Menge bzw. Volumen an explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch im korrekten stöchiometrischen Verhältnis erzeugt. Erst das korrekte stöchiometrische Verhältnis der gasförmigen Ausgangskomponenten macht das gasförmige Gemisch auch wirklich explosionsfähig.
[0146] Ausgehend von der gewünschten Menge an explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch und des bekannten stöchiometrischen Verhältnisses der Gaskomponenten, lassen sich die exakten Mengen der gasförmigen Komponenten berechnen. Da sich die Menge an gasförmiger Komponente, welche aus dem Druckbehälter ausgelassen wird, aus dem Differenzdruck im Druckbehälter berechnen lässt, kann nun ausgehend von einem Maximal-Druck zu Beginn der Gaseinleitung ein Soll-Restdruck festgelegt werden, bei dessen Erreichen die vordefinierte Menge an Gas aus dem Druckbehälter abgelassen wurde.
[0147] So ist in der Steuerungseinrichtung 3 ein Wert für den Soll-Restdruck hinterlegt. Die Drucksensoren 17, 17' sind über entsprechende Datenleitungen 16a, 16b mit der Steuerungseinrichtung 3 verbunden. Über die Steuerungseinrichtung 3 wird nun mittels den genannten Drucksensoren 17, 17' am Druckbehälter 21, 21' während des Ausströmens des Gases aus der Druckflache 21, 21' der im Druckbehälter 21, 21' herrschende Druck wiederholt gemessen. Sobald der gemessene Druck dem Soll-Restdruck entspricht werden die Dosierarmaturen 18, 18' über die Steuerungseinrichtung 3 geschlossen und so die Einleitung von Gas in die Reinigungslanze 2 gestoppt. Da der Druckbehälter 21, 21' einen Soll-Restdruck aufweist, welcher über dem Umgebungsdruck liegt, enthält der Druckbehälter 21, 21' nach wie vor eine gewisse Menge an gasförmiger Komponente.
[0148] Alternativ zum vorgenannten Differenzdruck-Verfahren können die Dosierbehälter 21, 21' auch exakt mit der definierten Menge an Ausgangskomponente befüllt werden. Entsprechend werden die Dosierbehälter 21, 21' - im Gegensatz zum oben beschriebenen Differenzdruckverfahren - beim Einleiten der Ausgangskomponenten in die Reinigungslanze 2 vollständig entleert.
[0149] Nach Abschluss der Einleitung der Ausgangskomponenten in die Reinigungslanze 2 und Herstellung des explosionsfähigen, gasförmigen Gemisches in der Mischeinheit 39 der Reinigungslanze 2 sowie nach Befüllen der Behälterhülle 29 mit explosionsfähigem, gasförmigen Gemisch wird das explosionsfähige, gasförmige Gemisch über die Steuerungseinrichtung 3 mittels der Zündeinrichtung 13 gezündet. Das explosionsfähige, gasförmige Gemisch wird im Zufuhr- bzw. Transportkanal 11 gezündet, wobei sich die Explosion in die Behälterhülle 29 fortpflanzt und diese zur Explosion bringt.
[0150] In den durch das äussere Ummantelungsrohr 8 und dem innen liegende Gasaufnahmerohr 7 ausgebildeten ringförmigen Kühlkanal 12 wird ein viskoses Kühlmittel 30 eingeleitet und in Richtung reinigungsseitigem Endabschnitt 4 geleitet. Das Kühlmittel 30 kühlt das Gasaufnahmerohr 7 und somit die Reinigungslanze 2.
[0151] Die Reinigungslanze 2 weist an ihrem zufuhrseitigen Endabschnitt 5 oder in dessen Nähe entsprechend jeweils Anschlüsse für die Speiseleitungen 27, 28 der Kühlmittelzufuhr auf. Durch die erste Speiseleitung 27 wird beispielsweise Wasser und durch die zweite Speiseleitung 28 wird beispielsweise Luft zugeführt. Es kann auch nur eine Kühlmittelzufuhrleitung zur Zufuhr nur eines Kühlmittels, z. B. Wasser, vorgesehen sein.
[0152] Das Kühlmittel, z.B. ein Wasser/Luftgemisch, wird in einem geschlossenen Kühlmittelkreislauf durch den Kühlmittelkanal 12 geführt. Entsprechend können an der Reinigungslanze 2 auch Anschlüsse zum Abführen des Kühlmittels vorgesehen sein (nicht gezeigt).
[0153] Die Einleitung der Kühlmittelkomponenten in den Kühlmittelkanal 12 wird über entsprechende Armaturen 25, 26, wie Ventile, gesteuert. Das Betätigen derselbigen erlaubt ein Zu- und Abschalten der Kühlung. Diese aktive Lanzenkühlung, bzw. die Ventile 25, 26 können von Hand betätigt werden oder über die Steuerungseinrichtung 3 gesteuert werden. Entsprechend sind die Armaturen 25, 26 über Steuerleitungen (nicht gezeigt) mit der Steuerungseinrichtung 3 verbunden.
[0154] Der Kühlmittelkanal 12 kann auch lediglich zur passiven Kühlung ausgebildet sein und isolierend wirken und auf diese Weise die Reinigungslanze 2 und das darin befindliche explosionsfähige Gasgemisch bzw. dessen Komponenten vor Erhitzung schützen.
[0155] Die oben beschriebene Lanzenkühlung ist wie bereits erwähnt fakultativ und kein zwingendes Merkmal vorliegender Erfindung.
[0156] Zur Ausführung des erfindungsgemässen Reinigungsverfahrens wird der reinigungsseitige Endabschnitt 4 der Reinigungslanze 2 mit der daran angebrachten (leeren) Behälterhülle 29 in Einführrichtung E durch eine Einlassöffnung 53 in den Innenraum 54 einer Mischtrommel 51 eines Fahrmischers 50 eingeführt. Der zuführseitige Endabschnitt 5 mit der Mischeinheit 39, welcher ein Handteil ausbildet, wird nicht zwingend in die Mischtrommel 51 eingeführt.
[0157] Durch betätigen der Dosierventile 18, 18' wird eine vordefinierte Menge an Ausgangskomponenten, wie oben beschrieben, aus den Druckbehältern 21, 21' in die Reinigungslanzen 2 eingeleitet und in der Mischzone 32 zu einem explosionsfähigen, gasförmigen Gemisch gemischt. Die Ausgangskomponenten werden dabei in relativ kurzer Zeit eingeleitet. Je nach Höhe des gewählten Maximaldruckes und der einzuleitenden Menge kann die Einleitung von unter einer Sekunde bis zu ein paar wenigen Sekunden dauern.
[0158] Das in der Mischeinheit 39 erzeugte explosionsfähige, gasförmige Gemisch strömt in Strömungsrichtung S durch die Reinigungslanze 2 zum reinigungsseitigen Endabschnitt 4 und durch die Auslassöffnungen 31 in die Behälterhülle 29.
[0159] Nach dem Schliessen der Dosierventile 18, 18' wird das explosionsfähige, gasförmige Gemisch unmittelbar oder mit Zeitverzögerung über die Steuerungseinrichtung 3 mittels der Zündeinrichtung 13 gezündet und zur Explosion gebracht.
[0160] Durch die Explosion entsteht eine Druckwelle, welche die Ablagerungen und Verkrustungen von ausgehärtetem Beton auf den Oberflächen im Innenraum der Betonmischtrommel 51 ablöst.
[0161] So erzeugt die Druckwelle Vibrationen bzw. Schwingungen in den Bauteilen der Mischtrommel, welche zum Aufbrechen der harten Betonrückstände und damit zur Ablösung derselbigen führt.
[0162] Durch die Explosion wird die als Verbrauchsmaterial ausgelegte Behälterhülle zerstört bzw. verbrannt.
[0163] Zum Starten eines neuen Reinigungszyklus wird der reinigungsseitige Endabschnitt 4 der Reinigungslanze 2 wieder aus der Betonmischtrommel 51 herausgezogen und mit einer neuen Behälterhülle 29 bestückt. Ein neuer Reinigungsvorgang kann beginnen. Es kann sein, dass für eine vollständige Ablösung der Ablagerungen und Verkrustungen mit ausgehärtetem Beton je nach Verschmutzungsgrad mehrere Reinigungszyklen im Inneren einer verschmutzten Betonmischtrommel 51 vorgenommen werden müssen. Hierzu kann die Behälterhülle 29 bei jedem Reinigungszyklus an einer unterschiedlichen Stelle in der Betonmischtrommel 51 positioniert werden, um die Reinigungswirkung in ausgewählten Bereichen zu erhöhen.
[0164] DieFigur 2zeigt einen an sich bekannten LkW-Fahrmischer 50 mit einer zu reinigenden Betonmischtrommel 51.
[0165] DieFigur 3zeigt die erfindungsgemässe Reinigungsvorrichtung 101 aus dem Bereich der Versorgungseinrichtung 137. Die Versorgungseinrichtung 137 umfasst eine Dosiereinheit 121 mit Dosierbehältern 122, 123 zur Versorgung einer an die Dosiereinheit 121 stromabwärts angeschlossenen Mischeinheit 112 mit einer ersten und zweiten Ausgangskomponente zur Herstellung des explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs. Die erste und zweite Ausgangskomponente werden über Versorgungsleitungen 117, 118 der Mischeinheit 112 zugeführt. Die Dosierbehälter 122, 123, werden wiederum über Versorgungsleitungen 127, 128 aus Gasflaschen 125, 126, welche im vorliegenden Beispiel nicht in der Dosiereinheit 121 integriert sind, mit den jeweiligen Ausgangskomponenten versorgt.
[0166] Die Dosiereinheit 121 ist als mobiles Gerät auf Rollen ausgebildet, welches die Handhabung der Reinigungsvorrichtung 101 vereinfachen soll.
[0167] Die Dosiereinheit 121 wird ferner über entsprechende Versorgungsleitungen 129, 130 von extern mit Wasser sowie Pressluft versorgt. Diese Komponenten werden zur Herstellung des Kühlmediums benötigt.
[0168] Ferner weist die Dosiereinheit 121 zur Stromversorgung auch eine Verbindungsleitung 136 zu einer externen Stromquelle auf.
[0169] In der Dosiereinheit 121 ist überdies eine Steuerungseinrichtung 124 zur Steuerung des Reinigungsverfahrens untergebracht. Über die Steuerungseinrichtung 124 wird unter anderem die Einleitung der Ausgangskomponenten in die Mischeinheit 112 gesteuert.
[0170] An die Dosiereinheit 121 schliesst stromabwärts eine Mischeinheit 112 an. Über eine erste Versorgungsleitung 117 wird eine erste Komponente in Form eines gasförmigen Brennstoffes, wie Ethylen in einen ersten Zufuhrkanal 114 der Mischeinheit 112 eingeleitet.
[0171] Über eine zweite Versorgungsleitung 118 wird eine zweite Komponente in Form eines gasförmigen Oxidationsmittels, wie Sauerstoff in einen zweiten Zufuhrkanal 115 der Mischeinheit 112 eingeleitet. Die beiden Zufuhrkanäle 114, 115 münden in einer Mischzone 113 der Mischeinheit 112, in welcher die beiden Komponenten zu einem explosionsfähigem, gasförmigen Gemisch vermischt werden. Die Einspeisung der Ausgangskomponenten in die Mischzone 113 der Mischeinheit 112 kann analog zur Ausführungsform nach Figur 1 erfolgen. Auch die Anordnung von Armaturen und Drucksensoren, kann analog zur Ausführungsform nach Figur 1 sein.
[0172] An die Mischeinheit 112 schliesst stromabwärts ein Transportschlauch 110 an, welcher über ein Drehgelenk 111 an die Mischeinheit 112 angeschlossen ist. Das explosionsfähige Gemisch wird von der Mischzone 113 über einen Transportkanal in den Transportkanal 103 des daran anschliessenden Transportschlauchs 110 eingeleitet.
[0173] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der zweite Zufuhrkanal 115 ringförmig um den ersten Zufuhrkanal 114 angelegt. Diese Anordnung ist allerdings nicht zwingend.
[0174] Die Mischeinheit 112 enthält im Weiteren eine Zündeinrichtung 131 mit einer in der Mischzone 113 bzw. im Anschluss an die Mischzone angeordneten zündwirksamen Komponente. Die Zündeinrichtung 131 ist über eine Verbindungsleitung 132 mit der Dosiereinheit 121 bzw. mit der dazugehörigen Steuerungseinrichtung 124 verbunden. Die Zündeinrichtung 131 bzw. der Zündvorgang wird über die Steuerungseinrichtung 124 gesteuert.
[0175] Die Mischeinheit 112 umfasst im Weiteren einen Kühlkanal 116, welcher ringförmig um die Mischzone 113 bzw. um den daran anschliessende Transportkanal der Mischeinheit 112 angelegt ist.
[0176] Das Kühlmedium 109 besteht aus Wasser und Luft, welche jeweils über separate Versorgungsleitungen 119, 120 von der Dosiereinheit 121 in den Kühlkanal 116 zugeführt werden. Die Zufuhr des Kühlmediums 109 wird ebenfalls über die Steuerungseinrichtung 124 gesteuert.
[0177] Das Kühlmedium 109 kann überdies auch durch einen (ringförmigen) Kühlkanal des Transportschlauchs 110 geführt werden.
[0178] Auch wenn die Mischeinheit 112 eine Kühleinrichtung aufweist, können auch Transportschläuche angeschlossen werden, welche keinen Kühlkanal zur Einleitung eines Kühlmediums 109 enthalten.
[0179] Die Kühlung und die dazugehörige Einrichtung ist allerdings auch in dieser Ausführungsform nicht zwingend und kann fallweise auch weggelassen werden.
[0180] An den beiden Zufuhrkanälen 114, 115 ist jeweils ein Rückschlagventil 133 angeordnet, welches die Einleitung von Druckstössen stromaufwärts aus der Mischeinheit 112 in die Versorgungsleitungen 117, 118 der Ausgangskomponenten verhindern sollen.
[0181] DieFiguren 4zeigt die erfindungsgemässe Reinigungsvorrichtung 101 nach Figur 3 aus dem reinigungsseitigen Bereich. Die Reinigungsvorrichtung 101 enthält wie bereits erwähnt einen Transportschlauch 110, welcher versorgungsseitig mit einer Mischeinheit 112 verbunden ist (siehe Figur 3).
[0182] An das reinigungsseitige Ende des Transportschlauchs 110 schliesst ein Führungsrohr 42 an, welches als Handteil ausgelegt ist. Das Führungsrohr 42 ist über eine Schlauchkupplung 44 mit dem Transportschlauch 110 verbunden.
[0183] Das Führungsrohr 42 weist einen Transportkanal auf, über welchen das explosionsfähige, gasförmige Gemisch in Strömungsrichtung S vom Transportschlauch 110 in die Behälterhülle 108 eingeleitet wird. Am reinigungsseitigen Ende weist das Führungsrohr 42 ein Behälteranschlussorgan 43 mit einer Auslassöffnung auf, an welchem eine Behälterhülle 108 befestigt ist.
[0184] Zur Reinigung des Innenraums der Einrichtung bzw. der Mischtrommel wird das Führungsrohr 42 mit der Behälterhülle 108, nicht jedoch zwingend der Transportschlauch 110 in den Innenraum der Betonmischtrommel 51 eingeführt. Die Behälterhülle 108 wird allerdings erst im Innenraum mit dem explosionsfähigen, gasförmigen Gemisch befüllt, welches in Strömungsrichtung S durch den Transportkanal 103 zugeführt wird.
[0185] Alternativ zu einem Anschlussorgan für eine Behälterhülle kann die Reinigungsvorrichtung im reinigungsseitigen Endabschnitt auch eine Auslasseinrichtung 91 zur Erzeugung einer Wolke 96 im Inneren der Betonmischtrommel 54 aus explosionsfähigem, gasförmigen Gemisch enthalten, wie inFigur 5gezeigt. Die Auslasseinrichtung 91 schliesst an eine Speisedruckleitung 92 (Transportleitung) mit einem Speisedruckkanal 98 an, in welchem das explosionsfähige, gasförmige Gemisch in Strömungsrichtung S zur Auslasseinrichtung 91 transportiert wird.
[0186] Die Speisedruckleitung 92 kann eine Reinigungslanze 2 gemäss Figur 1, ein Führungsrohr 42 oder ein Transportschlauch 1 gemäss Figur 4 sein. Die Auslasseinrichtung 91 enthält einen Diffusor 93 mit einer Auslassöffnung 95. Das explosionsfähige, gasförmige Gemisch strömt über den Diffusor 93 durch die Auslassöffnung 95 nach aussen und bildet die Wolke 96 aus. Der Diffusor 93 dient dabei der Senkung der Austrittsgeschwindigkeit des explosionsfähigen, gasförmigen Gemisches. Dadurch soll eine Verwirbelung des explosionsfähigen, gasförmigen Gemisches mit der Umgebungsatmosphäre und damit eine Verdünnung des explosionsfähigen, gasförmigen Gemisches verhindert werden.
[0187] Die Auslassvorrichtung nach Figur 5 und der Betrieb derselbigen kann alternativ auch so ausgelegt sein, dass lediglich ein Aufnahmeraum des Diffusors 93 mit einem explosionsfähigen Gemisch gefüllt und zur Explosion gebracht wird. In diesem Fall wird keine Wolke ausserhalb des Diffusors 93 erzeugt.
[0188] Beim Zünden des explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs breitet sich eine Explosionsdruckwelle 97 ausgehend von der Auslassöffnung 95 bzw. von der Wolke 96 in den Innenraum 54 der Betonmischtrommel 51 aus.
[0189] Die Vorrichtung 71 gemässFigur 6umfasst einen druckbeständigen Behälter 72, welcher eine Druckkammer bzw. Explosionskammer 73 ausbildet. Die Druckkammer 73 weist eine Auslassöffnung 75 auf, welche über einen Verschlusskolben 74 verschliessbar ist.
[0190] Zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird über eine erste Speise- bzw. Zufuhrleitung 78 aus einem ersten Dosierbehälter 79 ein brennbares Gas, wie z. B. Methan oder Propan, und über eine zweite Speise- bzw. Zufuhrleitung 80 aus einem zweiten Dosierbehälter 81 ein sauerstoffhaltiges Gas, wie Sauerstoff oder Luft, in die durch den Verschlusskolben 74 verschlossene Druckkammer 73 eingeleitet. Die Einleitung der Ausgangskomponenten wird über eine Steuerungseinrichtung 84 gesteuert, welche Dosierarmaturen bzw. -ventile 85 schaltet, die an den Speise- bzw. Zufuhrleitungen 78, 80 angeordnet sind.
[0191] Das brennbare Gas und der Sauerstoff werden insbesondere im stöchiometrischen Verhältnis in die Druckkammer 73 eingeleitet und gemischt.
[0192] Das in der Druckkammer 73 in vorgenannter Weise bereitgestellte, explosionsfähige Gasgemisch wird über eine Zündeinrichtung 82 zur Explosion gebracht. Die Zündeinrichtung 82 wird ebenfalls über die Steuerungseinrichtung 84 gesteuert.
[0193] Der Verschlusskolben 74 enthält eine Druckbeaufschlagungsfläche 83, auf welche der Explosionsdruck wirkt. Die durch den Explosionsdruck auf die Druckbeaufschlagungsfläche 83 einwirkende Kraft bewirkt eine Verschiebung bzw. ein Zurückweichen des Verschlusskolbens 74 aus der Schliessposition, in welcher die Auslassöffnung 75 verschlossen ist, in eine Öffnungsposition, in welcher die Auslassöffnung 75 offen ist und die Druckwelle 87 durch die Auslassöffnung 75 entweichen kann.
[0194] Die aus der Auslassöffnung 75 entweichende Druckwelle 87 erzeugt Schwingungen im Innenraum 54 der Einrichtung 50, 51, was zu einem Abplatzen von ausgehärteten Betonablagerungen im Innenraum 54 führt.
[0195] Der Verschlusskolben 74 wirkt mit Rückstellmitteln 77 zusammen, welche den Verschlusskolben 74 nach Entweichen des Explosionsdrucks aus der Druckkammer 73 wieder in die Schliessposition zurückführen. Das Rückstellmittel 77 kann z. B. eine mit einem Gas, wie Stickstoff, gefüllte Gaskammer sein, in welcher beim Zurückweichen des Verschlusskolbens 74 in die Öffnungsposition ein Gas komprimiert und bei der Rückstellung des Verschlusskolbens 74 in die Schliessposition wieder entspannt wird.
[0196] An die Auslassöffnung 75 schliesst ein Auslasstrichter 76, welcher insbesondere für ein gerichtetes Entweichen der Druckwelle 87 sorgt.
Claims (31)
1. Verfahren zum Entfernen von anhaftenden Ablagerungen und Verkrustungen aus ausgehärtetem Beton in Innenräumen (54) von Einrichtungen (50,51) zur Herstellung, Lagerung und/oder Transport von fliessfähigem Beton mittels einer Vorrichtung (1, 101),
dadurch gekennzeichnet, dass
mittels der Vorrichtung (1, 101) eine exotherme chemische Reaktion ausgelöst wird, welche im Innenraum (54) der Einrichtung (50,51) eine Druckwelle freisetzt, die zum Abplatzen der Ablagerungen und Verkrustungen aus ausgehärtetem Beton im Innenraum (54) führt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (50,51) zur Herstellung, Lagerung und/oder Transport von fliessfähigem Beton ein Fahrmischer (50) oder eine Betonmischanlage ist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die exotherme chemische Reaktion in Form eines Verbrennungsvorgang, insbesondere einer Explosion stattfindet.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die exotherme chemische Reaktion durch Zünden eines reaktiven, insbesondere brennbaren und ganz besonders explosionsfähigen Stoffes ausgelöst wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der reaktive Stoff ein gasförmiges Gemisch oder Sprengstoff ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der reaktive Stoff durch Mischen von wenigstens zwei Ausgangskomponenten hergestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass aus wenigstens zwei Ausgangskomponenten ein brennbares und insbesondere explosionsfähiges, gasförmiges Gemisch hergestellt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die exotherme chemische Reaktion im Innenraum (54) der Einrichtung (50, 51) ausgelöst wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das brennbare und insbesondere explosionsfähige, gasförmige Gemisch in einer Behälterhülle (29, 108) bereitgestellt wird, wobei die Behälterhülle (29, 108) beim Zünden des brennbaren bzw. explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs zerstört wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälterhülle (29, 108) in den Innenraum (54) der Einrichtung (50, 51) eingebracht und mit einem brennbaren und insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemisch befüllt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Vorrichtung (1, 101) im Innenraum (54) der Einrichtung (50, 51) eine Wolke (96) aus brennbarem und insbesondere explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch erzeugt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die exotherme chemische Reaktion ausserhalb des Innenraums (54) der Einrichtung (50, 51) ausgelöst wird und die Druckwelle in den Innenraum (54) der Einrichtung (50, 51) geleitet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der reaktive Stoff oder dessen Ausgangskomponenten über wenigstens eine Transportleitung (7 110) zum Innenraum (54) der Einrichtung (50, 51) transportiert werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ausserhalb des Innenraums (54) der Einrichtung (50, 51) ein brennbares und insbesondere explosionsfähige, gasförmige Gemisch aus wenigstens zwei Ausgangskomponenten hergestellt und über wenigstens eine Transportleitung (7, 110) zum Innenraum (54) der Einrichtung (50, 51) transportiert wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, gekennzeichnet durch die Schritte:
– Bereitstellen eines brennbaren und insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs in der wenigstens einen Transportleitung (7, 110), und
– Transportieren des brennbaren, insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs zu einer reinigungsseitigen Auslassöffnung (31, 95) der Transportleitung (7, 110);
– gesteuertes Zünden des brennbaren, insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemisches mittels einer Zündeinrichtung (13, 131), wobei insbesondere eine Explosion erzeugt wird.
16. Verfahren gemäss Anspruch 15, gekennzeichnet, durch folgende Schritte:
– Anbringen einer Behälterhülle (29, 108) an der reinigungsseitigen Auslassöffnung (31, 95) der Transportleitung (7, 110);
– Befüllen der Behälterhülle (29, 108) mit dem durch die reinigungsseitige Auslassöffnung (31, 95) der Transportleitung (7, 110) austretenden brennbaren, insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs.
17. Verfahren gemäss Anspruch 15, gekennzeichnet, durch folgende Schritte:
– Ausströmen des brennbaren und insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs durch wenigstens eine reinigungsseitige Auslassöffnung (31, 95) der Transportleitung (7, 110) in den Innenraum (54) der Einrichtung (50, 51) und Ausbilden einer Wolke (96) aus brennbarem und insbesondere explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (71) einen druckbeständigen Behälter (72) mit einer Druckkammer (73) umfasst, welche eine Auslassöffnung (75) aufweist, die über ein Verschlussorgan (74) verschliessbar ist, enthaltend die Schritte:
– Bereitstellen eines explosionsfähigen Stoffes, insbesondere eines explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs in der Druckkammer (73) des Behälters (72);
– Zünden des explosionsfähigen Stoffes mittels einer Zündeinrichtung (82);
– Freigeben der Auslassöffnung (75) vor, mit oder nach dem Zünden des explosionsfähigen Stoffes durch Betätigung des Verschlussorgans (74), und
– Entlassen einer Druckwelle durch die Auslassöffnung (75) in den Innenraum (54) der Einrichtung (50,51).
19. Vorrichtungzur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 18, gekennzeichnet durch eine Reinigungseinrichtung zur Erzeugung einer exothermen, chemischen Reaktion durch Aktivieren des reaktiven Stoffes und zum Freisetzen einer Druckwelle im Innenraum (54) der Einrichtung (50, 51).
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch eine Versorgungseinrichtung (37, 137) zum Bereitstellen eines reaktiven Stoffes oder von Ausgangskomponenten zur Herstellung eines reaktiven Stoffes.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung eine Zündeinrichtung (13, 131) zum Zünden des reaktiven Stoffes enthält.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 21, gekennzeichnet durch eine Steuerungseinrichtung (3, 124) zur Steuerung der Zündung des reaktiven Stoffes mittels der Zündeinrichtung (13, 131) und insbesondere zur Steuerung der Bereitstellung des reaktiven Stoffes.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 22, gekennzeichnet durch eine Mischeinheit (5, 112) zum Mischen eines reaktiven Stoffes aus wenigstens zwei Ausgangskomponenten.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung Druckeinleitmittel zum Einleiten der durch die exotherme, chemische Reaktion ausgelösten Druckwelle in den Innenraum (54) der Einrichtung (50, 51) enthält.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung wenigstens eine Transportleitung (7, 110) zum Transportieren von reaktivem Stoff, insbesondere von brennbarem und insbesondere explosionsfähigem, gasförmigem Gemisch, oder von dessen Ausgangskomponenten zum Innenraum (54) der Einrichtung (50, 51) enthält.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungseinrichtung (37, 137)) zum Bereitstellen eines brennbaren und insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs oder der wenigstens zwei Ausgangskomponenten ausgelegt ist, und wenigstens einen Druckbehälter (24, 24'; 125, 126) zum Speichern des brennbaren und insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs bzw. der wenigstens zwei Ausgangskomponenten enthält.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungseinrichtung (37, 137) wenigstens einen Dosierbehälter (21, 21'; 122, 123) zum Dosieren des brennbaren und insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs bzw. der wenigstens zwei Ausgangskomponenten enthält.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 27, gekennzeichnet, durch wenigstens eine Dosierarmatur (18, 18') zum dosierten Bereitstellen des brennbaren, insbesondere explosionsfähigen, gasförmigen Gemischs bzw. deren wenigstens zwei Ausgangskomponenten.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Transportleitung (7, 110) wenigstens einen Transportschlauch (110) oder ein Transportrohr (7) umfasst.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (1) eine Reinigungslanze (2) mit einem zufuhrseitigen Endabschnitt (5), in welchen die wenigstens zwei Ausgangskomponenten oder das brennbare und insbesondere explosionsfähige, gasförmige Gemisch zuführbar sind und einem reinigungsseitigen Endabschnitt (4) mit einer Auslassöffnung (31) zum Auslassen des brennbaren und insbesondere explosionsfähigen, gasförmige Gemisch und/oder einer Druckwelle enthält.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (71) einen Behälter (72) mit einer Druckkammer (73) umfasst, welche eine Druckauslassöffnung (75) aufweist, die über ein Verschlussorgan (74) verschliessbar ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH000009/2023A CH720419A1 (de) | 2023-01-04 | 2023-01-04 | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Fahrmischern und Betonmischanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH000009/2023A CH720419A1 (de) | 2023-01-04 | 2023-01-04 | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Fahrmischern und Betonmischanlagen |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH720419A1 true CH720419A1 (de) | 2024-07-15 |
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Family Applications (1)
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| CH000009/2023A CH720419A1 (de) | 2023-01-04 | 2023-01-04 | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Fahrmischern und Betonmischanlagen |
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2023
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