CH77187A - Verfahren zur Darstellung eines neuen Einwirkungsproduktes von Chlorschwefel auf p-Amidophenoläthyläther - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines neuen Einwirkungsproduktes von Chlorschwefel auf p-Amidophenoläthyläther

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CH77187A
CH77187A CH77187A CH77187DA CH77187A CH 77187 A CH77187 A CH 77187A CH 77187 A CH77187 A CH 77187A CH 77187D A CH77187D A CH 77187DA CH 77187 A CH77187 A CH 77187A
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CH
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sep
amidophenol
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ethyl ether
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CH77187A
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G M B H Leopold Cassella Co
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Cassella Leopold & Co Gmbh
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  Verfahren zur     Darstellung    eines neuen Einwirkungsproduktes von Chlorschwefel  auf     p-llmidophenoläthylätlier.     
EMI0001.0003     
  
    In <SEP> dem <SEP> Patent <SEP> Nr. <SEP> <B>71331</B> <SEP> ist <SEP> eine <SEP> neue
<tb>  Cl-, <SEP> S- <SEP> und <SEP> N-lialtige <SEP> Verbindung <SEP> beschrie  ben, <SEP> welche <SEP> bei <SEP> der <SEP> -i'einwirlzung- <SEP> von <SEP> über  schüssigem <SEP> Chlorschwefel <SEP> auf <SEP> Anilin <SEP> ,ent  steht. <SEP> Ersetzt <SEP> man <SEP> in <SEP> dieser <SEP> -Reaktion <SEP> das
<tb>  Airilin <SEP> durcli <SEP> p- <SEP> Aniidoplienol,:itliylätliier <SEP> (p  Pli:eneti.din), <SEP> is:o <SEP> erhält <SEP> mau <SEP> in <SEP> quantitativer
<tb>  Ausbeute <SEP> einen <SEP> ähnlichen <SEP> Körper <SEP> von <SEP> ,ganz
<tb>  analogen <SEP> Eigensolia.ften.
<tb>  



  Am <SEP> zwe.chmässi.gsten <SEP> verwendet <SEP> man <SEP> a.uchi
<tb>  liier <SEP> die <SEP> ,trockenen <SEP> Salze <SEP> des <SEP> p-Plienetid,ins;
<tb>  man <SEP> kann <SEP> aber <SEP> ;auch <SEP> idie <SEP> Reaktion <SEP> mit <SEP> der
<tb>  freien <SEP> Base <SEP> durchführen <SEP> oder <SEP> das <SEP> p-Pli-ene  ti.clin, <SEP> bezw. <SEP> seine <SEP> Salze <SEP> im <SEP> Reaktionsgemisch
<tb>  selbst <SEP> erzeugen. <SEP> und <SEP> zwar <SEP> durch <SEP> Einwirkung
<tb>  des <SEP> Chlorseliwefels <SEP> auf <SEP> eine <SEP> Monoacyl- <SEP> oder
<tb>  'JNlonoa.lkylverbiiidun,g.de:

  s <SEP> p-Phenetidins. <SEP> Bei
<tb>  Benutzung <SEP> der <SEP> freien <SEP> Base <SEP> oder <SEP> bei <SEP> Er  zeugung <SEP> des <SEP> p-Phenetidins <SEP> aus <SEP> seinen <SEP> Mono  alkylverbindungen <SEP> ist <SEP> die <SEP> Rcaktiön,durch <SEP> ein
<tb>  gegen <SEP> Chlorschwefel <SEP> inertes <SEP> Verdiinnungs  mittel <SEP> zu <SEP> mässigen.
<tb>  



  <I>Beispiel <SEP> 1:</I>
<tb>  100 <SEP> k.g <SEP> tro-cl:enes,,gnt <SEP> geniahrlenes <SEP> p-Pliene-            tidinchlorhydrat    werden in geeignetem     R.ü@r-          gefäss    mit der fünf-     his        zehnfachen    Menge       Chlorschwefel        (S=Ch)    so lange auf 50     bis     <B>60 '</B> erwärmt, bis eine Probe sich nicht mehr  als     diazotierbar    und     kupplungsfähig    erweist.

         Man        verdünnt    hierauf mit, einem     -%vasser-          freien        indifferenten        Verdünnungsmittel,    wie       Naphta,        Benzo1,        Ligroin        ete.,    saugt den aus  geschiedenen Körper ab, wäscht ihn mit.  einem der     genannten        Kolrlenwasserstoffe    frei  von anhaftendem     überschüssigem    Chlor  schwefel und trocknet ihn, am besten im Va  kuum, bei     möglichst        niederer    Temperatur.

    Die Ausbeute ist     quantitativ.     



  Das salzsaure     p-Phenetidin    kann     hierbei     durch ein     geeignetes    anderes Salz, wie das  Sulfat oder     OYalat;        ersetzt.,    werden; auch!       kann    man die Reaktion von Anfang     ,an    in  Gegenwart eines     indifferenten        Lösungsmit-          tels    durchführen.  



  <I>Beispiel</I>     2:,     20 kg     Plienetidin    werden mit dem glei  chen Volumen \     a:phta    oder     Rohzylol    oder       sonstigem        inclifferenteni        Verdünnungsmittel         gemischt     u.nd    in ein     Gemisch        von    120     11g          Chlorschwefel        (S=        C1_,)

      und<B>600</B> kg     eines-    der  oben genannten     inerteu        Verdiinnungsmittel     eingerührt.     Unter        Erwärmung    scheidet sich  alsbald salzsaures     p-Phenetidin    und Schwefel  ab; das Ganze wird unter Rühren so .lange  auf 50 bis. 80  C erhitzt,     biss    keine unveränderte  Base mehr     nachweisbar    ist. Man lässt erkal  ten, filtriert den     ausgeschiedenen,    orangegelb  gefärbten Körper und verfährt im     übrigen,     wie im Beispiel 1 beschrieben ist. Die Ver  bindung ist in allen ihren Eigenschaften  identisch mit der nach Beispiel 1 erhaltenen.

      <I>Beispiel 3:</I>    20 kg     p-Acetamidoplienoläth'yläther        (Phen-          acetin)    werden mit der fünf- bis zehnfachen  Menge Chlorschwefel unter stetem Rühren  längere Zeit (10 bis 20 Stunden) auf 50 bis  <B>80'</B> C erwärmt. Wenn die Reaktion     beendet     ist, wird mit einem     .geeigneten        wasserfreien          Lösungsmittel    verdünnt und im übrigen, wie  im Beispiel 1 beschrieben ist, verfahren. Der  erhaltene Körper ist in allen seinen Eigen  süha.ften identisch mit dem nach Beispiel 1  erhaltenen.

   An Stelle der     Acetylverbindung     können mit gleichem Erfolg andere     Acyl-          verbindungen    des     Phenetidins,    wie zum Bei  spiel     p-Benzoyl,amidophenoläthyläther,    be  nutzt werden;

   ebenso liefern die     Monoalkyl-          v        erbindungen    des     Phenetidins,    wie     Mono-          methy,Iphenetidin,        blonoäthylphenetidin        etc.,          beire    Erwärmen mit Chlorschwefel .unter  Abspaltung von     Alkylchloriden    den gleichen  Körper wie     Phenetidin    selbst.  



  Der nach     @sämtlichen    Beispielen :gewon  nene Körper ist im trockenen Zustand ein       gelbora.nges    kristallinisches     Pulveä;    er ist         naliezuunlöslich    in     kaltem    Benzol,     Äther,          Ligroin        e.tc.;    in     Wasser        isst    er leicht     mit.el-          ber    Farbe     1cislicli;    diese     wässerige        Lösung     zersetzt sich erst nach     hingere:

  in        Stehen    unter  Abspaltung von Salzsäure. Mit     Anilinöl     reagiert er unter     Bildung    eines rotvioletten  basischen Farbstoffes.  



  Die neue Verbindung soll .zur Darstellung  von Farbstoffen und     pha.rinazeutischen    Pro  dukten benutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines neuen inwirkungsproduktes von Chlorschwefel E<B>1</B> auf p-Amidophenoläthyläther, dadurch ge kennzeichnet, dass man Chlorschwefel ini Überschuss auf p-Phenetid in einwirken lä.sst. Der neue Körper ist im trockenen Zustand ein gelboxanges, kristallinisches Pulver; der selbe ist nahezu unlöslich in kaltem Benzol.
    Äther, Ligroin etc., in Wasser ist er leicht mit gelber Farbe löslich; .diese wässerigen Lösungen zersetzen .sich erst nach längerem Stehen unter Salzsäureabspaltung. Mit Ani linöl zusammengebracht, reagiert der neue Körper unter Bildung eines schönen, rot violetten basischen Farbstoffes. Er soll zur Darstellung von FarbAoffen und .pharma zeutischen Produkten benutzt werden.
    UN TERANSPRUCII Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegen wart eines indifferenten Verdünnungsmittels vollzogen wird.
CH77187A 1915-03-25 1915-03-29 Verfahren zur Darstellung eines neuen Einwirkungsproduktes von Chlorschwefel auf p-Amidophenoläthyläther CH77187A (de)

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