CH87875A - Steuerungseinrichtung bei Eisenbahnluftsaugebremsen mit Zusatzbremszylinder. - Google Patents

Steuerungseinrichtung bei Eisenbahnluftsaugebremsen mit Zusatzbremszylinder.

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CH87875A
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  Steuerungseinrichtung bei     Eisenbahnlaftsaugebremsen    mit     Zusatzbremszylinder.       Um bei     Luftsaugebremsen    für schnell  fahrende     Eisenbahnfahrzeuge    einen anfäng  lichen hoben Druck zwischen Bremsklötzen  und Radreifen zu erzielen, ist schon vorge  schlagen worden, zwei Bremszylinder oder  zwei Gruppen von Bremszylindern auf das  selbe Bremsgestänge in der Weise wirken  zu lassen, dass bei Einleitung von Schnell  bremsungen zunächst.

   beide Bremszylinder,       bezw.        Bremszylindergruppen    in Tätigkeit  treten, wodurch der gewünschte hohe An  fangsdruck der Bremsklötze erzielt wird  und nach dem Sinken der     Geschwindigkeit     und dadurch bedingter Zunahme des Rei  bungskoeffizienten zwischen Bremsklötzen  und Radreifen der als     Zusatzbremszylinder          (Zusatzbremszylindergruppe)    bezeichnete  Bremszylinder     (Bremszylindergruppe)    durch  Herstellung einer Verbindung zwischen den       beiden    Kolbenseiten mit.

   Hilfe des bekann  ten, vom     Tangentialzug    in der     Bremsklot.z-          hängung    betätigten Ausgleichshebels ausser  Tätigkeit. gesetzt wird, während! der andere  Bremszylinder     (Bremszylindergruppe)    in  Tätigkeit bleibt.

      Die     Einrichtungen    dieser Art haben den  Nachteil, dass die bei     Betätigung        _    des Aus  gleichshebels herbeigeführte Verbindung  der Kammern des     Zusatzbremszylinders    eine  grössere Zerstörung der Luftverdünnung in  diesen Kammern und dem Sonderbehälter       Herbeiführt,    als zur     Ausserbetriebsstellung     des     Zusatzbremszylinders    erforderlich wäre.

    Dieser     Cbelstand    tritt deshalb ein, weil bei       Betätigung    des     Ausgleichshebels    die Ver  bindung     zwischen        Hauptleitung    und     Zusatz-          bremszylinder    nicht sofort unterbrochen       wird.    Die Behebung dieses     rbelstandes        wird     nun     gein@il3    vorliegender     Erfindung    dadurch  erreicht,

   dass bei Betätigung des Ausgleichs  liebels     zunächst.    vermittelst eines     Absperr-          organes    die     Verbindung    zwischen     Haupt-          leitting    und dem     Zusatzbremszylinder        unter-          broelten        und    dass erst     vermittelst    eines an  dern     Absperrorganes    die Verbindung zwi  schen den durch den Kolben getrennten  Kammern des     Zusatzbrernszylinders    herbei  geführt wird.

   Hierdurch wird an Saug  arbeit bei der     Entbremsung    gespart.  



       1n    der     Zeichnung        veranschaulicht        Fig.   <B>1</B>           sehematisch    eine Bremsanlage mit einem  Beispiel der Steuerungseinrichtung gemäss  der Erfindung;     Fig.    2 zeigt in grösserem       XTassstab    ein dazu gehöriges     St:e-uerv        entil    für  den     Zusatzbremszylinder;        Fig.    3 und 4 zei  gen weitere Ausführungsformen hiervon.  



  In     Fig.    1 bezeichnet i das     Hauptleitungs-          rclir,    2 den mit dem Sonderbehälter 3 ver  bundenen normalen Bremszylinder, der  durch ein Rohr 31 mit dem Hauptleitungs  rohr verbunden ist     und;    dessen Kolben an  der Zugstange 4 des Bremsgestänges an  greift. Die auf das Rad 8 wirkenden Brems  klötze 7 hängen an den Enden des Aus  gleichshebels 9, auf den eine Feder 10 wirkt.  5 bezeichnet den mit dem     Sonderbehälter    6  verbundenen     Zusatzbremszylinder,    dessen  Kolben gleichfalls an der Zugstange 4 an  greift.  



  Die Hauptleitung 1 ist über ein Schnell  bremsventil 23 durch ein Rohr 11 mit einem  Steuerventil i2 in Verbindung, von dem ein  Rohr 13 zur Unterkammer und ein Rohr 14  zur Oberkammer des     Zusatzbremszylinders     5     und    zum Sonderbehälter 6 des letzteren       fuhrt.    Das     Steuerventil    umfasst zwei als  selbsttätige Ventile 15, 16 ausgebildete<B>Ab-</B>  sperrorgane, von denen das eine (15) die       Verbindung    zwischen den Rohren     1.1    und 13  und das     andere;    (16) die Verbindung     zwi-          sclien    den Rohren 13 und 14 überwacht..

   Eine  im Gehäuse des Steuerventils 12 geführte  Stange 17     steht    unter der Wirkung eines       dreiarmigen    Hebels 18, von dem ein Arm       19    an einem Ende des Ausgleichshebels 9       angelenkt    ist, während die beiden andern  Arme 20, 21 des Hebels 18 an Lappen 22, 23  am Gehäuse des Steuerventils anliegen, die  als Drehpunkte für den Hebel 18 zu dienen       vermögen.    Eine zwischen der Stange 17 und       dein    Gehäuse des Steuerventils 12 einge  spannte Biegehaut 24 schliesst dieses Gehäuse  dicht gegen     die    Aussenluft ab.

   Die Stange 17  trägt einen Anschlag 25, der bei der in       Fig-.    1. und 2     dargestellten    Ruhelage der       Teile,    das Ventil 15 zwangsläufig offen hält,  indem sich dieser Anschlag gegen einen       Arm    26     des    bei der     dargestellten    Ausfüh-         rungsform    als Klappe ausgebildeten Ventils  7.5 legt, während das Ventil 16, hier gleich  falls als Klappe ausgebildet, durch sein  Eigengewicht geschlossen gehalten     wird.     



  In der in     Fig.    1 und 2 gezeigten     Ruhe-          E:tellung'wird    beim Absaugen aus der Haupt  leitung die Unterkammer des Zusatzzylin  ders 5 über das offene Ventil 15 und die  Oberkammer nebst dem Sonderbehälter 6  über das sich dann selbsttätig öffnende Ven  til 16     entlüftet.     



  Wird nun, zwecks     Anstellens    der Brem  sen, der Druck in der Hauptleitung gestei  gert, so dringt Luft aus der     Hauptleitung    1  durch das zwangsläufige offen gehaltene  Ventil 15 in die Unterkammer des Zusatz  bremszylinders 5,     während    das in der  Schliessstellung     verharrende,    Ventil 16 ein  Eindringen von Luft in die Oberkammer  dieses Bremszylinders verhindert. Gleich  zeitig dringt auch Luft durch das Rohr 31  in die Unterkammer des normalen     Brems-          zylinders    2. Die beiden Bremszylinder tre  ten also gleichzeitig in Tätigkeit und'     clriik-          ken    zusammen die Bremsklötze gegen den  Radreifen.

   Sobald. infolge des hohen Druckes  die     Umfangsgeschwindigkeit.    des Rades 8  ausreichend gesunken und der Reibungs  koeffizient zwischen     Bremsklötzen    und Rad  reifen gestiegen ist und daher der Aus  gleichshebel 9 entgegen der Wirkung der       Felder    10 verdreht wird, wird auch der drei  armige Hebel 18, je nach der Drehrichtung  des     Harles,    um seinen Stützpunkt am einen  oder andern Lappen 22 oder 23 gedreht und  die Stange 17 entgegen der Wirkung des  äussern     Luftdruckes    auf die Biegehaut.

       24    der  Länge nach im Gehäuse des Steuerventils  12 verschoben, wodurch zunächst, das Ventil  1.5 freigegeben wird (indem sich der An  schlag 25 vom     Arme    26 entfernt) und sich  selbsttätig (durch sein Eigengewicht;  schliesst und dann erst das Ventil 18 zwangs  läufig geöffnet wird, indem der Anschlag 2  den     Arm    27 zurückdrückt.

   Durch die so  hergestellte Verbindung zwischen der     Ober-          und    Unterkammer des     Zusatzbremszylinders     5 über das Steuerventil 12     wird    der letztere      ausser Tätigkeit gesetzt, und es wirkt nur  der Bremszylinder 2 weiter, wodurch der       Bremsklotzdruck    gegen den     Radrjifen    ver  ringert wird. Wird zwecks     Lösens    der Brem  sen aus der Hauptleitung abgesaugt, so zieht  der Kolben des Bremszylinders 2 die Brems  klötze vom     Radkranze    weg.

   Die Stange 1<B>7</B>  ist unter Mithilfe der Wirkung des äussern  Luftdruckes auf die Biegehaut 24 in die  Ruhestellung     (Fig.    i und 2) zurückgeführt  worden, so dass sie die Entlüftung beider  Kammern des     Zusatzbremszylinders    5 und  seines Sonderbehälters 6 gestattet.  



  Bei der in     Fig.    3 dargestellten Ausfüh  rungsform des Steuerventils sind die nach       Fig.    1 und 2 als Klappen ausgeführten Ven  tile 15, 16 durch Hubventile 35,     bezw.    36 er  setzt, von denen das letztere an seiner Spin  del 37 im Spielraum hängt. Diese Spindel  tritt an die Stelle der Stange 17     (Fig.    1 und  2) und ist durch einen Hebel 38 mit dem  Ventil 35 derart gekuppelt, dass dieses in der  in     Fig.    3 ersichtlichen Ruhestellung zwangs  läufig offen, das Ventil     36    dagegen selbst  tätig geschlossen gehalten wird.

   Bei der  Aufwärtsbewegung der Spindel 37 schliesst  sich zuerst das Ventil 35, um die Verbindung       zwischen    Hauptleitung und     Bremszylinder-          unterkammer    abzusperren, und dann erst  öffnet sich das Ventil 36, um die Verbindung  zwischen beiden Zylinderkammern herzu  stellen, wie     Fig.    3 in punktierten Linien  andeutet. Die Wirkungsweise ist genau  dieselbe     wie*bei    der Ausführungsform nach       Fig.    1 und 2.  



  Bei der in     Fig.    4 dargestellten Ausfüh  rungsform sind die Ventile 15, 16 der     Fig.    7  und     \?    durch Kugelventile 39, 40 in Körben  41, 42 ersetzt, die an der die Stange 17 der       Fig.    i und 2 ersetzenden Stange 43 befestigt  sind. In der in     Fig.    4 gezeigten Ruhelage ist  das Kugelventil 39 von seinem Sitze zwangs  läufig weggerückt, während das Kugelventil  40 auf seinem Sitze liegt.

   Wird bei Verdre  hung des Hebels 18 durch den Ausgleichs  hebel 9 die Stange 43 nach aussen gezogen,  so gelangt zunächst das     Kugelventil    39 auf  seinen Sitz, während das Kugelventil<B>10</B> erst    dann     von    seinem Sitze     weggeruckt.    wird,  wenn das Kugelventil 39 bereits     geschlossen     ist. Die     Wirkungsweise    ist auch hier genau  dieselbe wie in     Fig.    1 und 2.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII Steuerungseinrichtung bei Luftsauge- breiYisen von Eisenbahnfahrzeugen. bei. wel cher ein Bremszylinder und ein 7,usatz- breniszylinder auf dasselbe Bremsgestänge wirken und die beiden Bremsklötze eines Hades an einem Ausgleichshebel hängen, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Ausgleichs hebel bei seiner durch das Anwachsen des Bre.msklotzdruckes hervorgerufenen Dre hung zunächst vermittelst eines Absperr- oiganes die Verbindung zwischen Haupt leitung und Zusatzbremszylinder unter- bricht. und dann erst vermittelst. eines andern Absperrorganes die Verbindung zwischen den beiden durch den Kolben getrennten Kaitimern des Zusatzbreinszylinders herbei führt.
    UNTERANSPRüCHE 1. Steuerungseinrichtung bei Luftsauge- bremsen nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein den Zu- satzbremszylinder beherrschendes Steuer ventil die zwei genannten Absperrorgane aufweist, von denen das eine, welches die Verbindung zwischen Hauptleitung und der einen Kammer des Zusatzbrems- zylinders überwacht.,
    bei der Ruhelage des Ausgleichshebels zwangsläufig offeil gehalten wird, sich jedoch bei Drehung des letzteren selbsttätig schliesst, während das zweite Absperrorgan die Verbindung zwischen den beiden Kammern des Zu- satzbreniszylinders überwacht und in der Ruhelage des Ausgleichshebels selbsttätig in der Schliesslage verbleibt, bei Drehung des Ausgleichshebels dagegen nach er folgter Schliessung des erstgenannten Ab- sl;
    errorganes zwangsläufig geöffnet wird. 2. Steuerungseinrichtung bei Luftsauge- bremsen nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1.
    dadurch gekeiin7,eicli- net, dass eine im Gehäuse des Steuerven tils gefülu-te Stange, die bei jeder Dre- hung des Ausgleichshebels aus der Ruhe lage in derselben Richtung bewegt wird, iiiit einem der Absperrorgane einseitig und mit. dem andern gleichfalls einseitig .ekuppelt ist und zwischen der Stange und dem Gehäuse des Steuerventils eine hiegehaut eingeschaltet ist.
    3. Steuerungseinrichtung bei Luftsauge- bremsen nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1_, mit einer vom Aus- gleiclishehel aus betätigten, im Steuer- veritilgeliciuse geführten Stange, dadurch gel:
    eiir@zeichnet, dass die beiden Absperr organe als liugelventilo ausgebildet und in an der Stange befestigten Körben an geordnet sind, wobei die gegenseitige Lage der Körbe und Ventile so gewählt. ist, dass, wenn eines der Ventile auf sei nem Sitze liegt., der Sitz des andern Ven tils freigelegt ist.
CH87875D 1919-04-19 1920-04-19 Steuerungseinrichtung bei Eisenbahnluftsaugebremsen mit Zusatzbremszylinder. CH87875A (de)

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