CH87876A - Luftsaugbremse mit Zusatzbremszylinder. - Google Patents

Luftsaugbremse mit Zusatzbremszylinder.

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CH87876A
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Hardy Firma Gebrueder
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Hardy Fa Geb
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  Luftsaugbremse mit Zusatzbrentszylintler.    Um bei Luftsaugbreinsen für     schnellfali-          rende    Eisenbahnfahrzeuge einen anfänglichen  hohen Druck zwischen Brenisklötzen und  Radreifen zu erzielen, ist schon vorgeschlagen  worden, zwei Breinszylinder oder zwei Grup  pen von Bremszylindern auf dasselbe     Breins-          gestänge    in der Weise wirken zu lassen, daf  bei Einleitung von Schnellbremsungen zu  nächst beide Bremszylinder, bezw.

       Brenis-          zylindergruppen    in Tätigkeit treten, wodurch  der gewünschte hohe Anfangsdruck der     Brens-          klötze    erzielt wird und nach dem Sinken der  Geschwindigkeit und dadurch bedingten Zu  nahme des Reibungskoeffizienten zwischen  Bremsklötzen und Radreifen der als     Zusatz-          breniszylinder    (Zusatzbremszylindergruppe)  bezeichnete Bremszyliiider (Bremszylinder  gruppe) durch Herstellung einer Verbindung  zwischen Unter- und Oberkammer init Hilfe  des bekannten, vom Tangentialzug in der  Bremsklotzaufhängung betätigten Ausgleichs  hebels ausser Tätigkeit gesetzt wird, während  der andere Bremszylinder (Bremszylinder  gruppe) in Tätigkeit bleibt.

   iNan hatte dabei  die Einrichtung getroffen,     dass    bei     leieliten       oder sogenannten Betriebsbrenisungen der  Zusatzbreinszylinder gar nicht zur Wirkung  kain, sondern bloss der Anlegezylinder. Hier  bei ergab sich aber der Nachteil, dass bei  längeren, unter Betriebsbrenisung erfolgenden  Gefällsfahrten, durch die nicht vollständig  abdichtenden Stopfbrielisen Luft in die     Unter-          kamner    des Zusatzbreinszylinders eindrang,  was zu einer unerwünschten Betätigung des  Zusatzbrenszylinders führen kann.  



  Die vorliegende Erfindung     bese'itigt    nun  diesen Nachteil dadurch,     dass    bei jeder     Breni-          sung   <B>(d.</B>     i.    sowohl bei     Sehnellbrenisung,    als  auch bei jeder Betriebsbremsung) der     Zu-          satzbremszylinder    gleichzeitig mit dein An  legezylinder in Tätigkeit gesetzt wird, aber       ini    Verlaufe irgend einer     Breinsung        unwirk-          sain    wird,

   wenn infolge     Ausschwingens    des       Ausgleichshebels    die beiden     dureh    den Kolben  getrennten Kammern des     Zusatzbremszylin-          ders    miteinander verbunden werden.  



  In der Zeichnung ist in schematischer  Weise ein Beispiel einer     Breinsiril        age    gemäss  der Erfindung     verinscbaulielit.         1 bezeichnet das Hauptleitungsrohr, 2 den  mit dem Sonderbehälter 3 verbundenen An  legezylinder, der durch ein Rohr 31 mit dem  Hauptleitungsrolire verbunden ist und dessen  Kolben an der Zugstange 4 des Brems  gestänges angreift. Die auf das Rad 8 wir  kenden Brein sklötze 7 hänuen an den Enden  des Aisgleielishebels 9, auf den eine Feder  l0 wirkt. 5 bezeichnet den mit dein Sonder  behälter 6 verbundenen Zusatzbremszylinder,  dessen Kolben gleichfalls an der Zugstange  4 angreift.  



  Die Hauptleitung 1 ist über ein     Schnell-          breinsveritil    28 durch ein Rohr 11 mit einem  Steuerventil 12 in Verbindung, von dem ein  Rohr 13 zur Unterkammer und ein Rohr 14  zur Oberkamnier des Zusatzbremszylinders 5  und zum Sonderbehälter 6 des letzteren fülirt.  Bei der dar 'gestellten AusführungSfolM     uM-          faft    das Steuerveritil zwei als selbsttitige  Ventile 15, 16 ausgebildete Absperrorgane,  von denen das eine (15) die Verbindung zwi  schen den Rohren 11' und 13 und das andere  (16) die, Verbindung zwischen den Rohren  13 und 14 überwacht.

   Eine im Gehäuse des  Steuerventil, 12 geführte Stange 17 steht  unter der eines dreiarmigen Hebels  18, von dein ein Arm 19 an einem Ende  des Ausgleichshebels 9 angelenkt ist, wäh  rend die beiden andern Arme 20, 21 des  Hebels 18 an Lappen 22, 23 am Gehäuse  des Steuerventils anliegen, die als Dreipunkte  für den Hebel 18 zu dienen vermögen. Eine  zwischen der Stange 17 und dem Gehäuse  des Steuerventils 12 eingespannte Biegehaut  24 schliesst dieses Gehäuse dicht gegen die  Aussenluft ab.

   Die Stange 17 trägt einen  Anschlag 25, der bei der in Fig. 1 und 2  dargestellten Ruhelage der Teile das Ventil  15 zwatigsläufig offen hält, indem sich dieser  Anschlag gugen einen Arm 26 des bei der  dargestellten Ausführungsform als Klappe  ausgebildeten Ventils 15 legt während das  Nentil 16 hier gleichfalls als Klappe     ausge-     bildet, durch sein Eigengewicht geschlossen  gehalten wird.  



  In der aus der Zeichnung ersichtliehen  Ruhestellung wird beim Absaugen aus der    Hauptrohrleitung die Unterkaminer des Zu  satzzylinders 5 über das offene Ventil 15  und die Oberkammer nebst dem Sonder  behälter 6 über das sich dann selbsttätig  öffnende Ventil 16 entlüftet. Wird nun  zwecks     Anstellens    der Bremsen der Druck  ini Hauptleitungsrohre gesteigert, so dringt  Luft ans dem Hauptleitungsrohr 1 durch das  zwangsläufig offen gehaltene Ventil 15 in die  Unterkammer des Zusatzbreniszylinders 5,  während das in der Sehliessstellung verhar  rende Veitil 16 ein Eindringen von Luft in  die Oberkammer dieses Bremszylinders ver  hindert. Gleichzeitig dringt auch Luft durch  das Rohr 31 in die Unterkammer des An  legezylinders 2.

   Die beiden Breinszylinder  treten also gleichzeitig in Tätigkeit und  drücken zusammen die Bremsklötze geoei  den Radreifen. Sobald infolge des hohen  Druckes die Umfangsgeschwindigkeit des  Rades 8 ausreichend gesunken und der Rei  bungskoeffizient zwischen Bremsklötzen und  Radreifen gestiegen ist und daher der Aus  gleichhebel 9 entgegen der Wirkung der  Feder 10 verdreht wird, wird auch der     drei-          arinige    Hebel 18 je nach der Drehrichtung  des Rades, um seinen Stützpunkt am einen  oder andern Lappen 22 oder 23 gedreht und  die Stange 17 entgegen der Wirkung des  äussern Luftdruckes auf die Biegehaut 24 der  Länge nach im Gehäuse des Steuerventils  12 verschoben, wodurch zunachst das Vintil  15 freigegeben wird (indein sieh dur Awechhig  25 vom Arme 26 entfernt)

   und sieh selbst  tätig (durch sein Eigengewicht) schliesst und  darin erst das Ventil 16 zwangsläufig geiffnet  wird, indem der Anschlag 25 den Arm 27  zurückdrückt. Durch die SO hergeStellte     Ver-          bindung    der Ober- und     Unterkamnier        des          7,(i8,.ttzbreinsn-Iiiiders   <B>5</B> über das Steuerventil  12 wird der letztere     auf.J)er        Ti-*iti-Ii:vit    gesetzt,  und es wirkt nur der     Breinszylinder    '2 weiter,  wodurch der     Bremsklotzdruck-gegen    den     Rad.-          reifen    verringert wird.  



  Wird zwecks     Li*)seiis    der     Breinsen    aus  dein Hauptleitungsrohr abgesaugt, so zieht  der Kolben des     Breinszylinders        '21    die Brems  klötze vom     Radkranze    weg. Die Stange<B>17</B>      ist unter Mithilfe der Wirkung des äussern  Luftdruckes auf die Biegehaut 24 in die  dargestellte Ruhestellung zurückgeführt wor  den, so dass sie die Entlüftung beider     Kam-          inern    des Zusatzbreinszylinders 5 und seines  Sonderbehälters 6 gestattet.  



  Wie ersichtlich, wird durch das vorliegende  Steuerventil bei jedem Anstellen der Bremse  der Zusatzbremszylinder gleichzeitig mit dein  Aulegezylinder in Tätigkeit gesetzt und iiii  Verlaufe jeder ein Ausschwingen des Aus  gleichshebels veranlassenden Bremsung nach  Abnahme der Umfangsgeschwindigkeit der  Räder selbsttätig ausser Tätigkeit gesetzt.

    Wird bei Einleitung einer Betriebsbrenisung  nur eine geringe Drucksteigerung im Haupt  leitungsrohr hervorgerufen, so erreicht der  Druck der Bremsklötze gegen den Radreifen  nicht die zur Verdrehuiig des     Ausgleichs-          liebels   <B>9</B> erforderliche, durch Regelung der    Spannung der Feder 10 besitimnite Mbe und  der Zusatzbrenszylinder bleibt während der  ganzen Dauer der Bremsung in Tätigkeit,  weil die Teile des Steuerventils die in der  Zeichnung dargestellte Ruhestellung     beibe-          balten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Luftsaugebrense mit Anlegezylinder, Zu- satzbrenszylinder und Ausgleichshebel, da- durch gekennzeichnet, dass bei jeder Brem sung der Zusatzbremszylinder gleichzeitig mit dein Anlegezylinder in Tätigkeit tritt, aber iiii Verlaufe irgend einer Breinsung dann unwirksam wird, weiln seine durch den Kolben getrennten Kanimern infolge Aus- schwitigens des Ausgleichshübels miteinander verbunden werden.
CH87876D 1919-04-19 1920-04-19 Luftsaugbremse mit Zusatzbremszylinder. CH87876A (de)

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CH87876D CH87876A (de) 1919-04-19 1920-04-19 Luftsaugbremse mit Zusatzbremszylinder.

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