CH89653A - Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahrzeugen aller Art. - Google Patents

Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahrzeugen aller Art.

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CH89653A
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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D57/00Vehicles characterised by having other propulsion or other ground- engaging means than wheels or endless track, alone or in addition to wheels or endless track

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Description


  Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahrzeugen aller Art.    Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung  zum Antrieb von Kraftfahrzeugen aller Art,  bei welcher die Antriebsräder durch auf  Kurbeln gelagerte Schreitorgane ersetzt sind,  die je einen geraden, am oberen Ende zu  einer Schleife erweiterten Führungsschlitz  aufweisen, dessen Führungsbahn sich an  einer Führungsrolle abwälzt, so dass infolge  der Schlitzerweiterung eine ausschwen  kende Bewegung des Schreitorganes ver  grössert und eine das Motorgetriebe gleich  mässig beanspruchende Bewegung des Fahr  zeuges erzielt wird.  



  In den Zeichnungen ist der Erfindungs  gegenstand in beispielsweisen Ausführungs  formen veranschaulicht.  



  Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen in teilweiser  Seitenansicht, Draufsicht und Rückansicht  ein mit der Antriebsvorrichtung versehenes  Kraftfahrzeug, bei welchem die Führungs  rollen für die Schreitorgane nicht direkt an  der Hinterradachse sitzen. In den Fig. 4, 5  und 6 sind die Bewegungsphasen eines der  Schreitorgane veranschaulicht.    In Fig. 7 sind die einzelnen Lagen einer  Schreitorganhälfte während des Arbeits  ganges des Fusses bei unverrückbar gedach  ter Lage der Kurbelwelle kinematisch dar  gestellt.  



  Die Fig. 8 bis 11 zeigen in Seitenansicht  vier aufeinanderfolgende Bewegungsphasen  eines gemäss einer andern Ausführung mit  gesteuerten Tritteilen versehenen     Schreit-          organes;    Fig. 12 veranschaulicht die Über  nahme der Schreitfunktion des innenliegen  den vom aussenliegenden Schreitorgan, und  Fig. 13 eine auf diese Lage folgende Bewe  gungsphase; Fig. 14 stellt im Schaubild  einen gesteuerten Tritteil dar, während  Fig. 15 eine andere Ausführungsform eines  Tritteils im Schnitt zeigt.  



  Die Fig. 16, 17 und 18 zeigen in Seiten  ansicht, teilweiser Draufsicht und Rück  ansicht die Anordnung der Antriebsorgane  gemäss einer weiteren beispielsweisen Aus  führung direkt an der Kardanantriebsachse  eines Motorwagens, die Fig. 19 und 20 in  Seitenansicht und     Draufsieht    als weiteres  Beispiel die Anordnung an einem Motorrad.      An einem am Kraftfahrzeug in zweck  mässiger Weise vorgesehenen Tragrahmen 1  sind beiderseits Lager 2 für je zwei um 180   gegeneinander versetzte Kurbeln 3 vorge  sehen, an deren Zapfen die Schreitorgane  sitzen. Es sind daher an jeder Wagenseite  zwei Schreitorgane angeordnet, von denen  jedes während einer halben Kurbelumdre  hung Arbeit verrichtet.

   Die vier Schreit  organe des Fahrzeuges bilden ein äusseres  und ein inneres Paar, und sind derart ge  lagert, dass immer das äussere oder das in  nere Paar gleichzeitig in Tätigkeit tritt.  



  Jedes Schreitorgan 4 besitzt zwei Füsse  5, 6, die einen Winkel von 120  miteinan  der einschliessen, und einen unter demselben  Winkel zu den beiden Füssen aufragenden  Arm 7, der einen an seinem oberen Ende zu  einer Schleife erweiterten Führungsschlitz 8  aufweist. Auf einer im Rahmen 1 gelagerten  Welle sitzen Führungsrollen 9. an welchen  sich die von den Kurbeln bewegten Schreit  organe mit ihren Schlitzrändern führen.  



  Bei dieser Ausführungsform ist der Arm  7 aus einer U-förmigen Querschnitt besitzen  den Stahlrinne gebildet, die der Rolle 9 eine  Führungsbahn bietet, aus der sie seitlich  nicht heraustreten kann. Der innere, flache  Körper des Schreitorganes ist aus Stahlblech  muldenförmig gepresst und am äusseren  Rande gleichfalls mit einem U-förmigen  Fassoneisen eingefasst, welches am Ende je  des Fusses 5, 6 in einen Schuh 10 endet, der  zur Aufnahme eines elastischen Körpers 11  dient. Dieser besteht zweckmässig aus einer  äusseren Hülle, die zum Beispiel aus einem  Streifen zusammengebogenen starken Le  ders gebildet ist, das mit beiden Enden in  nerhalb jedes rohrförmig gestalteten Fusses  befestigt ist, und aus einem mit Luft füll  baren Ball, der von der Ledermanschette  umschlossen wird. Auf diese Weise bilden  die Fussenden jedes Schreitorganes elastische  Auflager.

   An den beiden Seiten kann die  Lederhülle wie bei einem Fussball mittelst  Schnüren geschlossen werden und überdies  an ihre Aussenseite noch mit scharfen Stol  len versehen sein, um dem Fuss des Schreit-    organes überall ein gleitsicheres Angreifen  zu ermöglichen.  



  Der Antrieb der Schreitorgane erfolgt  durch an der Hinterradachse des Fahrzeuges  sitzende Kettenräder 12, die mittelst Ketten  13 auf den Kurbelwellen aufgekeilte Ketten  räder 14 antreiben. Um das Arbeiten der  Schreitorgane auf grundlosen Wegen zu er  leichtern und das allzu tiefe Einsinken der  Füsse zu verhüten, können letztere auch mit  Schlittenkufen 16 (Fig.1) in Verbindung ge  bracht werden.  



  Wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich, er  möglicht der schieifenartig erweiterte Teil  des Führungsschlitzes bei Drehung der Kur  bel eine vergrösserte Schwenkbewegung des  an seiner Rolle geführten Schreitorganes,  während der gerade Teil des Schlitzes ledig  lich zur Führung während der durch die  Kurbel veranlassten Hebung oder Senkung  des Schreitorganes dient.  



  Die in Fig. 4 in vollen Linien gezeichnete  Stellung I ist beispielsweise jene Stellung,  welche das Schreitorgan zu Beginn der Be  wegung einnimmt. Der Fuss 5 ist hierbei  unter der Last des Wagens fest in den Boden  gedrückt und stützt den Wagen ab. Unter  dem Drucke der sich drehenden Kurbel  kippt nun das Schreitorgan in Richtung des  Pfeiles a und gelangt nacheinander in die  Stellungen II und III, in welch letzterer  Stellung beide Füsse 5, 6 den Boden berüh  ren; hierbei ist die Kurbelwelle und mit  ihr der Wagen infolge der Abstützung durch  den fest im Boden haftenden Fuss 5 im Sinne  des Pfeiles ss vorgeschoben worden. Wäh  rend dieser Phase hat somit der Fuss 5 eine  schiebende Arbeit geleistet. Nunmehr tritt  der Fuss 6 in Tätigkeit (Fig. 5). Die Rolle 9  hat hierbei die Hälfte der Kurvenbahn des  Führungsschlitzes 8 durchlaufen.

   Wie aus  Fig. 5 ersichtlich, vollzieht sich die Arbeits  leistung dieses Fusses 6 wie vorher die     des     Fusses 5, nur im umgekehrten Sinne. Der  Fuss 6 hebt sich unter dem Druck der Kur  bel, bis das     Schreitorgan    aus Stellung     III    in       Fig.    5, Arbeit verrichtend, über Stellung IV  bis in die Stellung V gelangt, wobei, wie er-      sichtlich, die Kurbelwelle verschoben und  somit auch der Wagen auf den Vorderrädern  weiterbewegt wurde. Die in Fig. 6 gezeich  neten Stellungen des Schreitorganes zeigen  die Bewegung desselben an der Führungs  rolle 9, während sich dasselbe nach der Ar  beitsleistung hebt und zu neuerlicher Ar  beit senkt, bis es wieder die Stellung I er  reicht.

   In Fig. 6 sind die zwischen der Stel  lung V (Fig. 5) und der Stellung III (Fig.4)  während einer Umdrehung der Kurbel statt  findenden Heb- und Senkbewegungen des  Schreitorganes und seine Schwenkbewegun  gen durch die Stellungen VI, VII, VIII, I1  und II hindurch in ihrer tatsächlichen Auf  einanderfolge gezeigt.    Das in Fig. 7 dargestellte kinematische  Schema bezieht sich auf ein im folgenden  als Beispiel beschriebenes Schreitorgan mit  gesteuerten Tritteilen und zeigt die einzel  nen Lagen einer Schreitorganhälfte wäh  rend des Arbeitsganges des Fusses 5 bei un  verrückbar gedachter Kurbelwelle im Raum.  Vorteilhaft liegt die geometrische Achse der  Kurbelwelle genau in der Mitte zwischen  der Bodenlinie b-b und dem obersten  Punkt c der Führungsrolle 9.

   Wie aus dem  Schema hervorgeht, ist die Kurve der Füh  rungsbahn 8 für die Rolle 9 so geformt, dass  das Fussende bei Drehung der Kurbel aus  ihrer linken Totlage 0 in ihre tiefste Stellung  8 eine horizontale Bewegung vollführt, wo  bei gleich grossen durchlaufenen Strecken  des Kurbelzapfens (0, 1; 1, 2; 2, 3; .... 7. 8  am Kurbelkreis) auch gleich grosse durch  laufene Strecken des Fussendes (0, 1; 1, 2;  2,3;.... 7,8 an der Bodenlinie b-b) ent  sprechen. Daraus geht hervor, dass ein voll  kommen gleichmässiges Schreiten der Füsse  am Boden stattfindet, so dass auch eine stets  gleichförmige Fortbewegung des Fahrzeuges  erzielt wird.  



  Die Fig. 8 bis 20 beziehen sich auf eine  Ausführungsform des Erfindungsgegenstan  des, bei welcher zwecks stossfreier Über  nahme der Last durch die Füsse des     Schreit-          organes    an den Fussenden schwenkbar ge-    lagerte Tritteile angeordnet sind, die durch  die Führungsrolle, an welcher das Schreit  organ gleitet, gesteuert werden.  



  Das von der Kurbel 3 angetriebene  Schreitorgan 4 trägt an den Enden seiner  Füsse 5 bezw. 6 je einen um einen Zapfen  17 bezw. 18 schwenkbaren Tritteil 19 bezw.  20 (Fig. 8 bis 11). Diese Tritteile stehen mit  im Schreitorgan gelagerten, zweiarmigen  Hebeln 21 bezw. 22 mittelst Zugstangen 23  bezw. 24 in Verbindung. Jeder Hebel ist an  seinem einen Arm mit einer Wälzfläche 25  versehen, gegen welche die Führungsrolle 9,  an welcher sich das von der Kurbel bewegte  Schreitorgan führt, arbeitet, und steht unter  der Wirkung eines elastischen Puffers 26,  der das Bestreben hat, den Hebel in der in  Fig. 8 gezeigten Lage zu erhalten, also beide  Enden des Hebels aus der Führungsbahn 8  herauszudrücken. Die gesteuerten Tritteile  sind daher nachgiebig und abgefedert ge  lagert, so dass stets eine stossfreie Lastüber  nahme durch die Füsse gewährleistet ist.

   In  den Fig. 8 bis 13 ist die Kurbeldrehrichtung  wieder mit a und die Fahrtrichtung des  Kraftfahrzeuges mit ss bezeichnet.  



  An Stelle der Wälzfläche kann an dem  Hebelarm auch eine Druckrolle angebracht  sein; der elastische Puffer kann ein Feder  puffer oder auch ein Gummipolster sein.  



  Die Wirkungsweise der mit gesteuerten  Tritteilen versehenen Antriebsvorrichtung.  deren Führungsrollen, wie im folgenden be  schrieben, auch direkt an der Hinterrad  achse sitzen können, sei zunächst an einem  einzelnen Schreitorgan betrachtet.  



  Bei der Stellung nach Fig. 8 befindet sich  die Antriebskurbel 3 vor ihrer linken Tot  lage und die Führungsrolle 9 noch im gera  den Teil der Führungsbahn des     Schreit-          organes.    Die beiden zweiarmigen Hebel 2l  und 22 ragen mit ihren Wälzflächen 25 zu  folge der Wirkung der Puffer 26 in die  Führungsbahn 8 hinein, wobei sich die     mit-          telst    der     Zugstange    23     bezw.    24 mit den He  beln verbundenen Tritteile 19     bezw.    20 in  der gezeichneten, im nachfolgenden stets mit  "offener Lage" bezeichneten Stellung befin-      den.

   Wie in Fig. 8 dargestellt, hat der     Tritt-          teil    19 des Fusses soeben den Boden berührt  und übernimmt gleich darauf seine Schub  funktion. Die Rückenseite des Tritteiles  stemmt sich gegen das Widerstand leistende  Erdreich (wie in der Zeichnung Fig. 8  durch Schraffierung angedeutet ist), so dass  dieses gleichsam das Widerlager bei der  Verschwenkung des Schreitorganes 4 bildet  und das Fahrzeug vorwärts geschoben wird.  Bei der Drehung der Kurbel 3 in die Tot  lage (Fig. 9) wird die schiebende Wirkung  des.

   Tritteiles dadurch vergrössert, dass der  mit der Wälzfläche 25 versehene Arm des  Hebels 21 entgegen der Wirkung des Puf  fers von der Führungsrolle 9 in die Füh  rungsbahn 8 hineingedrückt wird, so dass  infolge der mit dem Hebel 21 verbundenen  Zugstange 23 der Tritteil eine Rechtsdre  hung um seinen Zapfen 17 erfährt. Diese  Bewegung erfolgt zufolge der Nachgiebig  keit der Zugstange und der Bremswirkung  des Puffers 26 stossfrei, so dass bei Drehung  der Kurbel 3 in die in Fig. 10 gezeichnete  Lage eine ruhige Übertragung der Last vom  Tritteil 19 auf den nunmehr zur Auflage  rung gelangenden Fuss 5 erfolgt (im folgen  den sei das Aufliegen sowohl des Tritteiles,  als auch des Fusses mit "Schlusslage" be  zeichnet).

   Gleichzeitig hat sich während der  Schwenkung des Schreitorganes auch der  Fuss 6. dessen Tritteil 20 sich bisher in offe  ner Lage befand, dem Boden genähert. Beim  Berühren desselben durch den Tritteil 20  beginnt ein stossfreies Schliessen infolge der  Übernahme eines Teiles der Last durch den  Fuss 6. wobei der Tritteil zu einer Drehung  um seinen Zapfen 18 gezwungen ist. Schliess  lich wird auch der Fuss 6 stossfrei zum Auf  sitzen gelangen, und es befinden sich dann,  wie aus Fig. 11 ersichtlich, beide Tritteile  in Schlusslage.  



  Fig. 12 zeigt eines der an jeder Fahrzeug  seite befindlichen Schreitorganpaare, und  zwar in jener Stellung, in welcher das  innenliegende Schreitorgan J die Schub  funktion von dem aussenliegenden     Schreit-          Organ    A übernimmt. Ersteres nimmt die in    Fig. 8 gezeichnete Lage ein, während letz  teres jene Lage veranschaulicht, welche auf  die in Fig. 11 dargestellte Lage folgt. Fig. 13  zeigt die auf Fig. 12 folgende Bewegungs  phase des Schreitorganpaares.

   Das bisher  mit seinem Tritteil 20 auf dem Boden auf  ruhende Schreitorgan A ist nun durch Wei  terdrehung der Kurbel über ihre rechte Tot  lage hinaus vom Boden abgehoben worden,  wobei die bereits im geraden Teil der Füh  rungsbahn des Schreitorganes A sich befin  dende Führungsrolle 9 durch     Zurückdrük-          ken    der unteren Arme der beiden Hebel 21  und 22 die Tritteile 19 und 20 noch mehr  öffnet, als dies lediglich durch die Wirkung  der Puffer 26 der Fall wäre. In Fig. 13 ist  ausserdem ein Hindernis H (z. B. ein Stein)  dargestellt, gegen das der Fuss 6 des Schreit,  Organes A bei seiner Bewegung stossen  würde; dadurch würde aber das Differential  getriebe des Motors ungünstig beansprucht.

    Da jedoch der Tritteil 20 nachgiebig gelagert  ist, kann er dem Hindernis ausweichen,  bezw. für den Fall, dass sich der Fuss knapp  vor seiner Arbeitsstellung befindet, schon  bei Berührung des Hindernisses seine schie  bende Funktion übernehmen.  



  In den Fig. 8 bis 13 bezeichnet 0 die  jenige in der Vertikalebene durch Füh  rungsrollenmittel und Kurbelwellenmittel_  gelegte, zur Bildebene senkrecht stehende  Gerade, welche bei der Schwenkbewegung  jedes Schreitorganpaares (Fig. 12 und  von den Füssen der Schreitorgane unberührt  bleibt. Es kann daher an dieser Stelle, wie  dies später bezüglich der Fig. 16 bis 20 be  sprochen werden soll, die Querverbindung  40 des Kurbellagerträgers 38 mit dem Zieh  band 37 angeordnet sein.  



  Der am Ende jedes Fusses des     Schreit-          organes    drehbar angeordnete Tritteil kann  verschiedenartig ausgebildet sein. Bei der  in     Fig.        14.    dargestellten     Ausführungsform     ist der Tritteil 19     bezw.    20 aus einem ein  zigen starren Stück gebildet, in dessen nach  unten abgebogenen Teil eine auswechsel  bare     Stahlblechschneide    27 eingesetzt und      mittelst einer oder mehrerer Schrauben 34  befestigt ist. Je nach der Bodenbeschaffen  heit können an Stelle von Schneiden auch  andere geformte Einlagen verwendet wer  den.

   Um ein zu tiefes Einsinken der Füsse  der Schreitorgane auf grundlosem Boden  hintanzuhalten, ist das Gehäuse des     Schreit-          organes    an seiner dem Boden zugekehrten  Seite mit einem breiten Flacheisenband 28  ganz abgeschlossen (Fig. 14 und 15), doch  kann es auch bloss an den Fussenden (Fig. 17  und 20) abgeschlossen sein. Zwecks Dämp  fung des während des Fahrens auftretenden  Geräusches der eisernen Tritteile können  diese zur Gänze mit z. B. Hartgummiplat  ten überzogen sein; es können aber auch  bloss ihre Einlagen überzogen sein.  



  Um ein Scharren der Tritteile beim Fah  ren in Kurven auszuschliessen, können diese  Teile, wie in Fig. 15 dargestellt, ausgebildet  sein. An dem Tritteil ist dann senkrecht zu  dessen Schwenkachse 17 bezw. 18 drehbar  ein auswechselbares viereckiges Aufsatz  stück 29 mit abgerundeten Ecken angeord  net, das eine zylindrische Bohrung 30 be  sitzt, so dass es auf den einen zapfenförmi  gen, mit Innengewinde versehenen Ansatz  31 des sektorförmigen Tritteilträgers 32 auf  schiebbar und mittelst einer Schraube 33 ge  halten ist. Das Aufsatzstück 29 kann sich  daher um den Ansatz 31 drehen und stets  eine solche Lage einnehmen, dass sich eine  Kante der Fahrbahn anpasst. Wie aus  Fig. 15 ersichtlich, kann auch das Aufsatz  stück mit Einlagen, z. B. Stahlblechschnei  den 27, versehen sein, die durch Schrauben  34 feststellbar sind.

      Die Anordnung von gesteuerten Tritteilen  hat, wie oben erwähnt, den Zweck, eine  stossfreie Lastübernahme durch die Füsse der  Schreitorgane zu sichern, so dass auch bei  Hindernissen, wie Steinen oder derglei  chen, eine ungünstige Beanspruchung des  Motorgetriebes vermieden und ein ruhiges  Fahren gesichert ist; es ist daher die Not  wendigkeit, zwecks Milderung von Stössen  für einzelne Teile der Antriebsorgane    Gummi verwenden zu müssen, ausge  schaltet.  



  Bei der Ausführungsform der Antriebs  vorrichtung nach den Fig. 1 bis 6 beginnt  bei normaler Bodenbeschaffenheit jedes  Schreitorgan seine Arbeitsleistung in dem  Augenblick, wo seine Kurbel in die linke  Totlage gelangt; die Arbeitsleistung ist be  endet, wenn die Kurbel ihre rechte Totlage  erreicht hat. Bei der Ausführungsform der  Vorrichtung mit gesteuerten Tritteilen be  ginnt, wie dies aus Fig. 8 klar ersichtlich  ist, die Arbeitsleistung des Schreitorganes  schon beträchtlich vor der linken     Kurbeltot-          lage,was    für die stossfreie Ubernalime der  Last und für die Schubfunktion von ganz  besonderer Bedeutung ist; die Arbeitsleistung  dauert zufolge der Steuerung der Tritteile  auch über die rechte Totlage der Kurbel  hinaus an.

   Bei grundlosen Wegen beginnt,  bezw. endet die Arbeitsleistung der Schreit  organe noch früher, bezw. noch später als  bei guter Bodenbeschaffenheit, so dass bei  schiechten Ween jedes Schreitorgan wäh  rend ungefähr drei Viertel der Kurbelum  drehung Arbeit verrichtet.  



  Die Fig. 16 bis 18 veranschaulichen die  Anordnung von Antriebsorganen der oben  geschilderten Art beispielsweise direkt an  den Ausgleichswellen 35 eines Motorwagens.  An jeder dieser Wellen sitzt symmetrisch  zur Wagenmitte eine Führungsrolle 9 für  das aussenliegende Schreitorgan A einer  Wagenseite. Die Rolle 9 für das Organ J  sitzt je auf dem Wellengehäuse. Auf ihm  sitzt zu beiden Wagenseiten auch je ein mit  Haken 36 versehenes Ziehband 37. Die Ha  ken dienen zur Kupplung des Wagens mit  einem Beiwagen, Pflug, Mähmaschine usw.  Jedes Kurbelpaar (3, 3) ist in einem Träger  38 gelagert, der je an dem am Wellen  gehäuse befestigten, tellerförmigen Brems  teil 39 anmontiert und durch eine Quer  strebe 40     (Fig.    18<B>)</B> mit dem auf der andern  Wagenseite liegenden Zielband starr ver  bunden ist.

   Desgleichen ist jeder Träger 38       mittelst    einer nach vorn laufenden Strebe  4     i    an das vordere Ende 42 des Wellengehäu-      ses 43 angeschlossen. Nach vorn laufende  Versteifungsstreben des Wellengehäuses  sind in den Fig. 16 und 17 mit 44 bezeich  net. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind  somit die Träger 38 sowohl gegen den Mo  tor hin, als auch gegen die andere Wagen  seite auf einfache und solide Weise ver  steift, wodurch gleichzeitig ein rasches An  bauen der Antriebsorgane an das auf seinen  Vorderrädern sitzende Kraftfahrzeug er  möglicht ist.  



  Die Fig. 19 und 20 zeigen die Anordnung  von Schreitorganen der an zweiter Stelle ge  zeigten Art beispielsweise an einem Motor  zweirad. Das an der Motorkurbelwelle sit  zende Schneckenrad 45 treibt mittelst  Schnecke 46 und Schneckenrad 47 die die  Ausgleichswellen 35 treibende, im Wellen  gehäuse 43 untergebrachte Antriebswelle an,  welche durch die Hinterradgabel 43 geführt  ist. Das an der Welle des Schneckenrades 47  sitzende, mit Freilaufeinrichtung versehene  Kettenrad 49 ist mittelst Kette mit dem Fuss  kurbelkettenrad 50 verbunden, um den Mo  tor ankurbeln zu können. Die Versteifung  der die Doppelkurbeln 3, 3 tragenden Träger  35 an je einem Ziehband 37, sowie die Ver  steifung derselben an einem Endstück 42  des Wellengehäuses 43 erfolgt auf gleiche  Weise wie bei der Ausführungsform gemäss  den Fig. 16 bis 18.  



  Wie die Fig. 16 bis 20 zeigen, können  die Schreitorgane an jedem Motorfahrzeug  ohne grosse konstruktive Abänderung des  selben auf einfache und rasche Weise ange  baut werden. Die die Schreitorgane tragen  den Kurbeln erhalten ihren Antrieb durch  auf den Ausgleichswellen 35 aufgekeilte  Kettenräder 51, die mittelst Ketten 52 die auf  den Kurbelwellen sitzenden Kettenräder 53  antreiben. .  



  Schliesslich sei noch darauf hingewiesen,  dass bei den gezeichneten und beschriebenen  Schreitorgane bei wagrechter ebener Fahr  bahn ein absolut hebungsfreies, wagrechtes  Weiterschieben des Kraftfahrzeuges erzielt  wird, dass also keinerlei Hebung oder Sen  kung der Wagenlast eintritt. Das Schreiten    erfolgt ebenso ruhig wie ein Rollen des Wa  gens auf Rädern. Wie ohne weiteres aus den  in Fig. 9 gezeigten Kraftverhältnissen her  vorgeht, erzeugen die auf den Kurbelzapfen  wirkende Widerstandskraft W und der  Bahndruck R Drehmomente Wh und Ra, die  sich das Gleichgewicht halten, da ein Zu  rücksinken des Wagens nicht stattfinden  kann. Zufolge dieses Umstandes sind die  Schreitorgane befähigt, in jeder beliebigen  Lage im Ruhezustand zu verharren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahr zeugen aller Art, gekennzeichnet durch die Antriebsräder ersetzende, auf Kurbeln ge lagerte Schreitorgane, welche je einen ge raden, am oberen Ende zu einer Schleife erweiterten Führungsschlitz aufweisen, des sen Führungsbahn sich an einer Führungs rolle abwälzt, so dass infolge der Schlitz erweiterung eine ausschwenkende Bewe gung des Schreitorganes vergrössert und eine das Motorgetriebe gleichmässig bean spruchende Bewegung des Fahrzeuges er zielt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahr zeugen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die geometrische Achse der die Schreitorgane tragenden Kurbelwelle genau in der Mitte zwischen der Fahrbahn und dem jeweils obersten Punkt der Führungsrolle liegt. 2.
    Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahr zeugen nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aufragende Arm jedes Schreitorganes mit dessen beiden Füssen den gleichen Winkel einschliesst, wie die Füsse mit einander, so dass eine verhältnismässi;- grosse Schreitlänge erzielt ist. 3. Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahr zeugen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass an jeder der beiden Seiten des Fahrzeuges zwei an gegeneinander um 180 verstellten Kurbeln sitzende Schreitorgane angeordnet sind, von denen jedes während einer halben Kur belumdrehung Arbeit verrichtet. 4.
    Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahr zeugen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass an den Fussenden der Schreitorgane steuerbare Tritteile schwenkbar gelagert sind, die eine stoss freie Übernahme der Last durch die Füsse vermitteln. 5. Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahr zeugen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Tritteile jedes Schreit- organes durch die Führungsrolle, an welcher das Schreitorgan gleitet, ge steuert sind. 6.
    Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahr zeugen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass jeder Tritteil mittelst einer Zugstange mit einem unter elastischem Druck stehenden, zweiarmigen Hebel in Verbindung steht, der mit Wälzflächen versehene Arme aufweist, die, sich selbst überlassen, in die Führungsbahn des Führungsschlitzes des Schreitorganes hineinragen. 7. Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahr zeugen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass jeder Tritteil auswechsel bare Schneiden besitzt. 8.
    Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahr zeugen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass jeder schwenkbare Tritt- teil ein senkrecht zu dessen Schwenk achse drehbar gelagertes Aufsatzstück mit auswechselbaren Schneiden besitzt. das, beim Fahren in Kurven sich dre hend, sich selbsttätig zur Fahrbahn ein stellt. 9. Vorrichtung zum Antrieb von Kraftfahr zeugen nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass zwecks Dämpfung des Fahrgeräusches die mit dem Boden in Berührung kommenden Teile der Schreit organe mit einem Belag aus Hartgummi versehen sind. 10.
    Vorrichtung zum antrieb von Kraftfahr zeugen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Führungsrollen von Schreitorganen je auf einer Ausgleichs welle des Fahrzeuges sitzen und die Kurbeln aller Schreitorgane des Fahr zeuges paarweise je in einem Träger ge lagert sind, von welchen Trägern ein je der an einem am Wellengehäuse des Fahrzeuges angeordneten, feststehenden Bremsteil angebracht und vermittelst einer quer zum Fahrzeug laufenden Strebe einerseits mit einem auf der an dern Fahrzeugseite befindlichen, und zwar auf dem genannten Wellengehäuse sitzenden Ziehband und anderseits mit- telst einer zweiten, am Fahrzeug nach vorn verlaufenden Strebe mit dem glei chen, an dieser Stelle die Antriebswelle umschliessenden Wellengehäuse verbun den und auf diese Weise versteift ist.
    11. Vorrichtung zum Antrieb von Motor rädern nach Patentanspruch und Unter anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine vom Motor angetriebene Schnecke mittelst der durch die Hinter radgabel geführten Treibwelle und der Ausgleichswellen mit den Schreitorganen in Wirkungsverbinclung steht.
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