CH90823A - Einstellvorrichtung für das Wechselgetriebe, die Kupplung und die Bremsen bei Kraftwagen. - Google Patents
Einstellvorrichtung für das Wechselgetriebe, die Kupplung und die Bremsen bei Kraftwagen.Info
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Description
Einstellvorrichtuug für das Wechselgetriebe, die Kupplung und die Bremsen bei Kraftwagen. Zur Handhabung des Wechselgetriebes und zur Einstellung der von Hand und Fuss zu betätigenden Bremsen, sowie zur Ein- und Ausschaltung der Motorkupplung wird bei Kraftwagen bekanntlich eine grössere Anzahl von Teilen benötigt, die im Betriebe schlecht zugänglich sind.
Mit vorliegender Erfindung wird eine er höhte Übersichtlichkeit und leichte Zugäng lichkeit aller dieser Teile angestrebt.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass an einem mit dem Ge häuse des Wechselgetriebes verbundenen Ge häuse zwei je aus einer Hohl- und Voll welle zusammengesetzte Wellenpaare sym metrisch zu einer zu einem Differential getriebe führenden Achse gelagert sind, von denen das eine zur Einstellung des Wechsel getriebes und eines Teils der Bremsen, wäh rend das andere Wellenpaar zur Schaltung der Motorkupplung und der übrigen Brem sen dient.
Der Erfindungsgegenstand ist auf bei liegender Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht. Fig. 1 ist eine schaubildliche Darstellung der Gesamtanordnung, Fig. 2 Draufsicht bezw. Schnitt einer Einzelheit.
Das Gebäude 1 zur Aufnahme des Wech selgetriebes kann an dem Gehäuse des Mo tors, des Schwungrades oder der Kupplung unmittelbar befestigt sein. Mit dem Gehäuse 1 ist ein Gehäuse 2 verbunden, das bei der dargestellten Anordnung zur Lagerung -der Gelenkkugel 3 dient,, die bekanntlich am vor- dern Ende des in der Wagenlängsachse ver laufenden Armes 4 der- Hinterachsbrücke an geordnet ist, und das Kardangelenk der zum Differentialgetriebe führenden Welle 5 um schliesst. Das Gehäuse 2 dient weiterhin zur Lagerung und 'teilweisen Einkapselung der beiden Wellenpaare 6, 7 bezw. 8, 9, die.
symmetrisch zur Gelenkkugel 3 oberhalb und unterhalb der letzteren angeordnet sind. Das Gehäuse 2 ist doppelteilig, ausgebildet;- in Fig. 1 \ist lediglich der Hauptteil dargestellt, jedoch der Deckel 10, den ausschliesslich die Fig. 2 zeigt, weggelassen. Aus der Teil ebene des Gehäuses 2 und des zugehörigen Deckels 10 sind die Lagerstellen für die Ge lenkkugel 3 und die beiden Wellenpaare 6, 7 bezw. 8, 9 ausgespart.
Das oberhalb der Gelenkkugel 3 liegende Wellenpaar 6, 7 dient zur Betätigung des in dem Gehäuse 1 untergebrachten Geschwin digkeitsgetriebes und der von Hand einzu stellenden Bremsen. Die innere durch gehende Welle 6 ist nahe ihrem einen Ende indem Gehäuse 2 und an ihrem andern Ende in einem Bock 11 gelagert, der am Motor gehäuse oder am Getriebegehäuse 1 oder auch am Wagenrahmen befestigt sein kann. Auf dieser innern, vollen Welle 6 ist der Hand hebel 12 aufgekeilt, desgleichen das eine Auge 14 eines bügelartig ausgebildeten He bels 13, dessen anderes Auge 15 lose auf der die Innenwelle 6 umgebenden Hohlwelle 7 sitzt. Der bügelartige Hebel 13 umgreift den Gehäusedeckel 10 und trägt auf seinem Rücken einen Zapfen 16, auf dem ein Aus gleichhebel 17 drehbar gelagert ist.
Dieser greift an seinen beiden Enden mittelst je eines Kreuzgelenkes an den wagrechten Armen zweier Winkelhebel 18, 19 an. Jedes der Kreuzgelenke besteht aus einem in einer Bohrung des Doppelhebels 17 verschiebbaren zylindrischen Stein 20, der senkrecht zur Achse des Ausgleichhebels 17 durchbohrt. ist. Durch diese Bohrung greift der Zapfen 21 des wagrechten Armes des Doppelhebels 18 bezw. 19. Beim Ausschwingen des Aus gleichhebels 17 verschiebt sich der Stein 20 in der Bohrung 22 am Ende des Ausgleich hebels 17, während der Zapfen 21 in einem Längsschlitz 23 das erforderliche Spiel findet.
Der Winkelhebel 18 sitzt lose drehbar, aber gegen seitliche Verschiebung gesichert, auf der Vollwelle 6 und der Doppelhebel 19 lose drehbar und gegen seitliche Verschiebung ge sichert auf der Hohlwelle 7. An den untern Enden der senkrechten Arme der Winkel- hebet 18 und 19 greifen die Zugorgane an. die zu den Bremseinrichtungen führen. Die Angriffstellen 24, 25 der Zugorgane- an den Winkelhebeln 18 und 19 liegen in der wag rechten Mittelebene der Gelenkkugel 3, also in der Drehachse der senkrechten Scliwingun- gen, welche die Wagenhinterachse um den Mittelpunkt der Kugel ausführt.
Dadurch, dass die Winkelhebel 18, 19 mittelst des AuS- gleiclhhebels 17 von dem bügelartig ausgebil deten Hebel 13 mitgenommen werden, wird beim Auf- und Abschwingen der einen oder andern Seite der Hinterradachse, mit der die Bremseinrichtungen verbunden sind; den hierdurch bedingten verschiedenen Aus schwingungshebeln der Doppelhebel 18, 19 Rechnung getragen.
Die Hohlwelle 7, die lose drehbar auf der Innenwelle 6 sitzt, trägt an ihrem einen Ende den Handhebel 26 und an dem andern Ende einen Schalthebel 27, der in den U-förmigen Bügel 28 einer in las Gehäuse 1 führenden. Schaltstange 29 greift. Je eine weitere Schaltstange mit U-förmigem Bügel (nicht dargestellt) liegt vor und hinter derchalt- stange 29, so dass bei Verschiebung der Hohl- .
welle 7 der Schaltarm<B>27</B> nacheinander in jeden der Bügel der drei Schaltstangen<B>.</B> ein- .,reifen kann, vorausgesetzt, dass der Schalt .<B>g</B> arm 27 sich jeweils in der Mittelstellung be findet. Auf diese Weise können die : drei Schaltstangen durch einen ' einzigen Schalt arm 27 betätigt werden. Mittelst der drei Schaltstangen können in bekannter Weise durch Vor- und Rückbewegung sechs= Schal tungen vorgenommen. werden, nämlich für vier Vorwärtsgeschwindigkeiten; .'einen Rück- Wärtsgang und einen Leerlauf. Werden, zum .
Beispiel bei kleinen Wägen, nur vier Schal tungen gewünscht, so würde eine der drei Schaltstangen in Wegfall kommen können. Der Handhebel 26 greift in bekannter Weise in- eine entsprechend ausgebildete Schlitz führung einer Schaltplatte 30, in deren einem Schlitz auch der Handhebel 12 . Füh rung erhält. - Das untere Wellenpaar 8, 9 ist in ähnlicher Weise wie das obere Wellenpaar <B>6,"7</B> aus gebildet.
Die Wellen B und 9 werden jedoch nicht durch Handhebel; sondern durch Fuss hebel 31, 32 betätigt; ersterer sitzt auf dem einen Erde der Hohlwelle 9-, während letz terer auf der Vollwelle 8 aufgekeilt ist..'ÄuE der Hohlwelle 9 ist weiterhin ein nach ab wärts gerichteter Hebelarm 33 befestigt, der an dem Gestänge zum Ein- und Ausschalten der Motorkupplung gelenkig angreift. Wei terhin ist ebenso wie bei dem obern Wellen paar ein bügelartiger Hebel 34 angeordnet, dessen auf der Hohlwelle 9 sitzendes Auge 35 lose drehbar ist, während dessen anderes Auge 36 auf der Vollwelle 8 durch Splint, Keil oder dergleichen befestigt wird. Der bügelartige Hebel 34 ist also mit der Voll welle 8 gekuppelt.
Er trägt wiederum einen Zapfen 37, um den ein Ausgleichhebel 38 schwingt, dessen Enden als Kreuzgelenke, wie bei dem Ausgleichhebel 17, ausgebildet sind. An den Kreuzgelenken greifen wieder um Winkelhebel 39, 40 an, von denen erste rer, 39, lose am Ende der Vollwelle 8 und der andere, 40, lose auf der Hohlwelle 9 sitzt. Die Enden 41, 42 der nach aufwärts ragen den Arme der Winkelhebel 39, 40 liegen wiederum, wie die Enden 24, 25 der nach abwärts gerichteten Arme der Winkelhebel 18 und 19 in der wageechten Drehachse der Hinterachsbrücke. An diesen freien Enden der Winkelhebel 39, 40 greifen wiederum Zugorgane an, die zu Bremseinrichtungen führen.
Durch die Winkelhebel 18, 1.9, 39 und 40 werden daher vier Bremseinrichtungen be tätigt, und zwar zwei durch Handhebel 12 und zwei durch Fusshebel 32. Welcher Art diese Bremseinrichtungen sind, ist gleich gültig. Die Anordnung kann beispielsweise derart sein, dass die Winkelhebel 18 und 39 auf eine Hinterradbremse und die Winkel hebel 19 und 40 auf die zweite Hinterrad bremse einwirken, derart, dass je einer der für eine Bremse bestimmten Winkelhebel innerhalb der Bremsscheibe liegende Brems backen, der andere ausserhalb der Brems scheibe liegende Bremsbacken anzieht. Die Anordnung kann jedoch auch beispielsweise derart sein, dass das obere oder untere Win kelhebelpaar auf die Bremseinrichtung des Differentialrädergetriebes wirkt.
Beispielsweise könnten auch die von Fuss zu betätigenden Hebel an dem obern Wellen- paar und die Handhebel an dem untern Wel lenpaar angreifen und dementsprechend auch die Übertragungsglieder für das Geschwin digkeitsgetriebe, die Kupplung und die Bremsvorrichtungen entsprechend ausgebil det werden. Ebenso könnte, die Ausgestaltung derart sein, dass an dem obern und untern Wellenpaar je ein Fuss- und Handhebel an greift.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einstellvorrichtung für das Wechsel getriebe, die Kupplung und die Bremsen bei Kraftwagen, dadurch gekennzeichnet, dass an einem mit dem Gehäuse des Wechsel getriebes verbundenen Gehäuse zwei je aus einer Hohl- und Vollwelle zusammengesetzte Wellenpaare symmetrisch zu einer zu einem Differentialgetriebe führenden Axe gelagert sind, von denen das eine zur Einstellung des Wechselgetriebes und eines Teils der Brem sen, während das andere Wellenpaar zur Schaltung der Motorkupplung und der übri gen Bremsen dient. UNTERANSPRÜCHE 1.Einstellvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das zur La= gerung der beiden Wellenpaare dienende Gehäuse zugleich zur -Lagerung der Kar-- dangelenkkugel der Hinterachsbrücke- dient, wobei die Wellenpaare oberhalb und" unterhalb der Kardangelenkkugel symmetrisch zu dieser angeordnet werden.2. Einstellvorrichtung; nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf.der Voll welle jedes Wellenpaares ein bügelartig ausgebildeter Hebel befestigt ist, auf des sen Stirnzapfen-ein Ausgleichlrebel sitzt;. dessen beide Enden mittelst Kreuzgelenk verbindung an auf dem betreffenden Wellenpaar drehbar gelagerten Winkel hebeln angreifen, die mittelst Zugorganen auf die Bremseinrichtungen des Kraft Zagens einwirken können.3. Einstellvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der auf die Bremsen einwirkenden, von dem obern Wellenpaar nach abwärts, von dem untern Wellenpaar nach aufwärts geführten Winkelhebel normalerweise in der durch die Lagerung der Kardan- gelenkkugel gegebenen wagrechten Dre achse der Hinterächsbrücke liegen.
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