CH92145A - Verfahren zur Entfernung von Sauerstoff aus Kesselspeisewasser. - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Sauerstoff aus Kesselspeisewasser.Info
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Description
Verfahren zur Entfernung von Sauerstoff aus Kesselspeisewasser. Es ist bekannt, dass die Ursache für die in den Dampfkesseln auftretenden Anfressun- gen darin zu suchen ist, dass mit dem Speise wasser Luftsauerstoff in das Kesselinnere ge langt. Die Gefahr, dafi dies geschieht, ist aber besonders gross; weil jedes natürliche Wasser mehr oder weniger Sauerstoff gelöst enthält und weil auch kondensiertes Wasser begierig Sauerstoff aus der Luft aufnimmt.
Daher sind auch die Darupfturbinenbetriebe, die ihre Kessel im wesentlichen mit dem Kondensat der Oberflächenkondensation spei sen, von Zerstörungen der Kesselanlagen nicht verschont geblieben. Bei der grossem prak tischen Bedeutung, die der Beschaffung eines absolut sauerstoffreien Speisewassers zukommt, hat es auch nicht an Versuchen gefehlt, diesem den Sauerstoff zu entziehen. Doch haben die bisher gemachten, zum Teil recht kostspieligen und umständlichen Vorschläge noch solche LTnvollkominenheiten gezeigt,
dass bisher keiner von ihnen eine allgemeinere Anwendung ge funden hat oder eine befriedigende Lösung darstellt. Es wurde nun die überraschende Beob achtung gemacht, dass eine Entfernung des Saumstoffs aus dein Kesselspeisewasser in denkbar raschester und wirksamster Weise dadurch erreicht werden kann, dass dasselbe kurze Zeit mit indifferenten Gasen, z. B. Stickstoff, in innige Berühi:ung gebracht, zum Beispiel durchspült, bezw. gemischt wird.
Das bewirkt auch gleichzeitig die Austreibung der gelösten Kohlensäure. was von grosser Be deutung ist, da wie bekannt, die Kohlensäure die Anfressung der Dampfkessel stark be günstigt.
Das Verfahren hat den Vorzug, dass es kurz vor Eintritt des Wassers in den Dampf kessel zur Anwendung kommen kann, so dass sich im übrigen jede weitere -Massnahme 'zur Vermeidung einer Wiederaufnahme von Sauer- stoff erübrigt.
Eine zweckmässige Ausfüh- rungsforrn des Verfahrens besteht beispiels weise darin, dah in das in einem vertikal stehenden Rohr von genügender Höhe und Weite befindliche Speisewasser kurz vor Ein tritt in den Kessel Stickstoff von unten in wirbelnder Bewegung im Gegenstrom einge leitet wird. Der Stichstoff steigt im gegen strömenden Wasser in dem vertikalen Rohr auf und tritt oben mit Sauerstoff beladen wieder aus.
Er kann von da einer der be kannten Regenerationsanlagen, etwa einem mit glühenden Kupferspähnen gefüllten Agg regat und sodann in reiner Form im Kreis lauf dein Vertikalrohr wieder zugeführt werden.
Eine Sauerstoffentziehungs- und Stickstoff- Regenerationsanlage ist in der anliegenden Zeichnung schematisch dargestellt. In dieser stellt a den zur Durchführung des Verfahrens dienenden Apparat dar. Das zu behandelnde Wasser fliel,'')t demselben bei L zu und wird hier mit dem Stickstoffgas in innige Berüh rung gebracht, das von der Regenerationsan- lage oder einer andern quelle mittelst Ge bläse c; angesaugt und durch den Verteiler d zugeführt wird.
Das behandelte Wasser läuft der Speisepumpe n zu: das sauerstoffhaltige Stickstoffgas tritt bei f aus und gelangt von hier ins Freie oder zur Regenerationsanlage g.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung von Sauerstoff aus Kesselspeisewasser, dadurch gekennzeich net. dass das Speisewasser mit indifferenten Gasen in innige Berührung gebracht wird. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Stickstoff im Kreis lauf geführt wird, wobei er vor Wiederein tritt in das Kesselspeisewasser von Sauerstoff befreit wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE92145X | 1920-04-12 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH92145A true CH92145A (de) | 1922-04-17 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH92145D CH92145A (de) | 1920-04-12 | 1921-03-11 | Verfahren zur Entfernung von Sauerstoff aus Kesselspeisewasser. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH92145A (de) |
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1921
- 1921-03-11 CH CH92145D patent/CH92145A/de unknown
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