CH92587A - Verfahren zur Darstellung eines braunen Küpenfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines braunen Küpenfarbstoffes.

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CH92587A
CH92587A CH92587DA CH92587A CH 92587 A CH92587 A CH 92587A CH 92587D A CH92587D A CH 92587DA CH 92587 A CH92587 A CH 92587A
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brown
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Leopold Cassella Co Ge Haftung
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Cassella Leopold & Co Gmbh
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Description


  Verführen zur     Darstellung        eines,        bramieu        Küpeufar        bstoffes.       Im Patent Nr.     71331    ist die Darstellung  einer einheitlichen     Verbindumb        besehriebeii.     welche bei der     Einwirkung        von        überschüssi-          gem    Chlorschwefel auf Anilin entsteht.

   In  ganz analoger Weise lässt sich in     quantita-          tiver    Ausbeute aus     ii-'2Napht3#laniin    eine ganz  ähnliche, schwefelhaltige; sehr     reaktionsfällige     Verbindung herstellen. Erwärmt man z. B.

    salzsaures     @-Naphtylamin    mit der fünf- bis  zehnfachen Menge Chlorschwefel, bis eine  Probe sich nicht mehr als     diazotierbar    erweist,  und arbeitet ein übrigen, wie dies     ini    Beispiel 1  des Patentes Nr.

   71331     beschrieben    ist, so  entsteht in     quantitativer    Ausbeute ein neuer,  N, S     und        Cl-haltiger,        orangegefärbter    Kör  per     von        ähnlichen        Eigenschaften,    wie die  analoge     Anilinverbindung.    Auch dieser Kör  per lässt sich nach dem     ini    Patent Nr.     i2377     ausführlich     niedergelegten    Verfahren in einen  schwefelhaltigen     Küpenfarbstoff    überführen.

    Das genannte Einwirkungsprodukt des Chlor  schwefels auf     i3-Naplitylamin    wird demgemäss  zunächst mit Wasser oder verdünntem Alkali  behandelt, hierauf in alkalischer     Lösung        iiiit          rIonochloressigsäure        kondensiert,    die hierbei    entstehende Verbindung     diazotiert,    die     Diazo-          gruppegegen    Cyan ausgetauscht, das so ge  bildete     Nitril    hierauf durch Behandeln mit       eineue        Verseifungsmittel    in eine ringförmige,

    schwefelhaltige Verbindung     übergeführt    und  endlich letztere der Einwirkung verdünnter       ,Säuren    und     nachfolgender        Oxydation    mit  einem     gecigneteii    Oxydationsmittel. unter  worfen.

      <I>Beispiel</I>         1\1J    kg des Einwirkungsproduktes von       Chlorschwefel    auf     13-Naphtylamiri    werden in  die zwanzig- bis dreissigfache Menge kalten       Wassers    unter gutem Rühren     eingetragen.     Der Körper löst sieh zunächst mit gelborangen  Farbe; nach einigen Stunden     Rührens    hat  sich aus dieser     Lösung    das durch Einwirkung  von     Wasser    entstehende Umsetzungsprodukt  in     Forni        gelblieliweisser    Kristallblättchen fast  völlig abgeschieden.

   Man fugt zunächst     Na-          tronlauge    bis zur alkalischen Reaktion, hier  auf eine alkalische Lösung von ungefähr  30 kg     Natriumhy        drosulfit    zu und erwärmt  unter stetem Rühren allmählich auf 50 bis    
EMI0002.0001     
  
    70'-' <SEP> C'.. <SEP> Sobald <SEP> Lösung <SEP> einbetreten <SEP> ist, <SEP> niiselit
<tb>  man <SEP> finit <SEP> einer <SEP> neutralen <SEP> oder <SEP> Schwach <SEP> alka  lischen <SEP> Lösung <SEP> vorn <SEP> <B>5</B>5 <SEP> kb <SEP> :lIonochloressig  säure <SEP> und <SEP> erwärmt <SEP> noch <SEP> eieiige <SEP> Stunden <SEP> auf
<tb>  00 <SEP> his <SEP> 70" <SEP> <B><I>C</I></B>.
<tb>  



  Die <SEP> so <SEP> gewonnene <SEP> honden,ationslüsuug
<tb>  kann <SEP> direkt <SEP> weiter <SEP> dianotiert <SEP> und <SEP> auf <SEP> Farb  stoff <SEP> verarbeitet <SEP> werden. <SEP> Zweel@rnät:>ib <SEP> ist <SEP> e#
<tb>  jedoch, <SEP> das <SEP> Kondensationsprodukt <SEP> durch <SEP> .An  säuern <SEP> der <SEP> Lösung <SEP> irr <SEP> Form <SEP> seines <SEP> innern
<tb>  Anhydrids <SEP> abzuscheiden <SEP> und <SEP> letzteres <SEP> durch
<tb>  Digerieren <SEP> mit <SEP> kaustischen <SEP> Alkalien <SEP> wieder
<tb>  zu <SEP> verseifen <SEP> und <SEP> diese <SEP> Lösung <SEP> zu <SEP> diazotieren.
<tb>  



  Zur <SEP> Dianotierung <SEP> wird <SEP> die <SEP> verseifte <SEP> alka  lischeLösung <SEP> zunächst <SEP> vorsichtig <SEP> netitrali#iert.
<tb>  dann <SEP> mit <SEP> 36 <SEP> kg <SEP> Natriumnitrit <SEP> vermischt <SEP> und
<tb>  hierauf <SEP> in <SEP> eiskalte <SEP> überschüssige <SEP> Salzsäure
<tb>  einlaufen <SEP> gelassen. <SEP> I)ie <SEP> Diazoverbindung <SEP> bleibt
<tb>  mit <SEP> gelber <SEP> Farbe <SEP> in <SEP> Lösung. <SEP> .ie <SEP> "vird <SEP> neu  tralisiert <SEP> und <SEP> zu <SEP> einer <SEP> liupferc@-anürlöaung
<tb>  erhalten <SEP> aus <SEP> 1'5 <SEP> kg <SEP> Kupfervitriol <SEP> und <SEP> 113 <SEP> h9
<tb>  Gyarikalium) <SEP> zugegeben.
<tb>  



  lach <SEP> beendeter <SEP> Umsetzung <SEP> wird <SEP> an-e  säuert <SEP> und <SEP> der <SEP> ausbef:tllte'Niederschlag <SEP> durch
<tb>  Umlö <SEP> sen <SEP> aus <SEP> heisser <SEP> verdünnter <SEP> Sodalöstieig
<tb>  gereinigt. <SEP> Man <SEP> erhält <SEP> das <SEP> Nitril <SEP> auf <SEP> diese
<tb>  Weise <SEP> in <SEP> Form <SEP> eines <SEP> weihen <SEP> kristallinischen
<tb>  liederschlaues.
<tb>  



  Zwecks <SEP> Verseifung <SEP> wird <SEP> dasselbe <SEP> reit
<tb>  der <SEP> ungefähr <SEP> dreifachen <SEP> Menge <SEP> kristallisier  tem <SEP> Schwefelnatrium <SEP> oder <SEP> 'Natronlauge <SEP> von
<tb>  @0 <SEP> bis <SEP> <B>30'</B> <SEP> Be@ <SEP> einige <SEP> Zeit <SEP> auf <SEP> dem <SEP> @\-as#cr  bade <SEP> erwärmt.
<tb>  



  Die <SEP> neue <SEP> ringförmige <SEP> schwefelhaltige.Ver  bindung <SEP> scheidet <SEP> sich <SEP> hierbei <SEP> bereits <SEP> in <SEP> der
<tb>  Wärme <SEP> in <SEP> Form <SEP> von <SEP> Kristallblättchen <SEP> ab.
<tb>  man <SEP> lässt <SEP> erkalten, <SEP> verdünnt <SEP> mit <SEP> Salz%va#sei  und <SEP> saugt <SEP> den <SEP> -,Niederschlag- <SEP> ab. <SEP> Zur <SEP> I\ber  führung <SEP> in <SEP> den <SEP> L <SEP> eukokörper <SEP> des <SEP> Farbstoffes
<tb>  wird <SEP> der <SEP> -Niederschlag <SEP> in <SEP> viel <SEP> heissem <SEP> Wasser
<tb>  gelöst, <SEP> die <SEP> Lösung <SEP> deutlich <SEP> iniueralsauer <SEP> ge  stellt <SEP> und <SEP> längere <SEP> Zeit <SEP> unter <SEP> Rtthreu
<tb>  zum <SEP> Kochen <SEP> erhitzt.

   <SEP> Nach <SEP> denn <SEP> Urkalten
<tb>  scheidet <SEP> sich <SEP> der <SEP> Leukokörper <SEP> in <SEP> Form
<tb>  eines <SEP> gelblichen <SEP> kristallinischen <SEP> Nieder  schlages <SEP> ab. <SEP> derselbe <SEP> wird <SEP> filtriert. <SEP> Die <SEP> Oxy  dation <SEP> desselben <SEP> zum <SEP> Farbstoff <SEP> geschieht <SEP> <B>in</B>
<tb>  bekannter <SEP> Weise, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> durch <SEP> Einleiten <SEP> von       Luft in die alkalische Lösung. oder durch  rotes     Blutlaugensalz.     



  Der so gewonnene     Farbstoff    bildet     ini          trockenen        Zustande    ein rotes Pulver. welches  in Wasser und den     gewöhnlichen        organischen          Solventien        unlöslich    ist:

   in heissem     Nitroben-          zol        löst    sieh der     Farbstoff    schwer mit bordeaux  roter     Farbe.    in     konzentrierter        Schwefelsäure          finit        schmutzig    rotvioletter Farbe, mit alkali  scher     H@-dro@ulfitlösunb    bildet der eine     rot-          "elbe        hüpe    und färbt Baumwolle und Wolle       aus    dieser rotbraun.

   Die Färbungen sind  wasch-,     chlor-,        bäuch-    und lichtecht. Durch       nctchtr@igliche        Bromierung    des     Farbstoffes     nach den     üblichen        Verfahren        wird    die Nuance  Vertieft und die Intensität und Verwandtschaft  zur Faser     vui:ytärkt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: \-erfahren zur Darstellung eines braunen #cliwefelhaltigen Küpenfarbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dafi das Einwirkungsprodukt von Chlorschwefel auf i3-Naphtylauiin zri- ii < icbst mit Wasser oder verdünnten Alkalien behandelt,
    darauf in alkalischer Lösung mit lIonochlores#igsüure kondensiert wird, die hierbei entstehende Verbindung dianotiert, die Diazogruppe gegen Cyan ausgetauscht, das so gebildete Nitril hierauf durch Behandeln finit einem V erseifungsmittel in eine ringför- rrri;
    ,e1 s-chwefelhaltige Verbindung übergeführt und endlich letztere der Einwirkung verdünn ter Säuren und nachfolgender Oxydation niit ge- eigneten O.xVdationsitiitteln unterworfen wird.
    Der Farbstoff bildet in trockenem Zu- stwide ein rotes Pulver. welches in Wasser und den gewöhnlichen organischen Solventien einlöslich ist:
    in heissem Nitrobenzol löst er sich schwer mit bordeauxroter Farbe in kon- zentrierter Schwefelsäure mit rotvioletter Farbe. mit alkalischer Hvdrostiltitlösung bildet er eine rotgelbe Kitpe und färbt Baum wolle und \Volle aus dieser rotbraun. Die Färbungen sind wasch-, chlor-, bäuch- und lichtecht.
CH92587D 1914-06-24 1915-06-10 Verfahren zur Darstellung eines braunen Küpenfarbstoffes. CH92587A (de)

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