DE374503C - Verfahren zur Herstellung eines schwefelhaltigen Kuepenfarbstoffes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines schwefelhaltigen Kuepenfarbstoffes

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DE374503C
DE374503C DEC27408D DEC0027408D DE374503C DE 374503 C DE374503 C DE 374503C DE C27408 D DEC27408 D DE C27408D DE C0027408 D DEC0027408 D DE C0027408D DE 374503 C DE374503 C DE 374503C
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DE
Germany
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sulfur
dye
solution
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acid
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Expired
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DEC27408D
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English (en)
Inventor
Dr Richard Herz
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Sanofi Aventis Deutschland GmbH
Original Assignee
Leopold Cassella et Cie GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B57/00Other synthetic dyes of known constitution

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines schwefelhaltigen Küpenfarbstoffes. Zusatz zum Patent 367493**). In dem Patent 370854 ist die Darstellung eines Einwirkungsprodukts von Chlorschwefel auf m-Xylidin ohne Farbstoffcharakterbeschrieben. Es :ist dort auch: bereits angegeben, daß sich dasselbe ganz analog wie die übrigen Glieder dieser neuen Körperklasse .in alkalischer Lösung mit Monoohloressigsäure zu einer neuen Verbindung von Aminocarbansäurecharakter kondensiert, deren inneres Anhydrild bei ungefähr 16o° C schmilzt.
  • Wird dieses Kondensationsprodukt dem Verfahren des Hauptpatents 367493 unterworfen, so entsteht ein -bläulich rosa färbender schwefelhaltiger Küpenfarbstoff, welcher den in dem Hauptpatent beschriebenen, aus dem Einwirkungsprodukt von Chlorschwefel auf o-Toluidin hergestellten Faxabstoff noch an Reinheit der Nuance und an Aufziehvermögen übertrifft. Zu seiner technischen Darstellung kann .man .die nach Beispiel 3 des Patents 37o854 erhaltenen wäßrigen Lösungen des Einwirkungsprodukts von Chlorschwefel auf m-Xylidin unmittelbar benutzen, indem man aus demselben. zunächst das Kondensationspro:dtkt mit Monochloressigsäure herstellt.
  • Man verfährt zum Beispiel wie folgt: a), Die aus 1a kg m-Xylild-in. :nach Beispiel 3 des Patents 367493 erhaltene mineralsaure Lösung wird annähernd neutralisiert oder seit Acetat abgestumpft.
  • Das Was;serumsetzungsprod.ukt der neuen Verbindung scheidet sich hierbei nach längerem Rühren. in kristallinischer Form ab: Es wind: abfltriert und in eine stets alkalisch zu haltende Lösung von ro kg Monochloressigsäure eingetragen. Man. rührt zunächst einige Zeit bei ,gewöhnlicher Temperatur und wärmt dann, zur Vollendung der Reaktion auf 5o bis 6o° C an, filtriert von :geringen. Verunreinigungen .und benutzt diese Lösung zur, Darstellung des Faribstoffes.
  • Die Gewinnung einer solchen Lösung des Kondensationsprodukts mit Monochloressigsäure däßt sich auch wie folgt vorteilhaft ausführen: b) Die nach Beispiel 3 des Patents 370854 erhaltene Lösung wird mit Lauge alkalisch gestellt, einige Kilogramm Natriuunhydrosulfit zugegeben und so lange digeriert, bis der anfänglich ausgeschiedene schwefelhaltige Körper wieder in Lösung gegangen ist. Man fällt dann durch Chlorzink die o-Aminothiophenolartige Verbindung in Form ihres unlöslichen. weiß gefärbten Zinkmerkaptids aus, stellt schwach essigsauer, filtriert und wäscht **) Früheres Zusatzpatent: 371a58. gut aus. Der Niederschlag wird in eine Lösung von io kg Monochloress,i:gsäure in ungefähr 2oo.1 Nasser .und 35 kg Natronlauge q.0° B6 eingetragen, zunächst bei gewöhnlicher Temperatur, dann bei 5o bis 6o° C bis zur Vollendung der Reaktion gerührt und vom Ungelösten filtriert. Die Lösung enthält .das Natriumsalz des Kondensationsprodukts in reiner Form.
  • Zur Darstellung des Farbstoffs wird die nach a) oder b) erhaltene Lösung mit Eis gekühlt, hierauf mit einer Lösung von 8 kg Natriu:muitrit vermischt und unter gutem Rühren langsam in verdünnte kalte Salzsäure oder Schwefelsäure (z. B. 5o kg Salzsäure konz. und ioo kg Eis) einfließen lassen.
  • Nach beendeter Diazotierung wird annähernd neutralisiert und die Flüssigkeit zu einer Lösung von Kupfercyanür (erhalten z. B. aus 25 kg Kupfervitriol und 23 kg Cy annatrium) zugegeben. Zweckmäßig führt man diese Reaktion bei erhöhter Temperatur, etwa 50 bis 70° C, aus. Sobald die Umsetzung beendet ist, wird angesäuert und die sich hierbei ausscheidende schwerlösliche Nitrilsäure nach dem Verjagen ,der Blausäure filtriert.
  • Dieselbe kann ohne weitere Reinigung zur schwefelhaltigen Ringverbindung verseift werden. Man trägt z. B. das Filtergut in eine Lösung von d.o kg Schwefelnatrittm kristallisiert und :2o l Wasser ein und erwärmt das Gemisch mehrere Stunden auf 7o bis ioo° C. Beim Erkalten scheidet sich das Natriumsalz der neuen Ringverbindung in kristallinischer Form ab, man sättigt mit Kochsalz, filtriert und wäscht den Niederschlag mit konzentrierter Salzlösung aus. An Stelle von Schwefelnatrium kann mit gleich gutem Erfolg eine konzentrierte Lösung von Natritrmdisulfid oder Alkalilaugen benutzt werden. Die Verseifung und Ringschließung läßt sich auch mit :guter Ausbeute durch Kochen mit io Prozent Sodalösung oder Kalkhydrat durchführen. Zur Überführung der so gewonnenen Ringverbindung in den I,eukakörper des Farbstoffes wird dieselbe in starker Verdünnung .mit verdünnten Mineralsäuren (z. B. 5 Prozent Schwefelsäure) :einige Zeit bei 70 bis ioo° C .behandelt. Nach dem Erkalten wird der ausgeschiedene Leukokörper filtriert, in verdünnter Natronlauge, der zweckmäßig etwas Spiritus zugesetzt ist, gelöst und nach den üblichen Methoden, z. B. durch Einleiten von Luft oder durch rotes Blutlaugensalz, zum Küpenfarbstoff oxydiert. Man erhält denselben hierbei in roten Flocken, die filtriert und zweckmäßig in dieser leicht löslichen Pastenform zum Färben benutzt werden. Getrocknet stellt der Farbstoff ein rotes Pulver dar, welches sich in heißem Nitrobenzol mit rhodaminartiger Farbe und gelber Fluoreszenz löst. In warmer konzentrierter Schwefelsäure ist der Farbstoff mit grüner Farbe löslich; alkalische Hydrosulfitlösung erzeugt eine rotgelbe- Küpe, aus welcher Baumwolle und Wolle bläulichrosa bis neinrot angefärbt werden. Die Färbungen sind durch eine ungewöhnliche Reinheit der Nuance und durch sehr gute Wasch=, Walk-, Bäuch- und Chlorechtheit ausgezeichnet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRUcH: Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von schwefelhaltigen Küpenfarbstoffen nach Patent 367493 darin bestehend, daß man zwecks Gewinnung eines neinrosa bis rat färbenden Küpenfarbstoffes hier das nach dem Verfahren des Patents 37o85¢ erhältliche Einwirkungsprodukt von Chlorschwefel auf m-Yylidin mit Monochloressigsäure kondensiert, hierauf die Aminogruppe gegen Cyan austattscht, das so entstehende Nitril dann durch! Behandeln mit Alkalien, Schwefelalkalien oder Säuren in eine ringförmige schwefelhaltige Verbindung verseift und endlich letztere ;der Einwirkung verdünnter Säuren und nachfalgenderOxydation mit geeigneten Oxydationsmitteln unterwirft.
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