CH94209A - Verfahren und Einrichtung zum Kochen und Trocknen organischer Stoffe, insbesondere von Schlachthofabfällen und dergl. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Kochen und Trocknen organischer Stoffe, insbesondere von Schlachthofabfällen und dergl.

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CH94209A
CH94209A CH94209DA CH94209A CH 94209 A CH94209 A CH 94209A CH 94209D A CH94209D A CH 94209DA CH 94209 A CH94209 A CH 94209A
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    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/12Production of fats or fatty oils from raw materials by melting out

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Description


  Verfahren und Einrichtung zum Rochen und Trocknen organischer     Stoffe,    insbesondere  von     Schlachthofabfällen    und     dergl.       Das vorliegende Verfahren zum Kochen  und Trocknen organischer     Stoffe,    insbesondere  von     Schlachthofabfällen    und     dergl.    besteht  darin, dass das Arbeitsgut in einem geschlos  senen Gefäss zunächst durch die Einwirkung  eines das Gefäss umgebenden Dampfmantels  gekocht und nach Abnahme der Dampfent  wicklung im Gefäss der Dampfzutritt in den  Dampfmantel abgesperrt, und alsdann vorge  wärmte Frischluft zwecks     Trocknens    des Ar  beitsgutes zugeführt wird.  



  Dadurch wird erreicht, dass nach dem unter       möglichster        Ausnützung    des sich entwickeln  den Eigendampfes erfolgenden Kochen des  Gefässinhaltes durch den Dampfmantel das  Trocknen des zu verarbeitenden Gutes im  gleichen Gefäss durch unmittelbare Einwirkung  von Frischluft bewirkt werden kann, deren  Temperatur niedriger ist, als die Kochtempe  ratur und zwar ohne dass eine Druckverände  rung vorgenommen werden muss. Hierbei nimmt  die erhitzte Frischluft das noch im Trocken  gut enthaltene Wasser auf und leitet es aus    dem Kochgefäss ab. Sie hindert gleichzeitig  ein Ansetzen     Lind    Anbrennen des Gutes an  der geheizten Innenwand des Gefässes, was  sonst trotz Rührwerkes und     dergl.    nicht ver  mieden werden könnte.

   Endlich bietet das be  schriebene Verfahren auch noch die Möglich  keit, beim Eintrocknen mit Temperaturen ar  beiten zu können, welche unter der     Gerin-          nungstemperatur    des Eiweisses liegen.  



  Auf der beiliegenden Zeichnung sind Ein  richtungen zur     Durchführung    des eben be  schriebenen Verfahrens als Beispiele darge  stellt. Hierbei zeigt       Fig.    1 einen Längsschnitt nach Linie     A-B     der     Fig.    3,       Fig.    2 einen Längsschnitt nach Linie     C-D     der     Fig.    3, und       Fig.    3 den Grundriss eines ersten Beispiels.  1 ist das Koch- und Trockengefäss, in  welches ein Rührwerk 2 eingebaut ist. Das  Gefäss 1 ist durch den Deckel 3 dampfdicht  geschlossen. Um das Gefäss 1 sind drei Mäntel  gelegt, durch welche die beiden Dampfräume 4      und 5 und der Luftraum 6 gebildet werden.

    Diese drei Räume sind gegen den Innenraum  des Gefässes 1 dicht abgeschlossen. 7 ist die       Einwurföffnung    des Kochgefässes, die natür  lich beim Arbeiten mittelst Deckels dicht ver  schlossen sein muss, während 8 die Abzugs  öffnung des Gefässes bezeichnet, an welche  ein auf der Zeichnung nicht ersichtliches Ab  zugsrohr mit Ventil angeschlossen ist. Innen  am Deckel 3 des Gefässes 1 ist im     obern     Teil desselben ein     Dampfsprührohr    9 ange  bracht. Der     Luftraum    6 ist durch das Rohr  10 mit einem Ventilator 11 verbunden, durch  den Frischluft in den Luftraum 6 gefördert  wird. Letzterer ist oben durch Röhren 12 mit  dem Innern des Gefässes 1 in Verbindung.

    In diese Röhren 13 sind     feder-    oder gewichts  belastete Ventile 13 eingesetzt. 14 ist ein im  Boden des Gefässes eingesetztes Abzugsrohr       mit    Verschluss, nach dessen     Öffnen    das ge  kochte,     bezw.    getrocknete Gut aus dem Ge  fäss abfliessen kann.  



  Die Wirkungsweise der Einrichtung ist  folgende       Durch    die     Einwurföffnung    7 werden die  zu trocknenden     Massen    in das Gefäss 1 ge  bracht. Hierauf wird der Dampfraum 4 mit  Dampf gefüllt; so dass die eingebrachten  Massen zum Kochen gelangen. Gleichzeitig  wird das Rührwerk 2 in Tätigkeit gesetzt.  Die dem Arbeitsgut entweichenden Dämpfe  ziehen durch die Abzugsöffnung 8 in das an  geschlossene Abzugsrohr ab, dessen Ventil  natürlich     geöffnet    sein soll. Werden Schlacht  hofabfälle oder dergleichen in das     Gefätä    ein  gebracht, so werden sie vor Beginn des Koch  prozesses, durch Einlassen von Dampf durch  das     Dampfsprührohr    9, keimfrei gemacht.

   So  bald die im Arbeitsgut enthaltene Feuchtig  keit bis zu einem gewissen Grad verdampft  und das Arbeitsgut     dickflüssig    geworden ist,  wird die Dampfzufuhr nach dem Raume 4 ab  geschlossen und diejenige zum Dampfraum 5       geöffnet.    Gleichzeitig wird der Ventilator 11  in Betrieb genommen, welcher durch das Ver  bindungsrohr 10 Frischluft in den Raum 6  zuführt. Diese erwärmt sich an der Aussen  wand des     Dampfraumes    5 und wird durch    die Röhren 12 nach Öffnen der Ventile 13  in das Gefäss 1     hineingepresst.    Bei dem nun  mehr beginnenden     Trockenprozess    wird die im  Trockenraum noch enthaltene Feuchtigkeit  von der zugeführten warmen Luft aufgenommen  und durch die Abzugsöffnung 8 abgeleitet.

    Dadurch, dass während dieses Vorganges die  Wandung des     (ä        efässes    1 nicht unter Dampf  wirkung steht und stets Frischluft in das Ge  fässinnere eingeführt wird, ist ein Anbrennen  des Trockengutes ausgeschlossen. Nach voll  ständiger Trocknung wird das letztere durch  die     Öffnung    14 aus dem Gefäss 1 entfernt.  



  Es sei noch bemerkt, dass das Schliessen  der     Abschlussvorrichtung    für den Dampfraum 4  und das     Öffnen    derjenigen zum Dampfraum 5,  das     Inbetriebsetzen    des Ventilators 11 und  das     Öffnen    der Ventile 13 durch eine gemein  same Steuervorrichtung, also gleichzeitig er  folgen kann.  



  Eine weitere Ausführungsform einer zur       Durchführung    des Verfahrens geeigneten Ein  richtung ist in       Fig.    4 der Zeichnung im Grundriss, in       Fig.    5 im Längsschnitt nach Linie     E-F     der     Fig.    4, und in       Fig.    6 im     Längsschnitt    nach Linie     G-H     der     Fig.    4 dargestellt.  



  Um dem     vorbeschriebeiren    Beispiel gegen  über eine wesentliche Vergrösserung der Heiz  fläche für die in das Koch- und Trockengefäss 1  einzuführende Luft herbeizuführen und gleich  zeitig die Schwierigkeiten zu vermeiden, welche  sich bezüglich einer guten Abdichtung der  verschiedenen Räume der Vorrichtung er  geben, ist um das Koch- und Trockengefäss 1  herum nur ein einziger Dampfmantel 4 ange  ordnet, innerhalb dessen eine Rohrschlange 6  eingebaut ist, durch welche mittelst eines auf  der Zeichnung nicht ersichtlichen Ventilators  Frischluft in das Gefäss 1 gepresst wird.  



  Diese Rohrschlange bietet eine grössere  Heizfläche als die zylindrische Innenwandung  des Luftmantels 6 des ersten Beispiels.  



  Wie aus     Fig.    6 der Zeichnung ersichtlich,  sind oben an der Rohrschlange 6 Röhren 12  angeschlossen, welche der) Einlass der Luft  in das Koch- und Trockengefäss     vermitteln.         Im Innern des Gefässes 1 sind die Röhren 12,  abwärts gebogen und an der Mündung mit  Klappen 13 versehen. Diese sind durch einen       Lenker    19, 20 mit je einer Spindel 17 ver  banden, welche durch ein ihre Mutter bilden  des Handrad 18 in     achsiale    Bewegung ver  setzt werden kann. Durch entsprechende  Drehung des Handrades 18 kann das Klap  penventil 13 vollständig     geöffnet    werden.  



  Das dem Trocknen vorangehende Ver  kochen des Inhaltes des Behälters l wird bei  geschlossenen     Lufteinströmungsventilen    13  und ohne dass der Ventilator in Tätigkeit  tritt, ausgeführt, wobei ein nach dem Flansch  21 des Abzugsrohres 8 des Koch- oder Trocken  gefässes angeordnetes     Ahschlussorgan    geschlos  sen gehalten wird und die     Beheizung    des  Koch- und Trockengefässes durch in den  Dampfmantel 4 eingeführten Dampf erfolgt.

    Dadurch, dass die sich entwickelnden Dämpfe  nicht entweichen können, wird ein Überdruck  im Gefäss 1 herbeigeführt, so dass das Kochen  nunmehr unter Druck und erhöhter Tempe  ratur erfolgt, wodurch nicht allein Blutge  rinnsel, Abfälle usw., sondern auch grosse  Massen, wie Fleisch usw., vollständig zerkocht  und keimfrei gemacht werden können.  



  Die der dickflüssig gewordenen Masse im  Gefäss 1 durch den Ventilator zugeführte  Frischluft wird in der Rohrschlange 6 durch  den im Mantel 4 befindlichen Dampf erhitzt  und gelangt nach Öffnen der Klappen 13  durch die Röhren 12 in das Koch- und Trocken  gefäss 1 und ergiesst sich in demselben un  mittelbar auf das zu behandelnde Gut und  tritt erst, nachdem sie auf dieses eingewirkt  hat, gemeinschaftlich mit den aufgenommenen  Wasserdämpfen durch den gegenüberliegenden  Abzugskanal $ aus.  



  Um dafür zu sorgen; dass die Temperatur  der in das Koch- und Trockengefäss einge  leiteten Luft geringer ist als jene des Gefäss  inhaltes, schliesst man nach Einschaltung der  Luftzufuhr und der dadurch bedingten     reich-          lichern    Bildung von     Kondenswasser    im Dampf  raum 4 das untere Ableitungsrohr<B>15</B> für das  Kondenswasser ab und     öffnet    das     Abschluss-          organ    16 eines Überlaufes. Es wirkt dann die    Luftschlange 6 als Kondensator, d. h. das  Kondenswasser sammelt sich nun reichlicher  im Dampfraum und erfüllt ihn nach und nach,  um schliesslich durch das     Abschlussorgan    16  überzulaufen.  



  Die Temperatur des Kondenswassers ist  niedriger als die des Dampfes, so dass die  durch die Luftschlange in den Koch- und  Trockenraum     eingepresste    Luft mit allmählich  fallender Temperatur auf das Trockengut wirkt.  



  Das Koch- und Trockengefäss kann hier  bei so ausgestaltet werden, dass eine     Abschei-          dung    des Fettes und Leimwassers von den  festen Bestandteilen während der Sterilisation  zu verarbeitender fetthaltiger Tierkörper und  Abfälle von Schlachthäusern, Wurst-, Fisch  konservenfabriken usw. herbeigeführt wird,  wobei Fett und Leimwasser gemeinschaftlich  während des Kochprozesses abgeführt und  ausserhalb des Koch- und Trockengefässes von  einander getrennt werden.

   Es ist bekannt,  in derartigen Kochgefässen einen Siebkorb so  einzubauen, dass der Innenraum des Gefässes  in zwei     übereinanderliegende    Abteilungen ge  teilt wird, wovon die eine die zu verarbeiten  den     Rohstoffe    aufnimmt, während in die andere  beim     Sterilisationsprozess    das Fett und     die-          Leimwasserbrühe.    abtropfen.

   Baut man in das  Koch- und Trockengefäss der eben     vorbe-          schriebenen    Einrichtungen einen solchen Sieb  korb ein, so würde beim     Trocknen    die durch  die Röhren 12 eingeführte, erwärmte Frisch  luft zunächst in diesen Siebkorb gelangen,  in welchem sich noch fetthaltige Reste des  Rohmaterials befinden, dessen Hauptbestand  teile vor dem Trocknen durch den Siebkorb  hindurch mittelst Rührwerkes oder dergleichen  in den untern Raum     geschafft    wurden. Da  nun die eintretende Luft geringere Temperatur  besitzt, wie der im Siebkorb befindliche Roh  stoffrest, so würde durch die erfolgte Abküh  lung eine teilweise Erstarrung des im Roh  stoff befindlichen Fettes stattfinden.

   Infolge  dessen würden sieh die     Öffnungen    des Sieb  korbes verstopfen, so dass nicht die gesamte,  zugeführte Menge der heissen Luft nach dem  Raum unterhalb des Siebkorbes gelangen  könnte, wo sie notwendig ist, um die Trock-           nung    des dort     befindlichen        Stoffes    herbeizu  führen. Auch der Abzug der Wrasen beim  Trockenvorgang würde durch die so herbei  geführte Verstopfung der Öffnungen des Sieb  korbes behindert werden.  



  Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung,  bei welchem dies vermieden ist, ist in       Fig.    7 im Vertikalschnitt, und in       Fig.    8 im Grundriss dargestellt.  



  Es bezeichnet 1 wiederum das Koch- und  Trockengefäss, welches mit einem Deckel 3,  Entleerungsventil 14, zwei     Lufteinlassventilen     13 und der Luft-     bezw.        Wrasenabzugsleitung    8  mit Schieber 22 versehen ist. Alle diese Ven  tile, sowie der Deckel und auch der Schieber  der     Wrasenabzugsleitung    ermöglichen einen  dichten Abschluss des Gefässes 1. Um das  letztere herum ist ein Dampfmantel 4 ange  ordnet. Am Mantel 4 ist eine untere     Kondens-          w        asserabflussleitung    15 und eine     obere        Kondens-          wasserabflussleitung    16 angeschlossen.

   Im In  nern des     Dampfraumes    4 ist ein Heizrohr  register 6 eingebaut, welches unten mit einem  auf der Zeichnung nicht ersichtlichen Venti  lator und oben mit zwei     Lufteinlassventilen     13 Verbindung hat.  



  23 ist ein in das Gefäss 1 eingebauter  Siebkorb, welcher das Gefäss in zwei über  einanderliegende Abteilungen teilt, die obere  Abteilung und den Sammelraum 24 zur Auf  nahme der zu verarbeitenden Rohmaterialien  und den Raum 25 unter dem Siebkorb. In  diesen letzteren Raum tropfen während des       Sterlisationsprozesses    Fett und Leimwasser  brühe ab. Durch die Lochungen des Sieb  korbes 23 wird ferner das Rohmaterial, wenn  es ganz ausgekocht und zerfallen ist, zwecks  Trocknung in den Raum 25     hindurchgepresst.     Beide Abteilungen sind behufs Zerkleinerung  des zu verarbeitenden Materials mit je einem  Rührwerk 2 irgend einer geeigneten Kon  struktion versehen.

   Beide Rührwerke sind auf  der gleichen vertikalen Welle     aufgekeilt,    die  mit Hilfe eines     Vorgeleges    angetrieben wird.  



  Die     Lufteinlassorgane    13 münden in einen  ringförmigen     Verteilkasten    26. Dieser ist mit  Röhren 27 versehen, welche in den untern  Raum 25 des Gefässes 1     reichen.       Ausserdem ist im Boden der Gefässab  teilung 25 noch eine     Ausflussöffnung    28, durch  welche die     Leimwasserbrühe    und das Fett in  einen     Schlammabscheider    29 und einen nicht  dargestellten     Fettabscheider    abfliessen können.

    Die     Öffnung    28 ist durch ein Ventil abschliess  bar, dessen Spindel 31 durch ein     Han        drad    30 be  tätigt werden     kann.    32 ist die Ableitungs  röhre für Fett und Leimwasser, während 33  eine     Zuführungsröhre    ist, mittelst welcher  Leimdampf oder auch Leimwasser wieder in  das Kochgefäss 1 zurückgeführt werden kann.  



  Die Wirkungsweise dieser Ausführungs  form der Einrichtung ist folgende:  Die in den Siebkorb 23 eingebrachten fett  haltigen     Rohstoffe    werden in der üblichen  Weise unter Dampfdruck mehrere Stunden  gekocht, indem man in den Dampfraum 4       hochgespannten    Dampf einlässt. Fett und  Leimwasser tropfen in den untern Raum 25  ab und fliessen durch die Leitung 32 nach  dem     Fettabscheider.    Hierbei kann Leimdampf  durch die Leitung 33 in das Gefäss 1 ge  leitet werden, um hier ständig auf das Ar  beitsgut einzuwirken.  



       Nachdem    der Rohstoff unter der Einwirkung  des Dampfes vollkommen zerfallen ist und  sich Fett und Leimwasser aus demselben aus  geschieden haben, setzt man das Rührwerk  in Betrieb, wodurch die zerfallene und zer  kleinerte Masse durch den Siebkorb hindurch  in den Raum 25 gepresst wird, um sich dort  mit dem gegebenenfalls eingeleiteten Leim  wasser zu vermischen und einzudicken. Gleich  zeitig mit der Betätigung des Rührwerkes       öffnet    man den in die     Wrasenabzugsleitung    8  eingebauten Schieber 22 und lässt die sich  entwickelnden Dämpfe etwa eine Stunde lang  durch die Leitung 8 austreten.

   Hierauf wird  mittelst des Ventilators durch das Rohrregister 6  erwärmte Frischluft nach     Öffnen    der Ventile  13 in die     Verteilkammer    26 eingeleitet. Die  erwärmte Frischluft tritt durch die     Röhren     27 in den Raum 25 ein, wirkt auf die dort  befindliche Masse und entweicht dann, mit  Feuchtigkeit gesättigt, durch die     Wrasenab-          zugsleitung    B. Der weitere Verlauf des Trocken-           hrozesses    ist gleich,, wie bei den     andern    Bei  spielen.  



  Eine Vereinfachung der eben geschilderten       Einrielitung        kann    noch dadurch     geschaffen     werden, dass unter Wegfall der obern     Koiidens-          wasserableitung    16 die     untre        Kondenswasser-          abflul.;

  r-öhre    15 mit einer     Regelvorrichtung    ver  sehen ist, welche das während des Koch- oder       Sterilisationsvorganges    im Dampfmantel ent  stehende Kondensat ganz     abfliessen    lässt, den  während des Trockenvorganges anfallenden  Mehrbetrag an Kondenswasser jedoch im       Dampfmantel    4 zurückhält.  



  Die     Wirkung    des sich so     iin        Dainpfinantel     ansammelnden Kondenswassers ist die gleiche,  wie oben beschrieben.  



  Die Regelvorrichtung kann zum Beispiel  aus einem Hahn mit langsam steigender  Spindel bestellen. Statt     dessen        kann    aber auch  die Grösse eines in die Kondenswasserleitung       einzubauenden    Kondenstopfes so gewählt wer  den, dass er zwar das während des Koch- und  Sterilisationsprozesses anfallende     Kondens-          jvasser    abführt, nicht aber den während des  Trockenprozesses sich ergebenden     3Iehrbetrag.  

Claims (1)

  1. PATENTAN SPRüCHE I. Verfahren zum Kochen und Trocknen or ganischer Stoffe, insbesondere von Schlacht hofabfällen und dergleichen, dadurch ge kennzeichnet, dass das Arbeitsgut in einem geschlossenen Gefäss zunächst durch die Einwirkung eines das Gefäss umgebenden Dampfmantels gekocht und nach Abnahme der Dampfentwicklung im Gefäss der Dampf zutritt in den Dampfmantel abgesperrt, und vorgewärmte Frischluft zwecks Trock- nens des Arbeitsgutes zugeführt wird.
    IL Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, mit einem zur Aufnahme des Arbeitsgutes dienenden, mit Ablassöffriung für das behandelte Gut, sowie einerDampfabzugsöffnung versehenen Gefäss, dadurch gekennzeichnet, dass das selbe von einem Dampfmantel umgeben ist und an seinem obern Teil mit einer Zu führungsleitung für vorgewärmte Frischluft in Verbindung steht. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass während der Zufüh rung der Frischluft in das Gefäss der das selbe umgebende Dampfmantel mit Kon denswasser gefüllt wird, das sich durch Wärmeabgabe des Dampfes an die durch den Dampfmantel hindurchgeführte Frisch luft bildet, um ein allmähliches Anfüllen des Dampfmantels mit Kondenswasser und dadurch ein allmähliches Fallen der Tempe ratur der in das Gefäss einziehenden Luft herbeizuführen. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der das Gefäss umgebende Dampfmantel von einem zweiten Dampfmantel und dieser von einem Luft- inantel umgeben ist, wobei der Luftmantel einerseits mit einem Ventilator, anderseits mit dein Gefäss unter Vermittlung mittelst von Ventilen abschlieAbaren Leitungen in Verbindung steht. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Luftzufüh- rungsleitung sich in das Innere des zur Aufnahme des Arbeitsgutes dienenden Ge fässes erstreckt und innerhalb des letzteren abwärts gebogen und hier mit einer Klappe versehen ist, welche von aussen mit Hilfe einer mit Handrad und Gewinde versehenen Ventilstange und eines Lenkers betätigt werden kann. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass im obern Teil des zur Aufnahme des Arbeitsgutes dienen den Gefässes ein Dampfsprührohr ange ordnet ist. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, mit in das zur Aufnahme des Arbeitsgutes dienende Gefäss eingebautem, dasselbe in zwei übereinander liegende Räume teilen dem Siebkorb, dadurch gekennzeichnet, dass Luftzuführungsleitungen in einen im obern Teil des Gefässes angeordneten Verteilraum münden, von welchem in den untern Raum reichende Röhren ausgehen. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Dampfmantel am untern Teil mit einer Kondenswasser- abflussrÖhre versehen ist, in welche eine Re gelungsvorrichtung eingeschaltet ist, welche ermöglicht, während des Koch- oder Steri lisationsvorganges irn Dampfmantel ent stehendes Kondensat abfliessen lassen und während des Trockenvorganges entstehen des Kondenswasser irn Dampfmantel zu rückhalten zu können. 7.
    Vorrichtung nach Unteranspruch G, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondenswasserab- flussröhre in einen Kondenstopf führt, dessen Grösse so bemessen ist, dass er zwar die Gesamtmenge des w ährend des Sterilisations- v organges anfallenden Kondenswassers auf nimmt, nicht aber den während des Troeken- vorganges entstehenden Mehrbetrag an Kondenswasser, so dass dieses aus dem Dampfmantel nicht ausfliessen kann.
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