CH95117A - Regelungsvorrichtung zur Steuerung eines Servomotors, bei welcher Hilfsmittel ein Steuerorgan für den Servomotor gegen dessen Mittellage drängen. - Google Patents

Regelungsvorrichtung zur Steuerung eines Servomotors, bei welcher Hilfsmittel ein Steuerorgan für den Servomotor gegen dessen Mittellage drängen.

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CH95117A
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Zoelly Heinrich
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Zoelly Heinrich
Gagg Anton
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    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
    • G05D13/34Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover with auxiliary non-electric power
    • G05D13/36Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover with auxiliary non-electric power using regulating devices with proportional band, i.e. P regulating devices
    • G05D13/38Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover with auxiliary non-electric power using regulating devices with proportional band, i.e. P regulating devices involving centrifugal governors of fly-weight type

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Description


  Regelungsvorrichtung zur Steuerung eines Servomotors, bei welcher Hilfsmittel  ein Steuerorgan für den Servomotor gegen dessen     Mittellage    drängen.    Die     Erfindung    betrifft eine Regelungsvor  richtung zur Steuerung eines Servomotors,  bei welcher Hilfsmittel ein Steuerorgan für  den Servomotor gegen seine Mittellage drängen,  und ist dadurch gekennzeichnet, dass die  Wirkung der das Steuerorgan gegen die  Mittellage zu drängen trachtenden Hilfsmittel  derart begrenzt ist, dass das Steuerorgan aus  seiner Mittellage um einen verhältnismässig  geringen Betrag aasgelenkt werden kann,  bevor die Hilfsmittel auf dasselbe zur Ein  wirkung kommen.  



       Regelungsvorichtungen    zur     Steuerung    eines  Servomotors, bei welchen ein     Steuerorgan     für den Servomotor durch besonders dafür  angeordnete Hilfsmittel, z. B. Federn oder  Gewichte, beständig gegen die Mittellage ge  drängt wird und nur unter Überwindung des  Widerstandes dieser Hilfsmittel aus der Mit  tellage aasgelenkt werden     kann,    sind zum Bei  spiel durch Schweizer Patent 88268 bekannt.  Bei solchen bereits bekannten Vorrichtungen  wird das Steuerorgan .durch ein von einem  Regler bewegtes Hilfsorgan, z. B. eine Pendel  muffe, unter Vermittlung eines Kataraktes    oder dergleichen, aus seiner Mittellage aas  gelenkt.

   Durch das     Zusammenwirken    dieses  Kataraktes und der auf das Steuerorgan ein  wirkenden Hilfsmittel wird dabei erreicht,  dass das Steuerorgan nur aasgelenkt wird,  wenn und so lange sich das vom Regler  bewegte Hilfsorgan mit einer gewissen  Mindestgeschwindigkeit bewegt, und dass es  selbsttätig in seine Mittellage zurückbewegt  wird, sobald die Geschwindigkeit des     Hilfs-          organes    unter die erwähnte Mindestgeschwin  digkeit sinkt. Das hat zur Folge,     dass,    wenn  es sich zum Beispiel um eine Steuerung eines  Servomotors für die Regelung einer Kraft  maschine handelt, jeder     Regelungsvorgang     selbsttätig unterbrochen wird, sobald die Be  schleunigung der Kraftmaschine unter ein  gewisses Mass sinkt.  



  Derartige Vorrichtungen bewirken zwar  in sehr vorteilhafter Weise eine Unterbrechung  der     Servomotorbewegung    im erforderlichen  und gewollten Augenblick, haben aber den  Nachteil, dass durch dieselben nicht ohne  weiteres eine durch den Regler bestimmte  eindeutige Lage des beweglichen Teiles des      Servomotors bewirkt wird, weil eben die Be  einflussung des Servomotors einzig und allein  von der Geschwindigkeit der Bewegurig des  Hilfsorganes, z. B. der     Pendelmuffe,    und nicht  von der Lage desselben abhängig ist.

   Man  hat deshalb schon, wie ebenfalls durch das  Schweizer Patent 88268 bekannt geworden  ist, diesem Übelstand dadurch begegnet, dass  neben der in der beschriebenen Weise wir  kenden Steuerung eine zweite, entsprechend  kleiner bemessene Steuerung angeordnet wurde,  welcher die Aufgabe zufällt, die erforderliche  oder gewünschte Abhängigkeit der Stellung  des beweglichen Teiles des Servomotors von       derjenigen    des Reglers zu sichern.

   Das Hin  zukommen einer zweiten Steuerung bedeutet  natürlich an sich schon einen Nachteil, wozu  noch kommt,     da1J    die zweite     Steuerung,    weil  nur von der Lage des Reglers abhängig, aus       bekannten        Gründen.    zu Schwingungen beim       Regelungsvorgang    führen kann.  



  Diesen Nachteilen begegnet, eine Vor  richtung nach vorliegender Erfindung. Eine  beispielsweise Ausführungsform der Erfindung  ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt,  und zwar zeigt:       Fig.    1 eine schematische Darstellung der  gesamten Steuerung, bei welcher ein hydrau  lischer     Servomotor,    der zur Regelung einer  Kraftmaschine dient, durch einen Fliehkraft  regler beeinflusst wird;       Fig.2    zeigt     eineEinzelheit        dieserSteuerung     in grösserem Massstab, und       Fig.    3 zeigt Diagramme, welche die Wir  kungsweise der Steuerung veranschaulichen.  1 bezeichnet einen     Servomotorzylinder,    in  welchem ein Kolben 2 beweglich ist.

   Letz  terer ist durch eine Kolbenstange 3 und  Laschen 4 mit einem Hebel 5 verbunden,  welcher die Bewegung des     Servomotorkolbens     2 auf eine     Hauptregulierwelle    6 überträgt,  von der aus in geeigneter Weise die Rege  lungsorgane der Kraftmaschine, z. B. ein       Dampfeiiilassventil,    bewegliche Leitschaufeln  oder dergleichen, betätigt werden. Die Druck  verteilung auf die beiden Seiten des Kolbens  2 wird durch einen Steuerschieber 7 beherrscht,  der in eitlem Gehäuse 8 beweglich angeord-         net    ist, und am Rande Nuten 40 aufweist.  Der Schieber 7 bildet das Steuerorgan für  den Servomotor 1, 2.

   Das Gehäuse 8 erhält  Druckflüssigkeit     durch    eine Leitung 9, wäh  rend Stutzen 10 und 11 zur Ableitung der  verbrauchten Druckflüssigkeit     dienen.        Iin     Gehäuse 8 vorgesehene Ringkanäle 12 und  13 sind durch Leitungen 14 und 15 mit dem  Raum 11     bezw.    1  des Zylinders 1     verbunden.     Der     Steuerschieber    7 ist durch eine Verbin  dungsstange 16 starr mit dem Gehäuse 17  eines     Kataraktes    verbunden, dessen Kolben  18 durch eine Stange 19 an das äussere Ende  20 eines Steuerhebels 21     angelenkt    ist,

   der  um einen festen Drehzapfen 22 beweglich  ist und unter     Vermittlung    einer     Muffe    24  von einem     Fliehkraftregler    25 bewegt werden       kann.    Letzterer wird in     bekannter,    nicht ge  zeigter Weise von der Kraftmaschine aus  angetrieben.  



  Die Verbindungsstange 16 besitzt einen  abgesetzten Teil 26     (Fig.    2),     welcher    an  beiden Enden durch die Anschläge 27 und  28 begrenzt ist. Innerhalb der Verengung 26  befinden sieh zwei Teller 30 und 31, zwischen  welchen eine Feder 32 eingespannt ist. Durch  die     Spanung    dieser Feder 32 werden die  Teller 30 und 31 für gewöhnlich gegen An  schlagflächen 33 und 34 am Steuerschieber  gehäuse 8 gepresst.

   In der     Mittelstellung    des  Steuerschiebers 7 besteht zwischen dem An  schlag 27 und dem Teller 30 einerseits, so  wie zwischen dein Anschlag 28 und dem  Teller 31 anderseits ein geringes Spiel     (Fig.    2),  um dessen Betrag der Steuerschieber 7 nach  oben oder unten bewegt werden kann, ohne  dass ein Widerstand der Feder 32 zu über  winden ist.  



  Im     Kataraktgehäuse    17 sind Federn 91,  43 angeordnet, welche sich einerseits am  obern     bezw.    untern Boden des Gehäuses 17,  anderseits an einem Ring 35     bezw.    36 ab  stützen. Die Ringe 35, 36 liegen, wenn der  Kolben 18 mit Bezug auf das Gehäuse 17  in der     .Mittelstellung    sich befindet, auf durch  eine Verengung 42 des Gehäuses 17 gebil  deten Anschlägen auf, so dass der Katarakt  kolben<B>18</B> in der     genannten    Mittelstellung      gegenüber dem Gehäuse 17 festhalten wird.  Die Spannung dieser Federn 41, 43 ist etwas  geringer, als diejenige der Feder 32.

   Im       Kataraktkolben    18 ist eine kleine Bohrung 37  vorhanden, durch welche die     Kataraktflüssig-          keit    von einer Seite des Kolbens 18 auf die  andere gelangen kann.  



  Die Wirkungsweise der     beschriebenen     Vorrichtung sei nunmehr anhand der Fi  guren erklärt. In     Fig.    3 sind als Abszissen  von links nach rechts die Zeit t des     Regulier-          vorgaiiges,    als Ordinaten einmal die     Öffnung     o der     Haupteinlassorgane    der Kraftmaschine,  sodann die     Umlaufszahl    n dieser Maschine  aufgetragen.

   Bis zur Zeit     t1    herrsche ein  Beharrungszustand mit einer Öffnung     o1    der       Haupteinlassorgane    und der     Urinlaufszahl        n1.     Zur Zeit     t1    werde dieser Beharrungszustand  der Maschine infolge einer Entlastung der  letzteren unterbrochen. Es tritt infolgedessen  augenblicklich eine Beschleunigung der Ma  schine auf.     E    s hebt sich daher die     Muffe    24  des     Fliehkraftreglers    25 und der Hebel 21.  wird angehoben, wobei er sich um seinen  Drehzapfen 22 bewegt.

   Im Beginne der Auf  wärtsbewegung des Hebels 21, wobei er ver  mittelst der Stange 19 den     Kataraktkolben     18 mitnimmt, wird infolge der Spannung  der obern Feder 41 im Katarakt das     Kata-          raktgehäuse    17 samt dem damit verbundenen  Steuerschieber 7 ebenfalls angehoben.

   Sobald  jedoch der Anschlag 28 am Teller 31 zum  Anliegen kommt, kann eine Weiterbewegung  des Steuerschiebers 7 nach oben nur unter  Überwindung der     Spanuung    der Feder 32  erfolgen, also nur dann, wenn über dem       Kataraktkolben    18 ein Druck herrscht, der  zusammen mit der Spannung der obern Feder  41 eine     Verstellkraft    ergibt, die grösser ist, als  der infolge Spannung der Feder 32 entste  hende und der     Auslenkung    des Schiebers 7  entgegenwirkende Widerstand. Nun ist der  Druck über dem     Kataraktkolben    18. einzig  und allein abhängig von der Geschwindigkeit,  mit welcher der Kolben 18 sich im Gehäuse  17 nach aufwärts bewegt.

   Je grösser diese  Geschwindigkeit, ein desto höherer Druck ist  natürlich erforderlich, um die verdrängte         Kataraktflüssigkeit    durch die Bohrung 37 im  Kolben 18 zu pressen. Sobald die Geschwin  digkeit, mit welcher sich der Kolben 18 auf  wärts bewegt, unter ein gewisses Mass sinkt,  wird der Druck über dem Kolben 18 so ge  ring werden, dass der Steuerschieber.7 unter  dem Einfluss der Feder 32 nach unten, das  heisst gegen seine Mittellage hin, zurückge  drängt wird. Durch geeignete Wahl der  Federspannungen und des Durchmessers. der  Bohrung 37 im Kolben 18 hat man es in  der Hand, dieses Zurückdrängen des Steuer  schiebers 7 im gewollten Augenblicke zu  bewirken.

   Zweckmässig wird mau die Ver  hältnisse so wählen, dass der Steuerschieber 7  von der Zeit     ti    bis zur Zeit t2     (Fig.    3) voll  ständig     ausgelenkt    bleibt und etwa zur Zeit  t2, zu welcher die Geschwindigkeit der Auf  wärtsbewegung des Kolbens 18 schon wesent  lich abgenommen hat, zurückzugehen beginnt,  und wiederum annähernd in, seiner Mittellage  ist, wenn der Scheitelpunkt     n3    der     n-Kurve     erreicht ist, was zur Zeit     ts    der Fall ist.

    Unter dem Einfluss der Steuerung ist während  der Zeit von     t1    bis     1s    Druckflüssigkeit der  rechten Seite- des Servomotors 1, 2, das heisst  dem Raum 11 zugeführt worden, während  gleichzeitig der Raum 12 mit dem Ablauf  verbunden gewesen ist. Infolgedessen hat  sich der Kolben 2 von rechts nach links ver  schoben und dadurch die Öffnung der Haupt  einlassorgane der Maschine vom Betrag     o1     auf den Betrag os verringert. Zur Zeit     ts     findet keine Beschleunigung der Maschine mehr  statt und die Maschine läuft, wenigstens  unter gewissen Voraussetzungen, mit der  richtigen, der neuen Belastung entsprechen  den Füllung, doch ist die Umdrehungszahl n  derselben augenblicklich noch zu hoch.  



  Der Steuerschieber 7 ist, wie oben erklärt  wurde, beim Aufhören der Beschleunigung  der Maschine unter dem Einfluss der Feder  32 nach unten zurückgegangen und die rasche  Bewegung des Kolbens 2 nach links ist  unterbrochen worden. Der Steuerschieber 7  geht aber unter dem Einfluss der Feder 32  nur so weit nach unten zurück, bis der  Teller 31 am Anschlag 34 des Gehäuses 7      zurr Aufsitzen kommt. Der Steuerschieber 7  bleibt dann unter dem Einfluss der gespannten  obern Feder 41 im Katarakt 17, 18 um den  geringen Betrag des Spieles, das in der Mittel  stellung des Steuerschiebers 7 zwischen dem  Absatz 28 der Verbindungsstange 16 und  dem Teller 31 vorhanden ist, nach oben  verschoben.

   Hierdurch bleiben die an den  untern Rändern des Steuerschiebers 7 ange  brachten Nuten 40 noch in Wirkung, und  der Kolben 2 wird ganz langsam weiter im  Sinne der Verringerung der Maschinenfüllung  nach links bewegt. Als Folge     hievon    ergibt  sich ein Abnehmen der Geschwindigkeit, wo  durch in durch das Schweizer Patent 72769  bekannter Weise kurz nach dem Überschreiten  des Gipfelpunktes     yt-I    der     n-Kurve,    z. B. zur  Zeit     1s,    der Steuerschieber 7 auch um den  geringen Betrag, den er nach dem Zurück  gehen unter dem Einfluss der Feder 32 noch  nach oben verschoben war, zurückgestellt,  das heisst in seine genaue Mittellage zurück  geführt wird, was die vollständige Unter  brechung der Schliessbewegung des Kolbens 2  bewirkt.

   Die Zurückführung auf die Ge  schwindigkeit     ni    erfolgt hierauf in der im  genannten Patent beschriebenen Weise.  



  Wenn die     Umlaufszahl    der Maschine zum  Beispiel infolge einer Belastungszunahme ab  nimmt, vollzieht sich sinngemäss der Rege  lungsvorgang im umgekehrten Sinne.    Die Regelungsvorrichtung kann in bau  licher Hinsicht Veränderungen unterworfen  werden, ohne dass dadurch das Wesen der  Erfindung berührt wird. So kann zum Bei  spiel dafür gesorgt werden, dass auf jeden  der Teller 30, 31 eine besondere Feder ein  wirkt, in welchem Falle dann zwischen  diesen Tellern ein mit der Verbindungsstange  16 fest verbundenes Glied anzubringen ist.  



  Die     Hauptregulierwelle    6 kann selbstver  ständlich ganz beliebige Organe beeinflussen,  so unter anderem auch solche, welche zur  Dämpfung schwingender Bewegungen von  Körpern; zum Beispiel der     Rollbewegungen     von Schiffen dienen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Regelungsvorrichtung zur Steuerung eines Servomotors, bei welcher Hilfsmittel ein Steuerorgan für den Servomotor gegen dessen Mittellage drängen, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung dieser Hilfsmittel derart begrenzt ist, dass das Steuerorgan aus seiner Mittellage um einen verhältnismässig geringen Betrag bewegt werden kann, bevor die Hilfs mittel auf dasselbe zur Einwirkung kommen.
CH95117D 1921-01-11 1921-01-11 Regelungsvorrichtung zur Steuerung eines Servomotors, bei welcher Hilfsmittel ein Steuerorgan für den Servomotor gegen dessen Mittellage drängen. CH95117A (de)

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