CH96385A - Glühkathoden-Röntgenröhre. - Google Patents

Glühkathoden-Röntgenröhre.

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CH96385A
CH96385A CH96385DA CH96385A CH 96385 A CH96385 A CH 96385A CH 96385D A CH96385D A CH 96385DA CH 96385 A CH96385 A CH 96385A
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cathode
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tubes
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C H F Mueller In Hambur Luzern
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C H F Mueller In Hamburg Zweig
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      Glühkathoden-Röntgenröhre.       Wenn die Strahlen einer Röntgenröhre  zur Bilderzeugung dienen sollen, ist die Er  zielung einer nahezu punktförmigen     Brenn-          fläche    erforderlich, sollen sie dagegen zur  Bestrahlung dienen, so ist eine solche Fläche  in Form eines schärferen Brennfleckes ent  behrlich. Aus dieser bekannten Erkenntnis  ist bisher in der Röntgentechnik nicht die  Folgerung gezogen, dass Bestrahlungsröhren  gegenüber     Bilderzeugungsröhren    nach voll  kommen verschiedenen Grundsätzen gebaut  werden können. Bisher sind die Elektroden  beider Arten von Röhren im wesentlichen  nach gleichen Gesichtspunkten gebaut.

   Stets  ist das     Kathodenstrahlbündel    ziemlich eng  begrenzt und die     ausnutzbare    Antikathoden  fläche höchstens einige     Quadratcentimeter     gross. Bei Bestrahlungsröhren wurde aller  dings durch Änderung des Abstandes zwi  schen Kathode und Antikathode oder durch  Änderung der Krümmung der als Hohlspiegel  ausgebildeten Kathode ein grösserer Teil der  zur Verfügung stehenden     Antikathodenfläche          zürch    Strahlenerzeugung herangezogen, um    hierdurch wenigstens die spezifische Belastung  des Brennfleckes möglichst zu. verringern.

    Aber auch in diesem Falle wird die ganze  Energie des     Kathodenstrahlbündels    auf eine  verhältnismässig kleine Fläche der Antikathode  konzentriert, an der infolgedessen eine starke  Anhäufung von Wärme stattfindet, weil sich  der grösste Teil der Energie in Wärme um  wandelt. Das Abführen der grossen Wärme  mengen von der unzugänglichen Antikathode  bereitet praktisch grosse Schwierigkeiten, so  dass bald eine Grenze erreicht wird, über die  hinaus die Belastung der Röhre nicht ge  steigert werden darf.  



  Die Erfindung bezweckt, eine von den  bisherigen Bestrahlungsröhren grundsätzlich  abweichende     Bauartvon        Glühkathodenröntgen-          röhren    zu schaffen, die eine fast unbegrenzte  Steigerung der Belastungsfähigkeit zulässt.  Die Erfindung besteht im wesentlichen darin,  dass durch die Anwendung einer Glüh  kathode grössere     Längenausdehnung    und einer  oder mehrerer nebeneinander zu ihr angeord  neter, grossflächiger Anoden ausgedehnte      Elektronenquellen     geschaffen    und nutzbar ge  macht werden können.

   Bei der praktischen  Ausführung derartiger Röntgenröhren sind die  in der Schwingungstechnik für den Bau  hochbelasteter Schwingungsröhren bekannten  Grundsätze bezüglich der räumlichen Anord  nung der Elektroden und ihrer stofflichen       Beschaffenheit    zu beachten. Demgemäss sind  Anoden aus Metall hohen Atomgewichts       (Tantal,    Wolfram, Uran, Platin, Gold usw.)  zu verwenden, ferner sind die Elektroden so  anzuordnen, dass der Strahlenaustritt nicht  behindert wird, und schliesslich sind die Aus  trittsstellen der     Elektrodenzuleitungen    in einer  der hohen Betriebsspannung     hngepassten    Ent  fernung anzuordnen.  



  Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungs  formen des Erfindungsgegenstandes darge  stellt, und zwar     zeigt        Fig.    1 eine     Glühkatho-          denröntgenröhre    in senkrechtem Schnitt mit  ihrer Schaltung und     Fig.    2 einen Schnitt  nach der Linie     A-B    der     Fig.    1, während       Fig.    3 die teilweise Ansicht einer in senk  rechtem Schnitt dargestellten andern Aus  führungsform der     Glühkathoden-Röntgenröhre     veranschaulicht.  



  Bei der in     Fig.    1 beispielsweise darge  stellten Röhre besteht die Glühkathode 1  aus einem gabelförmigen Draht, der mit  seinem obern Ende an einer von den Halte  drähten 2 getragenen Schraubenfeder 3 auf  gehängt und an seinen untern Enden mit  den Stromzuleitungen 4 und 5 verbunden ist.  Über die Haltedrähte 2 ist ein Drahtnetz 6  gewickelt, das die Aufgabe hat, die bei dem  Betriebe mit hohen Spannungen auftretenden  starken elektrischen Anziehungskräfte von  dem Glühdraht 1 abzuhalten. Das Netz 6  kann bei richtigen Abmessungen auch als  Steuerelektrode dienen und ferner, ohne be  sondere Steuerspannung, zur Homogenisierung  der Kathodenstrahlen beitragen. Das untere  Ende der Haltedrähte 2 ist mit den Stegen  7 an dem obern Ende der Metallhülse 8 be  festigt, die auf dem mit der Röhre ver  schmolzenen Glasrohre 9 sitzt.

   Durch das  obere verstärkte Ende 10 des Rohres 9 sind    die Stromzuleitungen 4, 5 in dem erforder  lichen     Abstande    isoliert hindurchgeführt.  



  Neben dem     Glühdraht    1 sind in Rich  tung seiner Länge mit Abstand zwei Anoden  11 angeordnet, die aus Blechen schwer  schmelzbaren     Metalles    hohen Atomgewichtes  bestehen und an ihren obern Enden mit den  Streben 12 der auf dem Glasrohr 13 sitzen  den Metallhülse 14 verbunden sind. Durch  das verstärkte Ende 15 des Rohres 13 ist  die an die Metallhülse 14 angelegte Strom  zuleitung 16 isoliert hindurchgeführt.  



  Die Zuleitungen 4, 5 des     Glühdrahtes    1  sind mit den Polen der Heizbatterie 17 ver  bunden. Zwischen den Zuleitungen 4 und 5  einerseits und der Zuleitung 16 anderseits  ist ein     Hochspannungserzeuger    18 geeigneter  Bauart eingeschaltet.  



  Die     plattenförmigen    Anoden 11 sind unter  einem Winkel so     gegeneinaiidergestellt,    dass  der von ihren Flächen umschlossene Raum  sich in Richtung des zu bestrahlenden Ob  jektes erweitert     (Fig.    2).  



  Bei der in     Fig.    3 dargestellten Ausfüh  rungsform der Röhre besteht die Anode 19  aus einem     kegelstumpfförmigen    Blechmantel  schwer schmelzbaren     Metalles    hohen Atom  gewichtes, der den in der oben beschriebenen  Weise angeordneten     Glühdraht    20 mit Ab  stand umgibt. Hierbei erfolgt der Strahlen  austritt in Richtung der Kegelerweiterung.  Die Anode 19 wird von einer seitlich ange  ordneten Stange 21 gehalten, die in einem  Seitenansatz 22 der Röhre gelagert und mit  der Stromzuleitung 23 verbunden ist.  



  Bei der beschriebenen Bauart von Röntgen  röhren können ohne betriebstechnische Schwie  rigkeiten Anoden von sehr beträchtlicher  Grösse Verwendung     finden,    die z. B. 50-100  qcm strahlende Fläche bilden. Da jeder       Quadratcentimeter    bei der zulässigen     Tem-.          peratur    von etwa 20000 C 40 Watt auszu  strahlen     vermag,    ergeben sich Belastungs  möglichkeiten einer Anode von 2-4     KW.     



  Ferner fällt bei den vorliegenden Röhren  die Notwendigkeit weg, die Kathodenstrahlen  durch Sammelvorrichtungen zusammenzu  halten, da die Anordnung des     C1lühdrahtes         innerhalb der Anoden das Abirren von Ka  thodenstrahlen unmöglich macht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Glühkathoden-Röntgenröhre, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Glühkathode grösserer Längenausdehnung und mindestens eine gross flächige Anode nebeneinanderliegend ange ordnet sind. UNTERANSPRüCHE: 1. Glühkathoden-Röntgenröhre nach Patent anspruch, gekennzeichnet durch zwei bei derseits der Glühkathode einander gegen überliegende, grossflächige Anoden. 2. Glühkathoden-Röntgenröhre nach Patent anspruch, gekennzeichnet durch eine die Glühkathode mit Abstand umgebende, rohrförmige Anode.
CH96385D 1920-04-19 1921-03-30 Glühkathoden-Röntgenröhre. CH96385A (de)

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