CH167295A - Entladungsgefäss mit Glühkathode und Gas- oder Dampffüllung, insbesondere mit Steuergitter. - Google Patents

Entladungsgefäss mit Glühkathode und Gas- oder Dampffüllung, insbesondere mit Steuergitter.

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CH167295A
CH167295A CH167295DA CH167295A CH 167295 A CH167295 A CH 167295A CH 167295D A CH167295D A CH 167295DA CH 167295 A CH167295 A CH 167295A
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CH
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Entladungsgefäss mit Glühkathode und Gas- oder Dampffüllung, insbesondere  mit Steuergitter.    Die Erfindung betrifft ein Entladungs  gefäss mit Glühkathode und Gas- oder Dampf  füllung, insbesondere mit Steuergitter. Sol  che Entladungsgefässe, in denen zwischen  Anode und Kathode eine     lichtbogenähnliche     Entladung     stattfindet,    sind geeignet, grosse  Stromstärken zu führen     bezw.    zu übertragen.  Mit Hilfe eines Steuergitters kann das Ein  setzen der     lichtbogenähnlichen    Entladung  zwischen Anode und Glühkathode gesteuert  werden. Für grosse Stromstärken sind Ka  thoden von beträchtlicher Grösse und Gewicht  erforderlich.

   Es werden vorteilhaft für diese  Zwecke indirekt geheizte Kathoden benutzt,  die eine grosse, elektronenemittierende Fläche  besitzen. Es ist dabei schwierig, diese schwe  ren Kathoden in dem Entladungsgefäss mit  Hilfe ihrer starken Stromzuführungen zu be  festigen, insbesondere, da diese verhältnis  mässig sehr lang sein müssen, einmal, um das  Glas nicht in nachteiliger Weise der Erwär  mung auszusetzen, und zum andern, um zu    erreichen, dass die Glühkathode und im we  sentlichen auch die gesamte Entladungsbahn  zwischen     Glühkathode    und Anode so ange  ordnet sind, dass     Aufladungen    der Gefässwand  nicht in störender Weise auf die Entladung       bezw.    das Einsetzen derselben einwirken kön  nen.

   Wird die Kathode von den langen, in  den Kathodenfuss eingeschmolzenen     Stromzu-          führungen    getragen, so besteht die Gefahr,  dass beim Transport oder aber auch schon bei  Erschütterungen durch sehr kleine Bewegun  gen, die die Kathode ausführt, erhebliche  Kräfte und insbesondere     Biegungsmomente     auf die     Einschmelzstellen    übertragen werden.

    Es kommt aber auch deshalb auf eine mög  lichst stabile Befestigung der Kathode an,  weil verhältnismässig geringe Bewegungen  und damit verbundene     Lagenänderungen    zwi  schen Kathode und Anode und gegebenen  falls Steuergitter unter Umständen die Eigen  schaften des     Entladungsgefässes,    die Ent  ladungsverhältnisse, unverhältnismässig stark      verändert. Diesen Verhältnissen wird durch  die Erfindung in vorteilhafter Weise Rech  nung getragen.  



  Gemäss der Erfindung wird die Einrich  tung so getroffen, dass der kugelartige Teil 1  des Entladungsgefässes, in dem sich die aus  mehrere Hohlräume     miteinander        bildenden     Flächen bestehende, von     Wärmeschirmzylin-          dern    umgebene, indirekt geheizte Kathode be  findet, mit zwei Glashälsen versehen ist, von  denen der eine die Kathode und der andere  die Anode trägt, und dass die mit den       Wärmeschirmzylindern    zu einer baulichen  Einheit vereinigte Kathode von     mittelst    einer  Schelle auf der     Einstülpung    des Kathoden  Glashalses befestigten     Stützstreben    getragen  wird,

   während sie mit ihren in den Quetsch  fuss des Glashalses eingeschmolzenen Strom  zuführungen dagegen durch nachgiebige Ver  bindungsstücke     verbunden    ist.  



       Fig.    1 zeigt ein     Ausführungsbeispiel    des       erfindungsgemässenEntladungsgefässes;        Fig.2     zeigt einen Teil der Kathode;     Fig.    3 zeigt  einen vergrösserten Schnitt durch den Anoden  teil des Entladungsgefässes.  



  In der     Fig.    1 ist 1 die Wand des Ent  ladungsgefässes. Dieses Entladungsgefäss en  digt in nach innen führenden Füssen 2 und 3.  Der untere Fuss 3 ist mittelst der Verschmel  zung 4 geschlossen. Der obere Fuss 2 trägt  in der     Mitte    eine enge,     rückwärtsführende     Röhre 5, die am Ende offen ist. Etwa in  der Mitte zwischen dem     innern    Ende des Fu  sses 2 und der Stelle, an der er mit der Um  hüllung verschmolzen ist, befindet sich eine  Querwand 6 aus Glas, die ein Rohr 7 trägt,  das am     obern    Ende geschlossen ist.  



       In    das Rohr 7 ist ein starrer, elektrischer  Leiter eingeschmolzen, der ziemlich lose durch  die     Offnung    des Rohres 5     hindurchführt    und  an eine geeignete Anode angeschlossen ist.  Der starre Leiter '8 ist an einem beweglichen  Leiter 10 angeschlossen, der ihn mit einem  äussern Stromkreis verbindet.  



  Das Steuergitter besitzt die Form     eines     durchbohrten Zylinders 11, der an seinem    untern Ende geschlossen ist und dadurch in  seiner Stellung festgehalten wird, dass er     mit-          telst    eines Metallgliedes 1<B>2</B> an dem Fuss  befestigt ist. Eine Stromzuführung 13 führt  von dem Gitter durch einen Fuss 14, der das  äussere Ende eines seitlich gerichteten Glas  rohres 15 schliesst. Um die     Zündspannung    des  Entladungsgefässes herabzusetzen, befinden  sich auf dem untern Ende des Gitters metal  lische     F'ortsätze    16, und diese     Fortsätze    tra  gen einen Zündring 17.

   Die Kathode 18 be  sitzt eine Heizvorrichtung der gewöhnlichen  Form (nicht gezeichnet), von der in der     Fig.    2  nur eine     Zuleitung    zu sehen ist, und über  diese     Heizvorrichtung    (zweckmässig davon  isoliert) ist eine Mehrzahl starrer     Scheiben    20  geschoben.

   Diese Scheiben sind in üblicher  Weise mit einem Elektronen emittierenden  Material, beispielsweise     Bariumkarbonat,    be  deckt,     iim    die zum     Elektrizitätstransport     durch das Entladungsgefäss     notwendige    Elek  tronenmenge hervorzubringen. Über den  Scheiben sind ein oder mehrere Wärmeschil  der 21 befestigt, die, um den Austritt der  Elektronen und den     Eintritt    der positiven  Ionen zu ermöglichen, durchbohrt sind. Das  obere Ende dieser Schilde ist durch eine kreis=       förmige    Platte 22 geschlossen, die als Träger  für das eine Ende der     innern        Heizvorrichtung     dient (nicht gezeichnet).

   Das untere Ende der  Kathode ist durch drei oder mehrere Wärme  schilde 20' geschlossen, die am Rande senk  recht abstehende Flanschen besitzen, die an  der innern Oberfläche der zugehörigen  Wärmeschilde 21 befestigt sind.  



  Diese Kathode besitzt eine beträchtliche  Menge Metall und ist aus diesem Grunde  sehr schwer, insbesondere bei grösseren     Ent-          ladungsgefäss'en.    Um die Kathode in dem Ent  ladungsgefäss zu befestigen, wird ein starres  Gerüst<B>23</B> benutzt, das aus     U-förmigen        Metall-          streben    besteht, die vorzugsweise durch  Schweissen auf der Oberfläche des äussersten  Wärmeschildes 21 und an einem Metallband  24 befestigt sind. In der     Fig.    1 sind drei  Streben von gleichem Abstände als Träger  der Kathode dargestellt; doch kann ihre Zahl  je nach Bedarf entsprechend dem Gewicht      und der Grösse der Kathode geändert werden.  Der Ring 24 ist über den Fuss 3 geschoben.

    Dieser Ring muss genügend breit sein und  mit grosser Oberfläche auf dem Fuss auf  liegen. Zwischen der Kathode und dem Ring  24 werden zweckmässig zwei oder mehr  Wärmeschilder 25 an dem Gerüst 23 be  festigt, um die Verschmelzung des Fusses 3  gegen die Wärmestrahlung des     untern    Endes  der Kathode zu schützen. Der Heizstrom wird  durch ein bewegliches, mehradriges Kabel 19,  an dem die starre Einführung 29 befestigt  ist, zugeleitet. Diese Einführung 29 ist in  die Verschmelzung 4 eingeschmolzen und en  digt in ein biegsames Kabel 30. Das andere  Ende (nicht gezeichnet) der Heizvorrichtung  ist an die obere Kappe 22 angeschlossen, so  dass der Kathoden- oder Arbeitsstrom teil  weise ebenfalls als Heizstrom dient.

   Der Ar  beitsstrom wird der Kathode durch zwei  biegsame, mehradrige Kabel 26 zugeführt,  die parallel geschaltet sind und zu den star  ren Einführungen 27 führen. Diese Einfüh  rungen 27 sind ebenfalls in die Verschmel  zung 4 eingeschmolzen und führen zu bieg  samen Kabeln 28.    Die schwere Kathode, deren Gewicht von       1/2    kg bei kleinen Entladungsgefässen bis zu  5 kg und mehr bei den grösseren Entladungs  gefässen steigen kann, wird durch das Gerüst  starr an ihrer Stelle festgehalten und     die     mechanische     Beanspruchung    der Stromzu  führung ist durch die Stützeinrichtung auf  ein Minimum herabgesetzt.

   Die Tatsache,       da.ss    die Einführungen 19 und 26 beweg  lich sind,     bewirkt,    dass das Kathoden  gewicht     keinerlei    Einfluss auf die     starren     Leiter 27 und 29 hat und die Verglasungen  daher nicht     beansprueht    werden. Die     Form     des Rohres 5 verhindert ausserdem     einen     Angriff der     Entladung    auf den     in    dem Fuss 7  eingeschmolzenen Leiter 8, so dass auch an  dieser Stelle ein Springen des     Glases    ver  hindert wird.  



  Die beschriebene Einrichtung findet vor  zugsweise Verwendung in elektrostatisch  gesteuerten, gasgefüllten Entladungsgefässen,    die ein     ionisierbares    Gas enthalten, zum Bei  spiel inaktive Gase oder Dämpfe. Wie be  reits dargelegt, ist der     Druck    des Gases oder  Dampfes derart gewählt, dass das Entladungs  gefäss hohe Stromstärken übertragen kann  und die Zündung der Entladungen durch das  Steuerglied 16 bewirkt wird. An die Anode  wird im allgemeinen Wechselspannung ge  legt, um die Entladung stets bei Beginn jeder  Phase unter den Einfluss des Gitters zu be  kommen.

   Die Halterung der Kathode     mit-          telst    des Gerüstes 23 hält die Kathode fest  in ihrer Stellung, selbst wenn     zwischen    ihr  und der Stromzuführung ein grösserer Ab  stand ist, .so dass die Charakteristik des Ent  ladungsgefä3es stets reproduzierbar ist.  Da im Glas an den Enden des Entladungs  gefässes keine innern     Spannungen    vorhanden  sind, wird durch die beschriebene Einrich  tung der     Entladungsgefässe    die     Lebensdauer     wesentlich gesteigert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Entladungsgefäss mit Glühkathode und Gas- oder Dampffüllung, insbesondere mit Steuergitter, dadurch gekennzeichnet, dass der kugelartige Teil (1) des Entladungs gefässes, in dem sich die aus mehrere Hohl räume miteinander bildenden Flächen be stehende, von @Värmeschirmzylindern um gebene, indirekt geheizte Kathode befindet, mit zwei Glashälsen versehen ist, von de nen der eine die Kathode und der andere die Anode trägt,
    und dass die mit den Wärme- schirmzylindern zu einer baulichen Ein heit vereinigte Kathode von mittelst einer Schelle auf der Einstülpung des Kathoden glashalses befestigten Stützstreben (23) ge tragen wird, während sie mit ihren in den Quetschfuss des Glashalses eingeschmolze nen Stromzuführungen (27) dagegen durch nachgiebige Verbindungsstücke (26) verbun den ist. UNTERANSPRttCHE 1. Entladungsgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuer gitter die Anode umgibt. 2.
    Entladungsgefäss nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das auf einem zylindrischen Glasfortsatz (2) des Anodenglashalses mittelst einer .Schelle befestigte zylindrische Steuergitter in den kugelartigen Teil (1) des Entladungs gefässes fortgesetzt ist.
CH167295D 1931-02-25 1932-02-22 Entladungsgefäss mit Glühkathode und Gas- oder Dampffüllung, insbesondere mit Steuergitter. CH167295A (de)

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