CH99231A - Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Torf. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Torf.

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CH99231A
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Moeller Julius
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10FDRYING OR WORKING-UP OF PEAT
    • C10F5/00Drying or de-watering peat

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description


      Yerfahren    und Einrichtung zur Behandlung von Torf.    Die bisher übliche Methode zur     Gewin-          nun   <B>g</B> von Torf besteht bekanntlich darin,     dass     der aus dem Moor 'in Form von     SoJen        ge-          ,l          stoeliene,    rohe Torf     'j.uf    dem Felde oder in  hierzu eingerichteten offenen Schuppen     ge-          frocknet    wird.

   Dieses     Trocknungsverfahren          hann    aber nur     während:,den    warmen Sommer  monaten benützt werden und beansprucht  sehr viel Raum und Zeit. Aus diesem Grunde  ist die Verwendung. von Torf eine sehr be  schränkte gewesen. Der Grund, weshalb es  so schwierig ist, rohen Torf das ganze Jahr  hindurch zu benützen, liegt darin,     dass    der  selbe<B>80</B> bis<B>90</B>     '/o    Wasser     enth#Llt,    zu dessen  Entfernung auf rein mechanischem Wege so  kostspielige Einrichtungen und ein so grosser  Aufwand an Arbeit erforderlich wären,     dass     der praktische Wert des getrockneten Torfes  ,die Ausgaben zur Gewinnung desselben nicht  aufwiegen würde.

   Der     Torf"ist    aber für die  Verwendung zur Gaserzeugung erst     benütz-          bar,    nachdem er einem     Trocknungsprozess     genügend unterworfen worden ist.  



  Z weck der vorliegenden Erfindung ist  nun, Torf auf künstlichem Wege in 'kurzer  Zeit zu trocknen. Nach dem Verfahren ge-         mäss    Erfindung wird Torf in Hohlkörper  geformt und bis zur     Erlangung,des    gewünsch  ten     Tracknungsgrades    in mindestens einem  Arbeitsgang einer steigenden Wärmeeinwir  kung unterworfen.  



  Ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens  ist im Nachstehenden beschrieben in Verbin  dung mit einer Einrichtung, die auf der  Zeichnung in einer beispielsweisen Ausfüh  rungsform dargestellt ist.  



       Fig.   <B>1</B> zeigt dieselbe, schematisch, teil  weise in Seitenansicht, teilweise im Vertikal  schnitt;       Fig.    2 ist eine Seitenansicht der linken  Hälfte in     Fig.   <B>1</B> von rechts;       Fig.   <B>3</B> ist ein Längsschnitt durch eine  Vorrichtung, mittelst     wel-eher    Torf in Hohl  körper geformt wird, und       Fig.    4 eine     Endansicht    der rechten Hälfte  in     Fig.   <B>3</B> von links.  



  Die dargestellte Einrichtung besitzt zur  Aufnahme des zu behandelnden frischen       .rorfes    einen Trog a, aus welchem der Torf  mit Hilfe des Elevators<B>b</B> in einen hoch  gelegenen Mischer     c    gefördert wird, der von  der in     Fig.   <B>3</B> linken     Häfftegebildeten    Art      sein kann. Hiernach besitzt der Mischer in  der Verlängerung einer rotierenden Schnecke       if    einen zentrisch in der zylindrischen     Off-          nunc        k        lie-enden    Dorn<B>d,</B> !der nach innen in  <B>:Z</B>     tD     einer konischen Spitze endigt.

   Durch die  Schnecke u wird der im Mischer befindliche  Torf nach der Öffnung     Ic    hin gefördert und  dabei in Form einer Röhre     gepresst.    Dieselbe  -wird in zylindrische Stücke zerschnitten,  welche in irgend einer Weise (mechanisch  oder von Hand) auf eine Anzahl übereinander  in schräger Lage an Ketten oder dergleichen  aufgehängter, flacher Tröge e gebracht       ,verden.    Dieselben werden durch eine nicht  gezeichnete Vorrichtung geschüttelt, damit  die auf ihnen befindlichen zylindrischen  Torfhohlkörper langsam     naali    dem tieferen  Ende der Tröge e hin rollen und dort in einen  Trog<B>g</B> hinunterfallen.

   Beiden untern Enden  der Tröge e sind Düsen     li    einer vertikalen  Rohrleitung     h'    angeordnet, durch welche     mit-          telst    eines Ventilators i heisse Luft getrieben  wird, die entgegen der Bewegungsrichtung  der     Torfholilkörper    über die letzteren     hinweg-          s11reicht    und     da;flurch    dieselben teilweise  trocknet.

   Ist eine weitere     Tro,chnuno-    des  Torfes erforderlich, so wird derselbe aus dem  Trog<B>g</B> mit Hilfe eines Elevators     j    empor  gehoben und in einen     Miselier        (Fity-.   <B>3)</B>     cre-          fördert,    welcher den Torf wieder in zylin  drische Röhren     presst..        Die-selben    werden  durch ein auf einer rotierenden Welle o fest  sitzendes Messer<B>1</B> in     liohlzylindrische    Stücke  zerschnitten, welche in einen     konzentrisch     zur Welle o angeordneten,     zylin-drischen    Man  tel (Trommel) in fallen,

   welcher mit der  Welle o rotiert.<B>Auf</B> letzterer sitzt innerhalb  des Mantels in, eine     Transportschneeke        -ii.    fest,  durch welche die     hohlzylindriselien        Torf-          stÜcke    rollend     na-eh    dem mit     Austritts-          Öffnungen        q    versehenen Ende des Mantels in  hin     "efördert    werden.

   Während dieser Trans  portbewegung werden die     Torfstüeke    zu Hohl  kugeln     -eformt        und    treten als solche bei den  Öffnungen     q    aus. r bezeichnet in schräger  La -e     übereina;.-ider    auf gehängte, flache     Trö        ge,     auf welche die hohlkugelförmigen Torfkörper  verteilt werden.

   Durch Schütteln der Tröge r    werden die     Torl.'lii3r1)er        naell   <B>den,</B>     lieferen          Endo    der Tröge bewegt,     zwiseben    Welchen  hindurch     ans    Düsen s austretende, heisse Luft  streicht. Die Bewegungsrichtung der heissen  Luft ist derjenigen der Torfkugeln entgegen  gesetzt,<B>so</B>     (lass    dieselben einer allmählich an  steigenden Temperatur     augsesetzt    sind.

   Die  auf den gewünschten Betrag getrockneten  Torfkugeln fallen aus den Trögen r in einen  Trog t, aus welchem sie mit Hilfe eines Ele  vators und anderer Transportmittel an eine       beliebi-e        Verbrauehs-    oder     Lagersfelle    geför  dert werden.  



  Die Erfahrung hat gezeigt-,     dass    der       Trockenprozess    des Torfes sehr     be.i3eIlleuiii"t     wird durch die Bildung von     hohl7,ylindriseh(111          Stiiehen    bei der erstmaligen     Behandlulioll        in-          dem    der sieh bildende Dampf in den     Ilohl-          raum    austreten und frei aus demselben aus  strömen kann. Hierdurch wird auch der Bil  dung von Rissen oder gar der     Zerspren-ung     der Torfbehälter vorgebeugt.  



  Im Falle der Verwendung des Torfes am  Orte,<B>wo</B> die     Troehnung    stattfindet, z. B.     zür     Gaserzeugung, können die     hohlzylindrisehen     Stücke nach dem Verlassen     de-r        Troelzentröoe     e, also schon nach einer nur     einmali-gen          Trochenbehandlung    in Gebrauch genommen.       bezw.    in die     Gaserzeugungsretorten    gebracht  werden. Soll aber der Torf später und als  Brennmaterial verwendet, oder in harte Kör  per     übe-rgeführt    werden, so soll die erstmalige       TroeL-nun"l,    nur so weit vorgenommen werden.

         dass    die Masse noch genügend plastisch ist.  um zum zweiten Male in     hohlzylindrisehe     Stücke und nachher in Hohlkugeln geformt  werden zu können. Die     Länce        derhohlzvlin-          drischen    Stücke soll etwa, dem äussern Durch  messer derselben     entspre-chen,    und dieser soll  etwas kleiner sein als die Steigung der     Trans;-          portse'hneche    n, damit die Stücke in den       ,%hneelzengän,yen        freiliegen    und bei der Dreh  bewegung der Schnecke, und des Mantels un  gehindert, rollen können.  



  Die Tröge e und r können aus     Stahlplat-          fen         < #,ebildet    sein. Mit Vorteil sind in der  Mitte derselben     längslanfende,    starke Stahl-           stäbe    angebracht, die über das untere Ende  der Tröge vorstehen und an einer     aufreGliton.     ortsfesten Stange anliegen.

   Werden die Tröge  von der Stange wegbewegt und losgelassen,  so werden sie durch das Eigengewicht wieder  gegen die Stange     Iiinbewegt,    worauf beim  Anstossen der genannten     Stalilstäbe    an der  Stange den Torfkörpern ein Ruck erteilt  wird, der sie dem untern Ende der Tröge       niffier    bringt.     Zweckmässigerweise    werden in  der Praxis am untern Ende der Tröge Klap  pen angebracht, die in aufrechter Stellung  den Torfkörpern den Austritt verwehren.  



  Es können mehrere solche Einrichtungen       in    einer Reihe in einem Gebäude oder Raum  untergebracht     rsein,    welcher beispielsweise  durch die Abgase einer     Destillationseinrich-          tung    geheizt sein kann, um eine genügend  hohe Temperatur zu erhalten; die eigentlich<B>'</B> e  Trocknung findet jedoch nicht durch diese  Warme, sondern hauptsächlich durch die über  das     Trochengut    getriebene heisse Luft statt.  Dieselbe wird mit dem aus dem Trockengut  austretenden Dampf gesättigt. Der Sätti  gungsgrad wird mit Vorteil durch verstell  bare Hängeklappen reguliert, die an den obern  Enden der Tröge angebracht sein können.  



       Tst    der zu trocknende Torf sehr     nass,    so  können anfänglich heisse Luft und heisser  Dampf zugleich eingeblasen werden, -am eine       VerIuustung    der Torfhohlkörper zu     vermei-          den,    welche     Idas    Austreten von Dampf aus  den letzteren erschweren würde. Durch den  heissen Dampf     wirddie    Oberfläche der Torf  hohlkörper weich und porös erhalten. Hat  ,die,     Trorknun-    einen bestimmten Grad er  reicht. so wird natürlich kein Dampf mehr       zugeführt.     



  Um     züi    vermeiden,     dass    das     Tro,cl#eiioIllL,     n  wenn es in zwei     Zeitabschnitten    getrocknet       bezw.    in Kugelform gebracht werden soll,  merklich erkalten kann, wird der zweite       Nischer        (c")    und die     ansehliessende    Trommel  in von  < aussen geheizt, da dann die weitere  Trocknung der     Torfkulgeln    in den Trögen r  erheblich leichter und rascher vor sich geht.  Der ganze     Trockenprozess    kann innerhalb 24  bis 48 Stunden durchgeführt sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSI1RüCHE: I. Verfahren zur Behandlung von Torf, ,dadurch gekennzeichnet, dass Torf in Hohlkörper geformt und bis zur Erlan gung des gewünsehten Trocknungsgrades in mindestens einem Arbeitsgang einer steice-nden Wärmeeinwirkung unterwor fen wird.
    II. Einrichtung zur Durchführung ödes Ver fahrens nach Patentanspruch I, gehenn- zeichnet durch :mindestens eine Misch- vorrielitung, durch welche aus zu trock nendem Torf hohlzylindrische Stücke (reformt- werden und durch mindestens einen Satz von übereinander angeord neten flachen Trögen, die zur Aufnahme der hohlzylindrischen Torfstüe,'ke dienen, welche vom einen Ende der Tröge zum andern gefördert und von heissen, in zur Bewegun,(,sriülltung Ader Torfstücke be wegten Gasen bestrichen werden.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren na,ch Patentanspruch I, bei welchem der Torf in zwei aufeinander- folgenden Arbeitsgängen behandelt wird, dadurch gekeiinzeichnet,,dass der Torf im ersten Arbeitsrpang züi hohlzylindrischen und im zweiten Arbeitsgang zu hohl kugelförmigen Stücken geformt wird-. 2.
    Einrichtung nach Patentalispruch II, da# ,durch gekennzeichnet, dass die überein ander angeordneten, fla,chen Tröge in geneigter Lage beweglich aufgehängt sind.
    <B>3.</B> Einriehtuilig nach Patentanspru,eh II, bei welcher zwei Mischvorrichtungen und zwei Sätze von übereinander an-eord- neten, flachen Trögen vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet" dass zwischen .der zweiten 31isclivorrichtung und dem zweiten Satz flacher Tröge eine Vorrich- tun- mit rotierender Trommel angeordnet ist, in welcher eine Transporfschnecke sich befindet,
    durch welche aus der zwei ten Xischvorrichtung in die Trommel gelangende hohlzyl:indrische- Torfstücke vom einen En-de,der Trommel nach dem a,ndern Ende derselben hin rollend -e- fördert und dabei zu Ilohlkugeln umge- fo#rmt werden, an welch letzterem Ende ,die Hohlkugeln austreten können. 4.
    Einrichtung nach Patenfanspruch II und Unteranspruch<B>3,</B> dadurch gelzennzeiüh- net, dass bei den Austrittsenden der fla- ehen, übereinander angeordneten TrG,-", Düsen für heisse Gase angeordnet sind, welche zwischen die Tröge eingeführt werden.
CH99231D 1922-04-11 1922-04-11 Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Torf. CH99231A (de)

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