DD140966A1 - Mittel zur regulierung des pflanzenwachstums - Google Patents

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Doerthe Creuzburg
Sabine Elster
Ralf Kleiner
Manfred Klepel
Herbert Lettau
Christian Moritz
Hermann Schubert
Wigbert Schulze
Ingrid Seewald
Christian-Rainer Wenzel
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Doerthe Creuzburg
Sabine Elster
Ralf Kleiner
Manfred Klepel
Herbert Lettau
Christian Moritz
Hermann Schubert
Wigbert Schulze
Ingrid Seewald
Wenzel Christian Rainer
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Abstract

Die Mittel beeinflussen Stoffwechsel- und Wachstumsvorgänge in Pflanzen und Pflanzenteilen. Zur Verringerung der Mängel, die bekannten Lösungen zur Erzielung derartiger Effekte anhaften, wurden Mittel entwickelt, die die Ernteerträge erhöhen und stabilisieren und ein breites WirkungsSpektrum besitzen. Sie sind gekennzeichnet durch einen Gehalt an substituierten Imidazolcarbonsäureaniliden der allgemeinen Formel I. In dieser Formel steht für R-j, R2, R3, R4 Wasserstoff, Hydroxy, Alkyl, Aralkyl und gegebenenfalls substituiertes Aryl; für Ar gegebenenfalls substituiertes Aryl und für n 0 oder 1. Die Mittel vermindern die Lagerneigung bei Getreide und beeinflussen die Blüten- und Fruchtbildung bei Gurken und Tomaten. - Formel —

Description

Die Erfindung betrifft neue Mittel zur Regulierung von Stoffwechsel- und Wachstumsvorgängen in Pflanzen und Pflanzenteilen'«
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Auf Grund des derzeitigen Standes der Technik ist es möglich, gezielt in die pflanzlichen Prozesse einzugreifen, wie dies durch die Anwendung bereits bekannter artifizieller Stoffe wie Chlorraequat, Etephon, Bernsteinsäuredimethylhydrazid und Maleinsäurehydrazid bestätigt wird.»
Artifizielle Regulatoren des pflanzlichen Stoffwechsels und des Wachstums können an den verschiedensten Rezeptoren angreifen und in
Abhängigkeit vom Entwicklungsstadium des Samens der Pflanze und der Pflanzenteile, von der Applikationsart, vom Anwendungszeitpuxikt von der Konzentration und der Zubereitungsform des Wirkstoffes unterschiedliche Reaktionen auslösen» Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten·
Man kann auf diese V/eise die Prozesse der Keimung gezielt ,fördern oder hemmen«, Neben generellen morphologischen Veränderungen der Pflanzen sind das Längen-* und Dickenwachstum zu steuern. Desweiteren sind die vegetative und generative Knospenbildung, der Blühprozeß, die Geschlechtsdetenaination zu beeinflussen und parthenokarpe Effekte zu erzielen,
Dartiber hinaus sind Vorgänge der Fruchtausbildung, der Fruchtreife, "des Frucht— und Blattfalles sowie die Seneszenz und Ertragsalternanz zu regulieren*
So wurde bereits in dem-GB-Patent 1352 100 vorgeschlagen» 2—Imidazolylcarbonylbenzoesäuren zur Regulierung dos Pflanzenwachstums einzusetzen". Die dort beschriebenen Verbindungen sind relativ schwer zugänglich und verfugen nur über einen begrenzten Wirkungsbereich, Die Patentbeschreibung enthält nur detaillierte Angaben über den Einsatz dieser Verbindungen zur" Hemmung des Längenwachstums bei Getreide und der Defoliation. Der Anwendungsbereich ist also stark eingeschränkt.
Die bekannten Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachstums weisen zum Teil ökonomische Mangel auf, die in hohen Aufwandmengen, teuren Rohstoffen oder begrenztem Anwendungsbereich begründet sind, oder erfüllen nicht die Anforderungen in toxikologischer Hinsicht durch auftretende Rückstände und sich daraus ergebender Karenzzeiten,
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist die Rationalisierung des Pflanzenbaus, insbesondere die Erhöhung und Stabilisierung der Ernteerträge, durch die Bereitstellung solcher Mittel zur Regulierung von Stoffwechsel- und Wachstumsvorgängen in Pflanzen und Pflanzenteilen, die ein breites Wirkungsspektrum besitzen und hinsichtlich ihrer Ökonomie, Toxikologie und anderer Eigenschaften die Mangel der bekannten Mittel vermindern^
Darlegung des Wesens der Erfindung 'Technische Aufgabe
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine weitere Modifizierung der Imidazol-Struktur neue Wirkstoffe für Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachstums bereitzustellen, die eine möglichst breite praktische Anwendung finden können«
Merkmale der Erfindung
Es würde gefunden, daß Imidasclcarbonsäureanilide der allgemeinen Formel
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in der η O oder 1 ist und in der für ß Wasserstoff, Hydroxyl, Alkyl, Aralkyl und gegebenenfalls substituiertes Aryl für Ep Wasserstoff, Hydroxyl, Alkyl und gegebenenfalls substituiertes Aryl, für R- Methyl, Benzyl und gegebenenfalls substituiertes Aryl, für R^_ Wasserstoff und Alkyl und Ar für gegebenenfalls substituiertes Aryl stehen können, zur Regulierung von Stoffwechsel— und Wachstumsvorgängen in Pflanzen und Pflanzenteilen geeignet sind.
Als Beispiel für die erfindungsgemäß verwendbaren Imidazolcarbonsäureanilide selen die in Tabelle 1 zusammengestellten Verbindungen genannt, die sich nach im Prinzip bekannten Verfahren herstellen lassen (Zeitschrift für Chemie J£ (1970), 211} Liebigs Annalen der Chemie 1974, 1399? DT-OS 2324893! Chemical Abstracts 8^ 1641742), und zwar
** N(3)-Oxide von Hydroxyimidazol-2-carbonsäureaniliden (Nr· I-30) aus^C-Hydroximinoketonen (<<-Diketonmonoximen) und den Oximen von Glyoxylsäureaniliden
- N(3)-Oxide von 1-Hydroxy-4(5)~raethylimidazol-5(4-)-carbonsäureaniliden (Nr. 3^""59) auspi -Hydroximinoacetoacetaniliden und Aldoximen
*» 1-Hydroxy-4~raethylimidazol-5~carbonsäureanilide (Nr. 60-81) aus^-Hydroximinoacetoacetaniliden, Aldehyden und Ammoniumacetat
** N(3)-Oxide von 1~Alkyl(aryl)-2-aryl-4-methylimidazol-5-carbonsäureaniliden (Nr,- 82-106) aus oC-Hydroximinoaceto- acetaniliden, Alkyl(aryl)aminen und Aldehyden (außer Formaldehyd)
(Nr. 107-128) ausc^-Hydroxirainoacetoacetaniliden, Alkyl (aryl)aminen und Formaldehyd
Imidazol-2-carbonsäureanilide (Kr. 129-136), Imidazo1-4(5)-carbonsäureanilide (Hr. 137-142) und 1-Alkyl(aryl)-imidazol 4-carbonsäureanilide (Nr. 143-153) aus den vorstehenden N«Cxiden bzw» 1-Hydroxyverbindungen durch Reduktion.
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Die Herstellung der einzelnen Verbindungstypen wird durch die nachfolgenden Ausführungsbeispiele 1-7 veranschaulicht,
Die erfindungsgemäßen Mittel sind zur Regulierung von Stoffwechsel- und Wachstuiasvorgängen in Pflanzen und Pflanzenteilen entsprechend den verschiedenen Erfordernissen der Praxis ver- . wendbar und stellen eine wertvolle Bereicherung der Technik dar. Je nach ihrem Anwendungszweck können die erfindungsgeiaäßen Mittel in Form von Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulvern, Pasten, Stäube- und Streuraitteln oder gegebenenfalls Granulaten vorliegen. Diese Formulierungen werden in bekannter Weise hergestellt»
Die erfindungsgemäßen Mittel lösen in. Abhängigkeit von der Konzentration, dem Applikationszeitpunkt, der Applikationsfolge sowie den EntwicklungEstadiuQ der verschiedenen Pflanzenarten unterschiedliche physiologische Reaktionen iia pflanzlichen Organisaus ausi.
So können die erfindungsgemäßen Mittel sproßverkürzende und stabilisierende Effekte induzieren. Das ermöglicht unter anderen eine Anwendung dieser Mittel zur Verminderung der Lagerneigung bei Getreide« Desweiteren eignen sie sich zur Geschlechtsdoterraination bei Gurken und erhöhen den Fruchtansatz bei Tomaten, was zu einer erhöhten Ertragsleistung führt. Außerdem bewirken die erfindungsgemäßen Mittel eine Hemiaung der Geiztriebbildung bei Tabak und ToEiate und eine BlühbeeinflusBung und Stauchung bei Astern.
Die erfindungsgeiaäßen Kittel werden vorzugsweise in Wirkstoffe konzentrationen von 1O~ bis 10° Gewichtsprozenten appliziert« Sie können untereinander kombiniert und/oder in Konbination rait anderen Mitteln zur biologischen Prozeßsteuerung sowie in Verbindung Hit Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln und sonstigen Agrocheiaikalien angewendet werden* *
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Verbindung erläutern, ohne sie einzuschränken. Die Bezeichnung der Substanzen erfolgt gemäß Tabelle 1.
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Ausführungsbeispiele
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung ohne sie einzuschränken»
Beispiel 1; Man erhitzt 101,1 g Diacetylmonoxim und 164,2 g Isonitrosoacetanilid in 1 1 Methanol bis zur weite'stgehenden Lösung unter Rückfluß und, leitet dann unter gleichzeitiger Kühlung mit Eisvjasser 3 Stunden einen kräftigen Strom Chlorwasserstoff ein. Das Reaktionsgemisch bleibt über Nacht stehen und wird nachfolgend im Rotationsverdampfer eingedampft. Zum festen Rückstand fügt man 1 1 Wasser, rührt gut durch und stellt den pIMiert mit verdünnte* NaOH auf 5 bis 6 ein. Dann saugt man ab, wäscht gründlich mit Wasser und trocknet auf Ton. Das trockene Produkt wird nochmals mit 500 ml kaltem Aceton durchgerührt^ erneut abgesaugt und getrocknet· Man erhält 190,6 g (77 $0 leicht bräunliches 1-Hydroxy-^-t5l-diinethyliinidazol~2-carbon-Eäureanilid~N(3)-oxid vom Schmelzpunkt 217-219° C. Aus Eisessig unter Zusatz von Wasser umkristallisiert, schmilzt es bei 222-224·° C. (Nr. 1,''Tabelle 1)
Beispiel 2: Die Lösung von 10,3 goC-Isonitrosoacetoacetanilid und 7,15 g Octanaloxin in 100 ml Methanol wird unter Kühlung mit trockenem HCl gesättigt und über Kacht stehen gelassen» Darauf vd rd das Lösungsmittel im Rotationsverdampfer entfernt. Den Rückstand löst man in 100 ml 2 η NaOH, rührt die Lösung 15 Minuten mit 5 g Aktivkohle, filtriert und tropft zum Filtrat unter Rühren und Kühlen bis zum pH-Uert 5-6 halbkonzentrierte Salzsäure» Dann saugt man ab, wäscht mit Wasser und trocknet auf Toris Durch Umkristallisation aus Toluol erhält man 8,5 g (51 $) 1-Hydroxy-2-n~heptyl~4(5)-methylimidazol-5(4-)-'carbonsäureanilid-N(3)-oxid in Form bräunlicher Blättchen} Schmelzpunkt 157° CV (Nr-. 33j Tabelle 1)
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Beispiel 3? Die Lösung von 10,3 g^-Isonitrosoacetoacetanilid, 5»3 g Benzaldehyd und 15 g Ammoniumacetat in 100 ial Eisessig wird 3 Stunden unter Rückfluß erhitzt· Nach dem Abkühlen rührt man das Reaktionsgemisch langsam in eine Lösung von 50 S · Natriuraacetat in 400 ml Wasser ein. Das ausgefallene Produkt wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen, getrocknet und aus verdünntem DMF umkristallisiert. Man erhält 8,0 g (pi <fy 1-Hydroxy-2-phenyl~4-methyliinidazol-5->carbonsäureanilid in Form farbloser Nadeln; Schmelzpunkt 265-268° C. (Nr. 6iy Tabelle 1)
Beispiel Al 10,3 g^-Isohitroseacetoacetanilid,' 5t3 S Benzaldehyd und 5j 35 S Benzylamin werden in 100 ml Eisessig gelöst und die Lösung 3-4 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Die abgekühlte Reaktionslösung wird nachfolgend in 3OO ml halbkonzentrierten wäßrigen Ammoniak eingetropft. Man saugt ab, wäscht gründlich mit Wasser und trocknet auf Ton. Ausbeute an rohem 1-Benzyl-2-phenyl-5-&ethylimidazol~4~carbonsäureanilid-N(3)~ oxid 18,15 g (95 $)'· Farblose Blättchen aus Toluol; Schmelzpunkt 211-212° C. (Nr. 85, Tabelle 1)
Beispiel 5* Man löst 10,3 g^-Isonitrosoacetoacetanilid, 3t? g n-Butylamin und 10 ml Formalin in 100 ml Alkohol, erhitzt 2 Stunden unter Rückfluß und engt nachfolgend im Rotationsverdampfer ein. Beim Behandeln des Rückstandes mit Äther erfolgt Kristallisation. Man erhält 7,65 g (55S) 1-n-Butyl-5~methylimidazol~2-on-4-carbonsäureanilid, das aus verdünntem Alkohol in Form farbloser Blättchen kristallisiert; Schmelzpunkt I56-158° CV (Nr. 108, tabelle 1)
Beispiel 6i Die Lösung von 10,3 S oC—Isonitrosoacetoacetanilid,' 6»15 g p-Anisidin und 10 ml Formalin in 100 ml Eisessig erhitzt man 2 Stunden unter Rückfluß, engt nachfolgend etwas ein und tropft anschließend unter Rühren und Kühlen in 3OO ml halbkonzentriertes Ammoniak. Man saugt ab, wäscht mit VJasser und ' trocknet auf Ton. Ausbeute an rohem i-p^Methoxyphenyl^^c zol~2-on~4~carbonsäureanilid 13,4 g (83 %) 5 aus verdünntem Aiko hol farblose Nadeln und Blättchen; Schmelzpunkt 230-231° C» (Nr. 111, Tabelle 1) "
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Beispiel ?: Zur siedenden Lösung von 17,5 g i-n-4-anilinocarbonyl~5-methyliEiidazol-N(3)-oxid (Kr. 81) in 100 ml Eisessig werden portionsweise 10 g Zinkstaub gefügt. Man erhitzt nach folgend 6 Stunden unter Rückfluß und läßt das abgekühlte Reaktionsgemisch über Nacht stehen. Dann wird filtriert und das Filtrat langsam unter Rühren in400 ml 15 fAge M -Lösung eingetropft. Das rohe Imidazol wird abgesaugt, mit Wasser ge·* waschen, getrocknet und aus verdünnten Alkohol uiakristallisiert.' Man erhält 12,0 g (?2 ^) 1~n~Butyl~2-phenyl-5-methyliiäidazol- , 4-carbonsäureanilid in Fora farbloser Blättchen; Schmelzpunkt 112 113*5° C (Nr. 144, Tab. 1) .
Beispiel 8: Kotyledonentest
Von vorgekeimten Rettichsamen werden Kotyledonen entnommen und das Frischgewicht von jeweils 10 Stück bestiraat. Anschließend verbleiben die Kotelydonen mehrere Tage in Testlösung (Konzentrationen 10 ι 10 , 10 Gewichtsprozent) unter Dauerlicht, bevor eine er,neute Frischgewichtsbestiminung erfolgt. Es werden die Differenzen zwischen Ausgangs- und Endgewicht bestimmt« Die erhaltenen Werte werden zu denen der Wasserkontrolle und des Kinetins (10*"^ Gewichtsprozent) in Beziehung gebracht« Die als Äquivalentwerte ausgedruckten Ergebnisse werden folgendermaßen berechnet?
Kotyledonengewicht in Testlösung - Kotyledonengew, in Aquadest Kotyledonengewicht in Kinetinlösung - Kotyledonengeti. in Aquadest
Beträgt der Äquivalentwert 1, entspricht die geprüfte Substanz in ihrer Wirkung deia Kinetin; ergibt sich der Wert 0, so ist die Substanz wirkungslos. (Tabelle 2)
Beispiel 9* Weisenkoleoptilzylindertest Aus Weizenkeiralingen herausgeschnittene Koleoptilsegiaente werden mit.den erfindungsgenäßen Mitteln unterschiedlicher Konzentration
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(10 bis 10 GeV.-SS Aktivsubstanz) etwa 20 Stunden bei 25 C inkubiert. Bei Versuchsiende vrarde das Längenwachstura der einzelnen Koleoptilsegaente bestimat,, Die so erhaltenen Werte
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werden zu denen der Kontrolle und des Standards (Indolylbutter säure IBS) in Beziehung gesetziw
X-K A'quival entwert = , . _ ,
X s Wert der Testsubstaaz '
K.i Belativwert der Wasserkontrolle A = Eelativwert des IBS-Standards
Negative Xquivalentwerte zeigen an, daß die getestete Substanz das Streckungswachstua gehemmt hat (Tabelle 3)·
Beispiel "1Oi Halmstabilisierung und Bestockungsförderung bei
Getreide
Als Testpflanzen dienen Sommerweizen (Triticum aestivum) Sorte Ramses'," Sommerroggen (Seeale cereale) Sorte Petka und Sommergerste (Hordeum vulgäre) Sorte Elgina« Die Aussaat der genannten Getreidearten erfolgt in 5 cm - Neuca-Töpfen mit Erde· Die Präparate werden in zwei verschiedenen Pflanzenstadien appliziert» Saatgutbehandlung (S): 24-ständiges Einquellen der Samen in der Testlösung.
Behandlung im 4-Blattstadium (C): Spritzen der Samen mit 600 l/ha. Beim beizen erfolgte außerdem die Applikation im Keimlings-(A), 2-Blatt-(B) bzw. A-Blattstadium (C) . Pro Konzenti-ation und Applikation werden 10 Pflanzen eingesetzt. Die Konzentrations-Etufen waren 10°, 10** und 10 Gewichtsprozent Aktivsubstanz'« Die Auswertung erfolgt in Blütenstadium. Als Meßwerte werden Halmlänge, Halradickey Gesamtgrünmasse und Halmzahl·je Pflanze bestimmt und die Werte auf die uabehandelte Kontrolle (s 100 fS) umgerechnet. Als Vergleichssubstanzen dienes CCC und Ethrel» Die Ergebnisse sind in Tabelle Λ und 5 zusammengefaßt^
Beispiel 11: Halmstabilisierung bei Getreide (Röhrentest) Als Testpflanzen dienen Sommerweizen der Sorte "Hatri" und Sommergerste der Sorte "Trurapf»r. Die Anzucht der Testpflanzen erfolgt in Reagenzgläsern mit einer entsprechenden Nährlösung«1
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Nach 14· Tagen (2-Blattstadiua) v/erden die Präparate durch Tauchung der einzelnen Pflanzen appliziert.
Pro Konzentration und Applikation werden .10 Pflanzen eingesetzt,
Die Konzentrationsstufen sind 10 und 10 Gewichtsprozent Aktivsubstanz. Als Meßv/erte werden die Länge des Scheinstengelstückes zwischen 1. und 2, Blattspreite und die Frischmasse der Pflanzen bestimmt' und die Werte auf die unbehandelte Kontrolle (= 100 ?0 berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 zusammengefaßt,
Beispiel I2i Blühhemnung, Stauchung und Geiztriebhemmung bei Tabak Zur Ermittlung der Blühhemmung und Wachstumshemmung werden Tabak-,pflanzen der Sorte "Canella" (Nicotians tabaeum var» undulata) im Sosettenstadium (2-4- Blattstadium) siit einer Aufwandmenge von 600 l/ha in den Konzentrationen von 10 , 10 und 10 Gewichtsprozent ,Aktivsubstanz behandelt. Die Weitere Kultivierung erfolgt im Gewächshaus bei ca, 22 C, Die Auswertung erfolgt, wenn alle Pflanzen blühen. Es werden Blütenzahl und Pflanzenhöhe in Relation zur Kontrolle ermittelt, . . Zur Ermittlung der Geiztriebhemnung werden die Pflanzen im Stadium des Blühbeginns nach Entfernen der Blütenstände durch Tropfen der Präparatelösung in die Blattachsen appliziert. Die Auswertung erfolgt, wejan die Seitentrieblängo der Kontrolle 10 - 15 era beträgt. Es werden die Anzahl der Seitentriebe in Relation zur Kontrolle ermittelt (Tabelle 7).
Beispiel 13? Geschlechtsdetermination und.Stauchung bei Gurke. Iia Gewächshaus kultivierte Gurkenpflanzen der Sorten "Trix" , und "Vorgebirgstraube" (Cucunis sativus) v/erden in 2«' bis 4-* Blattstadium ait der Testlösung topfnaß gespritzt. Es werden Anzahl der weiblichen Blüten (Fruchtansätze) und d.iePflanzlänge in Relation zur Kontrolle bestimmt (Tabelle 8).
Beispiel 14ϊ Blühbeoinflussung und Stauchung.bei Astern
Getopfte Astsrpflanzen (Callistephus sinensis L.),der Sorte "Karmesin" werden bei einer Wuchshöhe von 5 - 7 cm mit 6OO l/ha gespritzt. Die Konzentrationen der Testlösungen betragen 10°, 10 und 10 Gewichtsprozent Aktivsubstanze Die weitere
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Kultivierung erfolgt unter Gewächshausbedingungea bzw. im Folie»· haue» 8 Wochen nach der Behandlung wird der Zuwachs und die Seitentriebzahl in Relation zur Kontrolle bestimmt (Tabelle 9)V
Beispiel 15· Beeinflussung des Fruchtansatzes uad Geiztrieb-*
hemmung bei Tomaten .*
Zur Ermittlung werden Tomatenpflanzen (Lycopersicon esculentum) der Sorte "Harzfeuer" bzw· "Grit" mit einer Präparatelösung in den Konzentrationen 10°, 10 , .10 , 10**^ usd 10 behandelt,' wenn am ersten Blütenstaad etv/a 2 Blüten geöffnet sind. Die weitere Kultivierung erfolgt im Gewächshaus, Folienzelt und im Sommer im Freiland. Nach 9 Wochen erfolgt die Auswertung durch Auszählen und Wägen der Früchte in Relation zur Kontrolle, Die Auswertung hinsichtlich der Geiztriebheramung erfolgt 4- bis 9 Wochen nach der Applikation durch Auszählen der Goiztriebe (Tabelle 10);
', in welcher η für O oder 1;
R. für Wasserstoff, Hydroxy, Alkyl, Aralkyl und gegebenenfalls substituiertes Aryl;
Rp für Wasserstoff, Hydroxy, Alkyl und gegebenenfalls substituiertes Aryl;
R« für Methyl, Benzyl und gegebenenfalls substituiertes Aryl; R. für Wasserstoff und Alkyl
und Ar für gegebenenfalls substituiertes Aryl steht in Mischung üblichen Träger-, Füll- und Hilfsstoffen oder Lösungsmitteln
2« Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachstum geaäß Punkt 1 gekennzeichnet dadurch, daß sie zur Verhinderung der Lagerneigung bei Getreide verwendet werden
3» Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachstums gemäß Punkt 1 gekennzeichnet dadurch^ daß sie zur Beeinflussung der Blüten-* und Fruchtbildung verwendet werden'»'
Kierzu„.l3 Seilen Tabellen
Tabelle 1
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VerbiHduags** R1 R2 ·? 3 VCH R3 H Ar StellgW* - a Synth> Schmelz-«* Aus
NrV VCH3 H H CONR4Ar gemäß puakt beute
VCH- H Beispiel <°c) <$)
1 OH VCH 5-CH . . US US US " C6H 5 2 1 1 222-24 77
2 3 OH OH VCH3 VCH VJl VJI US US >J VJ V H 3-CH3C6H4 VCH3C6H4 ro ro 1 1 1 1 I85-8? 248-51 69 82
4 . OH VCH3 5-CH3 H 2-ClCgH4 2 1 1 2OI-O3 63
5 6 7 > OH OH OH VCH3 VCH3 5-CH3 5-CH3 5-CH3 H 3-ClCgH4 VClC6H4 , VBrCgH4 CVl CJ CVl 1 1 1 1 1 1 186-88 24V46 253-54 66 75 71
8 OK VCH3 5-CH3 H VCH3OC6H4 2 1 1 217-19 81
9 OH VCH3 5-CH3 H 3-CF3C6H4 2 1 1 193-96 80 *|
10 OH VCH 5-CH3 H 2,VCl2C6H3 2 1 1 221-23 75
11 OH VCH 5-CH3 H . 2,5-Cl2C6H3 2 1 1 233-35 77
12 OH VCH 5-CH3 H 2-CH3-VClC6H3 2 1 1 238-40 80 j
13 OH 5-CH3 H · 3-Cl~VCH,CgH 2 1 1 23Ο-32 :' 76
14 OH 4-CH3 5-CH2C6H5 H C6H5 2 1 1 220-21 85
'15 . OH . VCH 5-CH2CgH5 H 2-ClC6H4 2 1 V1 180-82 51
16 OH VCH 5-CH2CgH5 H VClCgH4 2 1 i 200-02 79
17 OH 5-CH2C6H5 H VBrC6H4 2 1 1 21V1? 84
18 OH 5-CgH C6H5 ' 2 1 1 193-96 68
19 .· OH 5-CgH 2 1 1 212-15 77
20 OH 5-CgH1- 2-CICaHa 2 1 1 178-80 45
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109 108 116 117 127 130
210
Tabellen 110 Kotyledonentest -·. ..
114 Koazentratioa
Gewichts^
Substanz Squivalentwert
lfd. Nr. It.
Tab. 1
1 10~4 + 0,31
34 10-3 + OJ35
40 10-3 + 0,313
74 ΙΟ"2 + 0,34
79 ΙΟ"2 + 0,31
104 10-3 +0,425
10"4 + 0,433
ΙΟ**3 + 0,293
" 10*2 + 0,346
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+ 0,20 + 0,31
* 0^882 - 0,631
0,658 0,595 0,509 9,300 0,926
0^623 0,326 0,706
0,317 0,815
210 212 -*-
Tabelle 3 Weizeakoleoptilzylindertest
Konzentration /f
Gewichts-% Xquivalentwert
Substanz
Laufende Kummer
laut Tabelle 1 10 η - 0,41
7 10""2 - 0,56
22 10. ' * 0,76
23 ΙΟ"1 - 0,81 - 0,57
34 1O*"1 - 0,33
39 ΙΟ"1 ΙΟ"1 - 0,62 - 0,74
40 ίο"1 - 0,50
48 ίο""1 ~ 0,84
60 10"1 - 0,78
61 10"1 ^ 0,49
• 62 ίο-1 ίο*:2 - 0,68 *. 0,62
63 ίο"·1 - 0,51
6? 1O*"2 * 0,35
10~1 * 0,41
68 10~1 - 0,49
69 ίο-1 « 0,52
75 ΙΟ"1 * 1,28
89 10"1 ~ 1,56
90 10**1 - 1,28
92 1O*"1 - 1J40.
93 10*"1 ** 0,95
10? 10"1 - OJ69
108 10~1 * 0,95
110 10"*1 - 0,49
109 10"2 - 0,54
Tabelle 3, Blatt 2
210 212
Substanz
Gewichts-% Äquivaleatwert
«,-ν-; - 1,23
ΊΟ"1 - 0,60
10^1 ' * 0,58
ΙΟ*1 ^- 1,09
1θ"1 - 0,80
10*1 - 1J14
ΙΟ"1 * 1,17
ίο-1 - 1,59
111 112 117 116 118 124 125 129
130
1O
-2
"2 -1
.·!· 0,30
Tabelle
Bestockuagsförderuag bei Getreide Anzahl Triebe {% zu K)
Substanz Gewichts-/ A W ο B i ζ β r. S C , G β Γ S t ® . R- 0 g g β a —"* .92
Lfd. Nr. It. Volumen-^ C- S C S C
Tab, 1 100 130 o(t) o(t) , 92
. 1 .. 10° 120 100 ' 100 oct) 140 100 83
5 χ ίο""1 100 100 - 100 100 «
ΙΟ""1 100 120 100 109 100 115
5 χ 1O~2 110 100' 100 100 .
10~2' 100 100 100 127 130 108
5 χ 10~3
ι
D = Haladick© C% zu K) L = Halmläag© !t M = Grünmasse "
Tabelle 5. Seite
Halmstabilisierung bei Gotreid·
Substaaz Gewichts-/ D A M W e i ζ e η M D C M D S M D C L M
Lfd. Nr. lfci, · Volumea-% 84 L B 71 89 L 101 0 L 0(t) 0 0 o(t)
Tab. 1 4 10° 79 D L 77 96 0 111 92 82 92
1 5 χ 1O~1 88 91 89 77 96 100 100 99 80 122 88 100 99
10~1 94 102 91 88 116 100 95 109
5 χ ίο"2 103 100 98 102 85 145 191 110 80 142 1o4 94 107
10*"2 10? 109 102 114 90 97 91 120
5 χ 10*"3 89 96 102"
D ». Haladicke L a Halmiänge M ». Grüamasse
zu K)
Tabelle 5» Seite 2
' S G 6 Ϊ M S t i D O C M D S R ο g © a 94 C M
Gewichts-/ D L o(t) 94 L 105 90 L 91 L 99
Volumen-% 0 0 107 10? 98 144 107 93 M [ D 94 105 85
10° 97 99 116 98 113 110 10? 95 35 95 99
10~1 ' 119 96 96 106 102 103
ΙΟ"2 104
D = Halmdicke (.% zu K) L = Halmläage ♦♦ M = GrÜKinass© M
-36-
210 212
Tabelle 6
Halmstabilisierung bei Getreide (Röhreßtest) ( · % zur Kontrolle) Masse Gerste Masse (% zu K)
Weizen 100 103 Zuwachs 104 100
Verbiadungs- Gewichts-/ Zuwachs 103 97 120 105 88 100
Nummer Lf d ^ Nrν It. Tabi 1 Volumen-% 103 93 83 100 105 110 112 108
60 10° ΙΟ*1 10? 97 95 95 125 110 94 94
61 10° · 90 100 104 104 105 95
107 10° ΙΟ"1 97 112 100 93
110 10° ίο"-1 . 100 114 64 (tox. 93
11? 10° 81 100
34 10° 81 86
40 10° 10*"1
Tabelle 7
Blühheiamunfl« Stauchung und Geiztriebhemmuag bei Tabak {% zur Kontrolle)
Verbindungs- Gewichts-/ α 10° Blütenzahl Pflanzenlänge Seiteiatrieb*-
Nummer Volumen-^ 10**1 zahl (% zu K)
Lfd. Nr. 10 c
It. Tab. 1 10°
1 ΙΟ"1 . 0(t) 0(t)
10~2 80 90
10° 100 90
60 ίο-1 40 44 64
ίο-2 70 113 64
10° 80 123 75
61 ΙΟ"1 100 118 60
10"2 100 132 64
10° 90 113 79
108 1O-1: 80 91 49
ΙΟ"*2 90 121 102
10° 70 97 72
34 ΙΟ"'1 111/100 80
10*"2 111/50 54
111/100 63
40 111
111
111
210 212
Tabelle 8 GeschlechtsdetermJBatioH und Stauchuag bei Gurke
Substanz ". D 60 Gewichts-/ 1 10° (% zur 2>0 Kojatrolle)
Lfd. Nrν Voluiaea-jS 10*"1 Fruchtaasatz 77
ItY Tab. ΙΟ"2 62
1 61 Sorte "Trix"
10° 147
ίο-1 132
107 ΙΟ"2 2) Sorte ' Pflanzlänge
10° 100
ίο"1 100 1>- 2^18
108 ΙΟ"2. 67 112 101
10° 167 112 96
ίο"1 100 '•Vorgebirgstraube"
110 ΙΟ-2 100
10° 133
ΙΟ"1 100
117 ΙΟ"2 67
10° 100
10"*1 100
34 ΙΟ"2 .100
10° 147
10-1 221
40 ΙΟ"2 132
10° 140
10"*1 125
MO**2 125
10° 167
133
100
*55
80
128
114
105
98
108
105
81
82
90
100
87
102
112
128
95
114
106
106
92
99
91
92
91
Tabelle 9 BliihbeeinflussuBß uad Stauchung bei Astera
Substanz Gewichts-/ (Jo zur Kontrolle) ' Pflanz8&läfige Seitentrieb·*
Lfd. NrV Voluraoß-% Blühbegina zahl
It. Tab, 1 - 92 76
1 10° 102 . 100 95
10~1 99 136 162
10~2 95 100 90 89 86
*60 10° 10"1 81 I 74 ... 124 142 . -
' ? ΙΟ"2 75 93 131
107 10° 75 92 114 117
ίο-1 1O**2 76 80 -89 122
108 io° · 76 106 131
10"1 . 84 99 117
ΙΟ-2 77 97 .107
110' 10° 101 90 97
10^1 99 10? 129
ΙΟ"2 9? 108 90
117 10° 89 120 117
10-1 ,104- 118 138
ΙΟ"2 94 115 152
34 ' 10° 109 93 11?
10"*1 108 101 128
ΙΟ-2 102 103 124
AO 10° 101 ·. 94 86
105 121 I38
10"2 102
212
Tabelle 10
BeeiaflussuBg des Fruchtansatzes und Geiztriebhemmuag bei Tomate
Substanz Gewichts-/ - 10° 1^Ha 10° (% zur Komtrolla) - 2)59 Gewicht 84 Seiteatriebzahl I /
Lfd* NrI Voluiaea-$S ΙΟ'1 1O*"1 Fruchtansatz 90/85 113
It, Tab. 1 •ίο*2 10"2 103/90 95 119
1 10"*3 10~3 1)92/97 114/11Σ 109 114
ΙΟ"4 10° 108/93 32 107
10*"1 107/99 C 54
ΙΟ*"*2 114 60
10"3 112 rit 97
10° rzfeuer 50
117 1O"1 137 115
•itO 10. 116 113
10"3 109 113
78
34 43
66
62
9 1
40 45
106
86
112

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch . , . .
    1, Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachstums, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Iiaidazolcarbonsäureaniliden der Formel
    '4
    .CONAr
    (O)-N
DD21021278A 1978-12-28 1978-12-28 Mittel zur regulierung des pflanzenwachstums DD140966A1 (de)

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