DD142979B1 - Einrichtung zur verseilung mit wechselnder schlagrichtung des verseilgutes - Google Patents
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Description
-A-
(Titel der Erfindung
Einrichtung zur Verseilung mit wechselnder Schlagrichtung des Verseilgutes
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Verseilen mit wechselnder Schlagrichtung des Verseilgutes zur Herstellung elektrischer Kabel oder Leiterbündel, bei der die einzelnen Leiter von in feststehenden Ablaufgestellen angeordneten Spulen oder sonstigen Speichern ablaufen und gemeinsam über Filhrungsköpfe und einem zwischen den Führungsköpfen angeordneten Linearspeieher geführt werden.
Verfahren und Einrichtungen bzw. Vorrichtungen zum Versellen mit wechselnder Schlagrichtung des Verseilgutes zur Herstellung elektrischer Kabel oder Leiterbündel sind bereits seit längerer Zeit bekannt· Eine der ersten Ausführungen zeigt die DE-PS Hr. 610 650. Die hier dargestellte Vorrichtung betrifft eine mit wechselnder Drehrichtung angetriebene Verseilscheibe, die maximal in einer Drehrichtung ein bis zwei Umdrehungen zuläßt. Die dadurch erzielte Verseilqualität ist nur in ganz seltenen Einsatzfällen ausreichend» Es wurde deshalb nach Lösungen gesucht) die einzelnen Verseilperioden (eine Drehrichtung) zu verlängern. In der DE-AS 15 15 730 ist eine derartige Verseileinrichtung beschrieben. Diese Verseileinrichtung besteht aus zwei festen Führungsköpfen, die in Bewegungsrichtung des Verseilgutes mit Abstand zueinander angeordnet sind und zwi«·
sehen denen zwei rotierende, die Drehrichtimg periodisch, wechselnde Führungsköpfe angeordnet sind· Die Verseilung findet jeweils zwischen dem festen und dem rotierenden Führungskopf statt· Der Ab st arid zwischen den rotierenden Füh— rungsköpfen bestimmt die Anzahl der Umdrehungen in einer Drehrichtung· Nachteilig bei dieser Ausführung ist, bedingt durch die Rollenspeicher, die große umzusteuernde Masse - sie muß beim Drehrichtungswechsel abgebremst und neu beschleunigt werden - sowie die hohe Biegebelastung des VeΓΙΟ seilgutes beim Passieren der Rollen· Die Entwicklung der SZ-Verseilmaschinen verlief in der Folgezeit in verschiedenen Richtungen, die hier nicht alle beschrieben werden können·- Die weitere Beschreibung soll sich daher nur auf solche bekannten Verseilsysteme beziehen, die als Prototyp für die hier vorliegende Erfindung angesehen werden können· Das trifft insbesondere auf solche zu, bei denen ein sogenannter Linearspeicher verwendet wird» Aus der DE-OS 24 52 940 ist eine Verseilmaschine bekannt geworden, die einen sogenannten Linearspeicher aufweist· Sie besteht aus zwei mit axialem Abstand zueinander gelagerten Führungsköpfen, die über ein in den Führungs— köpfen gelagertes geradliniges Rohr miteinander verbunden sind· Dieses Rohr läuft entweder mit den Führungsköpfen synchron oder asynchron um· Beim Drehrichtungswechsel der Führungsköpfe wechselt auch das Rohr seine Drehrichtung· Das Rohr übernimmt dabei die Führung des Verseilgutes zwischen den rotierenden Führungsköpfen· Damit seil erreicht werden, daß auch bei hohen Verseildrehzahlen die Beanspruchung des vorverseilten Verseilgutstranges in ertrag— liehen Grenzen bleibt und der Verseilzustand, besondere im Bereich der Umkehrstelle, während des Passierens der Speicherstrecke stabil bleibt· Mit dieser in der DS-OS 24 52 940 dargestellten Lösung wird dieses Ziel nur teilweise - und zudem noch mit zusätzlichen Nachteilen behaftet - erreicht« So wird der lose im Rohr geführte Verseilstrang zwar gegen Durchhängen geschützt, aber die Mitnahme In Umfangsrichtung 1st infolge des geringen Reibschlusses ungenügend· Auch, wenn, das Rohr mit höheres Drehzahl als die Führungsköpfe umläuft bzw· angetrieben wird,
entsteht nur immer auf einer Seite der durchlaufenden Umkehrstelle ein günstiger zudrehender Effekt, während auf der anderen Seite der Umkehrstelle eher ein Aufdrehen des Verseilverbandes auftritt· Aber gerade dieses sollte vorhindert werden. Zum anderen wird durch die itohrbauweise das Einziehen des Verseilverbandes, besonders bei großen Speicherlangen, sehr kompliziert«
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Qualität des durch die erfindungsgemäße Einrichtung produzierten elektrischen Leiters zu verbessern und die Durchsatzleistung der Einrichtung bei guter Bedienbarkeit zu erhöhen·
Die Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst werden soll, besteht darin, eine Einrichtung zu schaffen, die mittels eines linearen Speichers arbeitet, der die Vorteile der schlanken und leichten Bauform sowie der guten Führung des vorverseilten Stranges in Dreh- und in radialer Richtung in sich vereint·
Die Erfindung löst die Aufgabe dadurch, daß die beiden mit axialem Abstand in Lagerständern angeordneten Fährungsköpfe über eine Führungsstange mit kreisförmigem Querschnitt und glatter gleitfähiger Oberfläche drehfest miteinander verbunden sind und der Verseilgutstrang zwischen den beiden Führungsköpfen in einer Spirale mit großer^ Steigung um die Führungsstange herumgelegt ist, wobei der Antrieb der Führungsköpfe über den Antrieb der Führungsstange realisiert ist·
Weiterhin sieht die Erfindung vor, daß die Führungsstange ЗО entsprechend ihrer Länge in mehreren Lagerständern gelagert ist und innerhalb der Lagerungen in annähernd axialer Eich-tung verlaufende Kanäle für die Durchführung des -Verseil— gutstranges sowie auf ihrer Oberfläche zusätzliche, den Verseilgutstrang stabilisierende Führungselemente-, wie FÜhrungssoheiben mit Nippel, Führungsbrücken oder Grleitschie— nen aufweist»
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß in den an sich bekannten FQhrungsköpfen radial verstellbare Rollenpaare oder ebenfalls in radialer Richtung verstellbare hintereinander angeordnete Einzelrollen mit einer dem Verseilgut strang angepaßten Profilierung gelagert sind und die Führungskopfe annähernd achsparallel verlaufende Kanäle zur Führungsstange hin aufweisen, deren Richtung dem Spirale nanfang oder -ende des Verseilgutstranges angepaßt ist.
Anhand der in α er Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert· Es zeigen:
Fig· 1 eine schematische Gesamtansicht der Einrichtung Fig· 2 einen Filhrungskopf mit zwei verschiebbaren Rollen-» paaren Fig» 3 einen Lager ständer für die Führungsstange Fig« 4 eine auf der Führungsstange angeordnete Scheibe mit?
Nippel Fig· 5 eine auf der Führungsstange angeordnete Brücke mit Nippel
Fig· б eine auf der Führungsstange angeordnete Gleitschiene Fig· 7 einen Führungskopf mit vier Rollenpaaren Fig· 8 einen Führungskopf mit drei hintereinander angeordneten verstellbaren Rollen Fig· 9 einen Führungskopf mit einer unverschiebbaren Rolle«
Die Einrichtung gemäß der Fig· 1 besteht aus den Lagerständern 1, 2, 3, 4 und aus den Führungsköpfen 5» 6« die in den Lagerständern 1,4 drehbar gelagert sind· Die Führungsköpfe-5, 6 sind mittels einer Führungsstange 7» die einen kreisförmigen Querschnitt und -eine glätte gleitfähige Oberfläche
ЗО aufweist9 drehfest miteinander verbunden· Der Antrieb der Führungskopfe 5, 6 erfolgt über die Führungsstange 7 durch einen etwa in der Mitte des Führungsstange 7 angeordneten, Riemenantrieb 8 mit Rotor 9· Die Führungsköpfe 5t 6 sind gemäß Fig« 1 jeweils mit zwei profilierten Rollen 10, 11 bestückt, deren Achsen parallel zueinander, jedoch um 90° zur Drehachse verdreht, außerhalb der Drehachse der Ein-
richtung angeordnet sind· In den Führungsköpfen 5» 6 sind weiterhin Kanäle 12 für das Durchführen des Verseilgutstranges 13 vorgesehen wobei jeder Kanal 12 von der Achsmitte des Führungskopfes 5> б zur Oberfläche der Führungsstange 7 in einer langgezogenen Kurve verläuft· Der Verseilgutstrang 13 ist um die Führungsstange 7 in einer Spirale mit großer Steigung herumgelegt. Die Lager 14 bzwe deren drehende Teile in den Lagerständern 2, 3 weisen ebenfalls Kanäle 15 zum Hindurchführen des Verseilgut stranges 13 auf, die so ausgeführt sind, daß die vom Verseilgutstrang 13 gebildete Spirale möglichst erhalten bleibt* Bei entsprechender Länge der Führungsstange 7 können weitere Lagerständer vorgesehen sein· Um eine möglichst günstige Spirallage des Verseilgutstranges 13 zu erreichen und diese auch beizubehalten, «ind auf der Oberfläche der Führungastange 7 weitere «Führungen vorgesehen, die entweder als Führungsscheiben 16 mit Hip— pel 17 (Fig. 4) oder als Führungsbrücke 18 (Fig· 5) mf* Nippel 17 bzw· als Gleitschienen 19 ausgebildet sind· Auch die Führungsköpfe 5» 6 können verschieden ausgeführt sein· Sine Ausführung (Fig. 2) sieht zwei Rollenpaare 20, 21 im Führungskopf 5t б vor, die radial verstellbar und versetzt zur Drehachse angeordnet sind.
Eine aade^e Ausführung (Fig· 7) sieht vier Rollenpaare 22 vor, die hintereinander im Führungskopf 5 angeordnet sind und radial verstellt werden können· Bei einer anderen Ausführung nach Fig. 8 sind drei Rollen 23 achsparallel nebeneinander und ebenfalls im einzelnen radial verschiebbar im Führungskopf 5 gelagert« In der Fig. 9 ist eine weitere Ausführung eines Führungskopfes 5 mit nur einer radial unver- schiebbaren Rolle 24 dargestellt. Hier ist der Verseilgutstrang 13 mit einem vollen Winkel von 360° ua die Rolle 24 gelegt, während in den Ausführungen nach den Fig· 2 und 7 ümschlingungswinkel unter 180° vorliegen. Bei des Ausführungen nach den Fig· 1 und 7 wird der Verseilgutstrang 13 nur zwischen den Rollen 1O9 11 bzw. zwischen den Rollenpaaren 22 geführt und gehalten. Der-Verseilvorgang läuft wie allgemein bei der SZ-Verseilung ab» die mit Drehrich— tungswechsel arbeitet· Der große Vorteil der vorstehenden Ausführung besteht darin» daß die die Führungsköpfe 5f 6
verbindende Führungsstange 7 ein zuverlässiges Speicher- und Führungselement darstellt, das den Verseilgutstrang 13 ifi einer Spirale sicher führt, wobei die Steigung der Spirale auch verändert werden kann· Ein Aufdrehen €es Versellverbandes zwischen den Führungsköpfen 3$ 6 wird infolge der auf der Oberfläche der Führungsstange 7 angebrachten zusätzlichen Leitelemente, wie Nippel 17» Führungsbrücken 18 und Gleifrschienen 19, verhindert, ohne dabei das Gleiten des Verseilgutstranges 13 zu behindern· Die vorstehende Einrichtung läßt infolge der kleinen Durchmesser des rotierenden Systems relativ hohe Drehzahlen zu, wobei die am Verseilgutstrang wirkenden Fliehkräfte infolge des spiralförmigen Weges des-· selben um die Führungsstange 7 sich gegenseitig aufheben bzw· ausgleichen· Das Einfädeln des Verseilgutstranges ist einfach und unkompliziert·
Claims (3)
1· Einrichtung zur Verseilung mit wechseln! ex Schlagrichtung des Verseilgutes zur Ήerstellung elektrischer Kabel oder Leiterbündel, bei der die einzelnen beiter von in feststehenden Ablaufgesteilen angeordneten Spulen oder sonstigen Speichern ablaufen und gemeinsam über Führungs— köpfe und einen zwischen den Führungsköpfen angeordneten als rotierende Welle ausgebildeten Linearspeicher geführt werden, gekennzeichnet dadurch, daß der Linearspeicher eine, als Welle mit glatter gleitfähiger Oberfläche ausgebildete Führungsstange (7) ist, über die der von Führungskopf (5) zu Führungskopf (6) laufende Verseilgutstrang (13) i& einer Spirale mit großer Steigung herumgelegt ist und die Führungsstange (7) auf ihrem Umfang und in Achsrichtung hintereinander die Spirale des Verseilgutstranges (13) stabilisierende Elemente, wie Führungsscheiben (16) mit Nippel (17) oder Führungsbrücken (18) bzw. Gleit schienen (19) aufweist«
-1-
Er fi ndung s ans pru ch
2. Einrichtung zum Verseilen mit wechselnder Schlagrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Führungsstange (7) beliebig lang ist und entsprechend ihrer Länge in mehreren Lagerständern (2| 3) gelagert ist, deren rotierende Lagerteile mit annähernd achsparallel verlaufenden Kanälen (15) zur Durchführung des Verseilstranges (13) versehen sind·
3· Einrichtung zum Verseilen mit wechselnder Schlagrichtung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß in den Führungsköpfen (5i 6) radial verstellbare Rollenpaare (20; 21) bzw, (22) oder^ebenfalls in radialer ^ichtung verstellbare, hintereinander angeordnete Einzelrollen mit einer dem Verseilgutstrang (13) angepaßton Profilierung gelagert sind und die Führungsköpfe (5; 6) annähernd achsparallel verlaufende Kanäle (12) zur Führungsstange (7) hin aufweisen, deren Richtung dem Spiralenanfang oder -ende angepaßt ist.
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