DD143772A5 - Verfahren zur herstellung von neuen thiadiazolderivaten - Google Patents

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DD143772A5
DD143772A5 DD79213131A DD21313179A DD143772A5 DD 143772 A5 DD143772 A5 DD 143772A5 DD 79213131 A DD79213131 A DD 79213131A DD 21313179 A DD21313179 A DD 21313179A DD 143772 A5 DD143772 A5 DD 143772A5
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Tobias O Yellin
Derrick M Mant
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Ici Ltd
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D285/00Heterocyclic compounds containing rings having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D275/00 - C07D283/00
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    • C07D285/02Thiadiazoles; Hydrogenated thiadiazoles
    • C07D285/04Thiadiazoles; Hydrogenated thiadiazoles not condensed with other rings
    • C07D285/081,2,4-Thiadiazoles; Hydrogenated 1,2,4-thiadiazoles
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61PSPECIFIC THERAPEUTIC ACTIVITY OF CHEMICAL COMPOUNDS OR MEDICINAL PREPARATIONS
    • A61P1/00Drugs for disorders of the alimentary tract or the digestive system
    • A61P1/04Drugs for disorders of the alimentary tract or the digestive system for ulcers, gastritis or reflux esophagitis, e.g. antacids, inhibitors of acid secretion, mucosal protectants

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Description

λ 4 ^ ϊ*& I y Berlin, den 14. 9. 1979
Verfahren zur Herstellung von neuen Thiadiazolderivaten
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Thiadiazolderivaten, die Histamin-H-2-Antagonisten darstellen und eine Magensäuresekretion verhindern. ·
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es wird postuliert, daß die physiologisch aktive Verbindung Histamin, die innerhalb des Tierkörpers auf natürlichem Wege gebildet wird, in der Lage ist, sich im Verlaufe der Ausübung ihrer Aktivität mit bestimmten spezifischen Rezeptoren zu verbinden, von denen wenigstens zwei unterschiedliche und getrennte Arten zu verzeichnen sind. Von diesen Rezeptoren ist die erste Art mit H-1-Rezeptor Dezeichnet worden (Ash und Schild, Brit. J. Pharmac., 1966, 2£, 427)» und die Wirkungsweise des Histamins wird im Zusammenhang mit diesem Rezeptor durch klassische "Ant!histamin"-Präparate, wie etwa Mepyramin, blockiert (entgegengewirkt)β Der zweite Histaminrezeptor ist mit H-2-Rezeptor bezeichnet worden (Black und andere, Nature, 1972, 236, 385), und die Wirkungsweise des Histamins im Zusammenhang mit diesem Rezeptor wird durch Präparate, wie etwa Cimetidin, blokkiert· Es ist bekannt, daß ein Ergebnis der Blockierung der Wirkungsweise des. Histamins im Zusammenhang mit dem H-2-Rezeptor darin besteht, daß die Sekretion der Magensäure verhindert wird,-und eine Verbindung, die über diese Fähigkeit verfügt, ist daher bei der Behandlung von Geschwüren im oberen Dünndarmbereich (Jenunum) und von anderen, durch den Säuregehalt des Magens hervorgerufenen
4 ^ 1 Λΐχ. Q
55 519 11
oder verschlimmerten Erkrankungen von Nutzen.
In den GB-PS 1 338 169 und 1 397 4-36 sind Histamin-H~2-Re ζ eptor-Antagonisten (antagonistisch wirkende Stoffe) beschrieben, die heterozyklische Derivate mit einer Seitenkette darstellen» an deren Ende zum Beispiel eine Harnstoff-, Thio-harnstoff-, Guanidin- oder N-Zyanoguanidin» gruppe gebunden ist·
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung neuer wirksamer Histamin-H-2-Rezeptor-Antagonisten bereitzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es wurde gefunden, daß» wenn eine Guanidinogruppe in der 5-Stellung eines 1,2,4-Thiadiazolringes, der eine derartige Seitenkette in der 3-Stellung aufweist, substituiert wird, Verbindungen erzeugt werden, die star« ke Histamin~H-2-Rezeptor-Antagonisten darstellen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung handelt es sich um ein Verfahren zur Herstellung eines Thiadiazolderivates der folgenden Formel 1:
E1IfH ./S-—N
(CH2)m-Y-(CN2)n-NH-A-B
9. 1979 519 11
worin Y einem Sauerstoff- oder Schwefelatom, einer Direktbindung oder einer Methylen«- oder SuIfinylgruppe entspricht; m gleich 0 bis 4- und η gleich 1 bis 4 sind, vorausgesetzt, daß, wenn Y einem Schwefel- oder Sauerstoffatom oder einer Sulfinylgruppe entspricht, das m gleich 1 bis 4- ist, und wenn"Y einem Sauerstoffatom oder einer /Sulfinylgruppe
entspricht, das η gleich 2 bis 4 ist; R für ein liiasserstoffatom oder für eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen steht; A einer 3»4—Dioxozyklobuten-1,2-diylgruppe oder einer Gruppe der Formel C = Z entspricht, in der Z ein Sauerstoffatom oder ein Schwefelatom oder eine Gruppe der Formel NCN, MO2, CHNO2, C(CN)2J NCOR2, NCO2R2, NSO2R2...oder NR3 darstellt, in der R^ eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eino Arylgruppe mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen darstellt und R-' ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist; B für eine Alkoxy- oder Alkylthiogruppe mit A bis 6' Kohlenstoffatomen oder für eine Gruppe der Formel NR Br steht, in der R und Br, die gleich oder verschieden voneinander sein können, Wasserstoffatome, Alkylgruppen mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, Alkenyl- oder Alkinylgruppen mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen» bei denen die Doppel- bzw. Dreifachbindung an dem Stickstoffatom der Gruppe NR R^ durch wenigstens ein Kohlenstoffatom getrennt wird, (primäre Hydroxy)-alkyl- oder (primäre Amino)alkylgruppen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder Zykloalkylgruppen mit 3 "bis 6 Kohlenstoffatomen darstellen oder R und R^ miteinander verbunden sind, um zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen gesättigten Ring zu bilden, der freigestellt ein zusätzliches Sauerstoffatom oder eine zusätzliche NH-Gruppe enthält;
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sowie um die pharmazeutisch akzeptablen Säureadditionssalze davon. ·
Es versteht sich, daß in der obigen Formel 1 und in der gesamten vorliegenden Beschreibung verschiedene andere tautomere Formen möglich sind, obwohl die Doppelbindungen in den beiden Seitenketten in besondere Stellungen eingesetzt worden sind, und die vorliegende Erfindung umfaßt die Herstellung derartiger tautomerer Formen innerhalb ihres Geltungs- und Anwendungsbereiches.
Eine besondere Bedeutung für R besitzt eine Methylgruppe, wenn es sich um eine Alkylgruppe handelt.
Eine besondere Bedeutung für R besitzt eine Methyl- oder ρ-ίοluolgruppe.
Eine Methylgruppe hat eine, besondere Bedeutung für R^.
Eine Methoxy-, Ithoxy- oder Methylthiogruppe besitzt besondere Bedeutung für B^ wenn es sich um eine Alkoxy- oder f Alkylthiogruppe handelt»
' Eine Methyl-, Äthyl-, Allyl-, Propargyl-, 2-Hydroxyäthyl-t 2~Aminoäthyl»- oder Syklopropylgruppe entspricht einer besonderen Bedeutung für E oder R » wenn wir es mit einer Alkyl-, Alkenyl-, Alkynyl-, (primären Hydroxy)alkyl-, (primären Amino)alkyl- öder Zykloalkylgruppe zu tun haben«
Ein Pyrrolidin-, Piperidin-, Piperazin- oder Morpholinring besitzt eine besondere Bedeutung für den Ring, der gebildet wird, wenn R und R^ miteinander verbunden sind.
21 3 131
Die folgenden Angaben betreffen 7 bevorzugte Eigenschaften des Thiadiazolderivates der Formel 1. Wenn irgendeine dieser Eigenschaften ausgewählt wird, entweder einzeln oder in einer Kombination mit den anderen allgemeinen Eigenschaften des Thiadiazolderivates der weiter oben angegebenen Formel 1, werden bevorzugte Untergruppen der Verbindungen innerhalb der obigen allgemeinen Definition erhalten·
1. Y ist ein Schwefelatom·
2· R entspricht einem Wasserstoffatom·
3· B steht für eine Gruppe der Formel NRTR , in der R^ ein Wasserstoffatom darstellt·
4· B ist glelich einer Alkoxy- oder Alkyl thiogruppe·
5* A entspricht einer 3,4-Dioxozyklobuten-1,2-diylgruppe oder einer Gruppe der Formel C=Z, in der Z ein Schwefelatom ist oder eine Gruppe der Formel NCN, NNO2, CHNO2, NCONH9
oder 2J 6· m ist gleich 1 und η steht für die 2*
7· B entspricht einer Gruppe der Formel NET-R , in der R4 ein Wasserstoffatom oder eine MethyiLgruppe und R ein Wasserstoffatom darstellen«.
Spezifische Verbindungen gemäß der vorliegenden Erfindung werden in den Beispielen näher erläutert·
Die folgenden Angaben beziehen sich auf eine bevorzugte Gruppe von Verbindungen:
3-/*"2-(3~Zyano-2-methylisothioureido)äthylthiomethyli_7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol;
3-/~2-(2-Zyano-3~methylguanidino)äthylthiomethyl_7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol;
3-/"2-(2-Zyano-3-äthylguanidino)äthylthiomethylia_7-*5-guanidino-1,2,4-thiadiazol;
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5-guanidine»-1,2,4-- thiadiäzol; .
3~^~2~(2~Mtro guanidine») äthylthiomethyl7-5-guanidino-1,2,4 thiadiazol; '
3-/"2-(3-Methylthioureido ) äthylthiomethyl7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol;
amino)-1-methylamino-2-nitroäthylen; . · 3 ~£~2 - ( 2-Zyano -3 -^"2 -amino äthyl/guanidino ) ät hyl t hiome 5~guanidino~1,2,4~thiadiazol;
3-^""2-(2-Zyanogaanidino)ätliylthiomethyl7-5-guanidino-1,2 ,Λ-tliiadiazol;
sowie die pharmazeutisch akzeptablen Säureadditionssalze davon» .
Ein geeignetes pharmazeutisch akzeptables Säureadditionssalz des Thiadiazolderivates das gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde, ist zum. Beispiel ein Salz, welches mit Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Orthophosphorsäure, Schwefelsäure, Zitronensäure oder Maleinsäure gebildet wurde, '
Das neue Thiadiazolderivat kann unter Zugrundelegung von "Verfahren hergestellt werden, die- für die Herstellung von chemisch analogen Verbindungen bekannt sind. So werden die
folgenden Verfahren, wobei Y, Z1 m, n, A, B, R^, R2, R^,
4 5 ~
E und ΊΙτ den weiter oben angegebenen Bedeutungen entsprechen, sofern Meine anderweitigen Angaben erfolgen, als weitere Eigenschaften der vorliegenden Erfindung vorgestellt«
Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung wird wie
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folgt gekennzeichnet:
a) durch die Umsetzung einer Verbindung der Formel 2:
E1NH
,s-
SN-
(2)
T.6
131
wobei R einer ersetzbaren Gruppe entspricht, mit einer Verbindung der Formel B-H;
b·) bei denjenigen Verbindungen, in denen A einer Gruppe der Formel C=Z entspricht, in der Z für ein Schwefel- oder Sauerstoffatom steht, und B gleich einer .Gruppe der Formel NR R ist, in der R einem Wasserstoffatom oder einer Alkyl-, Alkenyl-, Alkynyl- oder Zykloalkylgruppe entspricht und R·3 für ein Wasserstoff atom steht, durch die Umsetzung einer Verbindung der Formel 3s
R1M
7 7
mit einer Verbindung der Formel R-U=C=D, in der R1 für ein Wasserstoffatom, für eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, für eine Alkenyl- oder Alkynylgruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, in der die Doppel- bzw«, Dreifachbindung an dem Stickstoffatom der Gruppe IS=C=D durch wenigstens ein Kohlenstoffatom getrennt wird, oder für eine Zykloalkylgruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen steht und D einem Schwefel- oder Sauerstoffatom entspricht;
c») du^rch die Umsetzung einer Verbindung der Formel 3 mit einer Verbindung der Formel 4:
R6 - A - B · (4)
in der R einer ersetzbaren Gruppe entspricht;
d·) bei denjenigen Verbindungen, bei denen A für eine Gruppe der Formel C = Z steht, in der Z einer Gruppe der Formel entspricht, und B gleich einer Gruppe der Formel HRTEr ist, durch die Hydrolyse, einer Verbindung der Formel 1, in der A für eine Gruppe.der Formel C=Z steht, wobei Z einer Gruppe der Formel HCU entspricht, und B gleich einer Gruppe der
'A c
Formel UR4-R^ ist; und
-x-
ZI 3 131 .
-
ei) bei denjenigen Verbindungen, in denen Y einer SuIfinylgruppe entspricht, durch die Oxydation einer Verbindung der Formel 1, in der Y für ein Schwefelatom steht«
Wenn das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung die Verbindung der Formel 1 in der Form der freien Base liefert und ein Säureadditionssalz verlangt wird, wird die Verbindung der Formel 1 in der Form der freien Base mit einer Säure zur Umsetzung gebracht, die ein pharmazeutisch akz.eptables Anion liefert·
Verfahren ae) kann in der Weise durchgeführt werden, indem B-H
·· 4. B
im Überschuß verwendet wird, d.h·, es findet das Amin JrIrIiH im Überschuß Verwendung, freigestellt in Gegenwart eines Verdünnungs- oder Lösungsmittels, wie etwa von V/asser, Methanol, Äthanol oder Pyridin, oder es wird die Verbindung R -OH oder R -SH im Überschuß verwendet, in der R einer Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen entspricht, vorzugsweise in der Form eines Salzes, wie etwa des Katriumsalzes in demselben Alkohol oder Thioalkohol als Verdünnungs- oder Lösungsmittel. R kann beispielsweise gleich einer Alkoxy- oder Alkylthiogruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen sein, zum Beispiel gleich einer Methoxy-, Äthoxy- oder Methylthiogruppeο Das Verfahren kann durch die Anwendung von Wärme beschleunigt oder abgeschlossen werden, zum Beispiel durch Erwärmen bis zum Siedepunkt des Verdünnungs- oder Lösungsmittels·
Verfahren b*) kann in der Weise durchgeführt werden, indem das Isozyanat oder Isothiozyanat R-N=C=D im Überschuß verwendet wird» Wenn D gleich einem Schwefelatom ist, wird die Umsetzung vorzugsweise in einem Verdünnungs- oder Lösungsmittel, wie etwa Methanol oder Äthanol, durchgeführt. Wenn D für ein Sauerstoffatom steht, muß ein nichtalkoholisches Verdünnungs- oder Lösungsmittel verwendet werden· Das Verfahren kann durch die Anwendung von Wärme beschleunigt oder abgeschlossen werden, zum Beispiel durch Erwärmen bis zum Siedepunkt des Verdünnungsoder Lösungsmitteiso
Verfahren c«) kann in der Weise durchgeführt werden, indem die Verbindung der Formel 4 im Überschuß in einem Verdünnungs- oder Lösungsmittel, wie etwa Methanol,-Äthanol oder Acetonitril, verwendet wird· R kann beispielsweise gleich einer Alkoxy- oder Alkylthiogruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen sein, zum Beispiel gleich einer Methoxy-, Äthoxy- oder Methylthiogruppee Die Umsetzung kann durch die Anwendung von Wärme beschleunigt oder abgeschlossen werden, zum Beispiel durch Erwärmen bis zum Siedepunict des Verdünnungs- oder Lösungsmittels»
Verfäi ren d·) kann in der Weise durchgeführt werden, indem eine verdünnte Mineralsäure, beispielsweise verdünnte Salzsäure, in einem Verdünnungs·» oder Lösungsmittel, wie etwa Wasser, verwendet wird» Die Umsetzung kann durch die Anwendung von Wärme beschleunigt oder abgeschlossen werden, zum Beispiel durch Erwärmen bis zum Siedepunkt des Verdünnungs- oder Lösungsmittels»
Verfahren e·) kann in der Y/eise durchgeführt werden, indem ein schwaches Oxydationsmittel, wie etwa Natriummetaperjodat, in einem Verdünnungs™ oder Lösungsmittel, wie etwa wäßrigem ^ethanol oder wäßrigem Äthanol, verwendet wird·
Wenn Y für ein Sauerstoff- oder Schwefelatom steht und R gleich einem Wasserstoffatom ist, kann das Ausgangsmaterial der Formel 3 für das Verfahren b*) oder c·) in der Weise gewonnen werden, indem eine Verbindung der Formel 5:
KH ·..... H2H — L_ - (CH2)Jn - Cl (5)
mit Trichlormethansulfenylchlorid umgesetzt wird, gefolgt von einer Reaktion des erhaltenen Produktes, der Verbindung der Formel 6:
-(CH2)m - Cl (6)
213 13t
mit einer Verbindung der Formel Ii
C = WH . (7)
Das Produkt dieser Umsetzung wird dann mit einer Verbindung der Formel 8 zur Reaktion gebracht:
HD - . (CH2)n - KH2 (8)
in der D einem Sauerstoff- oder Schwefelatom entspricht· Auf.
diese Weise gelangt man zu der Verbindung der Formel 3· Diese
Reihenfolge von Reaktionen ist in den Beispielen 1 und 2 näher veranschaulicht«
Wenn Y gleich einer Direktbindung oder gleiche einer Methylengruppe ist, kann das Ausgangsmaterial der Formel 3 für das Verfahren b. ) oder c#) in der Weise erhalten werden, indem eine Verbindung der Formel 9:
WH · '
H2W-^ L (CH2)m- X - CCH2)n - MR9 (9)
in der X einer Direktbindung oder einer Methylengruppe entspricht und r" für eine Stickstoffschutzgruppe steht, mit Trichlor— methansulfenylchlorid umgesetzt wird, gefolgt von einer Reaktion des erhaltenen Produktes mit der Verbindungder Formel 7· Das Endstadium bei diesem Verfahren besteht somit darin, die Schutzgruppe zu gelangen.
q Schutzgruppe R^ zu entfernen, um zu der Verbindung der Formel 3
Wenn Y gleich einer Sulfinylgruppe ist, kann das Ausgangsmaterial der Formel 3 für das Verfahren ba) oder c#) in der Weise erhalten werden, indem die Verbindung der Formel 3» in der Y gleich einem Schwefelatom istf oxidiert wird*
Das Ausgangsmaterial der Formel 2 für das Verfahren a») kann in
14« 9* 1979 55 519 11
-AiWeise gewonnen werden, indem eine Verbindung der Formel 3 mit einer Verbindung der Formel 10 zur Umsetzung gebracht wirdi .
E6 - A - R6 (10)
in der E eine ersetzbare Gruppe darstellt, beispielsweise eine Alkoxy- oder Alkylthiogruppe, wie in den Beispielen 1» 2, 9, 10, 12, 13 oder 14 näher dargelegt wirde '
Wie weiter oben angegeben, entspricht das erfindungsgemäß hergestellte l'hiadiazolderivat einem Histamin-H-2-Antogonisten» verhindert die Sekretion der Magensäure in Warmblütern und ist daher bei der Behandlung von Geschwüren im oberen Dünndarmbereich (Jenuntna) und von anderen, durch den Säuregehalt des Magens hervorgerufenen oder verschlimmerten Erkrankungen einschließlich der Streßt geschwüre und -des Magen/Darm-Blutens auf Grund von Verletzungen von Nutzen.
Die Histamin-H-2-Antagonist-Aktivität kann mit Hilfe von Standardversuchen veranschaulicht werden, beispielsweise durch die Fähigkeit der Verbindung der Formel 1, die durch das Histamin hervorgerufene iDositive chronotr.öpe Reaktion beim spontanen Schlagen der rechten Herzvorkammer beim Meerschweinchen zu verhindern, oder durch die Fähigkeit der Verbindung der Formel 1, die durch das Histamin hervorgerufene Zunahme der Konzentration des zyklischen. AMP (Adenosinmonophosphat) (in Gegenwart eines Phosphodiesterasehsmmstoffes) in einer Suspension freier Zellen zu verhindern, die von der Magenschleimhaut von Hunden erhalten vmr&e. . ,
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Der Meerschweinchen-Herzkainmer-Versuch wird in der folgenden leise ausgeführt: - .
Eine rechte Herzvorkammer eines Meerschweinchens wird unter einer (isometrischen Spannung von 1 g in einem thermostat- . geregelten (30° G) Gewebebad (25 ml) suspendiert, welches einen mit Sauerstoff angereicherten (95 % O2; 5 % Krebs-Hanseleit-
21 3 131 _„, _
Puffer (pH gleich 7,4) enthält. Das Gewebe kann sich 1 Stunde lang stabilisieren, während welcher Zeit es 2 bis 4 mal gewaschen wird· Einzelne Kontraktionen werden mit einem Kraft/ Wegmeßwandler über einen Dehnungsmeßstreifenkoppler aufgezeichnet und momentane Frequenzen mit einem Kardiotachometer überwacht· Eine Kontrollreaktion auf 1/uM Histamin wird vorgenommen, wonach, das Gewebe 3 mal gewaschen und der Gleichgewichtszustand in bezug auf die Grundfrequenz wiederhergestellt wird» Mach der Wiedergewinnung des Gleichgewichtszustandes in 15 Minuten wird die Versuchsverbindung bis zur gewünschten Endkonzentration zugegeben· 10 Minuten nach der Zugabe der Verbindung wird erneut Histamin (1/UM) zugegeben und die Reaktion auf das Histamin in Gegenwart des Antagonisten mit der Histaminkontrollreaktion verglichen» Das Ergebnis wird in % der Histaminkontrollreaktion ausgedrückt« Im Anschluß daran wird die scheinbare Dissoziationskonstante des H-2-A.ntagonisten durch Standardverfahren bestimmt·
Alle in dieser Beschreibung durch Beispiele belegte Verbindungen verhalten sich bei dem Meerschweinchen-Herzvorkammerversuch bei oder unter einer Badkonzentration von 10yuM aktiv und die aktiveren Verbindungen zeigen eine vollständige Unterbindung der Reaktion bei dieser Konzentration·
Die Unterbindung der Sekretion der Magensäure kann mit Hilfe von Standardversuchen veranschaulicht werden, beispielsweise durch die Fähigkeit der Verbindung der Formel 1, wenn sie intravenös, intragastrisch oder oral verabreicht wird, die Sekretion des sauren Magensaftes zum Beispiel in Ratten, Katzen oder Hunden zu unterbinden, denen Magenschläuche eingeführt wurden und deren Magensekretion durch die Verabreichung eines sekretionsanregenden Mittels, wie zum Beispiel Pentagastrin oder Histamin, stimuliert wird·
Der Versuch an Hunden wird wie folgt durchgeführt:
Einem weiblichen, reinrassigen kleinen Spürhund (9-12 kg) wird
21 3 f3f
über einen ständigen Magenschlauch, über Nacht Wasser ad lib zugeführt· Während des Experimentes ist der Hund in seiner stehenden Stellung geringfügig eingeschränkt· Bei der Untersuchung der Versuchsverbindung über den intravenösen Weg wird der Schlauch geöffnet und nach der Ermittlung des Fehlens der Grundsekretion in einer Zeitspanne von 30 Minuten mit einer kontinuierlichen intravenösen Infusion eines sekretionsanregenden Mittels (0,5/UMöl/kg/Stunde Histamin oder 2/Ug/kg/ Stunde Pentagastrin) in physiologischer Kochsalzlösung (15 ml/· Stunde) begonnen· Magensäureproben werden alle 1|3 Minuten entnommen· Das Volu^men jeder Probe wird gemessen und eine aliquote Menge von 1 ml mit 0,1 IT NaOH bis zur Neutralität ';o titriert, um die Säurekonzentration zu bestimmen· V/enn ein Konstanzbereich der Sekretion erreicht ist (nach 1 bis 2 Stunden), wird die Versuchsverbindung intravenös in einer physiologischen Kochsalzlösung verabreicht und Magensäureproben weitere 2 bis 3 Stunden lang entnommen, während welcher Zeit die Infusion des sekretionsanregenden Mittels ununterbrochen weitergeht·
Bei der Untersuchung der Versuchsverbindung auf dem· intragastrischen Wege wird das Fehlen der Grundsekretion während einer Zeit von 30 Minuten ermittelt und die Versuchsverbindung, die in 25 ml 0,5 Masse-%/Volumen Hydroxypropylmethylzellulose und 0,1 Masse-%/Volumen "Tween" 80 in Wasser ("Tween" entspricht einer Handelsbezeichnung) enthielt, dem Magen über einen Schlauchdosierstopfen eingeflößt· Eine Stunde später wird der Schlauch erneut geöffnet und sofort mit einer intravenösen Infusion eines sekretionsanregenden Mittels, wie weiter oben beschrieben wurde, begonnen· Magensäureproben werden, wie weiter oben beschrieben wurde, gemessen und die Annäherung der Magensäuresekretion an einen Konstanzbereich verglichen mit der Behandlung eines Kontrolltieres, dem die Dosen intragastrisch nur mit dem Dosierlösungsmittel zugeführt werden·
Bei der Untersuchung der Versuchsverbindung über den oralen Weg findet die Verabreichung in einer Gelatinekapsel mit
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15 ml Wasser statt» Sine Stunde später wird der Magenschlauch geöffnet und mit der intravenösen Infusion des sekretionsanregenden Mittels sofort begonnen. Magensäureproben werden wie oben gemessen und die Annäherung der Magensäurese— kretion an einen Konstanzbereich mit der Behandlung eines Kontrolltieres ohne Infusion verglichen.
Die bei dem Versuch mit der Herzvorkammer erzielten Ergebnisse dienen für die Aktivität in dem Hundeversuch als Vorhersage e
Während der Hundeversuche wurde keine offensichtliche Giftigkeit und wurden keine Webenwirkungen festgestellt. Die Verbindung 3~^~2-(2-Zyano-3-niethylguanidino)äthylthio~ methy3s7~5-guanidino-1,2,4-thiadiazol ergab keine "Giftigkeit, wenn sie oral Nagetieren mit 300 mg/kg verabreicht wurde» Dieselbe Verbindung wurde von Hunden gut vertragen, wenn sie oral mit 100 mg/kg verabreicht wurde.
Die neuen erfindungsgemäß hergestellten Thiadiazolderivate können in Verbindung mit einem ungiftigen pharmazeutisch akzeptablen Verdünnungsmittel oder Trägermittel eingesetzt werden.
Die pharmazeutische Zusammensetzung kann zum Beispiel in einer Form vorliegen, die sich zur oralen, rektalen, parenteralen oder topischen Verabreichung eignet, für welche Zwecke sie in bekannter Weise beispielsweise in Form von Tabletten, Kapseln, wäßrigen oder ölartigen Lösungen oder Suspensionenj Emulsionen, dispergierbaren Pulvern, Suppositorien, sterilen injizierbaren wäßrigen oder ölartigen Lösungen oder Suspensionen, Gelen, Cremes, Salben oder
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Lotions hergestellt werden kann· ·
Zusätzlich zu dem Thiadiazolderivat der Formel 1 kann die erfindungsgemäße pharmazeutische Zusammensetzung zur oralen! rektalen, oder parenteralen Verabreichung auch ein bekanntes Präparat oder mehrere bekannte Präparate enthalten oder gemeinsam mit diesen Präparaten verabreicht werden· Diese Präparate können wie folgt ausgewählt werden: Aus den Antazidenl zum Beispiel Aluminiumhydroxid/Magnesiumhydroxid-G-emische; aus Antipepsinverbindungen, zum Beispiel Pepstatin; aus anderen Histamin-H-2-Antagonisten, zum Beispiel Cimetidin; aus Gesclxvürheilmitteln, zum Beispiel Carbenoxolon oder Wismutsalze; aus Antisntzündungsmitteln, wie zum Beispiel Ibuprofen, Indomethacin, Naproxen oder Aspirin; aus den Prostaglandinen, zum Beispiel 16,13-Dimethylprostaglandin E2; aus den klassischen Antihistaminen (Histamin-H-1-Antagonisten), zum Beispiel Mepyramin oder Diphenhydramin; aus anticholinergischen Mitteln, zum Beispiel Atropin oder Propanthelinbromid; und aus anxiolytischen Mitteln, zum Beispiel Diazepam, Chlordiazepoxid oder Phenobarbital·
Die pharmazeutische Zusammensetzung zur topischen Verabreichung kann ebenfalls zusätzlich zu dem Thiadiazolderivat ein klassisches Antihistamin oder mehrere klassische Antihistamine (Histamin-H-1-Antagonisten) enthalten, beispielsweise Mepyramin oder Diphenhydramin, sowie/oder ein steroidales Antientziindungsmittel oder mehrere davon, beispielsweise Fluocinolon oder Triamcinolon,
Ein topisches Präparat kann 1 bis 10 Masse-% des erfindungsgemäß hergestellten Thiadiazolderivates enthalten. Eine
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bevorzugte pharmazeutische Zusammensetzung ist eine solche, die sich aur oralen Verabreichung in der Form einer Einheitsdosis eignet, beispielsweise in der Form einer Tablette oder Kapsel f die zwischen 10 mg und 500 mg des Th'iadiazolderivates enthält, oder eine solche, die sich zur intravenösen, subkutanen oder intramuskulären Injektion eignetj beispielsweise eine sterile Injektion mit einem Gehalt des Thiadiazolderivates zwischen 0,1 Gew.-% und 10
Die pharmazeutische Zusammensetzung wird normalerweise dem Menschen zur Behandlung von peptischen Geschwüren sowie anderen Erkrankungen verabreicht, die durch den Säuregehalt des Magens hervorgerufen oder verschlimmert werden· Die Verabreichung erfolgt dabei in derselben Art und Weise Y?ie beim Oimetidin, wobei entsprechende zulässige Dosismengen im Hinblick auf die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Thiadiazolderivates relativ zu dem Cimetidin berücksichtigt werden müssen. So wird jeder Patient eine orale Dosis zmsehen 15 mg und 1500 mg und vorzugsweise zvjischen 20 mg und.200 mg des Thiadiazolderivates erhalten oder eine intravenöse, subkutane oder intramuskuläre Dosis zwischen 1,5 mg und 150 mg und vorzugsweise zwischen 5 Big und 20 mg des ThiadiazolcLerivateso Die Zusammensetzung wird dabei 2- bis 4mal am Tag verabreicht. Die rektale Dosis wird ungefähr mengenmäßig der oralen Dosis entsprechen. Die Zusammensetzung kann weniger häufig verabreicht werden, wenn sie eine Menge des Thiadiazolderivates enthält» die einem Vielfachen der Menge entspricht, die wirksam ist, wenn sie 2- bis 4mal am Tage verabreicht wird»
Die vorliegende Erfindung wird durch, die folgenden Beispiele
• - 15$
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näher veranschaulicht, aber nicht eingeschränkt. Die Temperaturen sind in 0G angegeben.
Beispiel 1
Eine Lösung von rohem 3-/""(2-Aiainoäthyl)thiomethy]L_7-5'-guanidino-1,2,4-thiadiazoloxalat (6 g) in Wasser.(180 ml), Triäthylamin (2,1 ml) und eine Lösung von Dimethyl(zyanoimido)(Iithiokarbonat (2,7 g) in Äthanol (180 ml) wurde bei 70 0G 1,5 Stunden lang gerührt. Das Lösungsmittel wurde unter Vakuumbedingungen eingedampft und das sich ergebende Öl mit siedendem Äthanol (200 ml) extrahiert· Dem Extrakt wurde ein Überschuß von Oxalsäure in Äthanol zugegeben, der dann unter Vakuumbedingungen eingedampft wurde, um zu einem roten Öl zu gelangen, welches beim Verreiben mit Wasser (40 ml) kristallisierte·
- ,2.0 -
Die Kristalle wurden abfiltriert und getrocknet, wobei das 3~/~2~(3~Zyano-2-methylisothioureido)äthylthiomethyl__7-5-» guanidino-1,2,4-thiadiazoloxalat erhalten wurde«
Das 3~/~(2~Aminoäthyl)thiomethyl_7"-5-guanidino-1,2,4-thiadiazoloxalat, von dem als Ausgangsmaterial Gebrauch gemacht wurde, kann wie folgt erhalten werden: ·
5~Chlor»3~chlormethyl-1,2,4~thiadiazol (Siedepunkt 54 °C/2 mm) wurde aus Chlorazetamidin und Trichlormethansulfenylchlorid nach dem von Goerdeler beschriebenen Verfahren (^hem^^B^^, 1957, jX>, 182) für die Darstellung von 5-Chlor-3~methyl~1y2,4-thiadiazol hergestellt«, .
xTatriumhydrid (4»8 g einer 50%igen (Gewc-%) Dispersion in Öl), welches mit getrocknetem Petroläther (Siedepunkt 100-120 0C) 2ur Entfernung des Öles gewaschen worden war, wurde umgerührt und mit trockenem t-Butanol (200 Eil) 30 Minuten lang erwärmt, bis die Gasentwicklung aufhörte» Guanidinhydrochlorid (9>6 g), wurde zugegeben, gefolgt nach 10 Minuten von einer Zugabe von 5-Chlor-3-chlormethyl-1,2,4-thiadiazol (8,5 g), und die sich ergebende Aufschlämmung wurde anschließend 20 Minuten lang umgerührte Die festen Bestandteile wurden aus der sich ergebenden Suspension durch Zentrifugieren entfernt, um zu einer Lösung des rohen 3-Chlormethyl-5-guanidino-1,2,4-thiadiazole zu gelangen· Natriummethoxid (5,8 g) wurde in magnesiumgetrocknetem Äthanol (100 ml) aufgelöst und unter Argon auf 10 0C abgekühlt* 2~Aminoäthanthiolhydrochlorid (6g) wurde hinzugegeben, das Gemisch 10 Minuten lang umgerührt und auf 5 0C abgekühlt* Die t-Butanollösung des 3-Chlormethyl-5-guanidino~1,2,4-thiadiazols wurde unter Abkühlung von Außen in einem Zeitraum von 10 Minuten zugegeben, so daß die Temperatur dabei nicht über 15 0C anstieg· lach 30 Minuten wurde der feste Niederschlag abfiltriert und das Piltrat mit einer Lösung von Oxalsäure in Äthanol angesäuert, bis keine weiteren festen Bestandteile ausgefällt wurden'· Das feste 3~Z~(2~Aminoäthyl)thiomethyl_-7-
140 9, 1979 519 11
5~guanidino-1,2,4-thiadiazoloxalat wurde abfiltriert, mit ein wenig Äthanol gewaschen und getrocknet.
Beispiel 2
Ein Gemisch aus 3~^~2-(3-Zyano-2-methylisothioureido)-äthylthiomethyl7-5~guanidino-1,2,4-thiadiazol (2,0 g) und einer. 33%igen (Masse-%/Volumen) Lösung von Methylamin in Äthanol (80 ml) wurde bei 20 0C 18 Stunden lang gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert und das Filtrat unter Vakuumbedingungen zu einem'Öl eingedampft, welches unter Verwendung einer Kieselsäuresäule chromatographiert wurde, wobei die Elution mit Äthanol/Toluol im Volumenverhältnis 1:2 vorgenommen wurde« Das Produkt, das 3^2~(2-Zyano-3~methylguanidino) äthylthiomethyl/-5~guanidino-1,2,4-thiadiazol, wies einen Schmelzpunkt von 159 - 161 0G auf und einen IL.-Tfe?t von 0,4 auf einem Boden der Ausführung Merck 60 F-254, entwickelt mit Äthanol/Toluol in einem Volumenverhältnis von 1:2. / . ·
Das magnetische Kernresonanzspektrum in dg Dirnethylsulfoxid wies unter Verwendung von Tetramethylsilan als innerem Standard ( S =0) die folgenden Resonanzen auf (cO: 7,2 (6H, Multiplatt); 3,7 (2H, Singulett); 3,35 (2H, Multiplett) und 2,7 (5H, Multiplett).
Beispiel 3
Ein Gemisch aus 3-Cnlormethyl-5*-Suanidino-1,2}4—thiadiazol (19,1 g) und 2-Aminoäthanthiolhydrochiorid (11,4 g) wurde in Ithanol (200 ml) umgerührt. 10,8 N NaOH (20-ml) wurden zugegeben und das Gemisch 2 Stunden lang gerührt. Die ausgefällten, festen Bestandteile wurden abfiltriert und mit Äthanol (200 ml) gewaschen und die vereinigten Filtrate mit Dimethyl (?.yanoimido)-dithiokarbonat (17,6 g) behandelt. ITach 10 Minuten begann das Produkt, auszufällen. Nach 1 Stunde wurden die festen Bestandteile abfiltriert, mit Äthanol gewaschen und bei 25 °C/0,2 mm getrocknet. Erhalten wurde das 3-£'2"~(3~ Zyano-2-methyliso- — -VS —
thioureido)äthylthiomethyl>_7-5-guanidinoo-1 ,2,4-thiadiazol mit einem Schmelzpunkt von 178-179 °0 (Zersetzung)·
Eine Suspension von 3-/~2-(3-Zyano~2-methylisothioureido)äthylthiomethyl_7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (10 g) in Äthanol (200 ml) wurde umgerührt und unter äußerer Eiskühlung auf 10 0C abgekühlt· Methylamin (166 g) wurde in die Suspension in einem Zeitraum von über 2 Stunden mit einer solchen Geschwindigkeit zugegeben, daß die Temperatur bei der äußeren Kühlung mit dem Eis nicht über 17 0C anstieg«. Nachdem 80 g zugegeben worden waren, befand sich alles in Lösung· Each Ablauf von 4 Stunden wurde das Eisbad entfernt und das überschüssige Methylamin über Nacht zum Eindampfen gebracht· Das Endvolumen lag bei etwa 120 ml« Das Produkt wurde abfiltriert, mit ein wenig Äthanol gewaschen, ;.trockengesaugt und bei 60 °C/0,3 mni getrocknet· Die Umkristallisation aus wäßrigem Äthanol (Volumenverhältnis 1:3) ergab das 3-/""2-(2-Zyano-3-methylguanidino)-äthylthiomethyl__7-5"*guanidino-1,2,4-thiadiazol mit einem Schmelzpunkt von 198-199 °C·
Das 3-Cnlormethyl-5~guanidino-1«2,4-thiadiazol, von dem als· Ausgangsmaterial Gebrauch gemacht wurde, kann wie folgt erhalten werden«
Guanidinnitrat (244 g) wurde in Dimethylformamid (500 ml, getrocknet über einem Molekularsieb) aufgeschlämmt und Natriumhydridpaste (58 g einer 63%igen (Gew*-%) Dispersion in Öl) in einem Zeitraum von 30 Minuten unter äußerer Abkühlung in einem Azeton/Trockeneiß-Bad zugegeben, um die innere Temperatur auf 25-30 0C zu halten. Das Gemisch wurde 30 Minuten lang bei 25 0C umgerührt, dann auf 20 0G abgekühlt· 5~Chlor-3-chlor~ methyl-1,2,4-thiadiazol (84,5 g) wurde bei 20-25 0C in einem Zeitraum von über 20 Minuten bei einer äußeren Abkühlung auf 5-10 0C zugegeben· Das Gemisch wurde 20 Minuten lang bei 25 0C umgerührt, dann in Wasser (5000 ml) eingegossen und mit Äthylazetat (2 χ 5000 ml) extrahiert· Die vereinigten oberen Schich-
ten wurden mit 2 N HCl (2 χ 500 ml) extrahiert und die vereinigten sauren Extrakte mit 2N IJaOH basisch gestellt. Das Produkt wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen, trockengesaugt und anschließend über ?2°5 be^ ^ mm getrocknet, um zu dem 3-Chlormethyl-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol zii gelangen·
Beispiel 4
Nach einem ähnlichen Verfahren gegenüber dem im zweiten Teil. von Beispiel 3 beschriebenen, aber unter Verwendung von wäßrigem Äthylamin (70 Masse-^/Volumen) an Stelle des Methylamins; wurde das 3-/~2-(2-Zyano-3-äthylguanidino)-äthylthiomethyl_7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol erhalten« Die Reindarstellung erfolgte als Salz mit 1 Molekül Oxalsäure. Der Schmelzpunkt des Produktes liegt bei 139-140 0C.
Beispiel 5
Das in Beispiel 4 beschriebene Verfahren wurde wiederholt, wobei das geeignete Amin an Stelle des Äthylamins verwendet wurde. Dabei wurden die folgenden Verbindungen erhalten:
H2N S —
NCN
CH2-S-(CH2)2-NHC-NR1R2
Tabelb :
NR1R2
Salz
Schmelzpunkt
NHCH2CH2OH 1,5 Oxalat 0,5 Äthanol' 126-128 0C
NHCH2CH2NH2 1,66 Oxalate 0,5 Äthanol 142-144 0C
NH2 1,25 Oxalat. 137-139 0C ( + )."
N(CH3)2 freie Base 0,25 Äthanol 159-161 °c C+)
N freie Base. 178-179
(+) Umkristallisiert aus Äthanol
-ip-
Ein Gemisch aus 3~/~2-(2-Zyano-3~methylguanidino)äthylthio·- methyl_7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (0,2 g) und 1 IT Salzsäure (50 ml) wurde 30 Minuten lang am Rückflußkühler gekocht, abgekühlt, mit 1 Ή Natriumhydroxid neutralisiert und mit Äthylazetat (6 χ 25 ml) extrahiert· Die vereinigten Extrakte wurden getrocknet (MgSO^) und unter Vakuumbedingungen zu einer weißen festen Substanz eingedampft, die in Äthanol aufgelöst (3 ml) und einer Lösung von Oxalsäure (0,081 g) in Äthanol (2 ml) zugegeben wurde· Die ausgefällten festen Bestandteile wurden abfiltriert, mit Äthanol gewaschen und bei 50 °ö/0,1 mm. getrocknet, um zu dem 3-/~2»(2-Karbamoyl-3~methylguanidino)-äthylthiomethyl__7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol· 1,75'Oxalat zu gelangen· Ermittelt: C = 31,0; H = 4,3; N = 25,7; S = 13,5;
C9H17N9OS2e 1»75 Q2^2°^ erfordert 0 = 30,7; H = 4,2; Έ = 25,8; S = 13,1 (in %);
Beispiel 7,,
Eine.Lösung von 3-/"°(2-Aminoäthyl)thiomethyl7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (0,914 g) in Äthanol (10 ml) wurde am Rückflußkühler mit Methylisothiozyanat (0,288 g) 20 Minuten lang gekocht und die sich ergebende Lösung unter Verwendung von neun präparativen Kieselsäureböden der Ausführung Merck 60 P-254 (30 cm χ 30 cm) chromatographiert und mit Toluol/Äthanol/ Äthylazetat/Ammoniak (spezifisches Gewicht 0,88) in den Volumenverhältnis sen 60:40:20:10 entwickelt* Die Streifen mit einem R^-Wert von 0,6 wurden abgekratzt, mit Äthanol extrahiert und die Extrakte zu einer gumartigen Masse eingedampft, .die unter Verreiben mit Äthylazetat kristallisierte, um zu dem 3-/'"2-(3-Methylthioureido)äthylthiomethyl__7-5~guanidino-1 ,2,4-thiadiazol su gelangen· Das magnetische Kernresonanzspektrum in dg Dimethylsulfoxid wies unter Verwendung von Tetramethylsilan als innerem Standard (ö - 0) die folgenden Resonanzen auf (f): 2,76 (2E, Triplett); 2,82 (3H, Singulett); 3,35 (2H, Multiplett); 3,71 (3K, Singulett); 7,12 und 7,5 (6H, Multiplett),
Z 1
Eine Lösung, von 3-/~(2-Aminoäthyl)thiomethyl__7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (0,6 g) und 2-Methyl-i-nitroisothioh.arnstoff (0,35 g) in Äthanol (25 inl) wurde über Nacht auf Raumtemperatur gehalten«. Die ausgefällten festen Bestandteile wurden abfiltriert, mit Äthanol gewaschen und bei 40 °C/0,1 mm getrocknet* Erhalten wurde das 3~/~2-(2-Hitroguanidino)äthylthiomethyl_7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol mit einem Schmelzpunkt von 184-186
Beispiel 9
Eine Lösung von 3-/"(2-Aminoäthyl)thiomethyl__7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (1,16 g) und Dimethyl(methylsulfonylimido)-dithiokarbonat (1,0 g) in Äthanol (14 ml) wurde umgerührt und ein Argonstrom 4 Stunden lang durch die Lösung hindurchgeleitet« Die sich ergebende Lösung wurde unter Verwendung von sieben präparativen Kieselsäureböden der Ausführung Merck 60 F-254 (30 cix 30 cm) fraktioniert, wobei die:· Entwicklung mit Toluol/ Äthanol/Äthylazetat/Amraoniak (spezifisches Gewicht 0,880) in den Volumenverhältnissen 60:40:20:10 erfolgte· Die Streifen mit R^-Werten von 0,6 wurden mit Äthanol extrahiert, die vereinigten Extrakte zur Trockne eingedampft und die sich ergebenden festen Bestandteile aus Äthylazetat umkristallisiert, um zu dem rohen 3-^""2-(2-Methylsulfonyl-3-methylisothioureido)-athylthiomethyl^-S-guanidino-i , 2,4-thiadiaz.ol zu gelangen· Der Schmelzpunkt dieses Produktes liegt bei 120-122 0C.
Der obige Isothioharnstoff (0,30 g) wurde in einem Gemisch aus Äthanol (9 ml), -Wasser (6 ml) und einer Lösung von Methylamin in Äthanol (9 ml einer 33%igen (Masse»%/Volumen) Lösung) aufgelöst und 24 Stunden lang bei Raumtemperatur umgerührt· Die Lösung wurde unter Vakuumbedingungen zu einem Öl eingedampft, welches in heißem Äthanol (1,5 ml) aufgelöst und dann abgekühlt wurde· Erhalten wurde auf diesem Wege das 3-/"~2-(2~ Methylsulf onyl-3-methylguanidino)-äthylthiome thy l__7-5-guanidino· 1,2,4"~thiadiazol* Dieses Produkt weist einen Schmelzpunkt von 172-173 0C auf.
Beispiel 10 ·
Eine Lösung von 3-/~(2~Aminoäthyl)thiomethyl.i_7~5~guanidino-' 1,2,4-thiadiazol (7,32 g) und Dimethyl-(3!SF-Zyanoimido)karbonat (1,14 g) in Methanol (20 ml) wurde 20 Stunden lang auf 25 0C gehalten· Die sich ergebende Lösung.wurde unter Verwendung von Kieselsäureböden gemäß.der Beschreibung in Beispiel 9 fraktioniert (R^-Wert gleich 0,8) und schließlich aus Äthanol mit Oxalsäure rein dargestellt« Erhalten wurde das 3-j/"*2-(3-Zyano-2-methylisoureido)äthylthiomethyli7-5-guanidino-1,2,4-ihiadiazol· Dieses Produkt verfügt über einen Schmelzpunkt von 159-161 °C·
aus 3-Z~2-(2-Zyano-3~methylguanidino)-äthylthio-
Beispiel 11
Ein Gemisch
methyl.JP-5-guanidino»1,2s4-thiadiazol (0,626 g), Eatriummetaperjodat (0,428 g), Methanol (20 ml) und Wasser (70 ml) wurde über lacht bei Raumtemperatur umgerührt· Das Reaktionsgemisch wurde zur Trockne eingedampft und der Rückstand mit absolutem Äthanol (120 ml) extrahiert* Der Extrakt wurde filtriert und zur Trockne eingedampft» Der Rückstand wurde aus Methanol (unter Behandlung mit Holzkohle) kristallisiert, um zu dem 3~Z""2-(2-Zyano-3-methylguanidino)äthylsulfinylme thy l_7-5~ guanidino~1,2,4-thiadiazol zu gelangen* Erhalten wurde ein weißes Pulver, das einen Schmelzpunkt von 185-186 0C aufwies.
Beispiel 12
Eine Lösung von Natriumhydroxid (0,8 g) in Äthanol (3 ml) und Wasser (2,5 ml) wurde tropfenweise einem umgerührten Gemisch aus 3-Chlormethyl-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (1,91 g) und 3~Aminopropanthiolhydrochlorid (1,28 g) in Äthanol (25 ml) bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre zugegeben« Die sich ergebende schwachgelbe Suspension wurde 4,5 Stunden lang umgerührt und über Macht abgestellt· Sie wurde anschließend mit Holzkohle behandelt und durch Infusorienerde filtriert.
21 3 131
- 29 -
Dem Piltrat wurde Dirnethyl-(H-zyanoimido)dithiokarbonat (1,46 g) zugegeben und das Gemisch bei Raumtemperatur 5 Stunden lang umgerührt· Dieses Gemisch wurde in Wasser (50 ml) eingegossen und mit Äthylazetat (3 χ 25 ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden mit Wasser gewaschen (50 ml), getrocknet (Magnesiumsulfat), filtriert und zur Trockne eingedampft· Der Gumartige Rückstand in der Form des 3-/~3-(3-Zy.ano-2~methylisotMoureido)propylthiomethyl_7-5~guanidino-1,2,4-thiadiazols wurde in Äthanol (15 ml) aufgelöst und mit äthanolischem Methylamin (30 ml einer 30%igen (Masse-%/Volumen) Lösung) behandlt· Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur 4 Stunden, lang umgerührt und 3 Tage lang abgestellt* Das Gemisch wurde anschließend zur Trockne eingedampft und der Rückstand mit Hilfe der prärparativen Dünnschichtchromatographie unter Verwendung von Böden der Ausführung Merck 60 P-254 gereinigt· Die Entwicklung erfolgte dabei mit Äthylazetat/Ammoniak (spezifisches Gewicht 0,88)/Äthanol im Volumenverhältnis 6:1:1· Das Produkt wurde aus wäßrigem Azeton kristallisiert, um 3-/~3-(3-Zyano-2-methylguanidino)propylthiomethyl_7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol als weiße feste Substanz zu erhalten. Der Schmelzpunkt des Produktes lag bei 117-120 °C·
Beispiel 13
Ein Gemisch aus 3-/~(2-Aminoäthyl)thiomethyl__7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (hergestellt aus 3~Chlormethyl-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (1,9 g) gemäß der Beschreibung in Beispiel 3) in Äthanol (20 ml) und 1,1-Di(methylthio)-2-nitroäthylen (1,65 g) in Methanol (50 ml) wurde am Rückflußkühler 8 Stunden lang gekocht· Das Geraisch wurde zur Trockne ; eingedampft und der Rückstand mit heißem Äthanol (50 ml) extrahiert. Die Äthanollösung wurde gekühlt, filtriert und das Filtrat zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wurde mit Methanol (5 ml) verrieben und aus Äthanol kristallisiert, um zu dem 1-(2-/~(5-Guanidino-1,2,4-thiadiazol~3~yl)methylthio_7äthylamino)-1--methylthio-2-nitroäthylen als einer schwachbraunen festen Sub-
- 24 -
-Af-
stanz (0,33 g) zu gelangen« Diese feste Substanz wurde einer 30%igen (Masse-%/Volumen) Lösung von Methylamin in Äthanol (10 ml) zugegeben und das Gemisch bei 25 0C 16 Stunden lang umgerührt. Das Produkt wurde filtriert und mit Äthanol (5 ml) gewaschen, um zu dem 1-(2-/~"(5~Guanidino-1,2,4-thiadiazol-3~ yl)methylthio_7äthylamino)-1-methylamino-2-nitroäthylen (0,16g) zu gelangene Der Schmelzpunkt dieses Produktes liegt bei 152-156 0C (Zersetzung)·
Beispiel 14
Einer Lösung von Hatriumäthoxid, hergestellt aus ITatriumhydrid (50%ige (Gew,-%) Dispersion in Öl; 0,384 g) und Äthanol (20 ml) bei 0 0C, wurden 2-Aminoäthanthiolhydrochlorid (0,456 g) und 3-Chlormethyl-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (0,768 g) zugegeben» Das Gemisch wurde bei 0 0C und unter einer Argonatmosphäre 2 Stunden lang umgerührt und anschließend bei 4 C 3 Tage lang abgestellt· Das Gemisch wurde sodann filtriert und einer Lösung von 1f2-Dimethoxyzyklobuten~3,4-dion (0,568 g) in trockenem Methanol (10 ml) hinzugegeben· Die sich ergebende gelborangefarbige Lösung wurde filtriert und das Piltrat zur Trockne · eingedampft und der Rückstand mehrere Male mit trockenem Petroläther (Siedepunkt 60-80 0C) verrieben· Der sich ergebende rohe Gum, das 1-(2-/~(5-Guanidino-1,2,4-thiadiazol-3-yl)-methyltMo7äthylamino)~2-metho:xy2yklobuten-3,4-^ wurde anschließend in eine Lösung von Methylamin in Äthanol (33%ige (Masse-$/Volumen) Lösung; 10 ml) eingebracht und bei Raumtemperatur über ITacht umgerührt« Die ausgefällten schwachgelben festen Bestandteile wurden abfiltriert und an der Luft getrocknet, um zu dem 1-(2-/"°(5~Guanidino-1,2,4-thiadiazol-' 3-yl)methylthio^äthylamino) -2-methylaminozyklobuten-3,4-dion (0,65 g) zu gelangen· Das Produkt weist einen Schmelzpunkt von 238-239 0C (Zersetzung) auf» .
Reines 3-Chlormethyl-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (150 g) wurde
in Äthanol (600 ml) bei 10 0C umgerührt und 2-Aminoäthanthiolhydrochlorid (93 g) zugegeben· Anschließend wurde mit V/asser (300 ml) verdünnte 18 IT KaOH (92 ml) in einem Zeitraum von über 30 Minuten bei 10-15 0C zugegeben* Nach 90 Minuten wurde weiteres Wasser (600 ml) zugegeben und die Lösung weitere 30 Minuten lang umgerührt, bevor Dimethyl-(IT-zyanoimido)karbonat (107 g) zugegeben wurde» Die sich ergebende lösung wurde 60 Minuten lang umgerührt und sodann wäßriges Methylamin (4C$ige (Gew»-%) lösung, 660 ml) zugegeben. Das Gemisch wurde 18 Stunden lang umgerührt und das Produkt durch Filtrieren entfernt und mit Äthanol/Wasser (Volumenverhältnis 1:1, 2 χ 250 ml) (164 g, 67%ig) gewaschen· Die Kristallisation aus Äthanol/Wasser im Volumenverhältnis 3:1 ergab das 3-/"2-(2-Zyano-3-methylguanidino)äthylthiomethyl>i_7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol.
Das reine 3-Chlormethyl-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol, welches als Ausgangsmaterial verwendet wird, kann wie folgt erhalten werden:
Unreines 3-Chlorraethyl-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (199 g) wurde in 2 IT HCl (1 1) 1 Stunde lang umgerührt· Der pH-Wert wurde mit 18 IT ITaOH auf 4 eingestellt und Infusorienerde (60 g) zugegeben· Das Gemisch wurde 1 Stunde ]aag umgerührt, Aktivkohle (40 g) zugegeben und eine weitere Stunde lang umgerührt· Dann wurde das Gemisch filtriert und die festen Bestandteile mit 2 IT HCl (2 χ 80 ml) gewaschen· Der pH-Wert der vereinigten Filtrate wurde mit 18 N UaOH auf 8 eingestellt und das reine 3-Chlormethyl-5«-guanidino-1,2,4-thiadiazol filtriert und mit Wasser (157 g, 79%ig) gewaschen«
Beispiel 16
Methylisozyanat (0,6 ml) wurde einer Lösung von 3-/**(2-Aminoäthyl)thiomethyl_7-5-guanidino-1,2,4-thiadiazol (2,3 g) in trockenem Tetrahydrofuran (5 ml) zugegeben· Nach Ablauf von
16 Stunden wurde die 'sich ergebende Lösung unter Verwendung von 20 Kieselsäureböden der Ausführung GF 254 (40 cm χ 40 cm) chromatographiert* Die Entwicklung erfolgte mit Toluol/Äthanol/ Äthylazetat/Ammoniak (spezifisches Gewicht 0,88) im Volumenverhältnis 60:40:20:10 und die Fraktionen mit einem R^-Wert von 0,5 wurden abgekratzt und mit Äthanol extrahiert. Die Äthanolextrakte wurden einer Lösung von Oxalsäure (1,4 g) in Äthanol (50 ml) zugegeben und der sich ergebende Niederschlag wurde abfiltriert und getrocknet, um zu dem 3-/""2-(3-Methyl~ ureido)äthylthiomethyl_-7~5-guanidino-1,2,4-thiadiazol-Monooxylat 0,3 Äthanol zu gelangen^ Der Schmelzpunkt des Produktes liegt bei 169-172 0C.

Claims (3)

14. 9. 1979 55 519 11
Erfind ung s an spruch
1# Verfahren zur Herstellung eines Thiadiazolderivates der Formel 1:
' R1ML S N
JS
worin
Y einem Sauerstoffatom oder einem Schwefelatom, einer Direktbindung oder einer Methylen- oder SuIfinylgruppe entspricht;
m gleich 0 bis 4 und η gleich 1 bis 4 sind, vorausgesetzt, daß, wenn Y einem Schwefel- oder Sauerstoffatom oder, einer SuIfinylgruppe entspricht, das m gleich 1 bis ist, und wenn Y für ein Sauerstoffatom oder für eine SuIfinylgruppe steht, das η gleich 2 bis 4 ist;
E gleich einem Wasserstoffatom oder gleich einer Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist;
A einer 3»4-Dioxozyklobuten-1,2-diylgruppe oder einer Gruppe der Formel O=Z entspricht, in der Z für ein Sauerstoff- oder Schwefelatom oder für eine Gruppe der Founel ROH, KHO2, CHITO2, NOONH2,. 0(1CN)2, NCOR2, NCO2R2, KSO2R2 oder NR3 steht, in der R2 gleich einer Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder gleich einer Arylgruppe mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen und R-^ gleich einem Wasserstoffatom oder gleich einer Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatoms η ; sind;
9* 1979 519.11
-'31-
B für eine Alkoxy- oder Alkylthiogruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder für eine Gruppe der Formel ITR R^ steht, in der R und Br t die einander gleich oder verschieden voneinander sein können, gleich Wasserstoffatomen, Alkylgruppen mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, Alkenyl- oder Alkynylgruppen mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen* bei denen die Doppel- bzw, Dreifachbindung von dem Stickstoffatom der Formel NR R^ durch wenigstens ein Kohlenstoffatom getrennt ist, (primären Hydroxy)alkyl- oder (primären Amino)alkylgruppen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder Zykloalkylgruppen
Zl ς mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen oder in der R und R^ miteinander verbunden sind, um zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 5- oder 6gliedrigen gesättigten Ring bilden, der freigestellt ein zusätzliches Sauerstoffatom oder eine zusätzliche KH-Gruppe enthält j
sowie die pharmazeutisch akzeptablen Säureadditionssalze davon,
gekennzeichnet dadurch, daß
a)' eine Verbindung der Formel 2:
in der R einer ersetzbaren Gruppe entspricht, mit einer Verbindung der Formel B-H zur Umsetzung gelangt;
!1 3 131
14. 9. 1979 55 519 11
- 33 - .
b) bei denjenigen Verbindungen, in denen A einer Gruppe der Formel O = Z entspricht, in der Z für. ein Schwefeloder Sauerstoffatom steht, und B gleich einer Gruppe der Formel ER Ήτ ist,· in der R einem Wasserstoffatom oder einer Altcyl-, Alkenyl-, Alkynyl- oder Zykloalkylgruppe .und R^ einem Wasserstoffatom entsprechen, eine Verbindung der Formel J>t
mit einer Verbindung der Formel R'-N=C=D zur Umsetzung gelangt, in der R' einem Wasserstoffatom, einer Alkyl— gruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, einer Alkenyl~ oder Alkynylgruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, in der die Doppelbindung bzw. die Dreifachbindung von dem Stickstoffatom der Gruppe N=C=D durch wenigstens ein Kohlenstoffatom getrennt wird, oder einer Zykloalkylgruppe mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen entspricht und D für ein. Schwefel- oder Sauerstoffatom steht;
c) eine Verbindung der Formel 3 mit einer Verbindung der Formel 4:
R6 - A - B - W
zur Umsetzung gelangt, in der R gleich einer ersetzbaren Gruppe ist;
d) bei denjenigen Verbindungen, in denen A einer Gruppe
9. 1979 55 519 11
der Formel C = Z entspricht, in der Z für eine Gruppe der Formel NCONH0 steht, und B gleich einer Gruppe der Formel NR R"^ ist, eine Hydrolyse einer Verbindung der Formel 1 stattfindet, in der A einer Gruppe der Formel C=Z entspricht, in der Z eine Gruppe der Formel NCN bedeutet, und B gleich einer Gruppe der Formel 4R5 ist und
e) bei denjenigen Verbindungen, in denen Y einer SuIfi» nylgruppe entspricht, eine Oxydation einer Verbindung der Formel 1 erfolgt, in der Y einem Schwefelatom entspricht; wonach, wenn ein Salz verlangt wird, die Verbindung der Formel 1 in Form einer freien Base mit einer Säure zur Umsetzung gebracht wird, die ein pharmazeutisch akzeptables Anion liefert..
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