DD144273A5 - Schlagfeste,witterungsbestaendige zusammensetzungen aus polycarbonatharz und mischpolymerisatmodifikator - Google Patents

Schlagfeste,witterungsbestaendige zusammensetzungen aus polycarbonatharz und mischpolymerisatmodifikator Download PDF

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DD144273A5
DD144273A5 DD79213592A DD21359279A DD144273A5 DD 144273 A5 DD144273 A5 DD 144273A5 DD 79213592 A DD79213592 A DD 79213592A DD 21359279 A DD21359279 A DD 21359279A DD 144273 A5 DD144273 A5 DD 144273A5
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Yu Arthurjun -Shen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
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Description

213592
Schlagfeste, witterungsbeständige Zusammensetzungen aus Polycarbonatharz und Mischpolymerisatmodifikator
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Schlagfeste, witterungsbeständige Zusammensetzungen aus Polycarbonatharz und Mischpolymerisatmodifikator mit guten Verarbeitungseigenschaften. Die Zusammensetzungen eignen sich zur Herstellung von witterungsbeständigen, schlagfesten Formgegenständen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Polycarbonatharze sind starke, starre, in der Industrie einsatzfähige Thermoplaste mit guter Schlagfestigkeit. Diese Harze weisen jedoch niedrige Fliesseigenschaften auf, welches bei der Verarbeitung zu Problemen führen kann. In der Vergangenheit wurden viele Versuche unternommen um Polycarbonatharze in Verbindung mit weiteren Kunststoffmodifikatoren einzusetzen um dieses Problem zu umgehen und trotzdem die Zähigke/itseigenschaften und die Schlagfestigkeit der Polycarbonatharze bei zu behalten.
So wurden Akrylonitryl- Butadien-Styrol(ABS) Propfmischpolyme-
risate mit Polycarbonatharzen zu einer billigeren Zusammensetzung mit verbesserten Verarbeitungseigenschaften und guter : Schlagfestigkeit vermischt (cf US Patentschrift 3 130 177 von T.S. Grabowski, und "Plastics World1, November 1977 Seiten 56-53). Unter Umgebungsbedingungen, wie z.B. unter Sonneneinfluss verschlechtert sich jedoch die Schlagfestigkeit.
Mischungen aus Polycarbonatharz und Akryl-Styrolkunststoffen sind auch bekannt (US Patentschrift 3 655 826 von R. P. Fel.iman et al und die Japanische Patentschrift 52-94349) .
Ziel der Erfindung
Es war ein Ziel der vorliegenden Erfindung schlagfeste, witterungsbeständige Zusammensetzungen aus Polyüarbonatharz und Mischpolyrnerisatmodxf ikator mit guten Verarbeitungseigenschaf-.ten zu beschreiben. Durch die Zusammensetzungen sollten die Nachteile der bekannten Technik vermieden werden wie schlechte Verarbeitungseigenschaften oder Verschlechterung der Schlagfestigkeit unter Witterungseinflüssen wie Sonnenlicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die vorliegende Erfindung beschreibt somit witterungsbeständige/schlagfeste Zusammensetzungen aus einem Polycarbonatharz und einem Mischpolymerisatmodifikator,wie z.B. einem vernetzten (Meth)-Akrylat, einem vernetzten Styrol-Akrylonitril und einem nicht vernetzten Styrol-Akrylonitril Kunststoff. Die Zusammensetzungen der Erfindung weisen, mit Bezug auf Polycarbonatharze, eine wesentliche Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften auf. Durch Verwendung eines bestimmten Misöhpolymerisattyps als Komponente in der Zusammensetzung der Erfindung werden die Verarbeitungseigenschaften wesentlich verbessert wobei noch zusätzlich den Zusammensetzungen eine grössere Witterungsbeständigkeit (mit Bezug auf bekannte ABS Harzzusätze) verliehen wird wobei jedoch keine Verschlechterung . der Schlagfestigkeit (mit Bezug auf bekannte Akryl/Styrol-Mischpolymerisat enthaltende Kunststoffe) erhalten wird.
mi * } m
213
Die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung enthalten also ein Polycarbonatharz und einen Mischpolymerisatmodifikator ausgewählt aus vernetzten (Math) Akrylat, vernetzten! Styrolakrylonitril und nicht vernetzten! Styrol-Alkrylonitril Kunststoff. . '
Der Ausdruck "Polycarbonatharz" bezieht sich dabei auf Harze des Polycarbonattyps welche durch Kondensations polymerisation eines di-hydrischen Phenols, wie z.B. bis(hydroxyphenyl)alkan und eines' Karbonatvorläufers, wie Karbonylhalogenid als monomere Reaktionsmittel erhalten werden. Einzelheiten mit Bezug auf· die Struktur dieser Verbindungen und das Herstellungsverfahren können einer Anzahl Literaturstellen entnommen werden, . wie z.B. "Polycarbonat" Kirk-Othmer Encyclopedia of Chemical Technology, Second Edition, Vol. 16, Seiten 106-115, John Wüey and Sons, Inc. 1968. Falls gewünscht kann das Reaktionsmedium zur Ausbildung solcher Polycarbonatharze weitere Monomere Reaktionsmittel, welche die Grundeigenschaften des Polycarbonatharzes nicht nachträglich beeinflussen/enthalten. Beispiele zusätzlicher Monomere welche eingesetzt werden können umfassen reaktive, flammhemmende Monomere, vernetzende Monomere, Kettenübertragungsmittel und ähnliche. In einer Reihe von Patenten wurden verschiedene Reaktionstypen,welche bei der Herstellung der" Polycarbonatharze Verwendung finden können, beschrieben ,wie z.B. in den US Patentschriften Nr 3 766 139 und 3 931 108 sowie in der wiederaufgelegten US Patentschrift 27 682.
Der Ausdruck " Mischpolymerisatmodifikator,wie vernetztem ; (Meth) Akrylat, vernetztem Styrol-Akrylonitril, nicht vernetztem Styrol-Akrylonitril Kunststoff" bezieht sich dabei auf Mischpolymerisatzusammensetzungen welche unter -.anderen in der US Patentschrift Nr. 3 944 631 fön A.J. Yu et al. beschrieben wurden. Diese Mischpolymerisatzusammensetzungen werden durbh das folgende sequenzielle, Dreistufen polymerisationsverfahren hergestellt:
1. Emulsionspolymerisation eines Monomerausgang^roduktes, im nachfolgenden " (IJeth)Akrylat" , genannt), von wenigstens
Aikylakrylat, Cg-C22 Alkylmethakrylat oder verträglichen Mischungen derselben, in einem wässerigen Polymerisationsmedium in Gegenwart einer wirkungsvollen Menge eines geeigneten dioder polyäthylenisch-ungesättigtein Vernetzungsmittel für ein solches Monomer, wobei C .-Co Alkylakrylate die bevorzugten (Meth)-Akrylatmonomere für diese Stufe sind. ' .
2. Emulsionspolymerisation eines Monomerausgangsproduktes aus Styrol und Akrylonitril in einem wässerigen Polymerisationsmedium in Gegenwart einer wirkungsvollen Menge eines geeigneten di- oder polyäthylenisch ungesättigtem Vernetzungsmittel für solche Monomere, wobei die Polymerisation in Gegenwart des Produktes aus Stufe 1 durchgeführt wird , so dass die vernetzten (Meth)-Akrylatr und vernetzten Styrol-Akrylonitrilkomponenten ein Mischpolymerisat bilden in welchem die einzelnen Phasen sich umgeben und ineinander eindringen;
3. Emulsions-oder Suspensionspolymerisation eines Monomergemisches aus Styrol und Akrylonitril in Abwesenheit eines Vernetzungsmittels aber in Gegenwart der Produkte aus. Stufe 2. Falls gewünscht können die Stufen 1 und 2 in der oben angegebenen Sequenz vertauscht werden. ··
Dieses Produkt, welches au3 Mischpolymerisatmodifikator in den Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird, enthält ungefähr 5 bis ungefähr 50 Gewichtsprozent wenigstens einer der oben beschriebenen vernetzten (Meth)Akrylate, unge- · fähr 5 bis ungefähr 35 Gewichtsprozent der vernetzten Styrol-Akrylonitri!komponente und ungefähr 15 bis ungefähr 90 Gewichtsprozent der nicht vernetzten Styrol-Akrylonitrilkomponente. Das Mischpolymerisat weist wenig Propfpolymerisation zwischen der Styrol-Akrylonitrilkomponente und der'vernetzten (Meth)Akrylatkomponente auf. Weitere Einzelheiten solcher Kunststoffzusammensetzungen können aus der US Patentschrift Nr. 3 944 631 von A. J. Yu et al., entnommen werden.
Das Vermischen des Polycarbonatharzes und des Mischpolymerisatmodif ikators kann durch ein beliebiges,gut bekanntes Kunststoff-
mischungsverfahren erfolgen. Beispiele solcher Verfahren sind Zweiwalzen Banbury Mühlen, Schneckenpressen mit zwei oder mehr Schnecken oder andere Verfahren bei welchen die Kunststoffkomponenten Warme-und Scheerkräften ausgesetzt sind, welche so bemessen sein sollen, dass eine befriedigende Mischung gemäss der vorliegenden Erfindung erhalten wird. Zusammensetzungen mit den erwünschten Eigenschaften können normalerweise durch Vermischen der Kunststoffkomponenten bei Temperaturen zwischen ungefähr 176,7°C und ungefähr 315,60C erhalten werden,wobei die besten Resultate bei Temperaturen zwischen ungefähr 204,4 und ungefähr 287,80C erhalten werden. Bei niedrigeren Mischtemperaturen besteht die Möglichkeit dass die Schlagfestigkeitseigenschaften der Zusammensetzung verschlechtert werden wohingegen bei höheren Temperaturen die Möglichkeit besteht, dass der Mischpolymerisatmodifikator zersetzt wird. Vermischen bei höheren Temperaturen führt auch zu einer Energieverschwendung.
Nützliche, witterungsbeständige, leicht zu verarbeitende Zusammensetzungen aus Polycarbonatharz und dem oben beschriebenen Mischpolymerisatmodifikator können in Gewichtsverhältnis— sen von Polycarbonat zu Mischpolymerisat von etwa 90:10 bis' etwa 5:95, bevorzugt von etwa 70:30 bis ungefähr 30:70, in Abhängigkeit der erwünschten physikalischen Eigenschaften des Endproduktes hergestellt werden. Bekannte Verfahren, wie '' Spritzguss, Strangpressen, Folienextrucößrung, gefolgt von Thermoverformung, Formgebung unter Druck, Rotationsgiessverfahrenf usw, können zur Verarbeitung eingesetzt werden. Endprodukte aus den Zusammensetzungen können direkt,ohne vorheriges Vermischen,aus dem Polycarbonat und Mischpolymerisat durch Strangpressen oder Spritzguss aus Mischungen dieser Pulver hergestellt werden.
Im allgemeinen führt die Verwendung geringerer Mengen des Modifikators zu einer Zusammensetzung mit einer grösseren Fähigkeit und einer höheren Wärmeablenkungstemperatur. Bei Verwendung von höheren Mengen des Modifikators werden leichter zu verarbeitende Zusammensetzungen erhalten. Es wurde gefunden
— 6 —
dass durch Spritzguss hergestellte Produkte aus der Zusammensetzung der Erfindung bei niedrigen Modifikatormengen eine grössere Schlagfestigkeit aufweisen als durch Druckverforrnung hergestellte Produkte. Falls die Produkte, mit niedrigen oder hohen Modif ikatormengen durch Druckverf orrnung hergestellt werden weisen sie eine niedrigere Schlagfestigkeit auf mit Bezug auf Produkte hergestellt aus Mischungen in equivalenteren Mengen, z.B. beim Verhältnis Polycarbonat zu Mischpolymerisat von 40:60 bis ungefähr 60:40 .
Ausführungsbeispiele
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird Bezug genommen auf die nachfolgenden Beispiele.
Beispiel 1
Dieses Beispiel beschreibt die Herstellung des vernetzten Akrylat/vernetzten Styrol-Akrylonitril/nicht vernetzten Styrol-Äkrylonitrilmischpolymerisatmodifikators gemäss dem in der US Patentschrift Nr. 3 944 631 von A.J. Yu et al beschriebenem Verfahren.
Die folgenden Verbindungen wurden in der Drei-Stufen-Emul-; sionspolymerisationsequenz eingesetzt:
Stufe 1
Verbindung Menge (g)
Butylakrylatmonomer · 5 334,5
Butylenglykoldiakrylat Vernetzungsmittel 12,8
Deionisiertes Wasser 41 172,1
Ammoniumpersulfatinitiator 21,3 Dinatriumisodecylsulfosuccinat Emulsionsmittel (AEROSOL A-268 der American Cyana-
mid) -50 gewichtsprozentige Lösung 85,3
Natriumbicarbonatpuffer 21,3
Stufe 2
~ 7 —
213
Verbindung ' Menge (g)_
Styrolmonomer 1 414,1
Akrylonitrilmonomer · 523 Divinylbenzol Vernetzungsmittel .
(55 gewichtsprozentige Lösung) 7/76
Stufe 3
Verbindung Menge (g)
Styrolmonomer 1 916/17
Akrylonitrilmonomer · 716,3 Natriumlaurylsulfat Emulsionsmittel (SIPEX UB der Alcolac, Inc.)
- 30 gewichtsprozentige Lösung 302,7
Ammoniumpersulfatinitiator 24 fc-Dodecylmercaptan Kettenübertragungsmittel 29,1
Nachbehandlung
Verbindung Menge (g)
Butyliertes Hydroxytoluol
OO ""5 O
(0,2 gewichtsprozentige Lösung) '
Sterisch behinderter Phenol, oxidativ/ T.herm ο stabilisator (IRGANOX, der Ciba-Geigy Corporation) -0,05 gewichtsprozentige Lösung 9,69
Das Polymerisationsverfahren wurde wie folgt durchgeführt: Stufen 1 und 2;
1. Das Butylakrylatrnoriomer und das Butylenglykoldiakrylatvernetzungsmittel wurden vermischt.
2. Alle Komponenten für Stufe 1 wurden alsdann in einen Reaktor, versehen mit Rührer gegeben und bei 90 bis 100 Umdrehungen pro Minute gerührt.
3. Der Reaktor wurde während 5 Minuten an Vakuum angelegt,
- 8 - 9
alsdann· wurde Stickstoffgas in den Reaktor eingeleitet um das Vakuum zu' brechen so dass kein Sauerstoff, in dem Reaktor verblieb. Dieser Vorgang wurde ein zweites Mal wiederholt.
4. Die Reaktionsmischung wurde alsdann auf 60°C erwärmt und diese Temperatur gehalten bis der" Feststoffgehalt der Mischung 11 Gewichtsprozent betrug. . '
5. Der Reaktor wurde wieder an Vakuum angeschlossen und Styrol, Akrylonitril und Divinylbenzol für Stufe 2 wurden zugegeben. Der Druck wurde alsdann wieder auf Normaldruck gebracht.
6. Die Reaktionsmischung wurde 60°C gehalten bis der Fest- · stoffgehalt 14 Gewichtsprozent betrug.
Stufe 3
7. Der Reaktor wurde ein weiteres Mal evakuiert und die Reaktionsmittel für Stufe 3 wurden zugegeben. Der Druck wurde
2 wieder auf Normaldruck (0 kg/cm am Messinstrument) gebracht.
3. Die Temperatur wurde bei 600C gehalten bis der Feststoffgehalt 31 Gewichtsprozent betrug. Bei diesem Punkt war die Reaktion im wesentlichen beendet.
9. Die Reaktionsmischung wurde alsdann abgekühlt.
Nachbehandlung:
10. Die Verbindungen zur Nachbehandlung wurden eingegeben um die Reaktion zu beenden und das Produkt mit Bezug auf oxidative oder thermische Zersetzung zu stabilisieren. Die Mischung wurde noch während 15 Minuten gerührt.
11. Die Reaktionsmischung wurde durch ein Sieb filtriert um das Reaktorkoagulat abzutrennen.
12. Der Latex wurde durch Zusatz von Magnesiumsulfat bei einem pH von 3,5 koaguliert. Die Mischung wurde zentrifugiert und
- 9 -
zweiraal neu.aufgeschlämmt. Das koagulierte Produkt wurde alsdann getrocknet.
Beispiel 2
Dieses Beispiel beschreibt das Verfahren zur Herstellung der Polycarbon'at/Hischpolymerisatmodifikatorzusammensetzung für Versuchszwecke wobei der in Beispiel 1 beschriebene Modifika- tor eingesetzt wurde.
Der Modifikator aus Beispiel 1 und das Polykarbonatharz (LE-XAN 101, der General Electric Company) wurden beide bei 110 C während einigen Stunden getrocknet. Die Komponenten wurden dann bei verschiedenen. Verhältnissen in Tablettenform vermischt und zweimal bei 2 6O°C und 60 Umdrehungen pro Minute in einer Schneckenpresse von 3,81 cm Durchmesser und einer Länge zu Durchmesserverhältnis von 20:1 extruäöert. Die Schnecke wies zwei Arbeitsstufen bei einem Komprimierungsverhältnis von 2:1 auf. Ein Spritzgussverfahren mit verschiedenen Zusammensetzungen verschiedener Verhältnisse der Komponenten wurde auch bei Temperaturen von ungefähr 2 32 bis 2 88°C in Abhängigkeit des Polycarbonatgehaltes durchgeführt.
Auch ein Druckverformungsverfahren wurde durchgeführt bei Temperaturen von 204 bis 232°C und einem Druck von 9072 kg wobei Platten von 15,24 cm χ 15,24 cm χ 0,3175 cm erhalten wurden.
Die folgende Tabelle zeigt die verschiedenen Zusammensetzungen ' welche eingesetzt wurden sowie die physikalischen Eigenschaften der hergestellten Produkte.
Zusammensetzung (Gewichtsprozent) Izod Schlafestigkeit*(J/m)
Modifikator Polycarbonat Spritzverformt Druckver- formt
100 0 182 224
75 25 432 438
50 50 598 598
25 75 689 . 470
0 100 993 85
- 10 -
* Verfahren wurde mit 0,3175 cm dicken Mustern durchgeführt. Die Abkürzung "J/m" steht für Joule pro Meter. Bei diesem Versuch sind höhere Werte wünschenswert.
Zusammensetzung (Gewichtsprozent)
Modifikator Polycarbonat Zugbeanspru 41,3 Biegsamkeits - 1,74 Warmeab-
chung Streck- 45,8 modul (GPa) 1,82 lenkungs-
grenze (MPa) 50,3 2,05 temperatur
* 54,3 2,03 unter Be-
59,9 2,16 anspru- O** chung(0C)
100 0 87
75 25 94
50 50 104
25 75 126
0 100 136
* Die zur Untersuchung eingesetzten Muster wiesen einen Querschnitt von 0,32 cm χ 0,32 cm und eine Messlänge von 1,42 cm auf. Die Abkürzung "MPa" steht dabei für Megapascal (10 Pa). Die Versuche wurden mit Bezug auf im Spritzguss erhaltene . Muster durchgeführt. Höhere Werte sind hierbei erwünscht.
** Durchgeführt für druckverformte Produkte Verfahren A(mit Muster eines Querschnittes von 1,27 cm χ 0,32 cm , Spanrforeite 5,08 cm) und mit Hilfe von Verfahren B ( Ladung 1,82 MPa; Stärke des Musters 0,32 cm).Die Abkürzung "GPa" steht für
9 Gigapascal (10 Pa). Höhere Werte sind hierbei erwünscht.
Beispiel 3
Dieses Beispiel beschreibt ein Verfahren zur Herstellung eines weiteren Mischpolymerisatmodifikators gemäss der US Patentschrift Nr. 3 944 631 von A.J.Yu et al. Dieses Mischpolymerisat enthält einen geringeren .Gummigehalt als der in Bei- spiel 1 beschriebene Modifikator. Dieser Modifikator wurde zur Herstellung der in Beispiel 4 beschriebenen Zusammensetzungen eingesetzt.
- 11 -
-η- 213592
Die folgenden Komponenten wurden einer Dreistufen-Emulsionspolymerisation unterworfen:
Stufe 1: . .
Verbindung
Butylakrylatmonomer
Butylenglykoldiakrylat Vernetzungsmittel Deionisiertes Wasser Ammoniumpersulfatinitiator Dinatriumisodecylsulfosuccinat Emulsionsmittel (AEROSOL A-268) - 50 gewichtsprozentige Lösung Natriurnbicarbonatpuf fer
Stufe 2: Verbindung
Styrοlmonomer Akrylonitrilmonomer Divinylbenzol Vernetzungsmittel (55 gewichtsprozentige Lösung)
Stufe 3:
Menge (g)
1 786
4,27 13 720
7,1
23,4 7,1
Menge (g) 471,4 174,3
2,59
Menge (g) 255
11 167
4 239
24
Verbindung Styrolmonomer Akrylonitrilmonomer Deionisiertes Wasser Natriumlaurylsulfat Emulsionsmittel (SIPEX UB) -30 gewichtsprozentige Lösung 336 Ammoniumpersulfatinitiator 30,6
t-Dodecylmercaptan Kettenübertragungsmittel 37,1
Nachbehandlung
Verbindung Menge (g)
Butyliertes Hydroxytoluol '
(0,2 gewichtsprozentige Lösung) 35,8
Sterischgehinderter phenolisher,oxydativ/
thermischer Stabilisator (IRGANOX)
- 0,05 gewichtsprozentige Lösung 8,9
- 12 -
Die Polymerisation wurde gemäss folgendem Verfahren durchgeführt:
Die in Beispiel 1 beschriebenen Stufen 1 und 2 wurden wiederholt wobei ein Reaktor von 18,92 1 eingesetzt wurde.
Das Verfahren in Stufe 3 war folgendes:
1. Das Wasser, das Emulsionsmittel und der Initiator durch Stufe 3 wurden in einen 75,7 1 Reaktor gegeben und die Mischung bei 90 bis 100 Umdrehungen pro Minute gerührt.
2. Das Latexprodukt aus Stufe 3 wurde zusammen mit dem Styrol und Akrylonitril in den Reaktor gegeben.
3. Der Reaktor wurde evakuiert und das Vakuum mit Stickstoffgas aufgehoben. Dieser Schritt wurde ein zweites Mal wiederholt. '; ,
i ·
4. .Der Druck wurde auf Normaldruck gebracht und die Mischung · auf 600C erwärmt.
5. Die Reaktion wurde fortgesetzt bis die Reaktionsmischung einen Feststoffgehalt von 32 Gewichtsprozent aufwiesi
6. Das in Beispiel 1 beschriebene Nachbehandlungsverfahren wurde eingesetzt.
7. Das Produkt, wurde mit Hilfe von Alluminiumsulfat koaguliert, zweimal gewaschen und wie in Beispiel 1 beschrieben getrocknet.
Beispiel 4
Dieses Beispiel beschreibt die Versuchsreihe für verschiedene Zusammensetzungen. Einige dieser Zusammensetzungen enthielten den Modifikator aus Beispiel 3. Die in Beispiel 2 beschriebenen Versuche wurden durchgeführt.
- 13 -
2 13
Zusammensetzung (Gewichtsprozent) Izod Schlagfestigkeit (J/m) Modifikator Polycarbonat Spritzguss Druckverformt
100
50 100
verformt
502 993
238
Zusammensetzung (Gewichtsprozent
Zugbeanspru-
Bieguns- Wärraeablen-· Modifikator Polycarbonat chung Streck- modul kunstemperatur
grenze (GPa) unter Beani
(MPa)
spruchung( C)
100 0 59,2 2,59 94
50 50 59,9 2,34 103
0 100 . 2,16 136
Eeispiel 5
Dieses Beispiel beschreibt die mechanischen Eigenschaften einer Reihe von Zusammensetzungen aus Polycarbonat und verschiedenen Modifikatorzusätzen.
Muster Nr. 1 war eine Zusammensetzung aus 60 Gewichtsprozent Polycarbonatharz und 40 Gewichtsprozent des Modifikators aus Beispiel 1.
Muster Nr. 2 war eine Zusammensetzung aus 60 Gewichtsprozent Polycarbonat und 40 Gewichtsprozent des Modifikators aus Beispiel 3.
Muster Nr. 3 war eine im Handel erhältlichte Zusammensetzung aus 60 Gewichtsprozent Polycarbonat und 40 Gewichtsprozent eines ABS Harzzusatzes. Letzteres Muster wurde aus Vergleichszwecken untersucht.
- 14 -
Muster Nr. Zugbeanspruchung an der Biegungsmbdul (GPa) Streckgrenze (MPa)
1 51,9 2,16
2 61,5 2,45
3 58,9 2,45 (Vergleichsversuch)
Muster. Nr. Wärmeablenkungstemperatur Härte (Barcol) unter Beanspruchung (0C)
1 102 70
2 107 77
3 108 76
(Vergleichsversuch)
Izod Schlagfestigkeit
Muster Nr| Kerbschlagfähigkeit Kerbschlagfestigkeit
, (Kehrseite)
1 ; 587 1 869
2 ! 566 2 670
• 3 480 3 043
(Vergleichsversuch)
Beispiel 6
Die in Beispiel 5 beschriebenen Muster wurden während verschiedenen Zeitabständen einem Xenon Lichtbogen ausgesetzt um eine schnellere Alterung herbei zu führen und die Schlagfestigkeiten wurden wie in Beispiel 5 beschrieben auf den dem Licht ausgesetzten Seiten gemessen wobei die Kerbschlagfestigkeit , die Kerbschlagfestigkeit auf der Gegenseite der Kerbe festgestellt wurden. Die ZusammensetzungendBr vorliegenden Erfindung (Muster 1 und 2) wiesen dabei wesentlich bessere Schlagfestigkeiten auf als die im Handel erhältliche Zusammensetzung (Muster Nr 3) .
Izod Schlagfestigkeit (J/m)
Muster Nr. Kerbe am Beginn nach 1 25 Stun- nach 100 _
den Stunden
1 Normal 587 609 603
Gegenseite 1 879 795 1 281
2 Normal 566 582 555
- 15
Kerbe Kerbe am Beqinn nach 25 Stunden nach 2 800 100 Stun-
Muster Nr. Gegenseite Normal 2 673 2 9 47 den 491
Normal Gegenseite 480 395 918 434
3 Gegenseite Normal 3 032 1 231 438 315
(Ver gleichsmuster) Gegenseite 555 598 ;
Muster Nr. Normal nach 300 Stunden nach 96
1 Gegenseite 512 160 Stunden
988
2 448
582
3 22 4
(Ver 235 *
*
gleichsversuch)
* Sprödigkeitsbruch.
Beispiel 7
Dieses Beispiel unterstreicht die Schraelzviskosität einer Reihe von Zusammensetzungen . Hierbei weisen niedrigere Zahlen auf ein leichter zu verarbeitendes Material hin.
SchmelzViskosität Material
Polycarbonat (Kontrolle Mischpolymerisatmodifikator'nach Yu et al. (aus Beispiel 1) (Kontrolle) 60 Gewichtsprozent Polycarbonat/40 Gewichtsprozent Mischpolymerisatmodif ikator nach Yu et al.
(Poise bei 1000 Sek ) 9 200
2 6 30
3 300
Eine im Handel erhältliche Zusammensetzung aus 60 Gewichtsprozent Polycarbonat und 40 Gewichtsprozent ABS weist eine SchmelzViskosität von 3100 Poise (bei 1000 Sek ) auf. Dieser Wert liegt somit nur unwesentlich unter der Schmelzviskosität einer Zusammensetzung 60:40 gemäss der vorliegenden Erfindung.
— 16 —

Claims (6)

  1. - 16 Patentanspruch;
    1. Witterungsbeständige, schlagfeste Zusammensetzung dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Polycarbonatharz und einem Mischpolymerisatmodifikator bestehend aus einem vernetzten
    (Meth)Akrylat, einem vernetzten Styrol-Akrylonitril und einem nicht vernetzten Styrol-Akrylonitril Kunststoff besteht.
  2. 2. Zusammensetzung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischpolymerisatmodifikator ungefähr 5 'bis ungefähr 50
    Gewichtsprozent der (Meth)Akrylatkomponente, ungefähr 5 bis
    ungefähr 35 Gewichtsprozent der vernetzten Styrol-Akrylonitril komponente und ungefähr 15 bis ungefähr 90 Gewichtsprozent der nicht vernetzten Styrol-Akrylonitrilkomponente aufweist.
  3. 3. Zusammensetzung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polycarbonat und der Mischpolymerisatmodifikator in einem Gewichtsverhältnis von 90:10 bis ungefähr 5:95 vorliegen.
  4. 4. Zusammensetzung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polycarbonat und der Mischpolymerisatmodifikator in einem Gewichtsverhältnis von ungefähr 70:30 bis ungefähr 30:70 vorliegen..
  5. 5. Zusammensetzung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass die (Meth)Akrylatkomponente des Modifikators ausgewählt wird e.us der Gruppe bestehend aus vernetzten C3-C1 Alkylakrylaten,-vernetzten Co-CpP Alkylmethakrylaten und verträglichen
    Mischungen derselben.
  6. 6. Zusammensetzung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, dass als (Meth) Akrylatkomponente im Modifikator ein vernetztes
    C4-Cg Alkylakrylat vorliegt.
DD79213592A 1978-06-15 1979-06-13 Schlagfeste,witterungsbestaendige zusammensetzungen aus polycarbonatharz und mischpolymerisatmodifikator DD144273A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/915,704 US4148842A (en) 1978-06-15 1978-06-15 Blends of a polycarbonate resin and interpolymer modifier

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DD144273A5 true DD144273A5 (de) 1980-10-08

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DD79213592A DD144273A5 (de) 1978-06-15 1979-06-13 Schlagfeste,witterungsbestaendige zusammensetzungen aus polycarbonatharz und mischpolymerisatmodifikator

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US (1) US4148842A (de)
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KR (1) KR840001362B1 (de)
AR (1) AR217368A1 (de)
AU (1) AU523078B2 (de)
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