DD146950A1 - Verfahren zur herstellung von 5,6,7,8-tetrahydro-4(3h)-chinazolinderivaten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 5,6,7,8-tetrahydro-4(3h)-chinazolinderivaten Download PDF

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DD146950A1
DD146950A1 DD79216586A DD21658679A DD146950A1 DD 146950 A1 DD146950 A1 DD 146950A1 DD 79216586 A DD79216586 A DD 79216586A DD 21658679 A DD21658679 A DD 21658679A DD 146950 A1 DD146950 A1 DD 146950A1
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Abstract

Verfahren zur Herstellung von neuen 5,6,7,8-Tetrahydro-4(3H)-chinazolinon-Derivaten der allgemeinen Formel (I), worin R&exp1! Wasserstoff oder eine C&ind1-5! Alkylgruppe und R&exp2! eine C&ind1-5! Alkylgruppe, eine unsubstituierte oder durch C&ind1-5! Alkylgruppen und/oder Halogenatome substituierte Arylgruppe bedeuten, durch Umsetzen von Aminen der Formel R&exp2!-NH&ind2! mit 2-Atylamino-cyclohexen-carbonsaeuren oder Derivaten davon bzw. 5,6,7,8-Tetrahydro-4H-3,1-benzoxazin-4-on-Derivaten. Eine andere Verfahrensvariante ist die Umsetzung von 2-Oxo-cyclohexancarbonsaeure-alkylestern mit Amidinen der Formel &Formel!. Die neuen 5,6,7,8-Tetrahydro-4(3H)-chinazolinon-Derivate haben eine spasmolytische Wirkung.

Description

Verfahren zur Herstellung von 5,6,7,8-Tetrahydro-4(.3H)
chinazolinonderivaten
Anwendungsgebiet.r derί Erfindung:r
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer 5,6,7,8-Tetrahydro—4-(3K)-chinazolinonderivate der allgemeinen Formel (I), worin
R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und 2 R eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, eine
Arylgruppe oder eine durch Alkylgruppen mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und/oder Halogenatome substituierte Arylgruppe bedeutet«
.2- 2165
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen:
Die erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sind in der bisherigen Literatur nicht beschrieben. Einige der Verbindungen fallen zwar in den Definitionsbereich einer in der BE-PS Ur. 620 379 angegebenen allgemeinen Formel, es sind aber auch in dieser PS keine durch die obige allgemeine Formel (I) definierten Verbindungen in konkreter Form erwähnt oder in irgend einer V/eise beschrieben. . '
Nach der zitierten BE-PS werden ß-Amino-crotonsäurederivate mit Garbonsäuren bzw. mit Iminoätherderivaten davon umgesetzt, wobei 2,3,6-trisubstituierte 4-Pyrimidonderivate erhalten werden.
Dieses Verfahren kann auch zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) angewendet werden, wobei in analoger Weise 1-Carboxy-2-amino-cyclohexenderivate mit Iminoätherderivaten von Carbonsäuren umgesetzt v/erden.
Nach J. Am. Chem. Soc. 80, 6609 (1958) werden bekannte, nicht unter die obige allgemeine Formel (I) fallende 5,6,7,8-Tetrahydro-4(3H)-chinazolinonderivate durch Umsetzen von Äthoxycarbonyl-cyclohexanon mit Amidinen in Ausbeuten von 38 bis 54 % hergestellt. Dieses Verfahren kann ebenfalls zur Herstellung der neuen Chinazolinonderivate der obigen allgemeinen Formel (I) angewendet werden, wie es in .Erfindungsanspruch als Verfahrensvariante b) angegeben ist.
Ziel der Erfindung:
Mit der Erfindung sollen verbesserte pharmazeutisch wirksame Verbindungen zur Verfügung gestellt werden.
- 3 - Z I 6 5 U
Pari egiin^^.de s^_We seng, der ,Erfindung ;t
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde', ein* Verfahren zur Herstellung von spasmolytisch wirkenden'Verbindungen der allgemeinen Formel (I) anzugeben.
Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) und deren Salze werden erfindungsgemäß hergestellt, indem man
a) Amine der allgemeinen Formel (II), worin R die obige Bedeutung hat, oder ihre Salze mit Cyclohexencarbonsäure-
derivaten der allgemeinen Formel (III), worin R die obi's ge Bedeutung hat und R Wasserstoff oder eineAlkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, oder mit Benzoxazinonderivaten der allgemeinen Formel (IV), worin R die obige Bedeutung hat, umsetzt, oder
b) Alkyl-S-oxo-cyclohexan-carboxylate der allgemeinen Formel V, worin R eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, mit Amidinderivaten der allgemeinen Formel
1 ρ
(VI), worin R und R die obigen Bedeutungen haben, oder deren Salzen, umsetzt, und gewünschtenfalls die erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) durch Umsetzen mit anorganischen oder organischen Säuren in die entsprechenden Salze überführt.
Zur Herstellung von oral, rektal oder parenteral verabreichbaren, spasmolytisch wirkenden Arzneimittelpräparaten, die die erfindungsgemäß herstellbaren neuen Verbindungen der oben definierten allgemeinen Formel (I) oder deren Salze enthalten, können nach an sich bekannten Verfahren der pharmazeutischen Industrie hergestellt werden.
lach einer besonders vorteilhaften Ausführungsweise der Variante a) des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) durch Umsetzen von S-Acylamino-cyclohexen-carbonsäuren oder Derivaten davon der allgemeinen Formel (III) mit Aminen der allgemeinen
2165
Formel (II) hergestellt. Diese Verfahrensweise bringt gegenüber den in den oben zitierten Veröffentlichungen beschriebenen Verfahren die wesentlichen Vorteile mit sich, daß einerseits die gewünschten Produkte in hohen, etwa 80 % erreichenden Ausbeuten erhalten v/erden und andererseits die Substituenten am Kohlenstoffatom in der 2-Stellung und am Stickstoffatom in der 3-Stellung des herzustellenden Produktes beliebig gewählt werden können.
Die Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel (III) sind ebenfalls neue Produkte, die durch Acylieren von 2-Amino- -cyclohexen-carbonsäureestern (vgl. Liebig's Ann. 317» (1901); Am. Chem. Soc. £8, 2873 (1956)) und anschließende selektive Hydrolyse der erhaltenen 2-Acylamino-cyclöhexen- -carbonsäureester hergestellt werden können; dieses Herstellungsverfahren wird durch das Reaktionsschema A veranschaulicht.
Die oben beschriebene vorteilhafte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens kann praktisch so ausgeführt werden, daß man die Verbindungen der allgemeinen Formel (III) in Gegenwart von sauren Wasserbindemitteln, z.B. von Thionylchlorid, Phosphor (Ill)-chlorid oder einer CarbonsäureChlorid mit den Aminen der allgemeinen Formel (II) reagieren läßt und die Reaktion zweckmäßig durch Erwärmen des Reaktionsgemisches vervollständigt.
Diese Reaktion kann in einem geeigneten Lösungsmittel oder auch durch einfaches Vermischen der Reaktanten, ohne Anwendung von Lösungsmitteln durchgeführt werden. Als Lösungsmittel werden vorteilhaft mit Wasser nicht vermischbare organische Lösungsmittel, z.B. Benzol,Toluol, Xylol, Benzin, Chloroform usw. verwendet, man kann aber diese Reaktion auch in mit Wasser vermischbaren Lösungsmitteln, z.B. in Essigsäure oder Alkohol durchführen·.
Die gleiche VerfahrensVariante kann ferner auch so ausgeführt werden, daß man die Verbindung der allgemeinen Formel
(III) in Gegenwart einer organischen oder mineralischen Säure mit dem Amin der allgemeinen Formel (II) reagieren läßt oder das Amin in der Form eines Salzes einsetzt. Auch in diesem Fall kann die Reaktion in einem der genannten Lösungsmittel oder auch ohne Lösungsmittel durchgeführt werden.
Nach einer anderen Ausführungsweise der Verfahrensvariante a) werden 5,6,7,8-Tetrahydro~4H-3,1-benzoxaziri-4-on-derivate der allgemeinen Formel (IV) mit Aminen der allgemeinen Formel (II) oder mit Salzen davon umgesetzt. Diese Reaktion kann in Gegenwart eines Kondensationsmittels oder auch ohne Kondensationsmittel, bzw. in einem Lösungsmittel oder in der Schmelze der Reaktanten, ohne Lösungsmittel ausgeführt v/erden.
Die als Ausgangsverbindungen einzusetzenden 5,6,7,8-Tetrahydro-4H-3si-benzoxazin-4-on-derivate .der allgemeinen Formel
(IV) sind ebenfalls neue Produkte, die z.B. aus 2-Acylaminocyclohexen-carbonsäuren mit Hilfe von Y/asserentZiehungsmitteln, z.B. von Phosphoroxychlorid, Essigsäureanhydrid oder Dicylohexylcarbodiimid, hergestellt v/erden können.
Nach der Variante b) des erfindungsgemäßen Verfahrens werden 2-Oxo-cyclohexancarbonsäure-alkylester der allgemeinen Formel (V) mit Amidinen der allgemeinen Formel (VI) umgesetzt. Die Reaktion kann in Gegenwart von Lösungsmitteln, z.B. von Alkohol, Benzol, Toluol, Tetrahydrofuran oder Dioxan, oder auch ohne Lösungsmittel, durch einfaches Vermischen der Reaktanten durchgeführt werden. Die Reaktion kann durch Erwärmen des Reaktionsgemisches vervollständigt werden. Die Amidine der allgemeinen Formel (VI) werden als freie Basen oder in der Form eines Salzes eingesetzt;·im letzteren Fall kann irgend eine Base zum Binden der·in der Reaktion frei v/erdenden Säure verwendet werden» Alkalialkoholate sind hierfür besonders gut geeignet. .
-6-216586
Die Aufarbeitung der nach den verschiedenen Varianten des erfindungsgemäßen Verfahrens erhaltenen Reaktionsgemische kann derart erfolgen, daß man das Reaktionsgemisch mit Alkali- oder Erdalkalihydroxiden oder Alkalicarbonaten alkalisch macht und das Lösungsmittel durch Destillation entfernt oder das Reaktionsgemisch einer Wasserdampfdestillation unterwirft. Die Wasserdampfdestillation ist zum Entfernen der mit Wasser nicht vermischbaren unreagierten Amine sehr gut geeignet. Uach der Destillation kann das Produkt, sofern es keine kristalline Substanz ist, durch Extraktion mit einem Lösungsmittel und anschließendes Verdampfen des Lösungsmittels isoliert werden. . .
Das auf obige Weise erhaltene Produkt kann erforderlichenfalls durch Umkristallisieren weiter gereinigt werden. Die als Basen erhaltenen Produkte können gewünschtenfalls in ihre Salze übergeführt werden. Zur Salzbildung können organische Säuren, wie Maleinsäure, Fumarsäure, Weinsäure oder anorganische Säuren, z.B. Salzsäure, Bromwasserstoffsäure oder Schwefelsäure verwendet werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) können in der Therapie in der Form von üblichen, zur oralen, rektalen oder parenteralen Verabreichung geeigneten Arzneimittelpräparaten verwendet werden. Solche Arzneimittelpräparate können nach bekannten pharmazeutischen Methoden, unter Anwendung von Trägermaterialien, Füllstoffen, Gleitstoffen und anderen üblichen Hilfsstoffen, zweckmäßig in Form von Tabletten, Suppositorien, Pulvergemischen, wäßrigen Lösungen oder Suspensionen hergestellt v/erden.
Die erfindungsgemäßen 5>6>7,8-Tetrahydro-4(3H)-chinazolinone haben eine sehr vorteilhafte spasmolytische Wirkung, ohne daß diese von sedativen oder narkotischen Wirkungen begleitet ist. So hemmt z.B. das 2-Methyl-3-o-tolyl-5,6,7,8-tetrahydro-
4(3H)-ohinazolinon-l1Iethyl-3-o-tolyl-5y6>7,8-tetrahydro-4(3H)-chinazolinon in Dosen von 100 mg/kg die durch Pentamethylentetrazol induzierten Krämpfe, ohne daß dabei eine narkotische Wirkung auftritt. Die Phenyläthylbarbitürsäure und das Diphenylhydantoin zeigen 'in derartigen Dosen bereits erhebliche narkotische Wirkungen.
Eine weitere wichtige Verwendungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen ist ihre Weiterverarbeitung zu anderen therapeutisch aktiven Produkten. So können diese Tetrahydro-4(3H)-chinazolinonderivate durch Dehydrieren in die entsprechenden 4(3H)-chinazolinonderivate übergeführt werden, unter v/elchen sich zahlreiche wertvolle Arzneimittel befinden. Als Beispiel für derartige Arzneimittel kann das allgemein bekannte Schlafmittel 2~Methyl-3-o~tolyl-4(3H)-chinazolinon (Methaqualon) erwähnt v/erden.
Die Herstellung dei* erfindungsgemäßen neuen Verbindungen wird durch die nachfolgenden Beispiele näher veranschaulicht j die Erfindung ist aber in keiner Weise auf den Inhalt dieser Beispiele beschränkt.
9,3 g 2-Acetamido-cyclohexencarbonsäure werden'in 90 ml Toluol suspendiert, mit 12,5 ml Anilin versetzt und zu diesem Gemisch wird unter Rühren die Lösung von 3,43 g Phosphor tri chlor id in 20 ml Toluol tropfenweise zugegeben. Das Gemisch wird dann unter Rühren drei Stunden am Rückfluß gekocht, dann abgekühlt und mit 100 ml 20 %iger Natriumcarbonatlösung versetzt. Anschließend wird das Gemisch einer Wasserdampfdestillation unterworfen, welche so lange fortgesetzt wird, bis im Destillat mit dem Wasser auch Öltropfen erscheinen. Als Destillationsrückstand bleibt in der alkalisch
21 65
wäßrigen Lösung ein kristallisierbares herzartiges Produkt zurück. Nach dem Abkühlen wird das erhaltene Produkt durch Filtrieren abgetrennt, mit Wasser bis zur neutralen Reaktion, dann mit Benzin bis zum vollständigen Entfernen der Harzreste gewaschen und bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Es werden auf diese V/eise 9,71 g 2-Methyl-3-phenyl-5,6,7,8-tetrahydro-4(3H)-chinazolinon erhalten; F. 138 bis 142 0C. Nach Umkristallisieren aus einem 1:1 (Vol./Vol.) Gemisch von Benzol und Benzin schmilzt das Produkt bei 154 bis 155 C. Analyse:
berechnet: C 75,0 % H 6,67 % H 11,7 % gefunden: C 74,8 % H 6,60 % N 11,7 %.
Beispiel 2
Zu 9,3 g 2-Acetamido-cyclohexencarbonsäure, in 25 ml Essigsäure gelöst, werden 5,5 ml o-Toluidin und 1 ml Phosphortrichlorid gegeben. Das Gemisch wird unter Rühren 3 Stunden am Rückfluß gekocht, danach wird die Essigsäure im Vakuum abdestilliert und der Rückstand mit 20 %iger Natriumcarbonatlösung-alkalisch gemacht. Das sich ausscheidende harzartige Produkt wird mit Benzol extrahiert, die Benzollösung über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Als Rückstand v/erden 8,'42 g 2-Methyl-3-o-tolyl-5,6,7,8-tetrahydro-4(3H)-chinazolinon erhalten. Dieses rohe Produkt wird im 1:4 Gemisch von Benzol und Benzin heiß gelöst, die Lösung mit Aluminiumoxyd geklärt und abgekühlt. Das auf diese Weise erhaltene gereinigte Produkt schmilzt bei 150 bis 153 0C. Analyse:
berechnet: C 75,7 % H 7,09 % N 11,0 % gefunden: C 75,87% H 7,14 % N 10,7 %.
Beispiel 3
Aus 8 g 2-Acetamino-cyclohexencarbonsäure und 5,1 ml p-Aminoäthyl-benzol werden in 21,5 ml Essigsäure, mit
0,86 ml Phosphortrichlorid, nach dem in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren 9,9 g 2~Methyl~3-p-äthylphenyl-5,6,7,8-tetrahydro~4(3H)-chinazolinon erhalten. Das aus Benzin umkristallisierte Produkt schmilzt bei 128 bis 131 0C. Analyse: ;
berechnet: C 76,30 % H 7,46 % Έ 10,42 % gefunden: C 76,44 % H 7,70 % M" 10,64 %.
Aus 9>3 g 2-Acetamido-cyclohexencarbonsäure und 16 g o-Chloranilin werden in 90 ml Toluol, mit einem Gemisch von 2,18 ml Phosphortrichlorid und 20 ml Toluol, nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren 10,86 g 2~Methyl-3~ o-chlor-phenyl-5,6,7,8-tetrahydro-4(3H)-chinazolinon erhalten; P0: 123 bis 128 0G. Das aus einem 1:1 Gemisch von Benzol und Benzin umkristallisierte Produkt schmilzt bei 130 bis 132 0C. Analyse:
berechnet: C 65,70 % H 5,46 % N 9,82 % Cl 12,95 % gefunden: C 65,71 % H 5,20 # UIO,10 % Cl 12,77 %.
Aus 18,3 g 2-Acetainido-cyclohexencarbonsäure und 35,4 g 5-Chlor~2-methyl~anilin werden in 180 ml Toluol, mit einem Gemisch von 4,36 ml Phosphortrichlorid und 40 ml Toluol, nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren 22,42 g 2~Methyl-3-(2~methyl-5-chlor~phenyl)-5,6,7,8-tetrahydro-4-(3H)-chinazolinon erhalten. Das aus dem 1:1 Gemisch von Ben zol und Benzin umkristallisierte Produkt schmilzt bei 126 bis 128 0C
Analyse:
berechnet: C 67,00 % H 5,96 % Ή 9,76 % Cl 12,4 % gefunden: C 67,20 % H 6,45 % U 9,97 % Cl 12,4 ·%.
- 10 -
Beispiel 6
Aus 18,3 g 2-Acetamido-cyclohexencarbonsäure und 35,4 g 4-Chlor-2-methyl-anilin v/erden in 180 ml Toluol, mit einem Gemisch von 4,36 ml Pho'sphortrichlorid und 40 ml Toluol, nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren 16,48 g 2-Methyl-3- (4-chlor-2-methyl-phenyl) -5,6,7,8-tetrahydro-4-(3H)-chinazolinon erhalten. Das aus dem 1:1 Gemisch von Benzol und Benzin umkristallisierte Produkt schmilzt bei 151 bis 153 0C c
Analyse:
berechnet: C 67,00 % H 5,96 % N 9,76 % Cl 12,4 %
gefunden: C 66,53 % H 6,03 % Έ 9,99 % Cl 11,99 %.
Beispiel 7
Ein Gemisch von 9,3 g ^-Acetamido-cyclohexencarbonsäure und 3,65 g Isobutylamin wird in 90 ml Toluol unter Rühren, tropfenweise mit der Lösung von 2,18 ml Phosphortrichlorid in 20 ml Toluol versetzt. Das Gemisch wird dann unter weiterem Rühren 3 Stunden am Rückfluß gekocht und anschließend einer Wasserdampfdestillation unterworfen. Das aus dem Wasserdampfdestillat sich ausscheidende Öl wird mit je 50 ml Benzol dreimal extrahiert, die erhaltene Benzollösung über wasserfreiem Kaliumcarbonat getrocknet und eingedampft. Als Rückstand werden 5,8 g eines harzartigen Produktes erhalten, das in 40 ml Aceton gelöst wird, worauf die Lösung mit 40 %iger wäßriger Bromwasserstoffsäurelösung angesäuert .wird. Dieses Gemisch wird bis zur Trübung mit Äther versetzt, worauf das Produkt sich in kristalliner Porm ausscheidet. Die erhaltenen Kristalle werden abfiltriert, mit Äther gewaschen und bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Es werden auf diese Weise 4,5 g 2-Methyl-3-isobutyl-5,6,7,8-tetrahydro-4(3H)-chinazolinon erhalten; P. 218 bis 221 0C.
Beispiel 8
Ein Gemisch von 2-Methyl-5,6,7,8~tetrahydro-benzoxazin~4~on (hergestellt aus 2~Acetamido-cyclohexencarbonsäure durch Kochen mit Essigsäureanhydrid und anschließender Reinigung durch Vakuumdestillation) und 3,3 ml o-Toluidin wird 5 Stunden bei 150 bis 16O 0C erwärmt. Das als Reaktionsgemisch erhaltene rohe Produkt wird aus einem 1:1 Gemisch von Benzol und Benzin umkristallisiert; es werden auf diese Weise 4,1 g 2^Methyl-3-o-tolyl-5,6,7,8-tetrahydro-4(3H)-chinazolinon erhalten; F. 150 bis 153 0C Die übrigen physikalischen' und chemischen Eigenschaften des Produktes sind mit denen der nach Beispiel erhaltenen Verbindung identisch.
Beispiel^
Eine Lösung von 17 g 2-0xo~cyclohexancarbonsäureäthylester und 13,4 g H-Phenyl-acetamidin in 75 ml abs0 Äthanol wird 15 Stunden stehen gelassen, dann eingedampft und der Rückstand aus einem Gemisch von Benzol und Benzin unikristallisiert. Es werden auf diese Weise 17,1 g 2-Hethy1-3-phenyl-5,6,7,8-tetrahydro~4(3H)-chinazolinon erhalten; F. 138 bis 142 0C.
Die physikalischen und chemischen Eigenschaften dieses Produktes sind mit denen der nach Beispiel 1 erhaltenen Verbindung identisch.
4· Verfahren nach Punkt 1, Variante b), gekennzeichnet dadurch, daß man die Reaktion in alkoholischer Lösung durchführt.
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Claims (3)

  1. -12- . 2165 86
    Erfindungsans pruch: ·
    1. Verfahren zur Herstellung von 5,6,7,8~Tetrahydro-4(3H)-chinazolinonderivaten der allgemeinen Formel (I), worin
    R V/asserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenwasserstoffatomen und
    R eine Alkylgruppe mit 1 "bis 5 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe, insbesondere eine Phenylgruppe oder eine durch Alkylgruppen mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und/ oder Halogenatome substituierte Arylgruppe, vorzugsweise Phenylgruppe
    bedeutet, sowie von Salzen dieser Verbindungen, gekennzeichnet dadurch, daß man
    a) Amine der allgemeinen Formel (II), worin R die obige
    Bedeutung hat, oder ihre Salze mit Cyclohexencarbonsäurederivaten der allgemeinen Formel (IJI), worin
    1 3
    R die obige Bedeutung hat und R^ V/asserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, oder mit Benzoxazinonderivaten der allgemeinen Formel (IV), worin R die obige Bedeutung hat, umsetzt, oder
    b) Alkyl-2-oxo-cyclohexancarbonsäureester der allgemeinen Formel (V), worin R-3 eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, mit Amidinderivaten
    1 2
    der allgemeinen Formel (IV), worin R und R. die obigen Bedeutungen haben, oder deren Salzen umsetzt, und gewünschtenfalls die erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel (I) durch Umsetzen mit anorganischen oder organischen Säuren in die entsprechenden Salze überführt.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1, Variante a), gekennzeichnet dadurch, daß man die Amine der allgemeinen Formel (II),
    worin R die im Punkt 1 angegebene Bedeutung hat, oder ihre Salze in Gegenwart von sauren Wasserbindemitteln und von Toluol oder Essigsäure mit Carbonsäurederivaten der allgemeinen Formel (III), worin R und R^ die im Punkt 1 angegebenen Bedeutungen, haben, umsetzt.
    . - 13 -
  3. 3. Verfahren nach Punkt 1, Variante a), gekennzeichnet dadurch, daß man die /mine der allgemeinen Formel (II),
    worin R die im Punkt 1 angegebene Bedeutung hat, in der Schmelze mit den Benzoxazinonderivaten der allgemeinen Formel (IV),
    hat, umsetzt.
    •1
    Formel (IV), worin H die im Punkt 1 angegebene Bedeutung
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