DD147183A3 - Tastvorrichtung zur selbsttaetigen steuerung von landmaschinen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Tastvorrichtung zur selbsttaetigen Steuerung von Landmaschinen, entlang pflanzlicher Bestandsgrenzen oder Reihenkulturen, bei der eine Abstandsaenderung der Bestandsgrenze oder Pflanzenreihe als Stellungsaenderung auf den Tauchkern eines induktiven Gebers uebertragen wird. Ziel der Erfindung ist es, eine Tastvorrichtung zu schaffen, die sich in die Teilerspitzen von Erntemaschinen einbauen laeszt, die Kopplung von Taster und Geber einfach und spielfrei ist und der Aufwand fuer die Abdichtung gesenkt wird. Es steht die Aufgabe, die Bauhoehe der Tastvorrichtung zu verringern. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dasz Taster und Geber als Baugruppe in einem gemeinsamen Gehaeuse untergebracht sind und die Federsysteme nebeneinander an einem Hebelarm angeordnet sind.
Description
05. 79
Titel der Erfindung
Tastvorrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Landmaschinen - Klasse A 01 B 69/04 -
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Tastvorrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Landmaschinen entlang pflanzlicher Bestandsgrenzen und Pflanzenreihen, vorzugsweise für Mais, bei der eine Abstandsänderung der Bestandsgrenze oder Pflanzenreihe als Stellungsänderung auf den Tauchkern eines induktiven Gebers übertragen wird.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Vorrichtungen zur Abtastung von pflanzlichen Bestandsgrenzen nach.DD-PS 82 588 und 113 684 bekannt. Diese Vorrichtungen bestehen aus einem Gehäuse mit zwei zentrischen, federbelasteten Drehsystemen ohne oder mit
Spannvorrichtung für die Federn, Die Vorrichtungen werden an einen gesonderten induktiven Geber angeflanscht, Nachteilig an diesen lösungen ist die grosse Bauhöhe' der Tastvorrichtung sowie der beträchtliche Aufwand zur Abdichtung zwischen Taster und Geber und zu deren spielfreien Kopplung. Weiterhin sind Vorrichtungen bekannt, welche Tastelemente enthalten, die an um feststehende Zapfen drehbaren Gehäuse angeordnet sind und ebenfalls feststehende Geber betätigen..Die Kopplung von Taster und Geber ist auch hier aufwendig und störanfällig. Eine Abdichtung gegen Regen und Spritzwasser ist kaum möglich, nachteilig für ein feinfühliges Abtasten ist auch das relativ große Massenträgheitsmoment des drehbaren Gehäuses. Außerdem ergibt sich auch hier eine relativ große Bauhöhe, großes Volumen und eine ungünstige Befestigungsmöglichkeit. Durch diese große Bauhöhe lassen sich diese Vorrichtungen nicht in Teilerspitzen von Erntemaschinen, beispielsweise Maisgebisse und Kaispflücker·, einbauen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Tastvorrichtung zu schaffen, die sich in die Teilerspitzen von Erntemaschinen einbauen läßt, wobei die Kopplung von Taster und Geber mit einfachen Mitteln spielfrei gestaltet werden kann und der Aufwand für die Abdichtung gesenkt wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tastvorrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Landmaschinen zu schaffen, die durch eine geringe Bauhöhe zum Einbau in Teilerspitzen von Erntemaschinen geeignet ist und
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der Aufwand für die.Kopplung von Taster und Geber und zur Abdichtung verringert wird.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß in einem mit der Landmaschine fest verbundenen Gehäuse der Geber und ein in einm begrenzten Bereich drehbarer Bolzen mit einem stirnseitig angebrachten Kurbelzapfen gelagert ist. Der Bewegungsbereich des Bolzens wird durch einen im Bolzen koaxial eingesetzten Stift, der in einer Gehäuseaussparung geführt wird, begrenzt. Die Kopplung von Geber und Taster erfolgt, indem der Kurbelzapfen an einem Bund einer federbelasteten verschiebbaren, mit einer Schubstange des Tauchkernes des Gebers verbundenen Buchse anliegt. An der anderen Stirnseite des Bolzens ist ein Hebelarm, in dessen freien Enden ein federbelasteter Zapfen gelagert ist, befestigt.
Am Zapfen ist ein an der Bestandsgrenze oder Pflanzenreihe geführter Taster und ein Anschlag, der mit einem Anschlag am Hebelarm zusammenwirkt, angebracht. In einer Hut des Gehäuses liegt eine gewundene Biegefeder, die mit ihrem feststehendem Ende in einer Bohrung im Kutgrund und mit ihrem einstellbaren Ende in einer Bohrung einer Stellscheibe, die verdrehbar um den Bolzen am Hebelarm befestigt ist, eingehängt ist. Der Zapfen ist mit einer Kappe fest verbunden, unter der sich eine gewundene Biegefeder, die in ihrer Kraftv.'irkungsrichtung der Biegefeder im Gehäuse entgegengesetzt ist, befindet. Diese Biegefeder ist in Bohrungen in der Kappe und im Hebelarm eingehängt. Am Umfang der Kappe ist der Anschlag des Zapfens, der mit dem Anschlag am Hebelärm zusammenwirkt, angebracht. Der Taster, der als gerader oder gebogener Stab ausgebildet ist, wird in einer Querbohrung des Zapfens mit einer zentrisch durch den Zapfen durchgeführten Befestigungsschraube festgespannt; Die Querbohrung im Zapfen und der Taster können auch andere Querschnitte, insbesondere Vierkant- oder Sechskantform, aufweisen.
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Durch die Biegefeder am Zapfen wird dieser mit dem eingespannten Taster immer soweit gedreht, daß die Anschläge aneinander liegen. In dieser Stellung werden die Bewegungen des Tasters beim Abtasten der Bestandsgrenze oder der Pflanzenreihe über den Hebelarm auf den Bolzen als Drehbewegung übertragen. Durch den Kurbelzapfen am Ende des Bolzens wird über die Buchse und die Schubstange der Tauchkern des Gebers verschoben. Bei Entlastung des Tasters wird durch die Biegefeder im Gehäuse und' die federbelastete Buchse der Bolzen mit dem Hebelarm zurück gedreht, bis der Stift im Bolzen in der Gehäuseaussparung anliegt. Damit wird über den Kurbelzapfen und die federbelastete Buchse der Tauchkern des Gebers wiederum verschoben. Zur Regulierung der Rückstellkraft der Biegefeder ist die Stellscheibe um den Bolzen stufenlos verdrehbar und wird nach dem Einstellvorgang am Hebelarm arretiert.
Beim Rückwärtsfahren ist der Taster nach Überwindung der Federkraft der Biegefeder am Zapfen entgegen der Fahrtrichtung ausschwenkbar. Nach dem Passieren des Hindernisses wird der Taster durch die Biegefeder in • die Arbeitsstellung zurückgedrückt. Die erfindungsgemäße lösung bringt durch die nebeneinander angeordneten Federsysteme den Vorteil einer geringen Bauhöhe und ermöglicht damit den Einbau der Tastvorrichtung in die Teilerspitzen von Erntemaschinen. Vorteilhaft ist, daß der Geber und die Tasterübertragungseinrichtung in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind und damit kein Aufwand zur Abdichtung der einzelnen Gehäuseteile entsteht und keine zusätzlichen Kopplungselemente zwischen Geber und Taster notwendig sind. Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal ist die gute Abdichtung der Tastvorrichtung. Durch die Kappe des Zapfens und die Stellscheibe als untere Abdeckung des Gehäuses liegen die Lagerungen, Biegefedern und die Einrichtungen des
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Gebers gekapselt. Vorteilhaft ist weiterhin, daß zur Abtastung der Bestandsgrenze oder Pflanzenreihe von der gegenüberliegenden Seite her Aufbau und Drehrichtung der Tästvorrichtung spiegelbildlich sind, d. h., die gleichen Bauteile der Tastvorrichtung nur spiegelbildlich anzuordnen sind.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbei spiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeich nungen zeigen:
Fig. 1:: einen Längsschnitt durch das Gehäuse der Tasteinrichtung,
Fig. 2: eine Draufsicht,
Fig. 3s ein Schnitt durch die Tastvorrichtung nach Figfc 2.
Zu einem mit einer nicht dargestellten Landmaschine verbundenen Gehäuse 1 ist ein Bolzen 2 mit einem stirnseitig angebrachten Kurbelzapfen 3 mittels eines Kugellagers 4 drehbar gelagert. An der anderen Stirnfläche des Bolzens 2 ist ein Hebelarm 5 befestigt, in dem ein Zapfen mit dem Taster 7 mittels eines Kugellagers 8 drehbar gelagert ist. Der Tauchkern 9 des Gebers 10 ist über eine Schubstange 11 mit einer federbelasteten Buchse 12, die mit ihrem Bund 13 am Kurbelzapfen 3 anliegt, verbunden. Der Bewegungsbereich des Bolzens 2 wird durch einen koaxial in den Bolzen 2 eingefügten Stift 14» der mit seinem freien Ende in einer Gehäuseaussparung 15 geführt wird, begrenzt. Der Bolzen 2 mit den an ihm befestigten Elementen wird durch eine gewundene Biegefeder 1G in eine Ruhelage gedrückt, in der der Stift 14 am Gehäuse anliegt. Die Federkraft der Biegefeder XS1 die
in einer ringförmigen Nut 17 des Gehäuses 1 liegt, ist einstellbar, indem ihr feststehendes Ende 18 in einer Bohrung 19 im Grund der Wut 17 und ihr einstellbaresEnde 20 in einer Bohrung 21 einer Stellscheibe 22 eingehängt ist. Die Stellscheibe 22 ist gegenüber dem Gehäuse 1 und dem Bolzen 2 drehbar, am Hebelarm 5 feststellbar angeordnet und bildet den unteren Abschluß des Gehäuses 1. Der mit dem Zapfen 6 im Hebelarm 5 gelagerte Taster 7 wird mittels einer über.das Kugellager 8 geführten und von einer mit dem Zapfen 6 verbundenen Kappe 23 umschlossenen Biegefeder 24 in seine Taststellung, die gleichzeitig die Ruhestellung ist, bewegt, wobei ein an der Kappe 23 befindlicher Anschlag 25 an einem am Hebelarm 5 befindlichen Anschlag 26 anliegt. Die Biegefeder 24 ist dabei mit einer Vorspannung in je eine Bohrung in der Kappe 23 und im Hebelarm 5 eingehängt und die Drehrichtung der Biegefeder 24 ist der der Biegefeder 16 im Gehäuse 1 entgegengesetzt gerichtet. Der Taster 7 ist als gerader oder gebogener Stab ausgebildet und in einer Querbohrung des Zapfens 6 mittels zentrisch durch den Zapfen 6 hindurchgeführter Befestigungsschraube 27 festgespannt. Die den Taster 7 aufnehmende Querbohrung und der Taster 7 selbst können dabei auch andere Querschnitte, wie zum Beispiel Vierkant- oder Sechskantquerschnitt, aufweisen. Beim Abtasten der Bestandsgrenze oder Pflanzenreihe 28 wird die Tasterbewegung über die Kappe 23» die Anschläge 25 und 2o, den Hebelarm 5 auf den Bolzen 2 als Drehbewegung übertragen. Damit wird durch den am Bolzen 2 befestigten Kurbelzapfen 3 der angekoppelte Geber 10 betätigt. Für das Abtasten der Pflanzenreihe von der gegenüberliegenden Seite her sind"der Aufbau der Tastvorrichtung spiegelbildlich und die Drehrichtungen damit entgegsngesetzt.
Claims (5)
1. Tastvorrichtung zur selbsttätigen Steuerung von Landmaschinen, bei der eine Abstandsänderung der Bestandsgrenze oder Pflanzenreihe als Stellungsänderung auf den Tauchkern eines induktiven Gebers übertragen wird, insbesondere für Mais, dadurch' gekennzeichnet, daß in einem fest mit einer Landmaschine verbundenen Gehäuse (1) ein drehbar gelagerter und federbelasteter Bolzen (?) mit.einem stirnseitig angebrachten Kurbelzapfen (3) an einen Bund
(13) einer federbelasteten, verschiebbaren, mit einer Schubstange (11) eines Tauchkernes (9) eines Gebers (10) verbundenen Buchse (12) anliegt, am Bolzen (2) gegenüber den Kurbelzapfen (3) ein Hebelrarm (5) mit einem drehbar gelagerten und federbelasteten Zapfen (6), an dem ein an einer Bestandsgrenze oder Pflanzenreihe (28) geführter Taster (7) und ein Anschlag (25) befestigt sind, und einen Anschlag. (26) angebracht ist und im Bolzen (2) ein Stift (14) koaxial eingesetzt und in einer Gehäuseaussparung (.15) des Gehäuses (1) geführt ist.
2. Tastvorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Nut (17) des Gehäuses (1) eine gewundene Biegefeder (16) mit ihrem feststehenden Ende (18) in einer Bohrung (19) und mit ihrem einstellbaren Ende (20) in einer Bohrung (21) einer Stellscheibe (22), die verdrehbar um den Bolzen (2) am Hebelarm (5) befestigt ist, eingehängt ist.
3. Tastvorrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter einer mit dem Zapfen (6) fest verbundenen Kappe (23) eine gewundene zur Biegefeder (16) im Gehäuse (1) entgegengesetzt vorgespannte Biegefeder (24) in der Kappe (23) und im Hebelarm (5) eingehängte und der Anschlag (25) am Umfang der Kappe (23) befestigt Let.
4. Tastvorriclitung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als gerader oder gebogener Stab ausgebildete Taster (7) in einer Querbohrung des Zapfens (6) mit einer zentrisch durch den Zapfen (6) durchgeführten Befestigungsschraube (27) festspannbar ist.
5* Tastvorrichtung nach Punkt 1 und 4» dadurch gekennzeichnet, daß die den Taster (7) aufnehmende Querbohrüng im Zapfen (6) als profilförmiger Durchbruch, insbesondere in Vierkant- und Sechskantform, ausgebildet ist.
Rierzü__^i_Seiien Zeichnungen
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