DD148009B1 - Verfahren zum mehrstufigen trockenziehen - Google Patents

Verfahren zum mehrstufigen trockenziehen Download PDF

Info

Publication number
DD148009B1
DD148009B1 DD21794079A DD21794079A DD148009B1 DD 148009 B1 DD148009 B1 DD 148009B1 DD 21794079 A DD21794079 A DD 21794079A DD 21794079 A DD21794079 A DD 21794079A DD 148009 B1 DD148009 B1 DD 148009B1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
lubricant
tool
umformgut
arbeitsziehsteine
stage
Prior art date
Application number
DD21794079A
Other languages
English (en)
Other versions
DD148009A1 (de
Inventor
Harri Weinhold
Heinz-Ruediger Vogel
Bernhard Kurze
Dieter Rauschenbach
Roland Hering
Peter Werner
Heinz Wuensch
Original Assignee
Akad Wissenschaften Ddr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Akad Wissenschaften Ddr filed Critical Akad Wissenschaften Ddr
Priority to DD21794079A priority Critical patent/DD148009B1/de
Publication of DD148009A1 publication Critical patent/DD148009A1/de
Publication of DD148009B1 publication Critical patent/DD148009B1/de

Links

Landscapes

  • Metal Extraction Processes (AREA)

Description

Verfahren zum mehrstufigen Trockenziehen Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Metallurgie« Objekts, bei denen die Anwendung der Erfindung möglich und zweckmäßig ist, 3ind Verfahren zum mehrstufigen Trockenziehen von metallischem Umformgut in Form von Draht, Stangen, Rohren, Profilen und ähnlichem, insbesondere zum Ziehen mit üydrodynamischer Schmierung,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Zum mehrstufigen Ziehen mit hydrodynamischer Schmierung sind Druckziehwerkzeuge in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Eines dieser Werkzeuge enthält in einem Gehäuse nacheinander angeordnet einen Einlaufziehstein und zwei Arbeitsziehsteine, wobei dazwischen jeweils ein Druckraum vorhanden ist. Beim Ziehen wird durch den Einlaufziehstein zusammen mit dem einlaufenden Umformgut festes Schmiermittel in den Druckraum vor dem ersten Arbeitsziehstein gefördert. Dort wird das Schmiermittel unter der Einwirkung des sich aufbauenden Drucks und der Reibungswärme verflüssigt und in das Ziehhol zwischen Umformgut und Arbeitsziehstein gedrückt« Ein Mangel dieses Werkzeuges besteht darin, daß auf dem Umformgut, welches aus dem ersten Arbeitsziehstein austritt, ein oftmals völlig unzureichender Restschmiermittel-
Überzug für den nachgeordneten zweiten Arbeitsziehstein vorhanden ist« Dadurch werden ein hoher Verschleiß des zweiten Arbeitsziehsteins und Oberflächenschäden beim Umforragut hervorgerufen« Außerdem werden dadurch die mögliche Umformgeschwindigkeit und der mögliche Uraformgrad eingeschränkt. Eine etwaige drei- oder mehrstufige Umformung wäre mit dem Aufbauprinzip des Werkzeuges infolge dieser ungenügenden Schmierungsverhältnisse nicht realisierbar.
Es ist auch bereits ein Verfahren bekannts bei dem ein flüssiges Schmiermittel, bestehend aus Benzol mit darin gelöstem Calciurastearat, mit Hilfe eines geschlossenen Beschichtungsbehälters auf Umformgut, welches zur Umformung vorgesehen ist, im Durchlaufverfahren aufgebracht wird (DD-PS 147 207), Der aufgebrachte Schmiermittelfilm wird nachfolgend mit Hilfe einer Trockenvorrichtung getrocknet (DD-PS 147 208). Danach wird das Umformgut in einem einstufigen Trockenzug umgeformt. Vor einem weiteren Trockenzug muß ein erneutes Auftragen und Trocknen des Schmiermittels durchgeführt werden, wobei die im Usnformgut von der 1, Ziehstufe noch vorhandene Urnform- und Reibungswärme zur Beschleunigung des Trocknungsvorganges ausgenutzt werden kann (DD-PS 147 206). Ein wesentlicher Mangel der bekannten Technologie besteht darin, daß für das Mehrstufige Ziehen eine relativ große Zahl von Prozeßstufen und ein hoher technologischer Aufwand notwendig sind.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung von Voraussetzungen für eine Verringerung der Prozeß3tufenanzahl und des technologischen Aufwandes beim mehrstufigen Trockenziehen*
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum mehrstufigen Trockenziehen zu entwickeln, bei dem
unter Ausnutzung der Umform- und Reibungswärme und bei Vermeidung einer Trocknungsstufe ein fester Schmierstofffilm auf dem Umformgut erzielt wird«
Diese Aufgabe ist nach der Erfindung mit einem Verfahren dadurch gelöst, daß das Umformgut in einem Zug durch ein Werkzeug gezogen wird, das zwei oder mehrere hintereinander angeordnete Arbeitsziehsteine enthält, wobei einer der Arbeitsziehsteine in der eintrittsöffnung und ein zweiter in der Austrittsöffnung des v/erkzeugs angeordnet und das Werkzeug zwischen den Arbeitsziehsteinen mit einem bekannten flüssigen Schmiermittel, bestehend aus Trichlorethylen oder 8enzol mit darin gelöstem Calciumstearatt drucklos geflutet ist, und wobei in dem Schmiermittel unmittelbar vor den Arbeitsziehsteinen infolge Ausbildung einer Trichlorethylen- bzw. Benzoldampfblase ein fester Schmierstoffilm gebildet wird.
Mit der ertindungsgemäßen Lösung kann in besonders einfacher Weise mehrstufig umgeformt werden, und zwar Umformgut, weiches vorher mit einem Schmierstoff beschichtet worden ist oder welches von einer vorherigen Umformung noch mit einem ausreichenden Schmierstoffrestfilm überzogen ist. Dis in der Eintritts- und der Austrittsöffnung angeordneten Ziehsteine garantieren, daß wahrend der Umformung kein flüssiges Schmiermittel aus dem erfindungsgemäß vorgesehenen Behälter austreten kann« Damit ist es möglich, die Vorrichtung in jeder Gebrauchslage, z.3. auch senkrecht, zu betreiben. Vorteilhaft ist auch, daß mit dem in den Behälter gespeister, flüssigen Schmiermittel die Temperaturverhältnisse in den Arbeitsziehsteinen und im Umformgut gezielt beeinflußt werden können. Hervorzuheben ist weiterhin der äußerst geringe Verbrauch an Schmierstoff und Schmiermittelflüssigkeit.
Infolge der im Umforragut erzeugten Umform- und Reibungswärme - die auch entgegen der Transport richtung vor die Arbeitsziehsteine geleitet wird - verdampft die im flüssigen Schmiermittel enthaltene Flüssigkeit nach dem erfindungsgemäßen Kontaktieren schnell, wobei sich um das Umformgut
eine Gasblase bildet, welche den entstandenen Schraierstofffilm von dem im Behälter befindlichen flüssigen Schmiermittel trennt ι so daß auch bei sehr hohen Ziehgeschwindigkeiten in vorteilhafter Weise in die Arbeitsziehsteine ein mit einem trockenen Schmierstoffilm versehenes Umformgut einläuft. In diesem Effekt ist ein völlig neues V/irkprinzip zu sehen, mit dem erreicht wird, daß die nach dem Stand der Technik separat durchgeführten technologischen Stufen des Auftragens, Trocknens und Ziehens und deren Wiederholung beim mehrstufigen Ziehen in nur einer einzigen Stufe realisiert werden. Mit dem neuen Wirkprinzip wird gleichzeitig erreicht, daß nur ein sehr dünner, aber völlig ausreichender Schmierstoffilm entsteht. Damit wird den Arbeitsziehsteinen in vorteilhafter Weise nicht mehr Schmierstoff zugeführt, als zur Auf rechterhaltung guter Schmierverhältnisse notwendig ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sehr klein ausgeführt werden und eignet sich dadurch gut zur Nachrüstung an bereits vorhandenen Ziehanlagen, da dort zwischen den einzelnen Ziehblöcken meist nur wenig Raum vorhanden ist. Auf Grund der aus dem erfindungsgemäßen Verfahrensprinzip resultierenden ausgezeichneten Schmierbedingungen für jeden der dem ersten Ziehstein folgenden Arbeitsziehsteine ergibt sich aus diesen Bedingungen keine Beschränkung der Anzahl der möglichen Ziehstufen.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel und einer zugehörigen Zeichnung näher erläutert.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Werkzeug sind in einer Eintrittsöffnung 1 und einer Austrittsöffnung 2 eines Behälters 3 je ein Arbeitsziehstein 4; 5 angeordnet. Durch den Behälter 3 wird ein flüssiges Schmiermittel 5 geleitet, welches aus Trichlorethylen oder Benzol mit darin gelöstem Calciumstearat besteht. Durch die Arbeitsziehsteine 4,- 5 wird ein Umformgut 7 in Form eines mit einem Schmierstoff
behafteten Drahtes von links nach rechts hindurchgezogen. Hit diesem Werkzeug ist in einem Zug eine zweistufige Umformung möglich. Sofern innerhalb des Behälters 3 inmitten des Schmiermittels 5 ein oder im Abstand hintereinander mehrere wextere Arbeitsziehsteine angeordnet würaen, könnte selbstverständlich die Anzahl der Ziehstufen entsprechend vergrößert werden. In den Behälter 3 wird aus einem in der Zeichnung nicht dargestellten Schmiermittel-Reservoir mittels einer ebenfalls nicht dargestellten Schmiermittelpumpe über einen Schmiermitteizulauf 8 kontinuierlich Schmiermittel 6 gofördert, Überschüssiges Schmiermittel 6 fließt durch einen Schmiermittelablauf 9 in das Schmiermittel-Reservoir zurück und wird dort mittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten Magnetschneiders und eines Filters gereinigt. Auberdem befindet sich im Schmiermittel-Reservoir eine mit einem Thermostaten gekoppelte, von Wasser durchflossenen Rohrschlange, mit der das aus dem Behälter 3 zurückfließende erwärmte Schmiermittel 6 gekühlt wird. Für den Fall von Arbeitsunterbrechnungen ist der Behälter 3 noch mit einer Entleerungsleitung lü, in der ein Absperrhahn il angeordnet ist, ausgestattet, die in das Schmiermittel-Reservoir mündet. Das umgeformte Umformgut 7 verläßt das Werkzeug ohne einen nennenswerten Schmiermittelrest film.

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch
    Verfahren zum mehrstufigen Trockenziehen von metallischem Umformgut, gekennzeichnet dadurch, daß das Umformgut in einem Zug durch ein Werkzeug gezogen wird, das zwei oder mehrere hintereinander angeordnete Arbeitsziehsteine enthält, wobei einer der Arbeitsziehsteine in der Eintrittsöffnung und ein zweiter in der Austrittsöffnung des Werkzeugs angeordnet und das Werkzeug zwischen den Arbeitsziehsteinen mit einem bekannten flüssigen Schmiermittel, bestehend aus Trichlorethylen oder Benzol mit darin gelöstem Calciumstearat, drucklos geflutet ist, und wobei in dem Schmiermittel unmittelbar vor den Arbeitsziehsteinen infolge Ausbildung einer Trichlorethylen- bzw« 3enzoldampfblase ein fester Schmierstoffilm gebildet wird.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
DD21794079A 1979-12-20 1979-12-20 Verfahren zum mehrstufigen trockenziehen DD148009B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD21794079A DD148009B1 (de) 1979-12-20 1979-12-20 Verfahren zum mehrstufigen trockenziehen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD21794079A DD148009B1 (de) 1979-12-20 1979-12-20 Verfahren zum mehrstufigen trockenziehen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DD148009A1 DD148009A1 (de) 1981-05-06
DD148009B1 true DD148009B1 (de) 1984-02-29

Family

ID=5521854

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD21794079A DD148009B1 (de) 1979-12-20 1979-12-20 Verfahren zum mehrstufigen trockenziehen

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD148009B1 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DD148009A1 (de) 1981-05-06

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3432288C2 (de) Anwendung von Inertgas beim Herstellen nahtloser Rohre
DE2843449A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum entfernen oder dosiertem vermindern adhaesiver fluessigkeitsfilme auf harten oberflaechen
EP0176605A2 (de) Druckgiessverfahren zur Herstellung von Gussstücken mit einer horizontalen Kaltkammer-Druckgiessmaschine sowie Kaltkammer-Druckgiessmaschine zur Durchführung des Verfahrens
DE3619219C2 (de)
EP0053636B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum ein- oder mehrstufigen Ziehen
DE2426829B2 (de) Vorrichtung zum Kuhlen von Stangenmaterial und Verfahren zum Betrieb dieser Vorrichtung
DD148009B1 (de) Verfahren zum mehrstufigen trockenziehen
DE2403215A1 (de) Verfahren zum walzen nahtloser rohre und anlage zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE2049846A1 (de) Bearbeitungsverfahren für Kupfer und kupferhaltige Legierungen
DE2602339C2 (de) Verfahren zum Stranggießen einer Aluminiumlegierung
DE830387C (de) Verfahren und Vorrichtung zum stetigen Giessen eines Metallstranges
DE2450196C3 (de) 14.12.73 Japan 48-141074 28.01.74 Japan 49-12037 Lanze mit Lavaldfise zum Vakuumfrischen von Stahl
DE539500C (de) Zufuehrung von Schmiermitteln an Stranggussvorrichtungen
DE2156444A1 (de) Heisswalzverfahren fuer die herstellung von walzdraht od. dgl. mit geringem querschnitt und hochqualitativer oberflaeche, insbesondere kupferwalzdraht
AT277489B (de) Verfahren und vorrichtung zum homogenisieren des gefueges beim stranggieszen von metallen
DD148010A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum ziehen von metallischem umformgut
DE20110009U1 (de) Vorrichtung zur Reinigung der Oberfläche eines Drahtes
DD148006A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum mehrstufigen ziehen metallischen umformgutes
DD148004A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum einstufigen ziehen metallischen umformgutes
DD148003A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum ziehen metallischen umformgutes
DE640047C (de) Reaktionsturm zur Durchfuehrung chemischer und physikalischer Reaktionen zwischen Gasen, Daempfen oder dampfhaltigen Gasen und Fluessigkeiten
DD148005A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum einstufigen ziehen
DE441574C (de) Verfahren zum Kuehlen des Aufnehmers von Bleikabelpressen
DE3900171C2 (de)
DE271977C (de)

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee