DD148139A3 - Vorrichtung zum fuehren einer erntemaschine entlang der pflanzen - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zum Fuehren einer Erntemaschine enlang der pflanzen, insbesondere an einem Maisgebisz angebracht. Die Erfindung hat das Ziel, eine Vorrichtung zu schaffen, die eineVorrichtung zum Fuehren einer Erntemaschine entlang der Pflanze,insbesondere an einem Maisgebisz angebracht.Die Erfindung hat das Ziel, eine Vorrichtung zu schaffen, die eine Abtastung von Pflanzen ermoeglicht, eine genaue Fuehrung der Erntemaschine bewirkt und Erntegutverluste vermeidet. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dasz zwei gegenueberl5 auf gleiche Ausgangsspannungen, aber entgegengesetzter Prioritaet abgeglichen sind. Bei der Erfassung einer Pflanzenreihe erfolgt die Auslenkung der Taster 4 entweder gleich oder ungleich. Die ungleiche Anlenkung der Taster infolge aendernden Reihenabstandes, seitlichem Versatz, Kruemmungen innerhalb der Reihen oder Aenderungen der Feinstruktur deroder ungleich. Die ungleiche Anlenkung der Taster infolge sich aendernden Reihenabstandes,seitlichem Versatz,Kruemmungen innerhalb der Reihen oder Aenderungen der Feinstruktur der Reihe ist die resultierende Ausgangsspannung des Tasterpaares gleich der Differenz der Ausgangsspannungen beider Geber und in erster Naeherung dem Versatz der abgetasteten Pflanzenreihe proportional.Diese Spannungsdifferenz wird verstaerkt und beaufschlagt die Lenkhydraulik,worauf eine Lenkkorrektur erfolgt.Die Erfindung ist fuer Reihenerntemaschinen anwendbar.
Description
13
Titel der Erfindung
Vorrichtung zum Führen einer Erntemaschine entlang der Pflanzenreihe - Klasse A 01 B, 69/00 -
Anwendungsgebiet der Erfindung
Vorrichtung zum Führen einer Erntemaschine entlang der Pflanzenreihe, insbesondere an einem Maisgebiß" angebracht.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Vorrichtungen bekannt, welche zum Führen von Landmaschinen z. B, entlang der Pflanzen dienen. Es sind dabei Taster hintereinander oder nebeneinander so angeordnet, daß sie eine oder zwei Pflanzenreihen von einer Seite abtasten. Dabei sind die Taster mit induktiven Gebern gekoppelt und diese sind über eine Gleichrichterschaltung parallel geschaltet, so daß
zwischen den Ausgangssignalen der Geber der mittlere Wert gebildet wird. Bei dieser Anordnung der Taster kehren bei Lücken in den Reihen oder im Bestand ins- gesamt die Tastorgane in die Ruhelage zurück. Nachteilig dabei ist, daß in der Nachführeinrichtung eine Lenkkorrektur veranlaßt wird, die bei gerade weiterverlaufenden Reihen nicht notwendig ist. Die Folge dieser Lenkkorrektur ist eine Schwenkbewegung der Erntemaschine, wobei teilweise einzelne Pflanzen oder ganze Reihen umgedrückt werden. Da aber bei der Ernte von Reihenkulturen, wie z. B. Mais, die Lenkung relativ genau arbeiten muß, wird die Punktionsfähigkeit der automatischen Nachführeinrichtung bei Abtastung der Pflanzenreihen von einer Seite beeinträchtigt.
In anderen bekannten Vorrichtungen werden die Pflanzen von beiden Seiten mit je-einem Taster abgetastet. Diese Taster sind hierbei mit einem Potentiometer gekoppelt und der Tastera&schlag wird in ein elektrisches Signal umgewandelt. Die Nachführeinrichtung hat den Nachteil, daß Potentiometer kontaktbedingte Bauelemente sind, die einem mechanischen Verschleiß unterliegen und dadurch sich ihre elektrischen Widerstandswerte ändern. Nach-teilig ist die hohe Empfindlichkeit der Potentiome-ter gegen Staub und Feuchtigkeit. Ein weiterer Nachteil ist der unterschiedliche Drehwinkel von Taster ca* 70° und Potentiome-ter ca. 300°, wodurch ein zusätzliches Getriebe nötig ist, welches zur Übersetzung und damit zur Angleichung der Drehwinkel dient. Diese zusätzliche Baugruppe ist außerdem durch starke Verschmutzung funktionsgefährdet.
-3- 213 26t
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, eine Vorrichtung zum Abtasten von Pflanzenreihen zu schaffen, die auch bei Lücken im Bestand eine genaue Führung der Landmaschine ermöglicht, den Verschleiß' an den Lenkungsteilen mindert und Erntegutverluste vermeidet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Führen der Erntemaschine entlang der Pflanzenreihen zu erstellen, die ohne zusätzliche Getriebe auskommt und die Lenkhydraulik schont.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß sich an den beiden Halmteilerspitzen im Bereich eines Förderkanals je ein Taster befindet, welcher als Betätigungselement für einen induktiven Geber ausgebildet ist. Die induktiven Geber sind sekundärseitig mit einer Gleichrichterschaltung, insbesondere einer Zweiwegeschaltung ausgerüstet und nachfolgend parallel geschaltet. Beide Geber sind in der Ruhelage der Taster auf gleiche Ausgangsspannung, aber mit entgegengesetzter Polarität für den linken bzw. rechten Geber abgeglichen. Bei dieser Anordnung sind die Auslenkungen der Taster beim Einhalten der Sollinie, die in der Regel durch eine Pflanzenreihe vorgegeben ist, gleich groß" aber entgegengesetzt gerichtet. Im induktiven Geber bewirkt die Tasterauslenkung eine Verschiebung des
30" Ferritkerns im Spulensystem. Bei der gleichgroßen Auslenkung von zwei Tastern, die ein Tasterpaar bilden, ist das resultierende Ausgangssignal der mit den Tastern verbundenen Geber gleich Null, wodurch für den nachfolgend angeordneten Regler keine Aussteuerung erfolgt.
Bei ungleicher Auslenkung der Taster, infolge sich
ändernden Reihenabstandes, seitlichem Versatz, Krümmungen innerhalb der Reihen oder Änderungen in der Peinstruktur der Reihen,ist die resultierende Ausgangsspannung des Tasterpaares gleich der Differenz der Ausgangsspannungen beider induktiven Geber und in erster Näherung dem seitlichen· Versatz der abgetasteten Pflanzenreihe gegenüber der Sollinie proportional. Die Spannungsdifferenz liegt am Regler an, wird verstärkt und beaufschlagt die Lenkhydraulik, worauf eine .Lenkkorrektur erfolgt. Die Spannungsdifferenz wird entsprechend ihrer Polarität wirksam und es wird entweder der Verstärkerkanal für eine Lenkkorrektur nach rechts oder der für eine Lenkkorrektur nach links angesteuert. Bei Abtastung von einer oder mehreren Pflan-zenreinen auf die gleiche Weise bewirkt die Parallelschaltung der Geber eine Mittelwertbildung in Bezug auf ihre Ausgangssignale. Dadurch wird bei ungleichen oder sich ändernden Reihenabständen um so besser die günstigste Fahrlinie eingehalten, je mehr Reihen abgetastet und je weiter diese auseinander liegen. Vorteilhaft ist, daß mit steigender Zahl der Geber das resultierende Ausgangssignal infolge Mittelwertbildung geglättet und damit die Schalthäufigkeit der Lenkventile bzw. die Anzahl der Lenkausschläge je Zeiteinheit verringert und somit der Verschleiß im hydraulischem Lenksystem reduziert wird.. Von Vorteil ist auch, daß bei auftretenden Abweichungen vom Reihenabstand sowie bei Lücken im Bestand auf Grund der Mittelwertbildung die Erntegutverluste gemindert und sich somit die Effektivität des Maisgebisses erhöht.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert1 werden.
In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Pig. 1: eine schematische Darstellung der Taster
mit Geber,
Fig. 2: einen Schaltplan mit zwei induktiven Gebern, Fig. 3j einen Schaltplan von Taster und Geber zweier Förderkanäle.
An einem Maisgebiß" 1 sind an einem Förderkanal 2 vorn in zwei Halmteilerspitzen 3 je ein Taster 4, mit einem induktiven Geber 5 gekoppelt, untergebracht. Die gleiche Anordnung von Taster 4 und Geber 5 befindet sich im Abstand von mehreren Förderkanälen in einem zweiten Förderkanal 2' ebenfalls in zwei HaImteilerspitzen 3. Die Geber 5 eines Förderkanals 2; 2' sind, wie in Fig. 3 dargestellt, in einer Gleichrichterschaltung zusammengefaßt. Beide Förderkanäle 2; 2' sind mit ihren Gebern 5 parallel geschaltet und somit wird zwischen den Ausgangssignalen beider Geberpaare ein Mittelwert gebildet. Bei Abtastung einer Pflanzenreihe 6; 6' erfolgt auf Grund der Mittelwertbildung eine Führung der Erntemaschine entlang der mittleren Sollinie beider abgetasteter Reihen 6; 6', was einer idealen Sollinie aller Reihen nahekommt. Somit bleiben auftretende Lücken und Abweichungen im Bestand weitest- gehend ohne Einfluß auf das Lenksystem.
Claims (1)
- ErfindungsanspruchVorrichtung zum Führen einer Erntemaschine entlang der Pflanzenreihe mittels um eine vertikale Achse schwenkbarem federbelasteten Tastorgan beidseitig im Förderkanal angebracht und mit induktiven Gebern gekoppelt, dadurch gekennzeichnet, daß: sich jeweils der Taster (4) mit dem Geber (5) im Abstand von mehreren Förderkanälen (2; 2') vorzugsweise in je zwei Halmteilerspitzen (3) befinden, wobei die Geber (5) eines Förderkanales (2) parallel angeordnet sowie in der Ruhelage der Taster (4) auf gleiche Ausgangsspannung, aber entgegengesetzte Polarität abgeglichen sind.Hierzu..! Seiten Zeichnungen
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