DD148459A3 - Verfahren zur verbesserung der qualitaet von polyolen - Google Patents

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Siegbert Loeschau
Michael Niklas
Juergen Noack
Reiner Sachs
Guenther Trentsch
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Siegbert Loeschau
Michael Niklas
Juergen Noack
Reiner Sachs
Guenther Trentsch
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Qualitaet von Polyolen, insbesondere von Polyester- und Polyaetheralkoholen fuer die Herstellung von Polyurethanen. Ziel der Erfindung ist es, die im diskontinuierlichen Chargenprozesz hergestellten Polyole mit unterschiedlicher Reaktivitaet in einem geeigneten Verfahren zu stabilisieren. Die Hauptursache der unterschiedlichen Reaktivitaet liegt im Metallionengehalt der Polyole begruendet. Diese Metallionen, die verschiedene Oxydationsstufen aufweisen koennen, gilt es zu maskieren, um so deren Wirksamkeit zu inhibieren. Dies wird erreicht, indem den Polyester- und Polyaetheralkoholen 10 bis 150 ppm, vorzugsweise 20 bis 70 ppm, Komplexbildner folgender Art zugesetzt werden: Stickstoffhaltige Heterozyklen mit der -Ferroingruppierung = (Formel) =vorzugsweise 2,2'-dipyridil-Cuproingruppierung (Formel) vorzugsweise 2,2'-Dichinolin-Terroingruppierung = (Formel) = (Formel) vorzugsweise Terpyridin oder Oxime mit der allgemeinen Formel I, wobei R&ind1! = -H Salizylaldoxim oder R &ind 1! = -CH &ind 3! o-Hydroxyacetophenonoxim vorzugsweise eingesetzt werden, oder Antidioxime mit der allgemeinen Formel II, vorzugsweise aber Diacetyldioxim. Als Bedingung fuer die jeweiligen Komplexbildner gilt, dasz sie im Polyol loeslich sind und somit nach der Zugabe eine gute Homogenisierung gewaehrleistet ist.

Description

1 9 5 136-"-
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist insbesondere geeignet, die Qualität von Polyester- und Polyätheralkoholen für die Polyurethanherstellung zu verbessern· Die erfindungsgemäß behandelten Polyole lassen sich vorteilhaft einsetzen bei der Herstellung von Polyurethan-Gießelastomeren, -Thermoplasten, -Klebern, -Textilbeschichtungsmassen, -Poromeren-Y/erlcstoffen (SML) und -Präpolymeren für verschiedene Anwendungsfälle ,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen·-
Bei der Synthese von Polyolen v/erden Metallverunreinigungen einmal durch die Rohstoffe verursacht und zum anderen werden bei der Polyolsynthese metallorganische Katalysatoren wie Titantetrabutylat und Zinnkatalysatoren zugegeben, um die Polykondensation zu beschleunigen.
Entgegen der Annahme, daß der größte Teil des z. B. eingesetzten Titantetrabutylates zum katalytisch unwirksamen Titandioxyd hydrolysiert konnte nachgewiesen v/erden, daß ein erheblicher Teil des Katalysators im Polyol effektiv wirksam bleibte
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Weitere Schwerraetallionen können auch aus der Reaktorwandung und/oder den Lager- und Transportbehältern herrühren. Stellen sich bei der kontinuierlichen Herstellung der Polyole noch fließende Übersänge in der Qualität ein, so sind bei der diskontinuierlichen Synthese einander reproduzierbare Polyole in ununterbrochener Reihenfolge ausgeschlossen.
Es ist bekannt, daß die Polyurethan-Reaktion in. Gegenwart von Schwermetallionen katalysiert und dadurch ein gezielter Reaktionsablauf gestört wird; besonders dann, wenn ihre Konzentration unbekannt und schwer bestimmbar ist. Diese Schwermetallionen nehmen als elektrophile Agenzien an der Polyurethan-Reaktion teil.
Außerdem ist bekannt, daß Chelatisierungsmittel die Gelphase bei der Polyurethan-Bildung verzögern helfen und somit die Zeitdauer der Verarbeitung und die Lagerstabilität von Polyurethan-Systemen verlängern.
Allerdings existieren keine exakten Aussigen zur Behebung der Reaktivitätsschwankungen, ebenso ist nichts bekannt über die Auswahl bestimmter Chelatisierungsmittel im Interesse einer gezielten selektiv wirksamen Polyurethan-Synthese.
Ein spezieller Hinweis wird in der DT-OS 1 956 672 gegeben, nach der eine Mehrfachpackungsmasse, bestehend aus einem ρ-Diketon oder ct-Hydroxyketon oder 8-Hydroxychinolin in Verbindung mit einem aminfreien Organozinn-Katalysator eingesetzt wird. Damit wird eine Verlängerung der Gebrauchsdauer von Polyurethan-Systemen erzielt.
Als llachteil erweist sich jedoch, daß durch den Einsatz der zinnorganischen Verbindung in der Mehrfachpackungomasse keine gut reproduzierbaren Reaktivitäten gewähr-
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leistet sind. Ferner besteht der ITachteil, daß die Isocyanat-Wasser-Reaktion unter bestimmten Bedingungen besonders bevorzugt abläuft und unerwünschte Uebenreaktionen bewirkt» Weiterhin ist für dieses Verfahren die Anwesenheit von zinnorganischen Katalysatoren unbedingte Voraussetzung. Ein technologischer Nachteil dieses Verfahrens ist der Umstand, daß die Mehrfachpackungsmasse unmittelbar vor der Herstellung des Polyurethans der Polyolkomponente zugegeben werden muß.
Die DT-OS 2 364 319 weist auf folgende Chelatisierungsmittel hin:
Polyalkylenpolyaminkarbonsäure, Aminopolycarbonsäure, Aminocarbonsäure, Polycarbonsäure, Alkalimetallsalze der Polycarbonsäure, Äthylendiamintetraessigsäure, Hitriltr!essigsäure, Glycin bzw. deren ITatriumsalz, Zitronensäure.
Das vorgeschlagene Verfahren ist allerdings äußerst umständlich, der Einsatz der genannten Substanzen zudem umstritten. Ein entscheidender ITachteil beim Einsatz im Polyurethan-System ist die Wirksamkeit als Beschleuniger des hydrolytischen Abbaus dieser Systeme. Damit ist eine Gebrauchswertminderung durch den Abfall der physikalischmechanischen Eigenschaften gegeben.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die im diskontinuierlichen Chargenprozeß hergestellten Polyole mit unterschiedlicher Reaktivität durch ein einfaches Verfahren zu stabilisieren, so daß es möglich wird, gut reproduzierbare Reaktivitäten zu erreichen, eine gezielt selektive Polyurethan-Synthese durchzuführen, unerwünschte ITebenreakt ionen auszuschalten und Polyurethan-Gießelastomere, -Thermoplaste,
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-Kleber, -Textübeschichtungsmassen, -Poromere-Werkstoffe, -Präpolymere für verschiedene Anwendungsfälle, ohne Gebrauchswertminderung herzustellen.
Darlegung de3 Wesens der Erfindung;
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die, in den im diskontinuierlichen Chargenprozeß hergestellten PoIyolen, enthaltenen und hauptsächlich für die unterschiedliche Reaktivität verantwortlichen Metallionen verschiedener Oxydationsstufen zu maskieren, um so deren Wirksamkeit zu nELhibieren und damit die Amphoterie von z. B. Aluminium, Zink, Zinn,. Blei, Eisen, Titan und dereaOxyden bzw· Hydroxyden auszuschalten, und auch zu vermeiden, daß Metall und Isocyanat ein lockeres Addukt bilden können, wobei am Isocyanat eine erhöhte Elektrophilie induziert wird, und weiterhin zu verhindern, daß sich die Metalle zum Teil an basische Verunreinigungen anlagern und somit verstärkt Nebenreaktionen katalysieren, und außerdem auszuschließen, daß die Metallspuren aufgrund ihrer Amphoterie mit Restchlor oder hydrolisierbarem Chlor reagieren und dadurch die Polyurethan-Reaktion beeinflussen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß den Polyester- oder Polyätheralkoholen nach ihrer Herstellung oder vor deren Y/eiterverarbeitung, unter guter Homogenisierung, bei einer Temperatur bis zu 200 0C,' 10 bis 150 ppm, vorzugsweise 20 bis 70 ppm, stickstoffhaltige Heterozyklen mit der Ferroingruppierung
nH-C-0-H = Il Il
vorzugsweise 2,2 -Dipyridyl, oder mit der Ouproingruppierung
~S~ 195
Il Il
-C = N-C-C-N = C-
I I
C . C
vorzugsweise 2,2 -Dichinolin, oder mit der Terroin-
gruppierung
H η α ι η
C-C-C-N = C-C-N =
» I V II
«N-C-C- N-C-C-N
vorzugsweise Terpyridin, oder Oxime mit der allgemeinen Formel
wobei R1 -H oder -CHo bedeutet
vorzugsweise Salizylaldooxim oder O-Hydroxyacetophenon oxim, oder Antidioxime mit der allgemeinen Formel
R1 - C - C - R1Il Il
HO - N N - OH
worin R1 -CHo oder - CgH5 oder sein kann,
vorzugsweise Diacetyldioxim, zugesetzt werden.
Die erfindungsgemäß anwendbaren Komplexbildner sollen im Polyol löslich sein, damit nach der Zugabe eine gute Homogenisierung gewährleistet ist.
Gegenüber Chelatkomplexen weisen.die erfindungsgemäßen
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Komplexe eine größere Temperaturbeständigkeit auf· Die erfindungsgemäßen Komplexbildner und die daraus entstehenden Komplexe haben den Vorteil, daß sie in. Lösungsmitteln beständig sind.
Besonders vorteilhaft ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Komplexbildner bei Polyesteralkoholen mit einem Molekulargewicht von 800 bis 3 000 oder Polyätheralkoholen mit einem Molekulargewicht von 1 000 bis 5 000.
Die Polyesteralkohole v/erden nach bekannten Verfahren durch direkte Sühmelzkondensation von Di- oder Polycarbonsäuren, wie Adipinsäure, Phthalsäureanhydrid und Di- oder Polyalkoholen, wie Äthylenglykol, Butandiol, Propylenglykol, Hexandiol, Heopentylglykol, Trimethylolpropan bei 150 0C bis 230 0C hergestellt.
Die Polyätheralkohole v/erden durch Polymerisation von Äthylen- und Propylenoxyd oder Tetrahydrofuran gewonnen, wobei je nach gewünschter Funktionalität de3 Polyätheralkoholes unterschiedliche Startsubstanzen wie Äthylenglykol, Glycerin, Sorbit, Zucker zur Anwendung gelangen. Die Polymerisation verläuft bei 80 0C bis 150 0G unter geringem Überdruck.
Zur Erzielung einer gleichmäßigen Reaktivität der PoIyole bei der Polyurethan-Synthese zu Polyurethan-Gießelastomeren, -Thermoplasten, -Klebern, -Textilbeschichtungsmassen, -Poromeren-Werkstoffen und -Präpolymeren können die erfindungsgemäßen Komplexbildner sowohl dem reinen Polyol, als auch der hydroxylhaItigen Gesamtkomponente des jeweiligen Polyurethansystems zugegeben werden.
Nachbehandlungen der Polyester- oder Polyätheralkohole, wie Entwässern oder Erhitzen auf maximal 200 0C unter Vakuum, beeinträchtigen die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Komplexbildner nicht.
~7~ 195 136
Lagerstabilitätsversuche an erfindungsgemäß behandelten Polyester- oder Polyätheralkoholen ergaben nach 2, 4 und 6 Wochen keine wesentlichen Veränderungen·
Ausführun^3beispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden;
Beispiel 1
2 000 Teile eines nach bekannten Verfahren hergestellten Polyesteralkoholes auf Basis Adipinsäure/Athylenglykol mit dem mittleren Molekulargewicht von 2 000 und der OH-Zahl 56 v/erden in die Probe I und II geteilt. Der Probe II v/erden bei 70 0C 30 ppm Dipyridil unter Rühren zugesetzt.
Beide Proben werden wie folgt verarbeitet: Den Proben werden 95 Teile.: eines Kettenverlängerergemisches, bestehend aus 90 Teilen Butandiol-1,4 und 5 Teilen Trimethylolpropan, zugegeben und das Gemisch auf 70 0C eingestellt. Anschließend erfolgt die Zugabe von
je 400 Teilen. 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (40 0C) unter guter Homogenisierung, wobei über einen Kompensationsbandschreiber der Reaktionsverlauf verfolgt wird. Diese Untersuchung wurde an 10 unterschiedlichen Polyesteralkohol-Chargen durchgeführt.
Während der Reaktionsverlauf der Probe I bei 10 unterschiedlichen Chargen des Polyesteralkoholes nicht kongruent verläuft, sondern größeren Schwankungen unterwor-* fen ist, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyesterchargen eine gleichmäßige Reaktivität.
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Beispiel 2
Es wird wie im Beispiel 1 bereits beschrieben vorgegangen. Anstelle von Dipyridil werden jedoch der Probe II 50 ppm Salizylaldoxim zugesetzt.
Während der Reaktionsverlauf der Probe I bei 10 unterschiedlichen Chargen des Polyesteralkoholes nicht kongruent verläuft, sondern größeren Schwankungen unterworfen ist, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyesterchargen eine gleichmäßige Reaktivität.
Beispiel 3
1 000 Teile eines nach bekannten Verfahren hergestellten^ Polyätheralkoholes auf Basis Glycerin, Propylenoxid und Äthylenoxid mit dem mittleren Molekulargewicht von 3 und der OH-Zahl 42 werden in die Probe I und II geteilt. Der Probe II werden bei 30 0C 20 ppm Dipyridil unter Rühren zugesetzt. Jede Probe wird mit 9795.Teilen Toluylendiisocyanat (rein, Isomerenverhältnis 80 : 20) zu einem Präpolymer umgesetzt, wobei die Ausgangstemperatur des Polyätheralkoholes 65 0C beträgt. Der Temperaturverlauf wird mittels eines Kompensationsbandschreibers aufgezeichnet.
Während der Reaktionsverlauf der Proben I bei 10 verschiedenen Chargen nicht kongruent verläuft, zeigen die Proben II der gleichen Chargen eine gleichmäßige Reaktivität.
Beispiel 4
Es v/ird wie im Beispiel 3 bereits beschrieben vorgegangen. Anstelle von Dipyridil werden 3-edoch
1 95 136
der Probe II 60 ppm Salizylaldoxim zugesetzt.
Während der Reaktionsverlauf der Probe I bei 10 unterschiedlichen Chargen des Polyätheralkoholes nicht kongruent verläuft, sondern größeren Schwankungen unterworfen ist, zeigen die Proben II der gleichen Chargen eine gleichmäßige Reaktivität.
Beispiel 5
415 Teile eines Polyesteralkohole3 auf Basis Adipinsäure und Hexandiol-1,6 mit einem mittleren Molekulargewicht von 830 und einer OH-Zahl von 134 werden mit 350 Teilen Äthylglykolacetat, 50 Teilen Xylol und 162 Teilen Butandiol-1,4 versetzt und in die Probe I und II geteilt.
Der Probe II werden bei Raumtemperatur 30 ppm Dipyridil, bezogen auf Polyesteralkohol, unter Rühren zugesetzt. Die Proben I und II werden bei 70 0C mit je 300 Teilen 4,4 -Diphenylmethandiisocynat (400C) versetzt und homogenisiert. Die Temperatur des Reaktionsverlaufes wird mittels Kompensationsbandschreiber verfolgt.
Während der Reaktionsverlauf der Probe I bei 8 verschiedenen Chargen des Polyesteralkoholes nicht kongruent verläuft, sondern größeren Schwankungen unterworfen ist, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyesterchargen einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf.
Beispiel 6
Es wird wie im Beispiel 5 bereits beschrieben vorgegangen. Anstelle von Dipyridil werden jedoch der Probe II 20 ppm Diacetyldioxim zugesetzt.
Während der Reaktionsverlauf der Proben I bei 5 verschiedenen Chargen des Polyesteralkoholes nicht kongruent verläuft, sondern größeren Schwankungen unterworfen ist, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyesterchargen einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf.
Beispiel 7
1 000 Teile eines entwässerten Polyesteralkoholes auf Basis Adipinsäure/Δ.thylenglykol mit dem mittleren Molekulargewicht von 2 000 und der OH-Zahl 56 werden mit dem Kettenverlängerergemisch, bestehend aus- 90 Teilen Butandiol-1,4 und 5 Teilen Trimethylolpropan, versetzt und auf 70 0C'eingestellt. Diese Probe wird in I und II geteilt, wobei der Probe II 30 ppm Dipyridil zugesetzt werden. Diese vorbereiteten Komponenten werden bei 70 0C mit je 200 Teilen 4»4 -Diphenylmethandiisocyanat (40 0C) vermischt und der Reaktionsverlauf nach vorheriger guter Homogenisierung über einen Kompensationsbandschreiber verfolgt.
Während der Reaktionsverlauf der Probe I bei 10 unterschiedlichen Chargen des Polyesteralkoholes nicht kongruent verläuft, sondern größeren Schwankungen unterworfen ist, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyesterchargen eine gleichmäßige Reaktivität.
Beispiel S
1 000 Teile eines entwässerten Polyesteralkoholes, bestehend aus Adipinsäure/Butandiol-1,4 und Äthylenglykol mit einem mittleren Molekulargewicht von 2 000 und einer OH-Zahl von 56 werden mit 162 Teilen Butandiol-1,4 versetzt. Diese Probe wird geteilt in I und II, wobei
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der Probe II 60 ppm 2,2 -Dichinolin zugesetzt werden. Diese vorbereiteten Komponenten werden bei 70 0C mit je 300 Teilen 4>4 -Diphenylmethandiisocyanat (40 0C) versetzt und der Reaktionsverlauf nach, vorheriger guter Homogenisierung über einen Kompensationsbandschxeiber verfolgt.
Während der Reaktionsverlauf der Probe I bei 10 unterschiedlichen Chargen des Polyesteralkoholes nicht kongruent verläuft, sondern größeren Schwankungen unterworfen ist, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyesterchargen einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf.
Beispiel 9
1 000 Teile eines entwässerten. Polyesteralkoholes auf Basis Adipinsäure/Äthylenglykol mit dem mittleren Molekulargewicht von 2 000 und der OH-Zahl 56 werden, mit dem Kettenverlängerungsgemisch, bestehend aus 90 Teilen Butandiol-1,4 und 5 Teilen Trimethylolpropan, versetzt und auf 70 0C eingestellt. Diese Probe wird in I und II geteilt, wobei der Probe II 50 ppm 3alizylaldo:cim zugesetzt werden. Diese vorbereiteten Komponenten werden bei 70 0C mit je 200 Teilen 4,4f-Diphenylmethandiisocanat (40 0C) vermischt und der Reaktionsverlauf nach vorheriger guter Homogenisierung über einen Kompensationsbandschreiber verfolgt.
Während der Reaktionsverlauf der Probe I bei 10 unterßchiedlichen Chargen des Polyesteralkoholes nicht kongruent verläuft, sondern größeren Schwankungen unterworfen ist, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyesterchargen eine gleichmäßige Reaktivität.
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Beispiel 10
I 000 Teile eines entwässerten Polyesteralkoholes auf Basis Adipinsäure/Eieopentylglykol und Hexandiol-1,6 mit dem mittleren Holekulargev/icht von 2 000 und der OH-Zahl 56 werden mit dem Kettenverlängerergemisch, bestehend aus 90 Teilen Butandiol-1,4 und 5 Teilen Trimethylolpropan, versetzt und auf 70 0C eingestellt. Diese Probe wird in I und II geteilt, wobei der Probe
II 60 ppm Salizylaldoxim zugesetzt werden. Diese vorbereiteten Komponenten werden bei 70 0C mit je 200 Teilen 4j4 -Diphenylmethandiisocyanat (40 0C) vermischt und der"Reaktionsverlauf nach vorheriger guter Homogenisierung über einen Kompensationsbandschreiber verfolgt.
Während der Reaktionsverlauf der Probe I bei 5 unterschiedlichen Chargen des Polyesteralkoholes nicht kongruent verläuft, sondern größeren Schwankungen unterworfen ist, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyesterchargen eine gleichmäßige Reaktivität.
Beispiel 11
415 Teile eines entwässerten Polyesteralkoholes, bestehend aus Adipinsäure und Hexandiol-1,6, mit einem mittleren Molekulargewicht von 830 und einer OH-Zahl von 134 werden mit 162 Teilen Butandiol-1,4 versetzt. Diese Probe wird geteilt in I und II, wobei der Probe II 20 ppm Dipyridil zugesetzt werden. Diese vorbereiteten
ο '
Komponenten werden bei 70 C mit je 300 Teilen 4»4 -Diphenylmethandiisocyanat (40 0C) versetzt und der Reaktionsverlauf nach vorheriger guter Homogenisierung über einen Kompensationsbandschreiber verfolgt.
Wahrend der Reaktionsverlauf der Probe I bei 4 unterschiedlichen Chargen des Polyesteralkoholes nicht kongruent verläuft, sondern größeren Schwankungen unterworfen ist, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyesterchargen einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf·
Beispiel 12
1 000 Teile eines entwässerten Polytetramethylenglykoläthers mit dem mittleren Molekulargewicht von 1 und der OH-Zahl 75 werden mit 225,2 Teilen Toluylendiisocyanat (rein, Isomerenverhältni3 80 : 20) zu einem Präpolymeren umgesetzt- wobei die Ausgangstemperatur der Äthers 60 0G beträgt. Der Reaktionsverlauf wird über einen Kompensationsbandschreiber aufgezeigt. Während der Probe I nichts zugesetzt wird, werden der Probe II vor der Umsetzung mit dem Toluylendiisocyanat 25 ppm Dipyridil zugegeben.
Während der Reaktionsverlauf der Probe I bei 5 unterschiedlichen Chargen des Polyätheralkoholes nicht kongruent verläuft, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyätherchargen einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf.
Beispiel 13 ·
1 000 Teile eines entwässerten Polytetramethylenglykoläthers mit dem mittleren Molekulargewicht von 1 500 und der OH-Zahl 75 werden mit 235,2 Teilen Toluylendiisocyanat (rein, Isomerenverhältnis 80 : 20) zu einem Präpoly-" meren umgesetzt, wobei die Ausgangstemperatur des Äthers 60 0C beträgt. Der Reaktionsverlauf vdrd über einen Kompensationsbandschreiber aufgezeigt.
- AH--
1 9 5 1 3 ?
Y/ährend der Probe I nichts zugesetzt v/ird, werden der Probe II vor der Umsetzung mit dem Toluylendiisocyanat 60 ppm Salizylaldoxim zugegeben.
V/ährend der Reakt ions verlauf der Probe I bei 5 unterschiedlichen Chargen des Polyätheralkoholes nicht kongruent verläuft, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyätherchargen -einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf.
Beispiel 14
1 000 Teile eines entwässerten Polyätheralkoholes auf Basis Propylenoxid mit dem mittleren Molekulargewicht
2 000 und der OH-Zahl 52 werden mit 242 Teilen Toluylendiisocyanat (rein, Isomerenverhältnis 80 : .20) zu einem Präpolymeren umgesetzt, wobei die Ausgangstemperatur des Polyätheralkoholes 60 0C beträgt. Der Reaktionsverlauf wird über einen Kompensationsbandschreiber aufgezeichnet,
Während der Probe I nichts zugesetzt wird, gibt man der Probe II vor der Umsetzung mit dem Diisocyanat 20 ppm Diacetyldioxim zu.
V/ährend der Reaktionsverlauf der Probe I bei 6 unter-. schiedlichen Polyätheralkoholchargen nicht kongruent verläuft, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyätheralkoholchargen einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf·
-<s- 195 136
Beispiel 15
1 000 Teile eines Polyätheralkoiioles auf Basi3 Glycerin, Propylenoxid und Äthylenoxid mit einem mittleren Molekulargewicht von 3 000 und der OH-Zahl 42 werden mit 218 Teilen Toluylendiisocyanat (rein, Isomerenverhältnis 80 : 20 ) zu einem Präpolymeren umgesetzt, wobei die Ausgangstemperatur des Polyätheralkoholes 65 °C beträgt. Der Reaktionsverlauf wird über einen Kompensationsbandschreiber aufgezeigt.
Während der Probe I nichts zugesetzt wird, gibt man der Probe II 25 ppm Dipyridil vor der Umsetzung mit dem Diisocyanat zu.,
Während der Reaktionsverlauf der Probe I bei 7 unterschiedlichen Polyätheralkoholchargen nicht kongruent verläuft, zeigen die Proben II auch bei unterschiedlichen Polyätheralkoholchargen einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf.
Beispiel 16
Es wird wie im Beispiel 7 bereits beschrieben vorgegangen. Anstelle von Dipyridil werden jedoch der Probe II 20 ppm Terpyridin zugegeben. Die Probe II zeigt wie im Beispiel 7 einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf, trotz unterschiedlicher Polyesteralkoholchargen.
- 46-
19 5 13 6
Beispiel 17
Es wird wie im Beispiel 9 bereits beschrieben., vorgegangen. Anstelle von Salizylaldoxim werden zur Probe II 40 ppm o-Hydroxyäcetophenonoxim zugegeben
Die Probe II zeigt im Beispiel 9 einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf bei 10 unterschiedlichen Polyesterchargen.
Beispiel 18
Es wird wie im Beispiel 13 bereits beschrieben vorgegangen. Anstelle von Salizylaldoxim werden den 5 unterschiedlichen PolyätherChargen 55 ppm o-Hydroxyacetophenonoxim zugesetzt. Die Probe II zeigt wie im Beispiel 13 einen gleichmäßigen Reaktionsverlauf, trotz unterschiedlicher Polyätherchargen.

Claims (1)

  1. ι s ο l 3b
    A. Verf aliren zur Verbesserung der Qualität von Polyolen für die Polyurethanherstellung, insbesondere von Polyesteralkoholen mit einem Molekulargewicht von 800 bis 3 000 oder Polyätheralkoholen mit einem Molekulargewicht von 1 000 bis 5 000, dadurch gekennzeichnet, daß den Polyester- oder Polyätheralkoholen nach ihrer Herstellung oder vor deren Weiterverarbeitung, unter guter Homogenisierung bei einer Temperatur bis zu 200 0C, bis 150 ppm, vorzugsweise 20 bis 70 ppm, stickstoffhaltige Heterozyklen mit der Ferroingruppierung
    = N-C-C-N =
    M Il
    Vorzugsweise 2,2'-Dipyridil, oder mit der Cuproingruppierung
    H II
    -C=N-C-C-N = C-I I
    G C
    vorzugsweise 2,2 -Dichinolin, oder mit der Terroingruppierung
    Il Il I Il
    C-C-C-N = C-C-N= -*—ρ-
    vorzugsweise Terpyridin, oder Oxime mit der allgemeinen Formel
    -OH
    v/ob ei
    R1 -H oder -CH-
    bedeutet,
    - 195
    vorzugsweise Salizylaldooxim oder o-Hydroxyacetophenonoxim, oder Antioxidime mit der allgemeinen. Formel
    R C - C - R1
    Il M
    HO-N N-OH
    -CH3 oder -C6H5 oder (Ϊ
    wobei
    bedeutet,
    vorzugsweise Diacetyldioxim, zugesetzt v/erden,
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EP0710165A4 (de) * 1993-07-23 1996-10-02 Ashland Oil Inc Polyurethanformendes bindersystem mit 2,2'-dipyridyl, 1,10-phenanthrolin und ihre substituierten alkylderivate
WO1998033803A3 (en) * 1997-01-31 1998-09-11 Procter & Gamble Reduced calorie cooking oils and preparation thereof

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