DD150251A2 - Vorrichtung zur sedimentation - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung wird zur Sedimentation von Zellen aus biologischen Fluessigkeiten nach Patent 141 717 angewendet. Mit der Erfindung soll eine vereinfachte Herstellung der Sedimentationskammerhuelse erzielt werden. Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Sedimentation unter Verwendung der Kammerhuelse (Sorptionstubus) zu schaffen und die Porositaet des Tubus erst nach einer bestimmten Zeit zum Aufsaugen der zellfreien Untersuchungsfluessigkeit freizugeben. Erfindungsgemaesz wird die Tubuswandung durch Praesorption mit einer Fluessigkeit vorbereitet. Die Erfindung kann fuer vielfaeltige Inkubations- und Sedimentationsprozesse angewendet werden.
Description
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-ι-
Vorrichtung zur Sedimentation
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sedimentation von Zellen aus Körperflüssigkeit für diagnostische Zwecke in der Medizin naoh P<*4eni \ AHA
Es wurde bereits vorgeschlagen', einen runden, aus porösem keramischem Material bestehenden Tubus (Kammerhülse) mit nach basal vergrößertem Durchmesser zu verwenden. Der Innenraum der Kammerhülse ist mit einem Präsorber bestrichen und dadurch so präpariert, daß die Wandung der Kammerhülse zeitlioh begrenzt undurchlässig ist. Die Zellen sinken, nachdem die Probe von oben eingebracht wurde, durch ihr Eigengev/icht gravitations ge rrecht auf den am Boden der Kammer befindlichen Objektträger. Naoh einer durch seine Zusammensetzung bestimmbaren Zeit löst sich der Präsorber auf und gibt die Porösität der Kammerhülse für das Aufsaugen der nunmehr zellfreien Flüssigkeit frei« Die Zellen sind inzwischen auf dem Objekträger als Kammerbo-. den störungsfrei sedimentiert Paten! 4Hn 7 47
Die genannte Vorrichtung hat den Nachteil, daß das Aufbringen.des Präsorbers aus technologischer Sicht recht auf~ wendig ist,
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Mit der vorliegenden Erfindung soll eine vereinfachte Herstellung der Sedimentationsvorrichtung ermöglicht werden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Sedimentation unter Verwendung der Kammerhülse· zu schaffen, wobei ohne Verwendung eines Präsorbers die Porösität der Kammerhülse (Sorptionstutnis) erst nach einer bestimmten Zeit freigegeben wird«
Tülle bereits vorgeschlagen, wird der aus einem porösen Scher- · ben bestehende S orpt ions tubus mit geeigneter Haftpaste, beispielsweise Silikonfett oder Vaseline, so auf einem entfetteten Objektträger aufgesetzt, daß sich zwischen der Aufsetzfläche des Tubus und dem Objektträger ein gleichmäßig dün-» ner Haftfilm ausbildet. ...
Erfindungsgemäß.wird nun. .aaaoh dem Aufsetzen der Tubus mit einer Flüssigkeit, beispielsweise physiologische NaCl-Lösung oder Zellzüchtungsmediena beschickt. Dieser als Präsorption bezeichnete Vorgang dient der partiellen Sättigung des Tubus mit Flüssigkeit.
Die Flüssigkeiten, die in der Präsorptionsphase verwendet werden, müssen osmotisch^ Eigenschaften besitzen, die dem osmotischen Milieu der zu sedimentierenden Zellen entsprechen. Durch die Präsorption wird eine Saugkapazitätsdifferenz in der Tubusivandung hergestellt, die Saugkapazität nimmt von unten nach oben au.'Wichtig ist, daß die Quantität der Präsorptionsflüssigkeit nickt so groß gewählt wird, daß die Tubuswandung sich vollständig mit Flüssigkeit sättigt, es muß noch Saugkapazität für das UntersuGhungsmaterial (z.B. Liquor oerebrospinalis, Urin, Fruchtwasser, Pleurapunktat) bleiben» Die quantitative Beschickung des Tubus mit Präsorptionsflüssigkeit richtet sich naoh der Porengröße und dem Saugvolumen des verwendeten Scherben. Für jede Tubusgröße müssen in Abhängigkeit von der Porösität des Scherben die Verhältnisse der quantitativen Präsorption ausgetestet werden.
-5- 212463
Nachdem die Tubuswandung die Präsorptionsflüssigkeit völlig aufgesaugt hat (Sichtkontrolle), wird die Beschickung des Tubus mit der Untersuchungsflüssigkeit vorgenommen. Da die Tu— buswand im unteren Bereich mit der Präsorptionsflüssigkeit stark gesättigt ist, wird das Aufsaugen der Untersuchungsflüssigkeit in die Tubuswand-stärk'verzögert· Die Zellen des Untersuohungsmaterials beginnen zu sedimentieren· Nur sehr langsam tritt die Untersuchungsflüssigkeit in die Tubuswandung über (Geschwindigkeit wird bestimmt durch die Quantität der Präsorptionsflüssigkeit). Da die Saugkapazität in der Tubuswandung von unten nach oben zunimmt, wird die Untersuohungsflüssigkeit überwiegend in Meniskushöhe abgesaugt» Diesen Bereich verlassen die sedimentierenden Zellen zuerst, damit ist eine schonende Sedimentation.der Zellen (geringe Saugkräfte auf die Zellen) gewährleistet.
Befindet sich keine Untersuchungsflüssigkeit mehr im Tubus (Sichtkontrolle)y wird.der ^ubus abgenommen und das Präparat an der Luft getrooknet· Anschließend kann die Färbung der sedi-* mentierten Zellen erfolgen· '
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Asuführungsbeis-piel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt einen Sorptions-Sedimentationstubus im Querschnitt· Der zylindrische Tubus 1, bestehend aus einem porösem Scherben, ist beiderseits offen· Die Tubuswand 2 ist oben dicker als unten gestaltetj so daß sich ein Tubuslumen 3 in der Form eines Kegelstumpfes ergibt· Mittels Haftfilm 4 ist der Tubus auf dem Objektträger 5 befestigt·
Claims (1)
- -4- 212463ErfindungsanspruchVorrichtung zur Sedimentation mit einem auf einem Objektträger aufgesetzten, aus einem porösen Scherben bestehenden zylindrischen Tubus nach Patent .JMA 1 Al dadurch gekennzeichnet, daß vor Beschickung mit der zu untersuchenden Flüssigkeit die Tubuswandung durch Präsorption mit einer Flüssigkeit, die entsprechende osmotische Eigenschaften besitzt, vorbereitet ist.Hierzu 1 Ssiie Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21246379A DD150251A2 (de) | 1979-04-25 | 1979-04-25 | Vorrichtung zur sedimentation |
| DE19803005788 DE3005788A1 (de) | 1979-03-14 | 1980-02-15 | Vorrichtung zur sedimentgewinnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD21246379A DD150251A2 (de) | 1979-04-25 | 1979-04-25 | Vorrichtung zur sedimentation |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD150251A2 true DD150251A2 (de) | 1981-08-19 |
Family
ID=5517820
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD21246379A DD150251A2 (de) | 1979-03-14 | 1979-04-25 | Vorrichtung zur sedimentation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD150251A2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3936093A1 (de) * | 1988-11-04 | 1990-05-31 | Schwerin Bezirksnervenklinik | Verfahren und anordnung zur konzentration von zellen aus zellarmen fluessigkeiten |
| DE19651006A1 (de) * | 1996-11-29 | 1998-06-04 | Lange Gmbh Dr Bruno | Sedimentationsgefäß |
-
1979
- 1979-04-25 DD DD21246379A patent/DD150251A2/de not_active IP Right Cessation
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|---|---|---|---|---|
| DE3936093A1 (de) * | 1988-11-04 | 1990-05-31 | Schwerin Bezirksnervenklinik | Verfahren und anordnung zur konzentration von zellen aus zellarmen fluessigkeiten |
| DE19651006A1 (de) * | 1996-11-29 | 1998-06-04 | Lange Gmbh Dr Bruno | Sedimentationsgefäß |
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