DD150251B1 - Vorrichtung zur Sedimentation - Google Patents
Vorrichtung zur SedimentationInfo
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Description
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt einen Sorptions-Sedimentationstubus im Querschnitt.
Der zylindrische Tubus 1, bestehend aus einem porösem Scherben, ist beiderseits offen. Die Tubuswand 2 ist oben dicker als unten gestaltet, so daß sich ein Tubuslumen 3 in der Form eines Kegelstumpfes ergibt. Mittels Haftfilm 4 ist der Tubus auf dem Objektträger 5 befestigt.
Claims (1)
- Erfindungsanspruch:Vorrichtung zur Sedimentation mit einem auf einem Objektträger aufgesetzten, aus einem porösen Scherben bestehenden zylindrischen Tubus, dessen Wandung durch Präsorption beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß vor Beschickung mit der zu untersuchenden Flüssigkeit die Tubuswandung (2) mit einer physiologischen Flüssigkeit, die eine entsprechende Saugkapazitätsdifferenz in der Tubuswandung (2) erzeugt, partiell gesättigt ist.Hierzu 1 Seite ZeichnungAnwendungsgebiet der ErfindungDie Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sedimentation von Zellen aus Körperflüssigkeit für diagnostische Zwecke in der Medizin.Charakteristik der bekannten technischen LösungenEs wurde bereits vorgeschlagen, einen runden, aus porösem keramischem Material bestehenden Tubus (Kammerhülse) mit nach basal vergrößertem Durchmesser zu verwenden. Der Innenraum der Kammerhülse ist mit einem festen Präsorber bestrichen und dadurch so präpariert, daß die Wandung der Kammerhülse zeitlich begrenzt undurchlässig ist. Die Zellen sinken, nachdem die Probe von oben eingebracht wurde, durch ihr Eigengewicht gravitationsgerecht auf den am Boden der Kammer befindlichen Objektträger. Nach einer durch seine Zusammensetzung bestimmbaren Zeit löst sich der Präsorber auf und gibt die Porösität der Kammerhülse für das Aufsaugen der nunmehr zellfreien Flüssigkeit frei. Die Zellen sind inzwischen auf dem Objektträger als Kammerboden störungsfrei sedimentiert (WP — 141717;G01N15/04). Die genannte Vorrichtung hat den Nachteil, daß das Aufbringen des Präsorbers aus technologischer Sicht recht aufwendig ist.Ziel der ErfindungMit der vorliegenden Erfindung soll eine vereinfachte Herstellung der Sedimentationsvorrichtung ermöglicht werden.Darlegung des Wesens der ErfindungEs ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Sedimentation unter Verwendung der Kammerhülse zu schaffen, wobei ohne Verwendung eines festen Präsorbers die Porösität der Kammerhülse (Sorptionstubus) erst nach einer bestimmten Zeit freigegeben wird.Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der aus einem porösen Scherben bestehende Sorptionstubus mit geeigneter Haftpaste, beispielsweise Silikonfett oder Vaseline, so auf einem entfetteten Objektträger aufgesetzt wird, daß sich zwischen der Aufsetzfläche des Tubus und dem Objektträger ein gleichmäßig dünner Haftfilm ausbildet. Nach dem Aufsetzen wird der Tubus mit einer Flüssigkeit, beispielsweise physiologische NaCI-Lösung oder Zeilzüchtungsmedien, beschickt. Dieser als Präsorption bezeichnete Vorgang dient der partiellen Sättigung des Tubus mit Flüssigkeit.Die Flüssigkeiten, die in der Präsorptionsphase verwendet werden, müssen osmotische Eigenschaften besitzen, die dem osmotischen Milieu der zu sedimentierenden Zellen entsprechen. Durch Präsorption wird eine Saugkapazitätsdifferenz in der Tubuswandung hergestellt, die Saugkapazität nimmt von unten nach oben zu. Wichtig ist, daß die Quantität der Präsorptionsflüssigkeit nicht so groß gewählt wird, daß die Tubuswandung sich vollständig mit Flüssigkeit sättigt, es muß noch Saugkapazität für das Untersuchungsmaterial (z.B. Liquor cerebrospinalis, Urin, Fruchtwasser, Pleurapunktat) bleiben. Die quantitative Beschickung des Tubus mit Präsorptionsflüssigkeit richtet sich nach der Porengröße und dem Saugvolumen des verwendeten Scherben. Für jede Tubusgröße müssen in Abhängigkeit von der Porösität des Scherben die Verhältnisse der quantitativen Präsorption ausgetestet werden. Nachdem die Tubuswandung die Präsorptionsflüssigkeit völlig aufgesaugt hat (Sichtkontrolle), wird die Beschickung des Tubus mit der Untersuchungsflüssigkeit vorgenommen. Da die Tubuswand im unteren Bereich mit der Präsorptionsflüssigkeit stark gesättigt ist, wird das Aufsaugen der Untersuchungsflüssigkeit in die Tubuswand stark verzögert. Die Zellen des Untersuchungsmaterials beginnen zu sedimentieren. Nur sehr langsam tritt die Untersuchungsflüssigkeit in die Tubuswandung über (Geschwindigkeit wird bestimmt durch die Quantität der Präsorptionsflüssigkeit). Da die Saugkapazität in der Tubuswandung von unten nach oben zunimmt, wird die Untersuchungsflüssigkeit überwiegend in Meniskushöhe abgesaugt. Diesen Bereich verlassen die sedimentierenden Zeilen zuerst, damit ist eine schonende Sedimentation der Zellen (geringe Saugkräfte auf die Zellen) gewährleistet. Befindet sich keine Untersuchungsflüssigkeit mehr im Tubus (Sichtkontrolle), wird der Tubus angenommen und das Präparat an der Luft getrocknet. Anschließend kann die Färbung der sedimentierten Zellen erfolgen.
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