DD153401A1 - Naehmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Maschine wurde mit einem Stoffdruecker (4) ausgestattet, der infolgedessen, dass der dem letzteren gegenueberliegende Teil der Stichplatte (7) frei in einer Ausnehmung (9) des Maschinenbettes (6) angeordnet ist, keine Empfindlichkeit gegen ein Abheben vom Naehgut (8) waehrend des Naehvorganges aufweist. Unerwuenschte Erscheinungen, wie Stichlaengenveraenderungen oder Nahtverkuerzungen, koennen in beachtlichem Umfang vermieden werden.
Description
β --Ι-
Fähmaschine
Anwendungsgebiet
Die Erfindung "besieht sich auf eine Nähmaschine, welche für die Führung und den Transport des Fähgutes mit .einer an einer Stiohplattenaufnahmeleiste eines Maschinenbettes befestigten Stichplatte, einem über der Stichplatte angeordneten gefederten Stoffdrücker und mit einem darunter befindlichen Stoffschieber ausgestattet ist, der zeitweilig Schlitze der Stichplatte durchgreift und sich aus der Ebene der letzteren erhebt, um das Fähgut zu transportieren*
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen;
Bs ist eine !Nähmaschine gemäß dem Oberbegriff des Erfindungsanspruches 1 bekannt (DE-OS 27 19 539), die mit einer fest und mehrseitig im Maschinenbett aufliegenden Stichplatte versehen ist, bei der der Stoffdrücker doppelt gefedert wurde, ... Damit wird bezweckt, daß der Stoffdrücker in jeder Fähsituation immer exakt der Bewegung des StoffSchiebers folgt, sofern der letztere sich aus der Ebene der Stichplatte erhoben hate Der Stoffdrücker soll rasch auf den Stoffschieber reagieren und sich nicht vom Nähgut abheben, solange genäht wird. Die dafür vorgesehenen Mittel sind im wesentlichen zwei unterschiedlich starke Pedern, die dem Stoffdrücker eine Anlage
mit niedrigem Beharrungsvermögen am Fähgut geben, wenn sich der Drücker an einem ebenen (EeIl des Fähgutes befindet^ und die den Stoffdrücker fester auf das Fähgut pressen, sofern ein Saum oder ein anderes Hindernis su überwinden sind«
Wird mit hohen lähgeschwindigkeiten über 3000 Stiche pro Minute gearbeitetj so liegt der Stoffdrücker der bezeichneten Maschine allerdings trotz der getroffenen technischen Maßnahmen nioht ständig am Fähgut an, sondern hebt sich zeitweilig υοώ demselben ab-s Diese Erscheinung führt su unerwünschten StichlängenTeränderungen und au Fahtverkürsungen» Außerdem treten bei steigender Hähgesohv/indigkelt zunehmend Geräuschbildung und Yibration der gesamten Fähmaschine auf.
Der FähTorgang ist bekanntlich mit starken Schwingungen verbonden** Man unterscheidet dabei awei Schwingungsarten« In der Phase des transportes des Fähgutes treten erzwungene Schwingungen des Stoffdrückers mit dem Stoffschieber auf. Zur Zeit der Ruhe des Fähgutes schwingt der Stoffdrücker frei ausam~ men mit der Stichplatte, wobei die.Vibration des Bettes der !baumaschine ebenfalls Einfluß ausübt«
Di© Erfindung geht nun τοη der neuen Erkenntnis'aus? daß die an sich bekannten Eigenschwingungen der Stichplatte 3 die v/ährend des Hähvorganges insbesondere in dem Schwingungssystem Stoffdrücker/Stichplattθ entstehen, eine der Ursachen für das Abheben des Stoffdrückers Tom Fähgut bilden*
Eine zweite Grundlage für die vorliegende Erfindung besteht in der weiteren Erkenntnis, daß die Zeit der Euhe des Fähgutes an Schnellaufenden Ifähmasohinen nicht sum genügenden Abklingen der freien Schwingungen des Stoffdrückers und der Stichplatte ausreichte
Folglich überlagern und verstärken sich die erzwungenen und die freien Schwingungen* Der wegen des zwischen dem Stoffdrücker und ä.ex Stichplatte geführten Fähgutes vorhandene Dämpfungseffekt vermag die Verstärkung der Überlagerungs-Schwingungen nicht aufzuhalten*
Die Schwingungen nehmen infolge der hohen !^geschwindigkeit schließlich beträchtlich zu und begünstigen das Abheben des Stoffdrückers vom Nähgut mit den geschilderten nachteiligen Folgen»
Ziel. .der ...Erfindung:
Der Mangel des Abhebens des Stoffdrückers soll eingeschränkt werden· .
Zu diesem Zweck ist das Schwingungssystem Stoffdrücker/Stich~ platte derart zu verbessern, daß keine störenden .Überlagerungen von dessen freien Schwingungen mit den erzwungenen Schwingungen des Systems Stoffdrücker/Stoffschieber eintreten,
Darlegung des Wesens der Erfindungj.
Die in den Erfindungsansprüchen gekennzeichnete Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Fähmaschine zu schaffen, bei der das Abheben des Stoffdrückers während des Fähvorganges durch eine verstärkte Unterdrückung der freien Schwingungen des Systems Stoffdrüoker/Stichplatte- aufgrund einer das Eigenschwingungsverhalten der Stichplatte ändernden Verminderung der Federsteife der letzteren weiter behindert wird·
Gelöst wird die Aufgabe der Erfindung, indem der dem Stoff- drücker gegenüberliegende Teil der Stichplatte frei in einer Ausnehmung des Maschinenbettes angeordnet ist* Dabei besteht die Möglichkeit der Unterbrechung der Stichplattenaufnähme oder der Ausstattung der Stichplatte mit annähernd quer zur Fährichtung vorgesehenen Einschnitten»
Da die Stichplatte im Stoffdrückerbereich frei angeordnet wurdej was besonders vorteilhaft mit der Ausführungsart naoh Erfindungsanspruch 2 geschieht, schwingt das System Stoff·™ drücker/Stlchplatte eher aus als das der Fall ist, wenn die Stichplatte wie bisher ohne speziell© Vorkehrungen direkt auf einer ununterbrochenen Stichplattenaufnahmeleiste liegt« Die Anordnung und Befestigung der Stichplatte ist so vorgesehen, daß die freien Schwingungen des Systems Stoffdrücker/Stichplatte infolge Verminderung der Federsteife der Stichplatte jeweils ausreichend abgeklungen sind, bevor der Stoffschieber das Fähgut erneut transportiert und den Stoffdrücker in erzwungene Schwingungen.versetzt· Eine störende Überlagerung der genannten Schwingungsarten tritt also nicht ein*
Aufgrund-dessen kann die Erscheinung des Abhebens des StoffdrüGkers vom Fähgut während des Fähvorganges in einem beachtlichen Umfang vermieden werden»
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeisplelen näher erläutert·
Die Zeichnung zeigt in:
Fig« 1ί einen Querschnitt durch die Hähstelle einer Fähmaschine,
Fig» 2: eine perspektivische Ansicht einer Aufnahme für eine Stichplatte und eine Schieberplatte und
Fig* 3: eine Draufsicht auf eine Stichplatte und eine Schieberplatte.
Gemäß Fig. 1 umfaßt die Fähmaschine eine Nadelstange. 1 mit einer eingespannten Fähnadel 2? die in üblicher Weise vertikal
. ν 3Qd.
bewegbar ist. Weiter gehören ein unter dem Druclc einer Feder 3 stehender Stoffdrücker 4 und ein Stoffschieber 5 zu den Hahwerkzeugen. Zwischen dem Stoffdrücker 5 und einer an einem Maschinenbett 6 befestigten Stichplatte 7 erhält das Fähgut 8 * seine Führung. Die Stichplatte 7 ist mit Schlitzen 7 a ausgestattet, die der Stoffschieber 5 zeitweilig durchgreift, um sich aus der Ebene der Stichplatte 7 zu erheben und das Mh- ' gut 8 zu transportieren. Der Stoffschieber 5 und die Stichplatt© 7 sind in einer Ausnehmung 9 des Maschinenbettes 6 untergebracht, die teilweise von einer Stichplattenaufnähmeleiste 6 a begrenzt wird und außerdem noch eine nicht gezeigt te Fadengreiferrorrichtung aufnimmt« Für die hierin dargestellte Erfindung kann eine Steppstich- oder eine Kettenstichnähmaschine zugrunde liegen. Die Stichplatte 7 wurde derart befestigt, daß ihr Eigenschwingungsverhalten zu einer Reduzierung der freien Schwingungen des Systems Stoffdrücker 5/ Stichplatte 7 führt, indem durch die gewählte Anordnung eine geringere Federsteife der Stichplatte 7 vorliegt·
Fig. 2 stellt eine solche Aufnahme für eine Stichplatte 7 dar, bei der die Stichplattenaufnahmeleiste 6a auf jeder,Seite der Stichplatte 7 zwischen Befestigungsstellen 10; 11 und einer Schieberplatte 12 mit einer Unterbrechung 13 versehen ist. Somit erhält der dem Stoffdrücker 4 gegenüberliegende 2?@il der Stichplatte 7 eine freie Anordnung in der Ausnehmung 9 des Maschinenbettes 6, die gegenüber der herkömmlichen festen Lage der Stichplatten einer Verminderung der Federsteife der Stichplatte 7 entspricht ο Als Befestigungsart kommen vorzugsweise Verschraubungen in Betracht.
In Fig. 3 wurde die Stichplatte 7 mit Einschnitten 14J 15 ausgestattet, welche annährend quer zur Mährichtung in dem dem Stoffdrücker 4 gegenüber liegenden Teil der Stichplatte 1 eingearbeitet s&nd* Weiter geht es bei dieser Lösungsmöglichkeit auch an, zusätzlich Unterbrechungen 13 der Stichplatten- . aufnahmeleiste 6 a vorzunehmen·
- 6 - €m&
Wenn nun der Stoffschieber 5 während des Fähvorganges die Schlitze 7 a der Stichplatte 7 durchgreift.» dabei gegen das Fähgut 8 drückt, um dasselbe au transportieren, versetzt der Stoffschieber 5 den am Nähgüt 8 anliegenden Stoffdrücker 4 in erzwungene Schwingungen· Der Stoffdrücker 4 wird dabei von der Stichplatte 7 abgehobene Die Fähwerkzeuge Stoffdrücker 4 und Stoffschieber 5 schwingen in dieser Phase geraeinsam als' System» Hat der Stoffschieber 5 den Transport des Hähgutes 8 beendet und wieder eine Stellung unterhalb der Ebene der Stichplatte 7 eingenommen, so trifft der Stoffdrücker 4 erneut auf die Stichplatte 7? wobei sich das Hähgut 8 dazwischen' befindete Es beginnen in dieser Phase freie Schwingungen des Systems Stoffdrücker 4/Stichplatte 7f welche mit den Mitteln der beschriebenen Erfindung derart unterdrückbar slnd5 daß die Sohwingungen genügend abgeklungen sind, bevor das System Stoffdrücker 4/Stoffschieber 5 abermals erzwungen au schwingen anfängt« Somit entsteht keine störende Überlagerung von Sohwingungen beider Systeme«
Das Vermeiden einer störenden Sohwingungsüberlagerung schafft weiterhin einen definierten Ausgangszustand des Systems Stoffdrücker 4/Stoffschieber 5, der es gestattet, die notwendige Anlegekraft des Stoffdrückers 4 an der Stichplatte 7 und am Stoffschieber 5 wirkungsvoller einstellen zu können als bisher«
Form und Abmessungen der einseitig freien Stichplatte 7 riohten sich natürlich nach den auftretenden bzw. gewünschten Sohwingungsverhältnissen« Beispielsweise kann man die beider™ seitige unterbrechung 13 der Stichplattenaufnahmeleiste 6 a oder die Schlitze 14; 15 der Stichplatte 7 jeweils verschieden lang ausführen. Es ist auch angängig, die Fähmaschine sowohl mit Unterbrechungen .13 als auch mit Schlitzen 14;. 15 zu versehen· unter Umständen genügt auch,eine einseitige Unterbrechung 13 und/oder ein Schlitz 14j 15, um den zu erreichenden Zweck zu verwirklichen.
Claims (3)
1* Fähraaschine, welche für die Führung und den Transport des Fähgutes mit einer an einer Stichplattenaufnahme-leiste eines Maschinenfettes befestigten Stichplatte, einem über der • Stichplatte angeordneten gefederten Stoffdrücker und mit einem darunter befindlichen Stoffschieber ausgestattet ist, der zeitweilig Schlitze der Stichplatte durchgreift und sich aus der Ebene der letzteren erhebt, um das Fäh~ gut su transportieren, gekennzeichnet dadurch, daß der dem Stoffdrücker (4) gegenüber liegende Teil der Stichplatte (7) frei in einer Ausnehmung (9) des Maschinenbettes (6) angeordnet ist«
2«, Fähmaschine nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Stichplattenaufnahmeleist© (6 a) auf jeder Seite der Stichplatte (7) ZY/isohen Befestigungsstellen (105 11) und einer Schieberplatte (12) mit einer Unterbrechung (13) versehen ist«
3« nähmaschine nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß in dem dem Stoffdrücker (4) gegenüber liegenden Teil der . Stichplatte (7) annähernd quer zur Fähriohtung ζγ/ei Einschnitte (14J 15) eingearbeitet sind»
Hierzu 1 SeHo
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD80224305A DD153401A1 (de) | 1980-10-03 | 1980-10-03 | Naehmaschine |
| EP81100441A EP0049312B1 (de) | 1980-10-03 | 1981-01-22 | Nähmaschine |
| DE8181100441T DE3167520D1 (en) | 1980-10-03 | 1981-01-22 | Sewing machine |
| AT81100441T ATE10654T1 (de) | 1980-10-03 | 1981-01-22 | Naehmaschine. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD80224305A DD153401A1 (de) | 1980-10-03 | 1980-10-03 | Naehmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD153401A1 true DD153401A1 (de) | 1982-01-06 |
Family
ID=5526577
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD80224305A DD153401A1 (de) | 1980-10-03 | 1980-10-03 | Naehmaschine |
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| Country | Link |
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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1980
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Also Published As
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| EP0049312B1 (de) | 1984-12-05 |
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