DD157592A1 - Synergistische fungizide mittel - Google Patents

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DD157592A1
DD157592A1 DD22859681A DD22859681A DD157592A1 DD 157592 A1 DD157592 A1 DD 157592A1 DD 22859681 A DD22859681 A DD 22859681A DD 22859681 A DD22859681 A DD 22859681A DD 157592 A1 DD157592 A1 DD 157592A1
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DD
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agents
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synergistic fungicidal
fungicidal agents
synergistic
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DD22859681A
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Inventor
Horst Lyr
Eberhard Kluge
Gerhard Kempter
Dieter Zanke
Manfred Klepel
Hans Lehmann
Original Assignee
Horst Lyr
Eberhard Kluge
Gerhard Kempter
Dieter Zanke
Manfred Klepel
Hans Lehmann
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft synergistische fungizide Mittel zur Bekaempfung von Pilzerkrankungen im Pflanzen- und Vorratsschutz. Als Wirkstoffe werden Kombinationen von n-Alkyldimethylmorpholinen und 2,4- Dinitrodiphenylethern verwendet. Besonders wirksam sind die Mittel gegen Pilze der Gattungen Erysiphe, Botrytis, Cladosporium, Sclerotinia und Piricularia.

Description

WP A 01M" 43/64 A 01N 3VH
Beschreibung der Erfindung
Synergistisehe fungizide .Mittel
Anwendungsgebiet der. Erfindung
Die Erfindung kann im Pflanzen« und Vorratsschutz zur Bekämpfung von Pilz erkrankungen angewendet werden«,
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt* N-Alky1-2,6-dimethy!morpholine als Fungizide zu verwenden (DT-PS 11 64 152? DD HO 412) o Ihre spezifische Wirkung gegenüber Mehltauarten und die relativ hohe Phytotoxizität schränkt die breite Anwendung dieser Mittel gegen andere Wirt«Parasit~Kombinationen jedoch stark ein0 Einige Diphenylether wurden ebenfalls zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen vorgeschlagen (zoB0 US-Pat0 4»1Ο5>797)β Sie besitzen aber z«To ungenügende fungizide Wirkungen und können Schaden bei den damit behandelten Kulturpflanzen hervorrufenö < .
Bekannt ist weiterhin, daß N-Alkyl-2,6-dimethy!morpholine in Mischungen mit' einigen Fungiziden Synergistisehe Effekte ergeben können (DT-OS 24 61 513)ο Solche Mischungen besitzen
ZZ
aber teilweise wegen schlechter Lösungseigenscbaften oder großer Selektivität bzw«, zu hoher Phytotoxizität noch er~ hebliche Macht eile©
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist.die Entwicklung von neuen Mitteln mit verbesserter fungizider Y/irkung©
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung, neue Fungizidkombinationen mit ii^lkyldimethylmorpholinen zu schaffen9 die zu einer guten Bauerwirkung und einer Verbreiterung des Einsatzgebietes führen«, Diese wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Mittel vorgeschlagen werden^ die als Wirkstoffe
(A) N-A Iky1-2,6~dimethy !morpholine der allgemeinen Formel I oder eine Kombination mit ihren stellungsisomeren li-Alkyl-2,5"°dimethylmorpholinen der allgemeinen Formel II
H3C H3C
0 N-R
(D (ID
in denen R langkettiges AlkyKCjQ - C18; gerade, verzweigt oder cyclisch) bedeutet, und
(B) 2,4-Dinitrodiphenyle-thern der allgemeinen Formel III NO,
in welcher
R unabhängig voneinander niederes Alkyl oder Halogen
und η 0 bis 2 bedeuten^ "
enthalten*
Die Kombinationen besitzen überraschenderweise eine wesent« lieh bessere fungizide Wirkung als die Einze!komponenten (Synergismus)* ·
Besonders vorteilhaft ist es, wenn als U-Alkyldimethylraorpholine (Komponente A) nach DD-PS HO 412 ein Gemisch aus K--AIlCyI(C1Q - C1j;,)~296~'dimethylmQrpholinen und mindestens 15 % der stellungsisomeren N-Alkyl(G10 - C1^)»2,5»dimethyI-· morpholine enthalten sind0 Die erfindungsgemäßen Mittel sind zur Bekämpfung von wirtschaftlich wichtigen Boden» und Blattparasit enj Z0B0 von Brysiphe-, Botrytis-« Cladosporium-, Sclerotinia- und Piricularia-Arten geeignet und zeichnen sich durch eine gute Pflanzenverträglichkeit aus0 Da mehrere bekannte Mittel beim Einsatz gegen diese Erreger infolge eingetretener Resistenz versagen^ stellen die neuen Mittel somit eine wertvolle Bereicherung des Standes der Technik daro
Die chemische Darstellung der N-Alkyldimethylmorpholiiie ist beschrieben (DT-PS 11 64 152; DD HO 04I)*» Soweit die 2,4-Dinitrodiphenylether aus der Literatur nicht bekannt sind, lassen sie sich in analoger Weise zu dem von A0 PEDRO und F* LEHfAiTN (Anal« Chimica Acta j>£, 321 (I97I) beschriebenen Verfahren durch Umsetzung von Alkaliphenolaten mit 1-Chlor-2,4-dinitrobenzen herstellen«,
Das Mischungsverhältnis der Wirkstoffe kann in einem großen Bereich schwanken; bevorzugt wird ein Masseverhältnis der N-Alkyldimethylmorpholine (A) und 2,4-Dinitrodiphenylether (B) von 1:5 bis 5:1 ο
Von den erfindungsgemäß zu verwendenden Y/irkstoffkombinationen können in bekannter Weise Formulierungen, wie Lösungen, Emulsionskonzentrate j Spritzpulver, Granulate, Mikrokapseln uswo hergestellt werden«, Dazu werden sie mit den gebräuchlichen flüssigen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Verbindungen, gelöst bzwö dispergiert oder-mit festen Trägermaterialien gemischt, oder nach anderen bekannten Verfahren formulierte Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95 % MassegehiIt Wirkstoffe, vorzugsweise zwischen 5 und 90 %0 Die Wirkstoffe können in Form ihrer Formulierungen oder den daraus durch weiteres Verdünnen bereiteten Anwen-
ζ ι
dungsformen verwendet werden« Die Applikation erfolgt in bekannter Weise, beispielsweise durch. Gießen, Sprühen, Spritzen oder Streuen,»
Die Aufwandmengen hängen vom spezifischen Anwendungszweck ab und liegen im allgemeinen zwischen 0,2 und 4 kg/ha«, Eine Kombination der erfindungsgemäßen Mittel mit bekannten Pflanzenschutzmitteln oder Mitteln zur Steuerung biologischer Prozesse ist möglich und sinnvolle Der synergistische Effekt gegenüber Schadpilzen geht aus den nachstehenden Beispielen hervoro
Ausführungs be.I spiele
Die fungizide Wirkung der Mittel gegenüber Botrytis cinerea, Sclerotinia sclerotiorum und Piricularia oryzae wurde in herkömmlicher Weise als Hemmung des Radialvvachsturns der Pilze auf Malzagar-Nährmedium (3 % Malz·+ 1,5 % Agar) in Petrischalen bei einer Inkubationstemperatur von 25 0C bestimmt« Mes-° sungen wurden vorgenommen, wenn in den Kontrollen ohne Mittelzusatz 70 bis 90 % des Scbalendurchmessers durchwachsen vjaro Die Auswertung erfolgte durch Berechnung der prozentualen Wachstumshemmung der jeweiligen Mittel gegenüber den Kontrollen ohne Mitteissusatzo
Die Berechnung des Synergistischen Effektes erfolgte nach' der Formel von COLBY
ε « χ + υ - 2SrScT · '
~ 5
Synergist ischer Effekt einer Mischung von N-Tridecyl-2$t6-
dimethylmorphoiin (I) und N~Dodecyldimethy!morpholines. ' (II) mit 2,4-Dini'tro«4l~chlordiphenyle.ther (III) gegenüber Schadpilzen
Wachstumshemmung in Prozent I II III I+11ι II+III Synergisti-
Konzo:/Ug/ml 0,5. 0,05 0,05 10 mm 18 scher Effekt n„.COLBY
Botrytis cinerea 1 3 3 •1 8 m» 8 + 6,0 + 14,0
Sclerotinia sclerotiorum 2 1 1 1 20 8 + 5,0 + 6,0
Piricularia oryzae 10 T 1 3 + ' 9,1 + 4,0
Gemisch aus Ii-D ode cy 1-2, β -dimethylmorpholin (80%) und N~Dodecyl~2,5~dimethylmorpholin (20 %)
Beispiel 2
Synergistiseher Effekt einer Mischung von N-»Tridecyl~2f6-dimethylmorpholin (I) mit 2,4~Dinitro~2f-methy1-4'-chlor™ diphenylether (II) gegenüber Schadpilzen
Konz0: /Ug/inl
Wachstumshemmung in Prozent I II I + II Synergistischer
0,5 0,5 Effekt n0 COLBY
Botrytis cinerea .7 54 75
Piricularia oryzae 18 15 71
+ 17,8 + 40f7
-ο- . L £ O U TJ Ό Ι
Beispiel 3
Synergist!seher Effekt einer Mischung von IT-Tridecyl-2,6~ dimethylmorpholin (I) mit 2,4~DInitro-2f ^'-phenylether (II)
Wachstumshemmung in Prozent
Konze,:/Ug/ml I 0,05 II 0,05 I + II Synergistischer Effekt no COLBY
Sclerotinia sclerotiorum 2 16 28 + 10,3
Konzo:/Ug/ml 0,5 0,5 o» VJl
Piricularia 10 15 38 + H, 5
oryzae
Beispiel 4
In Plastetöpfen angesogene Schwarzwurzel (Sorte "Einjährige Riesen") wurde bei einer Wuchshöhe von 10 cm mit den als Spritzpulver formulierten Präparaten gespritzte Nach Antrocknen des Spritzbelages erfolgte die Inokulation mit dem Erreger«
Zur Bestimmung der Wirkung gegen Botrytis cinerea dienten abgeschnittene Fiederblätter der Ackerbohne (Sorte "Erfordia"), die nach Applikation und Inokulation in Feuchtkammern inkubiert wurden0 Mit Entwicklung der Krankheitssymp« tome wurde der Bekämpfungserfolg ermittelt«
Synergistischer Effekt einer Mischung von N-Dodecyldimethylmorpholinen ' (I) mit 2,4-Dinitro-2t--inethyl-»4l-ohlordiphenylether (II) gegenüber Schadpilzen in vivo
Bekämpfungserfolg in Prozent
I II I + II Synergistischer
Konz0:/ug/ml 100 10 100 Effekt n0 COLBY
Erysiphe cicho- 30-5 40 + 6S5
raoearum an
Schwarzwurzel , . .
Botrytis cinerea 20 153^ - 50x +18
an Ackerbohne
' Gemisch aus N~Dodecyl~2i6~dimethylmorpholin (80 %) und &M)odecyl-2,5~dimethylmorpholin (20 %)
schwache Phytotoxizität deutliche Phytotoxizität

Claims (1)

  1. Synergistische fungizide Mittel, gekennzeichnet dadurch, daß sie als Wirkstoffe ein Gemisch aus
    • (A) N^lkyl-2,6-dimethylmorpholinen der allgemeinen Formel I oder eine Kombination mit ihren stellungsisomeren N-iA.lkyl-2s5~dimethylmorpholinen der allgemeinen Formel Il '
    H3C H3C ^
    ON«R ON-R
    H3C -^ . XJH3
    (I) (II) ;
    in denen R langkettiges Alkyl (^iq-^^qI gerade, ver~
    zweigt oder cyclisch) bedeutet,
    und
    (B) 2,4-Dinitrodiphenylethern der allgemeinen Formel III
    (III) .
    in welcher R unabhängig voneinander niederes Alkyl oder Balog-en und η 0 bis 2 bedeuten? enthalten*
    2β Verwendung von Mitteln nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß sie. im Pflanzen- und Vorratsschutz zur Anwendung komm en«
    Verfahren zur Bekämpfung· von Pilzen, gekennzeichnet da< durch, daß man eine Wirkstoffkombination gemäß.Punkt auf Pilze oder deren Lebensraum einwirken läßto
DD22859681A 1981-03-26 1981-03-26 Synergistische fungizide mittel DD157592A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0380986A1 (de) * 1989-01-28 1990-08-08 BASF Aktiengesellschaft Fungizide Mischung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0380986A1 (de) * 1989-01-28 1990-08-08 BASF Aktiengesellschaft Fungizide Mischung

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