DD158504A1 - Verfahren und vorrichtung zum ausrichten von fischen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf die Fischbearbeitungstechnik, insbesondere die Laengsausrichtung der Fische vor dem Koepfen. Ziel der Erfindung ist die Verringerung von Fischfleischverlusten beim Koepfen mittels rotierender Kreismesser. Dabei besteht die Aufgabe darin, Fische, die flach auf der Seite liegend transportiert werden, derart in eine zum Koepfen vorteilhafte Laengslage auszurichten, dass d. Koepfschnitt unmittelbar hinter d. Brustflosse erfolgt.D. wird dadurch erreicht, d. d. Fische zunaechst in Kopfrichtg. laengsverschoben u. anschl. bis z.Auftreffen eines aeusseren Fischteiles auf einen Anschlag in Schwanzrichtg. zurueckgedrueckt werden, wobei erfindungsgem. d. obenliegende Brustflosse jedes Fisches um etwa 90 Grad aufgerichtet u. d. dadurch aus d. Fischoberflaeche hervortretende Brustflossenknorpel als Begrenzg. d. Rueckbewegg. d. Fisches angewendet wird. D. Erfindg. ist nur in d. Fischbearbeitungstechnik anwendbar.
Description
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Titel der Erfindung
Verfahren und Vorrichtung zum Ausrichten von
Fischen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist anwendbar bei Fischbearbeitungsmaschinen zum Aasrichten der Fische in eine zum Köpfmesser vorteilhafte Längslage.
Charakteristik: der bekannten technischen Lösungen
Um beim Köpfen von Fischen eine maximale Aasbeute zu erzielen, ist es beim Einzeltransport von Fischen in den Mulden eines vertikal umlaufenden Förderers bekannt, jeden Fisch in der Mulde derart längszuverschieben, daß der Köpfschnitt an einer, technologisch günstigen Stelle, beispielsweise unmittelbar hinter den Kiemendeckeln, erfolgt. Die Länge des vom Fisch abzutrennenden Kopfes ist dabei von Fisch zu Fisch unterschiedlich» Aus der Patentliteratur ist die Ausrichtung der Fische in der Weise bekannt, daß an der Außenkontur der Fische vorspringende Teile, wie zum Beispiel Kiemenbogen oder Bauchflossen, im Zusammenwirken mit festen oder beweglichen Anschlägen zur Fixierung der Köpflage der
Fische genutzt werden
Aus der Patentschrift BE 1654-992 i-st ©ine Vorrichtung zum Einstellen und Festhalten von in Transportmulden flach eingelegten und unter dem Köpfmesser hindurch bewegten Fischen
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bekannt, bei der jeder Transportmulde am Kopfende des . !Tisches je ein Einstellschieber und ein Kragenknochentaster zugeordnet sind. Die durch den Einstellschieber bewirkte Verschiebung des Fisches wird durch den mit einem widerhakenartigen Messer den Kiemenbogen hintergreifenden Kragenknochentaster begrenzt. Von Nachteil ist hierbei, daß jeder einzelnen Mulde ein Mechanismus für die Steuerung der Fische zuzuordnen ist.
Aus der DB-IS 26 19 217 ist eine Vorrichtung zum Ausrichten der Fische für das Köpfen bekannt, bei der neben der Bahn des Muldenförderers um eine senkrechte Achse mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit wie der Förderer eine mit federnd ausweichlichen Kopfandrückern versehene Richtscheibe rotiert. Ein über den kopfseitigen Enden der Fischmulden angeordneter schwenkbarer Bremsschuh hat die Aufgabe, die durch die Kopfandrücker ausgelöste Längsverschiebung der Fische in den Mulden durch Festsetzen an den Kiemenbogen zu begrenzen.
Die Erfindungen nach den Patenten DE 16^4 992 und DE 26 217 sind vorwiegend für Heringsfische geeignet, weil bei diesen Fischen die Kiemendeckel genügend über die Außenkonturen der Fische hervortreten und sich so zur Fixierung der Köpflage einsetzen lassen. Bei Makrelen können die Kiemendeckßl nicht auf diese Weise genutzt werden. Für diese Fischart ist deshalb die Erfindung nach der Patentschrift FH 11 91 144 anwendbar· Bei diesem Patent wird die liage der Fische zum Köpfen durch das Auftreffen der Bauchflosse des Fisches auf den Muldenrand bestimmt,,Die zur Realisierung dieser Erfindung erforderliche besondere Muldenform läßt sich nicht verwirklichen, wenn auf einer faschine ohne Auswechslung der Fischtransportmulden gleichermaßen Heringsund Makrelenartige bearbeitet werden sollen.
Siel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Verringerung von Rohwarenverlusten beim Köpfen von Fischen mitteis rotierender Kreismesser.
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Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Fische, die flach auf der Seite liegend transportiert werden, derart in eine zum Köpfen vorteilhafte Längslage auszurichten, daß der Köpfschnitt Jeweils unmittelbar hinter den Brustflossen erfolgt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei der Längsverschiebung der Fische in Schwanzrichtung bis zum Auftreffen eines äußeren Fischteiles auf ein Hindernis die obenliegende Brustflosse jedes Fisches um etwa 90° aufgerichtet und der dadurch aus der Fischoberfläche hervortretende Brustflossenknorpel als Begrenzung der Längsbewegung des Fisches angewendet wird.
Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, die aus einem mit Mulden zur Aufnahme je eines Fisches versehenen Förderer, einem neben der Bahn des Förderers angeordneten federnd ausweichlichen Kopfandrücker und einem über der Muldenbahn befindlichen vertikal verschwenkbaren Anschlag besteht 5 besitzt erfindungsgemäß in Bewegungsrichtung vor dem Anschlag einen auf die Oberfläche der Fische gerichteten federnd ausweichlichen Flossenanheber. Der Flossenanheber weist einen schräg abwärts auf die Fischoberfläche gerichteten Arm auf, der an seinem auf der Fischoberflache gleitenden Ende mit einer widerhakenartigen Nase versehen ist, wobei der Arm um eine horizontale Achse schwenkbar und an •seinem über die Achse hinausragenden Teil mit einer den Arm in Richtung auf die Fischoberfläche drückenden Feder versehen ist« Each einer weiteren Variante der Erfindung besteht, der Flossenanheber aus einem maschinenfesten horizontalen Stab und einem starr mit ihm verbundenen senkrecht oder annähernd senkrecht auf die Fischoberfläche gerichteten Finger, wobei Stab und Finger, mindestens jedoch der Stab j aus einem Werkstoff mit federnden Eigenschaften bestehen.
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| Fig. | 1 |
| Fig. | 2 |
| Fig. | 3 |
| Fig. | 4 |
Aasführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
eine Seitenansicht der Vorrichtung,
eine Draufsicht der Vorrichtung entsprechend
Fig. 1,
eine weitere Ausführungsform der Erfindung
in der Seitenansicht und
eine Draufsicht der Vorrichtung entsprechend
Fig. 3.
Zur Aufnahme der Fische sind Mulden 1 vorgesehen, die Bestandteil eines in vertikaler Ebene umlaufenden endlosen Förderers sind. Einseitig neben der Bewegungsbahn des Förderers befindet sich im Abstand etwa einer Fischkopflänge ein federnd ausweichlicher Kopfandrücker 2, der den Mulden zugekehrt mit einer schräggestellten Druckplatte 3 versehen ist. Im gleichen Bereich befindet sich über dem kopfseitigen Ende der Mulde 1 ein auf die Muldenoberfläche gerichteter federnd ausweichlicher Flossenanlieber 4. Der Flossenanheber 4 ist um eine Achse 5 vertikal verschwenkbar und besitzt einen schräg abwärts auf die Muldenoberfläche gerichteten Arm 6, der an seinem unteren der Muldenoberfläche zugekehrten Ende mit einer widerhackenartigen Nase 7 versehen ist. Außerdem ist der Flossenanheber 4 mit einer Feder 8 versehen, durch deren Wirkung der Arm 6 permanent in Richtung auf die Muldenoberfläche gedruckt wird. Zur Begrenzung dieser Schwenkbewegung des Armes 6 ist ein verstellbarer Anschlag 9 vorgesehen. In Bewegungsrichtung 10 hinter dem Flossenanheber 4 ist ein vertikal ausschwenkbarer Anschlag 11 etwa im Abstand der Breite der Fische über der Bewegungsbahn der Mulden 1 angeordnet. Der Anschlag 11 ist in Richtung auf die Muldenoberfläche gewichtsbelastet« Dem Anschlag 11 unmittelbar zugeordnet ist ein rotierendes Kreismesser 12.
Entsprechend einer weiteren Aasführungsform der Erfindung (Fig. 3 und Fig. 4-) besteht der Flossenanheber 4 aus einem maschinenfesten horizontalen Stab 13 und einem starr mit diesem verbundenen senkrecht auf die Oberfläche der Mulden 1 gerichteten Finger 14. Stab 13 und Finger 14 bestehen dabei aus einem federnden Werkstoff, z. B. Stahl oder Hart— PVC.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Die Mulden 1, auf denen die Fische in Kopf-Schwanz-Richtung sowie Bauch-Rücken-Lage ausgerichtet liegenj laufen in Bewegungsrichtung 10. Dabei ist jede Mulde 1 mit einem Fisch beschickt, deren Köpfe, wie in Fig. 2 und Fig. 4 dargestellt, über den Muldenrand hinausragen. Im Bereich des Flossehanhebers 4 gleitet die Nase 7 des Armes 6 durch die Wirkung der Feder 8 auf der Oberfläche des Fisches· Dadurch hintergreift die Nase 7 die Brustflosse und richtet diese um etwa 90° nach oben auf, wodurch der mit der Brustflosse verwachsene Brustflossenknorpel aus der Oberfläche des Fisches deutlich hervortritt. Im weiteren Verlauf trifft die Fischschnauze auf die Druckplatte 3, durch dessen Schrägstellung und Federbelastung der Kopfandrücker 2 den Fisch in Sichtung seines Schwanzes verschiebt .
Diese Ruckbewegung wird durch das Auftreffen 'des Brustflossenknorpels auf den ebenfalls auf der Fischoberfläche gleitenden Anschlag 11 begrenzt. Der Kopfandrücker 2 weicht nunmehr vor dem Fischkopf zurück. Beim weiteren Durchlauf der Fische in Bewegungsrichtung 10 werden die Köpfe durch das Kreismesser 12 unmittelbar hinter dem Brustflossenknorpel abgeschnitten.
Bei der Ausführung der Erfindung nach Fig. 3 und Fig. 4 erfolgt das Aufrichten der Brustflosse durch den Finger Die weitere Wirkungsweise ist wie beschrieben.
Claims (1)
- ErfindungsanspruchVerfahren zum Ausrichten von Fischen in eine sum Köpfen vorteilhafte Längslage, in dessen Verlauf flach auf der Seite liegende Fische zunächst in Kopfrichtung längsverschoben und anschließend bis zum Auftreffen eines äußeren Fischteiles auf ein Hindernis in Schwanzrichtung zurückgedrückt werden, dadurch gekennzeichnet , daß die obenliegende Brustflosse jedes Fisches um etwa 90° aufgerichtet und der dadurch aus der Fischoberfläche hervortretende Brustflossenknorpel als Begrenzung der Rückbewegung des Fisches angewendet wird·Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Punkt 1 mit einem mit Mulden zur Aufnahme je eines Fisches versehenen Förderer, einem neben der Bahn des Förderers angeordneten federnd ausweichlichen Kopfandrücker und einem über der Muldenbahn befindlichen vertikal verschwenkbaren Anschlag, dadurch gekennzeichnet , daß in Bewegungsrichtung (10) vor dem Anschlag (11) ein auf die Oberfläche der Fische gerichteter federnd ausweichlicher Flossenanheber (4) vorgesehen ist.Vorrichtung nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Flossenanheber (4) einen schräge abwärts auf die Fischoberfläche gerichteten Arm (6) aufweist j der an seinem auf der Fischoberfläche gleitenden Ende mit einer widerhakenartigen Nase (7) versehen ist, wobei der Arm (6) um eine horizontale Achse(5) schwenkbar und an seinem über die Achse (5) hinausragenden Teil mit einer den Arm (6) in Richtung auf die Fischoberfläche drückenden Feder (8) versehen ist,4·Vorrichtung nach Punkt 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Flossenanheber (4) aus einem maschinenfesten horizontalen Stab (13) und einem starr mit ihm verbundenen senkrecht oder annähernd senkrecht auf die Fischoberfläche gerichteten Finger (14) besteht, wobei Stab (13) und Finger (14), mindestens jedoch der Stab (13), aus einem Werkstoff mit federnden Eigenschaften bestehen.Hierzu Jo Seilen Zeichnungen
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1982
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