DD200020A1 - Verfahren zur herstellung von kaliduengemitteln aus carnallitsole - Google Patents

Verfahren zur herstellung von kaliduengemitteln aus carnallitsole Download PDF

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DD200020A1 DD23132981A DD23132981A DD200020A1 DD 200020 A1 DD200020 A1 DD 200020A1 DD 23132981 A DD23132981 A DD 23132981A DD 23132981 A DD23132981 A DD 23132981A DD 200020 A1 DD200020 A1 DD 200020A1
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Heinz Scherzberg
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Heinz Scherzberg
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kaliduengemitteln aus Carnallitsole. Die Erfindung hat das Ziel und die technische Aufgabe, ein Verarbeitungsverfahren fuer Carnallitsole zu hochprozentigen Kaliduengemitteln anzugeben, bei dem die bisherigen Nachteile, insbesondere der hohe Verbrauch an Waermeenergie, die hohe Soltemperatur und die grosse Soleumlaufmenge, beseitigt sind. Es wurde gefunden , dass sich ueberraschen geringe Solumlaufmengen und ein sehr guenstiger Waermeverbrauch des Gesamtverfahrens der Soleverarbeitung erzielen lassen, wenn man die Soltemperatur unter oder um 60 Grad C haelt und die Konzentrationsdifferenz durch eine maximale Selbstverdampfung der Sole waehrend des Kuehlprozesses erhoeht.

Description

a) Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellu. Carnallitsole
lalidüngemitteln aus
b) Anwendungsgebiet der E.
Die Erfindung betrifft Kalidüngemitteln aus C-
c) Charakteristik der bek.
Die Aussolung von C ar rs:, über Tage aus über Bob: für das in Form mächti/ lititgestein, bei welc' ses Eohsalztypsj wie r den mit hohem Gehalt ε lerStandfestigkeit j si Dabei fällt eine heiße zentige Kalidüngemittel
Es ist ein Verfahren t einem heißen Lösungsm selektiv erfolgt und c. ,tigte Sole durch' Kühl\; wobei Irünstlicher Carr·. lösung anfallen. Das L Kaliumchlorid zersetzt; wärmen auf möglichst ; mittel eingesetzt« Di^. -ahren zur Herstellung von
iohnischen Lösungen
;haltenden Lagerstätten von :t ein Gewinnungsverfahren .statten vorhandene Carnal- egativen Eigenschaften die-Töhalt an Wertstoff verbunüstoffen sowie geringe Pfeiligsten negativ auswirken» Ltsole an, die auf hochpro™ .iitet wird«
lach dem die Auslaugung mit ..gneter Zusammensetzung möglichst carnallitgesät-r-/istallisation gebracht wir'd, ΐ eine MgOl2-*eiche Mutterjat wird mit Wasser zu 3 Mutterlösung wird nach Er- -:;x-aturen wieder als Löse-, .ihren ist die "Übertragung
des seit langem bekannten Verarbeitungsverfahrens für bergmännisch gefördertes Carnallititrohsalz auf die Belange eines Aussolprozesses. Die Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrens ist ^jedoch wegen der sehr geringen erreichbaren WärmeÖkonomie verbunden mit der extrem hohen SolMenge je produzierte Einheit Kaliumchlorid stark reduzierte
Die bei dieser Arbeitsweise erzielbaren Eonzentrationsdifferenzen zwischen heißer Sole einerseits und der Mutterlösung nach der Kühlung andererseits sind relativ gering und die spezifische Solemenge demzufolge hocho Eine Ursache dieser Erscheinung sind die hohen Wärmeyerluste in der Solkammer, die eine wesentlich höhere Temperaturdifferenz zwischen heißem Lösungsmittel und heißer Lösung bedingen als beim klassischen Heißlöseprozeße Hinzu kommen beträchtliche Wärmeverluste durch das transportsystem, so daß insgesamt wesentlich geringere Eintrittstemperaturen der Sole in die Kristallisationsanlage resultiren, als das bei lösetechnischer Verarbeitung von bergmännisch gefördertem Rohsalz möglich ist. Weiterhin ist die stark eingeschränkte Abkühlungsfähigkeit der Lösung in einer Vakuumkühlanlage mit lösungs- und wassergekühlten Kühlstufen infolge der hohen Siedepunktserhöhung von MgCI^-Lösungen eine weitere Hauptursache dafür, daß sich MgCl^-reiche Solen nur mit geringer Effektivität zur Kristallisation bringen lassen· und wegen der geringen erreichbaren Temperatur- und Konzentrationsdifferenzen hohe spezifische Solemengen und hoher spezifischer Wärmeverbrauch erforderlich sind. Eine weitere Ursache für das unbefriedigende technologische und insbesondere: energetische · Niveau bisheriger .Vorschläge' des .... Verfahrens zur Carnallitsoleverarbeitung ist die Tatsache, daß die hohe Siedepunktsverschiebung nicht nur die Abkühlung der Sole sondern umgekehrt auch die Wiedererwärmung des Lösemittels einschränkt, wodurch der wärmswirtschaftlieh ausschlaggebende 'Wärmeüückgewinnungsgrad der Vakuumkühlanlage sehr gering wird. Es wurde nun vorgeschlagen, durch Anwendung sehr hoher Lösemittsltemperaturen von 12ο*ΐί
und mehr eine möglichst hohe Soleaustrittstemperatin: und damit eine bessere Rückgewinnung der Wärme in der Vakuumkühlanlage zu exreichen und damit zu besseren Ergebnissen zu kommen«. Die Anwendung extrem hoher Lösemittelteniperaturen als auch eine zusätzliche Verdunstungskühlung weisen eine Reihe von Nachteilen auf und haben zusätzliche Risiken sowie werkstoffseitige Ecoblerne zur Folge.» Darüber hinaus steigen die Wärmeverluste progressiv mit steigender Soltemperatur an*
d) Ziel der Erfindung
„ Die Erfindung hat das Ziel und die technische Aufgabe, ein v -J Verarbeitungsverfahren für Carnallitsole zu hochprozentigen Kalidüngemitteln anzugeben, bei dem die bisherigen Hauptnachteile, insbesondere der hohe Verbrauch an Wärmeenergie, hohe Soltemperatur, hohe spezifische Soleumlaufmenge, beseitigt sind«
e) Darlegung des Wesens der Erfindung
Es wurde gefunden, daß sich überraschend geringe Soleumlaufmengen und ein sehr günstiger Wärmeverbrauch des Gesamtverfahrens der Soleverarbeitung erzielen läßt, wenn man die Soltemperatur unter oder um 600C halt und die Konzentrationsdifferenz durch eine maximale Selbstverdampfung νJ der Sole während des Kühlprozesses erhöht*
Erfindungsgemaß wird diese SeIbstverdampfung der Sole dadurch erreicht, daß die vom Solfeld kommende ^o bis 600C warme Sole zunächst auf eine maximale Temperatur aufgeheizt und diese überhitzte Sole in einer vielstufigen Ent-,·;· .·.. . '. Spannungskühlanlage auf möglichst niedrige'Kühl'endtemperatur . · ' abgekühlt wird·
Erfindungsgemäß wird die bei der Entspannungskühlung freigesetzte Brüdenwärme im solegekühlten Teil zum Vorwärmen der Sole und im unteren Temperaturgebiet im lösemittelgekühlten Teil zuni Vorwärmen des Lösemittels genutzt. Ein weiteres
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wichtiges Merkmal der Erfindung ist der Ersatz der üblichen wassergekühlten Stufen der Vakuumkühlanlage gegen flächenlos arbeitende mit MgCip-reJcten Lösungsmittel; gekühlten Kühlstufen und die Nachkühlung der Kristallisatsuspension mit einem Kälteträger aus einem Kältesatz. Durch die niedrige Soltemperatur von 5o bis 6o°C bleiben die Wärmeverluste im Solprozeß, die durch Ableitung ins Gebirge und die Verlustwärme der Löserückstände bedingt sind und im Iransportsystem auftretende Wärmeverluste relativ gering. Durch die erfindungsgemäße Aufheizung der Sole in Verbindung mit der Entspannungs- und NacHkühlurig bis auf eine um oder unter der Umgebungstemperatur liegende Kühlendtemperatur wird ein hoher Wärmerückgewinnungsgrad der Vakuumkühlanlage"erreicht. Die hohe Siedepunktverschiebung zwischen hochkonzentrierter Magnesiumchloridlösung und Wasser wird beim erfindungsgemäßen Verfahren in allen Kühlstufen dadurch ausgeschaltet, daß als Kühlmittel in keiner Kühlstufe Wasser verwendet wird, sondern ein flächenloser Wärmeaustausch mit hochkonzentrierter Mutterlösung angewendet wird, wodurch die Siedepunktverschiebung bis auf geringe Eestbeträge aufgehoben wird·
Das erfindungsgemäße Verfahren weist einen überraschenden Effekt auf, indem der spezifische Wärmeenergieverbrauch bezogen auf eine Tonne porduzierten Wertstoff gegenüber dem bisherigen Stand der Technik von 1o - 12 GJ/WLpO auf unter 5o Ecozent dieses Wertes reduziert werden kann, der spezifische Solebedarf ebenfalls um 4o bis f?o Prozent sinkt und die Soltemperatur bis auf unter 6o°C abgesenkt werden kann. Weiter ist überraschend, daß der Bedarf an Elektroenergie trotz Anwendung einer Kälteerzeugung zur. Gewährleistung einer Kühlend^emperatur um" oder unter Umgebungstemperatur insgesamt nicht ansteigt, dadurch die Reduzierung des Solebedarfes und damit gleichbedeutend der umlaufenden Lösungsmengen , die vom und zum Solf.eld gepumpt werden müssen, ein Rückgang des Elektroenergiebedarfes für den Sole- und Lösemitteltransport eintritt, so daß im wesentlichen eine Kompensation erfolgte
-5- & O \ O £> Zi L·
Das erfindungsgemäße Verfahren ist eine prinzipielle Abkehr von den im Heißlöseprozeß bisher üblichen Grundoperationen und Entwicklungstrends wie die Erhöhung der Lösetemperatur, der vorzugsweisen Anwendung'von Oberflächenkondensatoren oder der Anwendung wassergekühlter Kühlstufen«.
Die Erfindung wird nachstehend in Ausführungsbeispielen und an Hand des polythermen Löslichkeitsdiagramms des Systems K, Na, Mg, 01/H2O herangezogen ( Pigur 1 ). In einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung hat die eintretende Sole vom Solfeld eine Temperatur von vorzugsweise 5o bis 600C und eine KOl und MgOl^-Konzentration, die durch die Lage des Punktes A charakterisiert ist, also in der Nähe des Grenzbereiches von KCl-PeId und Caxnallitfeld liegt. Diese Sole wird stufenweise auf eine möglichst hohe Temperatur, vorzugsweise auf 12o bis 13o°C aufgewärmt, ohne daß sich die Konzentration ändert» Zur Aufwärmung werden im möglichen Umfang kondensierende Brüden und nur in den höchsten Temperaturstufen Frischdampf angewendet.» Die heiße Sole wird in einer mehrstufigen Entspännungsverdampfung unter Wasserausdampfung abgekühlt» Der Brüden kondensiert in Oberflächenkondensatoren und wärmt die Sole vor· Die Sole hat durch Wasserentzug und Abkühlung eine durch Punkt B gekennzeichnete Konzentration und eine um 9o°C liegende Austrittstemperatur. Die weitere Losungskühlung erfolgt in einer vielstufigen Yakuumkühlanlage auf Temperaturen um 300Ce Die Kondensation des ausdampfenden Brüdens erfolgt flächenlos in mit magnesiumchloridreicher Mutterlösung beaufschlagten Mischkondensatoren· Die Sole hat am Austritt die durch Punkt C charakterisierte' Konzentration, die .durch weitere Wasserausdampf ung und Kristallisation der KalikoSrponente 'im Form' von "'. zustande kommt*
Die Abkühlung der Kristallisatsuspension auf eine um 15°C liegende Kühlendtemperatur erfolgt in einer weiteren.Kühlanlage, in welcher die Kristallisatsuspension im Wärmeaustausch mit einem flüssigen Kälteträger erfolgt, welcher in einer Kältemaschine die aufgenommene Wärme wieder abgibt.
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Nach der Abtrennung des Kristallisates wird die Mutterlösung, deren Zusammensetzung durch den Punkt D charakterisiert ist, als Kühlmittel im lösemittelgekühlten Teil der Yakuumkühlung verwendet, wo sie durch Vermischung mit dem hineinkondensierten Brüden eine Temperatur von 75 bis 8o°C und eine durch den Punkt E charakterisierte Konzentration erhält, die für eine erneute Verwendung als Lösemittel für die Herstellung von Sole geeignet sind, wodurch der Kreisprozeß geschlossen ist·
Die durch die Kristallisatabtrennung bedingten Lösungsverluste aus dem Lösungskreislauf werden ausgeglichen durch Zusatz von Wasser und/oder geeigneten EC1/MgCl2 haltigen Lösungen, insbesondere dieses Teiles, der bei der Kristallisatbehandlung anfallenden Zersetzungslösung· Das Kristallisat, welches aus Carnallit, Natriumchlorid und Haftlösung besteht, wird durch Behandeln mit vorzugsweise KCl und MgCl2-haltig.en Lösungen niedriger MgC^-Konzentration in ein KCl-NaCl-Gemisch umgewandelt. Dabei wird der Carnallit zersetzt, und es entsteht ein Gemisch von Kaliumchlorid und Natriumchlorid, welches nach bekannten Verfahren durch heißes Umkristallisieren zu hochprozentigen Kalidüngemitteln mit den erforderlichen chemischen und physikalischen Qualitätseigenschaften weiter verarbeitet werden kann, sowie eine durch den Punkt P charakterisierte Zersetzungslösung, die abgestoßen bzw« zur Ergänzung des Lösemittelkreislaufes Verwendung 'findet. In Pigur 1 ist weiter der Punkt G eingetragen,, der die charakteristische Zusammensetzung der abgekühlten Sole wiedergibt, die entstehen würde, wenn die bei 55°C gesättigte Sole in einer herkömmlichen Vakuumkühlanlage mit wassergekühlten Endstufen, wie sie in allen. Heißlösewerken im Einsatz sind, gekühlt wurde· Die Differenz in den KCl-Konzentrationen zwischen A und G ist mehrfach kleiner als zwischen A und Do Demzufolge wäre der spezifische Wärme- · bedarf um ein vielfaches höher, wodurch der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erreichte. Portschritt überzeugend augenfällig wird*
Wesentlich für den Wärmeverbrauch des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die durchgängige Anwendung von flächenlosem Wärmeaustausch in lösemittelgekühlten Stufen und eine Nachkühlung der Kristallisatsuspension, wobei die hohe Siedepunktverschiebung zwischen Wasser und MgCl2-SoIe praktisch ausgeschaltet wird und eine sehr hohe Wiedergewinnung der aufgewandten Wärme erfolgt. Diese durchgängige Anwendung von mit konzentrierter Magnesiumchloridlösung gekühlten Mischkondensatoren ist nur möglich, wenn die dafür erforderliche zusätzliche Wasserfreiheit durch zusätzliche Ausdampfung von Wasser aus dem Lösungskreislauf realisiert werden kann· Dieser Schritt ist unverzichtbar für den Enderfolg des erfindungsgemäßen Verfahrens, läßt jedoch in seiner Ausführungsform eine Modifizierung zu« In der vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung wird diese Wasserausdämpfung erreicht, indem, wie bereits beschrieben, die Sole zunächst mit Brüden und anschließend mit frischdampf auf eine möglichst hohe Temperatur von 12o bis 13o°C vorgeheizt und durch Entspannungsverdampfung bis auf etwa 9o C abgekühlt wird, wobei der ausdampfende Brüden die Sole in Oberflächenkondensatoren vorwärmt. Eine weitere Ausführungsform sieht eine Wasserausdampfung durch Entspannungsverdampfung nur im Temperaturbereich von 1o5 bis etwa 9o°C vor. Demzufolge erwärmt sie ( ) die eintretende etwa 55 C warme Sole in den brüdenbeheizten Oberflächenkondensatoren nur auf etwa 7o°C. Es kann jedoch bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens die Aufwärmung der Sole bis .auf die er-
forderliche Temperatur von 1o5°C vollständig mit Brüden . geschehen,- indem ein Teil der 1o5°C heißen Sole in einer ; ' · . ' einstufigen frischdampfbeheizten 'Verdampf anlage einge-' " " dampft wird, wobei mit dem ausgedampften Brüden die Soleaufwärmung auf 1o5°C realisiert wird. Kennzeichnend für beide beschriebenen Ausführungsformeη der Erfindung ist, daß.die gesamte. Wärmeenergie zur Gewährleistung der er-
' forderlichen Temperatur des Lösungsmittels für den Sölprozeß soleseitig aufgewendet wird, und sich das Lösemittel durch flächenlosen Wärmeaustausch mit der auf diese Weise
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übexhitzfcen Sole aufwärmt, während in den analogen Heißlöseverfahren für Rohsalze die Aufheizung des Lösemittels mittels Dampf erfolgt.
Eine Modifizierung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann jedoch auch mit einer ganzen oder teilweisen Wärmeübertragung an das Lösemittel arbeiten, wesentlich ist dabei für den Gesamterfolg, daß wiederum zur Erzielung der erforderlichen Wasserausdampfung der eingesetzte Frischdampf nicht direkt sondern zur Ausdampfung von Wasser aus einem Teilstrom des Solekreislaufes eingesetzt wird, und mit diesem ausgedampften Wasser die Aufheizung des Lösemittels bis auf die Endtemperatür erfolgt, die der Solprozeß erfordert.
Schließlich können die verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung miteinander kombiniert werden. Die vorzugsweisen Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden durch drei Ausführungsbeispiele näher erläutert.
f) Ausführungsbeispiel 1 ( Hierzu Figur 2 ) '
118ο m vom Solfeld kommende Sole der Zusammensetzung 59 g/l ECl, 343 g/1 MgCIp, 24 g/l NaCl, 2o g/l MgSO. und 84o g/l HpO mit einer Temperatur von 55 C werden in den Oberflächenkondensatoren einer fünfstufigen Entspannungsverdampf ungsanlage von ^ auf 95°C vorgewärmt und anschließend mit Frischdampf in Rohrbündelwärmeübertragern auf 1300C erhitzt. Die 13o°C heiße überhitzte Sole wird ohne Kristallisation in der fünfstufigen Entspannungs-" 'verdampfungsanlage auf 9o°C abgekühlt, dabei dampfen ca. . ; ·6ο t Brüden aus, die in den bereits genannten Oberflächen-, kondensatoren kondensiert werden und ihren Wärmeinhalt an die eintretende Sole abgeben«, Die nach der Entspannungskühlung anfallende etwa 9o°C heiße Sole wird nun in einer· zehnstufigen Vakuumkühlanlage unter Wasserentzug auf ca. 3o°C abgekühlt. Es dampfen 115 t Brüden aus, die in den Mischkondensatoren niedergeschlagen werden. Dabei krisial-
lisieren Natriumchlorid und Carnallit aus. Die ausdampfenden Brüden kondensieren in Mischkondensatoren an aufzuwärmende Magnesiumchloridmutterlösung, die als Löse-.mittel verwendet wird· Von der Austrittstemperatur der Vakuumkühlanlage bis auf die Kühlendtemperatur von 15°C wird die Suspension im Wärmetausch mit einem Kälteträger in einer Nachkühlanlage gekühlt« Der Kälteträger, z.B. Sole oder Wasser, wird in einem Kältesatz; auf etwa + 5 C gekühlt und zirkuliert ständig zwischen Nachkühlanlage und Kältesatz* Die aus der Nachkühlanlage austretende Kristallisatsuspension, bestehend aus 233 t Garnallit und 21 t Natriumchlorid und 830 m Magnesiumchloridmutterlösung mit 9 g/l KCl, 39o g/l MgCl^, 9 g/l NaGl, 28 g/l MgSO4 und 889 g/l H2O, ,. wird durch Eindicken und "Filtrieren in Eindickern und kontinuierlich arbeitenden Dreh-Filtern weitgehend in Kristallisat und Mutterlösung getrennt* Das Kristallisat wird mit 286 m einer kalten magnesiumchloridaiinen Lösung der Zusammensetzung 87 g/l KCl, 122 g/l MgCl2, 14o g/l NaCl, 2o g/l MgSO. und 872 g/l H2O in einer aus Rührbehältern, Eindickern, Drehfiltern bestehenden Kristallisatbehandlung behandelt, wobei sich eine Suspension von 71 t KCl, 48 t NaCi und 434 τη. Zersetzungslösung der Zusammensetzung 4o g/l KCl, 311 g/l MgCl2, 3o g/l NaCl, 17 g/l MgSO4, 888 g/l H5O bildet, die nach Eindickung und Filtration 149,5 t feuchtes KCl-Kristallisat mit 47,9 % KCl, 5 % MgCl2, 32,5 % NaCl, 0,3 % MgSO4 und 14,2 % H2O ergibt, aus welchem nach bekannten Verfahren durch heißes Umkristallisieren 72 t Kalidüngemittel mit 60 % K0O gewonnen werden könnene Aus den 779 m^ nach der
3 Filtration anfallenden Magnesiumchloridiautterlosung, 241 m Zersetzungslösung, 25 t Wasser und 115 t kondensierenden Brüden' bilden·- sich-.1185 -m^ heißes· Lösemittel- mit ca«- '78.0C,. -. welches zum Solfeld zurückgepumpt wird. Die überschüssige Zersetzungslösung wird abgestoßene
Ausführungsbeispiel 2 ( Hierzu Figur 3 ) ' · .
II80 nr Sole der im Beispiel 1 genannten Zusammensetzung
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werden in einer zweistufigen Entspannungsverdampfungsanlage beim Durchgang durch die Oberflächenkondensatoren auf 7o°C aufgewärmt· Die erwärmte Sole wird in brüdenbeheizten Rohrbundelübertragern auf ca· 1oo°C erwärmt. 23o mr dieser Sole durchlaufen einen aus einer frischdampfbeheizten Heizkammer und dem Ausdampfkörper bestehenden Umlaufverdampfer, wo ihr bei einer Siedetemperatur von ca· 13o°G 4o t Brüden entzogen werden, die in den Rohrbündelübertragern kondensieren. 19o m·^ 13O0C heiße Sole werden aus dem Verdampfer ausgeschleust, mit dem Salzhauptstrom vermischt und in der zweistufigen Entspannungsverdampfanlage auf 9o°C abgekühlt, wobei etwa 2o t Wasser ausdampfen. Der weitere Verfahrensweg entspricht dem im Beispiel 1 genannten Verfahrensgang»
Ausführungsbeispiel 3 ( Hierzu Pigur 4 ) I000 m3 Sole mit 24 g/l KGl, 352 g/l MgCl2, 25 g/l NaGl, 25 g/1 MgSO4 und 848 g/l HoO mit einer Temperatur von 4o°G werden in einer 8-stufigen Vakuumkühlanlage auf 280C abgekühlt« Dabei werden unter Berücksichtigung von Spülwasser der Lösung 37 t Wasser entzogen· Durch Nachkühlung auf 15°C in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise werden 175 t Carnallit, 11 t HaCl und 832 m? Magnesiumchloridmutterlösung mit 21 g/l KCl, 352 g/l MgCl2, 15 g/l NaGl, 22 g/l MgSO4 und 890 g/l H2O erhalten, die in 233 t Kri~ stallisat ( 2o % KGl, 3o,9 % MgGl0, 4,7 % NaGl, 44,3 % E0O ) und 795 mJ Magnesiumchloridmutterlösung getrennt werden« Durch Behandeln des Kristallisates mit 2o7 m^ kalter Lösung der im· Beispiel 1 genannten Zusammensetzung und anschließendes Eindicken und filtrieren werden I06 t KCl-Krlstallisat mit 5o,6% KGl, 4,9 % MgOl2, 3o,2 % NaCr, ' 14,3 % H2O und 3o m^ Zersetzungslösung mit 37 g/l KCl, 3o5 g/l MgGl2, 27 g/l NaCl, 16 g/l MgSO4 und 892 g/l H2O gewonnen, von denen 164 m^ zusammen mit der Magnesiumchloridmutterlösung als Kühlmittel" durch die Mischkondensatoren der.Solekühlanlage geleitet, werden, wo sie 58 t'
- 11 - £O I - _.
Wasser aufnehmen.» Die austretende etwa 48 C wärme Lösung wird nun in einer nachgeschalteten dampfbehsiaten Verdampfungsanlage durch irischdampf auf die. für den Solprozeß erforderliche Temperatur (84C) und Konzentration gebracht, wofür 36 t Wasser ausgedampft werden müssen. 1oo8 nr dieser 84°C warmen Lösung werden als Lösemittel zum Solfeld gepumpt·

Claims (3)

-«- 231 329 2 Er f i nd ung s a ns pr uc a
1· Verfahren zur Herstellung von Kalidüngemitteln aus Camallitsole, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Solfeld kommende warme Sole durch Brüden und/oder !Frischdampf aufgeheizt und durch Seihstabkühlung im Vakuum mit anschließender Nachkühlung auf eine um oder unter Umgebungstemperatur liegende Kühlendtemperatur gekühlt, das Kristallisat von der magnesiumchloridreichen Mutterlösung abgetrennt und auf Kalidüngemittel verarbeitet wird, während die kalte konzentrierte Mutterlösung von ihrer Verwendung als Lösemittel als Kühlmittel im flächenlosen Wärmeaustausch mit der zu kühlenden Sole verwendet und in heißem Zustand als Lösemittel zum Solprozeß wieder eingesetzt wird.
2. Verfahren zur Herstellung von Kalidüngemitteln aus Carnallitsole nach Punkt 1 dadurch gekennzeichnet, daß in den Lösüngskreislauf Magnesiumchloridlösungen und/oder Wasser eingeführt werden, das Kristallisat mit KCl-haltigen, magnesiumchloridarmen Lösungen behandelt und durch Umkristallisieren reines Kaliumchlorid hergestellt wird.
3. Verfahren zur Herstellung von Kalidüngemitteln aus Carnallitsole nach Punkt 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, daß die lufheizung der Sole von vorzugsweise 50 bis 6o C auf vorzugsweise 9o bis 11o°C im indirekten Wärmeaustausch mit
ausgedampftem Brüden erfolgt, und nur die weitere Aufheizung mit Frischdampf geschieht.
Verfahren zur Herstellung vpn Kalidüngemitteln aus nallitsole nach Punkt 1, 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, daß die Nachkühlung der Kristallisatsuspension auf eine um oder unter Umgebungstemperatur liegende Kühlendtemperatur im Wärmeaustausch, mit einem Kälteträger erfolgt, der in Kältesätzen rückgQkühlt wird.
- it -
Verfahren zur Herstellung von Ealidüngemitteln aus Carnallitsole nach Punkt 1, 2, 3 und 4 dadurch gekennzeichnet, daß die Ausdampfung des Wasser.s aus der Sole durch eine Kombination einer Entspannungsverdampfungsanlage mit einer einstufigen Umlaufverdampfanlage erfolgt, wobei das aus dem Lösungskreislauf auszudampfende Wasser dem Lösemittel entzogen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102016010281A1 (de) 2016-08-24 2018-03-01 K-Utec Ag Salt Technologies Verfahren zur Herstellung von Kaliumchlorid aus Carnallitlagerstätten durch Aussolung

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DE102016010281A1 (de) 2016-08-24 2018-03-01 K-Utec Ag Salt Technologies Verfahren zur Herstellung von Kaliumchlorid aus Carnallitlagerstätten durch Aussolung

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