DD203044A1 - Verfahren zur herstellung von dichloressigsaeuremethylester - Google Patents

Verfahren zur herstellung von dichloressigsaeuremethylester Download PDF

Info

Publication number
DD203044A1
DD203044A1 DD23733882A DD23733882A DD203044A1 DD 203044 A1 DD203044 A1 DD 203044A1 DD 23733882 A DD23733882 A DD 23733882A DD 23733882 A DD23733882 A DD 23733882A DD 203044 A1 DD203044 A1 DD 203044A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
chloral
acid methyl
cyanide
preparation
reaction time
Prior art date
Application number
DD23733882A
Other languages
English (en)
Other versions
DD203044B1 (de
Inventor
Hans-Otto Kittel
Original Assignee
Kittel Hans Otto
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kittel Hans Otto filed Critical Kittel Hans Otto
Priority to DD23733882A priority Critical patent/DD203044B1/de
Publication of DD203044A1 publication Critical patent/DD203044A1/de
Publication of DD203044B1 publication Critical patent/DD203044B1/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Abstract

Verfahren zur Herstellung von Dichloressigsaeuremethylester Dichloressigsaeuremethylester dient in der organischen Chemie als Dichloracetylierungsmittel. Das Ziel der Erfindung ist die Erhoehung der Wirtschaftlichkeit fuer ein Verfahren im technischen Produktionsmaszstab. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe dadurch geloest, dasz im cyanidkatalysierten Chloralverfahren ein zweiter Cyanidzusatz in der zweiten Haelfte der Chloralzugabe bzw. in der zweiten Haelfte der Reaktionszeit erfolgt. Auch bei laengerer Reaktionszeit gegenueber dem rasch durchfuehrbaren Labormaszstab werden hierbei gleiche Ausbeuten von 70 % erhalten.

Description

237338 3
Titel der Erfindung
Verfahren zur Herstellung von Oichloressigsäuremethy!ester
Anwendungsgebiet der Erfindung
Oichloressigsäuremethylester dient in der organischen Chemie als Dichloracetylierungsmittel, wie. zum Beispiel in der Endstufe der Cbloramphenicolsynthese. ·
Charakteristik, der bekannten technischen'lösungen
Verschiedene Methoden zur Herstellung des Dichloressigsäuremethylesters sind "bekannt. Es kann von der reinen Dichloressigsäure ausgegangen werden, die mit Methylalkohol durch Einleiten von Chlorwasserstoffgas oder Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure umgesetzt wird. Es ist Jedoch aufwendig, zu reiner Dichloressigsäure zu gelangen. Es wurde vorgeschlagen, Trichloressigsäure in Methylalkohol mit Zinkpulver und das Reaktionsgemisch mit Schwefelsäure zu behandeln ( Sehernj akin u.a. Journal of General Chemistry of the USSS, engl. Ausgabe, 24_ (1954), 2045 - 2048 ), oder die elektrolytische Reduktion von Trichloressigsäure (IS-PS- Ur. 848807 ) , oder die Essigsäurechlorierung so zu steuern, daß etwa 2/3 als Dichloressigsäure vorliegt,, und das Gemisch mit Wasser und Katalysatoren zu kochen, um Trichloressigsäure zu Chloroform umzusetzen ( ΉΞ - PS Er. 852997 ). Alle diese Methoden sind sehr aufwendig oder führen nur zu mangelhaft reiner Dichloressigsäure bzw. zu ihrem Ester.
Die Umsetzung von Chloral unter Einfluß von Kaliumcyanid in molaren Mengen in alkoholischen Lösungen wurde von 0· Wallach ( A. 173 (1874), 288 - 302 ) und'I1. D. Chattaway und-H. Irving ( J. ehem. Soc. (London) 1929, 1038 - 1048 ) "beschrieben. Hierbei werden jedoch molare Mengen an Cyanwasserstoff frei, die beseitigt werden müssen.
Eine direkte einstufige Estersynthese im Labormaßstab wurde von C. S. Sen, Sh. C. Cai und T. G-. Li beschrieben ( Med. promyschenostja 12, Heft 10 (1958), 37 - 40, russisch). Dabei wird zu Suspensionen von natriumcarbonat in Methylalkohol mit einem katalytischen Zusatz von Kaliumcyanid in 10 bis 15 Minuten Chloral unter intensiver !Kühlung der exothermen Reaktion getropft. Die Esterausbeute liegt bei 70 ^/bezogen auf den Chloraleinsatz, wenn 4 fi Kaliumcyanid bezogen auf die Chloralmenge eingesetzt wird. Im technischen Maßstab ist wegen der exothermen Reaktion eine so rasche Chloralzugabe nicht zu realisieren. Dadurch geht die Esterausbeute auf unter So $ zurück. Ein anderes Verfahren der Oxydation von Irichloräthylen zu Dichloracetylchlorid mit anschließender Veresterung mit Methylalkohol ergibt gegenüber dem Chloralverfahren keinen wirtschaftlichen Vorteil.
Ziel der Erfindung
Pur die technische Herstellung von Dichloressigsäuremethylester wurde nach einem Verfahren gesucht, das die aufgezeigten Nachteile nicht hat.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, mit dem im technischen Maßstab die Wirtschaftlichkeit erhöht wird.
Es wurde überraschenderweise gefunden, daß es beim Chloralverfahren auch im technischen Maßstab bei verlängerter Reaktionszeit leicht gelingt, die Ausbeute an Dichloressigsäuremethylester in Sezug auf den Chloraleinsatz auf die Werte der rasch durchführbaren Laboransatzgröße mit 70 fo zu steigern, wenn man dem Ansatz in der zweiten Hälfte der Reaktionszeit
einen nochmaligen Eat aly sat or zus at ζ von Cyanid in der gleichen Größenordnung wie zu Beginn macht, obwohl ein Katalysator seine Wirkung definitionsgemäß nicht ändern dürfte. Die träger gewordene Reaktion kommt wieder roll in Gang, der Umsatz an Chloral ist prairtisch Tollständig und die Menge an gebildetem Chloroform geht zurück.
Aasführungsbeispiel
In einer DoppeImantel-Rührmaschine werden 400 1 Methylalkohol, 200 kg natriumcarbonat und 13 kg Fatriumcyanid als Suspension vorgelegt, unter Rühren auf 300C vorgeheizt und dann im Laufe von 2 1/4 Stunden unter Kühlung 350 kg Chloral dosiert. Die Temperatur wird während dieser Zeit auf 6o bis 65°C gehalten. Each dieser Zeit wird eine erneute Menge von 13 kg natrium— eyanid über eine Zellradschleuse zugegeben und in weiteren 1 1/4 Stunden läuft der Rest von 180 kg Chloral im gleichen Temperaturbereich zu. Ss wird nach 20 Minuten durch nachheizen in mäßigem Sieden gehalten, dann abgekühlt und zur Auflösung der Salze mit 600 1 Wasser versetzt. Der Ester scheidet sich unten ab, wird zur Trennung von der wässrigen Phase abgelassen und gewaschen* Die Ausbeute liegt bei 70 der Theorie bezogen auf den Chloraleinsatz.

Claims (1)

  1. ί» ^ / ν» J U J
    Erfindungs anspruch
    Verfahren zur Herstellung von Dichloressigsäuremethylester im technischen Maßstab durch Dosierung von Chloral zu einer Suspension von natriumcarbonat in Methylalkohol unter katalytischem Einfluß von Cyanid, gekennzeichnet dadurch, daß ein erneuter Cyanidzusatz in den Reaktionsbehälter in der zweiten Hälfte der Eeaktion, vorzugsweise nach zwei Drittel der Gesamtreaktionszeit bzw. nach der zweiten Hälfte vorzugsweise nach zwei Drittel des Zulaufs der Gesamtmenge an Chloral erfolgt.
DD23733882A 1982-02-11 1982-02-11 Verfahren zur herstellung von dichloressigsaeuremethylester DD203044B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD23733882A DD203044B1 (de) 1982-02-11 1982-02-11 Verfahren zur herstellung von dichloressigsaeuremethylester

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD23733882A DD203044B1 (de) 1982-02-11 1982-02-11 Verfahren zur herstellung von dichloressigsaeuremethylester

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DD203044A1 true DD203044A1 (de) 1983-10-12
DD203044B1 DD203044B1 (de) 1986-05-21

Family

ID=5536658

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD23733882A DD203044B1 (de) 1982-02-11 1982-02-11 Verfahren zur herstellung von dichloressigsaeuremethylester

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD203044B1 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DD203044B1 (de) 1986-05-21

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0253214B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorcarbonsäurechloriden
DE2133458B2 (de) Verfahren zur herstellung von polyacetylalkylendiaminen
DE2418569A1 (de) Verfahren zur herstellung von dl-weinsaeure
DD203044A1 (de) Verfahren zur herstellung von dichloressigsaeuremethylester
DE1670165C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 4 Methyloxazol 5 carbonsaureniederalkyl estern
EP0013007A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-2-aminobenzthiazol
AT232981B (de) Verfahren zur Herstellung von aliphatischen oder aromatischen Diacylperoxyden
DE69011996T2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,4-Dihydroxy-2-arylnaphthoat.
DE1135491B (de) Verfahren zur Herstellung von Trioxan
DE2622692C2 (de) Verfahren zur Nitrierung von 3-Nitrobenzotrifluorid und von 4-Halogen-3-nitrobenzotrifluorid
DE2614827A1 (de) Verfahren zur jerstellung von 3-phenylpyridazon-(6)
DE2321332C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Nitro-5-chlor-benzolsulfonsäurechlorid oder von 2-Nitro-5-chlor-benzolsulfonsäure
DE2033025C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Oxamid aus Dicyan
DE2323543C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonyl-1-essigsäure und deren Estern
DE2227743C3 (de) Verfahre« zur Herstellung von 8-Hydroxy-l,3-dioxolo eckige Klammer auf 4,5-g eckige Klammer zu chinolin-7carbonsäureäthylester
EP0375920A1 (de) Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls substituierten Alkyl- oder Alkenylchloriden
DE1024957B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡, ª‰-Dichlor-ª‰-formylacrylsaeure (Mucochlorsaeure)
DE317755C (de)
DE2244556C3 (de) Verfahren zur Herstellung von a-Carboxybenzylpenicillin oder a-Carboxy-3thienylmethylpenicillin
DE1154487B (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Nitrofuryl-(2)-methylketon
DE2513952C2 (de) Verfahren zur herstellung von monochlorbenzoesaeuren
DE1904537C (de) Verfahren zur Herstellung von sulfationenfreienTetrabromphthalsäuremonoestern
DE3736078A1 (de) Verfahren zur herstellung von phenylalanin-n-propylester-hydrochlorid
CH364789A (de) Verfahren zur Herstellung von 7-(ss-Hydroxy-n-propyl)-theophyllin
DE1217939B (de) Verfahren zur Herstellung von Dinitroalkoholen und Dinitroalkanen

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee