DD207495A5 - Vorrichtung zum filetieren von fischen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Filetieren von gekoepften Fischen. Ausgehend von Maegeln bei den bekannten Maschinen hinsichtlich der Ausrichtung der Fische nach der Lage der Unterkante ihrer Wirbelsaeule wird mit dem Ziel, diese Maegel abzustellen und gleichzeitig eine weniger aufwendige Konstruktion zu verwenden, eine Ausfuehrung vorgeschlagen, die durch ein von dem Fisch direkt lageversetzbares Ueberleitelement 11 gekennzeichnet ist, welches um die Achse 10 eines das Oeffnen der Bauchhoehle und das Freischneiden der Bauchspeichen bewirkenden Schneidwerkzeuges 1 schwenkbar ist. Dabei werden die zunaechst durch das Ueberleitelement 11 abgedeckten Schneiden 6 freigegeben und die Unterseite der Wirbelsaeule auf das Niveau der an das Schneidwerkzeug anschliessenden Graetenfuehrung 7 angehoben.
Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Filetieren von geköpften, der Filetiereinrichtung in Schwimm- · " lage zugeführten Fischen, mit mindestens einem aus einem Paar Kreismesser bestehenden Uerkzeug zum Freischneiden der Bauchspeichen, sowie Führungen für die Abstützung des Bauches der Fische
Beim Filetieren uon Fischen mittels einer dem Ober- ,.., begriff der vorliegenden Erfindung entsprechenden Vorrichtung wird üblicherweise so vorgegangen, daß : der zu filetierende Fisch entweder von Hand öder a'Mto·- matisch einem Zuführförderer aufgegeben uird, uelcher die Einführung in die Filetiermaschine übernimmt. Dabei ist im Hinblick auf die Qualität des zu erzielenden Produktes wie auch für die Leistungsfähigkeit und-den produktbezogenen Wirkungsgrad des Arbeitsprozesses von.entscheidender Bedeutung, daß jeder Fisch unabhängig von seiner innerhalb des Arbeitsbereiches der Maschine variierenden Größe in definierter Lage durch die Maschine geführt uird. Dies betrifft neben der Ausrichtung seiner Symmetrieebene die Höhenlage seines'Rückgrates. Während erstere durch mittensynchronisierte seitliche Stützen und Führungen über . die Außenko-ntur des Fisches zu erreichen ist, kann die Höhenlage des'-Rückgrates nur durch Orientierung . an diesem selbst gesteuert uerden.
Aus der DE-PS 10 63 784 ist eine Filetiermaschine zu entnehmen, bei uelcher der zu bearbeitende geköpfte Fisch mit der KöpfSchnittfläche voraus auf einen Spieß aufgeschoben uird, in dessen Unterseite ein Bauchschlitzmesser eintaucht. Der derart an seiner
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Baüchhöhle geöffnete Fisch gelangt dann nach Passieren eines Bauchlappenschneider in den Arbeitsbereich eines' Grätenschneiders, dessen· wirksame Schneiden erst bei Ankunft des Bauchhöhlenendes freigegeben werden, um einen Anschnitt der Wirbel bzw. der seitlichen Uirbelfortsätze des Rückgrates zu vermeiden. ,.'·-.'
Diese Vorrichtung weist einige Mängel auf. So lassen sich mit ihrer Hilfe lediglich Fische derjenigen Fischarten bearbeiten, deren Bauchhöhle in ihrer oberen Begrenzung bogenförmig bis zum After verläuft, so daß der Spieß dort nach Entlanggleiten an der oberen Begrenzung ohne schädliche Beanspruchung des Muskelfleisches auszutreten vermag. Den Gadiden zuzurechnende Fischarten, wie Kabeljau, Seelachs, Schellfisch u. a. lassen sich auf diese Ueise nicht bearbeiten, da ihre Bauchhöhle in einem hinter dem After befindlichen sackförmigen Teil endet. Darüberhinaus hat sich gezeigt, daß die Bearbeitung von Fischen mit extrem kurzer Bauchhöhle, wie sie insbesondere bei hochrückigen Fischen anzutreffen ist, nicht sicher zu bewerkstelligen ist, da die Freigabe der wirksamen Schneiden der Masser so frühzeitig erfolgen muß, daß das vorauslaufende Ende des Rückgrates noch.keine Abstützung durch die den Messern sich anschließenden Führungen erfährt. Dadurch kommt es zum Einschneiden der seitlichen Uirbelfortsätze bzw. der Uirbel, was infolge des dadurch auftretenden hohen Schnittwider Standes zu einer Friktion zwischen Fisch und Förderer führt mit der Folge einer Beschädigung^ des -Fischkörpers. Schließlich wirkt sich bezüglich des Aufwandes die Tatsache nachteilig aus, daß für das Öffnen der Bauchhöhle und das ' · . · . ' - 5 -
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Freischneiden der Bauchspeichen jeweils separate Werkzeuge vorgesehen sind, wobei letzteres zudem noch gesteuert werden muß.
Ziel der Erfindung . .' ·
Ziel der Erfindung ist eine-Verminderung des Investitionsaufuandes bei der mechanisierten Bearbeitung von Fischen.
Es ist daher die Aufgabe der'Erfindung, eine kostengünstig erstellbare Filetie.rvorrichtung anzugeben, welche hinsichtlich der verarbeitbaren Fischarten und weitgehend unabhängig von der Größe der Fischte einsetzbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jedem Kreismesser des Werkzeuges zum Freischneiden der'Bauchspeichen ein Überleitelement zugeordnet ist, welches in seiner Grundstellung mindestens jeweils den dem ankommenden Fisch zugekehrten Bereich der Schneiden dieser Kreismesser abdeckt und in Durchlaufrichtung des Fisches und von diesem in eine den genannten Bereich der Schneiden freigebende Arbeitsstellung bringbar ist, in welcher Stellung dann die Leitkanten der Überleitelemente mit den Stützkanten der Führungen fluchten" und an, diese anschließen.
Die. :damit erzielbaren Vorteile' bestehen insbesondere darin, daß lediglich ein ungesteuertes Werkzeug für das Öffnen, der Bauchhöhle und das Freischneiden der Bauchspeichen vorzusehen ist und sichergestellt ist,1 daß ein Anschnitt der Wirbel bzw. seitlichen Wirbelfortsätze sicher vermieden wird.
Inizweckmäßiger Anordnung kann jedes Überleitelement um die Achse des jeweils zugehörigen Kreismes.sers ; schwenkbar und mit Mitteln zur Rückführung aus der Arbeitsstellung in ihre Grundstellung versehen, sein.
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Zwecks Unterstützung der seitlichen Zentrierung des Fische,s können die Überleitelemente mit. ihren einander gegenüberliegenden Flächen einen V-förmigen Durchlaß bilden. .. · .
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung vor Ankunft eines Fisches
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Zuführen eines Fisches
Fig. 3 eine Ansicht der Vorrichtung in Zuführrichtung mit den Überleitelementen in einer annähernd senkrechten Zwischenstellung
In einem nicht näher dargestellten Gestell einer Filetiermaschine für Fische ist ein Schneidwerkzeug T bestehend aus zwei umlaufend angetriebenen, verschränkt zueinander drehbar gelagerten Kreismessern 2 ange^ ordnet. In Durchlaufrichtung der Fische vor dem Schneidwerkzeug 1 befindet sich eine Zuführeinrichtung 3, aus beispielsweise zwei V-förmig zueinander gestellten-, seitlich synchron ausweichbaren Trans^ portbändern 4 sowie einem Bodenblech v5 oder einem •den Boden bildenden Förderband. Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß der Boden der Zuführeinrichtung etwa auf der Höhe des halben Radius unterhalb des. höchsten Punktes der Schneiden 6 der Kreismesser 2 zu liegen kommt. Um ein Geringes den höchsten
Punkt der Schneiden 6 .überragend schließt sich hinter
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.τ
den Kreismessern 2 symmetrisch zu deren Symmetrieebene eine dachförmige Grätenführung 7 an, welche beispielsweise aus zwei an die Peripherie der Kreismesser 2 anschließenden und in eine flachere Dachneigung übergehenden, an ihrem First Stützkanten 8 bildenden und einen Spalt zwischen sich belassenden Blechen 9 besteht. Um die,. Achse 10 jedes Kreismessers 2 ist ein Überleitelement 11 schwenkbar angeordnet, welches eine die Schneide 6 des zugehörigen Kreismessers 2 überragende Leitkante 12 l mit einer annähernd tangential an die Schneide 6 geführten Anlaufkante 13 aufweist. Die beiden sich gegenüberliegenden Überleitelemente 11 bilden mit ihren zueinander weisenden Flächen einen \/-förmigen Durchlaß, in dessen Bereich die Schneiden 6 der , Kreismesser 2 vollständig abgedeckt sind. Die Überleitelemente 11 sind durch Synchronisiermittel miteinander gekoppelt und mittels eines Gewichtes 15 in der Grundstellung gehalten. Den Anschlag in der Arbeitsstellung bilden im Bereich des Endes 16 der Grätenführung 7 in die Bleche 9 eingelassene Taschen 17 , welche derart positioniert sind, daß diejeweilige Anlaufkante 13 der Leitkante 12 jedes Überleitelementes 11 mit der entsprechenden Stützkante 8 fluchtend an diese anschließt. Im Bereich des Schneidwerkzeuges 1 übernehmen mittensynchfonisiert gegen Federkraft spreizbare Führungen 18 die mittige Führung des FiscHes 19
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Ein υοη Hand oder automatisch in die Zuführeinrichtung 3 eingebrachter Fisch 19 wird mittels der Transportbänder 4 dem Schneidwerkzeug y zugeführt. Das den Fisch an seinem Bauch abstützende Bodenblech 5 ist dabei derart angeordnet, daß das Rückgrat 20' • . : - 8 -
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des größten zur Verarbeitung- kommenden Fisches mit seiner Unterkante'unterhalb des Niveaus des höchsten Punktes der Schneiden 6 der Kreismesser 2 zu liegen kommt. Bei Erreichen des Schneidwerkzeuges i lauft der Fisch zentriert durch die seitlichen Führungen 18 mit seiner KöpfSchnittfläche gegen die Anlaufkante 13 der Stützkanten 8 des in seiner Grundstellung durch das Gewicht 15 gehaltenen Überleitelementes 11 , ohne daß ein Einschnitt durch die Kreismesser 2 erfolgt. Im Verlaufe des weiteren Vorschubes, der durch einen nicht gezeigten Flankenförderer durchgeführt werden kann, wird das Überleitelement 11 gegen die Gewichtskraft des Gewichtes . durch den Fisch 19 mitgenommen und gegen den Uhrzeigersinn verschwenkt. Die dadurch freigegebenen Teile der dem Fisch zugewandten Schneiden 6 der Kreismesser 2 beginnen nunmehr die Bauchhöhle zu öffnen. Gleichzeitig dringt das Überleitelement 11 in letztere ein, so daß die Wirbelsäule 20 des Fisches 19 an seiner Unterseite abgestützt angehoben wird, bis e.s , das Niveau der Grätenführung 7 erreicht hat, was dann der Fall ist, wenn j-edes Überleitelernent 11 seinen Anschlag in den Taschen 17 · in dem Ende 16 der Grätenfüh-rung 7 gefunden hat. In dieser Stellung haben die Anlaufkanten 13 ' das Niveau der Stutzkanten 8 erreicht und fluchten mit diesen. Im Verlaufe der Verschwenkung sind nach und nach alle unter dem höchsten Punkt der Schneiden 6 liegenden Schneidenbereiche freigegeben worden, so daß der Fisch ohne Einschneiden in die Uirbel bzw. Uirbelfortsätze afi seinem Bauch geöffnet und zu beiden Seiten- der Bauchspeichen genau bis an das Rückgrat eingeschnitten wird. '.·
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Der somit hinsichtlich der Lage der Unterkante der Wirbelsäule 20 unabhängig von der Höhe seines Rückens ausgerichtete Fisch 19 .uird dann auf den Stützkanten 8 der Grätenführung 7 reitend den weiteren Bearbeitungsuerkzeugen zugeführt.
Claims (5)
- 248028 1NORDISCHER MASCHINENBAU · 7.ί.1983RUD. BAADER GPIBH + CO KG 3190Lübeckl/orric'htunq zum Filetieren won FischenErfindunqsansprüche1. Vorrichtung zum Filetieren von geköpften, der Filetiereinrichtung in Sphuimmlage zugeführten Fischen, mit mindestens einem aus einem Paar Kreismesser bestehenden Uerkzeug zum Freischne'iden der Bauchspeichen, s,owie Führungen für die v Abstützung des Bauches derFische, dadurch gekennzeichn e t , daß jedem Kreismesser (2) des Werkzeuges zum Freischneiden der Bauchspeichen ein Überleitelement (11) zugeordnet ist, welches in seiner Grundstellung mindestens jeweils den dem ankommenden Fisch zugekehrten Bereich der -Schnei-, den (6) dieser Kreismesser (2) abdeckt und in Durchlaufrichtung des Fisches und' von diesem in eine den genannten Bereich der Schneiden (6) freigebende Arbeitsstellung bringbar ist, in welcher Stellung dann die Leitkanten (12) der Überleitelemente (11) mit den Stützkanten der Führungen (7.) fluchten und an diese ansqhließen.
- 2. Vorrichtung nach Punkt ' 1,. dadurch gekennzeichnet , daß jedes Überleitelement (11) um die Achse (10) des jeweils zugehörigen Kreismessers (2) schwenkbar -angeordnet ist. . .248028 1.ν
- 3. Vorrichtung nach den Punkten 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß Mittel zur Rückführung der Überleitelemente·. (11)' aus der Arbeitsstellung in ihre Grundstellung vorgesehen sind.
- 4. Vorrichtung nach den Punkten 1 bis 3,ν dadurch gekennzeichnet , daß die Überleitlemente (11) durch Synchronisiermittel (14) miteinander gekoppelt sind.
- 5. Vorrichtung nach den Punkten 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet , daß die Überleitelemente (11) mit ihren einander gegenüberliegenden Flächen einen V-förmigen Durchlaß bilden. > ,Hierzu 1 Saite Zeichnungen
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