DD207626A3 - Verfahren zur herstellung des 3-amino-5-hydrazino-1,2,4-triazols und dessen derivaten - Google Patents

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DD207626A3
DD207626A3 DD23585781A DD23585781A DD207626A3 DD 207626 A3 DD207626 A3 DD 207626A3 DD 23585781 A DD23585781 A DD 23585781A DD 23585781 A DD23585781 A DD 23585781A DD 207626 A3 DD207626 A3 DD 207626A3
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Manfred Just
Guenter Reck
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Manfred Just
Guenter Reck
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine chemische Synthese. Es wird damit ein neues Verfahren zur Herstellung des 3-Amino-5-hydrazino-1,2,4-triazols beschrieben, das durch saure Hydrolyse der Produkte aus der Umsetzung von 2-Amino-5-(alkyl,aryl-1,3,4-oxadiazolen und Acylierungsmitteln in Gegenwart katalytischer Mengen starker Sseuren in grosser Reinheit und mit hohen Ausbeuten erhalten wird. Eine Derivatisierung der reaktionsfaehigen Titelverbindung ist leicht moeglich. Sie, ihre Salze oder ihre Derivate koennen als Herbizide, Fungizide, Arzneimittel oder als analytisches Reagenz Verwendung finden.

Description

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Verfahren zur Herstellung des 3-Amino-5-hydrazino-1,2,4-triazols und dessen Derivaten
Anwendungsgebiet der Erfindung
Triazolverbindungen werden als Herbizide und Fungizide eingesetzt. Ihre Verwendung als Arzneimittel und als Komponenten in der Photochemie wird beschrieben. Mit den reaktionsfähigen Substituenten eignet sich die Triazolverbindung auch als Carbonylreagenz in der Analytik.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Das Dihydrochiorid der Titelverbindung wurde bisher durch Reduktion des 3,5-Di-(nitrosamino)-1,2,4-triazols mit Zinnchlorid hergestellt /Atolle, Dietrich: J. prakt. Chem. (2) 139 (1934) 193; Gray, Stevens: J. chem. Soc. Perkin Trans. I (1976) 1492/. Bei dieser Reduktionsstufe wird ein Metallsalz eingesetzt, das sich nur schwer regenerieren läßt. Die Nitrosoverbindung wird aus 3,5-Diamino-1,2,4-triazol mit Natriumnitrit oder Alkylnitrit erhalten. Sie ist thermisch instabil und verpufft beim Erhitzen. Die Herstellung größerer Mengen der Titelverbindung ist dadurch problematisch.
Ziel der Erfindung
Mit dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren ist das Dihydrochlorid der Titelverbindung ohne die Nachteile des bekannten Syntheseweges auch in größerer Menge produzierbar. Es werden keine Metallsalze benötigt. Die Nebenprodukte
-SQKT. 1989*039520
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'sind wieder rückführbar. Sie stören nicht bei der Derivatisierung der Titelverbindung. Die Herstellung wirksamer Abkömmlinge wird dadurch vereinfacht.
Darlegung des Wesens der Erfindung . .
Die Titelverbindung wird als Salz bei der sauren Hydrolyse von acylierten 2-Amino-5-(alkyl,aryl)-1,3,4-oxadiazolen er- , halten. Wird deren Acylierung in Gegenwart tertiärer Aminer vorgenommen, so bilden sich die 2-Acylamino-i,3,4-oxadiazole, die sich nur unter Ringspaltung in die entsprechenden Fragmente zersetzen /Gehlen, Just: Liebigs Ann. Chem. 703 (1967)
Wird dagegen erfindungsgemäß die Acylierung sauer katalysiert, entstehen als Zwischenprodukte triacylierte Derivate der Titelverbindung, die sich leicht mit starken Säuren zu den entsprechenden Salzen der Titelverbindung hydrolysieren lassen.
Die Verwendung von Salzsäure ist dabei am zweckmäßigsten, da das Dihydrochlorid des 3-Amino-5-hydrazino-1,2,4-triazols in konzentrierter Salzsäure wenig löslich ist. Es kann in nahezu theoretischer Ausbeute, bezogen auf das eingesetzte 2-Amino-1,3,4-oxadiazol, und in hoher Reinheit isoliert werden. . Der Substituent am 2-Amino-1,3,4-oxadiazol und das eingesetzte Acylierungsmittel sind ohne wesentlichen Einfluß auf Ausbeute und Reaktionsablauf. Ihre Auswahl kann damit ausschließlich von ökonomischen Parametern bestimmt werden (Tabelle 1).
Die Acylierungsprodukte brauchen nicht isoliert zu werden. Das Abdestillieren des überschüssigen Acylierungsmittels ist aber zweckmäßig.
Aus dem zunächst erhaltenen Dihydrochlorid des 3-Amino-5- . hydrazino-1,2,4-triazols läßt sich mit einem stark basischen Ionenaustauscher die Base freisetzen. Sie ist wesentlich unbeständiger als das ursprüngliche Salz. Für Folgereaktionen ist die Basenisolierung aber nicht notwendig.
Selbst zur Herstellung des Dinitrates kann vom Dihydaschlorid
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- 3 - Ιό D ÖD
ausgegangen werden. Es setzt sich leicht mit Carbonylverbindungen um. Dabei reagieren die Amino- und die Hydraζinοgruppe mit Aldehyden ohne wesentliche Abstufungen, während mit Ketonen primär nur die entsprechenden Hydrazone gebildet werden.
Zur Herstellung von Carbonylverbindungen ist die Isolierung des Dihydrochlorides aus dem Hydrolyseansatz nicht erforderlich.
Das Dihydrochlorid der Titelverbindungen kann nach bekannten Verfahren mit Isocyananten, Isothiocyanaten, Acylisocyanaten und Acylisothiocyanaten sowie mit Acylierungsmitteln umgesetzt werden. Die Acylierungsprodukte sind nicht mit den Zwischenprodukten der erfindungsgemäßen Synthese identisch.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1 (Tabelle 1)
100 g 2-Amino-5-ethyl-1,3»4-oxadiazol werden in das Gemisch von 120 g Ethansäureanhydrid und 10 Tropfen Perchlorsäure (70$ig) gerührt und im Ölbad bei etwa 8C0C bis zur Homogenisierung erwärmt. Dann wird im Vakuum überschüssiges Anhydrid und freigesetzte Carbonsäure abdestilliert. Der Rückstand wird unter schwachem Erwärmen in 200 ml konzentrierter Salzsäure gelöst. In lebhafter Reaktion bildet sich danach rasch ein Kristallbrei. Nach etwa 30 Minuten wird auf O0C abgekühlt. Dann wird abgesaugt und mit wenig kalter, konzen-
trierter Salzsäure gewaschen. Mit Ethanol und wasserfreiem Diethylether wird nachgespült. Das Dihydrochlorid des 3-Amino-5-hydrazino-1,2,4-triazols wird im Vakuum getrocknet. Aus dem eingeengten Filtrat läßt sich nach Versetzen mit konzentrierter Salzsäure und Abkühlen ein weiterer Anteil
des Dihydrochlorides isolieren.
Ausbeute: 78 g (94$)
Beispiel 2
Zur Herstellung der Titelverbindung wird eine etwa 40$ige
J I
Lösung des 3-Amin.o-5-hydrazino-1,2 ,4-triazol-dihydrochlorids in Wasser durch eine Austauschersäule mit Wofatit SBW geleitet. Es wird mit Wasser nachgewaschen, bis der Durchlauf eine Probe von ammoniakalischer Silbernitratlösung nicht mehr reduziert. Die chloridfreie, bläulich gefärbte lösung wird im Vakuum bei 5O0C bis zur Trockene eingeengt. Dabei wird durch die Kapillare die Apparatur mit reinem Stickstoff gespült. .
Der schwachgefärbte -Rückstand wird rasch mit wenig wasserfreiem Ethanol gewaschen. Das nun fast farblose 3-Amino-5-hydrazino-1,2,4-triazol ist gut verschlossen unter Sticke stoff längere Zeit "beständig.
Ausbeute: etwa 80$
Beispiel 3
10 g 2-Amino-5-ethyl-1,3,4-oxadiazol werden in das Gemisch aus 12 ml Ethansäureanhydrid und 3 Tropfen Perchlorsäure (70$ig) gegeben. Dann wird im 800C heißen Ölbad bis zur Homogenisierung erwärmt. Anschließend werden im Vakuum Anhydrid und. Carbonsäure abdestilliert. Der Rückstand wird mit 15 ml konzentrierter Salzsäure versetzt. Dabei wird die Temperatur noch 10 Minuten bei 800C gehalten. Nach dem Abkühlen werden die Lösungen von 10 g Benzaldehyd in 25 ml Ethanol und von 20 g Natriumacetat oder Natriumcarbonat in 100 ml Wasser eingerührt. Nach kurzer Zeit bildet sich ein Niederschlag, der abgesaugt und mit Wasser und danach mit wenig Ethanol gewaschen wird. Die Dibenzylidenverbindung wird im Vakuum bei etwa 1500C getrocknet. Sie kann aus Ethanol umkriställisiert werden. Fp.: 242 - 2440C
Ausbeute: 10,5 g (82^ bezogen auf~das eingesetzte
2-Amino-5-ethyl-1,3,4-oxadiazol)
8 5 7
Tabelle 1
Abhängigkeit der Ausbeute an 3-Amino-5-hydrazino-1,2,4-triazol-dihydrochlerid vom 2-Amino-1,3,4-oxadiazol und vom Garbonsäureanhydrid
Amino-oxadiazol
5-methyl-5-methyl-5-ethyl-5-ethyl-
Anhydrid
Ausbeute
Ethansäure-Propansäure-Ethansäure-Propansäure-
35$
92$

Claims (1)

  1. 235857
    Erfindungsanspruch
    Verfahren zur Herstellung des 3-Amino-5-hydrazino-1,2,4-triazols und dessen Derivaten dadurch gekennzeichnet, daß 2-Amino-1,3,4-oxadia2ole mit Acylierungsmitteln und katalytischen Mengen starker Säuren behandelt und die erhaltenen Acylierungsprodulcte mit starken Säuren, vornehmlich
    konzentrierter Salzsäure, hydrolysiert werden.
DD23585781A 1981-12-17 1981-12-17 Verfahren zur herstellung des 3-amino-5-hydrazino-1,2,4-triazols und dessen derivaten DD207626A3 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2007513099A (ja) * 2003-12-04 2007-05-24 メルク パテント ゲゼルシャフト ミット ベシュレンクテル ハフトング アミン誘導体
JP2015524807A (ja) * 2012-07-25 2015-08-27 ソヴァ ファーマシューティカルズ,インク. シスタチオニン−γ−リアーゼ(CSE)阻害剤

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