DD209723A5 - Synergystische herbizid-zusammensetzung - Google Patents

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DD209723A5
DD209723A5 DD83251289A DD25128983A DD209723A5 DD 209723 A5 DD209723 A5 DD 209723A5 DD 83251289 A DD83251289 A DD 83251289A DD 25128983 A DD25128983 A DD 25128983A DD 209723 A5 DD209723 A5 DD 209723A5
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Bareld E Groenwold
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Stauffer Chemical Co
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N47/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid
    • A01N47/08Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid the carbon atom having one or more single bonds to nitrogen atoms
    • A01N47/10Carbamic acid derivatives, i.e. containing the group —O—CO—N<; Thio analogues thereof
    • A01N47/22O-Aryl or S-Aryl esters thereof

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine synergistisch wirkende herbizide Zusammensetzung fuer die Anwendung in der Landwirtschaft. Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer neuartigen Zusammensetzung mit verbesserter herbizider Wirkung. Erfindungsgemaess besteht die neue synergistisch wirkende herbizide Zusammensetzung aus a) einer herbizid wirksamen Menge eines Thiokarbamats der Formel I und b) einer herbizid wirksamen Menge eines Anilids der Formel II. In den Formeln bedeuten beispielsweise: R tief 1 C tief 2 bis C tief 6-Alkyl, Haloalkyl, Benzyl u.a.; R tief 2 und R tief 3 unabhaengig voneinander Ctief 2 bis C tief 6-Alkyl,C tief2 bis C tief 6-Alkenyl,C tief 3 bis C tief 8-Cycloalkyl; R tief 4 Wasserstoff, C tief 2 bis Ctief 5-Alkyl; C tief 3 bis Ctief 6-Cycloalkyl u.a.; R tief 6 C tief 2 bis C tief 5-Alkyl.

Description

Die Erfindung betrifft eine aynergistisch wirkende herbizide Zusammensetzung für die Anwendung in der Landwirtschaftβ ''
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Herbizide werden in breitem Maße von bäuerlichen Betrieben und industriellen landwirtschaftlichen Unternehmen eingesetzt, um die Erträge solcher Hauptkulturen wie etwa Mais, Sojabohnen, Eeis usw» zu steigern,
Herbizide töten und unterdrücken unerwünschte Unkräuter und Ungräaer, die mit den Nutzpflanzen um die Bodennährstoffe konkurrieren. Beispiele für verschiedene herbizide Verbindungen, die in den letzten Jahren eingesetzt worden sind,
umfassen im Handel erhältliche erzeugnisse wie etwa Sutän,
R R V? R R
Ordram , üJptam , Knoxweed , Ro-Neet , Vernam" und dergleichen» : '
Diese Herbizide wirken gegenüber einer großen Anzahl von Unkräutern toxisch, wenn sie in variierenden Konzentrationen sowohl im Rahmen einer Vorauflauf- als auch einer Nachauf-•laufbehandlung eingesetzt werden. Ein speziell erfolgreiches Herbizid ist das vorerwähnte Ro-Neet , welches insbesondere zur Unkrautbekämpfung bei Zuckerrüben-Samenträgern, Spinat und Tafelrüben eingesetzt wird. Ro-MeetR ist ein Herbizid des Thiokarbamat-Typs, wie er in den US-PS Nr. 3 175 897 und
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3 185 720 exemplifiziert wird· Die 'fhiokarbamate werden gegenwärtig - allein oder in Mischung mit anderen Herbiziden wie ötwa Triazinen - in breitem Umfang angewendete
Ziel der ar find tmp;
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung neuer Zusammensetzungen mit synergistischer Wirkung für die Anwendung in bestimmten Butzpflanzenkulturen gegen bestimmte Unkräuter»
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine spezifische Kombination von Herbiziden aufzufinden, welche eine derartige synergistische Wirkung zeigt«;
Im vorliegenden Rahmen bezeichnen die Begriffe "Synergismus" und "synergistische Wirksamkeit" eine herbizide Wirkung der Kombination, welche über jener herbiziden Wirkung liegt, die für jedes der an der Kombination beteiligten Herbizide bei alleiniger Anwendung zu erwarten wäre; im übrigen schließen sich die genannten Begriffe der Definition an, die in der Fachwelt allgemien als verbindlich angesehen wird*
Esist nunmehr herausgefunden worden, daß es zu einer syriergistischen Wirkung einer Kombination von zwei Herbiziden kommt, von denen das eine der Thiokarbamat-Klasse angehört und das andere dem Anilid-Typ entspricht„
Speziell bezieht sich die vorliegende Erfindung daher auf eine neuartige synergistische' herbizide Zusammensetzung,
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bestehend aus
a) einer harbizid wirksamen Menge eines Thiokarbamats der Formel
0 R0
in welcher
R- aus jener Gruppe ausgewählt ist, die aus niederem Alkyl mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, Haloalkyl, Benzyl und substituiertem Benzyl, Phenethyl, Pyridylmethyl, Cycloalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen sowie HaIoalkenyl mit 3 kis 6 Kohlenstoffatomen besteht, und
R2 und Ro jeweils unabhängig voneinander aus jener Gruppe ausgewählt ist, die aus C^ bis Cg-Alkyl, Cp bis Cg-Alkenyl sowie C, bis C^-Cycloalkyl besteht, vorausgesetzt ferner, daß sich R2 und R-. mit dem Stickstoff, an den sie angelagert sind, unter Bildung einer 5- bis 6-Kohlenstoff-Ringstruktur verknüpfen können, sowie
b) einer herbizid wirkenden Menge eines Anilids mit der Pormel
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in welcher ;
R. für Wasserstoff und ein niederes Alkyl mit etwa 2 bis 5 Kohlenstoffatomen ist,
R,- entspricht einem Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einem niederen Alkenyl mit 3 bis!4 Kohlenstoffatomen;
Rr ist ein niederes Alkyl mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen»
Der Begriff "Alkyl" wird im vorliegenden Kontext in seiner normalen Bedeutung aufgefaßt und soll sowohl geradkettige als auch verzweigtkettige Gruppen umfassen.
Der Begriff "Her bis id" ineint im vorliegenden Zusammenhang eine Verbindung oder Zusammensetzung, die das Wachstum von Pflanzen bekämpft oder modifizierte Mit dem Begriff "herbizid wirksame Menge" wird jene Menge einer derartigen Verbindung oder Zusammensetzung gemeint, die auf das Wachstum von Pflanzen eine modifizierende Wirkung ausübt«, Als "Pflanzen" werden keimende Samen, aufgehende Keim-» pflanzen sowie etablierte Bestände einschließlich des 'iVurzelsystems und der oberirdischen Teile verstanden« Der-
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artige bekämpfende oder modifizierende Wirkungen umfassen alle Abweichungen von der natürlichen Entwicklung wie etwa das Abtüten, die ·'< achat umsverlangsamung, Defoliation, Desikkation, Wachstumsregulierung,'Stauchung, Seitentriebbildung, Wachstumsanregung, Blattverätzung, Verzwergung und dergleichen.
Innerhalb des Geltungsbereiches der vorliegenden Erfindung gelten bestimmte /erkörperungen als bevorzugt, nämlichi
Bei den ihiokarbawaten steht R1 vorzugsweise für üthyl ader n-Propyl, R2 ist vorzugsweise nithyl, und R^ ist vorzugsweise n-ßutyl oder Cyclohexyl«
Bei den Aniliden .st R, vorzugsweise Wasserstoff, R1- ist vorzugsweise Isopropyl oder Butyl und Rg ist vorzugsweise
iäthyl.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich des weiteren auf ein Verfahren zur Bekämpfung von unerwünschter Vegetation, bestehend aus dem Ausbringen der obigen Zusammensetzung auf die Stelle, an der die Bekämpfungswirkung realisiert werden soll. Die innerhalb des Geltungsbereiches der vorliegenden Erfindung befindlichen Thiokarbamate können nach den Verfahren hergestellt werden, wie sie in den US-PS Ir. 2 913 (Tilles et al., 17. Nov. 1959) und 3 185 720 (l'illes et al.·, 25« Mai 1965) beschrieben sind·
Die in den erfinduzigsgemäßen synergistischen Kombinationen verwendeten Anilid-Verbindungen können nach den im US-PS JNr „ 3 336 570 beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
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Repräsentative und für den .einsatz als Herbizide in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bzw, der erfindungsgemäßen Verfahren geeignete Thiokarbamat-Verbindungen umfassen S-^tiiyl-MjN-dipropyl-thiokarbamat, S-üthyl-H,!- diisobutyl-thiokarbamat, S-Propyl-N ,W-dxpropyl-thiokarbainat, 3-2,3,3-/i1ricliloraIlyl-W,Ii-diisopropyl-thiokarbainat, S-ivfehylcyclohexyl-thiokarbamat, S-Jüthyl-hexahydro-IH-azspin-1-karbothioat sowie n-Propyl-ethyl-n-butyl-thiokarbamato
Spezifische Propionanilid-Verbindungen, die sich in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen als wirksam erwiesen haben, sind beispielsweise 3-(N-Isopropylkarbamoyloxy)-propionanilid und 3-(N-Butylkärbamoyloxy)-propionanilid»
Weitere Anilid-Verbindungen, die in den Zusammensetzungen Verwendung finden können, sind 3-(N-sec.-Butylkarbamoylox.y)-propionanilid, 3-(H»N-di-n-Propylkarbamoyloxy)propionanilid, 3-(H-Isobutylkarbaraoyloxy)propionanilid, 3-(H-terte-Butylkarbamoyloxy)propionanilid, 3'-(li-Allylkarbämoyloxy)-2-methylvaleranilid und 3l-(li-Isopropylkarbamoyloxy)-2,2-dimetiiylvaler anilide
In den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen liegt das (Thiokarbamat) : (Anilid) Masseverhältnis innerhalb der folgenden ungefähren Grenzen (in der Reihenfolge wachsender Bevorzugungen): 0,01 : 1 bis 50 : 1; 0,05 : 1 bis 32 ι 1; 0,1 : 1 bis 20 : 1; und 1 : 1 bis 10 : 1.
Die Reihe der Kulturarten, in denen die vorliegende synergistische Herbizidzusammensetzung nutzbringend eingesetzt
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werden kann, läßt sich beträchtlich erweitern, indem ein Antidot eingesetzt wird, um die Nutzkultur vor Schädigungen zu bewahren und die Zusammensetzung gegenüber Unkräutern selektiver wirkend zu gestalten»
Hinsichtlich der Gegengift-Beschreibungen und der Verfahren ihrer Anwendung sei Bezug genommen auf: US-PS Kr. 3 959 304, herausgegeben von JS. G. Teach am 25· Hai 1976; US-PS Nr. 3 939 503, herausgegeben von ffo M0 Pallos et al«, am 2. Nov. 1976; US-PS Mr. 4 021 224, herausgegeben von Ι'Ό Μβ Pallos et al., am 3. Mai 1977; US-PS Kr0 3 131 509, herausgegeben von O0 L„ Hoffman am Mai 1964; und US-PS Nr0 3 564 768, herausgegeben von 0. L. Hoffman am Jo Februar 1971.
Beispiele für brauchbare Antidote sind Azetamide wie etwa 13,1-Diallyl-2,2-dichlorazetamit und M,H-Diallyl-2-chloroaaetamid, Oxazolidine wie etwa 2,2,5-^rimethyl-N-dichloroasetyl-oxazolidin und 2,2-Soirocyclohöxan-N-dichloroazetgloxazolidin sowie 1,8-Naphthalsäureanhydrido Zwecks i^rzielung einer maximalen Wirkung ist das Gegengift in einer nicht phytotoxischen, antidotisch wirksamen Menge in die Zusammensetzung einzubezienen. Unter "nicht phytotoxisch" wird eine Menge verstanden, welche die Nutzkultur höchstens in geringfügigem Maße schädigt. Als."antidotisch wirksam" wird eine Menge verstanden, welche den der Nutzkult ur'~ durch das Herbizid zugefügen Schaden in beträchtlichem Maße verringert. Das bevorzugte Hasseverhältnis von Herbizid zu Antidot beträgt etwa 0,1 : 1 bis etwa 30 : 1„ Der am meisten bevorzugte Bereich für dieses Verhältnis beträgt etwa 3 i 1 bis etwa 20 : 1O
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Herbizide Zusammensetzungen, die für die in der vorliegenden Beschreibung verkörperten Zusammensetzungen charakteristisch sind, wurden zubereitet und hinsichtlich ihres synergistischen herbiziden Effektes geprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfungen sind in den nachstehenden Ausführungsbeispielen dargelegte
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird nachstehend an einigen Beispielen näher erläutert·
In einem simulierten Feldversuch wurde eine Nachauflaufprüfung in der folgenden fraise durchgeführt:
Kunststoffschalen der Abmaße 25»4 x 19»0 χ 14»6 cm wurden bis au einer Tiefe von 5,1 cm mit 93»6 kg eines lehmigen Sandbodens gefüllt, welcher 100 ppm
-^-cyclohexen-i^-karboximid (ein als Gaptan1" bezeichnetes handelsübliches .Fungizid) und 200 ppm 18-18-18 - Dünger : (18 % IM, 18 % P2O5 und 18 K2O) auf Massebasis enthaltend) enthielt«, ·:;:
0,47 Liter des Bodens wurden entfernt, der verbleibende Boden wurde eingeebnet und mit sieb-en Saatreihen über die Breite der Schale ,linweg versehen« In separate Reihen wurden Samen von Nachtschatten. (Solanum sp.). Wildhafer (Avena sativa)» Senf (Brassica junoea) und wildem Buchweizen (Polygonum convolvulus) eingelegte Die zuvor entnommenen 0,47 Liter Boden wurden sodann dazu verwendet, ein 1,27 cm starke Bodenschicht über die Samen zu legen. Der auf diese
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Weise bestellte Boden wurde in ein Gewächshaus eingebracht und bedarfsweise durch Gießen bewässert, um den Boden feucht zu halten. Sieben bis zehn Tage nach der ursprünglichen Aussaat wurden die Prüfverbindungen oder -zusammensetzungen appliaiert, indem 5»0 ml einer Stammlösung von passender Konzentration auf Boden und Pflanzen gesprüht wurden, um die gewünschte Wirkstoff-Aufwandrnenge in kg/ha zu erzielen. Im Falle der speziell verwendeten Schalen entsprachen 5»5 mg »iirkstoff pro Schale einer Aufwandinenge von 1,12 kg/ha<> Die einer Aufwandmenge von 1,12 kg/ha entsprechende Propionanilid-Stainmlösung bestand daher aus 22 mg der Verbindung, die in 20 ml Azeton aufgelöst waren, welches 1 % Polyoxyethylen-Sorbitanmonolaurat - ein handelsübliches oberflächenaktives Mittel - enthielte Die I'hiokarbanit-Stammlösung für eine Aufwandmenge von. 1,12 kg/ha wurde durch Auflösen von 31 mg ernes 71,3 Lasseprozent Thiokarbamat enthaltenden emulgierbaren Konzentrates in 20 ml Wasser hergestellte In einigen der Prüfungen wurden anstelle der emulgierbaren Konzentrate granulierte Thiokarbamat-Formulierungen in den entsprechenden Verdünnungen eingesetzt. StammlÖsungen für andere Aufwandmengen wurden hergestellt, indem Bruchteile oder' Vielfache der obigen Mengen verwendet wurden. Kombinationen wurden erzielt, indem 5»0 ml von jeder der passend ausgewählten Stainrnlösungen ausgebracht wurden«.
Die Schalen wurden bis drei Wochen nach der Ausbringung der Prüfverbindungen stehengelassen und in dieser Zeit bedarfsweise zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Feuchtigkeit mit wasser versorgte Gegen ftnde der drei Wochen wurden die Unkrautarten visuell hinsichtlich der prozentualen. Bekämpfungswirkung bonitiert, wobei 0 % keine Schädigung bedeutet und 100 % für eine vollständige Abtötung im Ver-
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gleich mit einer unbehandelten Kontrollschale steht« Die prozentuale Bekämpfungswirkung wurde auf die GesamtSchädigung infolge aller wirkenden Palctoren bezogen.
Die Ergebnisse diener Prüfungen sind in Tabelle I in jenen Spalten aufgeführt» die durch das Symbol "B11 (die "beobachteten" Ergebnisse oezeichnend) markiert sind» Diese Ergebnisse wurden sodann mit den erwarteten Ergebnissen (in den Spalten durch die Markierung '1^" gekennzeichnet) verglichen, wie sie aus Limpel's Formel (Limpel et al«, Unkrautbekämpfung durch Djjnrbhylchloroterephthalat allein und in bestimmten Kombinat;ionen" (engle), PROGi NüWGC·, Vol» 16, 3. 48 bis 53 (1962) abgeleitet wurde;
,V = X + wobei
X der beobachteter· prozentualen Schädigung entspricht, wenn eines der Herbizide allein eingesetzt wird, und
Y der beobachteten prozentualen Schädigung entspricht, wenn das andere Herbizid allein eingesetzt wird·
Ein einzelnes Sternchen (x) dient zur Kennzeichnung jener Prüfungen, in denen die Ergebnisse synergistische Wirkungen ausweisen, d. h. be. i denen das beobachtete Resultat das erwartete Resultat übertrifft.
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Tabelle I Prüfergebnisae zur oynergiBtiachen Herbizidwirkung
Prüfverbindungen:
0-GMHOK '
B:
GH0CH
A:= 3-(K-Iaopropylkarbainoyloxy)- B: = S-iithylcyclohexylpropionanilid ethylthiokarbainat
Hachauflaufausbringung: Durchschnitt von zwei Wieder
holungen
Prozentuale Bekämpfung -Bs beobachtet oi = erwartet
Tabelle I
Aufwandmengen Ckg/ha)
»Vildhafer Ipomoea L.
Kontrollwerte:
0,56 -
- 1,12
- 2,24
- 3.36
Prüfwerte:
0,56 1,12
0,56 2,24
0,56 3,36
1,12 1,12
1,12 2,24
1,12 3,36
AbutiIoη Senf theophraati
B a B 1
J?uchsscnwanz
1£& 1,12 1,68 2,24 1,68 3,36
63
60
0 0 0
20*
45
90
1OOX
75X 100x 100x
O 0 0
63 63 63
60 60 60
O 80
83
O O O
40, 68J
40 75
95
1003
0 0 0
80 80
30
88 88 88
75
90
O O O
30x 100x
75
95
100
0 0 0
75 75 75
90 90 90
35
78
SO
O O O
25Y 35 35 35 90x 35
70Y 78
90x 78
100x 78
100x 90 100x 90 100x 90
55 78 70
30 30
0 0 0
15 40
25 10
100'
55 68 68
78
85 85
70 79 79
Sternchen CX) bezeichnet ausgewiesenen synergistischen Effekt, Leerstellen bezeichnen iOO%ige Bekämpfung sowohl bei den beobachteten als auch erwarteten Ergebnissen, was eine Bewertung von Synergismus-Effekten ausschließta
03 VJi
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Methoden der Ausbringung
Die Synergistisehe η herbiziden Zusammensetzungen der vorliegenden i^rfinduf.g eignen sich zur Bekämpfung des Wachstums von unerwünschter Vegetation durch Vorauflauf- oder Nachauflaufaufbringung auf die Verunkrautungsstelle etwa in Gestalt einer Yorsaat-, Bodenoberflächen- und Nachauflaufbehandlung· Die Zusammensetzungen sind im allgemeinen in Formulierungen eingelagert, die sich für eine bequeme Ausbringung eignen. Typische Formulierungen enthalten zusätzliche Bestandteile oder Verdünnungs-Trägerstoffe, die entweder inert oder aktiv sind«, Beispiele für derartige Bestandteile oder Verdünnungsund Trägerstoffe sind Wasser, organische Lösungsmittel, staubförmige Trägerstoffe, granuläre Trägerstoffe, oberflächenaktive Substanzen, Öl und Wasser, Wasser-in-Öl-Emulsionen, Netzmittel, Dispergierungshilfsmittel und jämulgierungsmittel« Die herbiziden Formulierungen liegen im-allgemeinen in Gestalt von Stäuben, emulgierbaren Konzentraten, Granalien und Pellets oder Mikrokapseln vor,
Aq Stäube
Stäube sind dichte Pulverzusammensetzungen für eine beabsichtigte Ausbringung in trockener Form. Stäube sind durch ihre freifließenden Eigenschaften sowie die Eigenschaft des raschen Absetzens gekennzeichnet, so daß sie kaum durch Windwirkung auf Flächen abgetrieben werden, auf denen ihre Anwesenheit unerwünscht ist„ Sie enthalten vorwiegend einen Wirkstoff sowie einen dichten, f-reirfließenden, festen Trägerstoff O
Ihre i^insatzeignung wird mitunter durch Einbeziehung eines
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Netzmittels unterstützt; im Interesse einer günstigeren Her-, stellung macht sich häufig die Einbeziehung eines inerten absorptiven Vermahlungshilfsmittels erforderliche Für die erfindungsgemäßen Staubzusammensetzungen kann es sich bei dem inerten !Trägerstoff um einen Stoff entweder pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs handeln; das Hetzmittel ist vorzugsweise anionisch oder nichtionisch; geeignete absorptive Veririahlungshilfsmittel sind mineralischen Ursprungs»
Geeignete Klassen von inerten festen Trägerstoffen für den Einsatz in den Staubzusammenaetzungen sind jene organischen oder anorganischen Pulver, welche eine hohe Schüttdichte besitzen und in hohem Maße freifließend sind» Sie sind des weiteren durch eine geringe spezifische Oberfläche sowie ein geringes STüssigkeits-Äbsorptionsvermögen gekennzeichnet«, Geeignete Vermahluagshilfsmittel sind natürliche Tone, Diatoraeon-iJrden sowie von Kieselgel oder Silikat abgeleitete synthetische tninralischc füllstoffe0 Unter den ionischen und nichtionischen Hetzmitteln eignen sich am besten die Angehörigen jener Gruppe, die in der Fachwelt als Netzmittel und üimulgatoren bekannt sind. Obwohl feste Stoffe auf Grund der Leichtigkeit ihrer Einbeziehung bevorzugt werden, eignen sich auch einige flüssige nichtionische Agenzien für' die Staubformulierungen*
Bevorzugte Staub-'i'räger stoffe sind Glimmer-Talkum, Pyrophyllit, dichte Kaolin-Tone, Tabakstaub und verniahlenea Calciumphosphat-
Gestein.
Bevorzugte Vermahlungshilfsmittel sind Attapulgitton, Diatomeen-Kieselerde, synthetisches Ifeinsilikamaterial wie
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auch synthetische Calcium- und Magnesiumsilikatee
Die bevorzugten 'Netzmittel sind Alkylbenzen und Alkyl-Maphthalen-Sulfonate, sulfatierte Fettalkohole, Amine oder Säureamide, langkettige Säureester von Hatriumisothionat, iister von Natriumsulfosukzinat, sulfatierte oder sulfonierte i'ett säureester, Petroleumsulfonate, sulfonierte Pflanzenöle sowie ditertiäre azetylenische Glykole. Bevorzugte Dispergierungsmittel sind Methylzellulose, Polyvinylalkohol, Ligninsulfonate, polymere Alk y lnaph tale ns ulf onat e, 'Natriumnaphthalensulfonate, Polymethylen-bisnaphthalensulfonat sowie Natrium-N-methyl-N-(langkettig saure) Taurate.
Die inerten festen Trägerstoffe in den erfindungsgemäßen Stäuben liegen gewöhnlich in Konzentrationen von etwa 30..ο 90 Masseprozent der Gesamtzusammensetzung vor0 Das Vermahlungshilfsmittel macht gewöhnlich 5 bis 50 Masseprozent der Zusammensetzungen aus, und das Netzmittel erreicht etwa 0 bis 1,0 Masseprozent der Zusammensetzung. Stäubemittelzusainmensetzungen können darüber hinaus anderweitige oberflächenaktive Stoffe wie etwa Dispergierungsmittel in Konzentrationen von bis zu etwa 0,5 Masseprozent sowie kleinere Mengen an Antiback- und Antistatikmitteln enthalten. Die Teilchengröße des Trägerstoffes liegt gewöhnlich im Bereich von 30 bis 50 Mikron.
B. Emulgierbare Konzentrate
Bei den emulgierbaren Konzentraten handelt es sich gewöhnlich um Lösungen der Wirkstoffe in nicht mit Wasser mischbaren Lösungsmitteln gemeinsam mit einem üimulsionshilfsmittel. Vor
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der Ausbringung wird das Konzentrat mit Wasser verdünnt, um so eine suspendierte Emulsion von Lösungsmitteltröpfchen zu bilden.
Typische Lösungsmittel für die Verwendung in emulgierbaren Konzentraten sind ünkrautöle, chlorierte Kohlenwasserstoffe sowie nicht mit Wasser mischbare Ether, lister und Ketone.
Typische mttiulgierungshilfsmittel aind anionische oder nichtionische oberflächenaktive Stoffe oder Gemische dieser zwei Vertreter, Beispiele beinhalten langkettige Alkyl- oder Lierkaptan-Polyethoxy-Alkohole, Alkylaryl-Polyethoxy-Alkohole, Sorbitan-Fettsäureester, Polyoxyethylen-Jither mit Sorbitani'ettsäureestern, Polyoxyethylen-Glykolester mit ]?ett- oder Harzsäuren, Fettalkohol-Amid-Kondensate, Calcium- und Aminsalze von 'iettalkoholsulfaten, öllösliche Petroleumsulfonate oder vorzugsweise Mischungen dieser ümulgierungsinittel. Derartige ämulgierungsmittel werden etwa 1 bis 10 Masseprozent der Gesaintzusamrnensetzung ausmachen0
Mithin -werden die emulgierbaren Konzentrate der vorliegenden Erfindung aus etwa 15 bis etwa 50 Masseprozent aktivem MaterM, etwa 40 bis 82 Masaeproaent Lösungsmittel und etwa 1 bis 10 Masseprozent Limulgator bestehen» Anderweitige Additive wie etwa Verteilungshilfsmittel sowie Haftmittel können ebenfalls einbezogen werden.
G„ Granulate und Pellets
Granulate und Pellets sind physikalisch stabile, teilchenförmigQ Zusammensetzungen, die die Wirkstoffe in Adhäsion an
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oder verteilt über eine Grundmatrix eines kohärenten, inerten i'rägerstoffes mit makroskopischen Dimensionen enthalten,, üin typisches '!Teilchen weist einen Durchmesser von etwa 1 bis 2 mm auf« Häufig werden oberflächenaktive Stoffe einbezogen, um das Auswaschen des Wirkstoffes aus der Granalie oder dem Pellet zu erleichtern.
Der Trägerstoff ist vorzugsweise mineralischen Ursprungs und gehört im allgemeinen einem von zwei Typen ano Bei dem ersten Typ handelt es sich um poröse, absorptive, vorgeformte Granalien wie etwa vorgeformtes und gesiebtes körniges Attapulgit oder hitzeexpandiertes, granuläres, gesiebtes Vermikulit« Auf jeden dieser Stoffe kann eine Wirkstofflösung gesprüht werden, die in Konzentrationen von bis zu 25 Masseprozent der Gesamtmasse absorbiert werden wirde Bei dem zweiten Typ, der sich auch für Pellets eignet, handelt es sich um anfänglich pulverisierte Kaolin-Tone, hydratisierte3 Attapulgit oder Bentonit-'i'one in Gestalt von Natrium-, Calcium- oder Magaasiurabentoniten. Wasserlösliche Salze wie etwa iiatriumsalze könnsn darüber hinaus anwesend sein, um den Zerfall der Granalien oder Pellets bei Anwesenheit von Feuchtigkeit zu unterstützen. Diese Bestandteile werden mit den wirksamen Komponenten zwecks Erhaltung von Gemischer., vermengt, welche granuliert oder pelletiert und anschließend getrocknet v/erden, um auf diese Weise Formulierungen zu ergeben, bei denen der wirksame Bestandteil gleichmäßig über die gesamte Masse verteilt isto Derartige Granulate und Pellets können auch mit einem Wirk st off gehalt von 25 bis 30 Masseprozent hergestellt werden, häufiger jedoch ist eine Konsentration von etwa 10 Masseprozent erwünscht, um eine optimale Verteilung su gewährleisten. Die erfindungsgemäßen
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Granulat zusammensetzungen sind, am brauchbarsten in einem Größüiibereich der Maschenweite 15 bis 3O0
Bei dem oberflächenaktiven Mitteln handelt es sich im allgemeinen um ein herkömmliches Netzmittel von anionischem oder nicht ionischem Charakter«, Das geeignetste Netzmittel richtet sich nach dem verwendeten Granulat-Typ. herden vorgeformte Granalien mit 'Wirkstoff in flüssiger Form besprüht, dann handelt es sich bei den am meisten geeigneten Netzmitteln um nichtionische flüssige Beizmittel, die mit dem Lösungsmittel mischbar sinde Diese Verbindungen sind im Fachgebiet generell als Emulgatoren bekannt, zu ihnen gehören Alkylaryl-Polycther-Alkahole, Allcyl-Polyether-Alkohole, Polyoxyethylen-Sorbitan-Fettsäureester, Polyethylenglykolester mit Fett- oder Harzsäuren, Fettalkohol-Amidkondensate, Öllösungs-Petroleum oder Pflanzenöl-Sulfonate oder Gemische dieser Substanzen, Derartige Agenzien, werden gewöhnlich bis zu etwa 5 Masseprozent der Gesamtzusammensetzung ausmachen.
Wird der Wirkstoff zunächst mit einem pulverförmigen Trägerstoff vermischt und daran anschließend granuliert oder pelletiert, dann können ebenfalls noch flüssige nichtionische 'Netzmittel verwendet werden, wobei es dann allerdings vorzuziehen ist, während der Mischphase eines jener festen, pulverförmiger anionischen Netzmittel einzubeziehen, wie sie weiter oben für Suspensionsspritzmittel aufgeführt wurden. Derartige Stoffe werden etwa 0 bis 2 Masseprozent der Gesamtzusammensetzung ausmachen.
Mithin umfassen die bevorzugten granulierten oder pelletierten Formulierungen der vorliegenden Erfindung etwa 5 bis 30 Masse-
-.19- 3 ο 1.1984
A 01 Ν/25.1 289/3 62 478/18
prozent Wirkstoff, etwa O bis 5 Masseprozent netzmittel sowie etwa 65 bis 95 Masseprozent eines inerten Trägermaterials im der hier gebrauchten Begriffsbedeutungene
D. Mikrokapseln
Mikrokapseln bestehen aus vollständig umhüllten Tröpfchen oder Granalien, welche die wirksamen Substanzen enthalten, wobei es sich bei dem Umhüllungastoff um eine inerte poröse Membran handelt, welches dergestalt angeordnet ist, daß sie das Austreten des eingeschlossenen Materials in das umgebende Medium bei gesteuerten Raten über eine vorgeschriebene Zeitspanne hinweg ermöglicht« Die eingekapselten Tröpfchen weisen typischerweise Durchmesser von etwa 1 bis 50 Mikron aus»
Die eingeschlossene flüssigkeit macht typischerweise etwa 50 bis 95 Prozent der Masse der gesamten Kapsel aus, sie kann zusätzlich zu den Wirkstoffen eine kleine Menge an Lösungsmittel enthalten,
Eingebettete Granalien sind durch poröse Membranen charakterisiert, welche die Porenöffnungen des Granulat-Trägerstoffes verschließen und auf diese Weise die die Wirkstoffe enthaltende Flüssigkeit zum Zwecke einer gesteuerten Freisetzung innen festhalten. Typische Granalien weisen Durchmesser von 1 mm bis 1 cm auf. Bei Verwendung in der Landwirtschaft beträgt die Granaliengröße im allgemeinen etwa 1 bis 2 mm im Durchmesser, Im Rahmen der vorliegenden Erfindung eignen siich durch .Extrusion, Agglomeration oder Prillen gebildete Granalien in gleicher '//eise wie Materialien, die in ihrer natürlichen Form vorliegen Beispiele für derartige Trägerstoffe sind
-20- 3.1«1983
A 01 1/251 289/3 62 478/18
Vermikulit, gesinterte Tongranulate, Kaolin, Attapulgit-Ton, Sägemehl und granulärer Kohlenstoff,
Zu den brauchbaren Einbettungamaterialien gehören natürliche und synthetische Kautschuke, Zellulosematerialien, Styren-Butadien-Kopolyme.:e, Polyacrylnitrile, Polyakrylate, Polyester, Polyamide, Polyurethane sowie Stärke-Xanthate,
E» Allgemeines
Jede der obigen Formulierungen kann als Packung hergestellt werden, welche die Herbizidzusanimensetzung gemeinsam mit den anderen Bestandteilen der Formulierung (Diluenta, Emulgatoren, oberflächenaktiven Mitteln usw.) enthält. Die Formulierungen können aber auch vermittels einer Tankmischmethode hergestellt werden, bei der die Bestandteile separat vorliegen und am Einsatzort zusammengegeben werden.
Im allgemeinen kann jedwede herkömmliche Ausbringungsmethode Anwendung finden. Bei dem Ausbringungsort kann es sich um Boden, Samen, Keimpflanzen oder die eigentlichen Pflanzen, aber auch um überflutete Felder handeln,t Die Bodenausbringung wird bevorzugt. Stäube und flüssige Zusammensetzungen können unter Einsatz von Stäubegeräten, Balken- und Handspritzgeräten oder Sprühstäubegeräten ausgebracht werden« Die Zusammensetzungen können aber auch vom Flugzeug aus als Stäube oder Sprays appliziert werden, da sich speziell Flugzeuge für die Ausbringung sehr geringer Aufwandmengen eignen. Um das Wachstum von keimenden Samen oder auflaufenden Keimpflanzen zu modifizieren oder zu bekämpfen, werden - um ein typisches Beispiel zu nennen - die Stäubemittel- und
-21- 3.1.1984
A 01 H/251 289/3 62 478/18
Flüssigzusammenaetzungen in konventioneller Weise auf den Boden ausgebracht und bis zu einer Tiefe von mindestens 1,27 cm in die Oberkrume verteilt. Es ist nicht erforderlich, die phytotoxischen Zusammensetzungen mit den Bodenpartikeln zu vermischen«, Stattdessen können diese Zusammensetzungen lediglich durch Aufsprühen oder Aufspritzen auf die Bodenoberfläche ausgebracht v/erden. Die phytotoxischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung können darüber hinaus durch Zusetzen zum Beregnunswasser für das zu behandelnde Feld appliziert werden« Dieses Ausbringungsverfahren ermöglicht das eindringen der Zusammensetzungen in den Boden in dem Maße, in dem das Wasser vom Boden absorbiert wirde Stäubemittelzusammensetzungen, granuläre Zusammensetzungen oder flüssige Formulierungen, die der Boden- j oberfläche appliziert wurden, können vermittels herkömmlicher Vorgehensweisen wie etwa durch Scheibeneggen, Striegeln oder anderweitige Mischoperationen in die Bodenoberfläche
eingearbeitet werden· Die synergistischen Herbizidzusammensetzungen können darüber hinaus dem Boden über Bewässerungssysteme zugeführt werden. Entsprechend dieser Technik werden die Zusammensetzungen dem Beregnungswasser direkt und unmittelbar vor der Verregnung auf dem Feld zugesetzte Diese Technik kann in allen geografischen Gebieten unabhängig vom Niederschlag angewendet werden, da sie die Ergänzung des i natürlichen Regens in kritischen Phasen des Pflanzenwachstums gestattet. In einer typischen Anwendungsform wird die Konzentration der Herbizidzusammensetzung im Beregnigiswasser von etwa 10 bis 150 ppm Masseanteilen reichen. Das Zusatzwasser kann unter Einsatz von Regnersystemen, Oberflächen-Furchenbewässerungssystemen oder Uberflutungssystemen aus1-
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A 01 1/251 239/3 62 478/18
gebracht werden» -^ine derartige Ausbringung erfolgt am wirkungsvollsten vor dem Keimen der Unkräuter, d«, h. entweder im zeitigen Frühjahr vor dem Auflaufen oder innerhalb von zwei Tagen nach der Feldbestellung,
Jene Menge an erfindungsgemäßer Zusammensetzung, die eine herbiaid wirksame Menge darstellt, wird von der Watur der zu bekämpfenden Samen oder Pflanzen abhängen. Die Aufwandmenge variiert von etwa 0,0112 bis etwa 56 kg/ha Wirkstoff, vorzugsweise von etwa 0,112 bis etwa 28 kg/ha» wobei die tatsächliche Menge von den Gesamtkosten und den erwünschten Resultaten abhängen wird. Dem Fachmann leuchtet ohne weiteres ein, daß Zusammensetzungen mit geringerer herbizide*1 Wirksamkeit eine höhere Aufwandmenge als stärker wirkende Verbindungen erfordern, wenn die gleiche Bekämpfungswirkung erzielt werden soll.

Claims (14)

  1. R.. aus jener Gruppe ausgewählt ist, die aus niederem Alkyl mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, Haloälkyl, Benzyl und substituiertem Benzyl, Phenethyl, Pyrictylmethyl, Cycloalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen sowie Halogenyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen besteht, und
    Rp und R~ jeweils unabhängig voneinander aus jener Gruppe ausgewühlt sind, die aus CL bis Cg -Alkenyl sowie C.J bis Cg-Cycloalkyl besteht, vorausgesetzt ferner, daß sich R2 und R3 mit dem Stickstoff, an den sie angelagert sind, unter Bildung einer 5- bis 6-Kohlenstoff-Ringstruktur verknüpfen können,
    sowie
    b) einer herbizid wirkenden Menge eines Anilids mit der Pormel
  2. 2. Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei R. um lathy I oder n-Propyl handelt, Rp ist iithyl und R^ steht für η-Butyl oder Cyclohexyl.
  3. 3« Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß R1 für Ethyl steht und R2 und R~ jeweils für Propyl
    stehen.
    4β Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß R. Wasserstoff ist, R1- für Isopropyl steht und Rg Ethyl entspricht.
    -25- 3*1«1984
    A 01 N/251 289/3' 62 478/18
    3.1.1984'
    A 01 JSf/251 289/3
    62 478/18
    -in welcher
    R. für Wasserstoff und ein niederes Alkyl mit etwa 2 bis 5 Kohlenstoffatomen steht,
    Rc entspricht einem Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einem niederen Alkenyl mit 3 bis
  4. 4 Kohlenstoffatomen, und
    Rr ist ein niederes Alkyl mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen,
  5. 5, Zusammensetzung'nach. Punkt 1, gekennzeichnet dadurch., daß R. Wasserstoff ist, R1- für Butyl steht und Rg Ethyl entspricht»
  6. 6, Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei a) um S-Ethyl-cyclohexylethylthiokarbainat und bei b) um 3-(H-Isopropylkarbamoyloxy)propionanilid handelt»
  7. 7. Zusammensetzung nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei a) um S-£thyl-IJ,N-di-propylthiokarbamat und bei b) um 3-(H-Isopropylkarbamoyloxy)propionanilid handelt.
  8. 8. Verfahren zur Bekämpfung von unerwünschter Vegetation, gekennzeichnet dadurch, daß es darin besteht, an die Stelle der erwünschten Bekämpfungswirkung eine herbizid wirkende Menge einer synergistischen Zusammensetzung auszubringen, welche sich zusammensetzt aus
    a) einer herbizid wirkenden Menge eines Thiokarbamats der Formel
    0 Hp
    ti S 2
    R-S-G-N r
    R3
    in we.Icher
    R.J aus jener Gruppe ausgewählt ist, die aus niederem Alkyl mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, Haloalkyl, Benzyl und substituiertem Benzyl, Phenethyl,
    -26- 3.1.1984
    A 01 U/251 289/3 62 478/18
    Pyridylmethyl, Cycloalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen sowie Haloalkenyl mit 3 bis 6 Kohlenstoff atomen besteht, und
    und R~ jeweils unabhängig voneinander aus jener Gruppe ausgewählt sind, die aus C2 bis Cg-Alkyl, C2 bis Cg-Alkenyl sowie C_ bis Cg-Cycloalkyl besteht, vorausgesetzt ferner, daß sich Rp und R~ mit dem Stickstoff, an den sie angelagert sind, unter Bildung einer 5- bis 6-Kohlenstoff-Ringstruktur verknüpfen können,
    sowie
    b) einer herbizid wirkenden Menge eines Anilids mit der !formel
    in welcher
    für Wasserstoff und ein niederes Alkyl mit etwa 2 bis 5 Kohlenstoffatomen steht,
    entspricht einem Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen oder einem niederen Alkenyl mit 3 bis 4 Kohlenstoffatomen, und
    -27- 3.1.1984
    A 01 N/251 289/3 62 478/18
    Rc ist ein niederes Alkyl mit 2 bis 5 Kohlenstoff- ! atomen.
  9. 9. Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß R^ iithyl oder n-Propyl ist, R2 ist Ethyl und R^ ist n-Butyl oder Cyclohexyl,
  10. 10. Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß R1 für Ethyl steht und R2 sowie R_ jeweils für Propyl stehen. ,
  11. 11. Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß
    R. Wasserstoff ist, R,- für Isopropyl steht und Rg Ethyl entspricht»
  12. 12. Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß R4 Wasserstoff ist, Rr für Butyl steht und Rg Ethyl entspricht.
  13. 13. Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei a) um S-Ethyl-cyclohexylethyl-thiokarbainat und bei b) um 3-(H-Isopropylkarbamoyl)propionanilid handelt.
  14. 14. Verfahren nach Punkt 8, gekennzeichnet dadurch, daß es sich bei a) um S-üthyl-HjU-di-N-propylthiokarbamat und bei b) um 3-(K-Isopropylkarbainoyloxy)propionahilid handelt«
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